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DE1234885B - Verfahren zum Stumpfschweissen von duennen Draehten an flaechenhaften Werkstuecken - Google Patents

Verfahren zum Stumpfschweissen von duennen Draehten an flaechenhaften Werkstuecken

Info

Publication number
DE1234885B
DE1234885B DE1964J0025590 DEJ0025590A DE1234885B DE 1234885 B DE1234885 B DE 1234885B DE 1964J0025590 DE1964J0025590 DE 1964J0025590 DE J0025590 A DEJ0025590 A DE J0025590A DE 1234885 B DE1234885 B DE 1234885B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
welding
wire
electrode
bead
capacitor
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1964J0025590
Other languages
English (en)
Inventor
Guenter Broednow
Friedel Christian Schmidt
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Halbleiterwerk Frankfurt Oder VEB
Original Assignee
Halbleiterwerk Frankfurt Oder VEB
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Halbleiterwerk Frankfurt Oder VEB filed Critical Halbleiterwerk Frankfurt Oder VEB
Priority to DE1964J0025590 priority Critical patent/DE1234885B/de
Publication of DE1234885B publication Critical patent/DE1234885B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B23MACHINE TOOLS; METAL-WORKING NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • B23KSOLDERING OR UNSOLDERING; WELDING; CLADDING OR PLATING BY SOLDERING OR WELDING; CUTTING BY APPLYING HEAT LOCALLY, e.g. FLAME CUTTING; WORKING BY LASER BEAM
    • B23K11/00Resistance welding; Severing by resistance heating
    • B23K11/002Resistance welding; Severing by resistance heating specially adapted for particular articles or work
    • B23K11/0026Welding of thin articles

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Arc Welding In General (AREA)
  • Fixed Capacitors And Capacitor Manufacturing Machines (AREA)
  • Manufacturing Of Electrical Connectors (AREA)

Description

  • Verfahren zum Stumpfschweißen von dünnen Drähten an flächenhaften Werkstücken Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Stumpfschweißen von dünnen Drähten auf flächenhaften Werkstücken mittels Kondensatorentladung, bei dem in getrennten Arbeitsgängen erst in einem Lichtbogen in Schutzgasatmosphäre die Schweißperle hergestellt und dann die eigentliche Schweißung am Werkstück erfolgt. Das Befestigen von dünnen Drähten auf schweißbare Werkstücke, z. B. das Anbringen von elektrischen Kontakten und Zuleitungen, ist seit langer Zeit bekannt und erprobt. Schwieriger ist das Anschweißen von Drähten, sobald der Durchmesser der Drähte unterhalb von etwa 0,5 mm liegt. Als geeignet für die Drahtschweißung hat sich im gewissen Umfang die Widerstandsschweißung unter Anwendung einer Kondensatorentladung als Energiequelle gezeigt.
  • Bekanntlich müssen bei der Widerstandsschweißung allgemein verschiedene schweißtechnische Bedingungen eingehalten werden. So wird der erforderliche Andruck der zu verbindenden Materialien in der Schweißzone durch die Elektroden und die zu verschweißenden Werkstücke übertragen. Bekanntlich ist der aufzunehmende Elektrodendruck durch die Form und die Größe der Schweißzone, die elektrische Leitfähigkeit der zu befestigenden Materialien und die elektrische und thermische Leitfähigkeit der Elektroden bestimmt.
  • Da sich die zum Schweißen benötigte Energie mit der Größe der Schweißfläche erhöht und ein Teil der Energie durch Wärmeleitung verlorengeht, ändert sich die erforderliche Schweißenergie von Fall zu Fall. Außerdem wird dafür gesorgt, daß der größte elektrische Widerstand in der Schweißzone entsteht. Für den Fall, daß Drähte von etwa 1 mm Durchmesser auf flächenhafte Werkstücke, z. B. auf Blech, stumpf aufgeschweißt werden sollen, werden im allgemeinen der Elektrodendruck und die benötigte Leistung eingestellt und dann der eigentliche Schweißvorgang ausgelöst. Dabei zeigt sich, daß die Drähte bei geringem Drahtdurchmesser durch Druck und Strombelastung leicht verbiegen, so daß keine Schweißverbindung zustande kommt. Dieser Mangel läßt sich auch nicht durch Kürzen des aus der Schweißelektrode herausragenden Drahtes beseitigen.
  • Es ist auch ein zweistufiges Drahtschweißverfahren bekannt, das mittels Kondensatorentladung arbeitet. In einem ersten Arbeitsgang werden dabei die Pole eines geladenen Kondensators an die beiden sich gegenüberstehenden Elektroden angelegt und dann die beiden Elektroden gegeneinander bewegt, so daß in einem geringen Abstand die Kondensatorentladung erfolgt. Dabei tritt an den Enden der drahtförmigen Elektroden eine Schweißperle auf. Dazu ist aber ein Drahtvorschub mit definierter Bewegung erforderlich, damit nicht anstatt der Schweißperle eine in diesem Stadium des Schweißprozesses unerwünschte Schweißverbindung entsteht. Im zweiten Arbeitsgang werden dann die Drähte mit den gebildeten Schweißperlen miteinander verschweißt. Diesem Verfahren haften aber gewisse Mängel an, da es nicht zu regelmäßig geformten Schweißperlen mit definierter Größe führt, was zum Teil auf das Gegeneinanderbewegen der Elektroden zurückzuführen ist. Der Perlendurchmesser wird bei dieser Arbeitsweise von dem Beginn der Bogenentladung beeinflußt, so daß sich bei dem geringen Elektrodenabstand schon die unterschiedliche Ausbildung der Schnittfläche des Drahtes bemerkbar macht. Eine vorausbestimmbare Ausbildung der Schweißperlengröße ist aber wesentlich für den zweiten Schritt, wenn es sich darum handelt, nur einen eng begrenzten Bereich von flächenhaften Werkstücken, wie z. B. in der Halbleitertechnik bei Halbleiterbauelementen, für die Schweißverbindung einzuhalten. Aus diesem Grund wurden in der Praxis andere Wege eingeschlagen, um die geforderten Schweißverbindungen zu erhalten. Es ist z. B. ebenfalls bekannt, den anzuschweißenden Draht rechtwinklig umzubiegen und das abgebogene Drahtende auf dem Körper anzuschweißen. Diese Art der Befestigung beansprucht einen relativ großen Platz und ist deshalb in vielen Fällen ebenfalls nicht anwendbar. Außerdem wird aber der Drahtquerschnitt an der Biegestelle geschwächt, so daß sich die Festigkeit verringert. In anderen Fällen geht man daher so vor, daß das Ende des zu befestigenden Drahtes vor dem Schweißprozeß verformt wird. Dieses kann durch Anstauchen des Drahtendes geschehen. Durch diese Formgebung ist man in der Lage, den erforderlichen Elektrodendruck, ohne Verbiegen des Drahtes befürchten zu müssen, bei gleichzeitig kurzem Strompfad auf die Schweißzone zu übertragen. Das Anstauchen der Drahtenden ist aber bei Drähten mit geringem Drahtdurchmesser mit beträchtlichem Aufwand verbunden, so daß es nur im beschränkten Umfang angewandt werden kann.
  • Zweck der Erfindung ist es, ein Schweißverfahren für Halbleiterbauelemente zu schaffen, mit dessen Hilfe eine Serienfertigung möglich und eine geringe Ausschußquote gewährleistet ist.
  • Dem erfindungsgemäßen Verfahren liegt die Aufgabe zugrunde, je nach Drahtdurchmesser ein ständig gleichbleibendes Volumen der Schweißperlen zu erreichen.
  • Im Gegensatz zu einem bekannten Verfahren, bei dem die Kondensatorentladung durch ein Aneinanderrücken der beiden Elektroden erfolgt, besteht die Erfindung darin, daß die Kondensatorentladung zur Erzeugung der Schweißperle zwischen dem aus einer Elektrode mit kontinuierlichem Drahtvorschub herausragenden Draht und einer im festen Abstand davon angeordneten Gegenelektrode, an welcher der Pluspol des Kondensators vorbestimmter Kapazität liegt, durch kurzzeitiges Anlegen einer Stoßspannung ausgelöst wird.
  • Dabei wird, wie bekannt, ebenfalls in einer ersten Verfahrensstufe an dem zu befestigenden Draht eine Schweißperle angebracht und in einer zweiten Verfahrensstufe der Draht mit der Schweißperle an das Werkstück angeschweißt. Die erste Verfahrensstufe, die zur Bildung der Schweißperle führt, beruht auf der aperiodischen Entladung eines Kondensators. Die Energie des entsprechenden Lichtbogens, die sich durch Wahl der Spannung und der Kapazität des Kondensators dem zu verformenden Draht anpassen läßt, wird durch zwei Elektroden konzentriert. Die eine Elektrode wird durch den zu befestigenden Draht selbst dargestellt. Der mit der Schweißperle zu versehende Draht wird an den Minuspol des Kondensators angelegt. Als Gegenelektrode dient nicht ein anderes Stück eines Drahtes, wie es beim Verschweißen einer Draht-Draht-Verbindung der Fall ist. Als Gegenelektrode ist vielmehr eine Elektrode vorgesehen, an deren Spitze bei Kondensatorentladung keine Perlenbildung eintritt. Als geeignetes Material für die Gegenelektrode haben sich Graphit, Kupfer und Molybdän bewährt. Es kommt dabei darauf an, ein Material zu verwenden, das unter Schutzgasatmosphäre durch den Lichtbogen kaum beeinflußt wird. Die Kondensatorentladung wird durch Anlegen einer kurzzeitigen Stoßspannung von einigen Kilovolt, d. h. von etwa 3 kV, ausgelöst. Die Höhe der erforderlichen Stoßspannung hängt beim Arbeiten in Schutzgasatmosphäre im gewissen Grade von dem verwandten Schutzgas ab und läßt sich ohne weiteres darauf abstimmen. Durch diese Art des Entladevorganges kommt es zu einer regelmäßigen definierten Perlenbildung am Drahtende. Letzteres ist aber für die zweite Verfahrensstufe von entscheidender Bedeutung. Je nach der Kapazität des verwendeten Kondensators kann es erforderlich werden, einen entsprechenden Widerstand in Reihe dazuzuschalten. Die Größe der Schweißperle läßt sich durch Wahl der Energiemenge leicht festlegen. Da die erforderliche Energie abhängig ist vom Drahtquerschnitt, läßt sich die Energie des Kondensators bei dünnen Drähten so weit verringern, bis die Zündenergie der eigentlichen Energie des Kondensators überwiegt. Bei sehr dünnen Drähten braucht also nur noch mit einem Zündfunken gearbeitet zu werden. Der gesamte Vorgang läuft erforderlichenfalls, wie bekannt, in Schutzgasatmosphäre ab, so daß eine Oxydation des Drahtes vermieden wird. Als Schutzgase eignen sich Argon, Stickstoff od. dgl.
  • Das erfindungsgemäße Verfahren läßt sich insbesondere bei Metallkombinationen, wie Ni-W, Mo-W, Kovar-CrNi anwenden. Zum besseren Verständnis des Verfahrens sei dieses an Hand eines Ausführungsbeispieles (s. Zeichnung) näher erläutert.
  • Zum Anbringen einer Schweißperle an den zu befestigenden Draht, der von einer Drahtrolle 8 durch die Schweißelektrode 1 geführt wird, befindet sich zunächst gegenüber dem Drahtende eine Gegenelektrode 2. Die Gegenelektrode 2 wird erforderlichenfalls von einem Schutzgas umhüllt, das durch eine Leitung 3 zugeführt werden kann. Zweckmäßigerweise lassen sich die Gegenelektrode und die eigentliche Schweißelektrode 5 auf einem beweglichen Tisch 4 nebeneinander anordnen. Der mit der Schweißperle zu versehende Draht wird mit einer entsprechenden Vorrichtung 7 geglättet und für den Entladevorgang mit einem Stromanschluß verbunden. Nachdem durch eine angelegte Stoßspannung, z. B. von 3 kV bei Argon als Schutzgas, eine Kondensatorentladung über die Gegenelektrode 2 und dem Drahtende erfolgt ist und sich die Schweißperle gebildet hat, wird die Schweißelektrode 5 mit dem zu kontaktierenden Werkstück 6 unter die Schweißelektrode 1 gebracht. Letzteres kann vorteilhaft durch Verschieben oder Drehen des Tisches 4 erfolgen. Die justierte Schweißelektrode 1 mit dem herausragenden Drahtende mit Schweißperle wird sodann auf das zu kontaktierende Werkstück lokalisiert und anschließend die eigentliche Schweißung vorgenommen. Nach der Schweißung wird der Draht in der geforderten Länge mittels einer Schneidevorrichtung 9 abgetrennt, dazu wird vorher die Schweißelektrode aus der Arbeitsstellung entfernt.
  • Beide Verfahrensschritte, nämlich die Herstellung der Schweißperle und die eigentliche Schweißung, lassen sich unmittelbar nacheinander ausführen oder auch getrennt voneinander, indem z. B. der Draht nach Anbringen der Schweißperle in der geforderten Länge abgeschnitten wird.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Verfahren zum Stumpfschweißen von dünnen Drähten auf flächenhaften Werkstücken, bei dem in getrennten Arbeitsgängen erst in einem Lichtbogen in Schutzgasatmosphäre die Schwei& perle hergestellt und dann die eigentliche Schweißung am Werkstück erfolgt, d a d u r c h g e k e n n z e i c h n e t, daß die Kondensatorentladung zur Erzeugung der Schweißperle zwischen dem aus einer Elektrode mit kontinuierlichem Drahtnachschub herausragenden Draht und einer im festen Abstand davon angeordneten Gegenelektrode, an welcher der Pluspol des Kondensators vorbestimmter Kapazität liegt, durch kurzzeitiges Anlegen einer Stoßspannung ausgelöst wird.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenelektrode nach Anbringen der Schweißperle an dem Draht entfernt und dafür das zu kontaktierende Werkstück gegenüber dem Draht angeordnet wird, worauf ebenfalls durch Kondensatorentladung die eigentliche Schweißung erfolgt.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Anbringen der Schweißperle und das eigentliche Anschweißen des Drahtes an das Werkstück sowie das Abtrennen des Drahtes in der geforderten Länge nacheinander und in kontinuierlicher Arbeitsweise erfolgt. In Betracht gezogene Druckschriften: Welding Journal, Bd. 40, H. 5, 1961, .S. 517 bis 521.
DE1964J0025590 1964-04-04 1964-04-04 Verfahren zum Stumpfschweissen von duennen Draehten an flaechenhaften Werkstuecken Pending DE1234885B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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