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DE1238722B - Steuereinrichtung fuer Abgasturbolader - Google Patents

Steuereinrichtung fuer Abgasturbolader

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Publication number
DE1238722B
DE1238722B DESCH32823A DESC032823A DE1238722B DE 1238722 B DE1238722 B DE 1238722B DE SCH32823 A DESCH32823 A DE SCH32823A DE SC032823 A DESC032823 A DE SC032823A DE 1238722 B DE1238722 B DE 1238722B
Authority
DE
Germany
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pressure
line
exhaust gas
lubricant
control
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DESCH32823A
Other languages
English (en)
Inventor
Riccardo Antonio Bozzola
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schwitzer Corp
Original Assignee
Schwitzer Corp
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Filing date
Publication date
Application filed by Schwitzer Corp filed Critical Schwitzer Corp
Publication of DE1238722B publication Critical patent/DE1238722B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B37/00Engines characterised by provision of pumps driven at least for part of the time by exhaust
    • F02B37/12Control of the pumps
    • F02B37/18Control of the pumps by bypassing exhaust from the inlet to the outlet of turbine or to the atmosphere
    • F02B37/183Arrangements of bypass valves or actuators therefor
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01DNON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
    • F01D25/00Component parts, details, or accessories, not provided for in, or of interest apart from, other groups
    • F01D25/16Arrangement of bearings; Supporting or mounting bearings in casings
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B37/00Engines characterised by provision of pumps driven at least for part of the time by exhaust
    • F02B37/12Control of the pumps
    • F02B37/18Control of the pumps by bypassing exhaust from the inlet to the outlet of turbine or to the atmosphere
    • F02B37/183Arrangements of bypass valves or actuators therefor
    • F02B37/186Arrangements of actuators or linkage for bypass valves
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B39/00Component parts, details, or accessories relating to, driven charging or scavenging pumps, not provided for in groups F02B33/00 - F02B37/00
    • F02B39/14Lubrication of pumps; Safety measures therefor
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02TCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES RELATED TO TRANSPORTATION
    • Y02T10/00Road transport of goods or passengers
    • Y02T10/10Internal combustion engine [ICE] based vehicles
    • Y02T10/12Improving ICE efficiencies

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Supercharger (AREA)

Description

  • Steuereinrichtung für Abgasturbolader Die Erfindung betrifft eine Steuereinrichtung für den Abgasturbolader einer Brennkraftmaschine, wobei von dem die Maschine mit der Turbine verbindenden Abgaskanal ein die Turbine überbrückender Umgehungs- oder Abgasregelkanal über ein Regelventil abgezweigt ist, auf dessen Ventilkörper der Auspuffdruck und eine Federkraft im öffnungssinn und der Schmiermitteldruck für den Turbolader im Schließsinn einwirken, wobei der Stößel des den Abgasregelkanal verschließenden Ventilkörpers an einem Kolben angreift, der in einem Steuergehäuse verschiebbar angeordnet ist.
  • Wenn eine Brennkraftmaschine mit Turbolader kalt anläuft, vergeht eine beträchtliche Zeit zwischen dem Anlassen der Maschine und dem Auftreten eines entsprechenden Schmiermitteldruckes an den eine Schmierung erfordernden Stellen und vor allem an den Lagern der Turboladerwelle. Übliche Lageranordnungen für Turbolader ermöglichen es dem Rotor, wenn dessen Drehzahl und dementsprechend diejenige der Turboladerwelie vergleichsweise niedrig gehalten wird, eine beträchtliche Zeitspanne im Zustand einer Grenzschmierung sicher zu laufen. Bei Breimkraftmaschinen mit Turbolader ist es daher erforderlich, die Drehzahl des Turboladerrotors so lange zu begrenzen, bis sich ein ausreichender Schmiermitteldruck eingestellt hat.
  • Bei Brennkraftmaschinen, die einen abgasgetriebenen Turbolader verwenden, ist es weiterhin notwendig. Vorkehrungen dafür zu treffen, daß der maximale Arbeitsdruck innerhalb der Zylinder der Brennkraftmaschine keine für diese unzulässige Höhe erreicht. Falls eine Sicherung gegen einen gefährlichen Anstieg des Arbeitsdruckes innerhalb der Zylinder vorgesehen ist, kann der Turbolader direkt an die Brennkraftmaschine gelegt werden. Auch bei niedrigen Maschinendrehzahlen ergeben sich dann genügend hohe Ladedrücke, während andererseits die Ladedrücke bei hohen Maschinendrehzahlen nicht zu hoch werden.
  • Um diesen Erfordernissen Rechnung zu tragen, ist bereits eine Steuereinrichtung für den Abgasturbolader einer Brennkraftmaschine bekanntgeworden, bei der die Abgase der Brennkraftmaschine um die Turbine des Turboladers geleitet werden können. Bei dieser bekannten Steuereinrichtung ist von dem die Brennkraftmaschine mit der Turbine verbindenden Abgaskanal ein die Turbine überbrückender Umgehungs- oder Abgasregelkanal über ein Regelventil abgezweigt, auf dessen Ventilkörper der Auspuffdruck und eine Federkraft im öffnungssinn und der Schmiermitteldruck für den Turbolader im Schließsinn einwirken, wobei der Stößel des den Abgasregelkanal verschließenden Ventilkörpers an einem Kolben angreift, der in einem Steuergehäuse verschiebbar angeordnet ist.
  • Allerdings bedarf es bei der bekannten Steuereinrichtung zur gleichzeitigen Steuerung des Schmiermitteldruckes einer weiteren Ventilanordnung, bei welcher eine vom Ladekanal abgehende Leitung auf einen Ventilkörper einwirkt, der bei Überschreiten eines bestimmten Ladedruckes eine Reduzierung des Schmiermitteldruckes dadurch bewirkt, daß die von ihm bis dahin gesperrte, unter Druck stehende Schmiermittelleitung geöffnet wird, so daß ein Teil des Schmiermittels in den Schmiermittelansaugbehälter zurückfließen kann. Diese Ausführung ist sehr aufwendig und auch gegen Störungen anfällig.
  • Der vorliegenden Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Steuereinrichtung der in Frage stehenden Art zu schaffen, die in ihrem Aufbau wesentlich einfacher und in ihrer Wirkung zuverlässiger als die bekannte Steuereinrichtung ist.
  • Zur Lösung dieser Aufgabe sieht die Erfindung vor, daß bei der neuen Steuereinrichtung das eine Ende des Steuergehäuses an die Schmiermittelzuleitung und das andere Ende des Steuergehäuses an eine Umgehungsleitung angeschlossen ist, die unmittelbar mit der Druckleitun- des Turboladers verbunden ist, so daß die eine Seite des Kolbens unmittelbar dem Ladedruck und die andere Seite dem Schmiermitteldruck ausgesetzt sind. Die neue Steuereinrichtung unterscheidet sich von der bekannten Steuereinrichtung im wesentlichen dadurch, daß die bei der bekannten Einrichtung vorhandene Ladedruckzweigleitung unmittelbar in das Gehäuse des Ventils geführt ist, wodurch der Ladedruck dem auf den Kolben des Ventils wirkenden Schmiermitteldruck entgegenwirkt.
  • Die Regelung des Schmiermitteldrucks und der Turbinenbeaufschlagung erfolgt hierdurch bei der neuen Steuereinrichtung unmittelbar durch den Ladedruck des Turboladers und nicht mehr durch eine Entnahme von Schmiermittel aus der Schmiermittelleitung. Der Vorteil der neuen Anordnung besteht daher insbesondere darin, daß die Steuerung des Schmiermitteldruckes und der Turbinenbeaufschlaaung unter Verwendung eines einzigen Regelventils unmittelbar durch den Ladedruck erfolgt.
  • Nach einer vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung ist vorgesehen, daß in die von der Druckleitung des Turboladers zu dem Steuergehäuse führenden Umgehungsleitung ein oberhalb eines bestimmten Ladedruckes öffnendes Steuerventil eingeschaltet ist.
  • Ein weiteres vorteilhaftes Merkmal der Erfindung besteht darin, daß die von der Druckleitung des Turboladers zu dem Steuergehäuse führende Umgehungsleitung an der dem Ventilstößel zugekehrten Seite des Kolbens an das Steuergehäuse an-Qeschlossen ist.
  • Vorzugsweise ist gemäß der Erfindung weiterhin vorgesehen, daß sich das Steuergehäuse in der Schmiermittelleitung näher an dem Turbolader als an der Druckmittelquelle befindet. Schließlich sieht die Erfindung noch vor, daß in der Schmiermittelleitung in an sich bekannter Weise ein an eine Rückflußleitung angeschlossenes Überdruckventil vorgesehen ist.
  • Weitere Merkmale, Einzelheiten und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der folgenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform der Steuereinrichtung gemäß der Erfindung sowie an Hand der Zeichnung. In der Zeichnung zeigt F i g. 1 eine Brennkraftmaschine, deren Abgasturbolader sowie eine Steuereinrichtung für diesen in schematischer Darstellung, F i Q. 2 das Regelventil der Steuereinrichtung in Endansicht und F i a. 3 das Regelventil der Steuereinrichtung im Längsschnitt nach Linie 3-3 der F i g. 2.
  • Die in F i g. 1 dargestellte Brennkraftmaschine 10 besitzt eine Einlaßleitung sowie eine Auspuffleitung 12. Zum Aufladen der Brennkraftmaschine 10 dient ein durch deren Abgase angetriebener Abgasturbolader 13.
  • Der Turbolader 13 ist von an sich bekannter Bauart und weist eine Turbine 14 mit dem Rotor 16 auf. Die gemeinsame Turboladerwelle 17 verbindet den Rotor 16 mit dem Kompressorrad 18, die einen Teil des insgesamt mit 19 bezeichneten Kompressors bildet.
  • Der Kompressor 19 weist einen Eintrittskanal 21 auf, und die an diesem eintretende Luft wird verdichtet und vom Kompressorrad 1.8 in den Austrittskanal des Kompressors oder einem Sammelraum 22 ausgestoßen. Die Antriebskraft für den Kompressor wird aus der Expansion der Maschinenabgase innerhalb der Turbine 14 abgeleitet. Ein Abgaskanal 23 stellt die Verbindung zwischen dem Maschinenauspuff 12 und der Turbineneinlaßkammer oder einer Sammelkammer 24 her. Die den Turbinenmotor 16 verlassenden verbrauchten Gase werden durch den Austrittskanal 26 an die Atmosphäre abgegeben. Der Turbinenrotor treibt das Kompressorrad 18 an, und die an der Austrittskammer 22 des Kompressors anfallende Druckluft wird in die Maschinenansaugleitung 11 durch den Einlaßkanal 27 geführt. Ein Abgasregelkana128 verbindet den Abgaskanal 23 über den Austrittskanal 26 mit der Atmosphäre.
  • Ein insgesamt mit 29 bezeichnetes Abgasregelventil steuert die Verbindung zwischen dem Abgaskanal 23 und dem Abgasregelkanal 28. Dieses Ventil besitzt einen Ventilsitz 31, der im Bereich der Verbindung des Abgasregelkanals und des Abgaskanals vorgesehen ist, und ein Ventilkörper in Form einer Kegelscheibe 32 wirkt mit dem Ventilsitz zusammen. Der Ventilkörper 32 sitzt am einen Ende eines Ventilstößels 33. Hierzu wird auf die F i g. 2 und 3 verwiesen, die den Aufbau des Abgasregelventils 29 im einzelnen wiedergeben.
  • Das Abgasregelventi129 besteht aus einem rohrförmigen Gehäuse 34 mit einer zentralen Bohrung 36. Das eine Ende des Gehäuses wird durch eine angeformte Stirnwand 37 verschlossen, die eine Eintrittsöffnung 38 als Einlaß und eine Austrittsöffnung 39 als Auslaß für das Schmiermittel aufweist. Die öffnungen 38 und 39 stehen mit dem Hohlraum bzw. der Bohrung innerhalb des Gehäuses in Verbindung. Das entgegengesetzte Ende des Gehäuses wird von dem Verschlußelement 41. verschlossen, welches gegenüber dem Gehäuse verschraubt ist. Das Verschlußelement 41 ist mit einem Halsteil 42 versehen, der ein beträchtliches Stück in die Gehäusebohrung hineinragt und zur Führung des Stößels 33 dient. Das Verschlußelement 41 trägt weiter einen angeformten Flanschteil43 mit in Abstand voneinander vorgesehenen öffnungen 44 zur Befestigung des Steuerventils. Dieses Teil 43 des Verschlußelements 41 weist ein schalenförmig ausgebildetes Ende 46 auf, dessen Rand 47 einen ringförmigen Anschlag für den Ventilkörper 32 bildet und somit die Bewegung des Ventils 32 und des Stößels 33. in F i g. 3 gesehen, nach rechts begrenzt. Das Verschlußelement 41 und seine weiteren Teile 43 und 46 sind so gestaltet, daß sie die Wärmeübertragung vom Teil 46 auf das Steuerventilgehäuse vermindern. Die zentrale Bohrung 36 des Gehäuses ist mit einer verschiebbaren Wand in Form eines Kolbens 48 versehen, der innerhalb der Bohrung hin- und herbeweglich ist, wobei Dichtungsringe 49 eine Abdichtung zwischen den Flächen der beweglichen Wand herbeiführen.
  • Das innere Ende des Stößels 33 weist einen Federanschlag 51 auf, an dem eine Druckfeder 52 abgestützt ist, deren anderes Ende der Innenfläche des Verschlußelements 41 anliegt. Das Gehäuse 34 ist mit einer Ablauföffnung 53 versehen, die zur Atmosphäre führt und zur Lüftung des Ganzen dient sowie zum Abbau jeglichen Drucks zwischen den Dichtungsringen 49 am Kolben und zum Austrag des in dem Raum zwischen den Dichtungsringen sich ansammelnden Lecköls. Liegt der Ventilkörper 32 in Schließstellung dem Ventilsitz 31 an (s. F i g. 1), ist der Kolben nicht weit genug nach links bewegt, um die öffnung 53 freizugeben, und diese steht auch nicht mit den Schmiermitteleinlaß- und Auslaßöffnungen 38, 39 in Verbindung. Das Gehäuse ist darüber hinaus mit einer Einlaßöffnung 54 links vom Kolben 48 (s. F i g. 3) versehen, und es weist außerdem eine Meßöffnung 56 auf, die mit der Atmosphäre oder mit einem Niederdruckraum in Verbindung steht, wie aus F i g. 1 hervorgeht.
  • Die Einlaßöffnung 54 des Gehäuses 34 steht mit einem Luftkanal bzw. der schematisch angedeuteten Leitung 57 nach F i g. 1 in Verbindung. Diese Leitung 57 ist an das Innere eines Luftdruckfühlventils oder eines insgescmt mit 58 bezeichneten Steuerventils angeschlossen. Während F i g. 1 das Steuerventil 58 entfernt von dem Abgasregelventil29 wiedergibt. kann dieses Steuerventil, wie F i g. 2 zeigt, unmittelbar an dem Abgasregelventil angeordnet sein, und bei dieser Ausbildung ist die Leitung 57 vergleichsweise kurz. Das Innere des Ventils 58 ist in F i g. 1 schematisch wiedergegeben. Es besteht aus einem Gehäuse mit einem beweglichen Ventilkörper 59. Eine Druckfeder 61 bewegt den Ventilkörper 59 in eine extreme Stellung, in welcher die Leitung 57 geschlossen ist. Die Außenseite des Ventilkörpers 59 ist dem Luftdruck innerhalb des Lufteinlaßkanals 62 ausgesetzt. der die Verbindung mit dem Lufteinlaßkanal 27 herstellt.
  • Eine das Schmiermittel bzw. Öl führende Leitung 63 leitet den Lagern der Turboladerwelle das Schmiermittel unter einem vorbestimmten Druck von einer nicht im einzelnen wiedergegebenen Ölpumpe zu, die durch die Verbrennungskraftmaschine 10 oder durch eine unabhängige Druckmittelquelle angetrieben wird. Die Schmiermittelzuführleitung 63 ist an das Innere des Gehäuses 34 des Abgasregelventils über die Einlaß- und Auslaßöffnung 38 und 39 angeschlossen und führt das Schmiermittel den Lagern der Turboladerwelle zu, die schematisch in F i g. 1 bei 64 angedeutet sind. Eine Rückströmleitung 66 führt das Schmiermittel in den Schmiermittelsumpf 67 der Maschine. Eine weitere Rückfühleitung 68 stellt die Verbindung mit der unter Druck stehenden Zuführleitung 63 her, und der Durchtritt des Schmiermittels durch diese Leitung 68 wird von einem überdruckventi169 Qesteuert. Das Innere dieses überdruckventils 69 ist schematisch in F i g. 1 dargestellt und besteht aus einem Ventilkörper 71, der in Schließstellung durch die Druckfeder 72 unter Torspannung steht und dabei die Leitung 68 abschließt. Die Stirnwand des Ventilkörpers 71 ist dem in der Leitung 63 unter Druck stehenden Schmiermittel ausgesetzt. Sowohl das Ventil 69, als auch das Ventil 58 schließen die von ihnen gesteuerten Leitungen unter dem Druck einer Feder ab, doch können auch andere spezielle Ventilanordnungen, abweichend von den in F i g. 1 wiedergegebenen, diese Funktion übernehmen.
  • Im Betrieb befindet sich der Ventilkörper 32 des Abgasregelventils, bevor die Maschine 10 angelassen wird, in der in F i g. 1 in ausgezogenen Linien wiedergegebenen Stellung, entfernt vom Ventilsitz 31. Wird die Maschine angelassen, bewegt sich das Auspuffgas unter Druck in die Auspuffleitung 12. Dieses Gas ist bestrebt, sich in Räume mit geringerem Druck zu entspannen, und ein Teil des Gases strömt durch das offene Abgasregelventil 31 sowie die Leitungen 28 und 26 zur Atmosphäre. Der andere Teil des Gases strömt durch die Leitung 23, entspannt sich durch die Turbineneinlaßöffnung 24 sowie den Turbinenläufer 16 und gelangt schließlich auch durch den Kanal 26 in die Atmosphäre. Die Expansion lediglich eines Teils der gesamten Auspuffgase durch den Turbinenläufer 1£ bewirkt, daß dieser, die Läuferwelle 17 und das Kompressorrad 18 mit unternormaler Arbeitsgeschwindigkeit umlaufen, d. h. nicht mit der Drehzahl, mit welcher der Läufer angetrieben wird, wenn der Körper 32 des Abgasregelventils 29 dem Sitz 31 anliegt.
  • Bei fortschreitendem Betrieb der Maschine fördert die Schmiermittelpumpe das Schmiermittel durch die Leitung 63 zu den Lagern 64 der Turboladewelle, und diese Schmiermittelzufuhr setzt die rechte Fläche des Kolbens 48 (s. F i g. 1) dem Schmiermitteldruck aus. Hat der Schmiermitteldruck in der Leitung 63 einen vorbestimmten Wert erreicht, reicht der auf die Außenfläche des Kolbens 48 wirkende Druck aus, die von der Druckfeder 52 und den Abgasen erzeugte Kraft zu überwinden, und dadurch wird der Ventilkörper 32 auf den Sitz 31 bewegt. In dieser Stellung des Ventilkörpers 32 ist die Verbindung zwischen der Leitung 23 und der Leitung 28 geschlossen, so daß das gesamte Abgas über den Turbinenläufer 16 entspannt wird und so den Turbinenläufer bis zum Erreichen der normalen Arbeitsdrehzahl beschleunigt. Der normale Schmiermitteldruck wird dabei in den Lagern 64 der Welle 17 bis zu dem Zeitpunkt erreicht, in welchem das Ventil schließt, so daß der Turbolader beschleunigt wird und seine normale Arbeitsgeschwindigkeit annimmt.
  • Sollte der Ladedruck in dem Kanal 27 während des Laufs der Maschine 10 eine unerwünschte Höhe erreichen, wird der Ventilkörper 59 im Steuerventil 58 nach rechts (F i g. 1) bewegt, so daß die Leitung 57 öffnet und die komprimierte Luft die Gehäusebohrung 36 links vom Kolben 48 füllt. Der hierdurch auf den Kolben wirkende Druck und der von der Feder 52 ausgeübte Druck bewirken eine Bewegung des Kolbens 48 entgegen dem Schmiermitteldruck und heben den Ventilkörper 32 von dem Sitz 31 ab. Die in das Gehäuse 34 des Abgasregelventils 29 gelangte Druckluft entlädt sich durch die Drosselöffnung 56 zur Atmosphäre, wodurch ein konstanter Druckspiegel innerhalb des Gehäuses des Abgasregelventils erzielt wird und sich eine von diesem abhängige Ausgleichsstellung des Ventilkörpers 32 des Abgasregelventils ergibt. Verläßt der Ventilkörper 32 seinen Sitz 31, strömt ein Teil der Auspuffgase durch das Abgasregelventil in den Kanal 28 und von dort zur Atmosphäre. Die Bemessung der durch das Abgasregelventil austretenden Abgasmenge und derjenigen, die über den Turbinenläufer entspannt wird, erfolgt in der Weise, daß die von der Turbine entwickelte und dem Kompressor zugeführte Kraft lediglich derjenigen entspricht, die zur Erhaltung des Austrittsdrucks des Kompressors auf der gewünschten Höhe notwendig ist. Diese Wirkungsweise gewährleistet, daß der Ladedruck in der Maschineneinlaßleitung 11 einen vorbestimmten Wert nicht übersteigt, wobei dieser so gewählt ist, daß der maximale Arbeitsdruck innerhalb der Zylinder der Maschine keine gefährliche Höhe erreicht. Auf diese Weise kann ein mit dem Steuersystem für die Abgasregelung versehener Turbolader in solcher Weise an eine Maschine gelegt werden, daß bei niedriger Maschinendrehzahl ein höherer Ladedruck aufrechterhalten wird, ohne dadurch die mechanische Festigkeit der Maschine bei hohen Drehzahlen zu beeinträchtigen. Dadurch gewinnt aber die Maschine eine bessere Drehmomentencharakteristik, die derjenigen beim normalen Drehzahlbereich überlegen ist. Die auf die Stirnfläche des Ventilkörpers 32 ausgeübte Druckwirkung aus der Maschinenauspuffieitung bildet eine Sicherungsvorkehrung als Schutz gegen jede Störung bzw. einen Fehler des Steuer-.: entils 58, auf Grund dessen dieses bei einem urbestimmten begrenzten Ladedruck nicht öffnet.
  • Sollte das Steuerventil58 nicht öffnen, steigt der Ladedruck in der Leitung 27 über den begrenzten Wert an, der durch das Steuerventil58 gegeben ist. Dementsprechend steigt der Abgasdruck in der Auspuffleitung 12 der Maschine gleichfalls. Erreicht diese Steigerung des Drucks in der Auspuffleitung eine entsprechende Höhe, so wird eine Wirkung auf die Stirnseite des Ventilkörpers 32 ausgeübt und der Ventilkörper 32 vom Ventilsitz 31 weg bewegt. Diese Wirkung wird durch die von der Druckfeder 52 ausgehende Kraft unterstützt. Das Öffnen des Abgasregelventils vermindert das durch die Turbine strömende Gasvolumen und reduziert die Turboladerdrehzahl und setzt dementsprechend den Ladedruck nnerhalb des Kanals herab.
  • Während dieses Öffnen des Abgasregelventils unter anormal hohem Druck in der Auspuffleitung und bei einem annähernd konstanten Wert des Auspuffdrucks erfolgt, wenn der Schmiermitteldruck am Kolben 48 konstant gehalten wird, ergibt sich unter anormalen Bedingungen eine beträchtliche Steigerung des Schmiermitteldrucks. Während des normalen Betriebs der Maschine ist der Schmiermitteldruck relativ konstant, doch kann bei kalter Maschine ein wesentlich erhöhter Schmiermitteldruck auftreten. Das Überdruckventil 69 hält den Schmiermitteldruck ioter sämtlichen Betriebsbedingungen der Maschine _m wesentlichen konstant. Sollte der Schmiermitteldruck auf einen anormal hohen Wert ansteigen, wird der Ventilkörper 71 im Ventil 69 so bewegt, daß die Leitung 68 sich öffnet und das Schmiermittel durch die Leitung 68 in den Maschinenölsumpf 67 entweicht und damit den Druck in der Leitung 63 herabsetzt.
  • Zusätzlich zu den oben erläuterten Merkmalen ist darauf hinzuweisen, daß dieses System in vorteilhafter Weise auf eine Steigerung der Höhe reagiert, in der die Maschine 10 arbeitet. Da der Steuerventilkörper 59 in dem Steuerventil 58 entgegen der von der Feder 61 ausgehenden konstanten Belastung öffnet, wird das Maximum der Steigerung des Ladedrucks über den Atmosphärendruck konstant gehalten, und zwar ohne Berücksichtigung der Höhe, in welcher die Maschine 10 arbeitet. Der Turbolader kann auf diese Weise seine Drehzahl mit Steigerung der Höhe, bei der die Maschine arbeitet, annähernd im gleichen Verhältnis steigern, in welchem die Zunahme des Höhenausgleichs bei einem ungesteuerten oder freilaufenden Turbolader erfolgt. Bei Steuerung durch das erfindungsgemäße System liefert der Turbolader ein höheres Druckverhältnis des Kompressors (Verhältnis des Kompressoreinlaßdrucks zum Kompressorauslaßdruck) mit steigender Höhe und gleicht damit zumindest teilweise die Abnahme des Umgebungsdrucks bei steigender Höhe aus und verhindert einen wesentlichen Leistungsverlust der Maschine. Diese Anordnung sieht ein steigendes Kompressordruckverhältnis mit zunehmender Höhe vor und versucht nicht, ein konstantes Kompressordruckverhältnis bei zunehmender Höhe aufrechtzuerhalten.

Claims (5)

  1. Patentansprüche: 1. Steuereinrichtung für den Abgasturbolader einer Verbrennungskraftmaschine, wobei von dem die Maschine mit der Turbine verbindenden Abgaskanal ein die Turbine überbrückender Umgehungs- oder Abgasregelkanal über ein Regelventil abgezweigt ist, auf dessen Ventilkörper der Auspuffdruck und eine Federkraft im öffnungssinn und der Schmiermitteldruck für den Turbolader im Schließsinn einwirken, wobei der Stößel des den Abgasregelkanal verschließenden Ventilkörpers an einem Kolben angreift, der in einem Steuergehäuse verschiebbar angeordnet ist, d adurch gekennzeichnet, daß das eine Ende des Steuergehäuses (34) an die Schmiermittelzuleitung (63) und das andere Ende des Steuergehäuses (34) an eine Umgehungsleitung (57) angeschlossen ist, die unmittelbar mit der Druckleitung (27) des Turboladers (13) verbunden ist, so daß die eine Seite des Kolbens (48) unmittelbar dem Ladedruck und die andere Seite dem Schmiermitteldruck ausgesetzt sind.
  2. 2. Steuereinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in die Umgehungsleitung (57) ein oberhalb eines bestimmten Ladedruckes öffnendes Steuerventil (58) eingeschaltet ist.
  3. 3. Steuereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Umgehungsleitung (57) an der dem Ventilstößel (33) zugekehrten Seite des Kolbens (48) an das Steuergehäuse (34) angeschlossen ist.
  4. 4. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß sich das Steuergehäuse (34) in der Schmiermittelleitung (63) näher an dem Turbolader (13) als an der Druckmittelquelle befindet.
  5. 5. Steuereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in der Schmiermittelleitung (63) in an sich bekannter Weise ein an eine Rückflußleitung (68) angeschlossenes Überdruckventil (69) vorgesehen ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 894 482, 624 301; schweizerische Patentschrift Nr. 329 507; USA.-Patentschrift Nr. 2 736 307.
DESCH32823A 1962-03-01 1963-02-21 Steuereinrichtung fuer Abgasturbolader Pending DE1238722B (de)

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DE (1) DE1238722B (de)

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