DE1235432B - Verfahren zur Herstellung von Kondensatorduennfolien - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von KondensatorduennfolienInfo
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- H01B3/00—Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties
- H01B3/18—Insulators or insulating bodies characterised by the insulating materials; Selection of materials for their insulating or dielectric properties mainly consisting of organic substances
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Kondensatordünnfolien Es ist bekannt, dünne Gießfolien in Stärken von etwa 3 #t zur Herstellung elektrischer Wickelkondensatoren zu verwenden. Da sich derartige dünne Folien wegen ihrer geringen mechanischen Festigkeit nur schwer verarbeiten lassen, werden diese auf mechanisch festeren Unterlagen aus Kondensatorpapier erzeugt. Diese Folien werden auf der Unterlage metallisiert und zu Bändern der gewünschten Breite geschnitten. Erst unmittelbar vor dem Wikkeln der Kondensatoren werden sie von der Unterlage abgezogen. Dabei ist es aber erforderlich, auf das Kondensatorpapier eine oberflächlichglatte Zivischenschicht aufzubringen, auf der einerseits die Folie genügend festhaftet, um die Verarbeitung zu ermöglichen, andererseits darf die Haftung nicht zu groß sein, damit sich die Folien ohne mechanische Beschädigung abziehen lassen. Dieses Verfahren ist schwierig und sehr kostspielig.
- Es ist auch weiterhin vorgeschlagen worden, Metallfolien oder Kunststoffolien mit glatter Oberfläche zu verwenden, wobei keine besondere Glättungs-bzw. Trennschicht erforderlich ist. Jedoch bestehen bei der Ablösung der Dünnfolie erhebliche Schwierigkeiten.
- Es wurde nun ein Verfahren zur Herstellung von Kondensatordünnfolien gefunden, bei dem Lösungen organischer Filmbildner in organischen Lösungsmitteln auf dünne biegsame Trägerfolien gegossen, anschließend getrocknet und auf der von der Trägerfolie abgewandten Seite metallisiert werden und bei dem dann die Kondensatordännfolie von der Trägerfolie abgezogen und zu einem Kondensator verarbeitet wird, das diese Schwierigkeiten überwindet. Das geschieht nach der Erfindung dadurch, daß man als Trägerfolien selbsttragende Cellulosehydratfolien verwendet. Vorteilhafterweise wird hierbei vor dem Ab- ziehen der Kondensatordünnfolie von der Trägerfolie eine Behandlung mit feuchter Luft, Wasserdampf oder Wasser durchgeführt.
- Aus der deutschen Patentschrift 810 457 sind be- reits Gießunterla-en aus Cellulosederivaten für die Herstellung von Fotofihnunterlagen bekannt, die eine Dicke in der Größenordnung von etwa 0,1 mm besitzen. An diese Fotofilmunterlagen werden andere Anforderungen gestellt, als an die erfindungsgemäß verwendeten Folien für die Kondensatorfertigung. Infolge ihrer Dicke von etwa 0,1 mm handelt es sich bei den Fotofilmunterlagen um nach dem Trocknen mechanisch feste Materialien, die sofort von der Gießunterlage abgezogen und für sich allein weiterverarbeitet werden können. Dieses leichte Ablösevermögen der gegossenen und getrockneten Folie, ist bei dem Verfahren der deutschen Patentschrift 810 457 wesentlich, während die erfindungsgemäß erhaltenen Folien infolge ihres geringen Durchmessers weiterhin auf dem Träger bei den weiteren Verarbeitungsprozessen festhaften müssen. Erst bei dem letzten mechanischen Verarbeitungsprozeß müssen die Folien von dem Träger leicht entfernt werden können. Die erfindungsgemäß verwendeten Folien entsprechen diesen Bedingungen, wobei es sich gezeigt hat, daß 0,03 mm dicke Cellulosehydratfolien sich am besten als Trägerfolien eignen.
- Die Cellulosehydratfolien haben die erwünschte glatte Oberfläche und benötigen außerdem keine be- sondere Trennschicht. Das Metallisieren sowie das Aufschneiden kann in üblicher Weise erfolgen.
- Sofern sich die gegossenen Kondensatorfolien nicht ohne weiteres abziehen lassen, genügt es, die Trägerfolie mit der darauf haftenden Folie in stark feuchte Luft oder Wasserdampf oder auch flüssiges Wasser zu bringen. Die erfindungsgemäß verwendete, Trägerfolie nimmt dann rasch erhebliche Mengen Wasser auf und quillt. Dadurch lockert sich die Verbindung zwischen Folie und Trägerfolie, so daß die Trennung ohne Schwierigkeiten gelingt.
- Um Material zu sparen, ist es auch möglich, die erfindungsgemäß verwendete, Trägerfolie beiderseitig mit einem Film zu überziehen. Das erfindungsgemäße Verfahren kann dabei auch so durchgeführt werden, daß das Trägerband durch die Gießlösung geführt wird. Da die Trägerfolie aus Cellulosehydrat praktisch geg ..en alle organischen Lösungsmittel beständig ist, kann sie als Unterlage zur Herstellung von Folien aus den verschiedensten Kunststoffen verwendet werden, wie beispielsweise aus Celluloseestern oder -äthern, Polystyrol, Polycarbonaten, nadhchloriertem Polyvinylchlorid usw. Beispiel Eine etwa 0,03 mm dicke Cellulosehydratfolie wird auf einer Auftragsmaschine einseitig mit einem 0,005 mm dicken Überzug von Cellulosetriacetat versehen. Als Gießlösung dient eine etwa 10%ige Lösung von Cellulosetriacetat in Methylenehlorid-Chloroform (2: 1), der 10 Teile Butanol auf 100 Teile Triacetat zugesetzt werden. Der Überzug haftet fest auf der Unterlage. Wenn die Folie kurz durch Wasser gezogen wird, gelingt es leicht, die Triacetatschicht unbeschädigt abzuziehen.
Claims (2)
- Patentansprüche: 1. Verfahren zur Herstellung von Kondensatordünnfolien, bei dem Lösungen organischer Filmbildner in organischen Lösungsmitteln auf dünne biegsame Trägerfolien gegossen, anschließend getrocknet und auf der von der Trägerfolie abgewandten Seite metallisiert werden und bei dem dann die Kondensatordünnfolie von der Trägerfolie abgezogen und zu einem Kondensator verarbeitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß als Trägerfolien selbsttragende Cellulosehydratfolien verwendet werden.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß vor dem Abziehen der Kondensatordünnfolie von der Trägerfolie eine Behandlung mit feuchter Luft, Wasserdampf oder Wasser durchgeführt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: ZD Deutsche Patentschriften Nr. 710 121, 810 457, 847 968; britische Patentschrift Nr. 736 479.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1955F0019153 DE1235432B (de) | 1955-12-24 | 1955-12-24 | Verfahren zur Herstellung von Kondensatorduennfolien |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1955F0019153 DE1235432B (de) | 1955-12-24 | 1955-12-24 | Verfahren zur Herstellung von Kondensatorduennfolien |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1235432B true DE1235432B (de) | 1967-03-02 |
Family
ID=7089219
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1955F0019153 Pending DE1235432B (de) | 1955-12-24 | 1955-12-24 | Verfahren zur Herstellung von Kondensatorduennfolien |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1235432B (de) |
Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB736479A (de) * | 1900-01-01 | |||
| DE710121C (de) * | 1934-06-16 | 1941-10-14 | Wolff & Co Komm Ges Auf Aktien | Verfahren zur Herstellung von Folien oder aehnlichen flaechenhaften Gebilden aus Formylcelluloseloesungen |
| DE810457C (de) * | 1945-01-18 | 1951-08-09 | Gevaert Photo Prod Nv | Unterlage fuer das Giessen von Filmunterlagen |
| DE847968C (de) * | 1950-11-23 | 1952-08-28 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von UEberzuegen und Folien aus Polyaethylen |
-
1955
- 1955-12-24 DE DE1955F0019153 patent/DE1235432B/de active Pending
Patent Citations (4)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB736479A (de) * | 1900-01-01 | |||
| DE710121C (de) * | 1934-06-16 | 1941-10-14 | Wolff & Co Komm Ges Auf Aktien | Verfahren zur Herstellung von Folien oder aehnlichen flaechenhaften Gebilden aus Formylcelluloseloesungen |
| DE810457C (de) * | 1945-01-18 | 1951-08-09 | Gevaert Photo Prod Nv | Unterlage fuer das Giessen von Filmunterlagen |
| DE847968C (de) * | 1950-11-23 | 1952-08-28 | Basf Ag | Verfahren zur Herstellung von UEberzuegen und Folien aus Polyaethylen |
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