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Verfahren und Vorrichtung zur Untersuchung von Erdformationen mit
Schallimpulsen Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Aufzeichnen der Eigenschaften
von mit einem Bohrloch durchteuften Erdformationen durch Übertragen eines Schallimpulses
durch einen dem Bohrloch benachbarten Formationsteil zu einer Mehrzahl von mit Abstand
angeordneten Empfängern, welche über einen Übertragungskanal an eine Zeitintervall-Meßvorrichtung
angeschlossen sind, und durch Zufuhr der von den auseinandergelegenen Empfängern
bei Eintreffen des Schallimpulses erzeugten elektrischen Signale zur Zeitintervall-Meßvorrichtung,
wobei der dem Sender am nächsten gelegene Empfänger nach Empfang des Schallimpulses
unwirksam gemacht wird.
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Solche Zwei- oder Mehrempfänger-Untersuchungsverfahren haben den
Vorteil, daß sie selbsttätig Meßfehler ausschalten, die sich durch die parallel
zur Erdformation in der eventuell vorhandenen Bohrlochflüssigkeit übertragenen Schallimpulse
ergeben. Diese Vorteile beruhen im wesentlichen darauf, daß bei einem Zweiempfängersystem
die Gesamtlaufzeit eines Schallimpulses vom Sender zu einem ersten Empfänger effektiv
von der Gesamtlaufzeit des gleichen Schallimpulses vom Sender zu einem zweiten,
in größerer Entfernung vom Sender befindlichen Empfänger subfiahiert werden kann.
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Eeide Gesamtlaufzeiten enthalten die Laufzeit durch die Flüssigkeitsstrecke
vom Sender zur Erdformation und auch die Laufzeit durch die Flüssiglçeitsstrecke
von der Erdformation zu den betreffenden Empfängern. Durch Subtraktion der vorerwähnten
Gesamtzeiten voneinander fallen die Laufzeiten durch die Flüssigkeitsstrecken heraus,
und es verbleibt die gesuchte Laufzeit des Schallimpulses durch die Erdformation
von einer Stelle gegenüber dem ersten Empfänger zu einer Stelle gegenüber dem zweiten
Empfänger.
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Um dieses vorerwähnte Verfahren zu verbessern und die unerwünschten
Einflüsse des Quersprechens zwischen den Signalkanälen des Übertragungskabels auszuschalten,
wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, einen Steuerkreis zu verwenden, der auf die
Erzeugung eines elektrischen Signals in einem der Empfänger anspricht, um von dem
Ausgangssignal des dem Sender am nächsten liegenden Empfängers denjenigen Teil zu
dämpfen, der nach dem Ansprechen des Steuerkreises erscheint. Vorzugsweise wird
zur Dämpfung der am Sender am nächsten liegende Empfänger vom Übertragungskanal
vollständig abgetrennt.
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Es ist bereits bekanntgeworden, einen auf die Signalübertragung einwirkenden
Steuerkreis durch
ein vom Sender kommendes Signal auszulösen. Bei diesem bekannten
Verfahren bleibt aber die Meßgenauigkeit und die Ausschaltung der Fehlerquellen
beschränkt, da die Einflüsse der parallel zur Erdformation in der Bohrlochflüssigkeit
übertragenen Schallimpulse nicht eliminiert werden.
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Ein weiteres Merkmal der Erfindung ist darauf gerichtet, daß die
Zufuhr des elektrischen Ausgangssignals des dem Sender nächstgelegenen Empfängers
zur Zeitintervall-Meßvorrichtung an einer über Tage gelegenen Stelle normalerweise
unterbrochen ist, daß zeitlich zusammenfallend mit der Aussendung des Schallimpulses
ein Steuersignal erzeugt wird und daß dann durch Ansprechen auf das Steuersignal
für das elektrische Ausgangssignal ein Pfad geöffnet wird, über den die Erzeugung
einer Zeitmeßfunktion eingeleitet wird. Hierbei ist die Zeitintervall-Meßvorrichtung
normalerweise für das elektrische Signal des vom Sender am weitesten abgelegenen
Empfängers unempfindlich gemacht und wird auf dieses Signal erst ansprechbereit,
wenn das elektrische Signal des dem Sender nächstgelegenen Empfängers an der Zeitintervall-Meßvorrichtung
empfangen worden ist.
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Eine Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens
mit einem Sender zur Aussendung von Schallimpulsen, zwei in verschiedenen Abständen
vom Sender angeordneten Empfängern, die beim Eintreffen des Schallimpulses elektrische
Signale erzeugen, und einem Übertragungskanal,
über den die Empfänger
mit einer Zeitintervall-Meßvorrichtung verbunden sind, enthält vorzugsweise einen
Steuerkreis, welcher auf eines der elektrischen Signale aus dem ersten oder zweiten
Empfänger anspricht, um den Teil des vom ersten Empfänger kommenden Signals zu dämpfen,
der nach dem Ansprechen des Steuerkreises erscheint.
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Weitere Erläuterungen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden
Beschreibung und den Zeichnungen, in denen bevorzugte Ausführungsformen der Erfindung
beispielsweise veranschaulicht sind.
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Fig. 1 zeigt schematisch ein erfindungsgemäßes Akustiklog; F i g.
2 enthält graphische Darstellung von Impulsen und Funktionen; Fig. 3 A und 3 B zeigen
Schaltungsanordnungen des über Tage liegenden Teils der Einrichtung gemäß Fig. 1;
Fig. 4 zeigt die im Bohrloch befindliche Empfänger- und Schaltanordnung der Einrichtung
gemäß Fig. 1; F i g. 5 stellt in Abwandlung der Erfindung einen geräuschempfindlichen
Steuerstromkreis dar.
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Nach F i g. 1 sind ein Sender T und Empfänger Rt und R2 in einem
Bohrloch 10 angeordnet. Der Sender T und die Empfänger R1 und R2 liegen normalerweise
in einem bestimmten festen Abstand voneinander und hängen als Einheit an einem Kabel
11, das den Sender und die Empfänger mit der oberirdischen Meß- und Aufzeichnungsgeräteanordnung
verbindet.
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Der Sender T kann eine zeitliche Folge seismischer Impulse erzeugen,
die die Erdschichten in der Umgebung des Senders durchlaufen und anschließend von
den Empfängern R 1 und R 2 zur Bestimmung der Schallgeschwindigkeit der Erdschichten
in der Umgebung des Bohrloches aufgenommen werden.
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Die Geschwindigkeit wird durch Messen der Zeit bestimmt, in welcher
die Schallenergie eine bekannte Strecke zwischen zwei Punkten in der Erde durch
läuft. Daher kann bei Zweiempfängersystemen die Geschwindigkeit durch das Zeitintervall
dargestellt werden, das zwischen der Aufnahme desselben seismischen Impulses an
einem ersten und einem zweiten Empfänger vergeht.
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Der erste Empfänger R 1 erzeugt ein elektrisches Signal beim Eintreffen
eines seismischen Impulses, der von dem Sender T ausgeht. Das elektrische Signal
wird über das Kabel 11 nach oben übertragen, welches mit dem Empfänger verbundene
Leitungen enthält, und löst die Einschaltung einer Zeitgebervorrichtung aus. Ein
zweites Signal, das die Empfänger R2 beim Eintreffen des gleichen Impulses erzeugt,
wird über andere Leiter in dem Kabel 11 übertragen. Die Zeitgebervorrichtung spricht
auf die Erzeugung des zweiten eleltrischen Signals an und mißt das Zeitintervall,
das zwischen der Erzeugung des ersten und des zweiten elektrischen Signals durch
den Empfänger R 1 bzw. R 2 liegt.
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Die Zeitgebervorrichtung erzeugt ein elektrisches Signal, dessen
Größe dem Zeitintentall entspricht und das einem Aufzeichnungsgerät 13 zugeführt
wird, das auf einem Registrierstreifen eine Markierung bewirkt, deren Lage auf dem
Streifen der Größe des Zeitintervalls entspricht. Eine Mehrzahl solcher von verschiedenen
Teufen stammenden Markierungen ergibt dann eine graphische Darstellung, beispielsweise
die Linie 13 a, welche einer fortlaufen-
den Aufzeichnung der Geschwindigkeit zu
den Erdschichten in der Umgebung des Bohrloches entspricht.
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Bei einer praktischen Ausführungsform der Zeitgebervorrichtung nach
der Erfindung wird in Abhängigkeit vom Eintreffen eines seismischen Impulses am
Empfänger R 1 eine monoton veränderliche Funktion erzeugt. Unter »monoton« ist eine
Funktion von veränderlicher Größe zu verstehen, deren erste Ableitung in dem verwendeten
Abschnitt ihr Vorzeichen nicht ändert. Gleichzeitig mit der Feststellung des seismischen
Impulses durch den Empfänger R 2 wird eine Kapazität 14 auf eine Spannung aufgeladen,
die gleich der Augenblicksgröße des monoton veränderlichen Signals bzw. seiner Spannung
ist. Die Spannung der Kapazität ist umgekehrt proportional der Schichtgeschwindigkeit
zwischen den Empfängern R 1 und R 2.
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Der Streifen des Aufzeichnungsgerätes 13 wird z. B. über eine mechanische
Verbindung 15 so angetrieben, daß eine Beziehung zwischen der gemessenen Schichtgeschwindigkeit
und der Teufe der betreffenden Schicht hergestellt wird.
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Es ist schwierig, genaue Geschwindigkeitslogs durch Verwendung von
Zweiempfängersystemen herzustellen. In den üblichen Übertragungskabeln findet ein
Übersprechen statt. Das Übersprechen führt zu Unklarheiten bei der Herstellung eines
Geschwindigkeitslogs, weil die Kabel allgemein nicht ausreichend isoliert und abgeschirmt
sind. Daher kann ein Signal aus dem einen Empfänger in die mit dem zweiten Empfänger
verbundenen Leitung übertragen werden.
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Nach der Erfindung wird das Übersprechen vermieden, da die Empfänger
mit einer zur Erdoberfläche führende Übertragungsleitung nach jedem seismischen
Impuls abwechselnd verbunden werden.
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Zunächst wird der Empfänger R 1 (Fig. 1) mittels eines im Bohrloch
befindlichen Schalters S an das Kabel 11 und die Leitungen 12 gelegt, während der
Empfänger R 2 davon abgeschaltet ist. Beim Eintreffen eines vorn Sender T erzeugten
seismischen Impulses am ersten Empfänger R1 erzeugt dieser einen elektrischen Puls
D 2 (Fig. 2), der über die Leitungen 12 nach oben übertragen wird. Ein Hauptsteuerkreis
16 spricht auf die Erzeugung eines elektrischen Pulses zur Zeit t0 an, welche dem
Anfang des elektrischen Signals D 2 entspricht, und bewirkt die Erregung eines Sägezahngenerators
17 zur Erzeugung einer monoton veränderlichen Funktion bzw. eines Signals F (Fig.2).
Gleichzeitig erzeugt der Hauptsteuerkreis 16 einen Steuerpuls G, der aus einem noch
anzugebenden Grund verzögert wird, ehe er auf das Gerät im Bohrloch übertragen wird.
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Der im Bohrloch liegende Schalter S spricht auf den verzögerten Puls
H an, um den Empfänger R 1 von Leitern 12 des Kabels 11 ab und den Empfänger R2
an diese anzuschalten.
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Beim Eintreffen desselben seismischen Impulses aus dem Sender T am
Empfänger R2 erzeugt dieser ein elektrisches Signal D 3, das nach oben übertragen
wird, um Vorrichtungen zu erregen, durch welche der Augenblickswert des monotonen
Signals F im Zeitpunkt t gemessen wird. Diese Vorrichtung lädt die Kapazität 14
auf die Augenblicksgröße der monotonen Funktion auf. Die Spannung wird gemessen
und durch das Aufzeichnungsgerät 13 aufgezeichnet. Die Ladung der Kapazität 14 ist
ein Maß
für die verstrichene Zeit d d, die ein seismischer Impuls
braucht, um die Erdschicht zwischen den Empfängern R 1 und R 2 zu durchlaufen.
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Demnach ist ein einzelnes Leiterpaar 12 als Übertragungsleitung von
den Empfängern R 1 und R 2 zur über Tage liegenden Station vorgesehen, und die Empfänger
R 1 und R 2 werden selektiv an die Leitungen 12 angeschaltet, so daß zwischen den
Empfängersignalen auf keinen Fall mehr eine Querübertragung nach Art eines Nebensprechens
oder Übersprechens stattfinden kann. Die über Tage empfangenen Signale sind unterscheidbar
und frei von Übersprechen; aus ihnen läßt sich ein einwandfreier Geschwindigkeitslog
herstellen.
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Der Empfänger R 1 ist zunächst mittels des Schalters S an die Leitungen
12 angeschaltet, während der Empfänger R2 abgeschaltet ist. Der Kanal für den Empfänger
R 1 zum Hauptsteuerkreis 16 ist gemäß der Erfindung durch einen ersten Empfängersteuerkreis
18 blockiert. Der Steuerkreis 18 wird geöffnet, um ein Signal zum Hauptsteuerkreis
16 nur zu solchen Zeiten zu übertragen, welche auf die Erzeugung eines seismischen
Impulses durch den Sender T folgen. Auf diese Weise wird die Übertragung von Störgeräuschen
und sonstigen im Bohrloch erzeugten Signalen verhindert, die von dem ersten Empfänger
R 1 oder sonstwie von den Leitungen 12 aufgenommen und andernfalls auf den Hauptsteuerkreis
16 übertragen und dadurch die Erzeugung der monotonen Funktionen einleiten würden.
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Der über Tage von den Enden der Leitungen 12 zur Meßanordnung führende
Kanal ist durch einen zweiten Empfängersteuerkreis 19 blockiert. Der Steuerkreis
19 verhindert, daß Signale aus dem ersten Empfänger auf die Meßeinrichtung übertragen
werden, um die Messung der Augenblicksgröße der monotonen Funktion einzuleiten,
und verhindert so die Einführung von Fehlmessungen bei der Vorbereitung des Geschwindigkeitslogs.
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Beim Erzeugen eines seismischen Impulses durch den Sender T wird
gleichzeitig in an sich bekannter Weise ein Synchronisierpuls A (Fig. 2) erzeugt,
der über die Leitung 20 nach oben zu einem Pulserzeugungs- und Formungskreis 21
übertragen wird, welcher einen Puls C erzeugt. Der erste Empfängersteuerkreis 18
spricht an auf diesen Puls zum Öffnen des Kreises oder Kanals zum Hauptsteuerkreis
16.
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Danach wird das elektrische Signal D 2, das durch den ersten Empfänger
R 1 erzeugt wird, nach oben übertragen und an den Vollweggleichrichter24 mittels
eines Transformators 22 und eines Verstärkers 23 angelegt. Das Signal D 2 erhält
durch Gleichrichtung die FormE2 (Fig. 2). Das SignalE2 wird an den Hauptsteuerkreis
16 über einen Kanal25, den nunmehr offenen Empfängersteuerkreis 18, den Kanal 26
und den Verstärker 27 angelegt. Mit der Öffnung des Hauptsteuerkreises 16 spricht
der Sägezahngenerator bzw. der Generator der monotonen Signale an, um die Erzeugung
der monoton veränderlichen Spannungsfunktion F zu beginnen. Auch wird mit der Öffnung
des Hauptsteuerkreises 16 durch diesen ein Puls G erzeugt, welcher aus dem Hauptsteuerkreis
über eine Verzögerungsschaltung 30 geleitet wird, die ihn in den Puls 1 umformt
und dann über den Kanal 31 zum zweiten Empfängersteuerkreis 19 weiterleitet, der
vorher geschlossen wurde. Der zweite Empfängersteuerkreis spricht nun auf den Puls
I an, um einen offenen Kanal für die anschlie-
Bend durch den Empfänger 1? 2 zu bildenden
elelçtrischen Signale zu schaffen.
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Der erste Empfänger R 1 wird nun auf folgende Weise vom I(abel ab-
und der zweite Empfänger R 2 an das Kabel angeschaltet: Nach seiner Öffnung erzeugt
der Hauptsteuerkreis 16 den Steuerpuls G, welcher nach Verzögerung und nachdem er
die Form des Pulses H angenommen hat über den Kanal 29 und einen Phantomstromkreis,
welcher die Primärwicklung des Transformators 22 sowie die Leitungen 12 enthält,
an den Schalter S gelegt wird. Der Schalter spricht nun an, um den Empfänger R 1
von den Leitungen 12 ab- und den Empfänger R 2 an die Leitungen anzuschalten. Die
Signale aus dem Empfänger R 1, welche als Ergebnis des Widerhalls der seismischen
Impulse an den benachbarten Grenzflächen fortdauern können, werden hierdurch von
dem Kabel 11 weggenommen, und irgendeine Interferenz mit einem anschließend durch
den Empfänger R2 erzeugten Signal wird dadurch unterbunden. Das durch den Empfänger
R2 erzeugte elektrische Signal D 3 wird über die Leitungen 12, den Transformator
22 und den Verstärker 23 an den Vollweggleichrichter 24 gelegt. Die gleichgerichtete
Welle E 3 läuft durch den offenen zweiten Empfängersteuerkreis 19 und bewirkt die
Einleitung der Messung des Augen-Nickswertes der monotonen Spannung F, welche mit
der Feststellung des seismischen Impulses durch den zweiten Empfänger R 2 zeitlich
zusammenfällt.
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Das Öffnen des ersten Empfängersteuerkreises 18 wird um einen vorbestimmten
Zeitabschnitt nach der Einleitung des Synehronisierpulses A verzögert, damit nicht
der Synchronisierpuls das Arbeiten des monotonen Generators 17 einleitet. Da der
im Bohrloch erzeugte Synchronisierpuls A über das Kabel lt und die Leitung 20 zur
oberirdischen Geräteanordnung übertragen wird, könnte durch Übersprechen ein Signal
D 1 (Fig. 2), das mit dem Synchronisierpuls übereinstimmt, in die Leitungen 12 eingeführt
und von da aus dem Eingang des ersten Empfängersteuerkreises 18 über den Transformator
22, den Verstärker 23 und den Vollweggleichrichter 24 zugeführt werden. Wird die
erste Empfängersiebeinheit zu einem Zeitpunkt geöffnet, der der Einleitung des Synchronisierpulses
entspricht, so kann durch den Steuerkreis ein Signal El (Fig.2) übertragen werden,
das einen falschen Einsatz des Sägezahngenerators 17 einleitet und das Geschwindigkeitslog
mehrdeutig macht. Dementsprechend wird der Synchronisierpuls A durch einen Verstärker
32 an einen Schutzsteuerkreis 33 gelegt. Der Schutzsteuerkreis bewirkt die Erzeugung
eines Steuerpulses B mit einer effektiven Zeitverzögerung, die ausreicht, damit
der Betrag der Synchronisiersignale annähernd gleich Null wird, ehe der Steuerkreis
18 öffnet. Der Kontrollpuls B wird durch den Pulsformer 34 in Rechteckform gebracht,
und der geformte Puls C wird an den ersten Empfängersteuerkreis 18 gelegt, der auf
dessen Einsatz anspricht, um den Kanal aus dem ersten Empfänger zu öffnen.
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Die durch den Schutzsteuerkreis 33 eingeführte Zeitverzögerung ist
in erster Linie durch die Zeitdauer bestimmt, die für das Ausklingen der Synchronisierpulse
erforderlich ist. Natürlich kann die Zeitverzögerung länger sein; jedoch soll sie
nicht länger sein als die Zeit, die für einen seismischen Impuls erforderlich ist,
um vom Sender T durch Erdschichten mit der höchsten bekannten Geschwindigkeit
zum
ersten Empfänger R 1 zu laufen. Zum Beispiel betrage die höchste auftretende Geschwindigkeit
etwa 7500 m/sec. Demgemäß würde ein seismischer Impuls, der durch die Schichten
mit hoher Geschwindigkeit läuft, den etwa 1,80m vom Sender T entfernt liegenden
ersten Empfänger in etwa 240 Mikrosekunden erreichen. Daher soll die durch den Schutzsteuerkreis
eingeführte Verzögerung kleiner als 240 Mikrosekunden sein. Als angemessen erweist
sich eine Verzögerung von etwa 200 Mikrosekunden.
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Im Anschluß an das Arbeiten des Hauptsteuerkreises 16 wird die Abschaltung
des ersten Empfängers und Anschaltung des zweiten Empfängers an die Ubertagestation
verzögert. Der Grund liegt darin, daß der Charakter der aus den Empfängern erhaltenen
Signale beobachtet werden soll. Zu diesem Zweck wird gewöhnlich ein Oszilloskop
verwendet.
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Ohne Verzögerung würde der erste Empfänger so schnell abgeschaltet,
daß ein Beobachter nur ein schwach angedeutetes Bild der Ausgangsleistung des ersten
Empfängers erhalten würde. Um mindestens zwei oder drei volle Zyklen der Ausgangsleistung
des ersten Empfängers zu beobachten, wird das auf den Bohrlochteil übertragene Steuersignal
verzögert. Ferner ist, da die Leitungen in dem Bohrlochkabel nicht abgeschirmt sind,
das Übersprechen vorherrschend kapazitiv und nimmt daher mit der Frequenz zu.
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Damit nicht in dem Empfängerkanal Fehlsignale auf Grund eines Übersprechens
auftreten, wird das Kontrollsignal oder der Kontrollpuls bei der Ubertragung ins
Bohrloch über den Phantom stromkreis, der die Empfängerkanalleitungen enthält, verzögert.
Die Kontrollpulse durchlaufen zur Verzögerung z. B. ein Tiefpaßfilter; dadurch wird
die Herabsetzung der Hochfrequenzkomponenten des Kontrollsignals bewirkt.
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Die Größe der in den SchaltkontrollpulsH eingeführten Verzögerung
ist teilweise bestimmt durch die Schicht mit der höchsten Geschwindigkeit, die in
der Umgebung des Bohrloches anzutreffen ist, sowie durch den räumlichen Abstand
zwischen den EmpfängernR1 und R 2. Zum Beispiel soll das Steuersignal für das Schalten
240 Mikrosekunden nicht überschreiten, wenn die Empfänger 1,80m voneinander entfernt
sind und die Erdschicht eine Schallgeschwindigkeit von 7500 m/sec hat.
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Der zweite Empfängersteuerkreis 19 wird geöffnet, um Signale aus
dem zweiten Empfänger zu einem Zeitpunkt durchzulassen, der mit dem Anschluß des
zweiten Empfängers zusammenfällt oder kurz danach liegt. Dann wird, da der Anschluß
des zweiten Empfängers verzögert erfolgt, eine gleiche Verzögerung auf den Steuerpuls
übertragen, der den zweiten Empfängersteuerkreis durch die Verzögerungsschaltung
30 zugeführt wird. Der zweite Empfängersteuerkreis öffnet sich dann in einem Zeitpunkt,
der mit dem Beginn des Steuerpulses I zusammenfällt. Wenn der zweite Empfängersteuerkreis
im Anschluß an den ersten Empfänger geöffnet werden soll, so darf er nicht später
geöffnet werden, als es der Zeitspanne entspricht, die ein seismischer Impuls braucht,
um den Abstand zwischen den Empfängern durch die Erdschicht mit der höchsten Geschwindigkeit
zu durchlaufen. Bei dem obenerwähnten Beispiel des Empfängerabstandes und der Schallgeschwindigkeit
kann der zweite Empfängersteuerkreis, wenn der zweite Empfänger in einem Zeitintervall
von weniger
als 240 Mikrosekunden angeschlossen wird, um eine gewisse Zeitspanne
später geöffnet werden, z. B. bei Ablauf der Zeitspanne von 240 Mikrosekunden.
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Der zweite Empfängersteuerkreis verhindert, daß die Signale, die beispielsweise
aus dem ersten Empfänger oder aus anderen Signalquellen kommen, an das Meßsystem
angelegt werden, was zu einer falschen Ablesung der monotonen Funktion F führen
würde.
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Demgemäß kann der zweite Empfängersteuerkreis so angeordnet und ausgebildet
werden, daß er gleich zeitig mit oder nach dem Anschluß des zweiten Empfängers,
jedoch vor dem Zeitpunkt öffnet, zu welchem die Ankunft eines zweiten seismischen
Impulses und seine Feststellung durch den zweiten Empfänger erwartet werden kann.
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Ein früher vorgeschlagenes Zeitintervall-Meßsystem umfaßt vorzugsweise
den Generator 17 der monotonen Funktion, einen Sperroszillator 36, einen Schalter
37 und einen Kondensator 14. Eine kurze Erläuterung dieses Systems zeigt, wie das
Signal aus dem zweiten Empfänger die Abtastung und/oder Messung des Augenblickswertes
der monotonen Funktion F bewirkt.
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Das gleichgerichtete elektrische Signal E3 aus dem zweiten Empfänger
wird auf den Sperroszillator 36 mittels einem Steuerkreis 19, einem Kanal 38 und
einem Verstärker 35 übertragen. Der Sperroszillator 36 spricht an und erzeugt einen
Puls J (Fig. 2), der den Schalter 37 zur Wirkung bringt, der den Kondensator 14
in dem Kreis mit dem Ausgang des Generators 17 elektrisch verbindet, wodurch der
Kondensator auf die Augenblicksspannung der monotonen Funktion F aufgeladen wird.
Die Spannung des Kondensators 14, welche der Geschwindigkeit zwischen den Empfängern
R 1 und R 2 entspricht, wird mittels des Aufzeichnungsgerätantriebes 39 auf das
Aufzeichnungsgerät 13 übertragen, in welchem eine bleibende Aufzeichnung des Kennwertes
bei einer bestimmten Bohrlochteufe hergestellt wird.
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Nachfolgend werden die verwendeten Schaltungselemente im einzelnen
erläutert. Die gebräuchlichen Elemente, wie z. B. Heizfäden, sind bei der Darstellung
der Stromkreise weggelassen. Im übrigen können an Stellen, wo beispielsweise Pentoden
angegeben sind, auch Trioden verwendet werden; es können auch sonstige äquivalente
Zeitgebervorrichtungen, Detektoren und Pulsgeneratoren an Stelle der hier im einzelnen
angegebenen verwendet werden.
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F i g. 4 zeigt schematisch den Bohrlochteil mit den Empfängern R
1, R 2 und dem Schalter S. Der Empfänger R 1 enthält einen Kristalldetektor, beispielsweise
einen piezoelektrischen Detektor40, der bei mechanischer Bewegung elektrische Schwingungen
erzeugt; die mechanischen Bewegungen können beispielsweise durch Schallschwingungen
oder seismischer Impulse gebildet werden, die vom Sender T durch die Erdschicht
in der Umgebung des Bohrloches laufen. Das Ausgangssignal des piezoelektrischen
Kristalls 40 wird zunächst durch die Spannungsvorverstärkerstufen 41 und 42 verstärkt
und dann über die Leitung 43, das Verstärkungssteuerpotentiometer44 und Kondensator
45 an den Eingang des Verstärkers 46 gelegt. Die in dem Verstärker verwendete Röhre
ist als Pentode dargestellt, welche zum Betrieb als Triode angeschlossen ist.
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Der Empfänger R2 ist in ähnlicher Weise ausgebildet; er besteht aus
einem Detektor 50 mit einem piezoelektrischen Kristall, dessen elektrisches Ausgangssignal
als
Schwingung einem seismischen Impuls entspricht, welcher vom Sender T durch die Erdschicht
in der Umgebung des Bohrloches läuft und durch Vorverstärkerstufen 51 und 52 verstärkt
wird.
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Der Ausgang der Vorverstärkerstufe 52 ist über eine Leitung 53, ein
Verstärkungssteuerpotentiometer 54 und einen Kondensator 55 mit dem Eingang des
Verstärkers 56 verbunden.
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Die Empfänger R1 und R2 werden abwechselnd so geschaltet, daß die
Ausgangssignale nach oben zu der Meßapparatur auf der Erdoberfläche übertragen werden.
Hierzu dient die Umschaltvorrichtung bzw. der Schalter S, ein elektronischer Schalter
mit den Schaltstufen 60 und 61. Während des Anfangszustandes ist die Schaltstufe
61 dadurch stromdurchlässig gemacht, daß ihr Schutzgitter über einen Widerstand
62 an die Schiene 63 mit dem PotentialB+ gelegt ist. Die Schaltstufe 60 wird dadurch
sperrend gemacht, daß ihr Schutzgitter über einen Widerstand 64 an die mit einer
Quelle negativer Vorspannung verbundene Schiene 65 gelegt wird.
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Dementsprechend werden nur die aus dem Empfänger R 1 kommenden und
durch den Verstärker 46 verstärkten Ausgangssignale nach oben übertragen.
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Das Ausgangssignal aus dem Verstärker 46 wird über eine Kopplungskapazität
66 und eine Leitung 67 an das Steuergitter der Schaltstufe 61 gelegt. Der Anodenkreis
der Stufe 61 wird über einen Widerstand 68 und einen Kopplungskondensator 68 a an
das Steuergitter einer Pentodenverstärkerstufe 69 angeschlossen, deren Ausgangskreis
die Primärwicklung 70 des Transformators 71 enthält. Die Sekundärwicklung 72 ist
mit den Leitungen 12 des Kabels 11 verbunden.
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Beim Arbeiten des Hauptsteuerkreises 16 (F i g. 1) wird der Steuerpuls
H über das Kabel 11 mittels eines Phantomkreises nach unten übertragen, der die
Leitungen 12 und die mit einer Mittelanzapfung versehene Sekundärwicklung 72 umfaßt.
Der Steuerpuls H wird dann über die Leitung 73 wirksam, um das Arbeiten einer Steuereinrichtung
einzuleiten, die einen Kontrollpulsgenerator74 umfaßt, um die Schaltstufe 61 abzuschalten
und die Schaltstufe 60 stromdurchlässig zu machen, d.h. h. die Abschaltung des ersten
Empfängers R1 und Anschaltung des zweiten Empfängers R 2 in folgender Weise zu bewirken:
Der Pulsgenerator 74 ist ein Phantastron. Eine solche Schaltung ist an sich bekannt.
Beim normalen Arbeiten ist das Schutzgitter der einer Pentode entsprechenden Phantastronröhre
74a so vorgespannt, daß der Anodenstrom unterbrochen ist. Wird nun ein positiver
Puls, beispielsweise der Puls H, an das Schutzgitter etwa über die Leitung 73, den
Kondensator 75 und die Leitung 76 angelegt, so wird die Schutzgitterspannung auf
einen positiven Wert angehoben, und es fließt ein Strom im Anodenkreis, während
die Anodenspannung abfällt. Die Spannung des Gitters, das über einen Kondensator
77 an den Anodenkreis angekoppelt ist, wird mit dem Abfallen der Anodenspannung
herabgesetzt. Das Endergebnis der Herabsetzung der Gittervorspannung besteht darin,
daß der Schirmgitterstrom der Röhre so stark vermindert wird, daß ein großer positiver
Puls an dem Schirmgitter auftritt. Der positive Puls an dem Schirmgitter dauert
nun für eine Zeitspanne an, welche mit der Dauer der Wellenform oder des Pulses
H zusammenfällt.
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Der positive Puls aus dem Phantastron 74 wird nun über den Kopplungskondensator
79 an den Eingang eines Phasenumrichters 78 gelegt. Der Phasenumrichter ist mit
zwei Ausgangskreisen versehen, von denen der eine ein Anodenausgangskreis ist, der
an das Schutzgitter der ersten Schaltstufe 61 über einen Kondensator 80, einen Widerstand
81 und einen Leiter 82 angekoppelt ist. Der zweite Ausgangskreis ist ein Kathodenausgang,
der an das Schutzgitter der zweiten Schaltstufe 60 über einen Kondensator 83, einen
Widerstand 84 und einen Leiter 85 angeschlossen ist. Die Stromdurchlässigkeit des
Phasenumrichters 78 bei Anlegung des Kontrollpulses aus dem Phantastron 74 bewirkt,
daß seine Anodenspannung abfällt und seine Kathodenspannung zunimmt. Dementsprechend
wird ein negativ werdendes Signal an das Schutzgitter der Stufe 61 gelegt, um diese
in den Ausschaltzustand zu treiben, während ein positiv werdendes Signal an das
Schutzgitter der Stufe gelegt wird, um diese Stufe stromdurchlässig zu machen. Danach
werden für die Dauer des Pulses H Signale aus dem zweiten Empfänger an einen nach
oben hin offenen, über die Leitungen 12 zur Meß-und Aufzeichnungseinrichtung führenden
Kanal gelegt, während die Signale aus dem Empfänger R 1 abgeschaltet sind.
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Am Ende des Pulses H bewirkt die negative Vorspannung aus der Schiene
65 nochmals, daß das Schutzgitter der Röhre 74 a den Strom im Anodenkreis der Röhre
herabsetzt. Die Anodenspannung steigt an, und dieser Anstieg wird über den Kondensator
77 auf das Steuergitter der Röhre 74 a übertragen. Der Kathodenstrom nimmt zu als
Ergebnis des Umstandes, daß das Steuergitter mehr positiv wird, und dieser Strom
fließt in dem Schirmgitterkreis, wodurch die Schirmgitterspannung erniedrigt wird.
Infolge der erniedrigten Schirmgitterspannung an der Röhre 74a kommt der SchalterS
zur Wirkung, um den Empfänger R 1 wieder ein- und den Empfänger R2 auszuschalten.
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Die Herabsetzung der Spannung am Schirmgitter der Röhre 74 a und
ihre Anlegung an das Steuergitter des Phasenumrichters 78 bewirkt eine Zunahme der
Anodenspannung des Umrichters und eine Abnahme seiner Kathodenspannung. Dementsprechend
wird das Schutzgitter der Schaltstufe 61 mehr positiv, und die Stufe wird erneut
stromdurchlässig. Das Schutzgitter der Schaltstufe 60, das an den Kathodenkreis
der Umrichterstufe 78 angeschlossen ist, wird weniger positiv gemacht. Die negative
Vorspannung aus der Schiene 65 bewirkt wiederum die Abschaltung der Stufe 60.
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Der erste Empfänger R1 bleibt über die Stufe 61 an die Leitungen
12 geschaltet bis zu einem Zeitpunkt, bei dem ein Signal aus dem Empfänger Rt auf
Grund eines seismischen Impulses mittels der oberirdischen Anordnung einen anderen
Steuerpuls H erzeugt. Dann werden die Verbindungen der Empfänger Rt und R2 umgekehrt,
d. h., der Empfänger R2 wird wieder eingeschaltet.
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Die Dauer der Zeitspanne, während der der zweite Empfänger angeschlossen
oder eingeschaltet ist, wird in erster Linie bestimmt durch die Zeit, die ein seismischer
Impuls braucht, um durch die Erdschicht mit der niedrigsten in Bohrlöchern anzutreffenden
Geschwindigkeit von einer Stelle gegenüber dem ersten Empfänger bis zum zweiten
Empfänger zu laufen. Wenn die Empfänger im Bohrloch 1,80 m
Abstand
haben und die niedrigste Schallgeschwindigkeit, nämlich die Geschwindigkeit der
Bohrtrübe in der Größenordnung von 1500 mlsec liegt, so soll der zweite Empfänger
für etwa 1,2 Millisekunden angeschlossen sein. Natürlich kann der zweite Empfänger
auch für eine längere Zeitspanne angeschlossen oder eingeschaltet sein, z. B. 2
oder 3 Millisekunden oder länger, falls andere Faktoren, z. B. die Wiederholungsgeschwindigkeit
der von dem Sender erzeugten Schallimpulse, dies erwünscht erscheinen lassen.
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Die Umkehr des Empfängeranschlusses, d. h. die Wiedereinschaltung
des Empfängers R 1, erfolgt zweckmäßig vor Erzeugung des nächsten seismischen Impulses
durch den Sender.
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Die Energiequelle für Bohrlochteil bildet ein Gleichrichter 90, welcher
Wechselstromenergie aus einem Transformator enthält, der elektrisch mit einer oberirdischen
Stromquelle 92 (F i g. 3 A) mittels einer Leitung 92 a verbunden ist. Die Gleichrichteranordnung
liefert sowohl die erforderliche Anodenspannung als auch die Gitterspannung für
die verschiedenen Stufen des Bohrteiles. Der Spannungspol Bt wird von der im Kathodenkreis
der Gleichrichterröhre90a liegenden Schiene 63 geliefert. Die negativen Vorspannungen
werden mittels der Schienen 65 erhalten, die über einen Widerstand 93 und Gleichrichter
94 an einen Spannungsteiler 95 gelegt sind, welcher mit einer Hälfte der Sekundärwicklung
des Transformators 91 verbunden ist.
-
Der Sender T (F i g. 1) kann beispielsweise ein Kristallübertrager
oder -umwandler oder ein Hammerübertrager sein; vorzugsweise wird ein magnetostriktiver
Übertrager verwendet, der als Erzeuger für hohe Schallenergien an sich bekannt ist.
Die Wiederholungsges chwindigkeit der durch den Sender T erzeugten Impulse kann
in einem ziemlich breiten Bereich verändert werden. Einer der bei der Einstellung
der Wiederholungsgeschwindigkeit der seismischen Impulse zu berücksichtigenden Faktoren
ist das Zeitintervall, das jeder seismische Impuls braucht, um so weit gedämpft
zu werden, bis die Empfänger nicht mehr auf die niedrige Größenordnung der Schallenergie
ansprechen. Eine Wiederholungsfrequenz von 15 Impulsen pro Sekunde hat sich als
befriedigend erwiesen. Bei einer solchen Frequenz liegen zwischen den seismischen
Impulsen Intervalle von 67 Millisekunden, was für die natürliche Dämpfung der akustischen
Energie mehr als angemessen ist. Bei den häufigsten Bedingungen kann die Frequenz
bis auf 50 Impulse pro Sekunde und noch mehr erhöht werden.
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Bei einer bevorzugten, in Verbindung mit F i g. 1 beschriebenen Ausführungsform
wird der synchronisierende Puls A gleichzeitig mit der Erzeugung des seismischen
Impulses durch den Sender T erzeugt.
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Dieser Synchronisierpuls wird benutzt, um den ersten Empfängersteuerkreis
18 nach einer genügend langen Zeitspanne zu öffnen, so daß ein Übersprechen des
synchronisierenden Pulses keine Störung der richtigen Arbeitsweise des Meßsystems
hervorruft.
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Der synchronisierende Puls A wird über die Leizungen 20 zur Primärwicklung
eines Eingangstransformators 100 nach oben übertragen. Die Polarität des synchronisierenden
Signals ist mittels der Anschlüsse des Transformators wählbar; ein negativer Synchronisierpuls
wird an den Eingang eines Synchronisationsverstärkers 101 mittels eines Verstärkungssteuerpotentiometers
102 und eines Kopplungs-
kondensators 103 angelegt. Der Synchronisierverstärker enthält
zwei Stufen 104 und 105, deren Kathoden über einen gemeinsamen Kathodenwiderstand
101 a an Erde gelegt sind. Ein an die Stufe 104 angelegtes negatives Eingangssignal
ergibt ein negativ werdendes Ausgangssignal an der Anode der Stufe 105. Der Anodenkreis
der Stufe 105 ist mittels eines Kopplungskondensators 107 und einer Diode 108, die
durch einen hohen Widerstand 109 überbrückt ist, mit der Anode der Pentode 106 verbunden,
welche zusammen mit der dazugehörigen Schaltung in dem Schutzsteuerkreis 33 enthalten
ist.
-
Die Öffnungen des Steuerkreises 18 und die Länge der Zeit, für welche
er geöffnet ist, wird durch den Schutzsteuerkreis gesteuert, der beispielsweise
ein Pulsgenerator nach Art eines Multivibrators sein kann, aber hier als Schirm
gekoppeltes Phantastron mit der Pentode 106 gezeigt ist. Die Dauer eines Steuerpulses,
der von dem Schutzsteuerkreis beim Ansprechen auf den Synchronisierpuls A erzeugt
wird, bestimmt das Zeitintervall voraus, für welches der Steuerkreis 18 geöffnet
ist. Die Zeit, zu welcher der Steuerkreis im Anschluß an die Einleitung des Synchronisierpulses
A geöffnet wird, wird durch eine Verzögerungsschaltung 111 bestimmt.
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Bei den schirmgekoppelten Phantastrons wird ein Ausgangspuls im Schirmkreis
beim Ansprechen auf das Eintreffen eines kurzzeitigen Auslösepulses hervorgerufen.
Die Dauer des Ausgangspulses am Schirmkreis ist durch die Stromkreisparameter des
Phantastronkreises, beispielsweise den Kondensator 110, einstellbar. Daher ist das
Phantastron praktisch ein Zeitgeberstromkreis, der in der Regel den Vorzug verdient
wegen seiner fast linearen Charakteristik, die eine genaue Einstellung der Erzeugung
von Pulsen mit einer gewünschten Dauer gestattet. Die Arbeitsweise eines schirmgekoppelten
Plaantstrons ist an sich bekannt.
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Ist einmal das Arbeiten des Phantastron- oder Schutzsteuerkreises
33 durch das Anlegen des negativen Pulses mittels der Diode 108 eingeleitet, so
fährt -die Anodenspannung fort, kleiner zu werden.
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Daher wird die Anode der Diode 108 negativer gegenüber ihrer Kathode,
und daher wirkt die Diode als Stromkreissperrvorrichtung oder Stromkreis abschaltung,
indem sie die Anlegung weiterer negativer Pulse an das Phantstron verhindert, bis
der Arbeitszyklus des Phantastrons vollendet ist.
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Der Puls aus dem Schirmkreis des Schutzsteuerkreises bzw. des Phantastrons
33 wird um annähernd 200 Mikrosekunden mittels der Schaltung 111 verzögert, welche
eine Integratorschaltung sein und den Intgratorkondensator 112 enthalten kann. Die
integrierte Welle B wird dann an den Gitterkreis eines Pulsformers 34 angelegt,
der beim Ansprechen hierauf eine im wesentlichen rechteckige Welle, d. h. den Puls
C, bildet, welcher die Öffnung des ersten Empfängersteuerkreises 18 bewirkt, nachdem
das Signal D 1 genügend gedämpft ist, und zwar für eine Zeitdauer, die auf die Dauer
der Pulse C bezogen ist.
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Die Zeitspanne, während welcher der erste Empfängersteuerkreis 18
geöffnet sein soll, bzw. das Zeitintervall des Pulses C wird in erster Linie bestimmt
durch die Zeitspanne, die ein seismischer Impuls braucht, um über die in der Umgebung
des Bohrloches anzutreffende Endschicht geringster Geschwindigkeit vom Sender T
zum ersten Empfänger
zu laufen. Befindet sich der erste Empfänger
in einem Abstand von 1,80 m vom Sender und beträgt die geringste anzutreffende Schallgeschwindigkeit
1500 m/ sec, so soll der erste Empfängersteuerkreis für eine Zeitspanne von mindestens
1,2 Millisekunden geöffnet sein. Natürlich kann der Steuerkreis für eine längere
Zeitspanne, beispielsweise von 3 Millisekunden oder mehr geöffnet sein. Der Umstand,
daß der erste Empfängersteuerkreis während der Zeit geöffnet sein kann, während
welcher der zweite Empfänger ein elektrisches Signal hervorbringt, ist für die richtige
Arbeitsweise des Systems nicht schädlich. Ein solches aus dem zweiten Empfänger
über den ersten Empfängersteuerkreis 18 angelegtes Signal kann zunächst als die
Arbeitsweise des Hauptsteuerkreises 16 beeinträchtigend angesehen werden, Jedoch
ist der Hauptsteuerkreis 16 mit einer Stromkreissperrvorrichtung versehen, welche
praktisch den Hauptsteuerkreis von dem ersten Empfängersteuerkreis abschaltet, wenn
einmal der Hauptsteuerkreis auf Grund des Beginns eines elektrischen Signals aus
dem ersten Empfänger erregt worden ist.
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Der Empfängersteuerkreis 18 umfaßt bei der dargestellten Ausführungsform
eine als Diode geschaltete Triode 113, die von einem Potentiometer 114 überbrückt
ist. Die als Diode geschaltete Triode 113 ist mit ihrer Anode an die Kathode der
Triode 115 angeschlossen, welche normalerweise stromdurchlässig ist. Die Stromdurchlässigkeit
der Triode 115 stellt für die Anlegung der Anodenspannung aus der Spannungsquelle
B+ über den Widerstand 116 an die Anode der als Diode geschalteten Triode 113 einen
Weg niedrigen Widerstandes dar. Somit ist die als Diode geschaltete Triode 113 während
der einleitenden Vorgänge stromdurchlässig und bildet einen Strompfad niedrigen
Widerstandes parallel zum Potentiometer 114, so daß praktisch -die Entstehung einer
Spannung längs des Potentiometers auf Grund eines aus dem ersten Empfänger etwa
über den Kanal 25 angelegten Signals verhindert ist. Der Steuerkreis 18 öffnet sich,
wenn die negative Welle oder der Puls C an -das Gitter der Triode 115 etwa über
den Kopplungskondensator 117 angelegt wird, um die Triode in den Ausschaltzustand
zu treiben und somit das an den Anodenkreis der Triode 113 angelegte Potential zu
vermindern. Der stromdurchlässige Zustand der Triode 113 wird unterbrochen, wodurch
die Entstehung von Signalen, die etwa über den Kanal 25 aus dem Empfänger R 1 kommen,
längs des Potentiometers 114 ermöglicht wird.
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Der Kanal 26 ist nunmehr für den Durchgang von Signalen aus dem ersten
Empfänger über den Steuerkreis 18 und den Kanal 26 zum Hauptsteuerkreis 16 geöffnet.
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Nunmehr, bei geöffnetem Steuerkreis 16, wird beim Eintreffen eines
seismischen Impulses am Empfänger R 1 das durch diesen Empfänger erzeugte elektrische
Signal an die Primärwicklung des Transformators 22 angelegt und von hier aus über
das Verstärkungssteuerpotentiometer 120 an den Eingang eines zweistufigen Verstärkers
23 gelegt, der die Triodenstufe 23 a und die Pentodenstufe 23b umfaßt.
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Der Anodenkreis der Pentodenstufe 23 b ist an die Primärwicklung eines
Transformators 121 geschaltet, deren Sekundärwicklung an den Vollweggleichrichter
24 gelegt ist. Dieser umfaßt zwei Dioden 122 und 123 mit einem gemeinsamen Anschluß
an dem Spannungspunkt 124; die beiden anderen Klemmen der
Dioden sind an die entgegengesetzten
Enden der Sekundärwicklung gelegt. Die Mitte der Sekundärwicklung ist angezapft
und geerdet. Die gemeinsame Klemme der Dioden 122 und 123 ist über einen Widerstand
125 geerdet. Das gleichgerichtete Signal E2 entsteht an dem Widerstand 125 und wird
durch eine Leitung oder einen Kanal 25, den Steuerkreis 18 und den Kanal 26 an den
Eingang des Verstärkers 130 (Fig. 3 B) gelegt.
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Der Hauptsteuerkreis 16 kann so ausgebildet werden, daß er entweder
auf positive oder auf negative Pulse anspricht. In der dargestellten Ausführung
spricht er nur auf negative Pulse an. Der Vollweggleichrichter 24 bewirkt, daß der
Betrag des Fehlers sehr klein wird, der dadurch entstehen kann, daß die beiden Empfänger
R 1 und R 2 elektrische Signale oder Pulse von zunächst niedriger Amplitude erzeugen,
die Schwingungscharakter haben. Diese Signale, z. B. das Signal D 2 (Fig. 2), weisen
einen anfänglichten Ausschlag niedriger Amplitude und einer Polarität auf, nämlich
den Puls a, an welchen sich ein Ausschlag der Gegenpolarität, der Puls b, von beträchtlich
größerer Stärke anschließt. Der Puls q ist negativ und der Pulsb positiv dargestellt.
Da der Hauptsteuerkreis auf negative Pulse anspricht, kann bei einer zum Auslösen
des Hauptsteuerkreises 16 unzureichenden Amplitude des negativ verlaufenden Pulses
eine Verzögerung um eine Periode des elektrischen Signals aus dem Empfänger R 1
eintreten, bevor der Hauptsteuerkreis beispielsweise durch einen Puls c, ausgelöst
wird. Das wird jedoch vermieden durch Einfügung des Vollwegggleichrichters 24, der
das Signal 02 in ein Signal E2 umformt, wie es in Fig.2 erläutert ist. Wenn also
das erste negative Signal a unzureichend ist, um den Hauptsteuerkreis 16 ansprechen
zu lassen, so ist das positive Signal b, welches durch den Gleichrichter in ein
negatives Signal b' umgerichtet ist, von passender Amplitude, um den Hauptsteuerkreis
16 auszulösen. Dadurch wird der Fehler auf die Hälfte desjenigen herabgesetzt, der
andernfalls auftreten könnte.
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Ein solches System kann voll zufriedenstellend sein, wenn der Hauptsteuerkreis
16 nur auf den etwas höheren Energiepegel, wie er bei b' in F i g. 2 dargestellt
ist, anspricht, im Gegensatz zu dem Signal niederen Pegels, das bei a gezeigt ist.
Wenn jedoch eine noch größere Genauigkeit gewünscht wird, so kann der Schalter 122
a (Fig. 3A) geöffnet werden, um den Gleichrichter 122 von dem Stromkreis abzuschalten;
in diesem Fall wird die Arbeitsweise wesentlich verändert.
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Falls der Schalter 122 a geöffnet wird, so wird der Stromkreis polaritätsempfindlich.
Unter der gleichen Annahme, nämlich daß der Hauptsteuerkreis 16 nur auf negative
Pulse anspricht, beseitigt die Abtrennung des Gleichrichters 122 das Ausgangssignal
des Gleichrichters 24 längs des Widerstandes 125, nämlich die negativen Signale
a, c und e des Empfänger ausganges (vgl. D 2 in F i g. 2). Somit sind die einzigen
Signale, die durch den Gleichrichter 24 über den Kanal 26 und den Verstärker 130
zum Hauptsteuerkreis 16 durchgelassen werden, die negativen Pulse b' und d' von
F i g. 2, entsprechend den positiven Pulsen b und d. Da der Puls b eine größere
Amplitude hat als der einleitende Puls a, wird der Hauptsteuerkreis 16 immer betätigt,
wenn der Puls b auftritt, und der vorher beschriebene dazwischenliegende Vorgang
fällt weg. In gleicher Weise wird der
entsprechende positive Puls
des zweiten Empfängers R2 mittels des Gleichrichters 24 dem zweiten Empfängersteuerkreis
19 des Kanals 38 und des Verstärkerns 35 (Fig.3B) an den Sperroszillator 36 angelegt.
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Die Bedeutung des vorerwähnten Vorganges bei geöffnetem Schalter
122 a wird noch besser verständlich durch Gegenüberstellung des Einzelempfängersystems
mit dem hier beschriebenen Zweiempfängersystem. Bei dem Einzelempfängersystem wird
die Ges chwindigkeits charakteristik der Erdschichtung in der Umgebung des Bohrloches
bestimmt durch die Laufzeit des seismischen Impulses durch die Erdschicht vom Augenblick
seiner Erzeugung am Sender T bis zum Augenblick des Eintreffens am Empfänger. Da
es gerade auf die verflossene Zeit ankommt, ist es beim Einzelempfängersystem wesentlich,
daß die monoton sich ändernde Funktion gleichzeitig mit dem »Abriß«, d. h. dem Augenblick
der Erzeugung des seismischen Impulses, eingeleitet wird. Ebenso wichtig ist es,
daß die monoton sich ändernde Funktion in dem Augenblick, wo der seismische Impuls
am Empfänger ankommt, gemessen wird. Die Schwierigkeit besteht darin, daß die Anfangsenergie
des am Empfänger eintreffenden Impuls es von niedriger Amplitude ist und daß dementsprechend
ihre Feststellung die vorerwähnte Schwierigkeit noch vergrößert, die sich in Form
von Fehlern auswirkt, die so groß sind wie die Periode des Schwingungssignals, welches
den seismischen Impuls aus dem Sender kennzeichnet.
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Durch Abweisen der Reihe von Pulsen mit dieser Polarität einschließlich
des ersten Pulses von niedrigem Pegel, beispielsweise der negativen Pulse durch
Öffnen des Schalters 122, wird dafür gesorgt, daß nur die positiven Pulse durch
den Gleichrichter 123 durchgelassen werden und als Ausgangssignal b' und d' längs
des Widerstandes 125 in Erscheinung treten.
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Die hinsichtlich der Polarität selektive Arbeitsweise zum Beseitigen
des anfänglichen Pulses niedriger Amplitude ergibt keine Fehlervergrößerung beim
Zweiempfängersystem, weil die Laufzeit durch die Erdschicht in der Umgebung des
Bohrloches von der Differenz der Ankunftszeiten der seismischen Energie an den beiden
Empfängern abhängt. Diese Differenz ergibt sich durch Subtraktion der Laufzeit des
Impuls es vom Sender zum ersten Empfänger von der Laufzeit vom Sender zu dem zweiten
Empfänger.
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Durch die Subtraktion fallen die Laufzeiten für die Flüssigkeitsstrecken
vom Sender zur Bohrlochwandung von dieser zu den beiden Empfängern heraus, so daß
nur die Laufzeit des seismischen Impulses durch die Erde von einem Punkt gegenüber
dem ersten Empfänger R 1 zu einem Punkt gegenüber dem zweiten Empfänger R 2 übrigbleibt.
Der vom Sender T gelieferte und durch den Empfänger R 1 festgestellte Impuls ist
der gleiche, der durch den Empfänger R 2 festgestellt wird. Daher ist die Periode
des anfänglichen Kurvenausschlages a (Fig. 2) im wesentlichen an beiden Empfängern
R 1 und R 2 gleich.
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Somit wird durch Eliminieren des negativen Ausschlages a kein Fehler
in das System eingeführt, das nur auf den ersten positiven Ausschlag b angemessener
Amplitude anspricht, um das Arbeiten des Hauptsteuerkreises 16 und des Sperroszillators
36 zu gewährleisten, wenn die Empfänger Rt und R2 auf nacheinanderfolgende Pulse
aus dem Sender T ansprechen.
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F i g. 3 B zeigt, daß der Anodenkreis des Gleichrichters 130 mittels
des Kopplungskondensators 131 an den Eingang eines zweiten Verstärkers 132 geschaltet
ist, dessen Ausgangssignal, das die gleiche Polarität wie das Signal E 2 hat, an
den Hauptsteuerkreis 16 mittels der Diode 133, die durch einen hohen Widerstand
134 überbrückt ist, angelegt wird.
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Die Diode 133 läßt nur den Durchgang negativer Pulse aus dem Verstärker
132 zu und arbeitet in gleicher Weise wie die Diode 108 (Fig.3A), um eine Abtrennung
zwischen dem Hauptsteuerkreis 16 und dem Verstärker 27 herbeizuführen und zu verhindern,
daß weitere negative Signale aus dem Verstärker die Arbeit des Hauptsteuerkreises
stören, wenn diese einmal ausgelöst ist.
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Der Hauptsteuerkreis 16 ist vorzugsweise ein monostabiler Multivibrator
mit Kathodenkopplung, der die Trioden 135 und 136 enthält, deren Kathoden mittels
eines gemeinsamen Kathodenwiderstandes 137 geerdet sind. Während einer einleitenden
Periode, die als Normalzustand des Hauptsteuerkreises angesehen werden kann, ist
die Triode 135 stromdurchlässig und die Triode 136 abgeschaltet.
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Bei der Anlegung eines negativen Pulses an die Triode 135 wird diese
ausgeschaltet, und der herabgesetzte Kathodenstrom durch den Widerstand 137 macht
die Triode 136 stromdurchlässig. Die Anodenspannung der Triode 136 fällt rasch ab
und erzeugt einen negativen Puls, der mittels des Kondensators 138 an den Eingang
der Triode 139 gelegt wird, welche einen Teil des Generators 17 der monotonen Funktion
bildet.
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Der Generator der monotonen Funktion, welcher einen Teil der Zeitgebervorrichtung
darstellt, dient zum Erzeugen einer Spannung, die ohne Anderung des Vorzeichens
der Neigung von einem vorbestimmten Anfangswert, der in der Welle F (F i g. 2) als
Nullpunkt dargestellt ist, sich ändert, indem sie sich an einen einleitenden Puls
anschließt. Vorzugsweise wird ein Sägezahnwellengenerator verwendet; jedoch kann
die monotone Funktion auch durch eine Reihe von Pulsen in einheitlichen Abständen
gebildet werden. In letzterem Fall werden die Pulse erzeugt, beginnend mit dem Empfang
von Schallenergie durch den Empfänger R 1 und endend mit dem Empfang der gleichen
Schallenergie durch den zweiten Empfänger R 2, wobei die Anzahl solcher Pulse proportional
der Laufzeit des seismischen Impulses zwischen den Empfängern ist.
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Der dargestellte Generator einer monotonen Funktion ist an sich bekannt
als lineare Treidel-Streichschaltung mit einer Kompensationsschaltung. Die Spannung
zwischen dem Spannungspunkt 140 und der B-Erdklemme ändert sich linear entsprechend
der Anlegung des Steuerpulses aus dem Hauptsteuerkreis 16 an das Gitter der Triode
139. Die Anlegung des Steuerpulses fällt zeitlich mit dem Einsatz oder dem ersten
systemabhängigen Puls des elektrischen Signals D 2 zur Zeit t0 (F i g. 2) zusammen,
das von dem ersten Empfänger beim Empfang von Schallenergie aus dem Sender T erzeugt
wird. Die linear ansteigende Spannung am Punkt 140 wird an den Kondensator 14 zu
Zeitpunkten t1 angelegt, entsprechend dem Einsatz oder dem ersten systemabhängigen
Puls des elektrischen Signals D 3, das von dem zweiten Empfänger hervorgebracht
wird; die Anlegung erfolgt über einen Leiter 141 und einen Schalter 37.
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Der Hauptsteuerkreis erzeugt auch zusätzlich zur Entwicklung eines
negativen Steuerimpulses für den Generator 17 einen positiven Steuerimpuis G, der
den Schalter S im Bohrloch betätigt, um die Empfänger R 1 und R 2 ab- und anzuschalten
und den zwei ten Empfängersteuerkreis ;19 zu öffnen.
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Beim Betätigen des Schalters S im Bohrloch wird der Steuerimpuls
G mittels der Leitung 142 an den Eingang eines Kathodenverstärkers28 (F i g. 3 A)
angelegt. Die Zunahme der Stromdurchlässigkeit des Kathodenverstärkers bringt einen
Steuerpuls an dem Kathodenwiderstand 143 hervor, der über eine Leitung oder einen
Kanal 29 und einen Phantomstromkreis mit der Primärwicklung des Transformators 22
und den Leitungen 12 nach unten übertragen wird Der Kontrollpuls G wird um eine
vorbestimmte Periode durch einen Integrator verzögert, der den Kondensator 144 enthält.
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Nach einer anderen Ausführungsform der Erfindung wird der Kondensator
144, der für die nötige Verzögerung sorgt, durch die Kapazität des Kabels 11 unterstutzt.
Bei den handelsüblichen Kabeln ist eine Kapazität vorhanden, die eine Verzögerung
von etwa 35 Mikrosekunden auf 300 m einführt. Hat das Kabel eine unzureichende Kapazität,
so kann eine zusätzliche Kapazität durch Anschließen des Kondensators 145 parallel
zur Kabelkapazität 144 mittels des Schalters 146 vorgesehen werden.
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Beim Öffnen des zweiten Empfängersteuerkreises 19 wird der Steuerpuls
G über den Leiter 147 an den Eingang eines Verstärkerumrichters 148 gelegt.
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An den Eingang des Verstärkers ist eine Verzögerungsschaltung mit
einem integrierenden Netzwerk 149 angeschlossen. Der an den Eingang des Verstärkers
148 gelegte Puls veranlaßt eine Zunahme seiner Stromdurchlässigkeit, was einen raschen
Abfall der Anodenspannung ergibt und eine negative Welle I hervorruft, die über
einen Leiter oder Kanal 31 geschickt wird, um den zweiten Empfängersteuerkreis 19
zu öffnen. Die durch den Integrator 149 bewirkte Verzögerung kann so eingestellt
werden, daß sie mit der durch den Integrator bzw. Kondensator 144 bewirkten Verzögerung
zusammenfällt, sa daß der zweite Empfänger vor der Öffnung des zweiten Empfängersteuerkreises
19 angeschlossen werden kann.
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Der zweite Empfängersteuerkreis 19 ist ähnlich dem ersten Empfängerstenerkreis
18. Die normale Stromdurchlässigkeit der als Diode geschalteten Triode 150 schließt
praktisch das Potentiometer 151 kurz. Bei der Anlegung des negativen Pulses I an
den Eingang der Triode 152 wird diese in den Ansschaltzustand gebracht, wodurch
sich eine Abschaltung der als Diode gestalteten Triode 150 ergibt. Hier; auf wird
das gleichgerichtete Signal E 3 aus dem zweiten Empfänger R 2 mittels des Widerstandes
153 mit einem offenen Kanal versehen, um über das Potentiometer 151 Spannungen zu
erzeugen, die mit den Veränderungen des gleichgerichteten Signals E3 zunehmen. Die
über das Potentiometer 151 entwickelte Spannung wird mittels eines Leiters oder
Kanals 38 an den Verstärker 35 gelegt, um die Prüfung und Messung der Angenbllcksgröße
der monoton veränderlichen Spannung F einzuleiten, die durch das Potential am Punkte
140 des Generators 17 dargestellt wird.
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Der Verstärker 35 steuert den Sperroszillator 36.
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Der Anodenkreis des Sperroszillators 36 enthält
einen Transformator
mit einer Primärwicklung 154 und drei Sekundärwicklungen 155 a, 155 b und 155 c
Die erste Sekundärwicklung 155 a bildet die Rückkopplungsschleife für die Steuerung
des Spetroszillators, so daß an seinem Ausgang ein einzelner zyklischer Puls J (F
i g 2) in Erscheinung tritt. Die durch die punktierten Linien 156a und 156 b angedeutete
magnetische Kopplung zu den Wicklungen 155 b und 155c hebt die Potentiale der Steuergitter
der Trioden 157 und 158 momentan an. I Die Trioden sind in Reihe geschaltet und
bilden zusammen den Schalter 37. Die Trioden, die normalerweise so vorgespannt sind,
daß sie nicht stromdurchlässig sind, werden für einen mit der Erzeugung des Pulses
J aus dem Sperroszillator zusammenfallenden Augenblick in einen hochleitfähigen
Zustand gebracht.
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Der Schalter 37 ist in Reihe mit dem Kondensator 14 geschaltet. Bei
der Schließung des Schalters, wie sie im Falle der Stromdurchlässigkeit der Trioden
157 und 158 erfolgt, kann ein momentaner Ladestrom in den oder aus dem Kondensator
14 fließen, je nachdem, ob die Spannung, die bereits an dem Kondensator in Erscheinung
tritt, kleiner oder größer als die an der Anode der Triode 139 auftretende Spannung
ist, wie sie an dem Spannungspunkt 140 vorhanden ist. Das Aufzeichnungsgerät 13
ist den Kondensator 14 mittels eines Antriebs- oder Eingangskreises von hoher Impedanz
geschaltet, der durch die Triode 159 gebildet ist, so daß die Ladung des Kondensators
14 nur bei Stromdurchgang durch den Schalter 37 beträchtlich geändert wird Infolgedessen
bleibt die Ladung an dem Kondensator 14, obwohl eine Erzeugung wiederholter Schaltpulse
aus dem Sender T erfolgt und die sich monoton ändernde Spannung F wiederholt reproduziert
wird, so lange im wesentlichen konstant, wie die Laufzeit des seismischen Impulses
zwischen den Empfängern R 1 und R2 konstant ist. Die Ladung des Kondensators ändert
sich nur, wenn eine Veränderung in dem Laufzeitinkrement der seismischen Impulse
zwischen den Empfängern auftritt.
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Die hier beschriebene Ausführungsform der Erfindung kann noch ausgebaut
und abgewandelt werden. Zum Beispiel können im Lauf der Vorbereitung von Schallogs
in dem Bohrloch Störgeräusche erzeugt werden, welche die aus den Empfängern R 1
und R2 erzeugten elektrischen Signale verwischen oder sonstwie unwirksam machen
könnten. Solche Geräuschsignale können in das System gelangen, und die Meßeinrichtung
kann darauf ansprechen und unklaze Aufzeichnungen der Geschwindigkeitscharakteristik
der Erdschichten in der Umgebung des Bohrloches liefern. Das Geräusch ist gewöhnlich
intermittierend, und es kann verschiedene Ursachen haben, z. B. das Anschlagen des
Bohrlochteiles gegen die Bohrlochwandung. Zweckmäßig wird das Geschwindigkeitslogsystem
mit einer Anordnung versehen, die Störgeräuschsignale feststellt und die Meßeinrichtung
während eines Zeitabschnittes, in welchem das Rauschen anhält, für alle Signale
unempfindlich macht. Das System gemäß der Erfindung ermöglicht mit nur kleinen Veränderungen
der Schaltung auch die Feststellung des Geräusches.
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Eine Anordnung, die einen Störgeräuschdetektor enthält, ist in F i
g. 5 dargestellt.
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In einem kurzen Intervall nach dem Anschalten des zweiten Empfängers
R2 an die Obertagestation tritt jede im Bohrloch vorhandene Geräuschenergie
am
Ausgang des zweiten Empfängers in Erscheinung.
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Der Vollweggleichrichter 24 überträgt jedwedes Störgeräusch, das durch
diese Spannung dargestellt wird, durch einen Geräuschsteuerkreis 160 auf den Kondensator
161. Die an dem Kondensator 161 aufgebaute resultierende Spannung ist negativ gegenüber
Erde und spannt einen Koinzidenzstromkreis 162 so vor, daß eine Unterbrechung stattfindet.
Diese Wirkung verhindert, daß der aus dem Hauptsteuerkreis auf das Signal aus dem
ersten Empfänger hin erzeugte Steuerpuls einen Multivibrator 163 zur Wirkung bringt,
der bei Nichtvorhandensein des Störgeräuschs einen Steuerimpuls für das Öffnen des
zweiten Empfängersteuerkreises 19 hervorbringt. Ist also ein Störgeräusch vorhanden,
so wird der zweite Empfängersteuerkreis nicht geöffnet.
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Nachdem nunmehr die Hauptprinzipien der Arbeitsweise des Geräuschdetektors
geschildert wurden, werden im folgenden die Geräuschsteuerstromkreise im einzelnen
beschrieben: Der Hauptsteuerkreis 16 (F i g. 3 B) wird durch das Signal E2 (F i
g. 2) betätigt, das dem Ausgangssignal des ersten Empfängers R 1 entspricht. Der
Ausgang der ersten Röhre 135 des Hauptsteuerkreises 16 wird über eine Leitung 147
an die Integratorschaltung 149 gelegt; deren Ausgang wiederum wird über eine Leitung
164 an das Steuergitter der Triode 148 gelegt, deren Kathode unmittelbar geerdet
ist.
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Das Gitter der Triodel48 ist über den Widerstand 165 an eine Quelle
negativer Vorspannung gelegt, welche die Röhre 148 normalerweise ausgeschaltet hält.
Die Anode der Röhre 148 ist mittels des Belastungswiderstandes 166 an eine Schiene
167 gelegt, die mit einer Stromquelle B + verbunden ist.
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Eine Wellenspannung G (F i g. 2) wird an das Gitter der Röhre 148
gelegt und macht diese für ein Zeitintervall stromdurchlässig, das durch den plötzlichen
Spannungsanstieg des Integratornetzwerks 149 bestimmt wird.
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Die Anode der Röhre 148 ist mittels eines Kondensators 168a über
die Diode 168 an das Steuergitter der ersten Stufe eines Multivibrators 169 gelegt.
Die Diode 168 ist mit ihrer Kathode an den Kondensator 168 a und mit ihrer Anode
an den Eingang des Multivibrators 169 gelegt. Ein Widerstand 170 liegt parallel
zur Diode 168. Das Gitter der Röhre 171 und die Anode der Diode 168 sind mittels
eines veränderbaren Widerstandes 172 an die Schiene 167 geschaltet. Der negative
Puls an der Anode der Röhre 148, der durch die Diode 168 angekoppelt ist, betätigt
den Multivibrator 169, so daß dieser eine Rechteckspannung an der Anode der Eingangsstufe
der Röhre 171 erzeugt. Diese Spannung, die positives Vorzeichen und Rechteckform
aufweist, wird mittels eines Widerstandes 173 und eines Kondensators 174 auf das
Gitter einer Formungsstufe 175 übertragen. Die Spannung ist durch den Widerstand
172 steuerbar, um die Länge der Pulse einzustellen. Mittels dieser Vorrichtung kann
die Länge des Zeitabschnitts ausgewählt werden, in welchem für Steuerzwecke das
System geräuschempfindlich sein soll.
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Das Ausgangssignal der Formungsstufe 175 ist ein negativer Rechteckpuls;
dieser wird von der Anode der Formungsstufe 175 über eine Leitung 176, einen Widerstand
177 und einen Kondensator 178 auf die Steuerklemme des Geräuschsteuerkreises 160
übertragen. Hierzu ist eine Klemme des Kondensators
178 an das Steuergitter einer
Triode 179 gelegt, deren Anode über einen Widerstand 180 an die Schiene 167 geführt
ist und deren Kathode an die Anode einer zweiten Triode 181 geschaltet ist, deren
Kathode wiederum geerdet ist.
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Das Steuergitter der Röhre 181 ist direkt an die Anode geschaltet,
so daß die Röhre als Diode arbeitet. Die B+ -Schiene 167 ist über einen Widerstand
182 an das Steuergitter der Röhre 179 gelegt.
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Die Verbindung zwischen den Röhren 179 und 181 ist mittels eines Widerstandes
183 an das Schutzgitter einer Pentode 184 in dem Koinzidenzkreis 162 gelegt. Der
Kondensator 161 ist zwischen das Steuergitter der Pentode 184 und Erde geschaltet.
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Im Betrieb ist die Triode 179 normalerweise hoch leitfähig, so daß
die Röhre 181, wenn überhaupt, so nur eine geringe Impedanz bildet und somit den
Kontrollsignalweg überbrückt. Der Kontrollsignalweg kann durch den Transformator
121 gebildet sein, der an der Mittelanzapfung seiner Sekundärwicklung geerdet ist.
Zwei Dioden 122 und 123 sind in Reihe gegen die äußeren Enden der Sekundärwicklung
des Transformators 121 geschaltet. Die gemeinsame Verbindung zwischen den Dioden
122 und 123 ist über den Widerstand 125 a geerdet. Eine einstellbare Anzapfung 125
b am Widerstand 125 a bildet einen Teil des Kontrollsignalweges und ist über eine
Leitung 185 und einen Widerstand 186 an die gemeinsame Klemme zwischen den Röhren
179 und 181 geschaltet. Wenn die Röhre 179 stromdurchlässig ist, so wird das Schutzgitter
der Röhre 184 durch die Röhre 181 auf Erdpotential gehalten.
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Wenn jedoch das Signal aus dem Formungskreis 175 an das Gitter der
Röhre 179 gelegt wird, so wird die Stromdurchlässigkeit beendet, und die Röhre 181
erhält einen hohen Widerstand, wodurch sie die Übertragung von Signalen von der
Anzapfung 125 b zum Schutzgitter der Röhre 184 ermöglicht. Dieses Signal, das gleichgerichtet
und gegenüber Erde negativ ist, lädt den Kondensator 161 negativ auf.
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Das Steuergitter der Pentode 184 ist zwecks Unterbrechung mittels
einer Leitung 187 an die Quelle negativer Vorspannung gelegt. Falls in einem ausgewählten
Zeitintervall Geräuschsignale fehlen, ist das Schutzgitter der Röhre 184 ohne Vorspannung,
so daß der Koinzidenzkreis 162 bei Anlegung eines positiven Pulses, der auf das
Steuergitter der Röhre 184 mittels des Kondensators 188 angelegt wird, stromdurchlässig
wird. Der resultierende negative Puls, der im Anodenkreis der Röhre 184 auftritt,
wird mittels einer Diode 189 auf den Multivibrator 163 übertragen. Der Stromkreis
der Diode 189 ist in seiner Arbeitsweise ähnlich dem oben in Verbindung mit der
Röhre 168 beschriebenen Kreis.
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Der Multivibrator 163 erzeugt dann an der Anode der Röhre 190 einen
positiven Rechteckpuls von gleicher Dauer wie der Puls aus dem Formungskreis 175.
Das Signal aus der Röhre 190 wird mittels des Widerstandes 191 und des Kondensators
192 auf das Gitter einer Formungs- und Umrichtungsstufe 193 übertragen. Die Spannung
von der Form I (F i g. 2) wird dann über den Widerstand 194 und die Leitung 195
auf das Steuergitter des Empfängersteuerkreises 19 übertragen, welche die Triode
152 enthält und bewirkt, daß der Signalübertragungskanal geöffnet wird, so daß Signale,
die beim Eintreffen eines Schallpulses aus dem Sender vom zweiten Empfänger R2 erzeugt
werden, übertragen werden können.
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Aus der vorstehenden Beschreibung der Arbeitsweise des Geräuschdetektors
ergibt sich, daß dieser in Verbindung mit den sonstigen Merkmalen der Erfindung
deren Wirksamkeit insofern noch weiter verbessert, daß nur die im Bohrloch in der
Nachbarschaft des zweiten Empfängers erzeugten Störgeräusche festgestellt werden.
Bei Fehlen des Systems gemäß der Erfindung würden Signale, die von dem ersten Empfänger
nach Ankunft des seismischen Impulses am ersten Empfänger und vor Ankunft an dem
zweiten Empfänger festgestellt werden, auf die mit dem zweiten Empfänger verbundenen
Kreise übersprechen. Solche Störgeräusche könnten das Arbeiten des Rauschdetektors
bewirken und den zweiten Empfängersteuerkreis in geschlossenem Zustand halten. Daher
würde der zweite Empfängersteuerkreis auch dann geschlossen bleiben, wenn kein Störgeräusch
im Bereich des zweiten Empfängers vorhanden wäre. Durch das abwechselnde An- und
Abschalten des ersten und zweiten Empfängers und Anordnung einer einzelnen Übertragungsleitung
für beide Empfänger gemäß der Erfindung wird gewährleistet, daß der Geräuschdetektor
nur auf Fremd-oder Störgeräusche in der Nachbarschaft des zweiten Empfängers anspricht.