DE1231931B - Selbstabgleichender Beschleunigungsmesser - Google Patents
Selbstabgleichender BeschleunigungsmesserInfo
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- DE1231931B DE1231931B DE1963L0045090 DEL0045090A DE1231931B DE 1231931 B DE1231931 B DE 1231931B DE 1963L0045090 DE1963L0045090 DE 1963L0045090 DE L0045090 A DEL0045090 A DE L0045090A DE 1231931 B DE1231931 B DE 1231931B
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
GOIp
Deutsche Kl.: 42 ο-17
Nummer: 1231931
Aktenzeichen: L 45090IX b/42 ο
Anmeldetag: 12. Juni 1963
Auslegetag: 5. Januar 1967
Die Erfindung betrifft einen selbstabgleichenden Beschleunigungsmesser mit Temperaturausgleich.
Das Ausgangssignal eines Beschleunigungsmessers soll weitgehend unabhängig von Temperaturschwankungen
sein. Dies läßt sich bei einem Beschleunigungsmesser weitgehend durch rein mechanische
Maßnahmen erreichen. So ist in der deutschen Patentschrift 1125 690 ein Beschleunigungsmesser
beschrieben, der ein in einer Flüssigkeit schwebendes Pendel aufweist, dessen rücktreibendes Moment von
einem temperaturempfindlichen Magneten geliefert wird. Massenmittelpunkt, Auftriebsmittelpunkt und
Drehachse des Pendels sind hierbei relativ zueinander so angeordnet, daß die Änderung der Auftriebskraft
infolge von Temperaturschwankungen der Dichte der Tragflüssigkeit durch die Temperaturschwankungen
der magnetischen Feldstärke gerade ausgeglichen werden.
Es wurde jedoch gefunden, daß diese rein mechanische Temperaturkompensation für Präzisionsforderungen
nicht ausreicht. Ziel der Erfindung ist deshalb die Schaffung einer zusätzlichen Abgleichvorrichtung
zur Kompensation der Abhängigkeit des Ausgangssignals von Temperaturschwankungen.
Erfindungsgemäß ist der Rückstellspule des Beschleunigungsmessers,
dessen ohmscher Widerstand temperaturabhängig ist, ein temperaturunabhängiger Widerstand parallel geschaltet. Die Größe dieses
Widerstandes hängt allein von den Temperaturkoeffizienten des Innenwiderstandes der Meßvorrichtung
und des Widerstandes der Elektromagnetwicklung ab.
Tm Gegensatz zu der bekannten Verwendung eines temperaturabhängigen Widerstandes zum Ausgleich
von Temperaturschwankungen beruht die Erfindung auf der Erkenntnis, daß die lineare Widerstandsänderung
der Magnetwicklung mit der Temperatur indirekt zur Kompensation einer im entgegengesetzten
Sinne erfolgenden linearen Änderung des Meßstromes in Abhängigkeit von der Temperatur verwendet
werden kann. Dies gilt trotz der Tatsache, daß die Feldstromstärke im Elektromagneten nicht unmittelbar
vom ohmschen Widerstand der Magnetwicklung abhängt, sondern von einem Regler jeweils in solcher
Stärke geliefert wird, daß der Beschleunigungsmesser sich selbst abgleicht. Der erfindungsgemäß verwendete
konstante Nebenschlußwiderstand bewirkt jedoch eine Stromänderung, die vom ohmschen Widerstand
der Wicklung abhängig ist. Bei Verwendung eines Beschleunigungsmessers, dessen Meßstrom einen
negativen Temperaturkoeffizienten hat, erzeugt also der positive Temperaturkoeffizient des Wicklungs-Selbstabgleichender
Beschleunigungsmesser
Anmelder:
Litton Industries, Inc.,
Beverly Hills, Calif. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. G. Weinhausen, Patentanwalt,
München 22, Widenmayerstr. 46
Als Erfinder benannt:
Bruce A. Sawyer,
Los Angeles, Calif. (V. St. A.)
Widerstandes einen Strom mit positivem Koeffizienten im Nebenschlußwiderstand. Bei geeigneter
Wahl des Nebenschlußwiderstandes ergibt sich so ein Gesamtstrom in der Parallelschaltung, der temperaturunabhängig
ist. Unter den Abgleichbedingungen ist aber der Meßstrom gleich der Summe der Stromstärken
in der Parallelschaltung. Steigt also die Temperatur, so erhöht sich die Gesamtstromstärke,
da der Wicklungswiderstand zunimmt, und umgekehrt. So wird eine Kompensation des negativen
Temperaturkoeffizienten des Meßstromes bewirkt.
Vorstehend wurde natürlich angenommen, daß die Beschleunigung konstant ist. Ferner ist vorausgesetzt,
daß die verwendete Magnetwicklung zur Erzeugung der Rückstellkräfte aus Kupfer oder
einem anderen Stoff mit positivem Temperaturkoeffizienten des Widerstandes besteht. Falls der
Beschleunigungsmesser selbst einen positiven Temperaturkoeffizienten haben sollte, so könnte man für
die Rückstellwicklung ein Material mit negativem Temperaturkoeffizienten des Widerstandes verwenden.
Im allgemeinen wird man aber die mechanische Konstruktion des Beschleunigungsmessers so ausführen,
daß der Meßstrom ohne Kompensation im ganzen Meßbereich einen leicht negativen Temperaturkoeffizienten
aufweist, so daß eine Rückstellspule mit Kupferwicklung verwendet werden kann. Hierdurch wird die Wahl des Nebenschlußwiderstandes
erleichtert.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung erläutert. Hierin ist
F i g. 1 eine isometrische Darstellung eines Beschleunigungsmessers
in zerlegtem Zustand,
609 750/118
F i g. 2 eine teilweise geschnittene Seitenansicht linie zwischen Massenmittelpunkt und Auftriebs-
des Beschleunigungsmessers nach F i g. 1, mittelpunkt verlagert werden, indem eine oder
F i g. 3 ein schematisches Schaltbild der erfindungs- mehrere dieser Schrauben um geringe Beträge
gemäßen Kompensationseinrichtung und erschwert oder erleichtert werden. Ferner kann jede
F i g. 4 ein Ersatzschaltbild der Einrichtung. 5 Schraube mehr oder weniger verstellt werden, wo-
Zur Erläuterung der in F i g. 3 und 4 dargestellten durch Massenmittelpunkt und Auftriebsmittelpunkt
Erfindung erscheint es zweckmäßig, zunächst kurz parallel zur empfindlichen Achse verschoben werden,
den in F i g. 1 und 2 gezeigten Beschleunigungs- Hierdurch können kleinere Herstellungsungenauig-
messer zu schildern. keiten in der Massenverteilung und Gestaltung des
Der Beschleunigungsmesser nach F i g. 1 und 2 io Pendels beim Zusammenbau leicht ausgeglichen
besitzt ein Gehäuse 11 mit einem Deckel 13. Im werden.
Gehäuse 11 schwebt ein drehbares Pendel 15, das Die Temperaturabhängigkeit eines solchen Bein
Steinlagern 17 und 19 gelagert ist. Ferner befinden schleunigungsmessers beruht vor allem auf zwei
sich im Gehäuse zwei Fühlglieder 21 und 23, die Ursachen, nämlich der Abnahme der magnetischen
je aus einer am Pendel 15 befestigten Induktions- 15 Feldstärke des Magneten 33 mit der Temperatur
spule 25 und einer am Gehäuse befestigten Feld- und der Ausdehnung der Tragflüssigkeit mit zuspule28
bestehen. Das zum Abgleich erforderliche nehmender Temperatur. Es muß nun der Einfluß
rückdrehende Drehmoment wird von zwei Magnet- dieser Faktoren auf die Meßgröße, nämlich den in
anordnungen 29 und 31 erzeugt, die je einen Dauer- den Rückstellwicklungen fließenden Strom untermagnet
33 im Deckel 13 und eine Wicklung 35 am 20 sucht werden.
Pendel 15 umfassen, derart, daß diese beiden Teile Die Abnahme der magnetischen Feldstärke bei
fluchten, wenn der Beschleunigungsmesser geschlos- zunehmender Temperatur bedeutet, daß zur Erzeu-
sen ist. gung der gleichen Rückstellkraft eine höhere Strom-
Das Pendel 15 spricht auf Beschleunigungen längs stärke in den Rückstellwicklungen 35 erforderlich ist.
seiner empfindlichen Achse A-A an, d. h., es dreht 25 Wenn die Dichte der verdrängten Flüssigkeit mit
sich aus seiner Ruhelage um die durch die Lager 17 der Temperaturzunahme abnimmt, so verringert sich
und 19 bestimmte Drehachse, wodurch die Fühl- das durch die Auftriebskraft erzeugte Drehmoment,
glieder 21 und 23 ein Fehlersignal abgeben, das das über den Hebelarm zwischen der Drehachse und
die Regelabweichung darstellt. Wie weiter unten dem Massenmittelpunkt des Pendels angreift. Bei
noch beschrieben wird, gelangt dieses Fehlersignal 30 einer Temperaturerhöhung ist also wegen der Aus-
nach Verstärkung und Demodulation auf die Rück- dehnung der Tragflüssigkeit ein geringerer Strom
Stellmagnete 29 und 31, die auf das Pendel ein rück- zur Erzeugung der gleichen Rückstellkraft erforderlich,
drehendes Moment derart ausüben, daß es im we- Es sei z. B. der Einfluß der Schwerebeschleunigung
sentlichen in der Ruhelage verbleibt. bei der Anordnung nach F i g. 2 betrachtet, bei der
Aus F i g. 2 ist ersichtlich, daß das Pendel so 35 die empfindliche Achse A-A wie gezeigt vertikal vergebaut
ist, daß eine die Drehachse schneidende und läuft. Die Schwerebeschleunigung sucht ein Drehzwischen
dem Massenmittelpunkt CM und dem Auf- moment entgegen dem Uhrzeigersinn zu erzeugen,
triebsmittelpunkt CB gezogene Linie sowohl zur da der Massenmittelpunkt CM des Pendels links
empfindlichen Achse A-A als auch zur Drehachse, von der Drehachse liegt. Der Auftrieb erzeugt ebendie
durch die Lager 17 und 19 definiert ist, senkrecht 40 falls ein Drehmoment entgegen dem Uhrzeigersinn,
ist. Infolgedessen spricht der Beschleunigungsmesser und beide Drehmomente müssen durch die Stromauf
gegenseitige Kopplungen nicht an, die normaler- stärke in den Rückdrehspulen 35 ausgeglichen werden,
weise durch Änderung der Tragflüssigkeitsdichte Wenn nun die Temperatur zunimmt, so verringert
wegen Temperaturschwankungen der Flüssigkeit ent- sich einerseits die magnetische Feldstärke und damit
stehen. Wenn z. B. die Temperatur der Tragflüssig- 45 die rücktreibende Kraft, andererseits aber auch der
keit sich auf dem vorgeschriebenen Normalwert Auftrieb wegen der Ausdehnung der Tragflüssigkeit,
befindet, so ist die Masse des Pendels im wesentlichen Durch geeignete Bemessung der Hebelarme I1 und /2
gleich der Masse der verdrängten Flüssigkeit, d. h. läßt sich eine weitgehende gegenseitige Kompensation
das Pendel schwebt. Wenn nun die Dichte der Trag- dieser beiden Temperatureinflüsse erreichen. Diese
flüssigkeit sich infolge einer Temperaturabweichung 50 Kompensation ist aber aus noch zu erörternden
vom vorgeschriebenen Wert ändert, so tritt eine Gründen nicht vollständig, so daß der beschriebene
kleine Differenz zwischen der Pendelmasse und der Beschleunigungsmesser immer noch einen leicht
Masse der verdrängten Flüssigkeit auf. Wenn die negativen Temperaturkoeffizienten des Meßstromes
Drehachse die Verbindungslinie zwischen dem Mas- besitzt.
senmittelpunkt und dem Auftriebsmittelpunkt nicht 55 Dieselben Betrachtungen gelten nicht nur für die
schneiden würde, so würde die bei senkrecht zur Schwerebeschleunigung, sondern auch für eine andere
empfindlichen Achse verlaufenden Beschleunigungen Beschleunigung in Richtung der Achse A-A.
auftretende Kraft die empfindliche Achse des Be- Wie in der erwähnten Patentschrift 1125 690 nach-
schleunigungsmessers zu drehen suchen, was zu gewiesen wurde, gilt für den mechanischen Ausgleich
Fehlanzeigen führen könnte. 6o der beiden Drehmomente folgende Gleichung:
Um zu gewährleisten, daß die Drehachse nicht
von der Verbindungslinie des Massenmittelpunktes / = L· π 4. /). Q)
und des Auftriebsmittelpunktes abweicht und den s
Schnittpunkt dieser Linie mit der Drehachse an eine
Schnittpunkt dieser Linie mit der Drehachse an eine
ganz bestimmte Stelle legen zu können, sind gemäß 65 Hierin bedeuten I1 und I2 die Abstände des Massen-
F i g. 1 vier Trimmschrauben 37 im Pendel vor- mittelpunktes bzw. des Auftriebmittelpunktes von
gesehen. Der Massenmittelpunkt des Pendels kann der Drehachse des Pendels, r den Änderungskoeffi-
also um einen kleinen Betrag längs der Verbindungs- zienten der magnetischen Feldstärke mit der Tempe-
ratur und s den räumlichen Ausdehnungskoeffizienten der Tragflüssigkeit.
Wenn Gleichung (1) erfüllt ist, ergibt sich ein exakter Temperaturausgleich. Für die Zwecke der
vorliegenden Erfindung soll jedoch der resultierende Temperaturkoeffizient des Meßstromes negativ sein.
Demgemäß soll der Einfluß der Ausdehnung der Tragflüssigkeit denjenigen der Abnahme der Magnetfeldstärke
mit der Temperatur überwiegen. Der Abstand I2 soll also etwas größer als nach Gleichung
(1) sein, bzw. dieser Abstand soll nicht kleiner als der durch die Formel angegebene Grenzwert sein.
Die Anordnung der Rückstellvorrichtung in F i g. 2 entspricht dem Prinzip des dynamischen Lautsprechers.
Die bewegliche Spule 35 befindet sich also im ringförmigen Luftspalt zwischen dem inneren
Polschuh 57 und dem äußeren Polschuh 60 eines Dauermagneten 33, dessen magnetischer Kreis über
den Deckel 13 geschlossen ist. Wenn ein Gleichstrom die Spule 35 durchfließt, so sucht sie sich je nach
der Stromrichtung in der einen oder anderen Richtung zu verschieben.
Wie aus F i g. 3 ersichtlich ist, erzeugen die Spulen 45, 47, 49 und 51, aus denen das Fühlglied 28
besteht, einen Magnetfluß, der durch die Induktionsspulen 25 derart hindurchgeht, daß er verschwindet,
wenn das Pendel sich genau in seiner Ruhelage befindet. Wenn sich das Pendel infolge einer auftretenden
Beschleunigung dreht, so werden die beiden Induktionsspulen in entgegengesetzter Richtung
verschoben. Infolgedessen verschwindet der Magnetfluß insgesamt nicht mehr, und in den Spulen
25 ergibt sich ein resultierender Wechselstrom, der dem Demodulator und Verstärker 55 zugeführt
wird. Der Regelkreis wird durch die Ausgangsleitung 56 geschlossen, welche den Demodulator und
Verstärker 55 mit den Rückstellspulen 35 verbindet. Im letzteren fließt ein Gleichstrom, der ausreicht,
um das Pendel in seine Ruhelage zurückzubringen. Die Stärke des Rückstellstromes wird als Maß für
die gemessene Beschleunigung verwendet. Hierzu dient ein Ausgangswiderstand 63, an den eine Auswertevorrichtung
61 angeschlossen ist. Als solche kann beispielsweise ein Autopilot od. dgl. dienen.
Erfindungsgemäß ist ein ohmscher Widerstand 65 zwecks Temperaturausgleich parallel zu den Rückstellspulen
35 geschaltet. Es wurde gefunden, daß bei einem negativen Temperaturkoeffizienten des
Beschleunigungsmessers und positivem Temperaturkoeffizienten des Spulenwiderstandes der Widerstand
65 einen Abgleich erster Ordnung bewirken kann, wenn er einen festen Wert hat.
Der Wert des Abgleichwiderstandes 65 kann aus dem Ersatzschaltbild der F i g. 4 berechnet werden.
An den Verstärker 55 ist die Parallelschaltung der ίο Rückstellspulen 35 und des Widerstandes 65 angeschlossen.
Die Rückstellspulen kann man sich durch die Reihenschaltung einer Induktivität L und eines
ohmschen Widerstandes R ersetzt denken. Der Widerstand 65 hat den Wert R3. Die Ausgangsspannung
wird an dem mit der Parallelschaltung in Reihe geschalteten ohmschen Widerstand abgenommen.
Es seien zuerst die Verhältnisse ohne den Widerstand Rs betrachtet. Dann gelten die folgenden
Gleichungen:
Ir = I0(I-UAT), (2)
It = Ir. (3)
Hierin ist It der durch den Ausgangswiderstand 63 fließende Gesamtstrom; Ir der in den Spulen 35 fließende
Strom; ΔΤ die Temperaturänderung; α der Temperaturkoeffizient des Beschleunigungsmessers
und I0 die Stromstärke bei der Bezugstemperatur,
gegen welche die Temperaturänderung Δ Τ gemessen wird.
Ist der Nebenschlußwiderstand Rs vorhanden, so
gilt die Gleichung (3) nicht mehr, und es ergeben sich folgende Beziehungen:
35
It = Is+ Ir, (4)
R= R0(I+ bAT); (5)
hierbei ist Is der Strom im Widerstandes; R der
Widerstand der Spulen 35; R0 der Widerstand der Spule 35 bei der Bezugstemperatur; b der Temperaturkoeffizient
des ohmschen Widerstandes R.
Die Gleichung (2) bleibt weiterhin gültig, da so lange ein Strom in den Rückstellspulen fließt, bis
der Gleichgewichtszustand wieder erreicht ist.
Durch Einsetzen in Gleichung (4) ergibt sich folgende Umformung:
Ir +
Il
Io
Il
h
Rs
IrR,
(1 - a AT)
(1 - a AT)
I + A +
Rs
Rs
A(
Rs
(1-aAT + bAT-abAF1),
Rs
Für kleinere Temperaturschwankungen ΔΤ kann woraus sich ergibt:
das Glied mit ab AT2 vernachlässigt werden. Soll
nun -=?- unabhängig von der Temperatur werden, so
muß folgende Beziehung gelten:
R8=R0[^-I].
(11)
Rs
Es besteht also eine ganz bestimmte Beziehung AT=O, (10) zwischen dem ohmschen Widerstand der Rückstell
spulen, dem Nebenschlußwiderstand, dem Temperatur-
koeffizienten des Stromes im Beschleunigungsmesser und dem Temperaturkoeffizienten des Spulenwiderstandes,
bei deren Erfüllung der resultierende Strom unabhängig von der Temperatur ist. In der Praxis
werden Messungen am fertigen Beschleunigungsmesser ohne den Nebenschlußwiderstand bei zwei verschiedenen
Temperaturen vorgenommen, wobei in beiden Fällen eine konstante Beschleunigungskraft angewandt
wird. Aus den Meßergebnissen läßt sich der erforderliche Wert des Abgleichwiderstandes leicht
berechnen.
Es läßt sich ferner leicht zeigen, daß der Widerstand Rs des Widerstandes 65 mindestens die Hälfte
des durch Gleichung (11) gegebenen Wertes sein muß. Ist der Wert Rs halb so groß wie gemäß Gleichung (11),
so hat der Beschleunigungsmesser einen Temperaturkoeffizienten +α, während ganz ohne einen solchen
Abgleichwiderstand der Temperaturkoeffizient gemäß Gleichung (2) den Wert —a hat. Damit überhaupt
eine Verbesserung der Eigenschaf ten. des Beschleunigungsmessers eintritt, muß also der Widerstand 65
mindestens den Wert
haben. Bei allen größeren Widerstandswerten bis zum Wert unendlich ergibt sich eine gewisse Verbesserung.
Die beste Kompensation gilt für den oben angegebenen Wert (11). Ist Rs kleiner als der angegebene Grenzwert,
so ergibt sich ein größerer positiver Temperaturkoeffizient als der ursprüngliche negative Koeffizient.
Die erfindungsgemäße Anordnung erfordert nur eine kleine Änderung der bekannten Beschleunigungsmesser
und bewirkt trotzdem eine erhebliche Verminderung der Temperaturempfindlichkeit. Der
Kompensationswiderstand braucht nicht im Beschleunigungsmesser selbst untergebracht zu sein und kann
auch eine andere Temperatur aufweisen, wenn er wirklich temperaturunabhängig konstruiert ist.
30
35 Die Erfindung ist nicht auf das dargestellte und beschriebene Beschleunigungsmeßgerät beschränkt,
sondern kann auch auf einen Beschleunigungsmesser mit Kräftegleichgewicht statt des hier verwendeten
Drehmomentgleichgewichtes angewandt werden.
Claims (3)
1. Selbstabgleichender Beschleunigungsmesser mit einer Rückstellspule, deren Temperaturkoeffizient
ihres ohmschen Widerstandes das entgegengesetzte Vorzeichen wie der Temperaturkoeffizient
der Meßgröße hat, dadurch gekennzeichnet, daß der Rückstellspule (35)
ein temperaturunabhängiger ohmscher Widerstand (65) parallel geschaltet ist.
2. Beschleunigungsmesser nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Parallelwiderstand
mindestens den Wert
A[A-I
2 U
2 U
hat, wobei R0 der ohmsche Widerstand der
Rückstellspule bei einer Bezugstemperatur, α der Temperaturkoeffizient der Meßgröße, b der
Temperaturkoeffizient des Widerstandes der Rückstellspule sind.
3. Beschleunigungsmesser nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Parallelwiderstand
folgenden Wert hat:
In Betracht gezogene Druckschriften:
Buch von P f 1 i e r, »Elektrische Messung mechanischer Größen«, 1956, S. 18 bis 20.
Buch von P f 1 i e r, »Elektrische Messung mechanischer Größen«, 1956, S. 18 bis 20.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 750/118 12.66 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1963L0045090 DE1231931B (de) | 1963-06-12 | 1963-06-12 | Selbstabgleichender Beschleunigungsmesser |
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1963L0045090 DE1231931B (de) | 1963-06-12 | 1963-06-12 | Selbstabgleichender Beschleunigungsmesser |
| GB2542663A GB1031638A (en) | 1963-06-26 | 1963-06-26 | Improvements in or relating to servo systems |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1231931B true DE1231931B (de) | 1967-01-05 |
Family
ID=25985692
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1963L0045090 Withdrawn DE1231931B (de) | 1963-06-12 | 1963-06-12 | Selbstabgleichender Beschleunigungsmesser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1231931B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1258165B (de) | 1964-07-22 | 1968-01-04 | Litton Industries Inc | Beschleunigungsmesser mit in einer Fluessigkeit schwebendem Pendel |
-
1963
- 1963-06-12 DE DE1963L0045090 patent/DE1231931B/de not_active Withdrawn
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| None * |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1258165B (de) | 1964-07-22 | 1968-01-04 | Litton Industries Inc | Beschleunigungsmesser mit in einer Fluessigkeit schwebendem Pendel |
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|---|---|---|---|
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