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Sucher mit Belichtungsmesser Zusatz zum Patent: 1204 525 Die Erfindung
geht von einem mit einer Suchereinrichtung, z. B. Galileischer Bauart, kombinierten
Belichtungsmesser aus, dessen Zeigerspiel gemeinsam mit seinen Ablesemitteln in
den Sucherstrahlengang eingespiegelt und etwa in der objektseitigen Brennebene des
Okulars oder einer dazu konjugierten Ebene abgebildet wird, wobei das den Zeiger
abbildende Strahlenbündel quer durch den Sucherstrahlengang verläuft und außerhalb
der Sucherstrahlengangbegrenzung reflektierende Mittel in unmittelbarer Nachbarschaft
des Sucherstrahlenbündels und etwa parallel zu seiner dem Zeigerspiel gegenüberliegenden
seitlichen Begrenzung angeordnet sind, und wobei innerhalb des Sucherstrahlenganges
eine Spiegelschicht vorgesehen ist, so daß für den den Zeiger abbildenden Strahlengang
die Querausdehnung des Sucherstrahlenbündels mehr als einfach ausgenutzt wird, nach
Patent 1204 525.
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Der Abstand zwischen den seitlichen Sucherschächten entspricht im
allgemeinen nur einem Teil der zur Einspiegelung des Zeigers in dem Sucher benötigten
Weges, so daß zusätzliche, außerhalb des Suchers liegende Räume zur Unterbringung
des Einspiegelungsstrahlenganges benötigt werden.
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Es ist bekannt, den Bildbegrenzungsrahmen in den Sucherstrahlengang
einzuspiegeln. Die Sucherbildbegrenzungsmarken liegen dabei in der Ebene des Sucherobjektivs
oder in einer dazu parallelen Ebene und werden über einen 45°-Spiegel, gegebenenfalls
unter Verwendung zusätzlicher abbildender Mittel, in bekannter Weise in den Sucherstrahlengang
eingespiegelt, wozu ein senkrecht zur optischen Achse des Suchers sich erstreckender
Raum benötigt wird, dessen Querschnitt etwa der von den Sucherbegrenzungsmarken
umschlossenen Fläche entspricht.
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Um diesen Raum zur Einspiegelung des Zeigers gegebenenfalls mit seinen
Ablesemitteln auszunutzen, wird erfindungsgemäß bei einer zusätzlichen, in den Sucherstrahlengang
vorzunehmenden Einspiegelung von Bildbegrenzungsmarken, die auf der dem Zeiger nicht
benachbarten Seite des Sucherschachtes liegen, das Einspiegelungsstrahlenbüschel
des Zeigers mindestens teilweise in den zur Einspiegelung der Bildbegrenzungsmarken
benötigten Raum verlegt, wobei gegebenenfalls dieser Raum mehrfach von dem Einspiegelungsstrahlenbüschel
durchquert wird.
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Eine solche Einrichtung zeichnet sich in mehrfacher Hinsicht vorteilhaft
aus. Einmal wird zur Einspiegelung des Zeigerspiels ein Raum ausgenutzt, der zum
Einspiegeln der Bildbegrenzungsmarken sowieso benötigt wird, so daß für die Einspiegelung
des Zeigerspiels im wesentlichen überhaupt kein zusätzlicher Raum im Kamerainnern
zur Verfügung gestellt werden muß. Zum Einspiegeln des Zeigerspiels werden spiegelnde
Flächen und meist auch abbildende Mittel benötigt. Da das Einspiegeln und die Abbildung
der Bildbegrenzungsmarken mittels gleichartiger Mittel erfolgt, werden diese mindestens
teilweise für beide Einspiegelungen und Abbildungen ausgenutzt, so daß sich eine
nicht unwesentlich verbilligte Konstruktion ergibt.
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Aus bekannten Gründen ist es zweckmäßig, das einzuspiegelnde Zeigerspiel
aus dem Objektraum zu beleuchten, damit das im Sucher erscheinende Spiegelbild dort
in etwa der gleichen Helligkeit erscheint wie das Sucherbild selbst. Es ist daher
vorteilhaft, die Ablesemittel, z. B. eine Skala oder eine Festmarke, in unmittelbarer
Nachbarschaft des Belichtungsmesserzeigers zu legen, mindestens aber beide vor Öffnungen
an der Kamerafrontseite anzuordnen.
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Die vorgeschlagene Einrichtung schafft eine Möglichkeit, das aus dem
Objektraum beleuchtete Zeigerspiel ohne die erwähnte räumliche Zuordnung zu seiner
Skala einzuspiegeln. Gemäß der Erfindung können nämlich die Ablesemittel (Skala
oder Festmarke) im Einspiegelungsstrahlengang des Zeigers, jedoch von letzterem
getrennt, in einer dem Zeiger optisch konjugierten Ebene liegen. Insbesondere ist
es vorteilhaft, die Ablesemittel in der Ebene der Bildbegrenzungsmarken oder einer
ihr optisch zugeordneten Ebene anzuordnen, wobei die Einspiege-
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des Zeigers durch einen in Betrachtungsrichtung vor oder hinter dem Bildbegrenzungsrahmen
liegenden zusätzlichen Spiegel erfolgt. In dieser Lage wird die Skala ebenfals aus
dem Objektraum beleuchtet; sie wird auch beim Durchblick durch den Sucher scharf
gesehen, weil diese Bedingung auch für die Bildfeldbegrenzungsmarken erfüllt sein
muß. Es ist dann lediglich dafür zu sorgen, daß der Zeiger mittels des quer zur
Sucherachse und quer zur Bildbegrenzungs-Einspiegelungseinrichtung verlaufenden
Strahlengangs in der Ebene der Bildbegrenzungslinien oder einer zu ihr konjugierten
Ebene abgebildet wird.
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Im Rahmen der Erfindung liegen auch Lösungen, die nur eine teilweise
Quererstreckung der Einspiegelungseinrichtung für die Bildbegrenzungslinien ausnutzen.
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Die Erfindung wird an Hand der Ausführungsbeispiele erläutert, die
einen Sucher Galileischer Bauart darstellen, in den die Bildbegrenzungsmarken und
der Zeiger eines Belichtungsmessers zusammen mit der ihm zugeordneten Skala eingespiegelt
werden. In allen Ausführungsbeispielen sind das Objektiv des Suchers mit 1, sein
Okular mit 2 bezeichnet. Der Sucher besitzt eine teildurchlässige Spiegelschicht
3, die in F i g. 1 als Trennfläche zwischen .den Prismen 3 a und 3 b busgebildet,
in den F i g. 2 und 3 dagegen auf der Glasplatte 3 c aufgebracht ist. Der einzuspiegelnde
Zeiger ist mit 5 und seine zugeordnete Skala mit 6 bezeichnet.
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In F i g. 1 wird der Zeiger 5 über die spiegelnde Fläche 7 senkrecht
zur Sucherachse eingespiegelt. Die Linse 8 bildet ,den Zeiger über den Spiegel 9
in der Ebene des Bildbegrenzungsrahmens 4 ab. In einem zusätzlichen Ausschnitt _
dieses Rahmens liegt die Skala 6. Mittels des Spiegels 10, der zur Einspiegelung
des Bildbegrenzungsrahmens dient, wird auch der Zeiger und seine Skala eingespiegelt
und über die Linse 11 und die halbdurchlässige Spiegelschicht 3 in das Auge des
Beobachters reflektiert. Da die Skala 6 und das Spiegelbild des Zeigers 5 in der
Ebene des Bildbegrenzungsrahmens 4 liegen, werden alle drei Objekte mittels der
Lupe 2, 11 scharf gesehen.
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Im Gegensatz zu F i g. 1 ist in F i g. 2 die Skala 6 dem Zeiger 5
unmittelbar benachbart. Alle übrigen Abbildungs- und Einspiegelungsstrahlengänge
sind im wesentlichen die gleichen.
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In F i g. 3 sind die Linsen der F i g. 2, die mit 8 und 11 bezeichnet
sind, zu einem einheitlichen, aus Glas oder Kunststoff bestehendem Körper 12 zusammengefaßt.
An diesem Glaskörper sind auch die spiegelnden Schichten 9 und 10 aufgebracht, die
zum Einspiegeln des Zeigers, seiner Skala und der Bildbegrenzungsmarken benötigt
werden.
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Gemäß F i g. 4 wird der Glaskörper 12' so gestaltet, daß der Einspiegelungsstrahlengang
ihn zweimal quert. Dies wird durch die spiegelnden Schichten g' und 13 erreicht,
von denen letztere zusätzlich gekrümmt ist, so daß' ihr eine Feldlinsenwirkung zukommt,
weil in ihrem Bereich die Zwischenabbildung des Zeigers 5 und der Skala 6 zu liegen
kommt. Diese spiegelnde Fläche 13 liegt in dem Ausführungsbeispiel gemäß F i g.
4 außerhalb des Bildbegrenzungsrahmens. Sie kann auch so gelegt werden, daß sie
die vertikal verlaufende Begrenzungslinie teilweise abdeckt. Da in ihrer
Ebene ein Bild des Zeigers und der Skala erzeugt werden, sind sie, bei Durchsicht
durch den Sucher in einer Unterbrechung einer Vertikallinie der Bildbegrenzungsmarken
sichtbar.
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In den F i g. 1 und 2 wird der E-Meßstrahl 14 durch eine zentrale
Öffnung des Bildbegrenzungsrahmens hindurchgelassen und in bekannter Weise über
brechende und reflektierende Flächen in den Sucher eingespiegelt. Die den Meßstrahl
beeinflussenden Verstellglieder sind in der Zeichnung nicht wiedergegeben.
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Der E-Meßstrahl kann auch in an sich bekannter Weise durch einen nicht
verspiegelten Teil der Spiegelschicht 10 eingeführt werden.
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Um eine zusätzliche Außenablesung der Belichtungsanzeige am Kameragehäuse
zweckmäßig an der oberen Kameradeckseite zu ermöglichen, kann dort eine zusätzliche
Skala vorgesehen werden. Die Anzeige des Belichtungsmessers in Nachbarschaft dieser
Skala sichtbar zu machen, ist dann auf verschiedene Weise möglich. Auf der Achse
des Belichtungsmessers werden, wie in F i g. 5 dargestellt, zwei Zeiger vorgesehen,
die einen Winkel von 90° miteinander bilden. In der linken Hälfte der F i g. 5 ist
der Sucher in Draufsicht in der rechten Hälfte in Seitenansieht dargestellt. Die
Achse 15 des Meßinstrumentes 16 trägt die beiden Zeiger 17 und 18. Ersterer wird
über die reflektierende Schicht 7, wie oben beschrieben, in den Sucherstrahlengang
eingespiegelt. Letzterer spielt mit seinem abgewinkelten Ende über der Skala 19,
die sich an der oberen Kameradeckseite befindet.
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Eine andere Möglichkeit, den Zeiger des Belichtungsmessers zusätzlich
zu der Suchereinspiegelung am Kameragehäuse beobachten zu können, besteht gemäß
F i g. 6 darin, daß auf der Achse 15 des Belichtungsmessers 16 nur ein Zeiger 17'
befestigt ist; der, rechtwinklig abgebogen, in Nachbarschaft der an der Kameradeckseite
liegenden Skala spielt. Auch dieses Ende ist zweckmäßig abzuwinkeln, damit die Zeigerspitze
in Draufsicht über der Skala spielen kann. Die Einspiegelung des Zeigers in den
Sucherstrahlengang erfolgt durch die reflektierende Schicht 7' mit den gleichen
Mitteln, wie oben beschrieben. Bei dieser Anordnung muß die reflektierende Schicht
7' wie dargestellt angeordnet werden, um den in den Sucherstrahlengang einzuspiegelnden
Zeiger aus dem Objektraum zu beleuchten.
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Um bei der Anzeige des Belichtungsmessers, die zur Außenablesung dient,
hinsichtlich der Breite der Skala nicht an den Winkelausschlag des Meßinstrumentes
gebunden zu sein, kann, wie in F i g. 7 dargestellt, der Zeiger für die Außenablesung
18' auf einer eigenen Drehachse 20 gelagert werden und über die Schlitz-Stift-Kupplung
21 mit dem Meßinstrumentzeiger 17 formschlüssig gekuppelt werden. Der getrennt gelagerte
Zeiger kann, wie dargestellt, als Winkelhebel ausgebildet sein. Seine Drehachse
liegt dann zweckmäßig so, daß sie die Instrumentenachse 15 schneidet. Der getrennt
gelagerte Zeiger kann aber auch als geradliniger doppelarmiger Hebel ausgebildet
werden. Bei diesem Ausführungsbeispiel wird der abgewinkelte kürzere Hebelarm mittels
der reflektierenden Schicht 7 in den Sucherstrahlengang eingespiegelt. Es ist aber
auch möglich, den Zeiger 17, beispielsweise mittels einer zusätzlichen Abbiegung,
in den Sucherstrahlengang einzuspiegeln und den getrennt gelagerten Zeiger nur für
die Außenablesung vorzusehen.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel nach
F i g. 8 wird auf eine zusätzliche Skala am Kameragehäuse verzichet. Der Zeiger
17 des Meßinstrumentes 16 wird zwei Skalen 22 und 23 gegenübergestellt. Die Skala
22 wird zusammen mit dem ihr zugeordneten Zeigerteil mittels der reflektierenden
Schicht 7, wie beschrieben, in den Sucherstrahlengang eingespiegelt. Die Skala 23
wird mit dem zugeordneten Zeigerteil über das Umlenksystem 24 in einen Ausschnitt
der Kameradeckseite reflektiert und kann durch diese Öffnung gegebenenfalls unter
Verwendung der Lupe 25 beobachtet werden.
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Die Zeiger, die mit der außenliegenden Skala zusammenarbeiten, beschreiben
einen Kreisbogen. Um eine parallaxfreie Ablesung zu ermöglichen, werden die außenliegenden
Skalen 19 entsprechend dem Bogen, den die Zeigerspitze beschreibt, gekrümmt.