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Einrichtung zum Überwachen des Leerungszustandes von in einem Förderweg
laufenden Briefumschlägen Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung zum Überwachen
des Leerungszustandes von in einem Förderweg laufenden Briefumschlägen. Diese können
beispielsweise aus einer Brieföffnungs- und Entleerungsmaschine kommen. Solche Maschinen
werden unter anderem im Rahmen der Automatisierung des Postscheckdienstes oder ähnlicher
Dienste verwendet, wo für eine solche Überwachung ein besonderes Bedürfnis besteht,
um eine versehentliche Nichtbuchung von eingesandten Belegen zu vermeiden.
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Die Erfindung löst die gestellte Aufgabe durch die gemeinsame Anwendung
zweier Merkmale, die darin bestehen, daß a) eine Beleuchtungseinrichtung vorgesehen
ist, welche den Förderweg entsprechend einem Teil der von einem Umschlag eingenommenen
Fläche ausleuchtet, sowie eine von der anderen Seite des Förderweges her auf diesen
Flächenteil ausgerichtete fotoelektrische Abtasteinrichtung, deren vom Absorptionsgrad
der Umschläge abhängiger Meßwert in einer elektrischen Auswerteschaltung mit einem
Normwert verglichen wird, welcher größer als der beim Durchgang eines leeren Umschlages
und kleiner als der beim Durchgang eines nicht leeren Umschlages auftretende Meßwert
ist, und daß b) das bei Überschreitung des Normwertes durch den Meßwert auftretende
Ausgangssignal der Auswerteschaltung an ein Impulslängensieb gelangt, welches nur
solche Signale weitergibt, deren Impulsdauer größer ist als eine vorgegebene Mindestdauer
(d t).
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Die Anwendung einer fotoelektrischen Durchleuchtungseinrichtung mit
den unter a) genannten Merkmalen ist an sich bereits bekannt, und zwar für die Feststellung
von Doppelabzügen in der DrucLereitechnik, im Anschluß an Vereinzelungseinrichtungen.
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Zur Überwachung des Leernngszustandes von Briefumschlägen sind derartige
Einrichtungen jedoch nicht benutzt worden. Sie wären hierzu auch nicht geeignet,
da Briefumschläge Klebekanten aufweisen und mit Aufkleben und Briefmarken versehen
sein können, die Fehlanzeigen verursachen würden. Erst durch die gemeinsame Anwendung
der Merkmale a) und b) ist es möglich geworden, die Messung des Absorptionswertes
für die Überwachung des Leerungszustandes von Briefumschlägen auszunutzen.
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Das Wesen der Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher
erläutert. Diese zeigt in F i g. 1 schematisch die wesentlichen Teile einer foto-
elektrischen
Überwachungseinrichtung mit dem Blockschaltbild einer erfindungsgemäß ausgestalteten
Auswerteschaltung. Die F i g. 2 und 3 zeigen schematisch den zeitlichen Verlauf
der Signalamplituden an verschiedenen Schaltungspunkten der F i g. 1.
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Zwei Führungswände 2 und 3 bilden zusammen mit nicht dargestellten
bekannten Fördermitteln, wie z. B. Förderrollen, einen Förderkanal, durch den die
zu überprüfenden Briefumschläge 8, 8' in Pfeilrichtung hindurchbewegt werden. Die
Führungswand 2 hat eine Öffnung 9, neben der eine durch eine Glühlampe 10 dargestellte
Beleuchtungseinrichtung angeordnet ist. Auf der der Öffnung 9 gegenüberliegenden
Seite des Förderweges hat die Führungswand 3 eine entsprechende Öffnung 13, hinter
der das lichtempfindliche Organ einer fotoelektrischen Empfangseinrichtung 28 so
angeordnet ist, daß es einen möglichst großen Anteil der vom Fördergut durchgelassenen
Strahlung erfassen kann.
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Die an die Abtasteinrichtung 28 sich anschließende Auswerteschaltung
enthält außer den erforderlichen Verstärkerstufen 29 einen Amplitudendiskriminator
(Schwellwertschalter) 30. Außerdem ist sie an ihrem Eingang mit einem Begrenzer
31 versehen. Dieser hat die Aufgabe, von den nachfolgenden Stufen alle Signalamplituden
fernzuhalten, welche Absorptionsgraden entsprechen, die kleiner sind als der Absorptionsgrad
eines leeren Briefumschlages 8. Das Ausgangssignal des Amplitudendiskriminators
gelangt an ein Impulslängensieb 32, welches nur solche Signale weitergibt, deren
Impulsdauer größer ist als eine vorgegebene Mindestdauer d t.
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Fig. 2 zeigt in ihren Kurven a, b und c schematisch den zeitlichen
Verlauf der an den Schaltungspunkten a, b und c der F i g. 1 auftretenden Signalamplituden
unter der Voraussetzung, daß an der Abtasteinrichtung zunächst innerhalb des Zeitraumes
tut . . . t., ein leerer Briefumschlag 8 und dann innerhalb des Zeitraumes t,...
t4 ein noch nicht leerer Briefumschlag 8' vorbeibewegt wird. Hierbei bleibe das
Vorhandensein von Klebekanten der einfacheren Erläuterung wegen vorerst unberücksichtigt.
Man erkennt, daß die Amplitude des Signals am Ausgang a der Abtasteinrichtung28,
von einem hohen Ruhepotential U0 ausgehend, während der genannten Zeiträume Einbrüche
aufweist, die entsprechend dem Unterschied der Absorptionsgrade verschieden tief
sind; um so tiefer, je größer der Absorptionsgrad ist.
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Die Amplitudenschwelle Ust des Begrenzers 31 hat zur Folge, daß der
Arbeitsbereich der nachfolgenden Stufen auf einen relativ kleinen Amplitudenbereich
beschränkt werden kann. Am Ausgang b des umkehrenden Verstärkers 29 tritt daher
ein Signal auf, bei dem der dem Durchgang eines nicht leeren Umschlages entsprechende
Meßwert .... . t4) wesentlich größer ist als der dem Durchgang eines leeren Umschlages
entsprechende Meßwert ..... . t2). Dieses Signal wird dem Asnplitudendiskriminator
30 zugeführt, dessen Amplitudenschwelle U30 einem Normwert entspricht, der zwischen
den beiden zuvor definierten Meßwerten liegt. Bereits am Ausgang c der Stufe 30
wird daher unter den angenommenen Voraussetzungen nur dann ein Ausgangssignal erzeugt,
wenn - wie im Zeitraum ... . . - die Absorption des Fördergutes größer ist als die
durch einen leeren Briefumschlag bewirkte Absorption.
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Anders wird das Signalverhalten am Ausgang c der Stufe 30, wenn der
Briefumschlag 8, wie in Fig. 3 angedeutet, mit einem Merkmal S", wie z. B. einer
Klebemarke, versehen ist, welches den Absorptionsgrad an der betreffenden Stelle
wesentlich erhöht.
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Unter diesen Voraussetzungen ergibt sich am Schaltungspunkt a ein
Signal entsprechend der Kurve a in Fig.3, welches innerhalb des Zeitraumes ....
. t2 einen dieser Stelle entsprechenden tieferen Einbruch aufweist. Dieser hat am
Eingang des Amplitudendisl;riminators 30 (Schaltungspunkt b) ein Signal zur Folge,
dessen Amplitude kurzzeitig die Amplitudenschnelle Rs überschreitet und daher am
Ausgang der Stufe 39 (Schaltungspunkt c) ein Signal entsprechend F i g. 3, Kurve
c bewirkt. Es würde also während des Zeitraumes t t der Durchlauf eines nicht leeren
Umschlages vorgetäuscht werden.
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Um dies zu verhindern, schließt sich erfindungsgemäß in der Schaltung
nach F i g. 1 an den Amplitudendiskriminator 30 ein Amplitudensieb 32 an, welches
nur solche Signale weitergibt, deren Impulsdauer größer ist als eine vorgegebene
Mindestdauer
dt. t. Derartige Impulslängensiebe sind an sich bekannt, so daß eine
ausführliche Darstellung sich erübrigt. Die Stufe 32 ist in Fig. 1 schematisch als
Kombination eines Verzögerungsgliedes 32' und einer UND-Schaltung 32" angedeutet.
Die Zeitdauer .1 t wird zweckmäßig so gewählt, daß sie größer ist als etwa 25 0/o
der Durchlaufzeit T=t2-t, eines Briefumschlages 8 bzw. 8'. In der Auswerteschaltung
nach F i g. 1 kann daher gemäß F i g. 3, Kurve d, am Ausgang des Impulslängensiebes
32 (Schaltungspunkt d) nur innerhalb der Zeitdauer t, . t, entsprechend dem Durchgang
des nicht leeren Umschlages 8', ein Ausgangssignal auftreten, nicht jedoch innerhalb
der Zeitdauer tut. . . t2..
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Der in F i g. 3 als Merkmal 8" bezeichneten Verdickung gleichzusetzen
sind auch die Klebefalze der Briefumschläge, die somit ebenfalls keine Fehlanzeigen
verursachen können.