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DE1238598B - Grundierungsmittel fuer Metalle - Google Patents

Grundierungsmittel fuer Metalle

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Publication number
DE1238598B
DE1238598B DE1958U0005488 DEU0005488A DE1238598B DE 1238598 B DE1238598 B DE 1238598B DE 1958U0005488 DE1958U0005488 DE 1958U0005488 DE U0005488 A DEU0005488 A DE U0005488A DE 1238598 B DE1238598 B DE 1238598B
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DE
Germany
Prior art keywords
radical
silicone
silicon
primer
aminoalkylpolysiloxanes
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1958U0005488
Other languages
English (en)
Inventor
Arthur Noah Pines
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Union Carbide Corp
Original Assignee
Union Carbide Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Union Carbide Corp filed Critical Union Carbide Corp
Publication of DE1238598B publication Critical patent/DE1238598B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09DCOATING COMPOSITIONS, e.g. PAINTS, VARNISHES OR LACQUERS; FILLING PASTES; CHEMICAL PAINT OR INK REMOVERS; INKS; CORRECTING FLUIDS; WOODSTAINS; PASTES OR SOLIDS FOR COLOURING OR PRINTING; USE OF MATERIALS THEREFOR
    • C09D5/00Coating compositions, e.g. paints, varnishes or lacquers, characterised by their physical nature or the effects produced; Filling pastes
    • C09D5/08Anti-corrosive paints

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Paints Or Removers (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Grundierungsmittel für Metalle Die Erfindung ermöglicht es, die Haftfähigkeit von Deckschichten auf der Grundlage von »polymeren Substanzen« bei hohen Temperaturen auf Metallen durch Verwendung von Grundierungsmitteln zu verbessern.
  • Unter dem Ausdruck »polymere Substanzen« versteht man in diesem Zusammenhang natürliche Harze, wie Kautschuk, Lacke, Öle und Wachse, synthetische, thermoplastische Harze, z. B. Polyäthylen, fluorierte polymere Kohlenwasserstoffe, Polyacrylsäureester, lineare Polyester, Polyamide, sowie hitzehärtbare synthetische Harze, wie Epoxyharze, Phenolharze, Melaminharze, lineare und vernetzte Polyester, lineare und vernetzte Polysiloxane einschließlich Silikonkautschuk und Silikonharze, wie auch synthetische elastomere Stoffe, z. B. Butadien-Styrol-Mischpolymere, Polychloropren und Mischungen dieser Verbindungen.
  • Bei der Verwendung von Schutzüberzügen aus polymeren Substanzen auf Metallen zur Verzierung oder zum Korrosionsschutz des Metalls werden Grundiermittel ganz allgemein verwendet. Gewöhnlich benötigt man einen Grundlack oder ein Bindemittel, um eine bessere Haftung zwischen dem Metall und dem Schutzüberzug zu erzielen. Bei vielen Anwendungen liefern jedoch viele Bindemittel völlig unbefriedigende Ergebnisse. So können manche Überzüge nur deshalb nicht aufgetragen werden, weil kein Grundiermittel bekannt ist, das eine gute Verbindung zwischen den Dckschichten und den Metallen ermöglicht. Beispielsweise war bis jetzt kein Weg bekannt, siliciumorganische Harze auf Kupfer aufzubringen, womit man einen Gegenstand erhalten würde, der gegenüber hohen Temperaturen widerstandsf ähig ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß man die Haftung von Deckschichten auf Metallen durch die Verwendung von bestimmten Ammoalkylsiliciumverbindungen erzielen oder verbessern kann.
  • Die Herstellung verschiedener erfindungsgemäß zu verwendender Aminoalkylsiliciumverbindungen, insbesondere der Aminomethylsilane und der Aminoalkylcyclopolysilane ist bekannt. Es wurde auch bereits vorgeschlagen, Alkoxysilylpropylamine zur Verbesserung der Haftung zwischen dem Kunststoffmaterial und einem Fasermaterial insbesondere Glasfasern bei der Herstellung von glasfaserverstärkten Kunststoffen zu verwenden.
  • Die Erfindung betrifft nun die Verwendung von Aminoalkylsiliciumverbindungen, welche die Gruppe enthalten, in der R eine zweiwertige, mindestens drei Kohlenstoffatome enthaltende Kohlenwasserstoffgruppe und R' ein Wasserstoffatom, eine Kohlenwasserstoffgruppe oder der Rest R - Si - ist und mindestens eine freie Valenz des Siliciumatoms über ein Sauerstoffatom mit einer Alkylgruppe oder über eine Si0-Bindung mit einem Siliciumatom verbunden ist, während die restlichen freien Valenzen der Siliciumatome mit Kohlenwasserstoffgruppen verknüpft sind, als Grundierungsmittel für Metalle, wobei als Deckschicht eine polymere Substanz, insbesondere ein natürliches Harz, ein hitzehärtbares synthetisches Harz, ein thermoplastisches synthetisches Harz oder eine synthetische elastomere Substanz dient.
  • Die Aminoalkylsiliciumverbindung wird als dünner Film aufgetragen, bevor man die polymere Deckschicht auf das Metall bringt. Die Aminoalkylsiliciumverbindung kann als Monomeres oder Polymeres angewendet werden; sie dient sowohl als Bindemittel zwischen dem Metall und der Deckschicht als auch als Korrosionsschutz zur Verhütung der Oxydation bei hohen Temperaturen und der Korrosion, z. B. durch Feuchtigkeit, unter dem Schutzüberzug. Die Grundierungsmittel sind normalerweise durchscheinend und haben auf das Aussehen des Metalls oder den überzogenen Gegenstand keinen nachteiligen Einfluß. Gegebenenfalls können die Grundierungsmittel gefärbt oder pigmentiert werden, um verschiedene Färbungen zu erzielen. Sie hinterlassen keinen öligen Überzug.
  • Die gute Bindung zwischen den polymeren Stoffen und den Metallen ist nicht nur bei hohen Temperaturen widerstandsfähig, sondern ergibt auch bei niederen Temperaturen für viele Stoffe und Metalle eine bessere Haftung. So kann Aluminium, das mit einem Grundierungslack vony-Aminopropylsiloxan-Phenylsiloxan-Mischpolymerem überzogen ist, viel fester mit einer Silikonkautschukschicht verbunden werden.
  • Charakteristisch für die Aminoalkylalkoxysilanmonomeren, die als Grundierungsmittel verwendet werden können, $ind Verbindungen, die durch folgende Strukturformel wiedergegeben werden, in der R die obige Bedeutung besitzt, R2 eine Alkylgruppe, wie Methyl-, Äthyl-, Propyl- und Butylgruppe, eine Alkenylgruppe, wie Vinyl- oder Cyclohexenylgruppe, oder eine Arylgruppe, wie Phenyl-, Naphthyl- und Tolylgruppe, bedeutet, X eine Alkoxygruppe, wie Methoxy-, Äthoxy-und Propoxygruppe ist und b = 0, 1 oder 2 sein kann.
  • Beispiele für monomere Aminoalkylalkoxysilane sind y-Aminopropyltriäthoxysilan, y-Aminopropyltripropoxysilan, y-Aminopropyltripropoxysilan, y-Aminopropylmethyldiäthoxysilan, y-Aminopropyläthyldiäthoxysilan, y-Aminopropylphenyldiäthoxysilan, b-Aminobutyltriäthoxysilan, b-Aminobutylmethyldiäthoxysilan, 8-Aminobutyläthyldiäthoxysilan, 5-Aminobutylphenyldiäthoxysilan, y-Aminobutyltriäthoxysilan, y-Aminobutylmethyldiäthoxysilan.
  • Typische Aminoalkylpolysiloxane, die erfindungsgemäß als Grundierungsmittel verwendet werden können, sind Polysiloxane mit der Struktureinheit in der R2, R und b obige Bedeutung besitzen. Sie lassen sich durch Hydrolyse und Kondensation der oben beschriebenen monomeren Aminoalkylalkoxysilane oder durch gemeinsame Hydrolyse und gemeinsame Kondensation dieser monomeren Aminoalkylalkoxysilane mit anderen hydrolysierbaren Silanen herstellen; sie können auch Aminoalkylpolysiloxane der trifunktionellen Reihe, bei denen b = 0 ist, oder Aminoalkylalkylpolysiloxane undAminoalkylarylpolysiloxane der bifunktionellen Reihe sein, einschließlich cyclischer oder linearer Polysiloxane, bei denen b = 1 ist. Es können aber auch lineare Aminoalkylalkylaryldisiloxane der monofunktionellen Reihe, bei denen b = 2 ist, wie auch Mischungen von Verbindungen sein, die durch gemeinsame Hydrolyse von bifunktionellen, trifunktionellen und monofunktionellen Aminoalkylsilanen hergestellt wurden. Geeignete Aminoalkylpolysiloxane der trifunktionellen Reihe enthalten folgende Struktureinheit: worin R obige Bedeutung besitzt, Z eine Hydroxyl-und/oder Alkoxygruppe darstellt und c einen Durchschnittswert von 0 bis weniger als 2, vorzugsweise 0,1 bis 1, besitzt. Aminoalkylpolysiloxane dieser Art ohne Alkoxy- oder Hydroxylgruppen am Siliciumatom, d. h. bei denen c = 0 ist, lassen sich durch vollständige Hydrolyse und völlige Kondensation von Aminoalkyltrialkoxysilanen herstellen, während Aminoalkylpolysiloxane, deren Z vorwiegend Alkoxygruppen am Siliciumatom sind, durch teilweise Hydrolyse und vollständige Kondensation des gleichen Silanausgangsmaterials dargestellt werden können.
  • Anderererseits lassen sich Aminoalkylpolysiloxane, deren Z vorwiegend Hydroxylgruppen am Siliciumatom sind, durch im wesentlichen vollständige Hydrolyse und teilweise Kondensation der gleichen Aminoalkyltrialkoxysilane herstellen. So läßt sich z. B. ein y-Aminopropylpolysiloxan mit Äthoxygruppen am Siliciumatom durch Hydrolyse von y-Aminopropyltriäthoxysilan mit einer zur Reaktion mit allen am Siliciumatom haftenden Äthoxygruppen des Ausgangssilans unzureichende Menge Wasser und nachfolgende Kondensation des Hydrolysats herstellen.
  • Geeignete Aminoalkylpolysiloxane der bifunktionellen Reihe, die auch cyclische und lineare Polysiloxane einschließen, haben folgende Struktureinheit: in welcher R2 und R obige Bedeutung haben. Es sind mindestens drei derartige Einheiten im Molekül, aber auch bis sieben bei den cyclischen Aminoalkylpolysiloxanen und noch höher bei den linearen Aminoallcylpolysiloxanen. Die cyclischen und linearen Aminoalkylpolysiloxane lassen sich durch Hydrolyse und Kondensation von Aminoalkylalkyldialkoxysilanen oder Aminoalkylaryldialkoxysilanen herstellen. Bei der Durchführung der Hydrolyse und Kondensation erhält man ein Produkt in Form eines Gemisches von cyclischen und linearen Polysiloxanen, aus denen das gewünschte Polysiloxan isoliert werden kann. Man kann z. B. als Grundierungsmittel cyclische Aminoalkylsiloxane, wie das cyclischeTetramere des 8-Aminobutylphenylsiloxans, verwenden. Beispiele für lineare Aminoalkylpolysiloxane für die erfindungsgemäße Grundierungen sind y-Aminopropylmethylpolysiloxan, y-Aminopropyläthylpolysiloxan, b-Aminobutylmethylpolysiloxan und y-Aminobutylmethylpolysiloxan.
  • Zu den erfindungsgemäß verwendbaren linearen Aminoalkylpolysiloxanen gehören die Polysiloxane mit einer bis drei endständigen, am Si-Atom gebundenen Alkyl-, Alkoxy- oder Hydroxylgruppen, z. B. ein y-Aminopropyläthylpolysiloxan, blockiert durch endständige Monoäthoxygruppen, oder ein 8-Aminobutylmethylpolysiloxan mit die endständigen Gruppen blockierenden Methyldiäthoxysilylgruppen oder ein durch eine Monoäthoxydimethylsilylgruppe endständig blockiertes y-Aminopropylphenylpolysiloxan. Die endgruppenblockierten linearen Aminoalkylalkylpolysiloxane und Aminoalkylarylpolysiloxane lassen sich durch Einstellung des Gleichgewichts von cyclischen Aminoalkylsiloxanen mit am Siliciumatom hängende Alkoxygruppen enthaltenden Siliciumverbindungen durch gemeinsame Hydrolyse und Kondensation von Trialkylalkoxysilanen mit Aminoalkylalkyldiäthoxysilanen oder Aminoalkylaryldiäthoxysilanen herstellen. Auch durch Erhitzen linearer oder cyclischer Aminoalkylpolysiloxane mit Wasser lassen sich lineare Polysiloxane mit endständigen Hydroxylgruppen gewinnen.
  • Die erfindungsgemäß verwendbaren mischpolymeren Aminoalkylpolysiloxane können die beiden Struktureinheiten aufweisen, in denen R2, R und b obige Bedeutung haben und e = 0, 1 oder 2 ist.
  • Mischpolymere mit trifunktionellen Aminoalkylsiloxan-Einheiten, bei denen b = 0 ist, und andere Siloxan-Einheiten enthalten, werden vorzugsweise durch gemeinsame Hydrolyse und gemeinsame Kondensation der entsprechenden Alkoxysilan-Ausgangsmaterialien hergestellt. Derartige Mischpolymere können am Siliciumatom gebundene Alkoxy- und/oder Hydroxylgruppen enthalten oder aus im wesentlichen völlig kondensierten Stoffen bestehen.
  • Die linearen und cyclischen mischpolymeren Siloxane lassen sich durch gemeinsame Hydrolyse und gemeinsame Kondensation der Monomeren oder durch getrennte Hydrolyse und Kondensation eines Aminoalkylalkyldialkoxysilans oder eines Aminoalkylaryldialkoxysilans mit einem Dialkyldialkoxysilan, einem Monoalkyl-monoalkenyl-dialkoxysilan, einem Monoaryl-monoalkenyl-dialkoxysilan, einem Monoalkylmonoaryl-dialkoxysilan oder einem Diaryldialkoxysilan zu den entsprechenden cyclischen Siloxanen umsetzen. Gemische solcher cyclischer Siloxane lassen sich dann in einer Gleichgewichtsreaktion in lineare Mischpolymere umwandeln. Diese können auch die Ketten abbrechende oder das Kettenenden blockierende Gruppen, z. B. Alkyl-, Alkoxy- oder Hydroxylgruppen, enthalten.
  • Die Metalle und Legierungen, auf die die polymeren Stoffe durch Behandlung mit den Aminoalkylsiliciumverbindungen aufgetragen werden können, sollen elektropositiver, d. h. edler als Natrium sein, z. B. Aluminium, Messing, Kupfer, Stahl, rostfreier Stahl, Magnesium, Nickel, Blei, Silber, Weißblech, Zinn, Titan und Zink.
  • In der Praxis wird die Oberfläche des zu überziehenden Metalls mit einem dichten dünnen Film einer Aminoalkylsiliciumverbindung versehen. Dieser Film kann gegebenenfalls vor dem Auftragen des Harzes gehärtet werden. Die Art des Auftrags der Aminoalkylsiliciumverbindung ist nicht entscheidend, und jede Methode kann angewendet werden, die den Auftrag eines dichten Films gewährleistet, z. B. Streichen, Tauchen, Sprühen oder Aufbürsten. Man kann Lösungen, Dispersionen in flüssigen Systemen oder unverdünnte Aminoalkylsiliciumverbindungen verwenden, aber auch Aerosole. Bevorzugt werden die Überzüge in Form von wäßrigen Lösungen oder Lösungen in polaren organischen Lösungsmitteln, z. B. Alkohol und Äther, aufgebracht. Die Grundiermittellösungen können unterschiedliche Mengen der Aminoalkylsiliciumverbindung enthalten. Mit guten Ergebnissen werden Zubereitungen verwendet, die etwa 4,0 bis 30,0 Gewichtsprozent enthalten, obwohl auch größere oder geringere Mengen der Aminoalkylsiliciumverbindung in dem Grundiermittel enthalten sein können.
  • Nach dem Auftragen der Aminoalkylsiliciumverbindung auf das Metall wird die Grundierung entweder durch Erhitzen auf Temperaturen von etwa 50 bis 150°C oder durch einfaches Trocknen an der Luft gehärtet.
  • Sobald der Grundanstrich der Aminoalkylsiliciumverbindung aufgetragen ist, kann man einen polymeren Stoff, wie er normalerweise auf die zu behandelnde Oberfläche aufgetragen wird, in üblicher Weise auftragen. Nicht in allen Fällen muß der Grundanstrich vor der Aufbringung des Schutzüberzuges gehärtet werden. Wenn der Überzug z. B. selbst bei höheren Temperaturen gehärtet wird, ist es unnötig, die Aminoalkylsiliciumverbindung vor dem Aufbringen des Elastomeren zu härten; enthält jedoch der Überzug Verbindungen, z. B. Lösungsmittel, die einen ungehärteten Grundanstrich lösen können, ist die Aminoalkylsiliciumverbindung vor der Aufbringung des Überzuges zu härten.
  • Die Stärke des Grundieranstrichs ist im allgemeinen nicht wesentlich, sie kann zwischen sehr dünn bis verhältnismäßig dick schwanken; bevorzugt wird zwischen etwa 0,25 und 2,5 #t, obwohl es notwendig sein kann, nur eine Stärke von 0,125 V, zu verwenden.
  • Folgende Beispiele sollen die Erfindung erläutern: Beispiel 1 Kupferbänder, 38X 152 cm, wurden mit einem alkalischen Reinigungsmittel gereinigt, mit Wasser gespült, getrocknet und dann in eine Lösung von y-Aminopropylsilikon in wasserfreiem Äthanol getaucht, aus der Lösung genommen und an der Luft getrocknet. Die Silikonlösung wurde hergestellt, indem man 50 g Wasser in ein Gemisch von 220 g y-Aminopropyl-triäthoxysilan und 130 g wasserfreiem Äthanol einrührte, und zwar innerhalb von 15 bis 20 Minuten. Danach wurde 30 Minuten unter Rückfluß gekocht. 1 Gewichtsteil der wasserhellen Lösung mit 5 Gewichtsteilen wasserfreiem Äthanol ergab die Silikonlösung.
  • Die an der Luft getrockneten, grundierten Kupferbänder wurde in einen Silikonlack, wie er für elektrische Isolierzwecke verwendet wird, getaucht, dies war eine Toluollösung mit 50 Gewichtsprozent Silikon, und zwar ein Methyl-phenyl-silikon mit 1,5 organischen Resten je Siliciumatom und 0,45 Phenylresten je Methylrest. Es wurde 2 Stunden zum Verdunsten des Lösungsmittels an der Luft stehengelassen, dann 2 Stunden bei 150°C und 16 Stunden bei 200°C zur Härtung des Überzugs erwärmt.
  • Nach 100 Stunden in einem 275°C heißen Ofen mit Luftzirkulation löste sich der Überzug von der Kupferoberfläche, diese war dunkel. Der Grundanstrich blieb jedoch auf dem Metall haften. Wenn dieser Lack entfernt wurde, blieb eine glänzend helle Metalloberfläche zurück, woraus die einwandfreie Haftung hervorgeht. Auch weitere 900 Stunden bei 275'C beeinflußten nicht die Haftung, die Kupferoberfläche blieb verhältnismäßig hell und unangegriffen. Bei Verwendung anderer Aminoalkylsiliciumverbindungen als Grundanstrich erzielte man gleiche Ergebnisse. Untersucht wurde eine 5gewichtsprozentige äthanolische Lösung von b-Aminobutylsilikon, ein Phenylsilikon-y-Aminopropylsilikon-Mischpolymerisat, ein Phenylsilikon-b-Aminobutylsilikon-Mischpolymerisat und ein b-Aminobutylmethylsilikon. Diese Produkte entsprachen den Substanzen C, D und E aus Beispiel 2.
  • Beispiel, Ein Metallband, 38x 152 cm, wurde durch kurzes Eintauchen in 18°/jge Salzsäure, Spülen mit Wasser, Abbürsten mit einem alkalischen Reinigungsmittel und erneutem Spülen mit Wasser gereinigt, dann in Aceton geschwenkt und an der Luft getrocknet. Eine 10 cm lange Probe davon wurde mit einer äthanolischen 5°/oigen Lösung eines Aminoalkylsilikons überzogen und dann 30 Minuten an der Luft getrocknet.
  • Folien eines Silikonelastomeren wurden hergestellt, indem ein Gemisch von 100 Teilen Dimethylsilikongummi, 40 Teilen Siliciumdioxyd und 1 Teil Benzoylperoxyd in 1 Teil eines Dimethylsilikonöls dispergiert über einen Zweiwalzenstuhl geführt wurde. Das Dimethylsilikon enthielt 0,35 Gewichtsprozent eines Vinyläthylsilikons als Modifiziermittel. Diese Masse wurde über die Oberfläche des Probestreifens gelegt und bei 3,4 atü 15 Minuten bei 175°C gehärtet. Bei guter Haftung wurde der überzogene Streifen 16 Stunden auf 250°C erhitzt und wieder die Haftung bestimmt. Das Silikonelastomere erlaubte eine Dehnung um 300 °/o und hatte eine Zugfestigkeit von 63,2 kg/cm2. Das Elastomere haftete nicht am Metall, wenn dieses nicht grundiert war. Die Haftung über dem Grundanstrich war immer ausgezeichnet. Auch nach einer Wärmebehandlung ließ sich nur der Teil des Elastomeren abziehen, der nicht über den Grundanstrich am Metall haftete.
  • Folgende Aminoalkylsiliciumverbindungen wurden als Grundierungsmittel verwendet: A. y-Aminopropyltriäthoxysilan H,N(CH,)sSi(OC,H5)s B. y-Aminopropylsilikon H,N(CH,)3Si0372, nach Beispiel l hergestellt, C. b-Aminobutylsilikon H,N(CH,)4Si03/2, hergestellt wie B, D. ein Mischpolymeres mit C,H,Si03;2- und H,N(CH,)Si03/2-Einheiten, hergestellt durch Einrühren von 100 g Wasser innerhalb von 15 bis 20 Minuten in eine Mischung von 1 Mol (240 g) Phenyltriäthoxysilan, 1 Mol (220 g) y-Aminopropyltriäthoxysilan und 260g wasserfreiem Äthanol, E. ein Mischpolymeres mit C,H5Si0312- und H,N(CH,)..Si03;,-Einheiten, hergestellt wie D, F. ein Mischpolymeres mit C,H,Si032- und H,N(CH,)4CH,SiO-Einheiten, hergestellt wie D, jedoch unter Verwendung von 1 Mol b Aminobutylmethyldiäthoxysilan anstatt des y-Aminopropyltriäthoxysilans, G. ein Mischpolymeres mit CH, = CHSi0"- und H2N(CH,)3Si0" 2 Einheiten, hergestellt wie D, jedoch unter Verwendung von Vinyltriäthoxysilan anstatt Phenyltriäthoxysilan. Diese Aminoalkylsiliciumverbindungen wurden auf verschiedene Metalle, wie Al, Pb, Sn, Mg, Ni, Ag, Ti und Stahl, aufgetragen und gewährleisteten eine gute Haftung des Elastomerüberzuges.
  • Beispiel 3 Eine Bleifolie, 38 cm X 10 cm, wurde mit Stahlwolle gereinigt, in Aceton geschwenkt, an der Luft getrocknet und teilweise in 5°/,ige äthanolische Lösungen von Aminoalkylsiliciumverbindungen getaucht. Als Silikonverbindungen fanden Phenylsilikon-b-aminobutylsilikon (E aus Beispiel,) und Phenylsilikon-y-aminopropylsilikon (D aus Beispiel,) Verwendung. Die Silikongrundierung wurde in 5 Minuten bei 150°C gehärtet. Eine Folie aus Polychloropren mit 6 g ditert.Butylperoxyd gehärtet, wurde auf den Bleistreifen aufgebracht und bei 155°C unter Druck gehärtet. An der Stelle der Grundierung konnte eine gute Haftung, nicht jedoch am blanken Metall festgestellt werden.
  • Beispiel 4 Es ist bekannt, daß polymere Vinylchloride unbefriedigende Schutzüberzüge für Stahl, Kupfer, Zink, Zinn und Legierungen dieser Metalle sind. Homopolymere des Vinylchlorids haften nicht an Stahl; Mischpolymere und Terpolymere werden häufig schwarz und brüchig und verlieren ihre Haftfähigkeit, wenn man sie 15 bis 20 Minuten bei 150'C und höher hält. Werden Metallstreifen mit Aminoalkylsiliciumverbindungen vor dem Aufbringen der Vinylharzüberzüge grundiert, so treten keine solchen Schwierigkeiten auf.
  • Stahl, 38 x 125 cm, wurde gereinigt, getrocknet und mit einer 5gewichtsprozentigen äthanolischen Lösung einer Aminoalkylsiliciumverbindung grundiert, diese 5 Minuten auf 150'C erwärmt und dadurch gehärtet. Danach wurde eine Lösung eines Vinylharzes aufgebracht, 1 Stunde bei 25'C an der Luft getrocknet und dann auf 150°C erwärmt.
  • Es wurden Prüf- und Vergleichsbleche ohne Grundierung untersucht. Grundierung: y-Aminopropylsilikon (B aus Beispiel,); Vinylharzlösung: hergestellt durch Solvatisieren 1 Gewichtsteils eines Mischpolymeren von 87 °/o Vinylchlorid und 13 °/o Vinylacetat mit 2 Gewichtsteilen Toluol und 2 Gewichtsteilen Methyl-isobutylketon. Der Vinylharzüberzug auf dem nicht grundierten Streifen wurde nach 22 Minuten bei 150°C schwarz, auf dem grundierten Streifen blieb er farblos. Das schwarze Harz ließ sich leicht abziehen, war spröde und zersetzte sich, der Stahl darunter war gelblichbraun geworden. Auf den grundierten Streifen blieb das Harz farblos und haftete fest, abgeschnittene Stücke waren biegsam, die Stahloberfläche hellglänzend und ohne Zeichen von Korrosion.
  • Abwandlung Grundierung: b-Aminobutylsilikon-phenylsilikon (E aus Beispie12); Vinylharzlösung: hergestellt durch Solvatisieren 1 Gewichtsteil eines Terpolymeren von 911/0 Vinylchlorid, 301, Vinylacetat und 60/, Vinylalkohol. Auch in diesem Fall war der Überzug ohne Grundierung schwarz und blätterte unter einer Schlageinwirkung von 86,5 kg/cm2 ab. Der Überzug auf Grundierung war farblos mit wenigen hellbraunen Flecken. Eine Schlageinwirkung von 92 cm - kg führte zu keiner Verletzung des Überzuges. Beispiel s 5gewichtsprozentige äthanolische Lösungen von y-Aminopropylsilikon (B des Beispiels 2) und der Mischpolymeren von y-Aminopropylsilikon und Phenylsilikon (D des Beispiels 2) wurden zur Grundierung von an der Luft getrockneten, mit einem alkalischen Reinigungsmittel behandelten Aluminium-, Kupfer-und Stahlstreifen verwendet. Die grundierten Streifen wurden 15 Minuten auf 150°C erhitzt und zusammen mit ungrundierten Prüfstreifen in eine Toluollösung von 40 Gewichtsprozent Polyäthylinethacrylsäureester getaucht, 11/Z Stunden an der Luft getrocknet und 80 Minuten bei 150°C gehärtet. Die Schlagfestigkeit dieser Überzüge, und zwar die Schlagenergie, die zum Verlust der Haftung führt, wurde bestimmt; die Ergebnisse sind in folgender Tabelle zusammengestellt.
    Die verbesserte Haftung bei Schlag- oder Stoßbelastung ist von besonderem Interesse im Hinblick auf die ausgedehnte Verwendung von Polyacrylsäureesterharzen in Lacken für die Automobilkarosserie. Ähnliche Ergebnisse wurden erhalten, wenn ein Nitrocelluloselack auf mit obigen Aminoalkylsiliciumverbindungen grundierten Stahl, Aluminium oder Kupfer aufgetragen wurde.
  • Beispiel 6 Wie oben beschrieben wurden mit einem alkalischen Reinigungsmittel behandelte Stahlstreifen mit einer 5°/jgen äthanolischen Lösung von y-Aminopropylsilikon-phenylsifkon (D des Beispiels 2) grundiert, an der Luft getrocknet und 5 Minuten bei 150°C gehärtet. Grundierte und nicht grundierte Streifen wurden dann in Epoxyharz-Systeme eingetaucht, an der Luft getrocknet und 2 Stunden bei 150°C sowie 1 Stunde bei 200°C gehärtet.
  • Als Epoxyharz-Systeme wurden Anstrichmitteln auf der Basis von Epoxyharz, phenolisch modifiziertem Epoxyharz und folgende Epoxysilikonharzlösung verwendet: Eine Mischung von 60 Molprozent C6HSSi(OC2H5)3, 20 Molprozent (CH3)2Si(OC2H5)z und 20 Molprozent (C"H5)2Si(OC2I-I5)1 wurde teilweise hydrolysieri und ergab ein Silikonharz mit einem Restgehalt von 20 °/o Äthoxygruppen. Resorcin wurde in einer Menge von 0,855 Mol pro Äquivalent (OC2H5) zugegeben, das ganze zur Entfernung von Äthanol auf 195 bis 205'C erhitzt. Es wurde dieses Polymere einem mit der Verbindung gemischt, und zwar derart, daß auf 1 (OH)-Äquivalent des Polymeren 1 Epoxyäquivalent kommt. Dieses Gemisch wurde auf 50 °/o Feststoffe mit einer Mischung gleicher Teile Toluol und Isophoron verdünnt. 0,1 Gewichtsprozent Piperidin, bezogen auf Feststoffe, wurde als Katalysator zugegeben.
  • Nach dem Härten wurde auf den Streifen der Schutzüberzug mit einer Stahlspachtel aufgetragen und 36 Stunden einer Atmosphäre 100 °/o relativer Feuchte bei 70°C ausgesetzt. Die nicht grundierten Vergleichsstreifen wiesen eine erhebliche Korrosion an den Ecken der Platte und entlang der Markierung auf. Die grundierten Platten zeigten an beiden Stellen nur eine sehr geringe Korrosion.

Claims (6)

  1. Patentansprüche: 1. Verwendung von Aminoalkylsiliciumverbindungen, welche die Gruppe enthalten, in der R ein zweiwertiger, mindestens drei Kohlenstoffatome enthaltender Kohlenwasserstoffrest und R' ein Wasserstoffatom, ein Kohlenwasserstoffrest oder der Rest R - Si - ist und mindestens eine freie Valenz des Siliciumatoms über ein Sauerstoffatom mit einem Alkylrest oder über eine Si0-Bindung mit einem Siliciumatom verbunden ist, während die restlichen freien Valenzen der Siliciumatome mit Kohlenwasserstoffresten verknüpft sind, als Grundierungsmittel für Metalle, wobei als Deckschicht eine polymere Substanz, insbesondere ein natürliches Harz, ein hitzehärtbares synthetisches Harz, ein thermoplastisches synthetisches Harz oder eine synthetische elastomere Substanz dient.
  2. 2. Verwendung von Aminoalkylsiliciumverbindungen nach Anspruch 1, bestehend aus Aminoalkylalkoxysilanen der allgemeinen Formel in der R die obige Bedeutung besitzt, R2 ein Alkyl-, Alkenyl- oder Arylrest, X eine Alkoxygruppe darstellt und b = 0 oder 1 oder 2 ist.
  3. 3. Verwendung von Aminoalkylsiliciumverbindungen nach Anspruch 1, bestehend aus einem Aminoalkylpolysiloxan mit Einheiten der allgemeinen Formel in der R die obige Bedeutung besitzt, R2 ein Alkyl-, Alkenyl- oder Arylrest und b = 0, 1 oder 2 ist.
  4. 4. Verwendung von Aminoalkylpolysiloxanen nach Anspruch 3, in welchen b = 1 ist und mindestens drei Einheiten im Polysiloxan vorliegen.
  5. 5. Verwendung von Aminoalkylpolysiloxanen nach Anspruch 3 oder 4, welche noch Einheiten der Formel enthalten, in der e = 0, 1 oder 2 bedeuten kann.
  6. 6. Verwendung von Aminoalkylsiliciumverbindungen nach Anspruch 1, bestehend aus einem Polysiloxan, das eine Einheit der allgemeinen Formel enthält, in der R die obige Bedeutung besitzt, Z einen Hydroxyl- oder Alkoxyrest darstellt und c = 0 oder eine Zahl kleiner als 2 ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Belgische Patentschrift Nr. 544 556; französische Patentschrift Nr. 1117 543; USA.-Patentschriften Nr. 2 738 357, 2 754 312.
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