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DE1231960B - Kombiniertes Gasturbinenstrahl- und Staustrahltriebwerk - Google Patents

Kombiniertes Gasturbinenstrahl- und Staustrahltriebwerk

Info

Publication number
DE1231960B
DE1231960B DER36806A DER0036806A DE1231960B DE 1231960 B DE1231960 B DE 1231960B DE R36806 A DER36806 A DE R36806A DE R0036806 A DER0036806 A DE R0036806A DE 1231960 B DE1231960 B DE 1231960B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
compressor
air
flow
gas turbine
jet engine
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER36806A
Other languages
English (en)
Inventor
John Gregory Keenan
Shelton Lock
Jack Palfreyman
John Bertram Holliday
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Rolls Royce PLC
Original Assignee
Rolls Royce PLC
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Rolls Royce PLC filed Critical Rolls Royce PLC
Publication of DE1231960B publication Critical patent/DE1231960B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02KJET-PROPULSION PLANTS
    • F02K3/00Plants including a gas turbine driving a compressor or a ducted fan
    • F02K3/02Plants including a gas turbine driving a compressor or a ducted fan in which part of the working fluid by-passes the turbine and combustion chamber
    • F02K3/04Plants including a gas turbine driving a compressor or a ducted fan in which part of the working fluid by-passes the turbine and combustion chamber the plant including ducted fans, i.e. fans with high volume, low pressure outputs, for augmenting the jet thrust, e.g. of double-flow type
    • F02K3/075Plants including a gas turbine driving a compressor or a ducted fan in which part of the working fluid by-passes the turbine and combustion chamber the plant including ducted fans, i.e. fans with high volume, low pressure outputs, for augmenting the jet thrust, e.g. of double-flow type controlling flow ratio between flows
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C3/00Gas-turbine plants characterised by the use of combustion products as the working fluid
    • F02C3/04Gas-turbine plants characterised by the use of combustion products as the working fluid having a turbine driving a compressor
    • F02C3/13Gas-turbine plants characterised by the use of combustion products as the working fluid having a turbine driving a compressor having variable working fluid interconnections between turbines or compressors or stages of different rotors
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
    • F02CGAS-TURBINE PLANTS; AIR INTAKES FOR JET-PROPULSION PLANTS; CONTROLLING FUEL SUPPLY IN AIR-BREATHING JET-PROPULSION PLANTS
    • F02C6/00Plural gas-turbine plants; Combinations of gas-turbine plants with other apparatus; Adaptations of gas-turbine plants for special use
    • F02C6/04Gas-turbine plants providing heated or pressurised working fluid for other apparatus, e.g. without mechanical power output
    • F02C6/06Gas-turbine plants providing heated or pressurised working fluid for other apparatus, e.g. without mechanical power output providing compressed gas
    • F02C6/08Gas-turbine plants providing heated or pressurised working fluid for other apparatus, e.g. without mechanical power output providing compressed gas the gas being bled from the gas-turbine compressor
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F02COMBUSTION ENGINES; HOT-GAS OR COMBUSTION-PRODUCT ENGINE PLANTS
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    • F02C9/00Controlling gas-turbine plants; Controlling fuel supply in air- breathing jet-propulsion plants
    • F02C9/16Control of working fluid flow
    • F02C9/18Control of working fluid flow by bleeding, bypassing or acting on variable working fluid interconnections between turbines or compressors or their stages
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F23COMBUSTION APPARATUS; COMBUSTION PROCESSES
    • F23RGENERATING COMBUSTION PRODUCTS OF HIGH PRESSURE OR HIGH VELOCITY, e.g. GAS-TURBINE COMBUSTION CHAMBERS
    • F23R3/00Continuous combustion chambers using liquid or gaseous fuel
    • F23R3/02Continuous combustion chambers using liquid or gaseous fuel characterised by the air-flow or gas-flow configuration
    • F23R3/26Controlling the air flow

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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  • Fluid Mechanics (AREA)
  • Structures Of Non-Positive Displacement Pumps (AREA)

Description

  • Kombiniertes Gasturbinenstrahl- und Staustrahltriebwerk Die Erfindung bezieht sich auf ein Gasturbinenstrahltriebwerk mit einem Strömungsmittelkanal, der in Strömungsrichtung hintereinander mit einem Lufteinlaß, einem Verdichter, einer primären Verbrennungseinrichtung, einer Turbine und einem Nachbrenner ausgestattet ist, wobei ein Nebenschlußkanal vorgesehen ist, dessen stromoberseitiges Ende mit dem Verdichter derart in Verbindung steht, daß diesem Nebenschlußkanal ein Teil der in dem Verdichter verdichteten Luft zugeführt wird, und wobei der Nebenschlußkanal an der Primärverbrennungseinrichtung und der Turbine vorbeigeführt ist und sein stromunterseitiges Ende eine oder mehrere Öffnungen veränderbaren wirksamen Querschnitts aufweist, die mit dem Strömungsmittelkanal stromoberseitig des Nachbrenners in Verbindung stehen.
  • Die Erfindung befaßt sich mit der Lösung der Aufgabe, ein derartiges Mantelstromtriebwerk so auszubilden, daß es wahlweise als Turbostrahltriebwerk (bei Unterschallgeschwindigkeiten und niedrigen Überschallgeschwindigkeiten) oder als Staustrahltriebwerk (bei hohen überschallgeschwindigkeiten) arbeiten kann, um eine größtmögliche Raumersparnis gegenüber einer Triebwerksanlage mit getrennten Staustrahltriebwerken und Turbostrahltriebwerken zu gewährleisten.
  • Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß ein zusätzlicher Luftkanal Stauluft vom Lufteinlaß empfängt und mit dem Nebenschlußkanal derart in Verbindung steht, daß diesem die Stauluft über eine Ventilanordnung zugeführt wird. Dieser zusätzliche Luftkanal, der im Turbostrahlbetrieb abgesperrt ist, läßt die Stauluft, ohne daß sie von den Verdichterschaufeln behindert wird, in den Nebenschlußkanal und von dort nach dem Nachbrenner gelangen, der im Staustrahlbetrieb die Verbrennung bewirkt und allein die Vortriebsschubkraft erzeugt. Durch die Erfindung wird es möglich, allein durch Anordnung des zusätzlichen Luftkanals und der Ventilanordnung ein Turbinentriebwerk als Staustrahltriebwerk arbeiten zu lassen.
  • Es ist zwar bereits ein kombiniertes Turbostrahl-und Staustrahltriebwerk bekannt, bei welchem über eine zusätzliche Luftleitung einem den Verdichter, die Verbrennungseinrichtung und die Turbine umgebenden Nebenschlußkanal im Staustrahlbetrieb zusätzlich Luft zugeführt wird. Beider bekannten Triebwerksausbildung muß aber im Betriebszustand als Staustrahltriebwerk die Beschaufelung des Niederdruckverdichters zurückgezogen werden, um auch von dem Strömungskanal, der die Beschaufelung des Verdichters beherbergt, Stauluft zuführen zu können. Im übrigen findet bei dem bekannten Triebwerk die Verbrennung bei Staustrahlbetrieb in dem Nebenschlußkanal statt, so daß hierfür gesonderte Brenner vorgesehen werden müssen.
  • Bei dem erfindungsgemäßen Triebwerk wird bei der Umschaltung von Turbostrahlbetrieb auf Staustrahlbetrieb unter Abschaltung der primären Verbrennungseinrichtung der Lufteinlaß nach dem Niederdruckverdichter gesperrt, und die Luft wird über den zusätzlichen Luftkanal in den Nebenschlußkanal geleitet und dann durch den bei Turbostrahlbetrieb zusätzlich wahlweise einschaltbaren Nachbrenner verbrannt.
  • Zur Absperrung des Niederdruckverdichtereinlasses ist zweckmäßigerweise der Verdichter mit an sich bekannten beweglichen Einlaßleitschaufeln ausgestattet, die in eine Schließstellung überführbar sind, in der sie die Durchströmung des Verdichters verhindern.
  • Statt dessen kann gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung der Verdichter an seinem stromoberseitigen Ende mit einem koaxial zu ihm gelagerten Bauteil versehen sein, der die Strömung nach dem Einlaß des Verdichters steuert und mehrere radial bewegliche Abschnitte aufweist, die radial voneinander weg und aufeinander zu in Stellungen bewegt werden können, in denen sie die Strömung durch den Verdichter verhindern bzw. zulassen.
  • Zum Zweck der Verringerung des Luftwiderstandes bei Turbostrahlbetrieb kann eine an sich bekannte Strömungssteuereinrichtung vorgesehen sein, um die Strömung von Luft in den zusätzlichen Luftkanal hinein zu verhindern.
  • Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung besteht wenigstens ein Teil des Strömungskanals in an sich bekannter Weise aus einem doppelwandigen Gehäuse, wobei an sich bekannte Stauluftturbinen vorgesehen sind, die bei Staustrahlbetrieb die Stauluft expandieren und dadurch abkühlen, die dann zwischen den Wandungen des Gehäuses strömt.
  • Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung an Hand der Zeichnung beschrieben. In der Zeichnung zeigt F i g. 1 eine teilweise geschnittene Seitenansicht einer ersten Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Gasturbinenstrahltriebwerks, F i g. 2 eine gegenüber der F i g. 1 abgewandelte Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Gasturbinenstrahltriebwerks, F i g. 3 in größerem Maßstab im Längsschnitt den die Verdichter umfassenden Teil einer weiteren Ausführungsform eines erfindungsgemäßen Gasturbinenstrahltriebwerks.
  • Ein Gasturbinenstrahltriebwerk 10 für ein überschallflugzeug hat ein äußeres Gehäuse 11, das am stromaufwärtigen Ende mit einem Lufteinlaß 12 ausgestattet ist.
  • Im äußeren Gehäuse 11 und von diesem durch einen ringförmigen, zusätzlichen Luftkanal 13 getrennt, befindet sich ein doppelwandiges inneres Gehäuse 14. In diesem inneren Gehäuse 14 befindet sich ein Strömungsmittelkanal, der in Strömungsrichtung hintereinander Niederdruckverdichter-Einlaßleitschaufeln 15, einen Niederdruckverdichter 16, Hochdruckverdichter-Einlaßleitschaufeln 17, einen Hochdruckverdichter 18, eine primäre Verbrennungsanlage 19, eine Hochdruckturbine 20, eine Niederdruckturbine 21 und einen Nachbrenner 22 aufweist, wobei die Abgase an die Außenluft durch eine Abgasleitung 23 austreten, deren stromabwärtiges Ende mit einer Düse 24 ausgestattet ist.
  • Der Niederdruckverdichter 16 und die Niederdruckturbine 21 sitzen auf einer Welle 25, die koaxial in einer den Hochdruckverdichter 18 und die Hochdruckturbine 20 tragenden Welle angeordnet ist.
  • Ein Teil des inneren Gehäuses oder das ganze innere Gehäuse 14 kann gekühlt sein, indem es durch nicht dargestellte Mittel mit Stauluft beliefert wird, die von einer nicht dargestellten Stauluftturbine expandiert und dadurch gekühlt wurde, wobei diese Stauluftturbine auch dazu dient, eine nicht dargestellte Nachbrennerpumpe zu betreiben.
  • Die Einlaßleitschaufeln 15,17 sind schwenkbar angeordnet. Die Einlaßleitschaufeln 15 sitzen schwenkbar in einem Nabenkonus 29, der seinerseits koaxial zum Verdichter 16 angeordnet ist und den Zuluß von Luft zu diesem regelt. Die Einlaßleitschaufeln können durch einen gemeinsamen Kolben 30 zwischen einer offenen Stellung, in welcher Luft durch die Verdichter 16,18 strömt, und einer geschlossenen Stellung, in welcher der Luftzufluß zu den Verdichtern 16, 18 gesperrt ist, verschwenkt werden.
  • Der zusätzliche Luftkanal 13, welcher Stauluft aus dem Lufteinlaß 12 aufnehmen kann, umgeht die Verdichter 16, 18, die primäre Verbrennungseinrichtung 19, die Turbinen 20, 21 und den Nachbrenner 22, und ihr stromabwärtiges Ende steht mit der Abgasleitung 23 neben der Düse 24 über eine Vielzahl von schwenkbaren Klappenventilen 31 in Verbindung, von welchen einige zusammen die Düse 24 bilden. Diese Klappenventile 31 können durch nicht dargestellte Mittel in eine voll ausgezogen gezeichnete Stellung gebracht werden, in welcher sie das stromabwärtige Ende des zusätzlichen Luftkanals 13 blokkieren und in eine gestrichelt gezeichnete Stellung, in welcher sie das Durchströmen von Stauluft durch den zusätzlichen Luftkanal 13 in die Abgasleitung 23 gestatten.
  • Ein ringförmiger Nebenschlußkanal 32, welcher Druckluft vom stromabwärtigen Ende des Niederdruckverdichters 16 aufnehmen kann und innerhalb des zusätzlichen Luftkanals 13 angeordnet ist, umgibt den Hochdruckverdichter 18, die primäre Verbrennungseinrichtung 19 und die Turbinen 20, 21.
  • Das stromaufwärtige Ende des Nebenschlußkanals 32 kann Stauluft aus dem zusätzlichen Luftkanal 13 aufnehmen. Die Verbindung zwischen den Kanälen 13 und 32 wird durch eine Ventilanordnung 33 gesteuert. Diese Ventilanordnung 33 kann durch einen Kolben 34 zwischen einer Stellung (die in F i g. 1 gezeigt ist), in welcher keine Stauluft in den Nebenschlußkanal 32 einströmt, und einer zweiten, nicht dargestellten Stellung, in welcher die ganze, durch den zusätzlichen Luftkanal 13 strömende Stauluft in den Nebenschlußkanal 32 einströmt, bewegt werden.
  • Das stromabwärtige Ende des Nebenschlußkanals 32 besteht aus einer Vielzahl von winkelmäßig versetzten Hutzen 37, die sich in den Strömungsmittelkanal innerhalb des inneren Gehäuses 14 unmittelbar stromaufwärts des Nachbrenners 22 erstrecken. In jeder Hutze 37 befindet sich eine schwenkbare Schaufel 38, deren durch nicht dargestellte Mittel bewirkte Bewegung die effektive Querschnittsläche der betreffenden Hutze 37 ändert.
  • Beim Betrieb bei überschallgeschwindigkeiten von beispielsweise Mach 2,6 und darüber sind die Einlaßleitschaufeln 15, 17 durch den Kolben 30 in die Sperrstellung gebracht und verhindern das Einströmen von Luft durch die Verdichter 16, 18, und die primäre Verbrennungsanlage 19 ist abgestellt. Die Ventilanordnung 33 steht in der Stellung, in welcher Stauluft aus dem zusätzlichen Luftkanal 13 in den Nebenschlußkanal 32 einströmt. Die Schaufeln 38 sind so gestellt, daß die effektiven Querschnittflächen der Hutzen 37 am größten sind, die Klappenventile stehen in der voll ausgezogenen Stellung nach F i g.1, und der Nachbrenner wird angestellt, so daß das Triebwerk nur als Stauluftstrahltriebwerk betrieben wird.
  • Bei Geschwindiakeiten von beispielsweise weniger als Mach 2,6 sind die Einlaßleitschaufeln 15,17 durch den Kolben 30 geöffnet, um Luft durch die Verdichter 16, 18 strömen zu lassen. Die primäre Verbrennungsanlage 19 und eventuell auch der Nachbrenner 22 sind im Betrieb. Die Ventilanordnung 33 steht in der Stellung nach F i g. 1, die Schaufeln 38 sind so gestellt, daß die effektive Querschnittfläche der Hutzen 37 am kleinsten ist, und die Klappenventile 31 stehen in der gestrichelt gezeichneten Stellung. Unter diesen Bedingungen arbeitet das Triebwerk nur als Gasturbinenstrahltriebwerk, und obwohl der Lufteinlaß 12 bedeutend mehr Luft eintreten läßt, als zum Betrieb der Gasturbinen notwendig ist, strömt diese überschüssige Luft nur durch den zusätzlichen Luftkanal 13 und gelangt zur Düse 24, wo sie eine überexpansion der Abgase verhindert.
  • Das in F i g. 2 dargestellte Gasturbinenstrahltriebwerk 40 hat ein äußeres Gehäuse 41 mit einem stromaufwärtigen Lufteinlaß 42.
  • Im äußeren Gehäuse 41 und von diesem durch einen ringförmigen zusätzlichen Luftkanal 43 getrennt, befindet sich ein inneres Gehäuse 44. In diesem inneren Gehäuse 44 liegt ein Hauptströmungskanal, der in Strömungsrichtung hintereinander Niederdruckverdichter-Einlaßleitschaufeln 45, einen Niederdruckverdichter 46, Hochdruckverdichter-Einlaßleitschaufeln 47, einen Hochdruckverdichter 48, eine primäre Verbrennungsanlage 49, eine zweistufige Hochdruckturbine 50, eine zweistufige Niederdruckturbine 51 und einen Nachbrenner 52 aufnimmt, wobei die Abgase an die Außenluft durch eine nicht dargestellte Abgasleitung austreten.
  • Der Niederdruckverdichter 46 und die Niederdruckturbine 51 sitzen auf einer Welle, die koaxial in einer den Hochdruckverdichter 48 und die Hochdruckturbine 50 tragenden Welle angeordnet ist.
  • Die Einlaßleitschaufeln 45, 47 sind schwenkbar so angeordnet, daß sie gemeinsam durch einen nicht dargestellten Kolben zwischen einer offenen Stellung, in welcher Luft durch die Verdichter 46, 48 strömen kann, und einer geschlossenen Stellung, in welcher der Zutritt zu den Verdichtern 46, 48 gesperrt ist, verschwenkt werden können.
  • Am stromaufwärtigen Ende des zusätzlichen Luftkanals 43 befindet sich ein Ring von winkelmäßig versetzten, drehbaren Schaufeln 54, die durch nicht dargestellte Mittel zwischen einer Stellung, in welcher Stauluft aus dem Lufteinlaß 42 durch den zusätzlichen Luftkanal 43 strömen kann, und einer zweiten Stellung, in welcher dies unmöglich ist, verschwenkt werden können.
  • Ein ringförmiger Nebenschlußkana155 kann vom Niederdruckverdichter 46 verdichtete Druckluft aufnehmen. Der Nebenschlußkanal 55 umgeht im Nebenschluß den Hochdruckverdichter 48, die primäre Verbrennungsanlage 49 und die Turbinen 50, 51.
  • Das stromabwärtige Ende des Nebenschlußkanals 55 umfaßt eine Vielzahl von winkelmäßig versetzten Hutzen 57, die sich in den Hauptströmungskanal innerhalb des inneren Gehäuses 44 unmittelbar stromaufwärts des Nachbrenners 52 erstrecken. In jeder Hutze 57 ist ein Sperrglied 58 angeordnet, welches durch einen Kolben 60 in die Hutze und aus derselben bewegt werden kann, um so die effektive Querschnittsfläche der Hutze zu ändern, wie dies durch die voll ausgezogenen und gestrichelten Linien in F i g. 2 dargestellt ist.
  • Das stromabwärtige Ende des zusätzlichen Luftkanals 43 steht mit dem Nebenschlußkanal 55 über eine Ventilanordnung 61 in Verbindung. Diese Ventilanordnung 61 kann durch einen Kolben 62 in eine voll ausgezogen gezeichnete Stellung, in welcher der Durchfluß durch den zusätzlichen Luftkanal 43 blokkiert ist, und in eine gestrichelt gezeichnete Stellung, in welcher Stauluft aus dem zusätzlichen Luftkanal 43 in den Nebenschlußkanal55 strömen kann, bewegt werden.
  • Bei Betrieb als Staustrahltriebwerk sind die Einlaßleitschaufeln 45, 47 geschlossen, die primäre Verbrennungsanlage 49 ist abgestellt. Die Schaufeln 54 sind geöffnet, um Stauluft in den zusätzlichen Luftkanal 43 einzulassen. Die Ventilanordnung 61 steht in der gestrichelt gezeichneten Stellung, die Sperrglieder 58 sind in die gestrichelt gezeichnete Stellung herausgezogen, um die effektive Querschnittfläche der Hutzen 57 auf den Höchstwert zu bringen, und der Nachbrenner 52 steht im Betrieb.
  • Beim Betrieb als Gasturbinenstrahltriebwerk sind die Einlaßleitschaufeln 45, 47 offen, die primäre Verbrennungsanlage 49 und, falls erforderlich, auch der Nachbrenner 52 ist in Betrieb. Die Schaufeln 54 sind geschlossen, die Ventilanordnung 61 befindet sich in der voll ausgezogen gezeichneten Stellung, und die Sperrglieder 58 sind nach innen in die voll ausgezogen gezeichnete Stellung eingeschoben, um die effektive Querschnittfläche der Hutzen 57 auf den Mindestwert zu bringen.
  • Die Ausführung nach F i g. 3 ist im allgemeinen der nach F i g. 1 ähnlich und wird daher nicht im einzelnen beschrieben. Die der Anordnung nach F i g. 1 entsprechenden Teile sind durch dieselben Bezugszeichen mit dem Zusatz a gekennzeichnet.
  • In der Ausführungsform nach F i g. 3 sind jedoch die Einlaßleitschaufeln 15a nicht verschwenkbar, um den Zufluß durch den Niederdruckverdichter 16 a zu verhindern, während die Einlaßleitschaufeln 17 a, die durch den Kolben 30a bewegt werden, zum Absperren des Hochdruckverdichters 18 a vorgesehen sind, wie dies im Zusammenhang mit F i g. 1 beschrieben wurde.
  • Der Niederdruckverdichter 16a hat einen Nabenkonus 65, der koaxial am stromaufwärtigen Ende des Verdichters 16a vorgesehen ist und den Zutritt von Luft zu diesem regelt. Dieser Nabenkonus 65 besteht aus einer Vielzahl von radial beweglichen Abschnitten 66, die durch nicht dargestellte Mittel in zwei Stellungen bewegt werden können, nämlich gegeneinander, d. h. in die voll ausgezogen gezeichnete Stellung nach F i g. 3, in welcher Luft durch den Niederdruckverdichter 16a strömen kann, und voneinander hinweg, d. h. in die gestrichelt gezeichnete Stellung, in welcher sie am inneren Gehäuse 14 a anliegen und dadurch den Zutritt für die Luft durch den Niederdruckverdichter 16 a absperren.
  • In der Anordnung nach F i g. 3 steuert die Ventilanordnung 33 a nicht nur die Strömung durch den zusätzlichen Luftkanal 13 a, sondern auch die Strömung durch den Nebenschlußkanal 32a. Das bedeutet, daß die Ventilanordnung 33 a zwischen einer voll ausgezogen gezeichneten Stellung, in welcher sie den zusätzlichen Luftkanal 13 a sperrt und den Durchfluß von Nebenschlußluft durch den Nebenschlußkanal 32 a. gestattet, und einer gestrichelt gezeichneten Stellung, in welcher sie das Einströmen von Stauluft aus dem zusätzlichen Luftkanal 13 a in den Nebenschlußkanal 32a gestattet und den Durchfluß von Nebenschlußluft durch den Nebenschlußkanal verhindert, bewegt werden kann.
  • Wie aus F i g. 3 ersichtlich ist, hat der Hochdruckverdichter 18a doppelte Wandungen 67, 68, welche durch Durchleiten von mittels einer Stauluftturbine expandierter und dadurch abgekühlter Stauluft gekühlt werden können.

Claims (9)

  1. Patentansprüche: 1. Gasturbinenstrahltriebwerk mit einem Strömungsmittelkanal, der in Strömungsrichtung hintereinander mit einem Lufteinlaß, einem Verdichter, einer primären Verbrennungseinrichtung, einer Turbine und einem Nachbrenner ausgestattet ist, wobei ein Nebenschlußkanal vorgesehen ist, dessen stromoberseitiges Ende mit dem Verdichter derart in Verbindung steht, daß diesem Nebenschlußkanal ein Teil der in dem Verdichter verdichteten Luft zugeführt wird, und wobei der Nebenschlußkanal an der Primärverbrennungseinrichtung und der Turbine vorbeigeführt ist und sein stromunterseitiges Ende eine oder mehrere Öffnungen veränderbaren wirksamen Querschnitts aufweist, die mit dem Strömungsmittelkanal stromoberseitig des Nachbrenners in Verbindung stehen, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise ein zusätzlicher Luftkanal (13) Stauluft vom Lufteinlaß (12) empfängt und mit dem Nebenschlußkanal (32) derart in Verbindung steht, daß diesem die Stauluft über eine Ventilanordnung (33) zugeführt wird.
  2. 2. GasturbinenstrahltriebwerknachAnspruchl, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdichter (16, 18) in an sich bekannter Weise mit beweglichen Einlaßleitschaufeln (15, 17) ausgestattet ist und daß eine Einrichtung (30) vorgesehen ist, um eine Bewegung der beweglichen Einlaßleitschaufeln (15, 17) zwischen einer Öffnungsstellung, in der die Strömung von dem Lufteinlaßkanal (12) durch den Verdichter (16, 18) zugelassen ist, und einer Schließstellung zu bewirken, in der die Durchströmung des Verdichters (16, 18) verhindert ist.
  3. 3. GasturbinenstrahltriebwerknachAnspruch2, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdichter in an sich bekannter Weise aus einem Niederdruckverdichter (16) und aus einem Hochdruckverdichter (18) besteht und daß jeder von ihnen mit beweglichen Einlaßleitschaufeln (15, 17) ausgestattet ist.
  4. 4. Gasturbinenstrahltriebwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Verdichter (16a) an seinem stromoberseitigen Ende mit einem koaxial zu ihm gelagerten Bauteil (65) versehen ist, der die Strömung nach dem Einlaß des Verdichters steuert und mehrere radial bewegliche Abschnitte (66) aufweist, die radial voneinander weg und aufeinander zu in Stellungen bewegt werden können, in denen sie die Strömung durch den Verdichter (16a) verhindern bzw. zulassen.
  5. 5. Gasturbinenstrahltriebwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß eine an sich bekannte Strömungssteuereinrichtung (54) vorgesehen ist, um die Strömung der Stauluft in den zusätzlichen Luftkanal (13) hinein zu verhindern.
  6. 6. Gasturbinenstrahltriebwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das stromunterseitige Ende des Nebenschlußluftkanals (32) aus mehreren im Winkelabstand zueinander angeordneten Hutzen (37) besteht, die in den Strömungskanal (14) in bekannter Weise stromoberseitig des Nachbrenners (22) einstehen, und in an sich bekannter Weise mit einer Einrichtung (38) versehen sind, um die wirksame Querschnittsftäche der Hutzen (37) zu verändern.
  7. 7. Gasturbinenstrahltriebwerk nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (38) aus Absperrorganen (58) besteht, die gleitbar in die Hutzen (57) hinein und aus diesen herausbewegt werden können. B.
  8. Gasturbinenstrahltriebwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß das Ventil (33 a) in eine erste Stellung einstellbar ist, in der die Strömung der Luft aus dem Verdichter (16) nach dem Nebenschlußkanal (32 a) zugelassen und der Zusatzluftkanal (13 a) für die Stauluft abgesperrt ist, während in einer zweiten Stellung des Ventils die Strömung der Luft aus dem Verdichter (16a) nach dem Nebenschlußkanal (32a) gehindert ist und der Zusatzluftkanal (13a) die Stauluftströmung hindurchtreten läßt.
  9. 9. Gasturbinenstrahltriebwerk nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens ein Teil des Strömungskanals ein an sich bekanntes doppelwandiges Gehäuse aufweist und daß an sich bekannte Stauluftturbinen vorgesehen sind, die die Stauluft expandieren, die dann zwischen den Wandungen des Gehäuses strömt. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr. 1032 031; französische Patentschriften Nr. 1288 974, 1271544; britische Patentschriften Nr. 910178, 876 504, 832 641; USA.-Patentschriften Nr. 2 968146, 2 955 414, 2 909 894, 2 586 025, 2 464 724.
DER36806A 1962-12-17 1963-12-16 Kombiniertes Gasturbinenstrahl- und Staustrahltriebwerk Pending DE1231960B (de)

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DER36806A Pending DE1231960B (de) 1962-12-17 1963-12-16 Kombiniertes Gasturbinenstrahl- und Staustrahltriebwerk

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DE (1) DE1231960B (de)

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