DE1238505B - Magnetischer Datenspeicher - Google Patents
Magnetischer DatenspeicherInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
GlIc
Deutsche Kl.: 21 al - 37/60
Nummer: 1 238 505
Aktenzeichen: B 56004IX c/21 al
Anmeldetag: 23. Dezember 1959
Auslegetag: 13. April 1967
Es ist in der Technik der elektrischen Datenverarbeitung und -Verwertung bekannt, eine Angabe
in magnetischem Material mit hoher Remanenzeigenschaft durch Verschlüsselung der Angabe in
binärer Form zu speichern und den beiden möglichen Richtungen der Remanenzeigenschaft eines magnetischen
Elements willkürlich die beiden möglichen Werte eines binären Angabenelements zuzuordnen.
Es wird allgemein gewünscht, daß eine solche gespeicherte Angabe in Form eines elektrischen Signals
zurückgewinnbar ist. Es wurden zwei hauptsächliche Verfahren gefunden, um dies technisch und wirtschaftlich
ausführen zu können. In dem einen Fall (bei Streifen-, Trommel- und Plattenspeichern) wird
das magnetische Material rasch an einem Abtastoder Ablesekopf vorbeibewegt, in dessen Wicklungen
Spannungen induziert werden, die den Zustand der Magnetisierung des magnetischen Materials darstellen.
Durch ein solches Verfahren wird die auf diese Weise gespeicherte Angabe gewöhnlich nicht zerstört, es
weist jedoch den Nachteil auf, daß eine innerhalb sehr enger mechanischer Tolerenzen liegende Bewegung
mit ziemlich hoher Geschwindigkeit erforderlich ist und daß der gewünschten Angabe gewöhnlich
eine gewisse Zugriffszeit gewährt werden muß, um zum Kopf zu gelangen. Ortsfeste oder statische
Speicher mit einer großen Zahl von magnetischen Elementen werden gewöhnlich verwendet, wenn nicht
vorhergesehen werden kann, welche besondere Angabe zu einer bestimmten Zeit benötigt wird und ein
beliebiger Zugriff daher höchst wünschenswert ist. Die Umwandlung solcher gespeicherter magnetischer
Daten in ein elektrisches Signal erfolgt üblicherweise dadurch, daß auf das magnetische Element ein Feld
zur Wirkung gebracht wird, welches das Element in der Richtung des Feldes zur Sättigung bringt. Wenn
das Element in der entgegengesetzten Richtung remanent war, wird die mit dieser Umkehrung verbundene
starke Flußänderung in den mit dem magnetischen Element gekoppelten Leitern eine Spannung
induzieren. Diese Art der Ablesung der gespeicherten Angabe bringt das magnetisierte Element
immer in die Richtung des Ablesefeldes und zerstört daher die gespeicherte Angabe. Es gibt viele Vorgänge,
bei welchen die gleiche Angabe wiederholt benötigt wird. Um zu diesem Zweck einen Speicher
mit zerstörender Ablesung verwenden zu können, muß eine Regenerierung des abgelesenen Speicherinhalts
durchgeführt werden, die einfach darin besteht, daß die soeben abgelesene Angabe außerhalb
gespeichert und dann neuerlich aufgezeichnet wird. Hierzu ist Zeit und eine entsprechende Vorrichtung
Magnetischer Datenspeicher
Anmelder:
Burroughs Corporation, Detroit, Mich. (V. St. A.)
Burroughs Corporation, Detroit, Mich. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Kosel, Patentanwalt,
Bad Gandersheim (Harz), Braunschweiger Str. 22
Als Erfinder benannt:
Robert Lloyd Gray jun., Broomall, Pa. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 24. Dezember 1958
(782 914)
V. St. v. Amerika vom 24. Dezember 1958
(782 914)
erforderlich. Dieses Verfahren ist daher nicht wünschenswert, stellt aber ein erträgliches Übel dar
in Anbetracht der großen Vorteile des beliebigen Zugriffs und der hohen Betriebsgeschwindigkeit, die
durch die Verwendung statischer Speicher erzielbar ist. Es ist derzeit allgemein üblich, vollständige
Rechensysteme mit verschiedenen Arten von magnetischen Speichern zu versehen, und diese Tatsache
ist wahrscheinlich der beste Beweis dafür, daß keine besondere Art eines üblichen Datenspeichers irgendeinem
anderen wesentlich überlegen ist.
Bisher war es üblich, für die einzelnen Bit-Elemente oder Speicherzellen getrennte Stücke magnetischen
Materials zu verwenden, gewöhnlich ringförmige Kerne, um in statischen Speichern binäre
Angaben zu speichern. Ein derartiges bekanntes Speicherelement zum Abfragen ohne Informationsverluste
ist der sogenannte Transfluxor, er besteht aus einem im wesentlichen ringförmigen Stück magnetischen
Materials, das in zwei verschiedenen Richtungen im wesentlichen ringförmig magnetisiert
werden kann und bei dem ein begrenzter Teilbereich inmitten des ringförmigen Magnetflußweges zur Ablesung
herangezogen wird. Ein wesentlicher Nachteil dieser bekannten Speicherzellen ist es, daß ein nachfolgendes
erneutes Auslesen aus der Speicherzelle nur möglich ist, nachdem der begrenzte Teilbereich durch
Anwendung einer äußeren magnetomotorischen Kraft geeigneter Polarität in den früheren Magnetisierungszustand
zurückgeführt wird, wozu zusätzliche Wicklungen, Treibereinrichtungen und logische Kreise er-
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forderlich werden. Ferner ist bei Ringkernen eine zerstörungsfreie Abfrage mit die Koerzitivkraft nicht
erreichenden Impulsen möglich, wobei nur Undefinierte molekulare Teilbereiche des Kernes ummagnetisiert
werden. Außerdem ist eine Speicheranordnung bekannt, die eine zerstörungsfreie Ablesung
durch mechanische Krafteinwirkung auf das Speichermaterial ermöglicht. Allen diesen bekannten
Einrichtungen ist jedoch gemeinsam, daß sie keinen gedrängten Aufbau der einzelnen Speicherzellen
(Bit-Elemente) erlauben.
Die Verwendung länglicher Stücke magnetischen Materials mit einem Fassungsvermögen für eine Anzahl
von Angabenelementen in einem einzigen Stück ist ebenfalls bekannt. Im allgemeinen werden dabei
die Begrenzungslinien zwischen den verschiedenen Abschnitten eines solchen Stückes magnetischen Materials,
die zum Speichern verschiedener Elemente der Angabe verwendet werden, durch die Magnetfelder
bestimmt, die von außen auf das magnetische Material zur Wirkung gebracht werden. Es wurde
als notwendig erkannt, zwischen den verschiedenen Angabenelementen entsprechenden benachbarten Abschnitten
genügend Platz zu lassen, so daß die Magnetfelder, die zur Wirkung gebracht werden, um nur as
einen solchen Abschnitt zu beeinflussen, auf den benachbarten Abschnitt ohne Einfluß sind. Diese länglichen
Elemente erlauben zwar einen gedrängten Aufbau, die bisher für sie bekanntgewordenen Ableseverfahren
bewirken aber stets die Zerstörung der gespeicherten Angabe.
Es ist daher Aufgabe der Erfindung, einen statischen Magnetspeicher für gedrängten Aufbau der
einzelnen Bit-Elemente, d. h. der einzelnen Speicherstellen zu schaffen, aus welchen sich die eingeschriebene
Information zerstörungsfrei auslesen läßt, wobei der Schaltungsaufwand für die Speicherzellen
herabgesetzt werden soll.
Gegenstand der Erfindung ist somit ein magnetischer Datenspeicher, bestehend aus einem längliehen
Körper magnetischen Materials mit einer im wesentlichen rechteckförmigen Hystereseschleife, aus
einer speichernden Magnetisierungseinrichtung von bekannter Konstruktion, die mit dem Körper magnetischen
Materials wirksam verbunden ist, um einen Speicherabschnitt desselben in einer ersten Polarisationsrichtung
zu magnetisieren, die einen ersten Angabenwert darstellt, und um diesen Abschnitt des
Materials in der entgegengesetzten zweiten Polarisationsrichtung zu magnetisieren, die einen zweiten
Angabenwert darstellt, aus einer Abfragemagnetisierungseinrichtung von bekannter Konstruktion, die
mit dem Stück magnetischen Materials verbunden ist, und aus einer Angabenauswertevorrichtung von bekannter
Konstruktion, die Änderungen des Magnetflusses im magnetischen Material bei Betätigung der
Abfragemagnetisierungseinrichtung anzeigt.
Das kennzeichnende Merkmal des Datenspeichers gemäß der Erfindung besteht darin, daß die Abfragemagnetisierungseinrichtung
während eines Abfrage-Vorganges nur in einem begrenzten Teil des Speicherabschnitts
ein Magnetfeld erzeugt, dessen Feldstärke die Koerzitivkraft des begrenzten Teils übersteigt und
dadurch den begrenzten Teil in einer vorherbestimmten Richtung magnetisiert, während sie die Magneti- 6g
sierungsrichtung des Restes des Speicherabschnitts im wesentlichen unbeeinflußt läßt, und daß der Rest
des Speicherabschnitts in dem begrenzten Teil ein Magnetfeld erzeugt, dessen Feldstärke die Koerzitivkraft
des begrenzten Teils ebenfalls übersteigt und die Magnetisierungsrichtung des begrenzten Teils am
Ende eines Abfragevorganges steuert.
Gemäß der Erfindung wird somit ein einziges Stück magnetischen Materials zum Speichern einer Vielzahl
von Angabenelementen mit zerstörungsfreier Ablesung verwendet, wobei der Wert jedes gespeicherten
Elements nach Belieben verändert werden kann. Alle Vorteile des beliebigen Zugangs, der Dichte, der
hohen Betriebsgeschwindigkeit der statischen Speicher werden beibehalten. Da der durch den Abfragevorgang
nicht beeinflußte Rest den begrenzten Teil selbsttätig nach der Abfragung steuert, sind die bei
den bekannten Einrichtungen erforderlichen zusätzlichen Schaltungselemente zur Rücksteuerung dieses
begrenzten Teils entbehrlich. In der Zeichnung zeigt
F i g. 1 eine Datenspeichervorrichtung gemäß der Erfindung zum Speichern von vier binären Datenelementen
und zum zerstörungsfreien Ablesen der gespeicherten Daten;
Fi g. 2 a, 2 b und 2 c veranschaulichen zur besseren
Erklärung der Prinzipien der Wirkungsweise der Erfindung schematisch eine Abwicklung eines Abschnittes
des in Fig. 1 dargestellten Materials unter Angabe der zur Wirkung gebrachten Magnetfelder
und der sich daraus ergebenden Magnetisierungsrichtungen.
In F i g. 1 sind mit 21 α und 21 b die Leiter bezeichnet,
um welche Streifen 22 a und 22 b magnetischen Materials gewickelt sind, die im wesentlichen
der Länge nach eine bevorzugte Magnetisierungsrichtung und eine im wesentlichen rechteckige Hystereseschleife
(Kurve der magnetischen Flußdichte in Abhängigkeit von der magnetischen Feldstärke) aufweisen.
Ein solches Material ist bekannt und kann beispielsweise aus einer Molybdän-Nickel-Eisenlegierung
(ζ. Β. 4% Molybdän, 79% Nickel, 17% Eisen) bestehen, die nach dem letzten Walzen nicht ausgeglüht
wird. Die zweckmäßige Form dieses Materials ist ein Streifen von 0,003 mm Dicke und 0,425 mm
Breite. Das Aufwickeln erfolgt in solcher Richtung, daß die Länge der Streifen 22 a und 22 b um die
Achse der entsprechenden mittleren Leiter 21 α und 21Z) schraubenförmig verläuft. Die Richtung der
leichten oder bevorzugten Magnetisierung ist daher ebenfalls schraubenförmig um diese mittleren
Achsen. An zwei verschiedenen Stellen in der Längsrichtung der umwickelten Einheiten 21a, 22 a und
21 b, 22 b sind um dieselben die Spulen 23 a und 23 b
gewickelt. Außerdem ist rund um die aus Leiter 21a und Streifen 22 α bzw. aus Leiter 21 b und Streifen
22 b bestehenden Einheiten, im wesentlichen zwischen den Enden der Wicklung der Spule 23 a, die
Spule 24 a gewickelt, die sich außerhalb oder innerhalb der Spule 23 α oder zwischen den Windungen
derselben befinden kann. Die Grundlage der Erfindung besteht darin, daß die Spule 23 α ein Magnetfeld
von gleichförmiger Richtung über einem Abschnitt der Streifen 22 a und 22 b erzeugen soll, der
größer ist als jener Abschnitt der Streifen 22α, 22b
und der denselben einschließt, über welchem die Spule 24 α ein Magnetfeld erzeugt. Mit anderen
Worten, wenn die Spule 23 α Strom führt, erzeugt sie ein Magnetfeld über einem Abschnitt der Streifen
22 a, 22 b, und wenn die Spule 24 α Strom führt, erzeugt sie ein Magnetfeld nur auf einem Teil dieses
Abschnitts.
In den F i g. 2 a, 2 b und 2 c ist jener Abschnitt des Streifens 22 α dargestellt, der in dem wirksamen Feld
der Spule 23 α liegt. Es ist einfach der abgewickelte
Streifen 22 a gezeigt, welcher einen gestreckten Körper darstellt. Diese Darstellung hat die angenehme
Eigenschaft, daß die Achse oder Richtung der leichten Magnetisierung als eine gerade Linie erscheint,
so daß die Richtung der Magnetisierung ebenfalls als eine Richtung längs dieser Linie erscheint.
Fig. 2a veranschaulicht den angegebenen Abschnitt des Streifens 22 a, wobei alle Teile dieses Abschnitts
in der gleichen Richtung magnetisiert sind, wie durch die Pfeile 101 α, 102 α und 103 α angegeben
ist. Diese Wirkung tritt ein, wenn durch die Spule
23 a eine Magnetfeldkomponente zur Wirkung gebracht wird, die nach rechts gerichtet ist und die
größer ist als die Koerzitivkraft des Materials des Streifens 22 a.
Fig. 2b veranschaulicht einen Zustand, der mit
jenem der Fig. 2a identisch ist, mit der Ausnahme, daß die Richtung der Magnetisierung des mittleren
Teiles des dargestellten Abschnitts des Streifens 22 a, der mit dem Pfeil 102 b bezeichnet ist, zu der Richtung
entgegengesetzt ist, die in F i g. 2 a durch den Pfeil 102 a angegeben ist. Diese Wirkung wird erzeugt,
wenn durch Stromdurchgang durch die Spule
24 a ein Magnetfeld zur Wirkung gebracht wird, das in seiner Richtung jenem entgegengesetzt ist, das
durch die Spule 23 α zur Wirkung gebracht wird, um den in F i g. 2 a veranschaulichten Zustand zu erzeugen.
Bei dem in F i g. 2 a veranschaulichten Zustand erfolgt ein im wesentlichen kontinuierlicher
Magnetfluß längs der ganzen Länge des Abschnitts des Streifens 22 a, der hauptsächlich innerhalb des
Streifens 22 α vorhanden ist, so daß praktisch kein Magnetfluß den Streifen 22 α an den Begrenzungslinien zwischen 101a und 102 a oder zwischen 102 a
und 103a verläßt. Der in Fig. 2b veranschaulichte Zustand ergibt hingegen das Vorhandensein von Magnetpolen
an den Begrenzungslinien zwischen den Pfeilen 101a, 102 b bzw. zwischen den Pfeilen 102 b,
103 a. Diese physikalische Tatsache kann anders dadurch ausgedrückt werden, indem gesagt wird, daß
der durch die Pfeile 105 dargestellte Magnetfluß den Streifen 22 a an der Grenze zwischen den Pfeilen
101 a, 102 b verläßt und an der Grenze zwischen den Pfeilen 102 b, 103 α zurückkehrt. Nach bekannten
physikalischen Grundsätzen ist in diesem Zustand der mit dem Pfeil 102 b bezeichnete mittlere Teil des
Abschnitts des Streifens 22 a der Wirkung eines Magnetfeldes von nicht ausreichender Amplitude unterworfen,
welches trachtet, die Magnetisierung des mittleren Teils in die Richtung gemäß Pfeil 102 a zu
drehen. Wenn durch Stromdurchgang durch die Spule 24 a eine Magnetfeldkomponente in der durch den
Pfeil 104 angegebenen Richtung zur Wirkung kommt, wird eine gewisse Amplitude dieser Feldkomponente
in Anbetracht des Vorhandenseins der durch die Pfeile 101a und 103 a bezeichneten Felder ausreichen,
um die Magnetisierung des mittleren Teils umzukehren, so daß der in Fig. 2a veranschaulichte
Zustand wieder hergestellt wird. Wenn andererseits der Zustand des veranschaulichten Abschnitts des
Streifens 22a so ist, wie in Fig. 2c dargestellt ist, in
dem alle Teile des Streifenabschnits im gleichen Sinn magnetisiert sind, der durch die Pfeile 101 b, 102 b
und 103 b angegeben ist, wird die gleiche Amplitude der mit dem Pfeil 104 bezeichneten Magnetfeldkomponente
nicht ausreichen, um die Magnetisierung des mittleren Teils des Abschnits des Streifens 22 a
umzukehren, weil die durch die Pfeile 101 b und 103 b bezeichneten Felder dieser Umkehrung entgegenwirken.
Es ist richtig, daß die durch die Fig. 2a und 2c veranschaulichten Zustände, in
welchen alle Teile des Abschnitts des Streifens 22 a in der gleichen Richtung magnetisiert sind, das Vorhandensein
eines gewissen Magnetflusses von den äußersten Enden des Streifenabschnitts ergeben, der
durch den Raum außerhalb des Streifens 22 a zurückkehrt. Da jedoch die äußersten Enden des dargestellten
Abschnitts des Streifens 22 a von den Enden des mit dem Pfeil 102 bezeichneten mittleren Abschnitts
verhältnismäßig weit entfernt sind, wird das auf diese Weise am mittleren Teil erzeugte Magnetfeld
vernachlässigbar schwach sein. Es ist eine bekannte Tatsache, daß die entmagnetisierende Wirkung
der Pole eines Stabmagneten auf die Mitte eines solchen Magneten in dem Maße immer
schwächer wird, in dem der Stabmagnet langer gemacht wird. Ein ähnlicher Zustand ist hier vorhanden.
Nach der vorstehenden Erklärung der in Betracht kommenden physikalischen Erscheinung kann nunmehr
die Wirkungsweise der erfindungsgemäßen Vorrichtung näher beschrieben werden. Der ganze
Abschnitt des in den Fig. 2a, 2b und 2c dargestellten
Streifens 22 a wird dazu benutzt, ein bestimmtes Element einer binären Angabe zu speichern,
indem dieser Abschnitt durch Hindurchführung von Strom durch die Spule 23 α entsprechend magnetisiert
wird. Wenn der Einfachheit halber die Ausdrücke »1« und »0« zur Bezeichnung der beiden
möglichen Werte eines Angabenelements verwendet werden, wird der in F i g. 2 a dargestellte Zustand als
der Zustand »1« und der in F i g. 2 c dargestellte Zustand als der Zustand »0« des Streifenabschnitts bezeichnet.
Diese beiden stellen Zustände dar, welche der aufgezeichneten Angabe entsprechen. Um festzustellen,
welche Angabe auf diese Weise aufgezeichnet ist, wird eine Ablesefeldkomponente im Sinne des
Pfeiles 102b (Fig. 2b, 2c) zur Wirkung gebracht,
indem Strom durch die Spule 24 α hindurchgeführt wird. Die Größe dieser Feldkomponente ist ausreichend,
so daß bei einem im Zustand »1« befindlichen Streifenabschnitt (F i g. 2 a) die Magnetisierung
des mittleren Teiles desselben umgekehrt wird, wodurch der in F i g. 2 b dargestellte Zustand erreicht
wird. Es erfolgt eine wesentliche Änderung des Flusses durch den mittleren Teil des Streifenabschnitts,
so daß in allen mit dem mittleren Teil verbundenen Leitern eine Spannung induziert wird.
Wenn sich hingegen der Streifenabschnitt im Zustand »0« befindet, wird die Einwirkung des Ablesefeldes
auf die Magnetisierung des Streifenabschnitts nur eine vernachlässigbare Wirkung ausüben, welche
den mittleren Teil durch die sehr geringe Änderung des Flusses nur vom remanenten in den gesättigten
Zustand bringt und in den mit demselben verbundenen Leitern nur eine sehr geringe Spannung induzert.
Der Zustand des vor dem Ablesen im Zustand »0« befindlichen Streifenabschnitts wird daher
nach dem Ablesen im wesentlichen unverändert sein.
Diese beiden Zustände werden durch Fig. 2c veranschaulicht.
Der beschriebene Ablesevorgang hat die gespeicherte Angabe nicht zerstört, wie der Zustand des
Streifenabschnitts nach dem Ablesen zeigt, der, je Dritteln der Streifenbreite betragender Überlappung
nachdem, ob vor dem Ablesen eine »1« oder eine aufgewickelt. Für die Spulen 23 a und 23 b sind
»0« gespeichert war, verschieden ist. Für eine ge- 40 Windungen eines Drahtes mit einem Durchmesser
speicherte »1« verändert der Ablesevorgang, zumin- von 0,28 mm aufgewickelt, so daß die Gesamtlänge
dest vorübergehend, den magnetischen Zustand des 5 der Wicklung ungefähr 12,7 mm beträgt. Für die
Streifenabschnitts, wie sich aus den Unterschieden Spulen 24 a und 24 ft sind zehn Windungen eines
zwischen den Fig. 2a und 2b ergibt. Wenn die Drahtes mit einem Durchmesser von 0,125 mm auf-
Koerzitivkraft des Streifens 22 a genügend niedrig gewickelt, so daß die Gesamtlänge der Wicklung un-
ist, kann die Feldstärke des von den im Zustand »1« gefahr 1,58 mm beträgt. Diese Spulen sind unter den
verbleibenden äußeren Teilen des Streifenabschnitts io Spulen 23 a, 23 b gewickelt und relativ zu den betref-
gebildeten Magnetfelds ausreichen, den mittleren Teil fenden Spulen im wesentlichen zentriert. Die Drähte
desselben unmittelbar nach Aufhören der Einwirkung sind mit einem üblichen Email isoliert. Der Abstand
der Ablesefeldkomponente wieder in den Ursprung- zwischen benachbarten Enden der Spulen 23 α und
liehen Zustand »1« zurückzuführen. Es ist jedoch 23 b beträgt etwa 2,5 mm.
möglich, die Erfindung auch mit Materialien auszu- 15 Um die Prinzipien der Erfindung an einer weniger
führen, die eine so hohe Koerzitivkraft aufweisen, komplizierten Ausführungsform zu veranschaulichen,
daß diese spontane Zurückführung nicht erfolgt. Ein die für moderne Rechen- und Datenverarbeitungs-Rückspeichervorgang,
der ohne Kenntnis der ge- maschinen wünschenswert ist, sind in F i g. 1 verspeicherten
Angabe durchgeführt werden kann, schiedene Spulen derart angeordnet, daß sie die Verbringt
den Streifen in den Zustand zurück, den er 20 wendung bestimmter Einrichtungen zur Auswahl bevor
dem Ablesen hatte. Dieser Rückspeichervorgang sonderer Streifenabschnitte für die Aufzeichnung von
besteht einfach darin, daß durch Hindurchführung Angaben durch die kombinierte Einwirkung verschievon
Strom durch die Spule 24 α eine Feldkompo- dener Magnetfeldkomponenten ermöglichen. Es ist
nente zur Wirkung gebracht wird, die zur Ablesefeld- möglich, ein resultierendes Magnetfeld im wesentkomponente
entgegengesetzt gerichtet und von gerin- 25 liehen längs der schraubenförmig verlaufenden Richgerer
Größe ist. Wie oben in Verbindung mit den tung der leichten Magnetisierung des Streifens 22 α
Fig. 2b und 2c beschrieben worden ist, wird diese zu erzeugen, indem durch Hindurchführen von Strom
Feldkomponente genügen, den Streifenabschnitt aus durch eine Spule, z. B. die Spule 23 a, eine Magnetdem
Zustand gemäß Fig. 2b in den Zustand ge- feldkomponente erzeugt wird, die im wesentlichen
maß Fig. 2a zurückzuführen, wobei jedoch der Zu- 30 längs der mittleren Achse des Leiters 21a oder 21b
stand des in F i g. 2 c dargestellten Streifenabschnitts verläuft und indem durch Hindurchführen von Strom
nicht verändert wird. Selbstverständlich kann dieser durch den Leiter 21 α gleichzeitig eine Magnetfeld-Rückspeichervorgang
jederzeit zwischen aufeinander- komponente rund um diesen Leiter erzeugt wird. Ein
folgenden Ablesevorgängen ausgeführt werden. Es Strom, der von Erde durch die Spule 23 a fließt und
besteht kein Anlaß, das Rückspeicherfeld als etwas 35 am nicht geerdeten Ende wieder austritt, erzeugt
anderes als einen besonderen Teil des gesamten Ab- daher gemäß F i g. 1 an den linksseitigen Abschnitten
lesefeldes anzusehen, das von diesem Gesichtspunkt der Streifen 22a und 22b ein Magnetfeld, das nach
aus bipolar ist. Es kann aber auch eine Rückspeicher- dem rechten Ende der Figur gerichtet ist. Wenn der
feldkomponente vorgesehen werden, die während des durch die Spule hindurchgehende Strom die richtige
ganzen Betriebes der Vorrichtung wirkt, die jedoch 40 Stärke aufweist, wird diese Magnetfeldkomponente
während des Ablesevorganges von der Ablesefeld- allein nicht ausreichen, um den Streifen 22 α oder den
komponente überwunden wird. Ein solches ständig Streifen 22 b zu magnetisieren. Wenn jedoch ein
wirkendes Feld kann erhalten werden, indem ent- Strom von Erde durch den Leiter 21 α fließt und am
weder fortlaufend ein Strom von festgelegter Stärke nicht geerdeten linken Ende des Leiters 21 α wieder
durch eine zusätzliche Spule hindurchgeführt wird, 45 austritt, erzeugt dieser Strom eine Magnetfeldkomdie
zusammen mit der Ablesespule 24a gewickelt ist, ponente rund um den Leiter 21 α. Durch richtige
oder indem fortlaufend ein Strom durch die Spule Regelung der Stärke des durch den Leiter 21 α hin-24
α hindurchgeführt wird, der jedoch von dem durch durchgehenden Stromes kann die von demselben erdie
gleiche Spule hindurchgehenden Ableseimpuls- zeugte Magnetfeldkomponente so groß gemacht
strom überwunden wird. Von jedem Gesichtspunkt 50 werden, daß sie zusammen mit der Magnetfeldkomaus
ist der beschriebene Ablesevorgang nicht zer- ponente der Spule 23 α den innerhalb dieser Spule
störend, weil es nicht erforderlich ist, nach dem Ab- liegenden Abschnitt des Streifens 22 a aus dem Zulesen
einen Vorgang auszuführen, der von den beson- stand »0« in den Zustand»l« magnetisieren kann,
dem Werten der abgelesenen Angabe abhängig ist. Die durch die Spule 23 α erzeugte Magnetfeldkompo-Für
den Betrieb mit weniger hohen Geschwindig- 55 nente reicht allein nicht aus, um irgendeinen Abkeiten,
d.h. für eine Zeit von 1 bis 1,5 Mikro- schnitt des Streifens 22 & zu magnetisieren, und die
Sekunden für den Ablese-und Rückspeichervorgang, von dem durch den Leiter 21 α hindurchgehenden
werden vorzugsweise die nachstehend angegebenen Strom erzeugte Magnetfeldkomponente reicht allein
Abmessungen verwendet. Es ist zu bemerken, daß nicht aus, um den außerhalb der Spule 23 α liegenden
der Betrieb mit wenigen hohen Geschwindigkeiten 60 Abschnitt des Streifens 22 a zu magnetisieren, insbedie
Verwendung etwas größerer Abmessungen zu- sondere den im wesentlichen innerhalb der Spule 23 b
läßt, während für den Betrieb mit höheren Geschwin- liegenden Abschnitt des Streifens 22 a. Es ist daher
digkeiten Abmessungen vorzuziehen sind, die so weit möglich, koinzidenten Strom durch die Spule 23 α zu
als möglich proportional verringert sind. Die mitt- schicken, um den durch die Leiter 21 α und 216 hinleren
Leiter 21 a, 21 b bestehen aus Kupferdraht mit 65 durchgehenden Strömen zu ermöglichen, jene Abeinem
Durchmesser von 0,14 mm. Die Streifen 22 a, schnitte der Streifen 22 a und 22 b auf den Zu-
22b sind 0,003 mm dick und 0,425 mm breit. Sie stand »1« zu magnetisieren, die innerhalb des durch
sind entweder ohne Überlappung oder mit bis zu zwei die Spule 23 α erzeugten wirksamen Feldes liegen.
Einzelne Angabenelemente oder binäre Ziffer-»1«- Signale können auf die Leiter 21 α und 21 & aufgebracht
werden. Wie die vorstehende Erklärung angibt, wird das Vorhandensein oder das Fehlen von
koinzidenten Strömen in den Spulen 23 a oder 23& S die Aufzeichnung oder Nichtaufzeichnung der »1«
in den Abschnitten der Streifen 22 a und 22 b bestimmen, die von den Feldern der betreffenden Spulen
beeinflußt werden. Die in F i g. 1 dargestellte Anordnung kann als aus zwei »Wörtern«, die aus je zwei
binären Ziffern bestehen, angesehen werden. Es ergibt sich daraus, daß der Ablesestrom, der durch die
Spule 24 a zur Erde geht, die in den linsseitigen Abschnitten der Streifen 22 a und 22 b gespeicherten Angaben
abliest, wobei die Signale als induzierte Spannungen an den Enden der Leiter 21 α und 21 b erscheinen,
während der auf die Spule 24 b einwirkende Ablesestrom die in den rechtsseitigen Abschnitten
der Streifen 22 a und 22 b gespeicherten Angaben abliest, wobei die Signale wieder als induzierte Spannungen
an den Enden der Leiter 21 α und 21 b erscheinen. Ebenso ergibt sich, daß ein entgegengesetzt
gerichteter Strom in der Spule 23 α, der genügend stärker ist als der koinzidierende Strom, den »0 «-Zustand
der linksseitigen Abschnitte der Streifen 22 a und 22 & (Fi g. 1) umkehren wird, wodurch der bekannte
Vorgang des Löschens des in diesen Streifenabschnitten gespeicherten Wortes ausgeführt wird.
Eine moderne Datenverarbeitungsmaschine kann extrem hohe Betriebsgeschwindigkeiten aufweisen,
wobei die Anschaffung jedoch mit beträchtlichen Kosten verbunden ist. Häufig erfordert die Wirtschaftlichkeit,
daß bestimmte Teile der Vorrichtung eine Anzahl verschiedener Funktionen zu verschiedenen
Zeiten ausführen, wobei diese Funktionen entweder so gewählt sind, daß die gleiche Vorrichtung
Funktionen ausführt, die logischerweise nicht gleichzeitig durchführbar sind oder wobei Steuerungen vorgesehen
sind, so daß die Ausführung einer Funktion empfangenen Signalen entsprechende elektrische Signale
zum Leiter 31a und 31 b. Wenn die Angabenquelle 102 nicht als solche funktionieren soll, bildet
sie eine verhältnismäßig hohe Nebenschlußimpedanz zwischen dem Leiter 31a und Erde bzw. zwischen
dem Leiter 31 b und Erde, damit nicht ein großer Teil der Ströme abgeleitet wird, die infolge der durch
den Ablesevorgang in den Leitern 21a und 21 & induzierten
Spannungen fließen. Entsprechend den von der Steuersignalquelle 101 über die Leitung 203
empfangenen Signalen liefert die Spalten- und Löschimpulsquelle 203 einen koinzidenten Strom von bestimmter
Polarität und Stärke oder einen Löschstrom von entgegengesetzter Polarität und geringerer Stärke
über die Leiter 33 α oder 33 b entweder zur Spule 23 a oder 23 b, je nach dem empfangenen besonderen
Steuersignal. Da wenigstens vier mögliche Funktionen in Betracht kommen, können diese Steuersignale verschlüsselte
Impulse sein, die über eine einzige Leitung übertragen werden, oder die Leitung 203 kann durch
mehrere getrennte Leiter ersetzt werden, die getrennt ein Signal zur Ausübung einer bestimmten Funktion
führen. Es kann aber auch irgendeine andere bekannte Kombination von Leitern und Signalen verwendet
werden. Die Angabenauswertevorrichtung 104 empfängt die gespeicherte Angabe, wenn dieselbe aus
dem Speicher in Form von elektrischen Signalen abgelesen ist. Die Vorrichtung 104 ist mit der Steuersignalquelle
101 durch die Leitung 204 verbunden, damit sie entsprechend funktionieren kann, wenn die
Seuersignalquelle 101 infolge Betätigung einer anderen zugehörigen Vorrichtung die Ablesung gespeicherter
Angaben veranlaßt und damit sie unwirksam oder unempfindlich gegen die verhältnismäßig
hohen Spannungen, die während des Angabenaufzeichnungsvorganges auf die Leiter 31 α und 31 b zur
Wirkung kommen, sowie gegen irgendwelche Spannungen wird, die während eines Löschvorganges erzeugt
werden. Bei Empfang der entsprechenden
35
aufgeschoben wird, bis eine damit nicht in Einklang 40 Steuersignale von der Steuersignalquelle 101 über die
zu bringende Funktion beendet ist. Da eine solche Leitung 205 bringt die Ablese- und Rückspeicher-Maß
eine stromquelle 105 entweder auf
Unterteilung der Funktion in großem Maß eine Ad-hoc-Eigenschaft einer besonderen Rechenmaschinenausbildung
ist und da diese und andere Ausfühführungsformen der Erfindung auf eine große Anzahl
von Maschinen anwendbar ist, die Angabenspeicherung erfordern, sind durch rechteckige
Kästchen Vorrichtungen dargestellt, deren funktioneile Fähigkeiten nachstehend beschrieben werden
und deren Ausbildung aber weitgehend bekannt ist. In einer modernen Rechenmaschine können jedoch
die Elemente, die zur Ausführung dieser Funktionen verwendet werden, auch zur Ausführung anderer
Funktionen verwendet werden. Außerdem kann die Vorrichtung, welche die einem besonderen rechteckigen
Kästchen zugeordneten Funktionen ausführt, in einer modernen Rechen- oder Datenverarbeitungsmaschine nicht als eine einzige Einheit erscheinen,
sondern kann in der ganzen Maschine verteilt sein.
stromquelle 105 entweder auf die Spule 24« über den Leiter 34 α oder auf die Spule 24 b über den
Leiter 34 b einen Ablesestromimpuls von bestimmter Polarität und Stärke zur Wirkung sowie (entweder
unmittelbar nach Aufhören des Ablesestromimpulses oder gewünschtenfalls etwas später) einen Rückspeicherimpuls
von zum Ablesestromimpuls entgegengesetzter Polarität und geringerer Stärke. Wie
sich aus der Erklärung der F i g. 2 ergibt, muß der Ableseimpuls genügende Stärke aufweisen, um den
Sinn der Magnetisierung des mittleren Teils eines bestimmten Streifenabschnitts trotz des entgegenwirkenden
Magnetfeldes umzukehren, das von den Endteilen des Streifenabschnitts gebildet wird. Hingegen
muß der Rückspeicherimpuls um so viel schwächer sein, daß er den ursprünglichen Sinn der Magnetisierung
des mittleren Teils des bestimmten Streifenabschnitts wiederherstellt, wenn er (und nur wenn er)
55
Die Lehre der Erfindung wird durch die Verwendung 60 durch das von den Endteilen des Streifenabschnitts
der Funktionskästchen verdeutlicht.
Die Steuersignalquelle 101 erzeugt entsprechend den logischen Bedürfnissen der Rechen- oder Datenverarbeitungsmaschine
zu den richtigen Zeitpunkten Signale, um die nachstehend beschriebenen Ergebnisse
zu erzielen. Die Angabenquelle 102 liefert die aufzuzeichnenden binären Angaben und fördert bei
von der Steuersignalquelle 101 über die Leitung 202 gebildete Magnetfeld unterstützt wird.
Ein typischer Arbeitsgang der in F i g. 1 dargestellten Vorrichtung ist folgender:
Die Steuersignalquelle 101 veranlaßt die Spalten- und Löschimpulsquelle 103 über die Leitung 203,
einen Löschimpuls über den Leiter 33 α durch die Spule 23 α zur Erde zu schicken, von wo derselbe zur
Quelle 103 zurückkehrt. Gleichzeitig oder unmittel-
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bar darauffolgend schickt die Spalten- und Lösch- verwendet wird, muß selbstverständlich genügend
impulsquelle 103 einen Löschimpuls über den Leiter schwach gehalten werden, so daß keine Gefahr be-33
b durch die Spule 23 b zur Erde, von wo derselbe steht, daß er irgendwelche Abschnitte des Streifens
zur Quelle 103 zurückkehrt. Jeder dieser Löschstrom- in den Zustand »0« zurückführt, die sich bereits (und
impulse erzeugt beim Durchgang durch die betref- 5 richtigerweise) im Zustand »1« der Magnetisierung
fende Spule ein Magnetfeld, das nach der linken befinden. Im praktischen Betrieb wird die Wahl
Seite der Figur gerichtet ist und eine solche Stärke dieses alternativen Verfahrens von den relativen
aufweist, daß seine Komponente längs der Richtung Kosten und der Erleichterung der Steuertoleranzen
der leichten Magnetisierung der innerhalb der Spule sowie von verschiedenen anderen Faktoren abhängen,
liegenden Abschnitte der Streifen 22a und 22b io Die Erfindung betrifft hauptsächlich die Einwirkung
größer ist als die Koerzitivkraft dieser Streifen. Da- der richtigen Stärken der Magnetfelder auf die bedurch
wird bewirkt, daß die innerhalb der Spulen schriebenen Teile des Streifens, was bereits auf ver-23
α und 23 b liegenden vier Streifenabschnitte in schiedene Weise ausgeführt worden ist. Wenn jedoch
einer Richtung magnetisiert werden, die eine Kompo- im linksseitigen Abschnitt des Streifens 22a eine »1«
nente nach der linken Seite der Fig. 1 aufweist. In 15 gespeichert werden soll, wird aus der Erde durch den
Übereinstimmung mit der vorstehenden Beschreibung Leiter 21a über den Leiter 31a zur Angabenquelle
ist diese Richtung willkürlich dem Zustand »0« züge- 102 ein Aufzeichnungsstromimpuls von solcher
ordnet. Der ganze Magnetspeicher enthält daher »0« Stärke gezogen, daß er rund um den Leiter 21a ein
oder ist gelöscht. Etwas später schickt die Steuer- kreisförmiges Magnetfeld erzeugt, das sich mit dem
signalquelle 101 über die Leitung 203 ein Signal zur 20 Feld der Spule 23 α vereinigt, um eine Resultierende
Spalten- und Löschimpulsquelle 103, das bewirkt, zu erzeugen, die eine Komponente längs der Richdaß
diese aus der Erde über das Solenoid 23 α und tung der leichten Magnetisierung des linksseitigen
den Leiter 33 α einen koinzidenten Impuls zieht, der Abschnittes des Streifens 22 a aufweist, welche stärgeringere
Stärke als der Löschimpuls aufweist, so daß ker ist als die Koerzitivkraft des Streifens und in
das resultierende Magnetfeld, das durch den koinzi- 25 solcher Richtung verläuft, daß sie diesen Abschnitt
denten Impuls rund um jene Abschnitte der Streifen des Streifens 22 a in der »1 «-Richtung magnetisiert.
22« und 22b erzeugt wird, die im wesentlichen inner- Die Stärke des durch den Leiter 21a gezogenen Aufhalb der Spule 23 α liegen, eine Komponente längs Zeichnungsstromes ist begrenzt, so daß das von demder
Richtung der leichten Magnetisierung dieser selben an anderen Abschnitten, insbesondere dem
Streifenabschnitte aufweist, die schwächer ist als die 30 innerhalb der Spule 23 b liegenden Abschnitt des
Koerzitivkraft des Streifens. Ungefähr gleichzeitig Streifens 22a erzeugte Magnetfeld eine Komponente
schickt die Steuersignalquelle 101 über die Leitung längs der Richtung der leichten Magnetisierung des
202 ein Signal zur Angabenquelle 102, das bewirkt, Streifens 22 a aufweist, die kleiner ist als die Koerzidaß
diese aus der Erde durch die Leiter 21a und 21 b tivkraft des Streifens. Der innerhalb der Spule 23 b
über die Leiter 31a und 31 b Aufzeichnungsimpulse 35 liegende Abschnitt des Streifens 22 a bleibt daher im
zieht, die den Angabenelementen »1« entsprechen, gelöschten oder »0«-Zustand. Auf diese Weise wird
die zu diesem Zeitpunkt aufzuzeichnen oder zu in den linksseitigen Abschnitten der Streifen 22 a und
speichern sind. Es sei angenommen, daß die zu spei- 22 b wahlweise das aus den binären Ziffern 1 und 0
chernde Angabe eine »1« im linksseitigen Abschnitt zusammengesetzte »Wort aufgezeichnet. Es ist nundes
Streifens 22a und eine »0« im linksseitigen Ab- 40 mehr selbstverständlich, welche Veränderungen des
schnitt des Streifens 22 b ist. Da die erforderliche vorstehend beschriebenen Verfahrens eine Aufzeich-
»0« bereits im richtigen Abschnitt des Streifens 22 b nung von Signalen in den anderen Abschnitten der
aufgezeichnet ist, braucht durch den Leiter 21 b kein Streifen bewirken werden und auch, daß die Anzahl
Strom gezogen zu werden. Da der koinzidente Strom der Spulen längs einer bestimmten Streifen- und
in der Spule 23 α ausdrücklich schwächer gemacht 45 Leiteranordnung bedeutend erhöht werden kann, um
wurde als ausreichend, um ohne Unterstützung die eine größere Angabenspeicherkapazität zu erzielen,
Magnetisierung der innerhalb der Spulen liegenden sowie daß die Anzahl der Streifen- und Leiteranord-Streifenabschnitte
zu ändern, bleibt der Zustand »0« nungen innerhalb der Spulen vergrößert werden kann,
des Streifens 22 b bestehen. um die gleichzeitige Speicherung oder Ablesung einer
Eine Alternative zu dem vorstehend beschriebenen 50 größeren Zahl von binären Ziffern zu ermöglichen.
Vorschlag, keinen Strom durch den Leiter 21 b hin- Nachdem die gewünschten Angaben in dem in
durchzuführen, besteht darin, die Charakteristik der F i g. 1 dargestellten Angabenspeicher aufgezeichnet
Angabenquelle 102 so zu verändern, daß sie »1« sind, sollen nunmehr die in den linksseitigen AbSignale
zur Wirkung bringt, indem sie in der oben schnitten der Streifen 22 a und 22 b gespeicherten
beschriebenen Weise durch den betreffenden Leiter 55 Angaben abgelesen werden. Die Steuersignalquelle
Strom aus der Erde zieht, gleichzeitig aber Strom 101 schickt über die Leitung 204 zur Angabenauszur
Erde schickt durch jene Leiter, auf welchen eine Wertevorrichtung 104 ein Signal, das bewirkt, daß
»0« aufzuzeichnen ist, um zu gewährleisten, daß ein diese auf Spannungen anspricht, die auf den Leitern
schwaches Magnetfeld entsteht, welches den Zu- 31a und 31 b erscheinen. Die Steuersignalquelle 101
stand »0« vor der Zerstörung zu bewahren trachtet, 60 schickt auch zur Ablese- und Rückspeicherstromwo
derselbe im Streifen 22 b bereits vorhanden ist. quelle 105 ein Signal, das diese veranlaßt, einen
Diese Alternative hat den Vorteil, daß sie eine wirk- Impuls von ausreichender Amplitude durch den
sam anwendbare Maßnahme darstellt, welche die Leiter 34 a und die Spule 24 a zur Erde zu schicken,
Schärfe etwas vermindert, mit welcher der koinzidente von wo derselbe zu seiner Quelle zurückkehrt. Durch
Impuls innerhalb seines maximalen Wertes gehalten 65 diesen Impuls wird an den mittleren Teilen der
werden muß, d.h., sie verringert etwas die Ausbil- linksseitigen Abschnitte der Streifen 22 α und 22 b ein
dungstoleranzen des Gesamtsystems. Der Strom, der Magnetfeld erzeugt, das nach der linken Seite der
zur Gewährleistung der Einhaltung des Zustandes »0« Figur gerichtet ist und dessen Komponente längs der
Richtung der leichten Magnetisierung der mittleren Teile der beiden Streifenabschnitte größer ist als die
Koerzitivkraft des Streifens. Wenn nun angenommen wird, daß der innerhalb der Spule 23 a liegende Streifen
22a in der »!«-Richtung remanent ist und daß der innerhalb der Spule 23 b liegende Streifen 22 b in
der »O«-Richtung remanent ist, wird die Magnetisierungsrichtung
des mittleren Teils des Abschnitts des Streifens 22 a umgekehrt, wobei der mittlere Teil von
der remanenten Flußdichte in der »1 «-Richtung (die für Materialien mit einer im wesentlichen rechteckigen
Hystereseschleife annähernd so groß ist wie die Sättigungsflußdichte) auf die Sättigungsflußdichte
in der Richtung »0« übergeht. Durch eine solche Flußänderung werden in den Spulen 23 α und 24 a
sowie im Leiter 21 α Spannungen induziert. Die im Leiter 21a induzierte Spannung erscheint am Leiter
31a und wird von der Angabenauswertevorrichtung 104 als eine Anzeige für eine gespeicherte »1« angenommen.
Der mittlere Teil des innerhalb der Spule 23 α liegenden Abschnitts des Streifens 22 b wird dem
gleichen Magnetfeld unterworfen wie der mittlere Teil des entsprechenden Abschnitts 22 a. Da aber in
diesem Abschnitt des Streifens 22 b eine remanente Magnetisierung in der »O«-Richtung bereits vorhanden
ist, besteht die einzige Wirkung des Ablesemagnetfeldes darin, eine geringe Flußänderung zu
erzeugen, die einem Übergang von der Remanenz zur Sättigung entspricht. Diese erzeugt nur ein sehr geringes
Störungspotential auf den Leitern 21 b und 31 b, das auf die Angabenauswertevorrichtung 104
keine Wirkung hat. Die Vorrichtung 104 verzeichnet daher, daß zu diesem Zeitpunkt auf dem Leiter 31 b
keine Spannung empfangen wird, was logischerweise dem Empfang eines »O«-Signals entspricht. Auf diese
Weise sind daher die Angabenziflern 1 und 0 abgelesen
und ausgewertet.
Der Streifenabschnitt mit einer Magnetisierung in der »O«-Richtung bleibt durch den Ablesevorgang
unverändert, aber der Streifenabschnitt, dessen äußere Teile eine Magnetisierung in der »!«-Richtung
aufweisen, hat einen mittleren Teil mit einer Magnetisierung in der »0«-Richtung (gemäß Fig. 2b), wenn
das Feld der äußeren Teile allein nicht ausreicht, um den mittleren Teil bei Aufhören der Wirkung des
Ablesefeldes in die »!«-Richtung zurückzuführen. Deshalb muß etwas vor dem nächsten Ablesevorgang
(und vorzugsweise sofort nach Aufhören der Wirkung des Ableseimpulses) die Ablese- und Rückspeicherstromquelle
105 aus der Erde über die Spule 24 a und den Leiter 34 α einen Rückspeicherimpuls ziehen,
der schwächer ist als der Ableseimpuls. Das beim Durchgang dieses Impulses durch die Spule 24 α erzeugte
Feld wird daher zusammen mit den Feldern der äußeren Teile des linksseitigen Abschnitts des
Streifens 22 a ausreichen, den mittleren Teil dieses Streifenabschnitts in die Richtung »1« der Magnetisierung
zurückzuführen (gemäß Fig. 2a). Das auf diese Weise erzeugte Rückspeicherfeld wird jedoch
im Hinblick auf die entgegenwirkenden Felder der äußeren Teile des linksseitigen Abschnitts des Streifens
22 & nicht ausreichen, die Magnetisierung des mittleren Teils dieses Streifenabschnitts in die
»1 «-Richtung umzukehren (gemäß Fig. 2c). Die Streifenabschnitte, die eine magnetisch gespeicherte
»1« enthalten, können daher vollständig in die Richtung »1« der Magnetisierung zurückgeführt werden,
ohne daß die »0«-Richtung der Streifenabschnitte verändert wird, die eine magnetisch gespeicherte »0«
enthalten.
Es wurden bisher die Vorgänge des Löschens, Aufzeichnens und Speicherns von Angaben in ausgewählten
Teilen des Speichers beschrieben, die Ablesung aus ausgewählten Teilen des Speichers und die Rückspeicherung.
Alle diese Funktionen müssen bei der Verwendung des Speichers ausgeführt werden. Besondere
Aufmerksamkeit wird auf die neue Tatsache
ίο gelenkt, daß der Ablese- und der Rückspeichervorgang
beliebig oft wiederholt werden können, ohne daß ein äußerer Speicher zu Hilfe genommen werden
muß, um die Rückspeicherung der beim Ablesevorgang zerstörten Angaben zu ermöglichen. Der beschriebene
Ablesevorgang läßt in einem Teil des Streifens eine Aufzeichnung der magnetisch gespeicherten
Angabe bestehen, wie sie vor dem Ablesevorgang war. Der Rückspeichervorgang wird nicht
ausgeführt, um Angaben zu ersetzen, die zerstört
ao worden und aus dem Speicher verschwunden sind.
Da die physikalische Wirkungsweise der Erfindung grundlegend mehr von den Magnetisierungsfeldern
als von der besonderen Einrichtung abhängt, die zur Erzeugung dieser Magnetisierungsfelder verwendet
wird, wird der Fachmann eine große Anzahl verschiedener Möglichkeiten der Anwendung der vorstehend
angegebenen Prinzipien vorschlagen können. So kann beim beschriebenen Aufzeichnungsvorgang
auf die Spule 23 α ein Strom einwirken, der ausreichend stärker ist als der angegebene koinzidente
Strom, um alle innerhalb der Spule liegenden Streifenabschnitte in der »!«-Richtung zu magnetisieren.
Außerdem kann eine wahlweise Aufzeichnung erzielt werden, indem von der Angabenquelle 102 über den
Leiter 31 b durch den Leiter 21 b zur Erde ein Impuls von solcher Stärke geschickt wird, daß das von demselben
rund um den Leiter 21 b erzeugte kreisförmige Magnetfeld die Magnetisierung des innerhalb der
Spule 23 α liegenden Abschnitts des Streifens 22 & in der »1 «-Richtung verhindern wird. Die Stärke des
Feldes wird aber nicht ausreichend sein, um die Magnetisierung der außerhalb der Spule 23 α liegenden
Abschnitte des Streifens 22 b zu verändern. Ebenso ist es möglich, eine zusätzliche Spule anzuordnen,
deren Magnetfeld sich über die ganze wirksame Länge der Streifen- und Leitereinheit erstreckt. Durch
diese Spule kann ein Gleichstrom von solcher Stärke hindurchgehen, der das erforderliche Rückspeicherfeld
an allen mittleren Teilen aller Streifenabschnitte liefert. Eine ähnliche Wirkung kann erzielt werden,
indem ein Gleichstrom von entsprechender Richtung und Stärke durch die Spulen 24 α und 24 b während
der ganzen Zeit hindurchgeht, mit Ausnahme der Zeit der Einwirkung des Ableseimpulses. Viele gleichwertige
Abänderungen sind verfügbar, um die Erfindung verschiedenen Situationen anzupassen, in welchen
ihre Vorzüge durch eine andere Ausführungsform zur Geltung gebracht werden, die von der vorstehend
beschriebenen abweicht.
Praktisch kann durch die Verwendung von magnetischen Materialien mit genügend niedriger Koerzitivkraft
ein Rückspeicherfeld überhaupt entbehrt werden, mit Ausnahme desjenigen, das durch die äußeren
Abschnitte auf dem mittleren Teil eines Streifenabschnitts erzeugt wird. Ein solches Material kann
in der in F i g. 1 dargestellten Vorrichtung mit der einfachen Abänderung verwendet werden, daß die
Ablese- und Rückspeicherstromquelle 105 logischer-
weise in eine Ablesestromquelle 105 verändert wird und daher in der beschriebenen Weise nur Ableseimpulse,
aber keinen Rückspeicherstrom liefert. Die Nichtlinearität der magnetischen Charakteristiken der
in Betracht kommenden Materialien und die etwas verwickelte geometrische Anordnung machen es
äußerst schwierig, mathematisch das Mindestverhältnis der Gesamtlänge des Elementenabschnitts zur
Länge des mittleren Teils zu berechnen, das diese Selbstrückspeicherung für Material mit einer bestimmten
maximalen remanenten Flußdichte und Koerzitivkraft ergibt. Für eine bestimmte geometrische
Anordnung besteht jedoch ein allgemeiner Grundsatz darin, daß das genannte Verhältnis abnimmt,
wenn das Verhältnis der maximalen remanenten Flußdichte zur Koerzitivkraft zunimmt. Diese Zunahme
muß aber selbstverständlich erzielt werden entweder durch Verwendung eines anderen Materials
oder durch Veränderung der Eigenschaften des Materials durch irgendeine physikalische Behandlung, da
sie ein physikalisches Merkmal des Materials ist. Es wurde gefunden, daß Selbstrückspeicherung experimentell
unter den folgenden Umständen erfolgt:
Es wird auf die in Fig. 1 dargestellten besonderen Elemente Bezug genommen. Der Leiter 21 α ist ein
Wolframdraht mit einem Durchmesser von 0,15 mm, der durch einen Überzug auf einen Durchmesser von
0,15625 mm gebracht wird. Der Überzug besteht aus einer Eisen-Nickel-Legierung mit einer bevorzugten
Magnetisierungsrichtung, die im wesentlichen schraubenförmig
um die Längsachse des Leiters 21 α verläuft. Dieser Überzug entspricht dem ferromagnetischen
Material 22 a. Der Winkel zwischen der bevorzugten Richtung des ferromagnetischen Materials
und der mittleren oder Längsachse des Leiters 21a liegt zwischen 76,2 und 79,8°. Dieser Bereich wird
aus der Richtung des Feldes berechnet, das während der Bildung des ferromagnetischen Materials besteht.
Die Wicklung 24 α besteht aus zehn Windungen Isolierdraht mit einem Durchmesser von 0,125 mm
und hat eine Länge von 1,58 mm. Die Länge der Spule 23 α beträgt 12,7 mm, und der Abstand zwischen
den benachbarten Enden der Spulen 23 α und 23 b beträgt 2,54 mm. Die Koerzitivkraft des magnetischen
Materials wurde mit 6,34 Oersted gemessen. Unter diesen Umständen wurde gefunden, daß durch
die Einwirkung eines Stromes von 0,4 Ampere auf die Wicklung 24 a der mittlere Teil des magnetischen
Materials des Leiters 21 a, d. h. der im wesentlichen innerhalb der Wicklung 24 α liegende Teil, in ungefähr
0,5 Mikrosekunden umgeschaltet wird, so daß sich an den Enden des Leiters 21a eine Ausgangsspannung
von 30 mV ergibt. Es wurde ferner gefunden, daß dieser Vorgang beliebig oft wiederholt
werden kann ohne einen dazwischenliegenden Rückspeichervorgang. Ein solcher Versuch ist typisch für
die einzig mögliche Art der Ausführung der Selbstrückspeicherung, weil das Umschalten oder die Flußänderung
nur durch Beobachtung von induzierten Spannungen nachgewiesen werden können.
Obwohl der auf einen Leiter gerichtete magnetische Streifen für die Erklärung der Erfindung bequem ist,
weil dabei die erklärenden Abwicklungen der F i g. 2 a, 2 b und 2 c möglich sind, arbeiten hinsichtlich der
Wirkungsweise der Erfindung ebenso der magnetische Leiter mit einer schraubenförmigen Richtung der
leichten Magnetisierung, die durch mechanisches Verdrehen erzeugt wird, und alle Einrichtungen, bei
welchen ein oder mehrere stromdurchflossene Leiter eine Magnetfeldkomponente parallel zur Richtung
der leichten Magnesierung eines ferromagnetischen Elements bilden. Stets werden dabei durch Umkehrung
des Flusses in nur einem Teil dieses Elements Spannungen induziert und die übrigen Teile des
Elements die Richtung ihrer Magnetisierung beibehalten. Ein solches Element kann ein Abschnitt
eines größeren Stückes ferromagnetischen Materials
ίο sein. Ein mittlerer Leiter aus nicht magnetischem
Material, der mit einem ferromagnetischen Material plattiert oder auf andere Weise überzogen ist, das
eine im wesentlichen rechteckige Hystereseschleife und eine Richtung leichter Magnetisierung aufweist,
die im wesentlichen schraubenförmig um die Achse des mittleren Leiters verläuft, kann daher unmittelbar
die aus Leiter 21 α und Streifen 22 α bestehende Einheit ersetzen, die in F i g. 1 dargestellt ist.
Die Magnetfelder, die durch Spulen und durch
ao Ströme erzeugt werden, die durch gerade Leiter hindurchgehen,
können ziemlich genau nach bekannten Formeln berechnet werden, und ihre Resultierenden
können durch einfache vektorielle Addition ermittelt werden. Bei den angegebenen Dimensionen genügen
Ströme von einigen Milliampere, um Magnetfelder von der Stärke der üblichen Koerzitivkraft eines Streifens
aus Molybdän-Nickel-Eisenlegierung zu erzeugen. Da die besondere Koerzitivkraft von ferromagnetischem
Material infolge der Veränderungen bei der Bearbeitung gewissen Schwankungen unterworfen ist,
müssen die besonderen Werte des verwendeten Stromes und die zulässigen Toleranzen dieser Werte
für die besonderen Grenzen der zu verwendenden Koerzitivkraft berechnet werden. Wie bekannt ist,
erzeugt die schraubenförmige Anordnung des Magnetflusses rund um den mittleren Leiter eine mehrfache
Verkettung zwischen dem Fluß im Streifen und im mittleren Leiter, so daß die Spannungen der abgelesenen
Signale Zehner oder sogar Hunderte von Millivolt betragen, die gewünschtenfalls durch bekannte
Einrichtungen ohne Geräufch und ohne andere Schwierigkeiten, welche mit der Verstärkung
von Signalen mit viel niedrigerer Amplitude verbunden sind, verstärkt werden können.
Claims (11)
1. Magnetischer Datenspeicher mit einem länglichen Körper aus magnetischem Material mit im
wesentlichen rechteckiger Hystereseschleife, mit einer speichernden Magnetisierungseinrichtung,
die mit dem Körper wirksam verbunden ist, um einen ausgewählten Speicherabschnitt desselben
in einer ersten, einen ersten Datenwert darstellenden Polaritätsrichtung zu magnetisieren und um
diesen Abschnitt des Körpers in der entgegengesetzten zweiten, einen zweiten Datenwert darstellenden
Polaritätsrichtung zu magnetisieren, ferner mit einer mit dem Körper verbundenen
Abfragemagnetisierungseinrichtung, und mit einer Angabeauswertevorrichtung zur Feststellung von
Änderungen des magnetischen Flusses in dem Körper bei Einwirkung der Abfragemagnetisierungseiririchtung,
dadurch gekennzeichnet, daß die Abfragemagnetisierungseinrichtung
während eines Abfragevorganges nur in einem begrenzten Teil des Speicherabschnitts ein
Magnetfeld erzeugt, dessen Feldstärke die Koerzitivkraft dieses begrenzten Teils übersteigt und
dadurch den begrenzten Teil in einer vorherbestimmten Richtung magnetisiert, während sie
die Magnetisierungsrichtung und den Magnetisierungszustand des Restes des Speicherabschnitts
im wesentlichen unbeeinflußt läßt, und daß der S Rest des Speicherabschnitts in dem begrenzten
Teil ein Magnetfeld erzeugt, dessen Feldstärke die Koerzitivkraft des begrenzten Teils ebenfalls
übersteigt und die Magnetisierungsrichtung des begrenzten Teils am Ende eines Abfragevorgangs
steuert.
2. Magnetischer Datenspeicher nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der begrenzte Teil
des Speicherabschnitts des magnetischen Materials ein mittlerer Teil ist.
3. Magnetischer Datenspeicher nach Anspruch 1 oder 2, bei welchem die speichernde Magnetisierungseinrichtung
aus einer außerhalb des magnetischen Materials liegenden Spule besteht, deren mittlere Achse im wesentlichen parallel zur mittleren
Achse des Materials verläuft und die sich über einen vorherbestimmten Abschnitt des
Materials erstreckt, und bei welchem die Abfragemagnetisierungseinrichtung aus einer ebenfalls
außerhalb des magnetischen Materials liegenden zweiten Spule besteht, deren mittlere
Achse ebenfalls im wesentlichen parallel zur Achse des Materials verläuft, dadurch gekennzeichnet,
daß sich die Abfragespule nur über einen Teil des Abschnitts des magnetischen Materials erstreckt.
4. Magnetischer Datenspeicher nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Länge der zweiten
Spule nicht mehr als ein Viertel der Länge der ersten Spule beträgt.
5. Magnetischer Datenspeicher nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß
das magnetische Material eine bevorzugte Richtung der leichten Magnetisierung aufweist und
daß die wechselseitig entgegengesetzte erste und zweite Polarisationsrichtung längs dieser bevorzugten
Richtung verläuft.
6. Magnetischer Datenspeicher nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß
das magnetische Material einen mittleren Leiter umgibt, der sich in der Längsrichtung der mittleren
Achse des magnetischen Materials erstreckt.
7. Magnetischer Datenspeicher nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet, daß die bevorzugte
Richtung der leichten Magnetisierung im wesentlichen schraubenförmig um die mittlere
Achse des magnetischen Materials verläuft.
8. Magnetischer Datenspeicher nach einem der Ansprüche 1 bis 7, gekennzeichnet durch eine
regenerierende Magnetisierungseinrichtung, die nach der Betätigung der Abfragemagnetisierungseinrichtung
auf den begrenzten Teil des magnetischen Materials ein Magnetfeld zur Wirkung bringt, welche das Magnetfeld unterstützt, das
durch remanente Magnetisierung des Restes des Abschnitts in der zweiten Polarisationsrichtung
erzeugt wird, und welches den begrenzten Teil in den remanenten Zustand in der zweiten Polarisationsrichtung
zurückführt, denselben jedoch nicht in der zweiten Polarisationsrichtung magnetisiert,
wenn das Magnetfeld entgegenwirkt, das durch remanente Magnetisierung des Restes des
Abschnitts in der ersten Polarisationsrichtung erzeugt wird.
9. Magnetischer Datenspeicher nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß
die Abfragemagnetisierungseinrichtung nach der Abfrage betätigbar ist, um auf den begrenzten
Teil des magnetischen Materials ein Magnetfeld zur Wirkung zu bringen, welches das Magnetfeld
unterstützt, das durch remanente Magnetisierung des Restes des Abschnitts in der zweiten Polarisationsrichtung
erzeugt wird, und welches den begrenzten Teil in den remanenten Zustand in der zweiten Polarisationsrichtung zurückführt,
denselben jedoch nicht in der zweiten Polarisationsrichtung magnetisiert, wenn das Magnetfeld
entgegenwirkt, das durch remanente Magnetisierung des Restes des Abschnitts in der ersten
Polarisationsrichtung erzeugt wird.
10. Magnetischer Datenspeicher nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet,
daß das Verhältnis der Koerzitivkraft zur Remanenz des magnetischen Materials genügend niedrig
und der begrenzte Teil relativ zum Rest des Abschnitts genügend klein ist, damit das durch
den Rest des Abschnitts erzeugte Magnetfeld, wenn dieser in der zweiten Polarisationsrichtung
magnetisiert ist, den begrenzten Teil bei Beendigung der Tätigkeit der Abfragemagnetisierungseinrichtung
in den remanenten Zustand in der zweiten Polarisationsrichtung zurückführt.
11. Magnetischer Datenspeicher nach Anspruch 10, in welchem der Abschnitt des magnetischen
Materials eine vorherbestimmte Länge aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß sich der
begrenzte Teil nur über einen Bruchteil der vorherbestimmten Länge erstreckt, der genügend
klein ist, damit die Feldstärke des durch remanente Magnetisierung des Abschnitts in der zweiten
Polarisationsrichtung erzeugten Magnetfelds in diesem Teil die Koerzitivkraft desselben übersteigt.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1 007 086,
486, 1070 680;
Deutsche Auslegeschriften Nr. 1 007 086,
486, 1070 680;
österreichische Patentschrift Nr. 195 670;
»Frequenz«, Bd. 11, Nr. 1, 1957, S. 19 bis 27.
»Frequenz«, Bd. 11, Nr. 1, 1957, S. 19 bis 27.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 549/283 4.67 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US78291458A | 1958-12-24 | 1958-12-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1238505B true DE1238505B (de) | 1967-04-13 |
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ID=25127573
Family Applications (1)
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| DEB56004A Pending DE1238505B (de) | 1958-12-24 | 1959-12-23 | Magnetischer Datenspeicher |
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| Publication number | Publication date |
|---|---|
| GB889430A (en) | 1962-02-14 |
| FR1246437A (fr) | 1960-11-18 |
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