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DE1236930B - Schlitzverschluss mit starren Einzelschiebern fuer photographische Kameras - Google Patents

Schlitzverschluss mit starren Einzelschiebern fuer photographische Kameras

Info

Publication number
DE1236930B
DE1236930B DEL51038A DEL0051038A DE1236930B DE 1236930 B DE1236930 B DE 1236930B DE L51038 A DEL51038 A DE L51038A DE L0051038 A DEL0051038 A DE L0051038A DE 1236930 B DE1236930 B DE 1236930B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
slide
lever
focal plane
plane shutter
movement
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL51038A
Other languages
English (en)
Inventor
Paul Naumann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ernst Leitz Wetzlar GmbH
Original Assignee
Ernst Leitz Wetzlar GmbH
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ernst Leitz Wetzlar GmbH filed Critical Ernst Leitz Wetzlar GmbH
Priority to DEL51038A priority Critical patent/DE1236930B/de
Priority to US562704A priority patent/US3494272A/en
Publication of DE1236930B publication Critical patent/DE1236930B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/08Shutters
    • G03B9/28Roller blind or flexible plate
    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B9/00Exposure-making shutters; Diaphragms
    • G03B9/08Shutters

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Transmission Devices (AREA)
  • Shutters For Cameras (AREA)

Description

  • Schlitzverschluß mit starren Einzelschiebern für photographische Kameras Die Erfindung betrifft einen Schlitzverschluß für photographische Kameras mit getrennt ablaufenden, starren Einzelschiebern.
  • Es sind bereits Schlitzverschlüsse mit starren Einzelschiebern bekannt, und zwar solche, bei denen die Schieber parallel zur Bildebene verlaufen, als auch solche, bei denen bei Verschlußablauf nur die schlitzbildenden Kanten der Schieber eine geradlinige Bewegung parallel zur Bildfensterkante ausführen, während die zu den schlitzbildenden Kanten parallelen Kanten jedes Schiebers auf einer Kurvenbahn in Objektivrichtung geführt werden. Es ist auch bereits vorgeschlagen worden, lediglich einen Schieber, den ersten, derart zu bewegen, und den zweiten die herkömmliche gerade Bahn durchlaufen zu lassen.
  • Obwohl nun durch das Nachvorneführen der Schieber seitlich Raum eingespart und eine gedrängtere Bauweise der Kamera ermöglicht wird, ist keine Kamera bekannt, bei der diese Art der Schieberbewegung praktisch verwirklicht wäre.
  • Letzteres hat seinen Grund darin, daß die paarweise Führung der zur Bewegungsrichtung senkrechten Schieberkanten auf unterschiedlich verlaufenden Bahnen bisher keine befriedigende Lösung gefunden hat. Wurde bisher z. B. der erste Schieber mit seiner vorderen, nichtschlitzbildenden Kante (mit vorderer Schieberkante sei hier und im folgenden diejenige Kante bezeichnet, die bei Verschlußablauf vorwegläuft) etwa auf einem Kreisbogen in Objektivrichtung geführt, so wurde diese Bewegung durch äußere Führungsmittel, z. B. durch Stift-Schlitzloch-Führungen, erzwungen. Eine derartige Gleitführung ist jedoch so vieler Reibung, unterworfen, daß ein solcher Verschluß vor allem in höherwertigen Kameras nicht zu verwenden ist. Es lassen sich damit keine kurzen oder gar extrem kurzen Verschlußlaufzeiten von z. B. lfloo Sekunde und weniger erreichen.
  • Gemäß der Erfindung ist dieser Nachteil dadurch beseitigt, daß jeder Schieber durch eine Gelenkkette geführt ist, die ausschließlich Drehgelenke enthält. Insbesondere wird vorgeschlagen, jeden Schieber durch ein Gelenkviereck zu bewegen, das auf der Schieberebene annähernd senkrecht steht, und jeden Schieber starr mit der Koppel seines Gelenkviereckes zu verbinden. Durch die Befestigung der Schieber an der Koppel ihrer Gelenkvierecke entfallen alle äußeren Geradführungsmittel. Statt dessen sind nur Drehgelenke vorhanden, die wenig Reibung besitzen und leicht und genau herzustellen sind.
  • Die Gelenkvierecke für die Schieber sind in ihren beiden Endlagen deckungsgleich gelagert. Der erste Schieber ist mit der Koppel seines Gelenkviereckes derart starr verbunden, daß die Vorderkante des Schiebers einen Koppelpunkt darstellt, der bei der Gelenkbewegung einen Bogen in Objektivrichtung beschreibt, während die Hinterkante des Schiebers einen Koppelpunkt darstellt, der sich bei der Gelenkbewegung wenigstens annähernd auf einer Geraden parallel zur Filmebene bewegt. Der zweite Schieber ist mit der Koppel seines Gelenkviereckes derart starr verbunden, daß die Vorderkante des Schiebers einen Koppelpunkt darstellt, der sich bei der Gelenkbewegung wenigstens annähernd auf einer Geraden parallel zur Filmebene bewegt, während die Hinterkante des Schiebers einen Koppelpunkt darstellt, der bei der Gelenkbewegung einen Bogen in Objektivrichtung beschreibt. Die Golenkvierecke arbeiten als Doppelschwingen, und die beiden gehäusefesten Drehpunkte der Schwingen können symmetrisch zur optischen Achse angeordnet sein, wobei sich die Schwingen in dem ihnen zugemessenen Drehwinkel in jeder Stellung kreuzen können. Jedoch sind auch andere Ausführungen möglich, bei denen keine Kreuzung der Schwingen eintritt.
  • Für die mechanische Stabilität des Getriebes und für ein reibungsloses Funktionieren ist es besonders vorteilhaft, wenn für jeden Schieber je zwei Gelenkvierecke vorgesehen und symmetrisch oberhalb und unterhalb der in Bewegungsrichtung der Schieber verlaufenden Bildfensterkanten angeordnet sind.
  • In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird vorgeschlagen, die auf die Schieber bzw. deren Gelenkvierecke einwirkenden und sie in Ablaufstellung bringenden Federn mit ihrem anderen Ende an einem zusätzlich am Verschlußgehäuse vorhandenen Bauteil anzulenken, das selbst zwischen zwei Endstellungen beweglich ist und ebenfalls der Kraft einer Feder unterliegt. Für dieses Bauteil ist in der einen Endstellung eine lösbare Rastvorrichtung vorgesehen. In diese spezielle Endstellung wird das Bauteil unter Spannung sowohl der Schieberfedern als auch seiner eigenen Feder überführt und gerastet. Gleichzeitig besitzt das Bauteil eine Anschlagfläche für den ersten und gegebenenfalls auch für den zweiten Schieber bzw. deren Gelenkvierecke. Die Raste ist lösbar durch ein mit dem zweiten Schieber zu zwangläufiger Bewegung verbundenes Getriebeglied.
  • Mit dieser Anordnung der Bauelemente wird erreicht, daß nach Ablauf des zweiten Schiebers die Rastung des erwähnten Bauteiles aufgehoben und dieses in seine Ausgangslage zurückbewegt wird. Es nimmt dabei mit seiner Anschlagfläche den ersten Schieber und gegebenenfalls auch den zweiten Schieber mit. Letzteres dann, wenn auch dieser zweite Schieber selbst oder mit einem seiner Getriebeglieder nach Ablauf an der Anschlagfläche anliegt. Es ist allerdings auch denkbar, daß der zweite Schieber in geeigneter Weise am ersten zur Anlage kommt, so daß der erste Schieber bei seiner Rückwärtsbewegung den zweiten vor sich herschiebt.
  • Da die Rastung des Bauteiles vom zweiten Schieber unmittelbar am Ende von dessen Ablaufbewegung gelöst wird und dann gleich die Rückwärtsbewegung beider Schieber einsetzt, gibt es kein Verweilen der Schieber in ihrer Ablaufstellung. Beide Schieber befinden sich daher, wenn sie sich nicht gerade bewegen, immer in ihrer Ausgangslage. Die Geschwindigkeit der Rückwärtsbewegung ist allein abhängig von der Kraft der auf das Bauteil einwirkenden Feder und kann bei großer Federkraft extrem kurz sein, z. B. 1/2oo Sekunde betragen. Dadurch ergibt sich der Vorteil, daß an den schlitzbildenden Schieberkanten auf ein Labyrinth zur Verhinderung des Lichteinfalles verzichtet werden kann. Eine einfache knappe überdeckung der Schieber reicht bei dieser Geschwindigkeit durchaus, um keine nennenswerte Lichtmenge auf den Film gelangen zu lassen.
  • Das zusätzlich am Verschlußgehäuse vorhandene Bauteil ist getrieblich mit der Handhabe der Kamera zum Verschlußspannen verbunden. Bei dieser Tätigkeit werden bei dem erfindungsgemäßen Verschluß aber nur noch Federn gespannt, nicht aber Schieber bzw. Vorhänge in ihre Ausgangslage zurückgebracht.
  • Die Erfindung ist an dem in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel näher erläutert. Es zeigt F i g. 1 schematisch eine Draufsicht auf eine mit dem erfindungsgemäßen Verschluß ausgerüstete Kamera, der Verschluß in gespanntem Zustand, F i g. 2 eine Frontansicht der Kamera nach F i g. 1, teilweise geschnitten, F i g. 3 eine Draufsicht auf die Kamera wie in F i g. 1, der Verschluß jedoch mit bereits abgelaufenem erstem Schieber, F i g. 4 eine schematische perspektivische Ansicht des Verschlusses in gespanntem Zustand.
  • Das Kameragehäuse 1 trägt in bekannter Weise das Objektiv 2 und besitzt im Gehäuseinnern die Bildfensterplatte 3 mit dem Bildfenster 4. Hinter letzterem befindet sich die Andruckplatte 5, federnd an der Gehäusewand 6 gehalten.
  • Vor dem Bildfenster 4 ist der Schlitzverschluß angeordnet, der aus zwei starren Einzelschiebern 7 und 8 besteht. Der erste Schieber 7 wird von zwei in der Draufsicht deckungsgleich und symmetrisch zur optischen Achse gelagerten Gelenkvierecken gehalten und bewegt. Diese Gelenkvierecke bestehen aus den Hebeln 9 a, 9 b und 10 a, 10 b. Die Hebel 9 a, 9 b sind um die gehäusefesten Stifte 11, 12 drehbar, und zwisehen ihren freien Enden ist die Koppel 9 c angelenkt In gleicher Weise sind die Hebel 10 a, 10 b um diE Stifte 13, 14 drehbar, und zwischen ihren freien Enden ist die Koppel 10c angelenkt.
  • Da die Stifte 11 und 13 einerseits und die Stifte 12 und 14 andererseits die gleiche geometrische Achsc haben und diese beiden Achsen symmetrisch zui optischen Achse angeordnet sind (F i g. 1 und 3), und da außerdem alle Hebel gleich lang sind, handelt e# sich somit um völlig symmetrische Gelenkvierecke, die als Doppelschwingen zwischen zwei Endlagen arbeiten, die ebenfalls symmetrisch zur optischen Achse liegen (F i g. 3).
  • Die Koppeln 9 c und 10 c, die in kinematischem Sinne an sich nur die Verbindung zwischen den Hebeln 9 a, 9 b und 10 a, 10 b sind, sind hier zu Lappen verbreitert, zwischen denen der erste Schieber 7 das Verbindungsglied ist (F i g. 4). Die Vorderkante 7a und die Hinterkante 7 b dieses Schiebers sind demnach Koppelpunkte der Koppel 9 c bzw. 10 c, und zwar stellt die Vorderkante 7a einen Koppelpunkt dar, der bei der Ablaufbewegung der beiden Gelenkvierecke eine Kurvenbahn, einen Kurvenbogen mit schwacher Krümmung in Objektivrichtung durchläuft, während sich die Hinterkante 7 b auf einer Geraden parallel zur Bildfensterebene bzw. zur Filmebene bewegt.
  • Der zweite Schieber 8 wird von zwei Gelenkvierecken gehalten und bewegt, die aus den Hebeln 15a, 15b und 16a, 16b bestehen. Diese Hebel sind in den Getriebeendlagen mit den Hebeln 9 a, 9 b, 10 a, 10 b deckungsgleich, wobei der Hebel 15 a um den Stift 11, der Hebel 15 b um den Stift 12, der Hebel 16 a um den Stift 13 und der Hebel 16 b um den Stift 14 drehbar ist. Außerdem sind auch diese Hebel untereinander gleich lang, und zwar genauso lang wie die Hebel 9 a, 9 b, 10 a, 10 b (F i g. 4). Die Hebel 15 a, 15 b werden durch die Koppel 15 c und die Hebel 16a,16b durch die Koppel 16c verbunden. Beide Koppeln sind ebenfalls zu Lappen verbreitert, zwischen denen der zweite Schieber 8 das Verbindungsglied ist. Die Vorderkante 8a des Schiebers ist hier ein Koppelpunkt, der sich parallel zur Bildfensterebene bewegt, während die Hinterkante 8 b die Kurvenbahn in Objektivrichtung durchläuft. Aus den F i g. 2 und 4 ist ersichtlich, daß die Hebel 15a,15b,16a,16b außerhalb der ihnen entsprechenden Hebel 9 a, 9 b, 10 a, 10 b liegen, so daß die Koppeln 15c, 16c zusammen mit dem zweiten Schieber 8 den ersten Schieber 7 mit seinen Koppeln und Hebeln derart umgreifen, daß sich die beiden Schieber mit ihren Hebeln bei Verschlußablauf gegenseitig nicht stören.
  • Die Kraft für die Bewegung der Schieber liefern zwei Federn 17 und 18. Im vorliegenden Beispiel handelt es sich um Zugfedern, die an den Hebeln 10a bzw. 16a angreifen. Statt der Zugfedem ließen sich auch ohne weiteres auf Drehung beanspruchte Schraubenfedern anbringen.
  • In der Spannstellung des Verschlusses werden die Schieber durch zwei Auslösehebel 19, 20 gehalten, von denen der Hebel 19 hinter die Sperrnase 9d des Hebels 9 a greift und damit den ersten Schieber 7 hält (F i g. 4). Der zweite Schieber 8 wird von dem Auslösehebel 20 arretiert, der am Hebel 15 a hinter dessen Sperrnase 15 a' faßt. Die Sperrnasen 9 d und 15a' drehen sich bei Verschlußablauf mit ihren Hebeln um den Stift 11. Die Auslösehebel 19 und 20 sind als zweiarmige Hebel ausgebildet und um die gemeinsame Achse 21 drehbar. Mit ihren anderen Enden wirken sie mit einer Zeitsteuersäule bekannter Bauart zusammen. Diese Zeitsteuersäule besitzt die Nockenscheiben 22 und 23, die relativ zueinander verstellbar sind. Die Nockenscheibe 22 ist mit ihrem Nocken 22a dazu bestimmt, den Auslösehebel 19 für den ersten Schieber zu betätigen. In Spannstellung der Zeitsteuersäule steht dieser Nocken 22 a unmittelbar am Hebel 19, so daß bei Beginn der Zeitsteuersäulendrehung sofort der erste Schieber 7 ausgelöst wird. In dieser Spannstellung wird die Zeitsteuersäule durch den Hebel 24 gehalten, gegen den der Nocken 22b anliegt, der mit der Nockenscheibe 22 einstückig bzw. fest verbunden ist. Der um die Achse 25 drehbare Hebel 24 unterliegt der Einwirkung der Auslösestange 26, die mit ihrem konischen Teil 26 a (F i g. 2) in niedergedrücktem Zustand den Hebel 24 derart schwenkt, daß die Zeitsteuersäule zum Ablauf freigegeben wird.
  • Koaxial mit der Nockenscheibe 22 und mit dieser über die Reibungskupplung 28 a (F i g. 2) zu gemeinsamer Drehung verbunden ist die Nockenscheibe 23, die mit ihrem Nocken 23a dazu bestimmt ist, den zweiten Schieber 8 auszulösen. Die Nockenscheibe 23 reicht mit ihrer Achse durch die obere Gehäusewand und ist mit dem außerhalb des Gehäuses zugänglichen Zeitsteller 28 fest verbunden. Die Zeitdifferenz im Ablauf des ersten und des zweiten Schiebers läßt sich somit in bekannter Weise durch Relativverstellung des Nockens 23a zum Nocken 22 a regeln.
  • Für den Antrieb der Zeitsteuersäule ist die Spiralfeder 29 vorgesehen, die einerseits an der mit der Nockenscheibe 22 fest verbundenen Achse 22 c und andererseits am Kameragehäuse befestigt ist. Auf dieser Achse 22c sitzt außerdem fest das Zahnrad 30, das über das Zwischenrad 31 mit dem drehbar auf der Auslöserachse 26 angebrachten Zahnrad 32 kämmt. Letzteres steht über das Zwischenrad 33 mit dem großen Zahnrad 34 in getrieblicher Verbindung. Im Zwischenrad 34 ist zwischen der Achse 36 und dem Zahnkranz die Freilaufkupplung 37 angeordnet, die bewirkt, daß das Zwischenrad nur die Aufzugsbewegung der Achse 36 mitmacht (F i g. 2).
  • An ihrem unteren Ende trägt die Achse 22 c die Scheibe 22 e mit dem Stift 22 f. Letzterer dreht sich bei Ablauf der Zeitsteuersäule in der gehäusefesten Nut 22g, die kreisbogenförmig zu einem Langloch ausgebildet ist. An ihren Enden schlägt der Stift 22 f an und begrenzt derart die Drehbewegung der Achse 22c auf nicht ganz eine volle Umdrehung.
  • Das Zahnrad 34 ist mit dem Schalthebel 38 der Kamera verbunden und macht die in bekannter Weise hin- und hergehende Bewegung des Schalthebels mit. Die diese Bewegung begrenzenden Anschläge sowie die Rückholfeder sind aus Gründen einer übersichtlichen Darstellung nicht gezeigt. Die Achse 36 ist innerhalb der Filmaufwickelspule in den unteren Kameraraum durchgeführt und dort mit der i Scheibe 35 verbunden, an der exzentrisch der Spann-Übel 39 drehbar befestigt ist. Die Funktion dieses Spannhebels wird später noch näher erläutert werden.
  • Die oben bereits erwähnten Federn 17 und 18, ,velche die Kraft für die Bewegung der Schieber 7 ind 8 liefern und einerseits an den Hebeln 10a und 16a angelenkt sind, hängen mit ihren anderen Enden an dem Stift 40 des Hebels 41 (F i g. 4). Letzterer ist, wie auch die Hebel 10 a, 16 a, um die Achse 13 drehbar und unterliegt der Kraft der auf ihn einwirkenden Feder 42. Er ist in zwei Endlagen verbringbar, von denen die eine die entspannte und die andere die gespannte Stellung der Feder 42 ist. In der gespannten Stellung wird der Hebel 41 von dem Rasthebel 43 gehalten, der mittels der Feder 44 hinter den Rastnocken 41 b am Hebel 41 angreift. Der als einanniger Hebel ausgebildete und um die Achse 45 drehbare Rasthebel 43 ragt mit seinem vorderen Ende in den Schwenkbereich des am Hebel 16 b abgewinkelten Lappens 16 d. Wie oben beschrieben, gehört der Hebel 16 b zu dem Gelenkviereck, das den zweiten Schieber 8 trägt und bewegt. Am Ende des Verschlußablaufes trifft der Lappen 16d auf den Rasthebel 43 und kippt diesen so weit, daß die Rastung des Hebels 41 aufgehoben wird. Die Feder 42 kann sich daher am Ende des Verschlußablaufes entspannen.
  • Zum erneuten Spannen der Federn 17, 18, 42 dient der Spannhebel 39 (F i g. 1 und 2). Er ist in der Nähe des Kamerabodens exzentrisch an der Scheibe 35 befestigt und macht bei Betätigung des Schalthebels 38 dessen hin- und hergehende Bewegung mit, analog einem Kurbelgetriebe. In seiner Ruhelage nimmt er die in F i g. 1 dargestellte Stellung ein, in der der Haken 39 a etwas geneigt zur optischen Achse verläuft. Auf diesen Haken 39a trifft der untere Teil des Stiftes 40, wenn sich die Feder 42 entspannt und dabei den Hebel 41 in die entspannte Endlage zieht. Bei nachfolgender Betätigung des Schalthebels 38 führt der Haken eine Bewegung etwa parallel zur Bildfensterebene aus, wobei er den Hebel 41 in seine Spannstellung zurückschwenkt.
  • Die Funktion des erfindungsgemäßen Verschlusses in der beschriebenen Kamera wird durüh Niederdrücken der Auslösestange 26 eingeleitet. Dabei schiebt sich einmal das Zahnrad 32 außer Eingriff mit den Zahnrädern 31 und 33, und gleichzeitig trifft der konische Teil 26a auf den Hebel 24 und schwenkt diesen so weit, daß der Nocken22b der Zeitsteuersäule von dem vorderen Hebelende abgleitet. Damit ist die Zeitsteuersäule zur Drehung in Pfeilrichtung A (Fig. 1) frei. Unmittelbar in der ersten Phase dieser Drehung schwenkt der Nocken 22a den Auslösehebe119 im Drehsinn des Uhrzeigers, so daß die Sperrnase 9 d am Hebel 9 a und damit die beiden den ersten Schieber bewegenden Gelenkvierecke freigegeben werden. Unter dem Zug der Feder 17 schwenken die Hebel 9 a, 9 b, 10 a, 10 b entgegen dem Drehsinn des Uhrzeigers (F i g. 1 und 4) um die ortsfesten Stifte 11, 12, 13, 14 in ihre andere Endlage. Letztere ist begrenzt durch Anschlag des Lappens 10 d an dem am Hebel 41 abgewinkelten Lappen 41 a. Diese Endlage ist in F i g. 3 dargestellt. Bei der Bewegung dahin hat die Vorderkante 7 a des Schiebers 7 eine leichte Kurvenbahn in Objektivrichtung durchlaufen, während die Hinterkante 7 b sich auf einer Geraden parallel zur Bildfensterebene bewegt hat.
  • Nach einer gewissen zeitlichen Versetzung, die abhängig ist von der Relativlage der Nocken 22 a und 23a zueinander und die durch Drehen des Zeiteinstellers 28 vor der Aufnahme hergestellt wurde, trifft beim weiteren Ablauf der Zeitsteuersäule nun auch der Nocken 23,a auf den Auslösehebel 20. Auch dieser wird dabei im Drebsinn des Uhrzeigers geschwenkt und gibt die Sperrnase 15 d des Hebels 15 a und damit den zweiten Schieber 8 zum Ablauf frei. Dieser Ablauf erfolgt unter der Kraft der Feder 18, die sich entspannt, bis der Lappen 16 a' ebenso wie der Lappen 10 d am Lappen 41 a anliegt. Die Vorderkante 8 a des Schiebers 8 folgt dabei der Hinterkante 7 b auf deren gerader Bahn parallel zur Bildfensterebene, während die Hinterkante 8 b auf einer leichten Kurvenbahn vom Objektiv weg in Richtung der Bildfensterebene wandert. Nach Ablauf des Verschlusses liegt daher der zweite Schieber 8 parallel zur Bildfensterebene vor dem Bildfenster 4.
  • Die Abmessungen der Hebel und Anschläge sind dabei derart gewählt, daß zeitlich zusammenfallend mit dem Anschlag des Lappens 16 a' am Lappen 41 auch der Lappen 16 d auf den Rasthebel 43 trifft und diesen im Drehsinn des Uhrzeigers schwenkt. Der Rasthebel 43 wird aus dem Eingriff hinter dem Rastnocken 41 b des Hebels 41 ausgehoben und so dessen Rastung gelöst. Infolgedessen schwenkt der Hebel 41 unter der Kraft der Feder 42 im Drehsinn des Uhrzeigers, bis der an ihm feste Stift 40 auf den Haken 39a des Spannhebels 39 trifft.
  • Bei dieser Schwenkung schiebt der Lappen 41a die Lappen 10 d und 16 a' vor sich her, d. h., alle vier Gelenkvierecke und die beiden Schieber 7 und 8 werden in ihre Ausgangslage zurückgebracht, ohne daß sich die Relativlage der Schieber 7 und 8 zueinander änderte. In Abhängigkeit von der Stärke der Feder 42 kann diese Rückwärtsbewegung relativ schnell erfolgen, z. B. derart schnell, daß an den schlitzbildenden Kanten der Schieber 7 und 8 kein ausgesprochenes Labyrinth zur Verhinderung des Lichteinfalles benötigt wird, es genügt vielmehr eine einfache überdeckung der Schieberkanten, die in der Zeichnung aber aus Gründen der Einfachheit nicht dargestellt ist.
  • Sowohl in gespanntem als auch in vollständig abgelaufenem Zustand des Verschlusses befinden sich die Schieber und alle Gelenkvierecke in der gleichen Lage. In dieser Lage müssen nun die Federn 17, 18 und 42 erneut gespannt werden. Dies geschieht durch Betätigung des Schalthebels 38 in bekannter Weise. Außer daß dabei in ebenfalls bekannter und nicht dargestellter Weise der Film um eine Bildlänge transportiert wird, wird diese Schaltbewegung über die Achse 36 zur Scheibe 35 übertragen, die daher die gleiche Drehbewegung ausführt wie der Schalthebel 38. Der Spannhebel 39 führt dabei eine hin- und hergehende Bewegung aus, auf deren erstem Teil er den Stift 40 bzw. den Hebel 41 mitnimmt und entgegen dem Drehsinn des Uhrzeigers schwenkt. In der Endlage dieser Schwenkung fällt der Rasthebel 43 hinter den Rastnocken 41 b, so daß der Hebel 41 nunmehr in dieser Stellung und die Feder 42 gespannt bleiben. Die Federn 17 und 18 wurden dabei ebenfalls gespannt, denn bei der vorausgegangenen Rückwärtsbewegung der Gelenkvierecke sind die Auslösehebel 19 und 20 wieder hinter die Sperrnasen 9d, 15d eingefallen und halten die Gelenkvierecke in der Ausgangslage fest.
  • Gleichzeitig mit dem Rückwärtsschwenken des Hebels 41 und dem Spannen der Federn 17, 18, 42 wird bei der Betätigung des Schalthebels 38 die Spiralfeder 29 der Zeitsteuersäule gespannt. Die Drehung des mit dem Schalthebel 38 über die Freilaufkupplung 37 verbundenen Zahnrades 34 wird über die Zahnräder 33, 32, 31 zum Zahnrad 30 übertragen, wobei die ganze Zeitsteuersäule in ihre Ausgangslage zurückgedreht und dabei die Feder 29 entspannt wird. In der Ausgangslage fällt der Hebel 24 wieder hinter den Nocken 22 b und sichert die Zeitsteuersäule bis zur nächsten Kameraauslösung gegen Ablauf.
  • In bekannter Weise geht der Schalthebel 38 nach Betätigung unter der Kraft einer nicht dargestellten Feder selbsttätig in die Ruhelage zurück. Er schiebt dabei den Spannhebel 39 wieder in die in F i g. 1 gezeigte Lage. Hinsichtlich der Zahnräderkette 30 bh 34 ist die Rückkehr in die Ruhelage möglich, weil das Zahnrad 34 mit der Achse 36 über die Freilaufkupplung 37 verbunden ist, die eine Rückwärtsbewegung der Achse 36 zuläßt, ohne diese auf das Zahnrad 34 zu übertragen. Nach Rückkehr des Schalthebels 38 in seine Ruhelage ist die Kamera für eine weitere Aufnahme mit dem geschilderten Verschlußablauf bereit.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Schlitzverschluß mit zwei getrennt ablaufenden, starren Einzelschiebern für photographische Kameras, bei denen bei Verschlußablauf die schlitzbildenden Kanten eine geradlinige Bewegung parallel zur Filmebene ausführen und dic den schlitzbildenden Kanten gegenüberliegenderi Kanten der Schieber eine zur Objektivseite hir verlaufende Kurvenbahn durchlaufen, d a d u r c t. gekennzeichnet, daß jeder Schieber (7, 8,' durch eine Gelenkkette geführt ist, die ausschließlich Drehgelenke enthält.
  2. 2. Schlitzverschluß nach Anspruch 1, daduret, gekennzeichnet, daß jeder Schieber (7, 8) durct ein Gelenkviereck (9 a, 9 b, 9 c, 15 a, 15 b, 15 c' bewegt wird und daß jeder Schieber (7, 8) starb mit der Koppel (9 c, 15 c) seines Gelenkviereckv. verbunden ist. 3. Schlitzverschluß nach den Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch die Verbindung fol. gender Merkmale. a) Der erste Schieber (7) ist mit der Koppi6 (9c) seines Gelenkviereckes (9a, 9b, 9c' derart starr verbunden, daß die Vordeikanti (7a) des Schiebers (7) einen Koppelpunk darstellt, der bei der Gelenkbewegung einer Bogen in Objektivrichtung beschreibt, wäh. rend die Hinterkante (7 b) des Schiebers (7' einen Koppelpunkt darstellt, der sich bei del Gelenkbewegung wenigstens annähernd aui einer Geraden parallel zur Filmebene be, wegt. b) Der zweite Schieber (8) ist mit der Koppe (15c) seines Gelenkviereckes (15a, 15b 15c) derart starr verbunden, daß die Vor. derkante (8 a) des Schiebers (8) einen Kop pelpunkt darstellt, der sich bei der Gelenk. bewegung wenigstens annähernd auf einei Geraden parallel zur Filmebene bewegt während die Hinterkante (8 b) des Schieber, (8) einen Koppelpunkt darstellt, der bei dei. Gelenkbewegung einen Bogen in Objektiv richtung beschreibt. c) Die beiden gehäusefesten Drehpunkte de, Getriebehebel (9 a, 9 b, 15 a, 15 b) sind sym. metrisch zur optischen Achse angeordnet und in dem ihnen zugemessenen Drehwinke kreuzen sich die Hebel (9 a, 9 b, 15 a 15 b in jeder Stellung. 4. Schlitzverschluß nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Gelenkvierecke (9 a, 9 b, 9 c, 15 a, 15 b, 15 c) als Doppelschwingen arbeiten. 5. Schlitzverschluß nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß für jeden Schieber (7, 8) je zwei Gelenkvierecke (9 a, 9 b, 9 c, 10 a, 10 b, 10 e, 15 a, 15 b, 15 c, 16 a, 16 b, 16e) vorgesehen und symmetrisch oberhalb und unterhalb der in Bewegungsrichtung der Schieber (7, 8) verlaufenden Bildfensterkanten angeordnet sind. 6. Schlitzverschluß nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß jeder Schieber(7, 8) der Kraft einer Feder(17, 18) unterliegt, die bestrebt ist, ihn in Ablaufstellung zu überführen, und von denen jede zwischen einem bei der Bewegung des ihr zugeordneten Gelenkviereckes zwangläufig bewegten Hebel (10d, 16a') und einem zusätzlich am Verschlußgehäuse vorhandenen, zwischen zwei Endstellungen verstellbaren Bauteil (40) wirksam ist, auf das ebenfalls eine Feder (42) einwirkt, gegen deren Kraft das Bauteil (40) unter Spannung der Schieberfedern (17, 18) in eine Raststellung verbringbar ist, und daß dieses Bauteil (40) einen Anschlag (41 a) mindestens für das Gelenkviereck (10 a, 10 b, 10 c) des ersten Schiebers (7) und eine lösbare Rastung (41 b, 43) besitzt, auf die das Gelenkviereck (16a, 16b, 16c) des zweiten Schiebers (8) in seiner Ablaufstellung einwirkt. 7. Schlitzverschluß nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils ein Gelenkviereck des Schiebers mit einer Sperrnase (9 a', 15 a') versehen ist, an der ein federbelasteter Auslösehebel (19, 20) angreift, der von einer bekannten, getrennt ablaufenden Zeitsteuersäule (22, 23) betätigbar ist, daß der erste Schieber (7) bzw. ein mit ihm oder seinem Gelenkviereck zu zwangläufiger Bewegung verbundener Hebel (lOa'), Nocken od. dgl. in Ablaufstellung am Anschlag (41a) des Bauteiles (40) anliegt und der zweite Schieber (8) mit einem Hebel (16a'), Nocken od. dgl. ebenfalls an diesem Anschlag (41 a) anliegt und beide Schieber (7, 8) bzw. deren Gelenkvierecke nach Lösung der Rastung (41 b, 43) des Bauteiles (40) von diesem durch die Kraft von dessen Feder (42) in ihre Ausgangslage zurückbewegt werden, in der die Auslösehebel (19, 20) wieder federnd hinter die Sperrnasen (9a*, 15d) der Gelenkvierecke greifen. 8. Schlitzverschluß nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Schieber (8) bzw. dessen Gelenkviereck in Ab- laufstellung an einem Anschlag des ersten Schiebers bzw. dessen Gelenkviereck anliegt und der erste Schieber (7) bei seiner Rückwärtsbewegung den zweiten Schieber (8) vor sich her schiebt. 9. Schlitzverschluß nach den Ansprüchen 6 bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Bauteil (40) mit dem Schalthebel (38) der Kamera zum Verschlußspannen getrieblich verbunden ist.
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