DE1231444B - System zur Bestimmung der Einfallrichtung von Wellen - Google Patents
System zur Bestimmung der Einfallrichtung von WellenInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
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Int. Cl.:
GOIc
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Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
N18186IXb/42c
20. April 1960
29. Dezember 1966
20. April 1960
29. Dezember 1966
Die Erfindung betrifft ein System zur Bestimmung der Einfallrichtung von Wellen mittels einer Vielzahl
entlang einer Basis verteilter Empfänger, aus deren Signalen in einem Summierverstärker ein Durchschnittswert
gebildet wird. Die Wellen können von einem aktiven Strahler ausgehen, jedoch bezieht sich
die Erfindung auch auf die Rückstrahlpeilung.
Die Richtungsbestimmung bereitet in einem solchen System Schwierigkeiten, wenn das Signal-Rausch-Verhältnis
der ankommenden Wellen klein ist, insbesondere wenn die Intensität des Nutzsignals nur
etwa so groß wie die Rauschintensität ist.
Aus dem Werk S. Goldman »Information Theory«, Prentice-Hall Inc., New York, Kapitel 8,
ist es bekannt, daß bei periodischen Wellen das Signal-Rausch-Verhältnis durch Kreuzkorrelation verbessert
werden kann, wobei als Vergleichssignal eine kohärente Hilfswelle verfügbar sein muß.
Erfindungsgemäß wird dieses Kreuzkorrelationsverfahren auf ein Peilsystem der eingangs genannten
Art angewendet, wobei es noch um die Bereitstellung eines geeigneten Vergleichssignals geht.
Die vollständige Lösung nach der Erfindung besteht darin, daß zwischen die Empfänger und den
Summierverstärker ein Kreuzkorrelator eingefügt ist, der Kreuzkorrelationsfunktionen zwischen allen Signalen
und einem der Signale bildet. Bei einem Rückstrahlpeilsystem werden nach der Erfindung die
Kreuzkorrelationsfunktionen zwischen allen Signalen und dem Sendesignal gebildet.
Durch diese Art der Kreuzkorrelation erhält man ein vergleichsweise einfach aufgebautes System, das
eine erhebliche Verbesserung der Richtungsbestimmung erlaubt.
Die Theorie der Erfindung geht aus der folgenden Beschreibung in Verbindung mit der Zeichnung hervor.
F i g. 1 zeigt eine Basis von Empfangsorganen und
F i g. 2 ein Blockschaltbild der Schaltungsanordnung
des erfindungsgemäßen Systems.
Zur Vereinfachung der mathematischen Behändlung ist in F i g. 1 eine Zeile von Empfangsorganen
dargestellt, beispielsweise eine Dipolzeile oder eine Mikrophonzeile, bei der die Empfangsantennen oder ' ■
Empfangsmikrophone (nachstehend als Empfangsorgane bezeichnet) in gleichen gegenseitigen Ab-
ständen auf einer geraden Linie angeordnet sind. Es wird vorausgesetzt, daß jedes Empfangsorgan nach
allen Richtungen empfindlich ist und alle Organe gleiche Empfindlichkeit besitzen.
Gemäß Fig. 1 sind die η Empfangsorgane in
einer Linie in gleichen Abständen voneinander angeordnet. Die Ausgangsspannung he(t) eines beliebigen
System zur Bestimmung der Einfallrichtung von
Wellen
Wellen
Anmelder:
Nippon Electric Company Limited, Tokio
Vertreter:
Dipl.-Ing. M. Bunke, Patentanwalt,
Stuttgart W., Schloßstr. 73 B
Als Erfinder benannt:
Masao Kumano, Tokio
Masao Kumano, Tokio
Beanspruchte Priorität:
Japan vom 21. April 1959 (12 892)
Empfangsorgans ist gegeben durch
he(t) = Se(t) +. Ne(t) ,
wobei t die Zeit, Se(i) der Anteil des Nutzsignals und
Ne(t) die Rauschspannung ist.
Die Nutzsignalausgangsspannung Se(t) ist gegeben
durch
Se(t) = A sin ((W0 1 + ae) ) ,^
«e = k(e — l)dsiny, J
wobei A die Amplitude, ω0 die Kreisfrequenz, αβ die
Phase, k die Wellenlänge und γ der Einfallwinkel der ankommenden Wellen in bezug auf die Empfangsrichtung der Empfängerzeile sind. Die Phase txe
eines beliebigen Empfängers wird auf das Empfangssignal des Empfängers 1 mit X1 — 0 bezogen.
Wenn die Nutzsignalausgangsspannung Se(t) mit
einem starken Rauschpegel Ne(t) gemeinsam auftritt,
ist es unmöglich, die Einfallrichtung der ankommenden Wellen allein durch Drehung der Empfangszeile
oder durch Phasenverschiebung der einzelnen Ausgangsspannungen zu bestimmen.
Das erfindungsgemäße System nach dem Blockschaltbild.
in Fig. 2 ermöglicht jedoch, die Nutzsignale
auch aus einem starken Rauschpegel herauszufiltern, so daß die Einfallrichtung ankommender
Wellen auch dann bestimmt werden kann, wenn der Nutzsignalpegel in der Größe des Rauschpegels liegt.
Das Kernstück des erfindungsgemäßen Systems ist
609 749/98
3 4
ein Kreuzkorrelator Γ, in dem die Kreuzkorrelations- fangsorgans 1 und der Ausgangsspannung je eines
funktionen zwischen einer bestimmten Eingangs- der übrigen Empfangsorgane e gebildet und über
spannung und den übrigen Eingangsspannungen eine Ausgangsschaltung 3' einem Summierverstärker 4'
gebildet werden. Die Ausgangsspannungen he(t) der zugeleitet, der die aufgenommenen Signale in üblicher
einzelnen Empfangsorgane 1 ... η werden dem Kreuz- 5 Weise über Wähler, Entzerrer, Phasenschieber usw.
korrelator Γ über eine Eingangsschaltung 2' zu- zu einem gemeinsamen Ausgangssignal R kombiniert,
geführt. Es werden die Kreuzkorrelationsfunktionen Definitionsgemäß ist die Kreuzkorrelationsfunktion
ΦΑ, fo (τ) zwischen der Ausgangsspannung des Emp- zwischen einer Funktion A1(O und he(t) gegeben durch
+ τ
1 Γ
1 Γ
0H1)Ie(V = Lim
/ h-Si)he(t + τ)dt
τ+™ 2TJ
- τ
+ T
= Lim — [[S1(I) + JV1(O) (Se(f + τ) + Ne(t + r)}dt
7--+OO 2TJ
-
T
+ T +T
= Lim— [S1(I)Se^ + V dt + Lim— [S1(I)Ne(I + τ)dt
- T
-T
+ T +T
+ Lim— [ N1(I)Se(I + T)di + Lim— [ N1(^NeCt + τ) dt
T+*,2TJ Γ*» 2Τ J
-T
-T
Wenn ein statistisches Rauschen vorliegt und das zwei nicht kohärenten Wellenzügen verschwindet.
Rauschen nicht mit dem Signal kohärent ist, was im Damit fallen die drei letzten Glieder der soeben
allgemeinen vorausgesetzt werden kann, und wenn abgeleiteten Gleichung für die Kreuzkorrelationsferner
angenommen wird, daß die Rauschspannungen funktion weg, und es ergibt sich
selbst nicht miteinander kohärent sind, so ergibt sich 35 φ (τ\ = φ μ (Κ)
selbst nicht miteinander kohärent sind, so ergibt sich 35 φ (τ\ = φ μ (Κ)
0S1Ne(V = 0N1Se(V = 0N1Ne(V = 0, ρ.^ QJ^J^g kaQn dmch Emsetzen yon Glei.
weil bekanntlich die Kreuzkorrelationsfunktion von chung (2) umgeschrieben werden:
+ r
1 Γ
ι= Lim j A2sma)0tsm{(o0(t + τ) + k(e— l)dsmy}dt
T-co 2T J
+ τ
1 Γ Az
1 Γ Az
= Lim / cos{o)0T + A:(e — l)dsiny}di
T+oD 2T J 2
+ τ
1 CA2·
— Lim I —cos{2co0i + ωοτ + k(e — l)dsiny}di
r-«, 2TJ 2
- τ
+ T
1 Γ A2
= Lim / cos{cü0T + k(e — l)dsiny}di
T-+oo2Tj 2
- τ
A2
= cos {coo τ + k (e — 1) dsin γ}.
Das heißt: für die Signalausgangsspannung .Se(O, zeigt sich, daß
AZ bei Übereinstimmung von / und τ die Kreuzkorre-
^a1 he (T) = —{cos (O0 τ + k(e — l)dsiny}. lationsfunktion zwischen der Ausgangsspannung hx(t)
2 des Empfangsorgans 1 und der Ausgangsspannung
0) 65 he(i) eines beliebigen Empfangsorgans e auch bei
Gegenwart von Rauschen im wesentlichen den
Vergleicht man diese Gleichung für die Kreuz- gleichen Wert hat wie eine rauschfreie Ausgangskorrelationsfunktion
0J11Ue(T;) mit der Gleichung (2) spannung eines Empfängers e, nur statt der Ampli-
A2
tude A eine Amplitude -=- und statt der Phasenlage
tude A eine Amplitude -=- und statt der Phasenlage
einer Sinusfunktion die Phasenlage einer Kosmusfunktion auftritt. Auf Grund des Verschwindens der
Kreuzkorrelationsfunktion nichtkohärenter Wellen sind die vom Kreuzkorrelator 1' gelieferten Ausgangsspannungen,
nämlich die Kreuzkorrelationsfunktionen, rauschfrei und können in bekannter Art in einem Summierverstärker weiterverarbeitet werden,
selbst wenn das einfallende Signal sich aus dem Rauschpegel überhaupt nicht heraushebt.
Hieraus ergibt sich auch, daß das Richtdiagramm des Systems durch Bildung der Kreuzkorrelationsfunktionen
nicht geändert wird. Ein System zur Bestimmung der Einfallrichtung von Wellen kann
also unter Beibehaltung des ursprünglichen Richtdiagramms auch bei sehr hohem Rauschpegel störungsfrei
arbeiten. Hierbei dient der Kreuzkorrelator als ideales Rauschfilter.
Bei dem beschriebenen Ausführungsbeispiel wurde ao angenommen, daß die Empfangsorgane in einer
Zeile, d. h. in einer geraden Linie in gleichem Abstand voneinander angeordnet sind. Das ist selbstverständlich
nur eine Möglichkeit; die Empfangsorgane können auch auf einer kreisförmigen Basis as
oder in anderer gegenseitiger Lagebeziehung aufgestellt sein. Darüber hinaus brauchen die Empfangsorgane auch nicht nach allen Richtungen und untereinander
gleiche Empfindlichkeit aufweisen, sondern sie können vielmehr bereits selbst eine gewisse Riehtcharakteristik
aufweisen.
Schließlich ist bei Erläuterung der Arbeitsweise des Systems nach Fig. 2 angenommen worden, daß
die Kreuzkorrelationsfunktionen zwischen der Ausgangsspannung eines Empfangsorgans und den Ausgangsspannungen
der übrigen Empfangsorgane gebildet werden. Statt dessen können auch die Kreuzkorrelationsfunktionen
zwischen einer örtlich gebildeten Welle mit den Signalen von den einzelnen Empfangsorganen gebildet werden, sofern nur die
örtlich gebildete Welle mit den empfangenen Wellen kohärent ist, wie das beispielsweise bei Echoloten
oder Radaranlagen der Fall ist, wo die empfangene Welle der von einem Objekt reflektierte Anteil der
abgestrahlten Welle ist.
Claims (2)
1. System zur Bestimmung der Einfallrichtung von Wellen mittels einer Vielzahl entlang einer
Basis verteilter Empfänger, aus deren Signalen in einem Summierverstärker ein Durchschnittswert
gebildet wird, dadurch gekennzeichnet,
daß zwischen die Empfänger (e) und den Summierverstärker (4') ein Kreuzkorrelator (1')
eingefügt ist, der Kreuzkorrelationsfunktionen zwischen allen Signalen und einem der Signale
bildet.
2. System zur Bestimmung der Einfallrichtung von reflektierten Wellen bei der Rückstrahlpeilung
mittels einer Vielzahl entlang einer Basis verteilter Empfänger, aus deren Signalen in einem Summierverstärker
ein Durchschnittswert gebildet wird, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen die Empfänger (e) und den Summierverstärker (4')
ein Kreuzkorrelator (1') eingefügt ist, der Kreuzkorrelationsfunktionen zwischen allen Signalen
und dem Sendesignal bildet.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 524 318.
Deutsche Patentschrift Nr. 524 318.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 749/98 12.66 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP1289259 | 1959-04-21 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1231444B true DE1231444B (de) | 1966-12-29 |
Family
ID=11818030
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEN18186A Pending DE1231444B (de) | 1959-04-21 | 1960-04-20 | System zur Bestimmung der Einfallrichtung von Wellen |
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-
1960
- 1960-04-18 US US22853A patent/US3130408A/en not_active Expired - Lifetime
- 1960-04-20 GB GB13874/60A patent/GB937105A/en not_active Expired
- 1960-04-20 DE DEN18186A patent/DE1231444B/de active Pending
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
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| GB937105A (en) | 1963-09-18 |
| US3130408A (en) | 1964-04-21 |
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