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DE1238318B - Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung oelhaltiger Pflanzenprodukte - Google Patents

Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung oelhaltiger Pflanzenprodukte

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Publication number
DE1238318B
DE1238318B DEW31315A DEW0031315A DE1238318B DE 1238318 B DE1238318 B DE 1238318B DE W31315 A DEW31315 A DE W31315A DE W0031315 A DEW0031315 A DE W0031315A DE 1238318 B DE1238318 B DE 1238318B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
temperature
zone
steam
mass
product
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEW31315A
Other languages
English (en)
Inventor
La Von G Wenger
Louis Wenger
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Wenger Manufacturing LLC
Original Assignee
Wenger Manufacturing LLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Wenger Manufacturing LLC filed Critical Wenger Manufacturing LLC
Publication of DE1238318B publication Critical patent/DE1238318B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K40/00Shaping or working-up of animal feeding-stuffs
    • A23K40/25Shaping or working-up of animal feeding-stuffs by extrusion
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23KFODDER
    • A23K40/00Shaping or working-up of animal feeding-stuffs
    • A23K40/20Shaping or working-up of animal feeding-stuffs by moulding, e.g. making cakes or briquettes
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A23FOODS OR FOODSTUFFS; TREATMENT THEREOF, NOT COVERED BY OTHER CLASSES
    • A23LFOODS, FOODSTUFFS OR NON-ALCOHOLIC BEVERAGES, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; PREPARATION OR TREATMENT THEREOF
    • A23L11/00Pulses, i.e. fruits of leguminous plants, for production of food; Products from legumes; Preparation or treatment thereof
    • A23L11/30Removing undesirable substances, e.g. bitter substances
    • A23L11/31Removing undesirable substances, e.g. bitter substances by heating without chemical treatment, e.g. steam treatment, cooking

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Description

  • Verfahren zur kontinuierlichen Behandlung ölhaltiger Pflanzenprodukte Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Behandlung von ölhaltigen Pflanzenprodukten, wie Sojabohnen, Feldbohnen oder Felderbsen oder auch Samen, welche wachstumshemmende Stoffe enthalten, wobei die- Hemmstoffe wirksam zerstört werden, so daß die Produkte an zahlreiche Tierarten verfüttert werden können.
  • Es ist seit einiger Zeit bekannt, daß bestimmte öl- haltige Agrikulturprodukte Stoffe enthalten, welche als Wachstumshemmstoffe wirken, wenn die Produkte an gewisse Tiere oder auch Menschen verabreicht werden. Rohe Sojabohnen können z. B. nicht an Hühnchen oder Schweine sowie an junge Kälber verfüttert werden wegen eines Wachstumshemmstoffes in den Rohbohnen, von dem bekannt ist, daß er die Aktivität des Trypsins im Verdauungssysteni der Tiere hemmt und infolgedessen die Wachstumsgeschwindigkeit dieser Tiere vermindert. über längere Zeit durchgeführte Untersuchungen zeigten, daß der Wachstumshemmstoff zerstört oder herabgedrückt werden kann, wenn man das Mehl vor seiner Verfütterung an Geflügel, Schweine oder junge Kälber kocht.
  • Trypsin ist ein proteolytisches Enzym des Pankreaisaftes, welches Proteine in Peptone überführt. Der in den ungekochten Sojabohnen enthaltene Wachstumshemmstoff zerstört dabei teilweise die Fähigkeit von Geflügel, Schweinen, jungen Kälbern (unter einem Jahr) und anderen ähnlichen Tieren, das Protein so vollständig wie möglich in verdauliche Peptone zu überführen. Um den in rohen Sojabohnen enthaltenen Wachstumshemmstoff zu zerstören, erwies es sich deshalb als notwendig, die Bohnen vor ihrer Verwendung für Futterzwecke zu kochen.
  • Unter dem hier verwendeten Ausdruck »Wachsturnshemmstoff « sind solche Substanzen zu verstehen, welche in ölhaltigen Agrikulturprodukten enthalten sind und so wirken, daß sie einen bestimmten Ernährungsfaktor für das Tier nicht verfügbar machen, oder einen spezifischen Wachstumsfaktor nachteilig beeinflussen, z. B. eine Modifizierung von basischen Aminosäuren, wie Methionin, Cystin und ähnlichen Substanzen, bewirk-en, oder einen antienzymatischen Effekt, z. B.- auf -Trypsin ausüben. Der Ausdruck »Bohnen« soll gleichzeitig auch Samen umfassen.
  • Außer Sojabohnen enthalten auch Feldbohnen und Felderbsen, welche die vorstehend aufgeführten Bedingungen im Hinblick auf die Definition eines wachstunishemmenden Stoffes erfüllen. Untersuchungen zeigten, daß die in Feldbohnen und Felderbsen enthaltenen Wachstumshemmstoffe ebenfalls durch Kochen oder Erhitzen bei einer vorbestimmten Temperatur unterdrückt oder zerstört werden können.
  • Die Behandlung von Sojabohnen, Feldbohnen und Felderbsen zwecks Eindämmung oder Beseitigung der Wachstumshenunstoffe ist jedoch mit Schwierig keiten verbunden. Falls nämlich die Erwärmung oder das Kochen der Rohprodukte zu kräftig erfolgt, wird deren Nährwert bedeutend vermindert, jedoch ist es notwendig, die Temperatur der Produkte auf eine ausreichende Höhe zu bringen, um den wachstumshemmenden Stoff, der in den ölhaltigen Substanzen enthalten ist, wirksam zu zerstören. Weiterhin ist es notwendig, wenn die Produkte als Futter für Tiere dienen sollen, daß die Kosten der Behandlung der ölhaltigen Produkte auf einem Minimum gehalten werden. Einzelansatzverfahren zum Kochen der Produkte wurden angewandt, jedoch sind dieselben zu kostspielig, um in technischem Maßstab wirtschaftlich durchgeführt werden zu können, und sie benötigen außerdem die Verwendung einer relativ großen, teuren Vorrichtung.
  • Die Wasserdampfbehandlung von Sojabohnen, Sojamehl od. dgl. bei 120' C nicht übersteigenden Temperaturen ist an sich bekannt, ebenso auch die kontinuierliche Bewegung des zu behandelnden Produktes auf einem bestimmten Transportweg.
  • Beispielsweise wurden Sojabohnen in einem geschlossenen eisernen Gefäß so kurze Zeit (etwa 10 bis 12 Minuten) der Einwirkung von über 90 bis 1001 C heißem Wasserdampf, insbesondere von gesättigtem Dampf, ausgesetzt, daß sie unter Erhaltung der Beschaffenheit der Eiweißstoffe nur ganz geringe Mengen Wasser aufnehmen, worauf eine Trocknung des behandelten Gutes erfolgte, zweckmäßig durch Vakuum. Die erhaltenen mahlharten Bohnen sollen sich dann leicht schälen lassen (deutsche Patentschrift 406 170).
  • Ein anderes bekanntes, chargenweise durchgeführtes Verfahren besteht in der Dampfbehandlung von Sojamehl unterhalb von 120' C während weniger als einer halben Stunde (10 bis 15 Minuten), gegebenenfalls in Gegenwart von die Neutralisation des Antitrypsinenzyms beschleunigenden Stoffen, wie Mg0 oder MgS04. Nach der Trocknung des behandelten Gutes erfolgt noch ein leichtes Dörren oder Rösten bei 1101 C. Nach dieser Behandlung soll das Sojamehl seinen bitteren Geschmack verloren haben und einen leichten Nußgeschmack besitzen (französische Patentschrift 1141860).
  • Dieses Verfahren kann auch so ausgeführt werden, daß der Wasserdampfbehandlung eine thermische Schockwirkung bei 100 bis 1101 C während 15 bis 20 Minuten vorausgeht. Hierbei werden die gegebenenfalls enthäuteten und entölten Sojabohnen durch einen indirekt beheizten Behälter mittels einer waagerecht angeordneten Zerteil- und Transportschnecke geschleust, worauf die kurz erhitzte Masse durch eine Zuführungsleitung in einen darunter angeordneten, indirekt beheizten Autoklav mit senkrechter Zerteil-und Transportschnecke gelangt, in den Wasser eingedüst wird. Die den Autoklav von oben nach unten durchwandernden Sojabohnen treten an dessen unterem Ende aus und können dann einer Zerkleinerungsanlage zwecks Herstellung von Sojamehl zugeführt werden (französische Zusatzpatentschrift 68002).
  • Nach einem weiteren bekannten Verfahren wird bereits mittels Lösungsmitteln von dem öl befreites Sojabohnenmehl in einer mit Bodeneinsätzen versehenen Kolonne in der oberen Zone mit einer solchen Menge Wasserdampf unterhalb 100' C behandelt, daß das restliche Lösungsmittel entfernt und die Masse gleichzeitig auf einen Feuchtigkeitsgehalt von 14 bis 30 % und darilber gebracht wird. über die Behandlungszeit ist nur angegeben, daß diese so bemessen wird, daß die Feuchtigkeit gleichmäßig in den Flockenpartikeln verteilt ist. In dem Maße, wie die feuchten Flocken nach unten wandern, wird die Temperatur auf über 1001 C gesteigert, um das Mehl in üblicher Weise zu rösten, z. B. bei Temperaturen von etwa 110 und 1301 C, jedoch nicht mehr als 1501 C (USA.-Patentschrift 2 776 894).
  • Schließlich wurden bereits Baumwollsamenprodukte, insbesondere Baumwollsamenöl, mit 0,1 bis 311/o eines Amids, wie Harnstoff, Biuret, Acetamid, Propionamid oder Salicylamid, und Wasser bei Temperaturen zwischen etwa 85 und 1201 C während einiger Minuten, aber auch bis zu 2 Stunden, behandelt. Hierbei handelt es sich um einen speziellen Prozeß der Verarbeitung von Samen und Bohnen zu entölten Mehlprodukten unter Einschaltung einer Behandlung der dabei gewonnenen ölartigen Substanzen zwecks Entfernung der gummiartigen Stoffe aus den extrahierten ölen. Die verwendeten Amidverbindungen sind ausschlaggebend für den Grad des Entgiftungseffektes (USA.-Patentschrift 2 958 600). Es wurde nun gefunden, daß die.bekannte Dampfbehandlung von nicht entölten Sojabohnen in einem Autoklav bei durchschnittlich 100'C während etwa 1.0 Minuten und länger infolge des auftretenden hohen Druckes eine ernste Schädigung der in, den Bohnen enthaltenen Nährstoffe bewirkt.
  • In noch höherem Maß gilt dies auch für die trokkene thermische Schockbehandlung von mittels einer Zerteil- und Transportschnecke durch einen Behälter geleiteten entölten Sojaprodukten bei 100 bis 1101C während 15 bis 20 Minuten und die angeschlossene Wasserdampfbehandlung der bewegten und transportierten Masse in einem Autoklav und für die Wasserdampfbehandlung von Sojamehl im Autoklav bei einer Temperatur von etwa 1lO'C während fast einer halben Stunde und anschließender Trocknung.
  • Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren wird nun mit Rücksicht auf die hohe Empfindlichkeit der in den unbehandelten, also noch ölhaltigen Pflanzenprodukte, insbesondere Sojabohnen, Feldbohnen oder Erbsen, enthaltenen Nährstoffe gegen Hitze- und Druckeinwirkung die vollständige bzw. fast vollständige Zerstörung der das Wachstum von damit gefütterten Tieren hemmenden Stoffe einerseits durch Beschränkung der gesamten Behandlung auf nur etwa 3 bis 3'/2 Minuten und durch kontinuierliche Bewegung des Gutes durch zwei Zonen von unterschiedlicher Temperatur und Einwirkungsdauer andererseits erreicht.
  • Das Verfahren nach der Erfindung ist somit dadurch gekennzeichnet, daß das, gegebenenfalls grob vorgemahlene, aber sonst unbehandelte Pflanzenprodukt kontinuierlich, vorzugsweise unter ständiger Durchmischung bzw. Umwälzung, innerhalb eines Zeitraumes von 21/2 bis 3 Minuten durch eine erste Zone, in der es unter Einführung von Wasserdampf auf 95 bis 100'C vorerhitzt wird, geleitet wird, worauf die Masse unmittelbar in eine zweite Zone über- und durch diese hindurchgeführt wird, in der die Temperatur unter gleichzeitiger Drucksteigerung auf etwa 1201 C erhöht und höchstens nur 30 Sekunden auf diese Temperatur gehalten wird, worauf die erhaltenen Preßstränge gekühlt, zerschnitten, zerkleinert oder gemahlen werden.
  • Zweckmäßig wird die in die erste Zone eingeleitete Wasserdampfmenge so bemessen, daß der Feuchtigkeitsgehalt der Masse um etwa 5 bis 10% erhöht wird.
  • Die Temperaturerhöhung in der zweiten Zone kann auch allein durch die Steigerung des Druckes erzielt werden.
  • Es ist auch möglich, die ständig durchgemischte und umgewälzte Masse während ihres Durchganges durch die zweite Zone zunächst ohne Temperaturerhöhung mit Wasserdampf zu behandeln und anschließend die Temperatur durch Drucksteigerung auf 1201 C zu erhöhen.
  • Es ist außerdem auch noch sehr zweckmäßig, die aus der zweiten Zone austretende Masse einer plötzlichen Druckentlastung zu unterwerfen.
  • Wesentlich und unterschiedlich gegenüber den bekannten Verfahren ist die erfindungsgemäße Zweizonenbehandlung des bewegten Gutes in unmittelbarer Folge durch eine Wasserdampfvorbehandlung in einem sehr begrenzten Temperaturbereich von 95 bis 1001 C und durch eine Temperatursteigerung in einer zweiten Zone auf etwa 120' C bei gleichzeitiger Drucksteigerung bzw. auch nur durch Drucksteigerung, bei einer Einwirkungsdauer von höchstens 30 Sekunden und bei einer Gesamtbehandlungsdauer von nur 180 bis 210 Sekunden und schließlich durch die sich anschließende Kühlung, die sehr rasch durch plötzliche Druckentlastung erzielt werden kann. Dieses Verfahren zeichnet sich durch Einfachheit und kurze Behandlungsdauer aus, abgestimmt auf die Empfindlichkeit der wertvollen Nährstoffe, aber ausreichend zur praktisch fast vollständigen Zerstörung der Wachstumshemmstoffe. Dieses Ziel ist durch die bekannten Verfahren nicht zu erreichen, weil die Einwirkungsdauer bei der Chargenarbeit zu lange und beim kontinuierlichen Arbeiten nicht die Zweizonenbehandlung hinsichtlich der Temperaturen und der Einwirkungsdauer eingehalten werden.
  • Zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens eignet sich besonders eine Vorrichtung, die im wesentlichen aus einer mit einem von Wasserdampf durchströmten Mantel versehenen Strangpresse besteht, die in zwei oder auch drei Kammern unterteilt und mit Transport- bzw. Mischschnecken und Dampfzuführungsorganen ausgerüstet ist, z. B. eine Expandier-Pelletier-Mühle, die in neuartiger Weise einen konischen Teil als zweite Zone mit Austrittsdüse und rotierenden Flügeln besitzt. Dieser konische Teil ist so angeordnet, daß sein engeres Ende als Auslaß dient, so daß der Druck auf die Produkte allmählich und fortschreitend sich steigert, wenn die Produkte durch das konische Werkstück geführt werden. Dadurch werden eine allmähliche und fortschreitende Steigerung der Temperatur der ölhaltigen Substanzen, eine gleichmäßige übertragung der indirekt zugeführten Wärine und eine erhebliche Drucksteigerung erreicht.
  • Die Zeichnung zeigt ein Beispiel der Vorrichtung zur Durchführung des Verfahren nach der Erfindung. Fig. 1 ist eine Teilansicht von der Seite gesehen; F i g. 2 ist ein Endaufriß nach F i g. 1; F i g. 3 ist ein vergrößerter Querschnitt längs der senkrechten Linie 3-3 der F i g. 1; F i g. 4 ist eine vergrößerte Teilansicht von der Seite her gesehen ähnlich der F i g. 1, wobei Teile weggebrochen und im Schnitt gezeigt sind; F i g. 5 ist ein Längsschnitt, wobei das Schnittbild längs der Linie 5-5 von F i g. 1 genommen wurde; F i g. 6 ist ein Querschnitt längs der Linie 6-6 von F i g. 5, wobei Teile weggebrochen und im Schnitt gezeigt sind.
  • Die Vorrichtung 8 nach der Zeichnung besitzt einen Trichter 10 zur Einführung des zu behandelnden Gutes in das mit einer Isolierung 16 umgebene Gehäuse 12, und zwar in das langgestreckte horizontale Rohr 14. Eine Schneidflügelschnecke 18, die von einer Welle 20 durch eine geeignete Antriebskraft, beispielsweise einem Elektromotor 22, der am Gehäuse 12 befestigt ist und der -über Ketten- und Rädervorgelege 24 mit der Welle 20 verbunden ist, mit einer bestimmten Geschwindigkeit angetrieben wird, wälzt das Gut unter gleichzeitigem Transport nach dem anderen Ende der Schnecke um. Die Schnecke 18 ist am äußeren Umfang ihrer Schnekkenwindungen mit einer Reihe von in Abständen angebrachten Kerben 26 ausgestattet, damit sie als Schneidflügelförderer wirkt.
  • Das Gut gelangt dann in ein zweites Rohr 28 innerhalb des Gehäuses 12, das aber unterhalb des Rohres 14 und parallel zu diesem angebracht und gleichfalls mit einem SchneckenfÖrderer 30 ausgestattet ist, der durch den Antriebsmotor 22 über Ketten- und Rädervorgelege 32 angetrieben wird. Das Gut fällt vomi Ende des Rohres 14 in das Rohr 28, in dem es in entgegengesetzter Richtung zu dem Auslaßstutzen 34 (F i g. 4) bewegt wird, welcher wiederum mit einem. darunter befindlichen, wesentlich kürzeren, normaler-, weise horizontalen Rohr 36 verbunden ist. Der Auslaßstutzen 34 liegt direkt unterhalb des Trichters 10-und senkrecht zu den Rohren 14 und 28. Das Rohr 36 enthält eine Mischvorrichtung 38, die mit mehreren Flügeln 40 ausgestattet ist, die sich radial von ihrer Welle 42 erstrecken. Die Welle 42 wird über Riemen- und Scheibenvorgelege 44, die mit einem Elektromotor 46 gekuppelt sind, angetrieben. Rohr 36 steht mit dem Einlaß 48 (F i g. 5) eines Expandier-Tablettier-Kopfes 50 in Verbindung und soll lösbar mit dem Gehäuse 12 verbunden sein. Eine Leitung 52 dient zur Verbindung von Rohr 36 mit dem Einlaßstutzen 48, durch den das Produkt aus der Verbindung 52 seitlich in den Kopf 50 gefördert wird.
  • Das rohrfönnige Gehäuse 54 des Kopfes 50 besteht aus einem mittleren Abschnitt 56, mit dem Einlaß 48 als feststehendem Teil und zwei Endabschnitten 58 und 60. In den Abschnitten 56 bzw. 58 sind Riffelungen 61 und 63 vorgesehen, die sich in deren Längsrichtung und um den gesamten Umfang ihrer Innenfläche herum erstrecken. Geeignete Feststellschrauben 62 verbinden die Abschnitte 56 und 60 Ende an Ende anstoßend. Eine kreisförmige, ausgeschnittene Klammer 64 umgibt die Abschnitte 56 und 58 und verbindet diese dadurch lösbar miteinander. Der Abschnitt 56 enthält in koaxialer Stellung eine relativ lange Schnecke 66 sowie eine etwas kürzere Schnecke 68, während das konische Ende oder der Kopfabschnitt 58 mit einer konischen Schraube 70 versehen ist. Diese drei Schnecken werden durch eine Welle 72 angetrieben, die durch den Abschnitt 60 und durch ein Gehäuse 74 hindurchgeht zur Verbindung mit einem Antriebsmotor 76 über Riemen- und Scheibenvorgelege 78.
  • Die Welle 72 ist bei 80 innerhalb des Endabschnittes 60 gelagert. Dichtungen 82 und 84 umgeben die Welle 72 in dem Endabschnitt 60, um ein Herauslecken von Schmiermittel auszuschließen. Eine weitere Drehdichtung 86 auf der Welle 72 ist innerhalb der Endplatte 88 des Hauptabschnittes 56 verzapft, wobei die Endplatte 88 auch die Feststellvorrichtungen 62 aufnimmt.
  • Eine zentrale Antriebswelle 90 für die Schnecken 66, 68 und 70, die mit der Welle 72 verbunden ist, und diese innerhalb des Abschnittes 56 umfaßt, ist ferner von der rohrförinigen Welle 92 der Schnecke 66 umgeben. Die Schnecke 68 umgibt auch die Welle 90, und diese erstreckt sich in ein Ende des Kernes 94 der Schnecke 70. Die Welle 90 weist in Längsrichtung verlaufende Keilnuten 96 auf, mit denen sie mit sämtlichen Schnecken 66-, 68 und 70 gekuppelt ist.
  • Eine die Welle 90 umschließende Trennscheibe 98 mit mehreren in Umfangsrichtung verteilt liegenden Düsenöffnungen 99 (F i g. 6) ist lösbar zwischen den Abschnitten 56 und 58 angeordnet und sitzt mit einer Lagerbuchse 100 auf einer Buchse 101, die auf die Welle 90 aufgekeilt ist. Ein Mitnehmer 102 auf der Welle 90, anstoßend an das äußere Ende des Ab- schnittes 54, ist zwischen den Buchsen 100, 101 und dem ihnen zugekehrten Ende der Schnecke 68 angeordnet. Eine Düse 104 mit mehreren öffnungen 106 ist lösbar an dem äußeren freien Ende des konischen Zapfenabschnittes 58 mittels einer Klammer 108 angebracht und umschließt das zapfenartige Ende110 des Kernes 94. Ein Aggregat von Messem 112, auf dem das zapfenartige Ende 110 zur Mitnahme beim Drehen aufgezapft ist, ist mit mehreren Flügeln 114 versehen, die mittels Federungen 116, die einen Teil der Anordnung 112 bilden, gegen die äußere Oberfläche der Düse 104 geneigt gehalten werden, wobei sich die Flügel 114 selbstverständlich kontinuierlich über die Düsenöffnungen 106 gegenüber der festgestellten Düse 104 drehen.
  • Der Vorkonditionierer enthält die in dem Gehäuse 12 vorgesehene Zweistufendampfzuführung und das Mischkonditionierrohr oder den Zylinder 36. Dia Dampfeinlässe 118 und 120 sind mit den Rohren 14 und 28 verbunden. Die Dampfeinlässe 122 und 124, die mit dem Gehäuse 12 verbunden sind, dienen zur Einführung von Dampf in das Innere des Gehäuses 12 außerhalb der Rohre 14 bzw. 28.
  • In ähnlicher Weise wird Dampf in den Zylinder 36 durch den Einlaß 126 und in das diesen umgebende Leergehäuse durch die Dampfzuleitung 128 (F i g. 1) eingeführt.
  • Der Kopf 50 ist in gleicher Weise mit Vorrichtungen zur Erwärmung des zu behandelnden Gutes versehen, nämlich einen Dampfeinlaß 134 in den Mantel des Abschnittes 56 des Gehäuses 54. In gleicher Weise ist ein Dampfeinlaß 136 im hohlen Mantel des Abschnittes 58 vorgesehen, so daß der Dampf um den konischen Abschnitt 58 herum geführt werden kann. Die Mäntel 138, 140 und 142 um den Zylinder 36, den Abschnitt 56 bzw. den Abschnitt 58 enthalten Dampf, und das Gehäuse 12, das wie in F i g. 3 gezeigt konstruiert ist, dient als Mantel für die Rohre 14 und 28. Für sämtliche Mäntel sind Rückführöffnungen für Dampfkondensat vorgesehen, beispielsweise bei 134 a und 136 a (F i g. 1 und - 4) für die Mantelräume 134 und 136. In dem Gehäuse 12 sind Bedienungstüren 144 und 146 vorgesehen, um einen Zugang zu den Rohren 14 bzw. 28 zu ermöglichen.
  • Das ölhaltige Ausgangsgut wird nach Einführen durch den Trichter 10 kontinuierlich von der Schnecke 18 durch das Rohr 14 in das Rohr 28, in diesem durch die Schnecke 30 in den Zylinder 36 (Mischkonditionierrohr) in den Mischer 36, von diesem durch Leitung 52 über den Stutzen 48 in den Kopf 50 bewegt, aus dem das behandelte Gut durch die Düse 104 austritt. Ob das Produkt in dem Vorkonditionierer stoßweise bewegt werden soll oder nicht, hängt von den Arbeitsbedingungen und der Art des zu behandelnden Produktes ab. In jedem Fall ist jedoch zu beachten, daß die Durchsatzgeschwindigkeit so geregelt wird, daß die Steigerung der Temperatur auf die gewünschte Höhe in der Mindestzeit bewirkt wird.
  • In dem durch die Rohre 14 und 28 dargestellten Vorkonditionierer erfolgt die Steigerung der Temperatur in dem Produkt in der Mindestzeit durch Ein- i führen des Dampfes über die Einlässe 118 und 120 in solcher Menge, daß keine übermäßige Steigerung seines Feuchtigkeitsgehaltes eintritt. In der Praxis wurde gefunden, daß der Feuchtigkeitsgehalt des Produktes nicht um mehr als 5 oder 100/ch über denjenigen Feuchtigkeitsgehalt gesteigert werden soll, mit dem das Produkt in den Trichter 10 eingeführt wird. Deshalb werden die Schnecken 18 und 30 mit einer solchen Geschwindigkeit betrieben, daß das Produkt auf eine Temperatur zwischen etwa 95 und 1001C ge-, bracht wird, bevor die erwärmte Masse durch den Einlaßstutzen 34 in die Mischkonditionierkammer 36. geleitet wird. Zur Steigerung der Temperatur des Produktes innerhalb der Rohre 14 und 28 sind noch weitere Faktoren zu beachten, z. B. die Wärmeeinwirkung der Dampfmäntel innerhalb des Gehäuses 12, die die Außenflächen der Rohre 14 und 28 umgeben, die sowohl zur Vermeidung von Wärmeverlusten aus dem Produkt selbst nach außen als auch zur Wärmeabgabe zwecks Unterstützung bei der Steigerung der Temperatur des Gutes dienen sollen.
  • In dem Misch- und Konditionierzylinder 36 ist eine rasche und gründliche Bewegung des Gutes gewährleistet, so daß alle Teilchen desselben sich praktisch auf der gleichen Temperatur befinden. Die Ausführung des Zylinders 36 ist derart, daß das behandelte Gut, wenn es in den Kopf 50 gelangt, annähernd die gleiche Temperatur besitzt wie die in den Zylinder 36 durch den Stutzen 34 eintretende Masse. Vorzugsweise wird in den Zylinder 36 Dampf durch den Einlaß 126 eingeleitet zwecks Wärmezufuhr zur Aufrechterhaltung der Temperatur des Produktes auf der gewünschten Höhe. Der Dampfmantel 138, der das Rohr 36 umgibt, dient zur Vermeidung eines Wärmeverlustes innerhalb des Zylinders 36. In bestimmten Fällen kann durch ihn die Temperatur des Produktes geringfügig erhöht werden, wenn dieses durch den Mischer 38 und durch den Zylinder 36 gefördert wird. Die Flügel 40, die sich in ihrer Höhe von der der Schneckengänge der Schnecken 18 und 30 unterscheiden, mischen das Produkt gründlich durch und gewährleisten auch dessen innige Vermischung mit dem Dampf, damit die Produktmasse mit einer einheitlichen Temperatur in den Kopf 50 eintritt.
  • Die Temperatursteigerung des Gutes ist auch teilweise auf die mechanische Reibung zurückzuführen, die sich aus den Drücken ergibt, die notwendigerweise auf das Produkt ausgeübt werden, um seine Bewegung durch die verschiedenen zylindrischen Kammern mittels der Schnecken 26 und 28 sowie durch den Mischer 38 zu erzwingen. Nach der Vermischung und Mischung des Gutes innerhalb des Rohres 36 durch den Mischer 38 wird das Produkt dann bei einer Temperatur von etwa 951 C durch den Stutzen 48 in den Kopf 50 übergeführt, wobei die Schnecken 66 und 68 das Produkt seitlich gegen den konischen Abschnitt 58 schieben.
  • Nach der Einführung des erwärmten Gutes in den Kopf 50 aus dem Zylinder 36 schiebt die Schnecke 66 die Masse gegen die Düse 104 und bewirkt dadurch eine Zusammendrückung des Produktes unter relativ hohem Druck. Daran anschließend steigert durch eine noch unterschiedliche Höhe in der Schnecke 68 diese den Druck und infolgedessen liegt die Temperatur des Produktes noch höher, bevor es durch die Düsenöffnungen 99 in den konischen Ab- schnitt 58 eintritt. Während der gesamten Durchsatzzeit wird die Temperatur des Produktes durch den Dampf erhöht, der kontinuierlich in den Mantel 140 durch den Einlaß 134 eingeführt wird. Die Trennscheibe 98 dient dazu, einen Druckverlust in dem Abschnitt 58 durch Rückdruck auszugleichen, der sonst eine umgekehrte Bewegung des Produktes verursachen oder dessen kontinuierliches Vorwärtsbewegen hindern würde. Außerdem dient der Mitnehmer 102 dazu, das Produkt kontinuierlich, einheitlich und ohne Klumpenbildung oder wesentliche Verminderung der kontinuierlichen Fortbewegungsgeschwindigkeit durch die Trennscheibe 98 zu fördern.
  • Schließlich wird in dem Abschnitt 58 auf Grund dessen konischer Ausbildung und der konischen Form der Schnecke 70 die Masse zusätzlich kräftig zusammengedrückt, wenn sie die Düse 104 erreicht, da die Fördergeschwindigkeit in dem Abschnitt 58 durch die Trennscheibe 98 einheitlich bleibt und die Ausstoßung aus dem Abschnitt 58 stets durch die Düse 104 behindert ist. Beispielsweise soll, insbesondere, wenn ein Produkt, wie Sojabohnen, Feldbohnen oder Felderbsen, in der Vorrichtung 8 behandelt wird, der Druck innerhalb des Abschnittes 58 ausreichend hoch sein, um die Temperatur des Produktes auf eine Höhe von etwa 120'C zu steigern, bevor das Produkt aus der Düse 104 ausgepreßt wird. Es ist wiederum zu erwähnen, daß der Temperaturanstieg in dem Produkt durch die ständige Anwesenheit von Dampf innerhalb des Mantels 142, der den Abschnitt 58 umgibt, ebenso wie gegebenenfalls durch Einführung von Dampf in den Abschnitt 58 über Einlaß 59 verstärkt wird. Die Benutzung des konischen Abschnittes 58 ist ein wichtiges Merkmal des vorliegenden Verfahrens, da dieser ein kontinuierliches, ununterbrochenes Erhitzen oder Behandeln der Produkte in wirtschaftlicher, sehr wirksamer und äußerst gleichmäßiger Weise erlaubt, ohne daß man teure Steuer- und Bearbeitungseinrichtungen anwenden muß.
  • Aus dem Abschnitt 58 tritt das behandelte Gut in Form mehrerer ausgepreßter Bänder, welche durch die rotierenden Flügel 114 in vorbestimmte Längen geschnitten werden, aus. Die dabei nach der Abküh- lung des Produktes erzeugten Pastillen können entweder gemahlen und mit anderen Substanzen vermischt oder erneut tablettiert werden, oder die austretende Masse kann direkt verfüttert werden. Beispiel 1 Rohe, jedoch enthäutete und gemahlene Sojabohneu werden kontinuierlich unter Aufrechterhaltung einer Temperatur von 95 bis 1001 C durch die Rohre 14 und 28, die je etwa 3,65 m lang sind, dann durch den Zylinder 36, der etwa 1,5 m lang ist und schließlich durch den Kopf 50, der etwa 1,2 m lang ist, bewegt. Hierbei wird eine Masseneinheit in einem Zeitraum von etwa 21/2 Minuten durch den Vorkonditionierer und durch die Misch- und Konditionierkammer 36 und dann in etwa 25 bis 30 Sekunden durch den Kopf 50 geführt. In dem Kopf 50, insbesondere in dem Abschnitt 58, wird das ölhaltige Produkt auf eine Temperatur zwischen etwa 115 bis 120'C erhitzt. Insgesamt beträgt die Einwirkungsdauer des Wasserdampfes somit drei Minuten. Beispiel 2 Geflockte, ölhaltige Sojabohnen wurden durch die Vorrichtung nach der Zeichnung mit einer Geschwindigkeit von 1,9 kg/Std. geschleust. Der Wassergehalt des Ausgangsproduktes betrug 9,2 Gewichtsprozent. Durch den eingeführten Wasserdampf erhöhte sich der Wassergehalt auf 18,2 Gewichtsprozent. Die Temperatur der ans dem Vorkonditionierer austretenden Masse, in dem sie während 165 Sekunden durchgemischt und weiterbewegt wurde, betrug 991 C. In dem Abschnitt 58 des konischen Kopfes 50 wurde die Masse etwa 30 Sekunden gehalten unter Erhöhung der Temperatur auf etwa 120' C.
  • In dem aus der Vorrichtung austretenden Produkt waren die das Wachstum hemmenden Stoffe zu 99,1,1/o zerstört. Es trat keine Schädigung der Protein-Nährstoffe ein.
  • In dem Kompressions-Konus-Abschnitt 56 findet eine allmähliche und fortschreitende Steigerung der Temperatur des Produktes bis auf die gewünschte Höhe von etwa 120' C während 10 Sekunden statt, ohne daß die Temperatur wesentlich über den erforderlichen Punkt hinausgeht, und zwar auf Grund der Tatsache, daß der Druck auf das Produkt sofort aufgehoben wird, sobald das Produkt die Düse 104 passiert.
  • Das Endprodukt war bis zu mehr als 95 % von den wachstumshemmenden Stoffen befreit, ohne daß die Protein-Nährstoffe angegriffen wurden. Es ist einleuchtend, daß gemahlene bzw. feinteilige Pflanzenprodukte leichter und schneller zu behandeln sind, da die Temperatursteigerung und die Dampfeinwirkung schneller und wirksamer zu erreichen ist. Das erfindungsgemäße Verfahren ist jedoch nicht von der vorhergehenden Mahlung des Produktes abhängig.
  • Ein weiterer wichtiger Vorteil des Verfahrens nach der Erfindung ist darin zu sehen, daß es in einer kombinierten Mehrzweck-Preß- und Tablettiermühle vom Ringtyp durchgeführt werden kann, welche in Verbindung mit einer Expansions-Tablettier-Anordnung, bestehend aus einer Luftschleusendüse, einer Luftschleusendüsenklammer, einem konischen Ab- schnitt und einer Düse, einer Siebanordnung, und den Vorkonditioniermaschinen angewendet wird.
  • Die Grundvorrichtung kann also mit mehreren, wesentlich voneinander verschiedene Verarbeitungsstufen ermöglichenden Vorrichtungen zu einer einzigen Vorrichtung kombiniert werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zur Behandlung ölhaltiger Pflanzenprodukte, insbesondere von Sojabohnen, Feldbohnen oder Felderbsen, oder auch Samen, zwecks weitergehender Verminderung bzw. Zerstörung der darin enthaltenen das Wachstum von damit gefütterten Tieren hemmenden Stoffen durch Wasserdampfbehandlung der kontinuierlich fortbewegten Masse bei Temperaturen bis zu 120'C, dadurch gekennzeichnet, daß das, gegebenenfalls grob vorgemahlene, aber sonst unbehandelte Pflanzenprodukt kontinuierlich, vorzugsweise unter ständiger Durchmischung bzw. Umwälzung, innerhalb eines Zeitraumes von 21/2 bis 3 Minuten durch eine erste Zone, in der es unter Einführung von Wasserdampf auf 95 bis 100'C vorerhitzt wird, geleitet wird, worauf die Masse unmittelbar in eine zweite Zone über- und durch diese hindurchgeführt wird, in der die Temperatur unter gleichzeitiger Drucksteigerung auf etwa 1201 C erhöht und höchstens nur 30 Sekunden auf dieser Temperatur gehalten wird, worauf die erhaltenen Preßstränge gekühlt, zerschnitten, zerkleinert oder gemahlen werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, daß die in die erste Zone eingeleitete Wasserdampfmenge so bemessen wird, daß der Feuchtigkeitsgehalt der Masse um etwa 5 bis 10% erhöht wird. 3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Temperaturerhöhung in der zweiten Zone nur durch die Steigerung des Druckes bewirkt wird. 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die ständig durchgemischte bzw. umgewälzte Masse während ihres Durchganges durch die zweite Zone zunächst ohne Temperaturerhöhung mit Wasserdampf behandelt wird und anschließend die Temperatur auf etwa 1201 C durch Drucksteigerung erhöht wird. 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet. daß die heiße, aus der zweiten Zone austretende Masse einer plötzlichen Druckentlastung unterworfen wird. 6. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 5, gekennzeichnet durch eine in zwei, gegebenenfalls drei zylindrische Kammern unterteilte, indirekt beheizbare Strangpresse mit Transport- bzw. Mischschnecken, die einen konischen Teil (58) mit Austrittsdüse (104) und rotierenden Flügeln (114) besitzt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 406 170; französische Patentschrift Nr. 1141860 mit Zusatzpatentschrift Nr. 68 002; USA.-Patentschrift Nr. 2 958 600.
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FR2270801A1 (de) * 1974-05-15 1975-12-12 Ralston Purina Co
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