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DE1239306B - Verfahren zur Herstellung von Ketosteroiden, die in alpha-Stellung zur Ketogruppe eine gegebenenfalls substituierte Allylgruppe tragen - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Ketosteroiden, die in alpha-Stellung zur Ketogruppe eine gegebenenfalls substituierte Allylgruppe tragen

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Publication number
DE1239306B
DE1239306B DE1964V0025919 DEV0025919A DE1239306B DE 1239306 B DE1239306 B DE 1239306B DE 1964V0025919 DE1964V0025919 DE 1964V0025919 DE V0025919 A DEV0025919 A DE V0025919A DE 1239306 B DE1239306 B DE 1239306B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
allyl
keto
optionally substituted
dioxane
group
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1964V0025919
Other languages
English (en)
Inventor
Alberto Ercoli
Dr Rinaldo Gardi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Francesco Vismara SpA
Original Assignee
Francesco Vismara SpA
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Francesco Vismara SpA filed Critical Francesco Vismara SpA
Publication of DE1239306B publication Critical patent/DE1239306B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J7/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J1/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen, not substituted in position 17 beta by a carbon atom, e.g. estrane, androstane
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J9/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of more than two carbon atoms, e.g. cholane, cholestane, coprostane

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Steroid Compounds (AREA)

Description

tUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C07c
C O 7 J 4\fß{
Deutsche Kl.: 12 ο -
Nummer: 1239
Aktenzeichen: V25919IVb/12o
Anmeldetag: 30. April 1964
Auslegetag: 27. April 1967
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Ketosteroiden, die in α-Stellung zur Ketogruppe eine gegebenenfalls substituierte AUylgruppe tragen.
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man gegebenenfalls in der AUylgruppe durch eine Alkyl-, Aralkyl- oder Arylgruppe substituierte Allylenoläther von entsprechenden Ketosteroiden in einem Lösungsmittel vom Siedepunkt zwischen 100 und 2000C erhitzt, gegebenenfalls erhaltene 4-Allyl- l5-3-ketone in an sich bekannter Weise zu den 4-Allyl- H-3-ketoncn isomerisiert bzw. das erhaltene Gemisch von gegebenenfalls substituierten 16n- und 16/i-Allyl-17-ketosteroiden in ebenfalls an sich bekannter Weise mit einer starken Base, vorzugsweise mit einem Alkalihydroxyd, behandelt.
Das Schema der Umlagerung wird in der folgenden Tabelle gegeben, worin die Umwandlung von Enoläthern von 3-Keto-, 17-Keto- und 20-Ketosteroiden in die entsprechenden, freien, a-allylsubstituierten Ketone veranschaulicht ist.
Verfahren zur Herstellung von Ketosteroiden, die in «-Stellung zur Ketogruppe eine gegebenenfalls substituierte AUylgruppe tragen
Anmelder:
Francesco Vismara S. p. A., Casatenovo, Como (Italien)
Vertreter;
Dipl.-Ing. H. Leinweber und Dipl.-Tng. H. Zimmermann, Patentanwälte, München 2, Rosental 7
Als Erfinder benannt: Alberto Ercoli, Mailand; Dr. Rinaldo Gardi, Carate, Brianza (Italien)
Beanspruchte Priorität: Italien vom 11. Mai 1963 (34 946), vom 13. März 1964 (45 018)
Tabelle I
a) CH == C — CH — O Ri R2 R3
CH = C — CH
R8
2 R1
b) CH = C — CH — O R· R2 R<
CH — R1 709 577/376
C — R2
CH
I
— R;)
1
Fortsetzung
CH — R1
C-
H
R8
Il
CH
— R3
c) CH = C-CH-O
R1 R2 R*
0-CH-C = CH
\ R3 R2
CH3
H3C |l
CH
Ο —CH-C = CH
R3 R2 Ri
R2 Ri'
CH2 — CH — C = CH
CO R1 R2 R3
R = H, Methyl; Ri, R2, R3 = H, Alkyl, Aralkyl, Aryl.
Vorzugsweise werden die Ausgangsenoläther in dem Lösungsmittel, ζ. B. Toluol, Xylol, Butylalkohol, Pyridin, Collidin, Chinolin, Dimethylformamid u. ä., 4 bis 24 Stunden unter Rückfluß gekocht, und das entstehende Produkt wird nach bekannten Verfahren, z. B. durch Eindampfen und Umkristallisieren oder durch Gießen des Reaktionsgemisches in Wasser und AbfiHrieren des Niederschlags, isoliert.
Die Umlagerung ist ganz allgemein und kann bei einem beliebigen enolisierbaren Ketosteroid, wie z. B. einem 2-, 3-, 4-, 6-, 11-, 16-, 17- oder 20-Keton, angewandt werden.
Bevorzugte Ausgangsstoffe sind die Allylenoläther von im Ring A gesättigten oder J !-ungesättigten 3-Ketosteroiden, die Allylenoläther von 17-Ketosteroiden und die Allylenoläther von 21-unsubstituierten 20-Ketosteroiden der Pregnanreihe, wie in der obigen Tabelle angegeben ist.
Die Umlagerung kann mit Allylenoläthern von einem beliebigen 3-Ketosteroid der Androstan-, 19-Norandrostan-, Pregnan-, 19-Norpregnan-, Cholestan- oder 19-Norchoic:.tanreihe, insbesondere von gegebenenfalls I '-ungesättigten 3-Ketosteroiden, die in 11-Stellung gegebenenfalls eine Hydroxy- oder
5 6
Ketogruppe und in 17-Steliung eine ^-Hydroxy- oder löslichen Semicarbazone^ leicht abgeschieden werden
Acyloxygruppe und gegebenenfalls eine «-Alkyl- können.
oder a-Alkinylgruppe oder eine /J- Acetyl gruppe und Die als Ausgangsstoffe verwendeten Allylenoläther
gegebenenfalls eine «-Hydroxy- oder Acyloxygruppe können aus den entsprechenden niedrigen Alkylenol-
oder die gegebenenfalls veresterte Dihydroxyaceton- 5 äthern oder aus Enolestem oder aus niedrigen Di-
seitenkette tragen, durchgeführt werden. alkylacetalen durch Austauschreaktion mit dem
Geht man von "Allylenoläthern von 3-Keto- gewählten Allylalkohol in Gegenwart eines Katalysteroiden der 5a-Reihe aus [Schema a) der Tabelle I], sators hergestellt werden. Die Umätherung wird so erhält man am Ende der Reaktion eine 2«-Allyl- durchgeführt, indem man den niedrigen Alkylenol-3-ketoverbindung praktisch als einziges Produkt. io äther, vorzugsweise den Methyl-oder Äthylenoläther, Wenn man dagegen aus Allylenoläthern von 3-Keto- oder den Enolester, vorzugsweise das Enolacetat, oder steroiden der 5/i-Reihe ausgeht, so erhält man die das niedrige Dialkylacetal, vorzugsweise das Dientsprechenden 4a - Allyl - 3 - ketoverbindungen methyl- oder Diäthylacetal, in einem geeigneten (Schema b)]. organischen Lösungsmitte), wie Benzol, Toluol,
Wenn man das erfindungsgemäße Verfahren auf 15 Hexan, Cyclohexan, Petroläthcr, Tetrahydrofuran, Allylenoläther von _14-3-Ketosteroiden [Schema c) Dioxan, Methylenchlorid oder Chloroform, löst und der Tabelle I] anwendet, insbesondere indem man die erhaltene Mischung mit dem gegebenenfalls subsolche Enoläther in neutralen Lösungsmitteln, vor- stituierten Allylalkohol in Gegenwart eines Katalyzugsweise in Toluol, erhitzt, so erhält man 3 Keto- sators, wie einer aromatischen Sulfonsäure, Qucck-4-allyll5-steroide. Diese können durch Behandlung 20 silberoxyd oder eines Salzes einer schwachen Base mit einer Säure oder mit einer Base unter Wanderung mit starken Säuren, wie Pyridinchlorhydrat oder der Doppelbindung aus der 5(6)- in die 4(5)-Stellung -losylat, umsetzt. Die erhaltenen Allylenoläther in die entsprechenden 3-Keto-4-allyl- J4-steroide um· werden üblicherweise isoliert, indem man den sauren gelagert werden. Wird die Umlagerung der Allylenol- Katalysator neutralisiert, das Lösungsmittel einäther der l4-3-Ketosteroide in einem basischen 25 dampft und den Rückstand umkristallisiert.
Lösungsmittel, vorzugsweise Pyridin, durchgeführt, Die erfindungsgemäß erhaltenen Allylketosteroidc so wird kein 5-ungesättigtcs Derivat isoliert weil die dienen als Zwischenprodukte zur Herstellung der Basizität des Lösungsmittels die Wanderung der entsprechenden Alkylverbindungen, womit eine einDoppelbindung und die direkte Bildung der 4-Allyl- fache und wirtschaftliche Methode zur Herstellung :l'-3-ketosteroide bewirkt. 30 von «-alkylsubstituierten Kctosteroiden nun zur
Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Ver- Verfugung steht. Diese biologisch interessanten fahrens kann man auch von Allylenoläthern eines Verbindungen wurden bisher durch Methoden herbeliebigen 17-Ketosteroids der Androstan- oder der gestellt, die unter drastischen Bedingungen, z. B. 19-Norandrostanreihe [Schema d) der Tabelle I] aus- unter Verwendung von Alkalimetallen in flüssigem gehen. Die Ausgangssteroide können im allgemeinen 35 Ammoniak, verlaufen, wobei besonders empfindliche eine Sauerstoffunktion in 3-Stellutig, insbesondere Gruppierungen, z. B. Hydroxygruppen oder die Dieinen KetosauerstofF oder ein a- oder /5-orientiertes, hydroxyacetonseitenkette, gestört werden können, freies, veräthertes oder verestertes Hydroxyl ent- Dagegen können die erfindungsgemäß herstellbaren halten. Andere Substituenten, wie Halogene, Keto-, AUylketoverbindungen durch Hydrierung der Allyl-Hydroxy- oder Methylgruppen, können im Cyclo- 40 doppelbindung mit guten Ausbeuten in die entpentanopolyhydrophenanthrengerüst z.B. in 1-, 2-, sprechenden Alkylverbindungen umgewandelt wer-3-, 4-, 6-, 7-, 9-, U- und/oder 16-Stellung vorliegen. den, ohne im Molekül gegebenenfalls vorhandene Ferner können die Ausgangs-17-allylenoläther in den Doppelbindungen zu stören.
Ringen A, B und/oder C gesättigt sein oder eine oder Die folgenden Beispiele erläutern das erfindungsmehrere Doppelbindungen z. B. in 1(2)-, 4(5)-, 5(6)-, 45 gemäße Verfahren.
6(7)- und/oder 9(11)-Stellung oder einen aromatischen D . . ,
RingA enthalten. Beispiel 1
Wenn man die Umlagerung bei Allylenoläthern Zu einer Mischung von 600 cm3 wasserfreiem von 17-Ketosteroiden durchführt, erhält man Mi- Benzol und 6 cm3 Allylalkohol fügt man 150 mg schungen von 16«- und lo/i-AHyl-H-ketoverbindun- 50 p-Toluolsulfonsäure hinzu, dann gibt man zu der gen, worin das a-Epimere 60 bis 80% darstellt. erhaltenen Mischung 3 g Äthylenoläther des Testowährend das /3-Epimere in geringerer Menge (40 bis steronacetats und entfernt das während der Reaktion 20%) vorhanden ist. Die beiden Epimeren können sich bildende Äthanol durch Destillation. Dann fügt durch fraktioniertes Kristallisieren getrennt werden. man 0,5 cm3 Pyridin hinzu und destilliert im Vakuum Das /tf-Epimere kann jedoch quantitativ erhalten 55 zur Trockne. Der Rückstand wird mit Äther aufwerden, indem man die Mischung mit einer starken genommen, und die Ätherlösung wird abfiltriert, Base, z. B. einem Alkalihydroxyd, behandelt, wobei getrocknet und eingedampft. Der aus Methanol das ot-Epimere ins stabilere ß-Isomere umgewandelt umkristallisierte Rückstand liefert das lTp'-Acetoxywird. Natürlich werden im Steroidmolekül gegebenen- 3 - allyloxy - J3·' - androstadien (Allylenoläther des falls vorhandene, veresterte Hydroxygruppen wäh- 60 Testosteronacetats);F. 107bisl09oC;[a]f — —144,5" rend der alkalischen Behandlung hydrolysiert. (Dioxan, c ^ 0,5%).
Die Enoläther von 21-unsubstituierten 20-Keto- 2 g der so erhaltenen Verbindung werden in 50 cm3
steroiden der Pregnanreihe bestellen aus einer wasserfreiem Pyridin gelöst, und die Lösung wird
Mischung von ..1'"(2O)- und I20<21>-Enoläthern. Die 16 Stunden unter Rückfluß gekocht. Dann wird das Claisen-Umlagerung solcher Mischung von Allyl- 65 Reaktionsgemisch in Salzsäure enthaltendes Eis-
enoläthcrn liefert ein Gemisch von 17VAHyI- und wasser gegossen. So erhält man einen kristallinischen
21-Allyl-20-ketoverbindungen, die nach bekannten Niederschlag, der nach Abfiltrieren, Waschen mit
Methoden, z.B. durch Bildung von verschiedenen Wasser und Trocknen 1,9 mg 4-Allyltestosteronacetat
liefert; F. 83 bis 85"C; [«]? = +104° (Chloroform, c = 0,50/o).
Beispiel 2
3 g Äthylenoläther des 17a-Acetoxyprogesterons in 50 cm3 wasserfreiem Tetrahydrofuran werden mit 60 mg Benzolsulfonsäure und 5 cm3 Allylalkohol behandelt. Die Mischung wird abdestilliert, bis das Volumen ein Viertel geworden ist, dann fügt man einige Tropfen Pyridin hinzu und entfernt das Lösungsmittel im Vakuum. Der mit verdünntem Methanol aufgenommene, abfiltrierte und getrocknete Rückstand liefert das S-AHyloxy-Ha-acetoxyj3-5-pregnadien-20-on (Allylenoläther des 17a-Acetoxyprogesterons); F. 108 bis UO0C.
2 g S-AUyloxy-Hu-acetoxy- I3j5-pregnadien-20-on werden in 50 cm3 Toluol gelöst, und die erhaltene Lösung wird 15 Stunden unter Rückfluß gekocht. Dann wird das Reaktionsgemisch im Vakuum völlig eingedampft. Der mit Methanol aufgenommene Rückstand liefert das 4-Allyl-17o-acetoxy-.l5-prcgnen-3,20-dion: F. 170 bis 1720C; [«]!? - +20° (Dioxan, c = 0,50/0).
Das so erhaltene Produkt wird in Methanol gelöst und mit 0,5 cm3 Salzsäure unter Rückfluß gekocht. Die im Vakuum konzentrierte Mischung liefert das 4-Allyl-17a-acetoxyprogesteron, das nach Umkristallisieren bei 200 bis 2010C schmilzt; [<x]f = +86° (Chloroform, c = 0,5%).
3° B c i s ρ i e 1 3
3 g Äthylenoläther des Androstanolonacetats in 50 cm3 wasserfreiem Tetrahydrofuran werden mit 60 mg p-Toluolsul fön säure und 5 cm3 Allylalkohol behandelt. Die Mischung wird 40 Minuten abdestüliert, dann mit 2 Tropfen Pyridin behandelt und im Vakuum konzentriert. Der mit verdünntem Methanol aufgenommene Rückstand liefert 2,5 g 3-AUyloxy-17/?-acetoxy-.l2-5«-androsten; F. 104 bis 1060C; [a]'i - +46° (Dioxan, c = 0,5%).
2 g der so erhaltenen Verbindung werden in 50 cm3 Toluol gelöst, und die Lösung wird 12 Stunden unter Rückfluß gekocht. Das Lösungsmittel wird im Vakuum eingedampft, und der aus Methanol umkristallisierte Rückstand liefert das 2«-Allyl-17/j-acetoxy-5«-androstan-3-on; F. 128 bis 13O0C; [a]% => +5° (Chloroform, c - 0,5%).
Beispiel4
3 g Androsteronacetat-n-diäthylacetal in 500 cm3 wasserfreiem Isooctan werden mit 30 mg Pyridintosylat und 10 cm3 Allylalkohol behandelt. Die Mischung wird abdestillicrt, bis das Volumen 30 cm3 geworden ist, dann mit 2 Tropfen Pyridin behandelt und im Vakuum konzentriert. Der mit Methanol aufgenommene Rückstand liefert 2,5 g 17-AUyloxy-3«-acetoxy-I16-androsten (17-Allylenoläther des Androsteronacetats); F. 102 bis 104X; [a}%5 = -|- 52,5° (Dioxan, c - 0,5%).
2 g des so erhaltenen H-AHyloxy-Sa-acetoxy-I16-androstens werden in 10 cm3 Toluol gelöst, und die Lösung wird 15 Stunden unter Rückfluß gekocht. Das Lösungsmittel wird im Vakuum eingedampft, und der Rückstand liefert 1 g loa-Allylandrosteronacetat; F. 95 bis 960C; [«]??'= +15° (Dioxan. " c = O,5O/o).
Das so erhaltene Produkt wird in 100 cm3 methanolischem Natriumhydroxyd gelöst, und die Lösung wird etwa 45 Minuten unter Rückfluß gekocht. Nach Eindampfen des Lösungsmittels liefert der Rückstand 850 mg 16/>'-Allylandrosteron; F. 179 bis 180°C; [a]is - +98° (Dioxan, c = 0,5%).
Beispiel 5
2 g östron - 3 - cyclopentyläther -17 - diäthylacetal werden in 300 cm3 Isooctan gelöst und mit 20 mg Pyridintosylat und 5 cm3 Allylalkohol behandelt. Die Mischung wird 20 Minuten abdestilliert, dann mit 2 Tropfen Pyridin behandelt, und das Lösungsmittel wird im Vakuum eingedampft. Der mit verdünntem Methanol aufgenommene Rückstand liefert 1.5 g 3-Cyclopentyloxy-17-allyloxy-l,3,5(10),16-östratetraen (östron - 3 - cyclopentyläther -17 - allylenoläther); F. 63 bis 66CC; [α]!1 = +103° (Dioxan, c - 0,5%).
1 g des so erhaltenen 3-Cyclopentyloxy-17-allyloxyl,3,5(10),16-östratetraens wird in 10 cm3 Toluol gelöst, und die Lösung wird 20 Stunden unter Rückfluß gekocht. Das Lösungsmittel wird im Vakuum eingedampft, und der Rückstand liefert 900 mg 16-Allylöstron-3-cyclopentyläther. Das so erhaltene Produkt, das aus einer Mischung der epimeren 16a- und 16/?-Allylverbindungen besteht, wird in 5%igem methanolischem Kaliumhydroxyd gelöst, und die Mischung wird 40 Minuten unter Rückfluß gekocht. Nach Eindampfen des Lösungsmittels liefert der mit Wasser verdünnte Rückstand 850 mg 16/5-Allyl· östron-3-cyclopentyläther; F. 142 bis 1440C; \d\'S = +154° (Dioxan, c = 0,5%).
Beispiel 6
1 g 3-Cyclopentyloxy-17-allyloxy-l,3,5(10),16-östratetraen wird in 5 cm3 Pyridin gelöst, und die Mischung wird 16 Stunden unter Rückfluß gekocht. Nach Eindampfen des Lösungsmittels im Vakuum wird der aus der Mischung von 16«· und 16/if-Allylöstron - 3 - cyclopentyläther bestehende Rückstand zwei- bis dreimal aus Methanol-Äther-Mischungen umkristallisiert. So erhält man den loa-AUyl-östron-3-cyclopentyläther; F. 88 bis 9O0C; [a]S5 = H-98,5° (Dioxan, c = 0,5%). Die im Vakuum eingedampfte Mutterlauge liefert den lo/i-Allyl-östron-S-cyclopentyläther, der nach einer weiteren Umkristallisation bei 142 bis 1440C schmilzt. Der Mischschmelzpunkt mit der im Beispiel 5 erhaltenen Verbindung bleibt unverändert.
Beispiel 7
3 g 20,20 - Dimethoxy - 3ß - acetoxy - J5 - pregnen in 500 cm3 wasserfreiem Dioxan werden mit 30 mg Pyridintosylat und 10 cm3 Allylalkohol behandelt. Die Mischung wird abdestilliert, bis das Volumen 30 cm3 geworden ist, dann mit 2 Tropfen Pyridin behandelt und im Vakuum konzentriert. Der aus einer Mischung von 20-AHyloxy-3/i-acetoxy- t5-17<2<1>pregnadien und 20-Allyloxy-3/J-acetoxy- I5 20<21>-pre-< gnadien bestehende Rückstand wird in 50 cm3 wasserfreiem Dimethylformamid gelöst, und die Lösung wird 15 Stunden bei 115CC erhitzt, dann mit einer 5%igen methanolischen Lösung von Kalium-
hydroxyd verseift. Die erhaltene Mischung wird mit Semicarbazides orhydrat behandelt, wobei man das 20-Semicarbazon des 21-Allyl-J5-pregnen-3/i-ol-20-ons als kristallinischen Niederschlag erhält. Aus der Mutterlauge isoliert man das 17u-Allyl-.15-pregnen-3/i-ol-20-on; F. 193 bis 196°C; [α]? = -60° (Dioxan, c — 0,5°/q). Hydrolyse des Semicarbazons mit Schwefelsäure in Äthanol liefert das 21-Allyl-J5-pregnen-3/?-ol-20-on; F. 105 - -28° (Dioxan, c - 0,5%).
bis 1080C; [«]!?
Beispiel 8
Gemäß den in den Beispielen 1 bis 7 beschriebenen Verfahren lassen sich die folgenden «-allylsubstituierten Ketosteroide aus den in der folgenden Tabelle genannten Ausgangsmaterialien herstellen:
Tabelle II
Ausgangsmaterialien Endprodukte
3-Allyloxy- I3 S-androstadien-17-on; F. 142 bis 1440C; [a]D = —85,5° (Dioxan)
3-AlIyloxy- Ja 5-androstadien-17/?-ol-acetat; F. 107 bis 1090C; [ajo = -144,5° (Dioxan)
3-(/J-Methyl)-allyloxy-J:? 5-androstadien-17-on; F. 160 bis 1610C; [a]D = -77° (Dioxan)
3-Cinnamyloxy-. l3-5-androstadien-17-on; F. 142 bis 1430C; [a]o - -70" (Dioxan)
3-Allyloxy-19-nor-J3 ■''-androstadien-n/i-ol-acetat; F. 110 bis Hl0C; [a]B = -158° (Dioxan)
3-Allyloxy- l35-pregnadien-20-on; F. 111 bis 112°C; [α]ο = -56° (Dioxan)
3-(/?-Methyl)-allyloxy-21-acetoxy- l35-pregnadien-17a-ol-ll,20-dion; F. 157 bis 1590C;
[u]D = +20° (Dioxan)
17-Allyloxy-3ii-acetoxy'J5((i)1(i-androstadien;
F. 104 bis 106cC; [o]o = -31= (Dioxan)
n-Allyloxy-S/i-acetoxy- I16-androsten; F. 89 bis 920C; [η] ο — -1-37° (Dioxan)
17-AUyloxy-J4 16-androstadien-3-on
17-Allyloxy- ll«-5a-androsten-3-on; F. 123 bis 126°C; [a]n — -f 136° (Dioxan)
· 16-androstadicn
20-Allyloxy-3/?-acetoxy-..l517<2°)-pregnadien
20-Allyloxy- |ii7<2")-pregnadien-3-on
20-Allyloxy-3/}-acetoxy-J5-2()(21)-pregnadien
^0-Allyloxy-,.142»(äi).pregnadien.3.on 4-Allyl- |5-androsten-3,17-dion; F. 135 bis 138°C; [a]D ^ +111° (Dioxan)
4-Allyl-J4-androsten-3,17-dion; F. 131 bis 133 "C; [a]0 ^ +195° (Chloroform)
^Allyl-J^androsten-n/i-oW-on-n-acetat; F. 111 bis 1130C; (a]c = +23° (Dioxan)
4-(ß-Methyl)-allyl-J4-androsten-3,17-dion; F. Ill bis 1130C; [α]0 = +176,5° (Chloroform)
4-(a-Phenyl)-allyl-/l4-androsten-3,17-dion; öl; [«]„ = Η-180° (Chloroform)
4-Allyl-19-nortestosteronacetat; F. 111 bis 113°C; [u]0 = +46O (Chloroform)
4-Allyl-progesteron; F. 100 bis 102°C; [u]o = +190° (Chloroform)
4-(/}-Methyl)-allylcortisonacetat; F. 200 bis 202°C; [u]c - +193,5° (Chloroform)
lou-Allyl-dehydroepiandrosteronacetat; F. 132 bis 1340C; [«], - -58° (Dioxan)
16/J-Allyl-dehydroepiandrosteronacetat; F. 145 bis 147°C; [a]D = +27,2c: (Dioxan)
löß-Allyl-dehydroepiandrosteron; F. 187 bis 189°C; [a]o =+41° (Dioxan)
16/i-Allyl-epiandrosteron; F. 185 bis 1860C; [a]0 = +100° (Dioxan)
16a-Allyl-J4-androsten-3,17-dion; F. 300 bis 132°C; [rt]0 ^= +91,5° (Dioxan)
16|3-Allyl-J4-androsten-3,17-dion; F. 134 bis 1360C; [u]o -= +166° (Dioxan)
16/?-Allyl-5a-androstan-3,17-dion; F. 141 bis 142°C; [a]0 = +112° (Dioxan)
16a-(/J-Methyl)-allyl-dehydroepiandrosteronacetat; F. 140 bis 142°C; [a]0 = -72° (Dioxan)
16/i-()ii-Methyl)-allyl-dehydroepiandrosteron acetat; F. 119 bis 121°C; [a]D = -22,5° (Dioxan)
16/M/i-Methyl)-allyl:dehydroepiandrosteron; F. 161 bis 164°C; [a]0 = +36,5° (Dioxan)
17u-Allyl-3ß-acetoxy-J5-pregnen-20-on; F. 150 bis 152°C; [a]0 = -56° (Dioxan)
17u-Allyl-progesteron; F. 154 bis 1560C; [a]D = +72° (Dioxan)
21-Allyl-3|Ö-acetoxy-J5-pregnen-20-on; F. 72 bis 75°C; [α]ρ = -27° (Dioxan)
21-Allyl-progesteron; öl; [«]„ - +95° (Dioxan)
709 577/376

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Herstellung von Ketosteroiden, die in «-Stellung zur Ketogruppe eine gegebenenfalls substituierte Allylgruppe tragen, dadurch gekennzeichnet, daß man gegebenenfalls in der Allylgruppe durch eine Alkyl-, Aralkyl- oder Arylgruppe substituierte Allylenoläther von entsprechenden Ketosteroiden in einem Lösungsmittel vom Siedepunkt zwischen 100 und 2000C erhitzt, gegebenenfalls erhaltene 4-Allyl-.J5-3-ketone in an sich bekannter Weise zu den 4-Allyl-J4-3-ketonen isomerisiert bzw. das erhaltene Gemisch von gegebenenfalls substituierten 16«- und 16/?-Allyl-17-ketosteroiden in ebenfalls an sich bekannter Weise mit einer starken Base, vorzugsweise mit einem Alkalihydroxyd, behandelt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Reaktion in einem basischen Lösungsmittel, insbesondere in Pyridin, oder in einem neutralen Lösungsmittel, insbesondere in Toluol, durchgeführt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man einen gegebenenfalls substituierten Allylenoläther eines J4-3-Ketosteroids eines im Ring A gesättigten 3-Ketosteroids der 5«-Reihe, eines 17-Ke.tosteroids oder einen gegebenenfalls substituierten Allylenoläther eines 21-unsubstituierten 20-Ketosteroids der Pregnanreihe als Ausgangsstoffe verwendet.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die erhaltenen 16a- und 16/i-Epimeren durch fraktionierte Kristallisation getrennt werden.
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Cited By (5)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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