DE1235222B - Vorrichtung zum Laden von Abfall in den Abfallbehaelter eines Muelltransportfahrzeuges - Google Patents
Vorrichtung zum Laden von Abfall in den Abfallbehaelter eines MuelltransportfahrzeugesInfo
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Description
DEUTSCHES
WTVWt
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Deutsche KL: 81 d -1
Nummer: 1 235 222
Aktenzeichen: A 48897 XI/81 d
J 235 222 Anmeldetag: 9.Aprill965
Auslegetag: 23. Februar 1967
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Laden von Abfall in den Abfallbehälter eines Mülltransportfahrzeuges
mit einer querliegenden Hohltrommel, die mittels eines Druckmittelmotors drehbar innerhalb
des Einfülltrichters am hinteren Teil des Abfallbehälters angeordnet ist, und mit innerhalb der Trommel
drehbaren, exzentrisch gelagerten Organen, die bei der Drehung der Trommel durch Öffnungen in deren
Oberfläche hindurch in den hinteren und den unteren Teil des Einfülltrichters hineinstoßen und dadurch
den Abfall zusammendrücken und in den Abfallbehälter überführen.
Für den wirtschaftlichen Abtransport von Abfall in Mülltransportfahrzeugen ist es erforderlich, eine
größtmögliche Menge von Abfall in dem Abfallbehälter des Mülltransportfahrzeuges unterzubringen. Zu
diesem Zweck versucht man, den Abfall durch Spezialvorrichtungen im Abfallbehälter zusammenzupressen,
um ihm ein möglichst kleines Volumen zu geben.
Es ist eine Vorrichtung bekannt, bei der eine aus mehreren Hohlprismen zusammengefügte Trommel
unmittelbar am Boden des Einfülltrichters eines Mülltransportfahrzeuges horizontal gelagert ist. Zwischen
den einzelnen Prismenteilen der Trommel sind Führungsschlitze für plattenförmige Förderelemente frei
gelassen, an deren seitlichen Enden Rollen gelagert sind, welche in Führungsschienen an behälterfesten
Teilen eingreifen, so daß die Platten bei der Drehung der Trommel ein- und ausgeschoben werden. Die
Trommel selbst ist auf einer durchgehenden zentrischen Welle angebracht, die ihren Antrieb über einen
nach außen vorragenden Zapfen erhält. Diese Anordnung ist jedoch verhältnismäßig kompliziert und
störanfällig, und außerdem sind die auf den Müll übertragbaren Quetsch- und Preßkräfte sehr begrenzt.
Weiterhin ist eine ähnliche Trommelvorrichtung bekannt, bei der jedoch schwenkbare Räumleisten
vorgesehen sind, welche sich über die ganze Länge der Trommel erstrecken und auf um 90° zueinander
versetzten und im Bereich des Trommelumfangs angeordneten Achsen gelagert sind. Mittels Rollen
und Kurvenführungen sind die Leisten bei der Drehung der Trommel zwischen einer Einfahrstellung,
in welcher sie sich annähernd in den Trommelumfang einfügen, und einer Greifstellung schwenkbar,
in welcher sie nach Art von Klauenleisten über den Trommelumfang hinausragen. Auch diese Ausführung
ist verhältnismäßig kompliziert, und überdies lassen sich höchstens begrenzte Verformungskräfte
auf den Abfall ausüben.
Vorrichtung zum Laden von Abfall in den
Abfallbehälter eines Mülltransportfahrzeuges
Abfallbehälter eines Mülltransportfahrzeuges
Anmelder:
Autolava Oy, Raisio (Finnland)
Vertreter:
Vertreter:
Dipl.-Phys. G. Liedl, Patentanwalt,
München 22, Steindorfstr. 22
München 22, Steindorfstr. 22
Als Erfinder benannt:
Mikko Terho, Raisio (Finnland)
Beanspruchte Priorität:
Finnland vom 11. April 1964 (764)
Angesichts der bei der Beförderung von Abfall erforderlichen Robustheit und Unkompliziertheit der
dabei verwendeten Fördereinrichtungen sieht die vorliegende Erfindung ihre Aufgabe darin, eine derartige
Vorrichtung zu schaffen, welche in geringster Weise störanfällig ist und dabei größtmögliche Quetschkräfte
zum Zusammenpressen und zur Volumenverkleinerung des in den Abfallbehälter geförderten
Mülls auszuüben vermag.
Diese Aufgabe wird dadurch gelöst, daß die Trommel mittels an ihren beiden Enden angebrachter
Buchsen auf an den Seitenwänden des Einfülltrichters angebrachten Achszapfens gelagert ist und daß
als Räumorgane dienende Arme od. dgl. mit einem Ende drehbar nebeneinander auf einer Welle angebracht
sind, die in bezug auf die Buchsen exzentrisch angeordnet ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird im folgenden an Hand der Zeichnungen erläutert. Es
zeigt
F i g. 1 den hinteren Teil eines erfindungsgemäßen Abfalltransportautos in Seitenansicht,
So F i g. 2 eine Stirnansicht von hinten gesehen,
So F i g. 2 eine Stirnansicht von hinten gesehen,
Fig. 3 einen Teil einer erfindungsgemäßen Quetschtrommel, teilweise geschnitten,
709 510/64
Fig.4 die Trommel als Teilbild in Richtung der Achse gesehen,
F i g. 5 eine Einzelheit aus F i g. 3 als Teilbild in Achsrichtung gesehen,
F i g. 6 eine Einzelheit zu F i g. 3 und 4 von der Seite gesehen in größerem Maßstab,
F i g. 7 dieselbe Einzelheit von vorn,
F i g. 8 und 9 zwei Einzelheiten aus F i g. 3 in größerem Maßstab,
F i g. 10 und 11 denselben Teil wie in F i g. 5, aber jede von verschiedenen Seiten gesehen, winkelrecht
zur Blickrichtung in Fig. 9.
In F i g. 1 bezeichnet die Bezugsziffer 1 das Fahrerhaus eines Müllwagens, 2 die Hinterräder und 3 den
Grundrahmen. Auf dem Grundrahmen ist ein Abfallbehälter aufgebaut, der aus einem ebenen Boden 4
und Wänden 5, 9 sowie einem Dach 6 besteht, die auf der Außenseite durch Verstärkungsbalken 7 verstärkt
sein können. Die hintere Wand des Abfallbehälters muß geöffnet werden können. Zu diesem
Zweck ist am hinteren Ende des Abfallbehälters ein schwenkbarer Hinterteil angeschlossen, der durch die
Punkte 10, 11,12 13, 14 und 15 umrissen ist. Dieser schwenkbare Hinterteil ist mittels hydraulischer Hubvorrichtungen,
die nicht dargestellt sind, im Scharnier IO am Dach schwenkbar.
Wenn der schwenkbare Hinterteil sich in der herabgeklappten Stellung gemäß F i g. 1 und 2 befindet,
kann er in dieser Stelllung durch in der Zeichnung nicht angegebene Verschlußvorrichtungen festgehalten
werden.
In herabgeklappter Stellung sind die Seitenwände 16 des schwenkbaren Hinterteils eine Fortsetzung der
Seitenwände 5 des Abfallbehälters, und entsprechenderweise ist die Platte 17, die das Dach des schwenkbaren
Hinterteils bildet, eine Fortsetzung des Daches 6 des Abfallbehälters. Eine Fortsetzung der
Bodenplatte 4 des Abfallbehälters ist hierbei die Bodenplatte 18 des schwenkbaren Hinterteils, die
gleichmäßig aufwärts bis zum Punkt 13 gebogen ist.
Der vor den Punkten 13,14 und 15 begrenzte Teil, die sogenannte Kelle 19, kann um eine durch den
Punkt 13 gehende Achse rückwärts und abwärts geschwenkt werden. Die Kelle 19 kann hierbei mittels
in der Zeichnung nicht angegebener hydraulischer Antriebsvorrichtungen in die in F i g. 1 mit gestrichelten
Linien angezeigte Stellung 19 a geschwenkt werden. Der Kelle können ferner noch andere hydraulische
Antriebsvorrichtungen angeschlossen werden, wodurch die Höhenlage von der in F i g. 1 gezeigten
Stellung 19 a zur unteren Stellung 19 b verändert werden kann, wobei der untere Teil der Kelle die
Erde berührt.
Die Seitenwände der Kelle 19 sind eine Fortsetzung der Seitenwände 16 des schwenkbaren Hinterteils,
wenn die Kelle in der angehobenen Stellung ist. Den Seitenwänden schließt sich eine Hinterwand 20
und ein Boden 21 an. Im übrigen ist die Kelle offen, so daß — wenn sie sich in den Stellungen 19 a oder
19 b befindet—Müll eingeladen oder Mülltonnen auf ihren Boden 21 gestellt und an der Kelle festgebunden
werden können. Wenn die Kelle dann von der Stellung 19 a zur Stellung 19 schwenkt, fällt der Müll
aus der Kelle oder den daran befestigten Mülltonnen auf den Boden 18 des schwenkbaren Hinterteils des
Abfallbehälters.
Der schwenkbare Hinterteil des Abfallbehälters ist vorn durch eine Wand abgeschlossen, die an die Sei-
tenwände 16 angeschlossen ist und sich von der Kante 10 über den Punkt 11 bis zur Vorderkante 12
des Bodens 18 erstreckt. Diese Vorderwand erstreckt sich jedoch nicht — jedenfalls nicht in der ganzen
Breite — bis zur Bodenplatte 18, wodurch zwischen dem schwenkbaren Hinterteil und dem eigentlichen
Abfallbehälter eine Öffnung geeigneter Größe entsteht, durch die mittels einer Schiebevorrichtung der
Müll vom schwenkbaren Hinterteil zum eigentlichen Abfallbehälter gefördert wird.
Gemäß Fig. 3 bis 10 gehört zur Schiebevorrichtung eine zylindrische Trommel 30, deren Mantel 31
aus dickem Stahlblech hergestellt ist und die am unteren Teil des schwenkbaren Hinterteils an Achszapfen 33 gelagert ist, die mit den Seitenwänden 16
fest verbunden sind. Das Bezugszeichen 32 betrifft die mathematische Achse der Trommel 30. Die Achszapfen 33 sind mit den Seitenwänden 16 z. B. durch
Schraubenbolzen fest verbunden. Lagerhülsen bzw. Buchsen 34 sind mittels Kuggellager 35 an den Achszapfen abgestützt. Mit den Hülsen 34 ist ein Kettenzahnrad
36 fest verschraubt. Die Endplatten 37 der Trommel sind ihrerseits mit den Hülsen 34 und dem
Mantel 31 fest verbunden.
An den Achsen 33 ist exzentrisch hinsichtlich ihrer mathematischen Achse 32 eine Welle 38 gelagert,
deren Mittelachse mit 39 bezeichnet ist. Die Hinweisziffer 40 bezieht sich auf ein Kugellager. Die Welle
38 ist also zwischen den Achsenstücken 33 gelagert, und an diesen Achsenstücken ist auch die Trommel
30 gelagert.
Um die Welle 38 sind ringförmige Buchsen 41 plaziert, die als Gleitlager im Verhältnis zur Welle 38
schwingen können. Durch entsprechende Bohrungen kann gegen die innere Fläche sämtlicher ringförmiger
Buchsen 41 Schmiermittel gepreßt werden.
An jede Buchse 41 ist eine im Querschnitt rechteckige, ziemlich dicke Stange oder ein Arm 42 angeschweißt,
dessen äußeres Ende sich durch eine Öffnung im Trommelmantel 31 vorschiebt. Die öffnung
entspricht ihrer Form nach dem Querschnitt des Armes 42.
Ein hydraulischer Motor, der in der üblichen Weise vom Fahrzeugmotor aus gespeist wird, dreht
die Trommel 30 mittels des Zahnrades 36 und einer Kettenverbindung. Bei Umdrehung der Trommel
werden die Arme 42 infolge der exzentrischen Lage der Welle 38 zwischen einer eingezogenen Stellung
(F i g. 3, 4 oben) und einer vorgeschobenen Stellung (F i g. 3, 4 unten) hin- und herbewegt. Die außerhalb
des Trommelmantels 31 befindlichen Enden der Arme 42 schieben bei Umdrehung der Trommel den
Müll zwischen den Trommelmantel 31 und die Bodenfläche 18 (F i g. 1) und von dort weiter zum
eigentlichen Abfallbehälter des Fahrzeuges, wenn die Trommel 30 sich in Richtung des Pfeiles 43 bewegt.
Die untere Kante der Vorderwand des schwenkbaren Hinterteils kann sich hierbei bis an den Punkt 44 in
F i g. 1 und bis Punkt 45 in F i g. 4 erstrecken. Wenn die Trommel 30 rotiert, wird der Abfall, der unter
die Trommel geschoben wird, gleichzeitig kräftig gegen den Boden 18 gequetscht.
Nach den F i g. 3 und 4 liegen die Achsen 32 und
39 übereinander in der gleichen Vertikalebene. Hierbei sollte die waagerechte Unterkante der Vorderwand
des schwenkbaren Hinterteils die Walze am obersten Punkt berühren. Nach F i g. 1 dagegen liegen
die Achsen 32 und 39 nicht senkrecht überein-
Claims (6)
1. Vorrichtung zum Laden von Abfall in den Abfallbehälter eines Mülltransportfahrzeuges mit
einer querliegenden Hohltrommel, die mittels eines Druckmittelmotors drehbar innerhalb des
Einfülltrichters am hinteren Teil des Abfallbehälters angeordnet ist und mit innerhalb der
Trommel drehbaren, exzentrisch gelagerten Organen, die bei der Drehung der Trommel
durch Öffnungen in deren Oberfläche hindurch in den hinteren und den unteren Teil des Einfülltrichters
hineinstoßen und dadurch den Abfall zusammendrücken und in den Abfallbehälter überführen, dadurch gekennzeichnet,
daß die Trommel (30) mittels an ihren beiden Enden angebrachter Buchsen (34) auf an den
Seitenwänden des Einfülltrichters angebrachten Achszapfen (33) gelagert ist und daß als Räumorgane
dienende Arme (42) od. dgl. mit einem Ende drehbar nebeneinander auf einer Welle (38)
angebracht sind, die in bezug auf die Buchsen (34) exzentrisch angeordnet ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Achszapfen (33) starr mit
den Seitenwänden des Einfülltrichters verbunden sind.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Achszapfen (33)
starr an Platten angebracht sind, die zur Überführung sperriger Abfallstücke in den Abfallbehälter
z. B. gegen die Kraft einer Feder in Führungsvorrichtungen aufwärts bewegbar sind.
4. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Mittellinie (39)
der die Arme (42) tragenden Welle (38) unterhalb der Mittellinie (32) der Achszapfen (33) der
Trommel angeordnet ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1, 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Arme (42) einen
rechteckigen Querschnitt haben.
6. Vorrichtung nach wenigstens einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die Arme (42) in solcher Weise auf der Welle (38) angeordnet sind, daß — beginnend
vom einen Ende der Welle — die Arme (42) des gleichen Armpaares einen Winkel von
180° zueinander und die Arme des nächsten Paares jeweils einen Winkel von 30° mit den
Armen des vorhergehenden Armpaares bilden.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschrift Nr. 1089 903;
USA.-Patentschriften Nr. 2573 269, 2573 270,
594.
Französische Patentschrift Nr. 1089 903;
USA.-Patentschriften Nr. 2573 269, 2573 270,
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Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
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