DE1238515B - Anordnung zum Aufbau von elektronischen Baugruppen mittels nur ein einzelnes Bauelement enthaltender Einheiten - Google Patents
Anordnung zum Aufbau von elektronischen Baugruppen mittels nur ein einzelnes Bauelement enthaltender EinheitenInfo
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Description
DEUTSCHES «TW PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche Kl.: 21 a4 - 75
Nummer: 1238515
Aktenzeichen: J 21712IX d/21 a4
1 238 515 Anmeldetag: 3. Mai 1962
Auslegetag: 13. April 1967
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Aufbau von elektronischen Baugruppen, insbesondere
solchen der Fernmeldetechnik, mittels nur ein einzelnes Bauelement enthaltender Einheiten.
Es ist bereits eine Anzahl von Anordnungen bekannt, die erlauben, vorgefertigte Schalteinheiten mittels
einfacher Verbindungselemente zu ganzen Geräteschaltungen oder Baugruppeneinheiten zu verbinden.
So werden bei einer Ausführungsform polygonale Keramikplatten verwendet, auf denen nach Art einer
gedruckten Schaltung die Verdrahtung aufgebracht ist, während die Bauelemente entweder ebenfalls in der
gleichen Art, soweit möglich, aufgebracht oder in ihrer bisher üblichen Form aufgelötet sind. Diese
polygonalen Platten enthalten Schalteinheiten, z. B. die Bauelemente eines Multivibrators usw., wobei als
Anschlußpunkte auf dem Umfang dieses Polygons liegende, in Einschnitten angeordnete, lötbare Metallbelege
dienen. Eine Verbindung mehrerer solcher ao Einheiten erfolgt durch Übereinanderschichten, wobei
notwendige Verbindungen zwischen den einzelnen Platten durch Einlegen von Blankdraht in die
Einschnitte und Verlöten erfolgt. Ein Beispiel dieser Technik liefern die Moduln des amerikanischen
»Project Tinkertoy«, die z. B. in dem Buch von G. Seidel, »Gedruckte Schaltungen«, Berlin 1959,
auf S. 42 bis 48, beschrieben sind.
Eine andere Aufbauart verwendet rechteckförmige Hartpapierplatten, auf denen Verdrahtung und Bauelemente
in Art einer gedruckten Schaltung angeordnet sind. Solche Platten enthalten üblicherweise ganze
Baugruppen, wie Verstärker, Modulatoren usw. Die Zuführungen befinden sich an den beiden schmalen
Seiten der Platten. Mehrere parallel angeordnete Platten werden durch an den Kanten der schmalen
Seiten der Platten anliegende Verdrahtungsplatten gehalten. Die Verdrahtungsplatten weisen eine meistens
auch in Art einer gedruckten Schaltung ausgeführte Verdrahtung auf. Die elektrische Verbindung mit den
die Bauelemente tragenden Hartpapierplatten wird entweder durch Löten oder als Steckverbindung hergestellt.
Für eine zweckmäßige Durchführung einer solchen Verbindung sind eine Reihe Ausführungen
bekannt. Die Anordnungen nach den deutschen Patenten 1 060 940 und 1054130 sind hierbei nur
zwei Beispiele von vielen.
Aus der deutschen Auslegeschrift 1 069 275 ist eine weitere Aufbauart bekannt, bei der kastenförmige
Elemententräger, die an zwei ihrer Seitenkanten leitende Beläge aufweisen, in Nuten einer nach Art
einer gedruckten Schaltung ausgeführten Verdrah-Anordnung zum Aufbau von elektronischen
Baugruppen mittels nur ein einzelnes Bauelement enthaltender Einheiten
Baugruppen mittels nur ein einzelnes Bauelement enthaltender Einheiten
Anmelder:
international Standard Electric Corporation,
New York. N. Y. (V. St. A.)
New York. N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipi.-Ing. H. Ciaessen, Patentanwalt,
Stuttgart 1, Rotebühlstr. 70
Stuttgart 1, Rotebühlstr. 70
Als Erfinder benannt:
Hector Thomas Prior, London
Hector Thomas Prior, London
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 8. Mai 1961 (16 638)
tungsgrundplatte gesteckt werden. Jeder dieser Elemententräger enthält hierbei ein Bauelement, dessen
Anschlüsse mit den Metallbelägen des Elemententrägers verbunden sind. Weist ein Bauelement mehr
als zwei Anschlüsse auf, so ist die Stärke des Bauelemententrägers ungeachtet der Dimensionen des
aufzunehmenden Bauelementes zu verdoppeln bzw. zu verdreifachen, um weitere zwei bzw. vier Kontaktierungsmöglichkeiten
zu erhalten. Auch ist die Fläche eines solchen Elemententrägers stets gleich. Wenn also in ihren Abmessungen stark unterschiedliche
Bauelemente, z. B. Übertrager und Widerstände, zum Einsatz kommen, muß die Fläche entsprechend
den Abmessungen des größten Teiles, also des Übertragers ausgelegt werden, wobei dann Elemententräger,
die nur einen Widerstand enthalten, räumlich schlecht ausgenutzt sind.
Während bei aus Moduln gleich oder ähnlich denen des amerikanischen »Project Tinkertoy« bzw. aus
herkömmlichen, mit Bauelementen bestückten Platten mit einer »gedruckten« Schaltung zusammengesetzten
709 549/159
Baueinheiten bei Ausfall eines einzelnen Bauelementes stets ein ganzer Modul bzw. eine ganze Schaltungsplatte
ausgewechselt werden muß, so erlaubt die Aufbauart nach der deutschen Auslegeschrift
1 069 235 zwar das Auswechseln des einzelnen schadhaften Bauelements, führt jedoch zu einer schlechten
Raumausnutzung. Die Erfindung setzt sich nun zur Aufgabe, die Vorteile der leichten Austauschbarkeit
einzelner Bauelemente bzw. die dadurch bedingte hohe Flexibilität im Zusammensetzen unterschiedlicher
Baugruppen aus gleichen Grundeinheiten mit dem Vorteil einer guten Raumausnutzung zu verhindern.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird eine Anordnung zum Aufbau von elektronischen Baugruppen, insbesondere
solchen der Fernmeldetechnik, mittels nur ein einzelnes Bauelement enthaltender Einheiten, die
eine im wesentlichen quadratische Grundfläche aufweisen, wobei diese Einheiten mit ihrer Grundflächenseite
nebeneinander- bzw. übereinandergeschichtet und durch seitliche Abschlußplatten miteinander verbunden
werden, eingesetzt und die gestellte Aufgabe dadurch gelöst, daß die einzelnen in ihrer Grundform,
wie an sich bekannt, quadratförmigen Einheiten auch in ihrer Grundfläche unterschiedliche Abmaße aufweisen,
daß aus den Abmaßen des größten unterzubringenden Bauelementes eine Grundeinheit mit im
wesentlichen quadratischer Grundfläche mit abgeschrägten Ecken gebildet wird, daß an den diesen
Abschrägungen entsprechenden Seitenflächen die Anschlüsse angeordnet sind und daß aus dieser Grundeinheit
in Abhängigkeit von der Größe der anderen Bauelemente Teileinheiten durch Teilung parallel zur
Grundfläche- und/oder den Seitenflächen der Quader in der Weise erfolgt, daß die sich so ergebenden Teileinheiten
mindestens eine den abgeschrägten Kanten der Grundfläche der Grundeinheit entsprechende
Seitenfläche für die Anschlüsse aufweisen und der Teilungsfaktor so gewählt wird, daß sich die Teileinheiten
bausteinartig zur Form der Grundeinheit zusammensetzen lassen, daß ferner die Verdrahtung
der so durch bausteinartiges Schichten der Einheiten aufgebauten Baugruppe durch Verbinden der Anschlüsse
an den Einheiten mit auf den Abschlußplatten in an sich bekannter Weise angeordneten Leitungszügen
erfolgt.
Die Erfindung soll nun an Hand der Figuren eingehend beschrieben werden. Hierbei stellt dar
F i g. 1 ein einfaches Verstärkerschaltbild;
F i g. 2 zeigt, wie mit erfindungsgemäßen Moduln die Schaltung räumlich angeordnet werden kann;
F i g. 3 und 4 skizzieren den Aufbau eines Verstärkers nach F i g. 1 gemäß der Erfindung;
F i g. 5 zeigt eine Verdrahtungsplatte;
F i g. 6 und 7 zeigen geteilte Moduln und ihre Verschaltung;
F i g. 8 zeigt schematisch die Verdrahtung des Verstärkers.
Der in F i g. 1 gezeigte einfache zweistufige Verstärker ist ein Sprachverstärker mit Ein- und Ausgangsübertrager
und .RC-Kopplung zwischen den beiden Stufen. Seine Funktion ist aus dem Stromlauf
hinreichend ersichtlich. Er weist sechs Anschlußpunkte auf, wobei I und II der Eingang, III und IV
der Ausgang sowie V und VI der Anschluß der Stromversorgung ist.
Der Verstärker weist drei Arten von Bauelementen auf. Die erste besteht aus den einfachen Kreisele-
menten, wie Kondensator 2 und Widerstand 3. Solche Elemente können in gewünschter Form hinreichend
klein hergestellt werden. Die zweite Art besteht aus den Transistoren 5 und 11. Der Raumbedarf dieser
aktiven Elemente kann hinreichend klein gehalten werden, wobei in kommerziellen Geräten der größte
Platzbedarf durch Schutzgehäuse und Anschlußelemente entsteht. Die dritte Art besteht aus den Ein-
und Ausgangsübertragern 1 und 10. Diese Elemente
ίο haben im Verhältnis zu den beiden anderen Bauelementenarten
große Abmessungen. Es ist aber auch sehr schwierig, ihre Abmessungen wesentlich zu verkleinern.
Trotz der verschiedenen Abmessungen der einzelnen Bauelemente ist eine Modulanordnung möglich,
die auf der kleinstmöglichen Grundfläche des räumlich größten Bauelementes basiert und so zu einem
wirklich kompakten Aufbau mit einheitlichen Abmessungen führt.
F i g. 2 zeigt nun einen solchen Aufbau des in F i g. 1 als Stromlauf gezeigten Verstärkers. Die Anordnung
hat einen im wesentlichen quadratischen Querschnitt, der durch die Abmessungen der Übertrager
1 und 10 als größte Bauelemente der Anordnung bestimmt wird. Die Moduln für die übrigen
Bauelemente haben mindestens eine Abmessung mit dieser größten Bauform gemeinsam, bilden sonst
aber Teilgrößen dieser. Hierzu gibt es zusätzliche Verdrahtungsplatten in Modulform Wl, W2, W 3,
deren Aufgabe es ist. Verbindungen zwischen einzelnen Moduln herzustellen, und die gleichzeitig auch
noch nach außen führende Anschlüsse enthalten.
Eine in dieser Art aufgebaute Anordnung ergibt eine Quaderform, deren Länge sich aus der Anzahl
der eingesetzten Module ergibt.
Solche Anordnungen lassen sich leicht mit anderen in gleicher Weise aufgebauten zusammenbauen.
Die Ausführung eines solchen erfindungsgemäßen Aufbaues ist in den F i g. 3 bis 7 dargestellt. Die die
Verstärkerlemente 1 bis 14 enthaltenden Moduln sowie die drei Verdrahtungsplatten Wl, Wl und W 3
werden durch zwei Anschlußplatten 15, 16 gehalten, die in der Längsausdehnung der Anordnung verlaufen
und gleichzeitig zur Verschaltung der Moduln untereinander dienen. Hierzu befinden sich auf jeder Anschlußplatte
vier parallellaufende Leitungszüge. Solche Anschlußplatten können aus Einheitslängen
jeweils für den vorliegenden Fall zugeschnitten werden.
Wenn einer der vier auf jeder Anschlußplatte 15 bzw. 16 befindlichen Leitungszüge 17 a bis Yld bzw.
Yle bis Ylh nicht auf der ganzen Länge benötigt wird, so können von ihm entsprechende Teile entfernt
werden. Sind diese Leitungszüge nach Art der gedruckten Schaltungen hergestellt, so können nicht
benötigte Teile durch Ätzen entfernt werden. Sind dagegen als Leitungszüge Drähte aufgebracht, so
können einfach entsprechende Teile herausgeschnitten werden.
Eine andere Möglichkeit besteht darin, vorgeschnittene Verdrahtungsstücke auf aus einfachem Isoliermaterial
bestehende Anschlußplatten 15, 16 aufzubringen. In der Zeichnung sind die Leitungszüge
auf der den Moduln zugewandten Seite der Anschlußplatten angebracht, während die Ausgänge der
Moduln 18 auf der Außenseite dieser Platten angeschlossen werden. Es ist deshalb notwendig, Durchj
führungen 19 zu den Leitungszügen 17 a bis 17Ä
Claims (5)
1. Anordnung zum Aufbau von elektronischen Baugruppen, insbesondere solchen der Fernmeldetechnik,
mittels nur ein einzelnes Bauelement enthaltender Einheiten, die eine im wesentlichen
quadratische Grundfläche aufweisen, wobei diese Einheiten mit ihrer Grundflächenseite
nebeneinander- bzw. übereinandergeschichtet und durch seitliche Abschlußplatten miteinander verbunden
sind, dadurch gekennzeichnet, daß die einzelnen in ihrer Grundform, wie an sich bekannt, quaderförmigen Einheiten (1 bis 14}
auch in ihrer Grundfläche unterschiedliche Abmaße aufweisen, daß aus den Abmaßen des
größten unterzubringenden Bauelementes eine Grundeinheit (1, 10) mit im wesentlichen quadratischer
Grundfläche mit abgeschrägten Ecken gebildet wird, daß an den diesen Abschrägungen
entsprechenden Seitenflächen die Anschlüsse (18) angeordnet sind und daß aus dieser Grundeinheit
in Abhängigkeit von der Größe der anderen Bauelemente Teileinheiten (2 bis 9, 11 bis 14) durch
Teilung parallel zur Grundfläche- und/oder den Seitenflächen der Quader in der Weise erfolgt,
daß die sich so ergebenden Teileinheiten (2 bis 9, 11 bis 14) mindestens eine den abgeschrägten
Kanten der Grundfläche der Grundeinheit (1, 10) entsprechende Seitenfläche für die Anschlüsse
(18) aufweisen und der Teilungsfaktor so gewählt wird, daß sich die Teileinheiten (2 bis 9, 11 bis
14) bausteinartig zur Form der Grundeinheit (1, 10) zusammensetzen lassen, daß ferner die Verdrahtung
der so durch bausteinartiges Schichten der Einheiten (1 bis 14) aufgebauten Baugruppe
durch Verbinden der Anschlüsse (18) an den Einheiten (1 bis 14) mit auf den Abschlußplatten (15,
16) in an sich bekannter Weise angeordneten Leitungszügen (17 a bis 17 h) erfolgt.
2. Anordnung nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet, daß die geschichteten Moduln mittels
zweier an gegenüberliegenden Seiten der Moduln anliegender, an sich bekannter Anschlußplatten
(15, 16) gehalten werden, daß die Leitungszüge (17« bis 17 h) auf die an die Moduln
anliegende Innenseite der Anschlußplatten (15, 16) aufgebracht sind, daß jedoch die Verbindung
mit den Modulanschlüssen (18) durch auf die Außenseite durchgehende Anschlußpunkte (19)
erfolgt.
3. Anordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die durchgehenden Anschlußpunkte
(19) gleichzeitig zur Befestigung der auf der Innenseite der Anschlußplatten (15,
16) befindlichen Leitungszüge (17 a bis 17 h) dienen.
4. Anordnung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Anschlußplatten (15, 16}
Lochplatten Verwendung finden, deren Raster mit der Lage der Modulanschlüsse (18) übereinstimmt.
5. Anordnung nach Anspruch 1 und einem oder mehreren der nachgeordneten Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet, daß Verdrahtungsplatten {Wl bis W 3) vorgesehen sind, die die geometrische
Form der Moduln aufweisen, durch die notwendige Verbindungen zwischen den Anschlußplatten
(15,16) erfolgen und an deren nicht
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1663861A GB931570A (en) | 1961-05-08 | 1961-05-08 | Improvements in or relating to electrical apparatus |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1238515B true DE1238515B (de) | 1967-04-13 |
Family
ID=10080922
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|---|---|---|---|
| DE1962J0021712 Pending DE1238515B (de) | 1961-05-08 | 1962-05-03 | Anordnung zum Aufbau von elektronischen Baugruppen mittels nur ein einzelnes Bauelement enthaltender Einheiten |
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Citations (3)
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|---|---|---|---|---|
| AT158755B (de) * | 1937-11-30 | 1940-05-25 | Radiowerk E Schrack Aktien Ges | Radiochassis od. dgl. |
| FR1180820A (fr) * | 1956-08-08 | 1959-06-09 | Gen Motors Corp | Circuits électriques imprimés |
| DE1069235B (de) * | 1955-09-28 | 1959-11-19 |
-
1961
- 1961-05-08 GB GB1663861A patent/GB931570A/en not_active Expired
-
1962
- 1962-05-03 DE DE1962J0021712 patent/DE1238515B/de active Pending
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Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB931570A (en) | 1963-07-17 |
| FR1323903A (fr) | 1963-04-12 |
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