DE1235386B - Verstaerkerschaltung mit einer nichtlinearen Reaktanz - Google Patents
Verstaerkerschaltung mit einer nichtlinearen ReaktanzInfo
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- DE1235386B DE1235386B DES79157A DES0079157A DE1235386B DE 1235386 B DE1235386 B DE 1235386B DE S79157 A DES79157 A DE S79157A DE S0079157 A DES0079157 A DE S0079157A DE 1235386 B DE1235386 B DE 1235386B
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
Int. CL:
H»3f
Deutsche Kl.: 21 a4-29/50
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
S79157IXd/21a4
25. April 1962
2. März 1967
25. April 1962
2. März 1967
Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zur Verstärkung sehr kurzer elektromagnetischer
Wellen, bestehend aus einem Reaktanzmodulator mit einer Kapazitätsdiode als nichtlineare Reaktanz, der
außer der zu verstärkenden Signalenergie die Energie eines weiteren Oszillators (Pumposzillator) zugeführt
ist.
Einrichtungen dieser Art sind unter dem Namen »parametrischer Verstärker« bekanntgeworden. Sie
weisen eine verhältnismäßig geringe Rauschtemperatür auf und eignen sich deshalb besonders als Eingangsschaltung
für hochempfindliche Empfangseinrichtungen.
Parametrische Verstärker, wie sie beispielsweise in der Zeitschrift »Proceedings of the ERE«, Juli 1958,
S. 1301 bis 1305, beschrieben sind, machen von den nichtlinearen Eigenschaften einer Reaktanz Gebrauch, die zweckmäßig aus einer im Sperrgebiet
betriebenen Kapazitätsdiode besteht. In der Regel ist die Frequenz der vom Pumposzillator der Reaktanz
zugeführten Energie größer als die Frequenz der Signalenergie. Infolge der Nichtlinearität der Reaktanz
entstehen oberhalb und unterhalb der Pumpfrequenz gelegene Seitenbänder. Durch einen eine
Wirkkomponente enthaltenden Abschluß der Schaltung für die unterhalb der Pumpschwingung liegende
Differenzfrequenz wird eine Entdämpfung des Signaleingangs hervorgerufen. Die Kapazitätsdiode wirkt
dann wie ein negativer Widerstand und kann so in Verbindung mit einem Zirkulator zur Verstärkung
von Wellen herangezogen werden.
Parametrische Verstärker benötigen, sofern sie nicht als Wanderwellenverstärker ausgebildet sind,
zum Betrieb je einen abgestimmten Kreis für die signalfrequenten und die differenzfrequenten Ströme.
Diese abgestimmten Kreise müssen möglichst breitbandig sein, wenn die Verstärkerbandbreite ihrerseits
groß sein soll. Die erreichbare Bandbreite der Kreise wird in der Praxis durch die parasitären Reaktanzen
der Kapazitätsdiode stark beeinträchtigt.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, einen parametrischen Verstärker der einleitend beschriebenen
Art unter anderem hinsichtlich der geschilderten Schwierigkeiten wesentlich zu verbessern.
Für eine Einrichtung zur Verstärkung sehr kurzer elektromagnetischer Wellen, bestehend aus einem
Reaktanzmodulator mit einer Kapazitätsdiode als nichtlineare Reaktanz, der außer der zu verstärkenden
Signalenergie die Energie eines weiteren Oszillators (Pumposzillator) zugeführt ist und bei der im
wesentlichen ausschließlich die parasitären Reaktanzen der Kapazitätsdiode den Resonanzkreis für die
Verstärkerschaltung mit einer
nichtlinearen Reaktanz
nichtlinearen Reaktanz
Anmelder:
Siemens Aktiengesellschaft, Berlin und München, München 2, Wittelsbacherplatz 2
Als Erfinder benannt:
Dr.-Ing. Walter Heinlein, München
aus der Mischung der Signalenergie mit der Pumpenergie entstehende Differenzfrequenzschwingung
bilden, wird erfindungsgemäß die Aufgabe dadurch gelöst, daß die Differenzfrequenz mit derjenigen
Eigenresonanzfrequenz der Kapazitätsdiode, die durch die mittlere Sperrschichtkapazität und die
Reihenschaltung von der Eigeninduktivität und der Gehäusekapazität der Diode gegeben ist, dadurch in
Übereinstimmung gebracht ist, daß die äußere Schaltung der Kapazitätsdiode bei entsprechender Wahl
der Höhe der Pumpfrequenz in bezug auf die der mittleren Signalfrequenz für die Differenzfrequenz
wenigstens annähernd einen Leerlauf darstellt.
Bei der Erfindung wird von der Erkenntnis ausgegangen, daß die bei einem parametrischen Verstärker
mit Kapazitätsdiode erzielbare maximale Bandbreite bei der Eigenresonanz der Diode auftritt und
durch den Bahnwiderstand und die Eigeninduktivität der Diode gegeben ist.
Bei der Erläuterung der Erfindung wird im folgenden von dem in F i g. 1 dargestellten Ersatzschaltbild
eines mit einer Kapazitätsdiode ausgerüsteten parametrischen Verstärkers üblicher Ausbildung
ausgegangen. Die Kapazitätsdiode D besitzt die mittlere Sperrschichtkapazität C1n, die Eigeninduktivität
L0, den Bahnwiderstand r und die Gehäusekapazität
Cg. Die Aussteuerung der Sperrschicht durch die Pumpspannung ist durch die Wechselelastanz
Iy · Sm -cos ω pt angegeben. Hierin bedeutet
y den Modulationsgrad, Sn, — -^- die mittlere Sperr-
schichtelastanz und ω ρ die Kreisfrequenz der Pumpspannung.
Die mittlere Sperrschichtkapazität Cn, die Eigeninduktivität L0, der Bahnwiderstand r und die
Gehäusekapazität Cg der Kapazitätsdiode D sind im
709 517/19»
3 4
Ersatzschaltbild zweifach angegeben, da sie sowohl große Vorteil liegt zunächst darin, daß an Stelle
für den Signalkreis SK als auch für den Differenz- zweier Dioden nur eine Diode benötigt wird. Die
frequenzschwingkreis DK wirksam sind. Eigenresonanzfrequenz fd2 stellt die höchste Differenz-Der
Signalkreis SK weist ferner, abgesehen vom frequenz dar, bei der die maximal erreichbare Band-Signalgenerator
G und seinem Innenwiderstand R1, 5 breite B9 noch realisiert werden kann. Da die
einender Abstimmung dienenden Blindwiderstand Zl Rauschtemperatur eines parametrischen Verstärkers
auf. in gleicher Weise enthält der Differenzfrequenz- um so geringer ist, je größer das Verhältnis aus der
Schwingkreis einen Scheinwiderstand Z2, der den Differenzfrequenz fd zur Signalfrequenz/s ist, veräußeren
Abschluß dieses Kreises darstellt und der einigt der Erfindungsgegenstand als weiteren Vorteil
Gehäusekapazität Cg parallel liegt. Im allgemeinen io größtmögliche Bandbreite mit minimaler Rauschweist
Z2 eine Wirkkomponente auf, die den Difie- temperatur. Der Faktor
renzfrequenzkreis zusätzlich zum Bahnwiderstand r
belastet, und eine Blindkomponente, die zur Ab- Λ Γ Cm
Stimmung des Differenzfrequenzschwingkreises auf F ^~'
Resonanz erforderlich ist. Mit Rücksicht auf eine 15
geringe Rauschtemperatur ist Zl meist als reiner um den die Eigenresonanzfrequenz fd2 höher ist als
Blindwiderstand ausgeführt. die Eigenresonanzfrequenz fdl, liegt bei handels-
In der Regel macht die Verwirklichung einer gro- üblichen Dioden in der Größenordnung 1,4 bis 2.
ßen Bandbreite des Differenzfrequenzschwingkreises Bei einer besonders vorteilhaften Ausführungsform
die größeren Schwierigkeiten. In der F i g. 2 ist die 20 des Erfindungsgegenstandes ist die Kapazitätsdiode
Bandbreite B des Differenzfrequenzschwingkreises in >: im Innern eines der Zuführung der Pumpenenergie
Abhängigkeit von der jeweils durch entsprechende dienenden Hohlleiters angeordnet, dessen Grenzfre-
Änderung des Blindwiderstandes Zl eingestellten quenz oberhalb der Differenzfrequenz liegt. Die
Höhe der Resonanzfrequenz / aufgetragen. Aus dem Signalenergie ist der Kapazitätsdiode über einen
Diagramm ist zu entnehmen, daß die Bandbreite B 25 wenigstens teilweise als Filter ausgebildeten Wellen-
zunächst bis zur Bandbreite S0 bei der Resonanz- i;, leiter zugeführt, der an seiner Einmündung in den
frequenz fdt zunimmt. In diesem Bereich ist Zl in- Hohlleiter für die Differenzfrequenz einen Leerlauf
duktiv. Im Bereich zwischen der Resonanzfrequenz fdi und für die Pumpfrequenz einen möglichst kleinen
und der Resonanzfrequenz fd, ist Zl kapazitiv. Die Widerstand darstellt.
Bandbreite wächst hier nicht weiter, sondern bleibt 30 Der die Signalenergie zuführende Wellenleiter
konstant, weil in diesem Bereich die die Bandbreite ;:<
kann beispielsweise ein Koaxialleiter sein, der zur des Schwingkreises bestimmende Induktivität kon- Erfüllung der Leerlaufforderung hinsichtlich der
stant und gleich der Eigeninduktivität L0 ist. Im Be- Differenzfrequenzschwingung im Abstand eines Vierreich oberhalb der Resonanzfrequenz fdi ist Zl er- tels einer Wellenlänge λ d der Differenzfrequenzneut
induktiv, und die Bandbreite fällt wieder auf 35 schwingung oder eines ganzzahligen Vielfachen dakleine
Werte ab. Dieser Abfall wird, wie eine mathe- · von von seiner Einmündung in den Hohlleiter in
matische Darstellung des den Differenzfrequenz- einen Tiefpaß übergeht, dessen Grenzfrequenz oberschwingkreis
nach der F i g. 1 darstellenden Resor halb der höchsten Signalfrequenz, aber unterhalb der
nanzgebildes leicht übersehen läßt, durch die Wirkung tiefsten Frequenz des Differenzfrequenzbandes liegt,
der Gehäusekapazität in diesem Frequenzbereich 40 Der Wellenwiderstand des Koaxialleitungsabschnitts
bedingt. :. zwischen der Hohlleitereinmündung und dem Tief-Die
Resonanzfrequenzen/rfl und fd2, zwischen paß ist dabei so bemessen, daß die Signalquelle an
denen die Bandbreite des Differenzfrequenzschwing- den negativen Widerstand der Kapazitätsdiode ankreises
ein Maximum hat, dessen Wert sich aus dem gepaßt ist.
Bahnwiderstand r und der Eigeninduktivität L0 zu 45 Als Abschluß des Hohlleiters in Richtung der fortschreitenden
Pumpwellen hinter der Kapazitätsdiode
ß0 — r. eignet sich am besten ein veränderbarer Kurzschluß
Zn-L0 Jn Form eines Kurzschlußschiebers. Da die Stromberechnet, sind Eigenresonanzen der Kapazitäts- steuerung der Kapazitätsdiode größere Modulationsdiode, und zwar ergibt sich mit Zl = 0 für die Eigen- 5° §radf a\dle Spannungssteuerung zulaßt, ist es ferner
resonanzfrequenz angebracht, die Diode in einem Strombauch der
Pumpwelle anzuordnen. Dies geschieht in einfacher
fdl = Weise dadurch, daß der Abstand zwischen dem Ort
2π· j/ Cm · L0 der Kapazitätsdiode und dem Ort der Kurzschluß-SS
ebene des Kurzschlußschiebers einer halben Hohl- und mit Zl = o) für die Eigenresonanzfrequenz leiterwellenlänge Xp der Pumpschwingung gewählt
wird.
r _j! . 1Z1 , Cm Im Gegensatz zu bekannten parametrischen Ver-
Jdt jai· yi + —. stärkern in Hohlleiterbauweise ist der Hohlleiter
: 60 beim Erfindungsgegenstand nicht Teil des Differenz-Parametrische
Verstärker, die von der unteren frequenzschwingkreises. Dieser glückliche Umstand
Eigenresonanzfrequenz fdl Gebrauch machen, sind kann gemäß einer Weiterbildung der Erfindung zur
bereits bekannt. Der für diese Frequenz notwendige Einsparung von Pumpleistung mit Hilfe eines den
Kurzschluß der Gehäusekapazität Ce wird dabei Bahnwiderstand der Diode an den Pumposzillator
mittels einer Brückensclialtung realisiert, die noch 65 anpassenden Transformationsgliedes ausgenützt wereine
weitere Kapazitätsdiode enthält. Im Gegensatz den. Das Transforinationsglied ist hierbei an geeighierzu
macht der Erfindungsgegenstand von der neter Stelle in den die Pumpenergie zuführenden
oberen Eigenresonanzfrequenz fd2 Gebrauch. Der Hohlleiter einzufügen.
Claims (7)
1. Einrichtung zur Verstärkung sehr kurzer elektromagnetischer Wellen, bestehend aus einem
Reaktanzmodulator mit einer Kapazitätsdiode als nichtlineare Reaktanz, der außer der zu verstärkenden
Signalenergie die Energie eines weiteren Oszillators (Pumposzillator) zugeführt ist und bei
der im wesentlichen ausschließlich die parasitären Reaktanzen der Kapazitätsdiode den Resonanzkreis
für die aus der Mischung der Signalenergie mit der Pumpenergie entstehende Differenzfrequenzschwingung
bilden, dadurch gekennzeichnet, daß die Differenzfrequenz mit derjenigen Eigenresonanzfrequenz der Kapazitätsdiode,
die durch die mittlere Sperrschichtkapazität und die Reihenschaltung der Eigeninduktivität
und der Gehäusekapazität der Diode gegeben ist, dadurch in Übereinstimmung gebracht
ist, daß die äußere Schaltung der Kapazitätsdiode bei entsprechender Wahl der Höhe der
Pumpfrequenz in bezug auf die der mittleren Signalfrequenz für die Differenzfrequenz wenigstens
annähernd einen Leerlauf darstellt.
2. Einrichtung nach Anspruch I5 dadurch gekennzeichnet,
daß die Kapazitätsdiode im Innern eines der Zuführung der Pumpenergie dienenden Hohlleiters angeordnet ist, dessen Grenzfrequenz
oberhalb der Differenzfrequenz liegt, und daß die Signalenergie der Kapazitätsdiode über einen
wenigstens teilweise als Filter ausgebildeten Wellenleiter zugeführt ist, der an seiner Einmündung
in den Hohlleiter für die Differenzfrequenz einen Leerlauf darstellt.
3. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der als Filter ausgebildete
Wellenleiter an seiner Einmündung in den Hohlleiter für die Pumpfrequenz einen möglichst
kleinen Widerstand darstellt.
4. Einrichtung nach Anspruch 2 oder 3, bei der die Signalenergie zuführende Wellenleiter
ein Koaxialleiter ist, dadurch gekennzeichnet, daß der Koaxialleiter im Abstand eines Viertels
einer Wellenlänge λ d der Differenzfrequenzschwingung oder eines ganzzahligen Vielfachen
davon von seiner Einmündung in den Hohlleiter in einen Tiefpaß übergeht, dessen Grenzfrequenz
oberhalb der höchsten Signalfrequenz, aber unterhalb der tiefsten Differenzfrequenz liegt, und
daß der Wellenwiderstand des Koaxialleitungsabschnitts zwischen der Hohlleitereinmündung
und dem Tiefpaß so bemessen ist, daß die Signalquelle
an den negativen Widerstand der Kapazitätsdiode angepaßt ist.
5. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Hohlleiter in Richtung der fortschreitenden Pumpwellen hinter der Kapazitätsdiode mit einem
Kurzschlußschieber abgeschlossen ist.
6. Einrichtung nach Ansprach 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Abstand zwischen dem Ort
der Kapazitätsdiode und dem Ort der Kurzschlußebene des Kurzschlußschiebers eine halbe Hohlleiterwellenlänge
λ ρ der Pumpfrequenzschwingung oder ein ganzzahliges Vielfaches davon
beträgt.
7. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß der
Bahnwiderstand der Kapazitätsdiode über ein Transformationsglied an den Pumposzillator angepaßt
ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
709 517/190 2.67 © Bundesdruckerei Berlin
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