DE1239128B - Transportables Radargeraet zur Bestimmung der Geschwindigkeit von Fahrzeugen - Google Patents
Transportables Radargeraet zur Bestimmung der Geschwindigkeit von FahrzeugenInfo
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Description
AUSLEGESCHRIFT
DeutscheKl.: 42 ο-13/07
Nummer: 1239 128
Aktenzeichen: L 46051IX b/42 ο
1 239 128 Anmeldetag: 27. September 1961
Auslegetag: 20. April 1967
Es sind transportable Radargeräte zur Bestimmung der Geschwindigkeit von Fahrzeugen nach dem
Dopplerprinzip bekannt, bei denen das durch Überlagerung der ausgesendeten Strahlung mit der reflektierten
Strahlung entstandene Signal in einem Verstärker verstärkt und in Impulse gleicher Dauer und
Amplitude von einer der Dopplerfrequenz entsprechenden Impulsfolgefrequenz umgewandelt wird und
aus dieser Impulsfolge ein der Geschwindigkeit des Fahrzeuges proportionales Anzeigesignal abgeleitet
wird.
Eine derartige bekannte Schaltung gemäß der Veröffentlichung in der Zeitschrift »Wireless Engineer«,
März 1956, S. 66 ff., sieht in der Empfängerschaltung eine Verstärkungsregelung in der Art vor, daß die
Ansprechempfindlichkeit des Verstärkers mit wachsendem Eingangssignal zunimmt.
Es ergibt sich dadurch eine nichtlineare Abhängigkeit der Verstärkung des Empfängers von der Größe des Eingangssignals,
derart, daß bei weiter Entfernung des die Echosignale auslösenden Objektes die Echoimpulse infolge
der niedrig eingestellten Ansprechempfindlichkeit keine für die Dopplerfrequenz maßgeblichen Empfangsimpulse
auszulösen vermögen. Es findet vielmehr eine Wiedergabe erst statt, wenn sich die Echoimpulse
hinreichend stark oberhalb des Empfangstörpegels befinden.
Eine andere im wesentlichen ähnlich arbeitende Radaranlage ist in der Zeitschrift »Electronics«,
1959, S. 48 ff., beschrieben und sieht vor, daß im Eingang des zur ersten Verstärker-Begrenzerstufe
führenden Kreises eine Klammerschaltung vorgesehen ist, die vom Ausgang der Begrenzerstufe gesteuert
wird und die Blockierung des Eingangskreises erst dann aufhebt, wenn das Ausgangssignal eine bestimmte
Stärke erreicht hat.
Ein transportables Radargerät zur Bestimmung der Geschwindigkeit von Fahrzeugen nach dem Dopplerprinzip,
bei dem das durch Überlagerung der ausgesendeten mit der reflektierten Strahlung entstandene
Signal in einem Verstärker verstärkt und darauf einer Impulsformschaltung zugeführt wird, die Impulse
gleicher Dauer und Amplitude und von einer der Dopplerfrequenz entsprechenden Impulsfolgefrequenz
erzeugt, und aus dieser Impulsfolge ein der Geschwindigkeit des Fahrzeuges proportionales Anzeigesignal
abgeleitet wird, kennzeichnet sich gemäß der Erfindung dadurch, daß zwischen einem gegenüber
Schwankungen der Betriebsspannungsquelle und der Umgebungstemperatur stabilisierten Vorverstärker
und einem Leistungsverstärker eine Torstufe vorgesehen ist, die in gesperrtem Zustand die Weiter-Transportables
Radargerät zur Bestimmung der
Geschwindigkeit von Fahrzeugen
Geschwindigkeit von Fahrzeugen
Anmelder:
Laboratory for Electronics, Inc.,
Boston, Mass. (V. St. A.)
Boston, Mass. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr. phil. G. B. Hagen, Patentanwalt,
München-Solln, Franz-Hals-Str. 21
München-Solln, Franz-Hals-Str. 21
Als Erfinder benannt:
Bernard Joseph Midlock,
Norwalk, Conn. (V. St. A.)
Bernard Joseph Midlock,
Norwalk, Conn. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerikavom 30. September 1960
'(59 757)
V. St. v. Amerikavom 30. September 1960
'(59 757)
leitung des Dopplersignals blockiert und der von einer weiteren Schaltung eine Entsperrspannung zugeführt
wird, wenn die Amplitude des Dopplersignals, das dieser Schaltung ebenfalls vom Vorverstärker
zugeführt wird, einen bestimmten einstellbaren Wert übersteigt.
Die Erfindung sieht ebenfalls eine nichtlineare Abhängigkeit der Verstärkung von der Größe des Eingangssignals
vor und verwendet zu diesem Zweck eine Torschaltung, die entweder, im geöffneten Zustand,
die aus der Dopplerfrequenz abgeleitete Impulsfolge ungestört mit konstantem Verstärkungsfaktor
der Anzeigevorrichtung zuführt oder, in blockiertem Zustand, vollständig unterdrückt.
Es werden auf diese Weise zur Geschwindigkeitsmessung nur Echoimpulse hinreichender Amplitude
ausgenützt; kurzzeitige Verringerung der Empfangsamplitude der Echosignale bewirkt jedoch keine Sperrung
des Anzeigegerätes, so daß eine im wesentlichen kontinuierliche Meßwertablesung durch das Wieder-
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gabeinstrument, welches als ein integrierendes, zeitmittelndes Wiedergabeinstrument ausgebildet ist,
erfolgt.
Eine Radaranordnung, welche insbesondere den Zwecken der Verkehrsüberwachung dient, unterliegt
besonderen Anforderungen hinsichtlich räumlichen Aufbaues und hinsichtlich des schaltungsmäßigen
Aufbaues. Aus dem erstgenannten Grund ist es wünschenswert, Transistoranordnungen zu verwenden.
Um die erforderliche hohe Meßgenauigkeit der zu bestimmenden Geschwindigkeit zu erzielen, unterliegt
die Anordnung sehr strengen Bedingungen hinsichtlich Frequenzkonstanz.
Den vorgenannten Gesichtspunkten trägt die erfindungsgemäße Anordnung dadurch Rechnung, daß
einerseits das Gerät als Transistorgerät ausgebildet ist, wodurch sich die gewünschte Raumökonomie ergibt,
und andererseits das Stromversorgungsgerät gut stabilisiert ist, um den nachteiligen Einfluß von
Schwankungen der Betriebsstromquelle auf die Frequenzkonstanz zu vermeiden.
Die Erfindung ist nachfolgend unter Bezugnahme auf drei Figuren erläutert.
Von den zur Wiedergabe gelangenden drei Figuren bezeichnet F i g. 1 ein Blockschaltbild der Erfindung,
F i g. 2 eine schematische Darstellung des dreistufigen Verstärkers zum Verstärken des Dopplersignals,
wobei die Steuerstufe und der Torkreis und einige andere Stufen in Blockform dargestellt sind,
F i g. 3 eine Fortsetzung der Anordnung gemäß F i g. 2, wobei die in F i g. 2 in Blockform dargestellten
Teile schematisch wiedergegeben sind.
F i g. 1 zeigt in Form eines Blockschaltbildes ein erfindungsgemäßes Gerät unter Ausschluß des Stromversorgungsteiles.
Eine Sender- und Empfängerstufe 1 ist ähnlich wie eine Sirene oder ein Scheinwerfer in
einem zylindrischen an dem Kraftwagen befestigbaren Gehäuse vorgesehen; das eine Ende des Zylinders
ist abgeschlossen, und das andere Ende ist mit einem Deckel 2, aus dielektrischem Polystyrol Kunststoff
bestehend, verschlossen, wobei der Deckelteil linsenartig gekrümmt ist und so ausgebildet ist, daß
er dem Luftdruck bei der Fahrt des Fahrzeuges widersteht.
Hochfrequenzwellen FT von ungefähr 10525 Megahertz werden durch den Deckel 2 abgestrahlt. Ein
geringer Teil der abgestrahlten Wellen wird von dem Deckel zurück auf den Empfängerteil 1 reflektiert,
wo diese Wellen als Überlagerungsfrequenz für die Kristallmischstufe des Empfängers dienen.
Durch den Dopplereffekt veränderte reflektierte Wellen FR werden von dem Fahrzeug auf den Empfänger
zurückreflektiert und haben einen Frequenzunterschied, der von der Geschwindigkeit des Fahrzeuges
abhängt. Die WellenFi? und FLO bewirken Schwebungen in der Kristallmischstufe des Empfängers
und liefern ein WechselstromsignalD als Ausgangssignal, dessen Frequenz der Dopplerverschiebung
entspricht und von der Geschwindigkeit des Fahrzeuges abhängt.
Die Dopplerfrequenz D wird im nachstehenden als Niederfrequenz bezeichnet, wobei zu beachten ist,
daß diese Niederfrequenz unterhalb des Tonbereiches liegen kann.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform, bei der als Sendefrequenz eine Schwingung von 10525 MHz
zur Anwendung gelangte, betrug die Dcyplerfrequenz
ungefähr 31,3 Hz für ein sich mit einer Geschwindigkeit von 1,6 km/Std. bewegendes Fahrzeug. Zur Anzeige
von Fahrzeugen einer Geschwindigkeit vor 1,609 bzw. 16,09 bzw. 160,9 km/Std. ergeben siel
dann Niederfrequenzsignale von 31,3 bzw. 313 bzw 3130 Hz. Die Anwendung einer anderen Sendefrequenz
liefert einen anderen Niederfrequenzbereich und die Anzeige von Eisenbahnzügen oder Flugzeugen
im Gegensatz zu Kraftfahrzeugen macht die Anwendung unterschiedlicher Sendefrequenzen odei
unterschiedlicher Niederfrequenzbänder zweckmäßig Diese Erscheinungen sind indessen bekannt und bilden
nicht Gegenstand der Erfindung.
Die Niederfrequenzschwingung wird in F i g. 1 durch einen Transistorverstärker 3 verstärkt, welchei
in bezug auf Amplitudenschwankungen und Schwankungen der Temperatur oder der Betriebsspannung,
wie sie im Betrieb auftreten können, stabilisiert ist.
Das stabilisierte Niederfrequenzsignal, welches aui der Leitung 4 auftritt, wird einem normalerweise
gesperrten Transistor-Torkreis zugeleitet, wobei dieser Torkreis die Weiterleitung des für die gemessene
Geschwindigkeit maßgeblichen Niederfrequenzsignals zuläßt, wenn eine Entsperrung durch Zuführung eines
Niederfrequenzsignals geeigneter Stärke erfolgt. Solche Torkreise bewirken, daß unerwünschl
schwache Signale nicht wiedergegeben werden.
Dopplersignale von Fahrzeugen, die sich außerhalb des gewünschten Arbeitsbereiches des Gerätes
befinden, haben eine unzureichende Amplitude und bewirken nicht die EntSperrung des Torkreises. Nui
Dopplersignale hinreichend hoher Amplitude, die geeignet sind, zuverlässige Geschwindigkeitsmeßwerte
zu liefern, werden durch den Torkreis weitergeleitet. Auch schwache Signale, die beispielsweise von einem
schwankenden Baum herrühren können, werden unterdrückt.
Das stabilisierte Niederfrequenzsignal auf dei Leitung 4 steuert eine durch die unterbrochene Linie
umgrenzte Torschaltung, welche in einstellbarei Weise so vorgespannt ist, daß nur Niederfrequenzsignale
bestimmter Amplitude die Torschaltung entsperren. Die Größe des Niederfrequenzsignals is1
durch die Verstärkung des Verstärkers 3 bestimmt Die Torschaltung umfaßt einen Transistorverstärkei
und Gleichrichter 6, der von dem über die Leitung 4 zugeführten Signal gesteuert wird und einen Transistormultivibrator
7 steuert, dessen Signal über eine Klammerschaltung 15 geleitet wird. Die Klammerschaltung
15 wird so betrieben, daß normalerweise Geschwindigkeitssignale daran gehindert werden,
durch die Stufe 5 zu gelangen. Kommt die Torschaltung in Tätigkeit, so wird die Klammerschaltung
geöffnet, so daß ein Signal durch die Stufe 5 gelangen kann. Dieses Öffnen einer Torschaltung dauert
über die Länge eines Eingangssignals.
Wird ein Niederfrequenzsignal hinreichende! Amplitude, entsprechend der Verstärkung des Verstärkers,
geliefert, so werden ein Transistorverstärkei und Gleichrichter 6 und ein Multivibrator 7, weld
letzterer die Klammerstufe 15 steuert, in Tätigkeil gesetzt, und es wird die Torstufe 5 geöffnet, indeir
die Spannung auf der Leitung 14 so weit verringert wird, daß das Niederfrequenzsignal in der Stufe £
verstärkt werden und an eine Amplitudenbegrenzstufe 9 geliefert werden kann.
Die Amplitudenverstärkerstufe 9 besteht aus einei Zenerdiode, welche die eine Hälfte der Nieder-
frequenzwelle in der Stromrichtung abschneidet und die andere Hälfte der Welle bei einer durch die
Charakteristik der Zenerdiode bestimmten Spannung abschneidet.
Das Ausgangssignal der Amplitudenbegrenzerstufe auf der Leitung 10 besteht im wesentlichen aus einer
Folge rechteckiger Wellenimpulse konstanter Amplitude, die eine Frequenz haben, welche von der
Geschwindigkeit des gemessenen Fahrzeugs abhängt.
Diese Impulsfolge gelangt dann durch ein auf die Frequenz ansprechendes Netzwerk 11, welches an der
Leitung 12 ein Ausgangssignal liefert, das proportional der Eingangsfrequenz ist. Dieser Strom steuert
ein Meßinstrument und/oder ein Registriergerät 13 zu dem Zweck, eine optische oder eine graphische
Anzeige der Geschwindigkeit zu bewirken.
Der zum Empfang der Dopplergeschwindigkeitssignale vorgesehene Transistorverstärker arbeitet mit
einer Niederfrequenz bis zu 3130 Hz. Das Ausgangssignal des Verstärkers steuert ein Meßinstrument
oder ein graphisches Registriergerät zu dem Zweck, die Geschwindigkeit des Fahrzeugs anzugeben.
Da die Dopplerverschiebung des Eingangssignals proportional der Geschwindigkeit des Fahrzeugs ist,
ist der Verstärker so bemessen, daß er Niederfrequenzen des Bereichs von 10 bis 3130 Hz verarbeitet.
Es wird eine auf Frequenzen ansprechende Diskriminatorstufe verwendet, welche dem Meßinstrument
bzw. dem Registriergerät ein Signal liefert, das proportional der Frequenz ist, so daß die genannten
Anzeigegeräte entsprechend der Geschwindigkeit des Fahrzeugs geeicht sein können.
Es ist wünschenswert, daß eine Auswahl der Fahrzeuge in Abhängigkeit der Zeit oder des Abstandes
auf der Straße und entsprechend ihrer Geschwindigkeit erfolgt. Dementsprechend hat der Verstärker
eine Verstärkungscharakteristik, welche mit der Frequenz zunimmt, so daß, wenn es sich um langsame
und um hohe Geschwindigkeiten der Fahrzeuge handelt, das den Fahrzeugen hoher Geschwindigkeit
entsprechende Signal stärker verstärkt wird als das Signal, welches den niedrigen Geschwindigkeiten
entspricht.
Eine als Torschaltung betriebene Transistortreiberstufe leitet das Signal, welches der Verstärker
abgibt, an eine Amplitudenbegrenzerstufe und von derselben zu einem die Frequenz bestimmenden Netzwerk
und zu dem Registriergerät. Die Torstufe ist normalerweise gesperrt, so daß in einem solchen Fall
ein niederfrequentes Geschwindigkeitssignal das Meßinstrument nicht erreicht. Wenn indessen die Signale
einen vorgegebenen Amplitudenwert überschreiten, so wird die Torstufe geöffnet, und es gelangen die
Geschwindigkeitssignale über die Treiberstufe zu dem Meßinstrument. Das Resultat dieser Anwendung einer
Torschaltung besteht darin, daß zwischen Fahrzeugen hoher Geschwindigkeit und niedriger Geschwindigkeit
bei im wesentlichen gleicher Entfernung vom Sender unterschieden wird und das Signal hoher Fahrzeugsgeschwindigkeit die Torstufe entsperrt, so daß die
Signale hoher Fahrzeugsgeschwindigkeit dem Meßinstrument zugeführt werden.
Ein weiterer Vorteil der nichtlinearen Verstärkungscharakteristik liegt darin, daß eine geeignete
Zeit zum Ablesen der Signale hoher und niedriger Fahrzeugsgeschwindigkeiten geliefert wird. Ein Fahrzeug
hoher Geschwindigkeit liefert normalerweise ein
reflektiertes Signal kürzerer Ablesezeit. Dadurch, daß eine höhere Verstärkung für hohe Fahrzeugsgeschwindigkeiten
vorgesehen ist, können solche Fahrzeuge in einem weiteren Abstand von dem Sender festgestellt
werden als Fahrzeuge niedriger Geschwindigkeit, so daß im ganzen betrachtet die Ablesezeit für
Fahrzeuge hoher Geschwindigkeit und solche niedriger Geschwindigkeit wesentlich verbessert wird.
Handelt es sich um Fahrzeuge im wesentlichen
ίο gleicher Geschwindigkeit, so liefert das Fahrzeug, welches sich der Sendeantenne näher befindet, ein
Signal größerer Amplitude, und dementsprechend wird die Torstufe und die Treiberstufe entsperrt für
die Zwecke der Aufzeichnung eines Signals auf der Meßvorrichtung, sofern das Fahrzeug hinreichend
nahe ist und ein für das Entsperren der Torstufe hinreichend starkes Signal liefert. Die vorstehende Wirkungsweise
ergibt sich in gleicher Weise, wenn Fahrzeuge sich der Sendeanordnung nähern oder sich von
ihr entfernen.
Es soll nunmehr die Wirkungsweise der Verstärkeranordnung und der derselben zugeordneten Stufen
gemäß F i g. 2 und 3 beschrieben werden. Ein Wechselstromsignal von einer der DoppIerverschiebung
entsprechenden Frequenz tritt an den Klemmen 100 und der gemeinsamen Klemme 101 der vorgeschalteten
Diodenmischstufe auf. Die Frequenz hängt von der Geschwindigkeit des untersuchten
Fahrzeugs ab.
Die Klemme 101 ist mit der Basiselektrode eines PNP-Transistors T-I verbunden. Der Transistor T-I
kann von der Type 2N654 sein und ist so vorgespannt, daß er im Α-Betrieb arbeitet und normalerweise
stromleitend ist. Die Α-Vorspannung wird von einem Parallelwiderstand der Spannungsquelle von
— 8,8 V über die Leitung 102 und die Widerstände
103 104, 105 und 106 abgeleitet. Die negative Vorspannung der Basiselektrode des Transistors T-I sowie
der im Emitterzweig liegende Widerstand 108 bewirken, daß der Transistor T-I normalerweise
stromführend ist und als A-Verstärker wirkt.
Der Parallelwiderstand 102 bis 106 dient einer vierfachen Funktionsweise zu dem Zweck, eine hohe
Transistorstabilität zu erreichen. Erstens wird, wie bereits erwähnt, die Vorspannung für die Basiselektrode
des Transistors Γ-l geliefert. Da der Widerstand
104 auch die Impedanz des Kollektorkreises ist, so liegt darin eine zweite Funktionsweise der Widerstandsparallelschaltung
in bezug auf eine gleichstrommäßige Stabilisation.
Nimmt man beispielsweise an, daß die Betriebsspannung an der Leitung 102 zunimmt, so nimmt
sowohl die Kollektorspannung als auch die Spannung der Basiselektrode des TransistosT-I zu, so daß
dadurch die Tendenz der Vergrößerung des Transistorstromes sich ergibt. Eine Vergrößerung der
Leitfähigkeit des TransistoreT-I bewirkt aber ein größeres Spannungsgefälle am Widerstand 104, so
daß die Spannung der Basiselektrode des Transisters T-I im wesentlichen konstant bleibt, auch
wenn die Spannung der Betriebsstromquelle schwankt. Infolgedessen bleibt der durch den TransistorT-I
fließende Strom im wesentlichen unverändert, und es ist der Transistor in bezug auf Spannungsschwankungen
der Betriebsstromquelle stibilisiert.
Der erwähnte Parallelstromkreis äußert sich ferner darin, daß eine Kompensation des Einflusses von
Temperaturschwankungen erfolgt. Wenn die Um-
gebungstemperatur höher wird, so hat der Transistor T-I die Neigung, stärkeren Strom zu führen,
weil die Moleküle des Halbleiters thermisch stärker erregt werden. Eine solche Zunahme des Stromflusses
durch den Widerstand 104 verringert aber die Spannung der Basiselektrode, welche sich an dem Widerstand
106 ausbildet, so daß der Strom durch den Transistor geringer wird. Das Gesamtergebnis ist,
daß der Transistorstrom im wesentlichen konstant bleibt in bezug auf Schwankungen der Temperatur.
Es wird ferner in der Schaltung der Kriechstrom von der Kollektorelektrode zur Basiselektrode verringert.
Viertens hat die Parallelschaltung der Widerstände die Folge, daß ein Stromweg für eine negative
niederfrequente Rückkopplung von der Kollektorelektrode zur Basiselektrode sich ergibt, so daß der
Niederfrequenzverstärker für alle Frequenzen etwas gegengekoppelt ist. Da die Verstärkung von Transistoren
und deren Charakteristik Streuungen aufweisen, auch wenn die Transistoren vom selben ao
Hersteller stammen, und ferner die Verstärkung mit der Temperatur zunimmt, bewirkt eine derartige
Gegenkopplung eine Stabilisierung der Wechselstromverstärkung und gestattet ein Ersetzen von
Transistoren, ohne daß dabei in stärkerem Maße die Stromkreise betroffen sind.
Die Kapazität 107 ist parallel zur Emitter-Basis-Elektrodenstrecke geschaltet, und der Widerstand
108 und die Kapazität 109 sind im Emitterzweig vorgesehen.
Die Kapazität 107 hat einen niedrigen Wert, beispielsweise 0,001 μΡ, so daß ein Nebenschluß für
Hochfrequenzschwingungen gebildet wird, die an der KlemmelOl auftreten können, während gleichzeitig
die Niederfrequenzverstärkung nicht beeinträchtigt ist. Es werden auf diese Weise Störungen durch
Polizeifunk und andere Hochfrequenzsender unterdrückt.
Die Kapazität 109 ist beträchtlich groß, beispielsweise 100 nF, und wirkt als Niederfrequenznebenschluß.
Der Widerstand 108 bildet eine kleine Emitterimpedanz, wodurch sich eine kleine Gleichspannung
für den A-Basiselektrodenbetrieb ergibt, und ferner wirkt dieser Widerstand kompensierend
in bezug auf Temperaturschwankungen; eine Stromzunähme, bedingt durch Temperaturschwankungen,
erhöht das Spannungsgefälle an diesem Widerstand, und es ergibt sich auf diese Weise eine zusätzliche
Basiselektrodenvorspannung des Transistors T-1, durch die der Stromfluß verringert wird.
Der Grund für die Spannungs- und Temperaturkompensation ergibt sich daraus, daß die Betriebsspannung
von der Batterie des Fahrzeugs entnommen wird, die hinreichend gut für die Zwecke des Kraftfahrzeugs
stabilisiert ist, aber nicht hinreichend für das Arbeiten eines angeschlossenen elektronischen
Apparates.
Es ist ferner das elektronische Gerät Temperaturschwankungen je nach der Jahreszeit unterworfen,
wenn es sich um ein ortsbewegliches Gerät handelt.
Bei Anwendung von Vakuumröhren sind diese Erscheinungen von geringerer Bedeutung, und der
Heizfaden einer Vakuumröhre wird hinreichend geheizt, gleichgültig ob das Wetter kalt oder warm ist.
Bei Transistoren aber hat man kein Heizelement, und es wird vielmehr die Wärme, die sich bildet,
zum Schutz des Transistors durch Abstrahlung beseitigt; die molekulare Aktivität des Transistor-
materials und die Kriechströme sind ferner stark vor Temperaturschwankungen abhängig, und auf dies£
Weise ist eine besondere Technik für den zur Anwendung gelangenden Verstärker im vorliegenden
Fall erforderlich.
Die Kapazität 110 begrenzt das Niederfrequenzband des Niederfrequenzverstärkers, so daß Frequenzen
oberhalb etwa 3130 Hz zu dem gemeinsamen Massepunkt abgeleitet werden.
Das der Kollektorelektrode des Transistors T-I entnommene Ausgangssignal wird über die koppelnde
Kapazität 111 dem Bereichschalter 112 zugeleitet. Der Bereichschalter 112 hat drei Stellungen für kurze
Entfernung und für mittlere Entfernung und für weite Entfernung des zu messenden sich bewegenden
Fahrzeugs, und es wird durch den Schalter mehr oder weniger Widerstand durch Einschalten der
Widerstände 113 und 114 in den zur Einstellung der Verstärkung dienenden Potentiometerzweig 116 eingeführt.
Der Abgriff 116 des Potentiometers 115 und die Kapazität 117 koppeln das Niederfrequenzsignal
an die Basiselektrode des Transistors T-2.
Die Schaltungsanordnung des Transistors T-2 ist im wesentlichen die gleiche wie die des Transistors
T-1. Es weist aber der Transistor T-2 keinen Bereichschalter
auf, sondern sein Ausgangssignal wird direkt über die Kapazität 118 der Basiselektrode des
Transistors T-3 zugeführt.
Die Kapazität 119 ist zwischen dem gemeinsamen MassepunktlOl und dem Verbindungspunkt des
Widerstandes 103 mit dem Kollektorwiderstand 120 eingeschaltet, so daß die Kollektorelektrode gegenüber
Wechselspannungen der Betriebsstromquelle entkoppelt ist. Solche Schwankungen der Spannung
der Betriebsstromquelle können auftreten, weil mehrere Verstärkerstufen an die gemeinsame Spannungswelle
angeschlossen sind; eine Rückkopplung solcher Stufen könnte Schwingungen erzeugen, wenn nicht
entsprechende Entkopplungsmittel vorgesehen sind.
Da Transistoren mit niedriger Spannung arbeitende Stromverstärker sind, unterscheidet sich der
Transistor T-3 in seiner Schaltungsweise gegenüber den Transistoren T-I und T-2 dadurch, daß in dem
Kollektorzweig ein aufwärts transformierender Transformator 126 vorgesehen ist, der ein Ausgangssignal
von ungefähr 100 V Spitzenspannung liefert.
Der Vorteil der Transformatorkopplung liegt darin, daß eine geeignete Impedanzanpassung erzielt wird
und die gewünschte Stromverstärkung oder Spannungsverstärkung erreicht wird. Die Verstärkungszunahme
durch Anwendung des Transformators gestattet es, weniger Transistorverstärker vorzusehen,
was eine Kostenersparnis und eine geringere Anzahl der erforderlichen Verstärkungsmittel zur Folge hat.
Der Außenstromkreis des Transistors T-3 umfaßt die Widerstände 121, 122 und 125, im übrigen aber
ist die Schaltungsweise des Transistors T-3, von dem Transformator abgesehen, die gleiche wie die der
vorausgehenden Transistoren.
Die Primärwicklung des Transformators 126 ist an die Kollektorelektrode des Transistors T-3 angeschlossen,
und die Sekundärwicklungen führen zu der als Treiberstufe wirkenden Torschaltung und von
dort zu dem Leistungsverstärker und ferner zu der Torschaltung zu dem Zweck, daß an das Gerät ein
Ausgangsmeßinstrument oder Registriergerät zur Wiedergabe der Geschwindigkeit des zu bestimmenden
Fahrzeuges angeschlossen wird.
Abgesehen davon, daß der Transformator 126 die Ausgangsspannung des Transistors Γ-3 vergrößert,
hat das Ausgangssignal auch die Eigenschaft, wegen der induktiven Kopplung mit der Frequenz zuzunehmen.
Es wäre wünschenswert, einen idealen Transformator zu haben, dessen Ausgangssignal proportional
zur Frequenz zunimmt, während der Belastung des Transistors T-3 ergibt sich aber ein gewisser Abfall
des Ausgangssignals bei höheren Frequenzen. Aus diesem Grund ist eine Rückkopplung über den
Widerstand 123 zur Basiselektrode des Transistors Γ-3 gebildet, so daß diese Gegenkopplung die Verstärkung
im mittleren Frequenzgebiet der Frequenzcharakteristik verringert. Hierin liegt auch der Grund
für die Gegenkopplung bei den Transistoren 1, 2, 6 und 7.
Der Widerstand 122 und die Primärwicklung des Transformators 126 und der Widerstand 123 bilden
einen Spannungsteiler, der die Stärke der Gleichspannungsstabilisation und der Temperaturstabilisation
bestimmt, und ferner wird dadurch die Wechselstromgegenkopplung von der Kollektorelektrode zur Basiselektrode
zwecks Unterdrückung unerwünschter Verstärkungsspitzen bestimmt.
Die Sekundärwicklung des Transformators 126, die in F i g. 4 mit der als Torkreis wirkenden Treiberstufe
und der aus dem Verstärker 5 und Gleichrichter 6 und dem Multivibrator 7 und der Klammerstufe 15
bestehenden Torschaltung und dem Leistungsverstärker 8 und der Begrenzerstufe 9 und dem der Frequenzmessung
dienenden Netzwerkll und dem Meßkreis 13 verbunden ist, ist in F i g. 3 im einzelnen mit
diesen Ausgangsstufen dargestellt.
In F i g. 3 weist die Sekundärwicklung des Transformators 126 eine Mittelanzapfung 127 und zwei
Ausgangsklemmen 128 und 129 auf. Der Mittenabgriff ist mit einer beispielsweise eine Vorspannung
von —1,47 V liefernden Spannungsquelle verbunden. Diese Spannungsquelle besteht aus den zwischen der
Klemme 102 und dem Erdungspunkt angeordneten Widerständen 181, 182. Die Klemme 128 ist mit der
Basiselektrode des als Treiberstufe wirkenden Transistors Γ-4 verbunden, und zwar über einen kleinen
Vorwiderstand; der Transistor Γ-4 ist durch die negative Spannung an dem Abgriffspunkt 127 im Sinne
der Stromleitung vorgespannt.
Die Kollektorimpedanz 154 des als Klammerstufe wirkenden Transistors Γ-5 ist an die Klemme 102 angeschlossen.
Aus diesem Grund liegt die Emitterelektrode des Transistors Γ-5 oberhalb der Spannung des
Erdungspunktes, und es wird im Sinne der Sperrung die Emitterelekrode des Transistors T-4 vorgespannt.
Es ergibt sich so eine Klammerwirkung in bezug auf den Transistor T-4, und derselbe wird bei Abwesenheit
eines Wechselstromsignals an der Leitung 128 des Transformators 126 gesperrt.
Es können indessen auch die Kollektorelektroden der Transistoren T-4 und Γ-5 miteinander verbunden
sein und an die Primärwicklung des Transformators 146 angeschlossen sein, wobei der Widerstand 154 in
Fortfall kommt.
Die Torschaltung umfaßt den als Torstufe wirkenden Transistorverstärker Γ-7 und den Gleichrichter
140, den Multivibrator Γ-8 bzw. T-9 und die Klammerstufe
T-5.
Wenn ein Wechselstromsignal durch den Transformator 126 erzeugt wird, wird ein Teil dieses Signals
der Basiselektrode des als Torstufe wirkenden Transistors Γ-7 zugeführt. Dieser Stromkreis führt von
dem Abgriffspunkt 127 der Sekundärwicklung des Transformators 126 über das zur Einstellung der Torwirkung
dienende Potentiometer 130 zurück zur Leitung 129 des Transformators 126. Der Potentiometerabgriff
131 koppelt einen Teil des Wechselstromsignals an die Basiselektrode des Transistors T-7.
Das Potentiometer 130 gestattet eine Einstellung des dem Transistor T-7 zugeführten Eingangssignals,
ίο Wenn das Wechselstromeingangssignal des Transistors T-7 verringert wird, so spricht das Gerät auf
Fahrzeuge an, die eine bestimmte Minimalgeschwindigkeit überschreiten, oder nur auf Fahrzeuge, die
innerhalb eines bestimmten Entfernungsbereiches liegen; Fahrzeuge höherer Geschwindigkeit erzeugen
ein .größeres Signal an dem Transformator 126, und Fahrzeuge, welche der Antenne näher sind, liefern
eine größere Signalamplitude, wenn sie sich dem Gerät nähern oder sich von demselben entfernen,
ao Ein monostabiler Multivibrator besteht aus den Transistoren T-8 und T-9, die eine gemeinsame Emitterimpedanz 132 und getrennte Kollektorimpedanzen 133 und 134 haben.
Die aus den Widerständen 133, 135 und 136 bestehende Widerstandskombination bewirkt auch die Kopplung des Ausgangssignals des Transistors Γ-8 mit dem Eingangskreis des Transistors T-9.
ao Ein monostabiler Multivibrator besteht aus den Transistoren T-8 und T-9, die eine gemeinsame Emitterimpedanz 132 und getrennte Kollektorimpedanzen 133 und 134 haben.
Die aus den Widerständen 133, 135 und 136 bestehende Widerstandskombination bewirkt auch die Kopplung des Ausgangssignals des Transistors Γ-8 mit dem Eingangskreis des Transistors T-9.
Im Ruhezustand führt der Transistor T-9 Strom, weil eine negative Spannung sich an dem Widerstand
136 ausbildet. Die an der Emitterelektrode 132 sich ausbildende Spannung, die durch den Strom des
Transistors T-9 zustande kommt, verhindert, daß der Transistor Γ-8 Strom führt, wie dies bei monostabilen
Multivibratoren üblich ist.
Wenn das Echosignal eines Fahrzeuges, welches eine hinreichend hohe Amplitude hat, aufgenommen wird, so ergibt sich ein Wechselstromsignal an der Basiselektrode des Tortransistors T-7, und das Signal wird über den Transformator 139 und den Gleichrichter 140 in eine negative Gleichspannung umgewandelt, welche sich an der aus dem Widerstand 141, der Kapazität 142 und der Serienschaltung des Widerstandes 143 und des Thermistors 144 bestehenden Parallelschaltung ausbildet. Die negative Spannung erscheint an der Leitung 146 und macht den Transistor T-8 der Multivibratorschaltung stromführend.
Wenn das Echosignal eines Fahrzeuges, welches eine hinreichend hohe Amplitude hat, aufgenommen wird, so ergibt sich ein Wechselstromsignal an der Basiselektrode des Tortransistors T-7, und das Signal wird über den Transformator 139 und den Gleichrichter 140 in eine negative Gleichspannung umgewandelt, welche sich an der aus dem Widerstand 141, der Kapazität 142 und der Serienschaltung des Widerstandes 143 und des Thermistors 144 bestehenden Parallelschaltung ausbildet. Die negative Spannung erscheint an der Leitung 146 und macht den Transistor T-8 der Multivibratorschaltung stromführend.
Wenn der Transistor Γ-8 Strom führt, so fällt die Spannung an dem Kollektorpunkt 145 ab, etwa auf
den Wert der Spannung der Emitterelektroden. Die Spannung an der Basiselektrode des Transistors T-9
ist nur ein Teil dieser Spannung in Anbetracht der Spannungsteilerschaltung und ist daher geringer als
die der Emitterelektrode, und daher wird der Transistor T-9 gesperrt.
Der Kollektorpunkt 145 ist über die Leitung 137 und 138 mit der Basiselektrode des Transistors T-5 verbunden, und eine große Kapazität 190 ist zum Erdungspunkt hin vorgesehen. Da der Transistor Γ-8 normalerweise gesperrt ist, ergibt sich eine hohe negative Spannung von etwa — 8,8 V an der Kollektorelektrode des Transistors Γ-8 und über die Leitung 138 auch an der Basiselektrode des Klammer-Transistors Γ-5, so daß normalerweise, wie oben angenommen, der letztgenannte Transistor Strom führt.
Der Kollektorpunkt 145 ist über die Leitung 137 und 138 mit der Basiselektrode des Transistors T-5 verbunden, und eine große Kapazität 190 ist zum Erdungspunkt hin vorgesehen. Da der Transistor Γ-8 normalerweise gesperrt ist, ergibt sich eine hohe negative Spannung von etwa — 8,8 V an der Kollektorelektrode des Transistors Γ-8 und über die Leitung 138 auch an der Basiselektrode des Klammer-Transistors Γ-5, so daß normalerweise, wie oben angenommen, der letztgenannte Transistor Strom führt.
Bei der Umkehr des Leitungszustandes der Transistoren jT-8 und T-9, die sich bei Anwesenheit eines
Fahrzeuges ergibt, fällt die Spannung im Punkt 145
709 550/86
ab, so daß der Transistor T-5 gesperrt wird und seine auf den Transistor T-4 ausgeübte Klammerwirkung
entfällt; das Wechselstromsignal des Fahrzeuges, welches auf der Leitung 128 auftritt, wird nunmehr
über den abwärts transformierenden Transformator 146 dem Leistungstransistor T-6 zugeführt.
Die Kapazität 190 ist normalerweise negativ geladen von der Klemme 102 her, wobei die Kapazität
190 zwischen der Kollektorelektrode des Transistors Γ-8 und dem Erdungspunkt liegt. Die Kapazität 190
hat zwei Wirkungen. Erstens wirkt sie als Filterkapazität für eine Wechselspannung, welche an dem
Punkt 145 auftreten könnte und welche die Wirkungsweise des Transistors Γ-5 beeinträchtigen und
unzuverlässig machen könnte. Zusätzlich bewirkt die Kapazität 190 eine Verzögerung in der Abschaltung
des als Treiberstufe dienenden Transistors T-4. Wenn beispielsweise bei normalem Betrieb der Transistor
Γ-8 gesperrt ist, so ist die Kapazität 190 geladen und liefert eine negative Spannung an die Leitung 138 und
die Basiselektrode des Transistors Γ-5, so daß dieser Transistor stromleitend ist, während der Transistor
T-4 gesperrt ist.
Wenn ein Echosignal hinreichender Amplitude empfangen wird, so wird der Transistor T-8 stromführend,
und die Kapazität 190 wird schnell über den Transistor Γ-8 entladen; nach einer kurzen Verzögerung
wird dann der Transistor T-4 entsperrt, so daß das Wechselstromsignal in die Anzeigevorrichtung
übertreten kann. Wenn das empfangene Wechsel-Stromsignal in solchem Maße abgenommen hat, daß
seine Amplitude nicht mehr die Torstufe entsperren kann, hört der Transistor Γ-8 auf, Strom zu führen.
Das empfangene Signal dauert aber noch eine gewisse kurze Zeit an, in der von dem Transistor T-4
Wechselströme dem Anzeigekreis zugeführt werden, da die Kapazität 190 über den Widerstand 133 von
der Spannungsquelle aufgeladen wird; bis sich eine hinreichende negative Ladung an der Kapazität 190
ausgebildet hat, gelangt das empfangene Signal weiter zu dem Meßinstrument. Es wird also das Meßinstrument
verzögert abgeschaltet.
Es ergibt sich somit; daß ein Signal eines Fahrzeuges auf dem Meßinstrument so lange angezeigt
wird, wie das Fahrzeug Echowellen reflektiert, und auch noch etwas länger.
Wenn daher das von dem Fahrzeug reflektierte Echosignal kurzzeitig in der Amplitude abnimmt, wie
dies sich unter dem Einfluß der Signalauslöschung durch Bodenreflexion ergeben kann oder sich auch
ergeben kann, wenn das Fahrzeug über Eisenbahnschienen fährt oder über einen kleinen Hügel oder
hinter einem anderen Objekt verschwindet, so wird durch die Abnahme des Echosignals der Torkreis
T-7, T-8 und T-9 wieder unwirksam gemacht, das Abnehmen der Echosignale des Fahrzeuges aber, sofern
es noch vorhanden ist, wird über den Transistor T-4 zu dem Anzeigekreis geleitet. Wenn dann das
Signal des Fahrzeuges wieder seine normale Amplitude annimmt, so wird die Torschaltung wieder in
Tätigkeit gesetzt und nach kurzer Entladung der Kapazität 190 werden die empfangenen Signale
weiter über den Transistor T-4 zu dem Anzeigekreis geleitet.
Die Zeitkonstante der Kapazität 190 ist so gewählt, 6g daß die Entladungsgeschwindigkeit etwas höher ist
als die Ansprechzeit des zur Anzeige der Geschwindigkeit vorgesehenen Anzeigeinstrumentes und daß
die Ladezeitkonstante der Kapazität 190 ungefähr ebenso groß ist wie die Entladungszeitkonstante.
Dementsprechend bewirken kurze oder vorübergehende Schwankungen der Amplitude des vom
Fahrzeug reflektierten Signals nur geringe Schwankungen in dem Meßinstrumentenkreis. Die gesamte
Torschaltung gestattet nicht nur die Weiterleitung von Signalen vorgegebener einstellbarer Amplitude,
sie verhindert auch bei Auftreten einer vorübergehenden Signalschwankung eine Verringerung des
Ablesewertes. Der Vorteil dieser Schaltung ist darin zu sehen, daß, wenn das Eingangssignal für eine kurze
Zeit in der Amplitude abnimmt, das Meßinstrument nicht erst abfällt und dann wieder auf seinen normalen
Wert gebracht werden muß, bevor eine Ablesung vorgenommen werden kann.
Der Leistungsverstärkertransistor T-6 ist mit seiner Kollektorelektrode über die Primärwicklung des abwärts
transformierenden Transformators 153 und den Widerstand 152 an eine negative Spannungsquelle
von — 9,5 Volt angeschlossen. Die Widerstände 150, 151 und 152 bilden einen Spannungsteiler, von dessen
Verbindungspunkt 155 über die Leitung 179 und die Sekundärwicklung von 146 eine Vorspannung der
Basiselektrode des Transistors T-6 zugeführt wird, so daß derselbe im Sinne der Stromleitung vorgespannt
wird.
Die Kapazität 156 hat einen großen Wert von 500 μΡ und dient dem Zweck, den Transistor T-6 in
gleicher Weise von der Betriebsspannungsquelle zu entkoppeln, wie es die Kapazität 119 in bezug auf
den Transistor T-2 tat. Es ist indessen die Kapazität 156 viermal so groß wie die Kapazität 119,, da der
Widerstand 152 im Kollektorzweig des Transistors T-6 sehr niedrig ist, beispielsweise nur einen Wert
von 10 Ohm hat, und es muß daher die kapazitive Reaktanz der Kapazität 156 entsprechend niedrig
sein, damit Wechselspannungen der Betriebsspannungsquelle nicht zu der gemeinsamen Klemme gelangen.
Der Widerstand 157 bildet eine statische Gleichstromstabilisation und eine Wechselstromgegenkopplung,
wie dies bei den Transistoren T-l, T-2 und T-3 der Fall war. Eine statische gleichspannungsmäßige
Stabilisation umfaßt hierbei die Stabilisation des Transistors sowohl in bezug auf Änderungen des
stationären Zustandes als auch in bezug auf vorübergehende Spannungsschwankungen der Betriebsspannung
und Schwankungen der Umgebungstemperatur sowie Unterschiede in den Charakteristiken der verschiedenen
Transistoren der gleichen Type und eines gleichen Herstellers.
Die Emitterelektrode des Transistors T-6 ist im Gegensatz zu den anderen Stufen über einen kleinen,
kapazitiv nicht überbrückten Widerstand 158 vom Widerstandswert 1 Ohm für die Zwecke der Temperaturstabilisierung
mit dem Erdungspunkt verbunden, wodurch sich ergibt, daß der größte Teil der Ausgangsspannung
des Transistors T-6 sich an der Primärwicklung bzw. der Sekundärwicklung des
Transformators 153 ausbildet.
Die Sekundärwicklung des Transformators 153 steuert eine Begrenzerstufe, die aus der Serienschaltung
einer Zenerdiode 185 und eines Thermistors 186 besteht, welche über die Kapazität 162 angeschlossen
ist. Die Spannung an der Anschlußstelle 170 wird negativ; die Zenerdiode leitet in ihrer Vorwärtsrichtung
und bewirkt eine Aufladung der Kapazität 162
Claims (3)
1. Transportables Radargerät zur Bestimmung der Geschwindigkeit von Fahrzeugen nach dem
Dopplerprinzip, bei dem das durch Überlagerung der ausgesendeten mit der reflektierten Strahlung
entstandene Signal in einem Verstärker verstärkt und darauf einer Impulsformschaltung zugeführt
wird, die Impulse gleicher Dauer und Amplitude und von einer der Dopplerfrequenz entsprechenden
Impulsfolgefrequenz erzeugt, und aus dieser Impulsfolge ein der Geschwindigkeit des Fahrzeuges
proportionales Anzeigesignal abgeleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen
einem gegenüber Schwankungen der Betriebsspannungsquelle und der Umgebungstemperatur
stabilisierten Vorverstärker (3) und einem Leistungsverstärker (8) eine Torstufe (5) vorgesehen
ist, die in gesperrtem Zustand die Weiterleitung des Dopplersignals blockiert und der von
einer weiteren Schaltung (6, 7, 15) eine Entsperrspannung zugeführt wird, wenn die Amplitude
des Dopplersignals, das dieser Schaltung ebenfalls vom Vorverstärker (3) zugeführt wird, einen bestimmten
einstellbaren (130,131) Wert übersteigt.
2. Radargerät nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die die Torstufe (5) steuernde
weitere Schaltung (6, 7, 15) einen monostabilen Multivibrator (7; Γ-8, T-9) aufweist, dessen Eingang
das einstellbar (130,131) verstärkte (6; Γ-7) Dopplersignal zugeführt wird und der dann, wenn
das verstärkte Dopplersignal den bestimmten Wert überschreitet, in seinen instabilen Zustand
geschaltet wird und dann ein Ausgangssignal an einer Klammerschaltung (15; TS) liefert, das die
Torschaltung (5; 7Λ-4) entsperrt, und der nach Ausbleiben des ihn im instabilen Zustand haltenden
Dopplersignals das Ausgangssignal an die Klammerschaltung weiterhin für eine durch seine
Zeitkonstante (133, 190) bestimmte Zeit liefert.
3. Radargerät nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Klammerstufe (15) und
die Torstufe (5) je durch einen Transistor (Γ-4, Γ-5) gebildet werden, deren Emitterelektroden
miteinander verbunden sind, und der Emitter-Kollektor-Strom des die Klammerstufe (15) bil-
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US59757A US3187329A (en) | 1960-09-30 | 1960-09-30 | Apparatus for vehicular speed measurements |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1239128B true DE1239128B (de) | 1967-04-20 |
Family
ID=22025016
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| DEL46051A Pending DE1239128B (de) | 1960-09-30 | 1961-09-27 | Transportables Radargeraet zur Bestimmung der Geschwindigkeit von Fahrzeugen |
Country Status (4)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3187329A (de) |
| DE (1) | DE1239128B (de) |
| GB (1) | GB1003891A (de) |
| SE (1) | SE300237B (de) |
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