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Vorrichtung zum geordneten Einstapeln von regelmäßig geformten Gegenständen
in Sammelbehälter Zusatz zum Patent: 1 198728 Das Hauptpatent 1198 198728 betrifft
eine Vorrichtung zum geordneten Einstapeln von regelmäßig geformten Gegenständen
in Sammelbehälter, wobei diese Vorrichtung einen Schieber, eine Tischplatte und
automatische Einrichtungen zum Zuführen und Zählen der Gegenstände aufweist, die
Bewegung des Schiebers über einen Schalter durch die von der Zuführungseinrichtung
auf den Tisch gebrachten Gegenstände ausgelöst wird und der Schieber die Gegenstände
über die Tischplatte in den jeweiligen am Ende derselben angebrachten Behälter befördert.
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Aufgabe des Hauptpatentes ist es, eine solche Stapelvorrichtung einfach
und sicher wirkend auszubilden.
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Gemäß Patent 1 198728 ist eine solche Vorrichtung mit einem Schwenkhebel
versehen, der einen Antrieb aufweist, und die Tischplatte hat einen Längsschlitz,
durch den hindurch der Schwenkhebel den Schieber bewegt und führt. Ferner sind die
Tischplatte und der Schieber derart symmetrisch ausgebildet, daß an den einander
gegenüberliegenden Enden der Tischplatte Behälter angeordnet werden können, welche
von den stabförmigen Gegenständen gefüllt werden, wobei eine mit einem Zählwerk
verbundene Schaltvorrichtung zum Umsteuern vorgesehen ist, so daß dieser Schieber
jeweils nacheinander erst einen Behälter an dem einen Tischende und dann einen anderen
Behälter an dem gegenüberliegenden Tischende füllt.
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Bei dieser Vorrichtung ist gegenüber der Zuführungseinrichtung ein
Schalter vorgesehen, der durch die mit eigener Schwerkraft über die Zuführung herankommenden
stabförmigen Packstücke, wie Münzrollen od. dgl., betätigt wird und der die Schieberbewegung
auslöst. Derartige Vorrichtungen arbeiten zuverlässig, solange die kinetische Energie
der herangebrachten Packstücke dazu ausreicht, den Schalter sicher zu betätigen.
Es hat sich jedoch gezeigt, daß bei unterschiedlichen Verpackungsgegenständen, bei
einem Wechsel des Packpapiers und sogar bereits bei schwankender Luftfeuchtigkeit,
eine bedeutende Verringerung der sonst vorhandenen kinetischen Energie eintreten
kann und der Schalter dann nicht mehr zuverlässig betätigt wird.
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Hier schafft auch eine andere bekannte Vorrichtung keine Abhilfe,
die zum paketweisen Zuführen scheibenförmiger Gegenstände zu einer Verarbeitungsmaschine
dient. Bei dieser Vorrichtung ist eine Sperre dazu vorhanden, um eine Nachförderung
von zu verpackenden Gegenständen zu verhindern, solange der vorangegangene Stapel
abgenommen und die in der Verlängerung der Zuführbahn befindliche
Sammelschale abgesenkt
ist. Die Zuführung selbst erfolgt zwangläufig über Keilriemen, also regelbar und
ohne Ausnutzung der Eigenenergie von Packstücken, worauf im vorliegenden Fall der
Einfachheit halber jedoch nicht verzichtet werden sollte.
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Daraus ergab sich die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe, nach
der die Energie, mit welcher das stabförmige Packstück den Schaltkontakt für die
Schieberbewegung betätigt, von Unsicherheiten und Zufälligkeiten unabhängig zu machen
war.
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Diese Aufgabe wurde erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß bei der Vorrichtung
nach dem Hauptpatent 1 198728 zum geordneten Einstapeln von regelmäßig geformten,
stabförmigen Gegenständen in Sammelbehälter mit einem Schieber, einer Tischplatte
und automatischen Einrichtungen zum Zuführen und Zählen der Gegenstände, wobei die
Bewegung des Schiebers über einen Schalter durch die von der Zuführungseinrichtung
auf den Tisch gebrachten Gegenstände ausgelöst wird und der Schieber die Gegenstände
über die Tischplatte in den jeweiligen, am Ende derselben angebrachten Behälter
befördert, wobei in der Vorrichtung ein mit einem Antrieb versehener Schwenkhebel
vorgesehen ist und die Tischplatte einen Längsschlitz aufweist, durch den hindurch
der Schwenkhebel den Schieber bewegt und führt, wobei weiterhin die Tischplatte
und der Schieber derart symmetrisch ausgebildet sind, daß an gegenüberliegenden
Enden der Tischplatte angebrachte Behälter gefüllt werden können und wobei eine
mit dem Zählwerk verbundene
Schaltvorrichtung zum Umsteuern des
Schiebers vorgesehen ist, so daß dieser jeweils nacheinander erst einen Behälter
an dem einen Tischende und dann einen an dem gegenüberliegenden Tischende füllt,
zur Erreichung zwangsweiser, bei gleichbleibender Geschwindigkeit erfolgender Förderung
der Packstücke aus der Zuführungseinrichtung auf die Tischplatte an einer gemeinsamen
Betätigungsstange zwei Winkellenker mit einem Ende befestigt sind, deren einer am
anderen Ende einen gelenkig angebrachten Auswerfer trägt, während der andere über
einen schwenkbaren Verschlußträger einen Verschluß in einem derartigen Bewegungsablauf
führt, daß bei Ankunft eines Packstückes die Öffnung der Zuführungseinrichtung durch
den Verschluß verschlossen ist und anschließend der Auswerfer das Packstück bei
sich öffnendem Verschluß auswirft, wobei Verschluß und Auswerfer um ortsfeste, waagerechte
und parallel zueinander liegende Achsen bewegbar angeordnet sind.
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Der den Auswerfer tragende Winkellenker ist in einem Drehpunkt am
Maschinenrahmen gelagert, weist unterhalb der Lagerstelle U-förmigen Querschnitt
auf und ist mit dem Auswerfer durch ein Kniegelenk verbunden, welches in Vorschubrichtung
gegen Einknicken gesperrt ist.
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Der den Verschluß führende Verschlußträger ist in einem Drehpunkt
an dem einen Winkellenker und in einem weiteren Drehpunkt an der Zuführungseinrichtung
gelagert.
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Verschluß und Auswerfer sind an ihren freien Enden dem Querschnitt
einer in der Mitte des Bodens der Zuführungseinrichtung vorgesehenen Führungsrinne
angepaßt.
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Durch die Betätigungsstange werden also der Verschluß und der Auswerfer
gemeinsam angetrieben. Der Verschluß hält erst einmal jedes über die Zuführungseinrichtung
herankommende Packstück auf und vernichtet die in ihnen enthaltene, nicht genau
kontrollierbare kinetische Energie. Anschließend wirft der Auswerfer das Packstück,
also die Münzrolle od. dgl., mit vorbestimmter, gleichbleibender Geschwindigkeit
auf die Tischplatte. Dadurch wird der Eingangsschalter stets mit Sicherheit betätigt.
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Darin liegen auch die besonderen Vorteile der erfindungsgemäßen Vorrichtung,
die auf diese Weise den gesamten Arbeitsvorgang von den wechselnden und Störungen
hervorrufenden Einflüssen befreit, welche den Betrieb bei Ausnutzung der Eigenenergie
der zugeführten Packstücke sonst beeinträchtigen.
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An Hand der Zeichnung wird ein Ausführungsbeispiel der Erfindung
nachstehend erläutert. Es zeigt Fig. 1 den Längsschnitt in der Mittelebene der Vorrichtung,
Fig. 2 die Vorderansicht der Vorrichtung nach Fig. 1.
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Der mit einem nach unten vorstehenden Kragen 100 versehene Maschinenrahmen
101 weist zum Einwurf der Münzrollen od. dgl. eine längliche Offnung 102 auf, von
der nur der rechte Teil zu sehen ist. Durch Schrauben 103, von denen nur eine dargestellt
wurde, ist am Maschinenrahmen ein Quersteg 104 befestigt, durch den (in Verbindung
mit nicht dargestellten, weiter links liegenden Teilen) die Zuführungseinrichtung
25 getragen wird. Diese Zuführungseinrichtung weist am Boden 105 eine Führungsrinne
106 auf. Mit einem Fuß 107 stützt sich die Zuführungseinrichtung auf die Tischplatte
7, in deren
Schlitz 6 sich der Schwenkhebel 15 bewegt, um dabei mittels des Schiebers
11 die Münzrollen od. dgl. senkrecht zur Zeichenebene nach der einen oder nach der
anderen Seite in einen Behälter zu stoßen.
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Dabei wird die Münzrolle od. dgl. auf der Seite der Zuführungseinrichtung
durch einen Anschlag 51 eines Anschlagswinkels 49 geführt.
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Oberhalb des Maschinenrahmens 101 und seitlich der Öffnung 102 befindet
sich eine Zugstange 108 (in Fig. 2 nicht dargestellt), die bei 109 an ein Zwischenstück
110, 111 angelenkt ist. Der Teil 110 des Zwischenstückes ist ein winkelförmiger
und senkrecht zur Ebene der Fig. 1 in seinem unteren Teil abgebogener Blechstreifen,
wogegen der Teil 111 im Querschnitt U-förmig mit zwei Schenkeln und einem Steg gebildet
ist. Der Blechstreifen 110 ist an dem einen Schenkel des Teiles 111 vorzugsweise
angeschweißt. Beide Schenkel sind an ihrem oberen Ende verlängert und umfassen die
Schwenkachse 112, welche in beiderseitigen Lagerböcken 113 am Maschinenrahmen gelagert
ist. Der U-förmige Teil 111 des Zwischenteiles trägt an seinem Ende über eine Schwenkachse
114 den Auswerfer 115, welcher auch im wesentlichen im Querschnitt U-förmig ist,
wobei die Schwenkachse 114 die Schenkel durchsetzt. Durch -einen Gewindeansatz 116
des Auswerfers 115 ist eine Schraube 117 gesetzt, deren Spitze gegen das Ende des
U-Steges des U-förmigen Teiles 111 des Zwischenstückes drückt, so daß man durch
Verstellen der Schraube die Grenzstellung festlegen kann, die der Auswerfer gegenüber
dem Zwischenstück einzunehmen vermag. Die Schenkel des im Querschnitt U-förmigen
Teiles 111 des Zwischenteiles sind über den Steg des U-förmigen Teiles hinaus verlängert,
so daß sich die Schwenkachse 114 außerhalb des B reiches des U-Steges befindet.
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An beiden Seiten der Zuführungseinrichtung 25 sind außen Schwenkbolzen
118 angebracht, um welche die Verschlußträger 119 schwenkbar sind.
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Die Verschlußträger sind an ihren freien Enden durch den Verschluß
120 miteinander verbunden.
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Der in Fig. 1 sichtbare Verschlußträger 119 trägt einen Schwenkbolzen
121, um welchen ein abgewinkelter Lenker 122 schwenkbar ist. Dieser Lenker ist bei
123 an den Blechstreifen 110 des Zwischenstückes angelenkt.
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Beide Figuren zeigen die Vorrichtung am Ende des Auswerfers, d. h.
bei nach links bewegter Zugstange 108. Wird die Zugstange 108 nun nach rechts bewegt,
so stößt sie den Blechstreifen 110 vor sich her. Der im Querschnitt U-förmige Teil
des Zwischenstückes 111 schwenkt um die Schwenkachse 112 im Uhrzeigersinn um etwa
600. Dabei nimmt der Auswerfer 115, von der Schwenkachse 114 aus gesehen, eine nahezu
senkrechte Stellung ein. Da der Auswerfer 115 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn
freibeweglich ist, wird er auch eine dicke Münzrolle od. dgl. nicht daran hindern,
in die Führungsrinne einzutreten.
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Der Blechstreifen 110 wird bei der Bewegung nach rechts den Lenker
122 mitnehmen und dabei die Verschlußträger 119 nach unten stoßen. Dies bewirkt,
daß der Verschluß 120 sich vor die Öffnung 124 der Zuführungseinrichtung 25 legt
und den freien Austritt einer Münzrolle od. dgl. verhindert.
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Die Rückbewegung der Zugstange 108 nach links öffnet zunächst den
Verschluß 120 und führt außerdem den Auswerfer 115 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn
zur
Öffnungl24, wobei er die inzwischen in die Führungsrinne 106 eingetretene Münzrolle
vor sich herschiebt und auswirft. Dabei stößt die Münzrolle mit dem freien Ende
gegen den nicht dargestellten Kontakt und sorgt auf diese Weise dafür, daß der Schieber
11 seine Schwenkbewegung durchführt.