DE1229475B - Wendevorrichtung fuer aus mehreren Stofflagen bestehende Werkstuecke - Google Patents
Wendevorrichtung fuer aus mehreren Stofflagen bestehende WerkstueckeInfo
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
A41h
Deutsche Kl.: 3d-33/00
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Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1229475
P 28587 VII a/3 d
11. Januar 1962
1. Dezember 1966
P 28587 VII a/3 d
11. Januar 1962
1. Dezember 1966
Die Erfindung betrifft eine Wendevorrichtung für aus mehreren Stofflagen bestehende, einseitig offene
Werkstücke mit einem verschiebbaren Wendeblech und U-förmigen Wendeschienen.
Man kennt bereits Wendeeinrichtungen für grobe Werkstücke, z. B. Säcke, bei denen die Werkstücke
von Wendearmen im Wege einer Längsverschiebung gewendet werden. Bei groben Werkstücken dieser Art
kommt es auf eine Führung des Werkstückes zum formgerechten Wenden weit weniger an als bei feinerem
Arbeitsgut, beispielsweise Hemdenmanschetten, die eine einwandfreie Form aufweisen müssen.
Nun sind allerdings auch Wendevorrichtungen für feinere Werkstücke bekannt. Dieselben haben verschiebbare,
längsgeteilte Formplatten, die mit einer ortsfesten, ebenfalls längsgeteilten Platte zum Klemmen
des Werkstückes an der Wendekante zusammenwirken. Beim Wenden wird das Werkstück häufig
verzogen, so daß es nachträglich ausgerichtet und straff gezogen werden muß. Diese Nacharbeit ist zeitraubend
und gewährleistet nicht ständig gleichmäßige Arbeitsergebnisse.
Bei Wendeeinrichtungen, insbesondere solchen selbsttätig arbeitenden für feine Werkstücke, z.B.
Wäschestücke, Hemdenmanschetten, Patten od. dgl., ist es von besonderer Bedeutung, daß die Werkstücke
derart gespannt und gewendet werden, daß sie die Wendevorrichtung in einwandfreiem, formgerechtem
Zustand verlassen, ohne daß während des Arbeitsganges Korrekturen,. wie Ausrichten oder Straffziehen
der Kanten, ausgeführt werden müssen.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die auch für selbsttätige
Wendeeinrichtungen geeignet ist und mit Sicherheit ein einwandfreies Wenden der Werkstücke bei gleichbleibender
Qualität gewährleistet, indem das Werkstück beim Wenden immer genau an der Nahtkante
und in Schienenmitte entlangbewegt werden soll.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe durch je einen an den Außenseiten der Wendeschienen parallel
zu ihren Längsachsen angeordneten Führungssteg gelöst.
Ein weiterer Vorschlag der Erfindung hat zum Ziel, die Wendevorrichtung für mehrere Werkstückarten,
beispielsweise einfache und Umschlagmanschetten, verwendbar zu machen. Bei einfachen
Manschetten bildet die zum Wenden oberhalb der Wendeschienen liegende Stofflage auch die Oberseite
der Manschette. Bei Umschlagmanschetten ist das Gegenteil der Fall. Hier liegt die spätere äußere Stofflage
unterhalb der Wendeschiene. Wegen des guten Aussehens fertiger Kleidungsstücke ist man bestrebt,
Wendevorrichtung für aus mehreren Stofflagen
bestehende Werkstücke
bestehende Werkstücke
Anmelder:
G. M. Pfaff A. G.,
Kaiserslautern (Pfalz), Königstr. 154
Als Erfinder benannt:
Conrad Arbter, Saal/Saale (UFr.)
Beanspruchte Priorität:
Internationale Herren-Mode-Woche, Köln 1961,
Köln, Eröffnungstag 26. August 1961
so an ihren Außenseiten sowenig als möglich sichtbare
Nähte oder Nahtkanten zu erhalten.
Erfindungsgemäß ist das Wendeblech in seiner
Höhenlage gegenüber den Führungsstegen verstellbar.
Diese Verstellbarkeit in Verbindung mit den seitliehen
Führungsstegen schafft die Möglichkeit, das Wendeblech in unterschiedlichen Ebenen in bezug
auf die Wendeschienen zu verschieben, ohne daß die exakte Führung der Manschette beim Wendevorgang
eine Einbuße erleidet.
Je nach Art der Manschette kann die Vorderkante des Wendebleches entweder an der oberen oder unteren
Stofflage der Manschette neben der Stofflagenmitte angreifen. Durch die Reibung, die bei der Verschiebung
des Wendebleches und der Manschette zwischen den Schenkeln der Wendeschienen auftritt,
kommt die Naht hinter die an der Vorderkante des Wendebleches entstandene Stoffkante zu liegen, so
daß die Naht an der Außenseite der Manschette nicht sichtbar ist. Dies trägt wesentlich zum guten Aussehen
des Kleidungsstückes bei.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand eines in den Zeichnungen dargestellten Beispiels einer
Wendevorrichtung für Manschetten näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine schaubildliche Darstellung der Wendevorrichtung in der Ausgangsstellung, wobei die Manschette
strichpunktiert angedeutet ist,
F i g. 2 einen Schnitt nach der Linie H-II der Fig.l,
F i g. 3 eine schaubildliche Darstellung der Wendewerkzeuge während des Wendevorganges mit einer
etwa zur Hälfte gewendeten Manschette,
609 729/3
F i g. 4 einen Schnitt nach der Linie IV-IV der Fig. 2,
Fig. 5 einen Schnitt nach der Linie V-V der
Fig. 3.
Auf der Vorrichtungsplatte 1 (Fig. 1) sind die
Abstandsblöcke 2 angeordnet, auf denen das mit der Deckplatte 3 abgeschlossene Gehäuse 4 befestigt ist.
In dem Gehäuse 4 sind in bekannter, nicht dargestellter Weise zwei Wendeschienen 5, 6 parallel gegeneinander
verschiebbar gelagert. Sie ragen durch die Aussparungen 7 des Gehäuses 4 nach außen. Die
Wendeschienen 5, 6 sind mit einem parallel zu ihren Schenkeln 8 verlaufenden Führungssteg 9 bzw. 10
versehen und stehen unter Federzug durch die Federn 11, welche einerends in die Bohrung 12 bzw. 13 eingehängt
und anderends an dem am Gehäuse 4 befestigten Stift 14 bzw. 15 fest sind.
Dem Gehäuse 4 mit den Wendeschienen 5, 6 gegenüberliegend ist auf der Vorrichtungsplatte 1 die
Leiste 16 angeordnet, in welcher die vertikalen Gleitstangen 17 befestigt sind. Auf den Gleitstangen 17
ist die Wendeblechführung 18 vertikal verschiebbar geführt. In letzterer ist der Wendeblechträger 19
horizontal verschiebbar geführt, an dessen einem Ende das Aufnahmestück 20 mit dem Wendeblech
21 angeordnet und an dessen anderem Ende der Kugelknopf 22 befestigt ist. Der genannte Knopf
kann auch einen maschinellen Antrieb, z.B. mit kurvenbetätigter Stoßstange, Zahnstange u. dgl., erhalten.
Das Wendeblech 21 ist auswechselbar im Aufnahmestück 20 befestigt. Es kann gegen ein Wendeblech
ausgewechselt werden, das eine andere äußere Form aufweist. Die Wendeblechführung 18 ist mit
dem Gewindebolzen 23 versehen, der durch eine Bohrung in der mittels der Stifte 24 mit den Gleitstangen
17 fest verbundenen Leiste 25 hindurchragt. Zwischen der Leiste 25 und der Wendeblechführung
18 ist die Druckfeder 26 angeordnet, welche den Gewindebolzen
23 umschlingt. Oberhalb der Leiste 25 ist die Rändelmutter 27 auf den Gewindebolzen 23
aufgeschraubt. Die Vorrichtung kann in geeigneter Weise auf einen Werktisch montiert sein.
Die Wendevorrichtung arbeitet wie folgt: Die aus mehreren Stofflagen bestehende linksseitig an drei
Rändern zusammengenähte Manschette 28 wird zunächst unter Zusammendrücken der Wendeschienen
5, 6 entgegen dem Zug der Federn 11 linksseitig auf die Wendeschienen 5, 6 aufgezogen, und zwar derart,
daß die seitlichen Führungsstege 9,10 die Manschette 28 an ihren seitlichen Nähten formgerecht fixieren
(F i g. 1, 2, 4). Die Zugfedern 11 bewirken, daß die Manschette 28 in dieser Lage gespannt wird.
. Es wird dann der Wendeblechträger 19 gegen die durch die Wendeschienen 5, 6 gespannte Manschette 28 verschoben (F i g. 3). Die Vorderkante 21 a des der Form der Manschette 28 entsprechenden Wendebleches 21 greift je nach Einstellung der Wendeblechführung 18 oberhalb oder unterhalb der Nahtmitte an der Manschette 28 an (F i g. 2 und 5). Die Manschette 28 wird nun beim Eindringen des Wendebleches 21 zwischen die Schenkel 8 der Wendeschienen 5, 6 gedrückt und auf diese Weise gewendet (Fig. 3, 5). Während des Wendevorganges werden die seitlichen Nähte der Manschette 28 an den Außenkanten der Führungsstege 9,10 entlanggezogen, weil die Nähte auf Grund der ihnen eigenen Elastizität in der aus mehreren Stofflagen bestehenden Werkstückeinheit die nachgiebigste Stelle bilden, so daß die Manschette 28 unter dem Zug der Federn 11 auf diese Weise genau und sicher geführt ist. Die Manschette 28 kann sich also während des Wendens nicht verdrehen.
. Es wird dann der Wendeblechträger 19 gegen die durch die Wendeschienen 5, 6 gespannte Manschette 28 verschoben (F i g. 3). Die Vorderkante 21 a des der Form der Manschette 28 entsprechenden Wendebleches 21 greift je nach Einstellung der Wendeblechführung 18 oberhalb oder unterhalb der Nahtmitte an der Manschette 28 an (F i g. 2 und 5). Die Manschette 28 wird nun beim Eindringen des Wendebleches 21 zwischen die Schenkel 8 der Wendeschienen 5, 6 gedrückt und auf diese Weise gewendet (Fig. 3, 5). Während des Wendevorganges werden die seitlichen Nähte der Manschette 28 an den Außenkanten der Führungsstege 9,10 entlanggezogen, weil die Nähte auf Grund der ihnen eigenen Elastizität in der aus mehreren Stofflagen bestehenden Werkstückeinheit die nachgiebigste Stelle bilden, so daß die Manschette 28 unter dem Zug der Federn 11 auf diese Weise genau und sicher geführt ist. Die Manschette 28 kann sich also während des Wendens nicht verdrehen.
Nach beendigtem Wendevorgang befindet sich die Manschette auf dem Wendeblech 21, von welchem
sie nach dem Zurückziehen des Wendeblechträgers 19 in seine Ausgangsstellung (F i g. 1) abgenommen
wird.
Die Höhenverstellung der Wendeblechführung 18 erfolgt durch Umdrehen der Rändelmutter 27
(F i g. 1), wobei je nach Drehrichtung die in den Gleitstangen 17 geführte Wendeblechführung 18 gehoben
oder gesenkt werden kann.
Claims (2)
1. Wendevorrichtung für aus mehreren Stofflagen bestehende, einseitig offene Werkstücke mit
einem verschiebbaren Wendeblech und U-förmigen Wendeschienen, gekennzeichnet
d u r c h je einen an den Außenseiten der Wendeschienen (5, 6) parallel zu ihren Längsachsen angeordneten
Führungssteg (9 bzw. 10).
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Wendeblech (21) in seiner
Höhenlage gegenüber den Führungsstegen (9 bzw. 10) verstellbar ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 729/3 11.66 © Bundesdruckerei Berlin
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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- 1962-01-11 DE DEP28587A patent/DE1229475B/de active Pending
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1963
- 1963-01-08 GB GB805/63A patent/GB958101A/en not_active Expired
Also Published As
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|---|---|
| GB958101A (en) | 1964-05-13 |
| US3125261A (en) | 1964-03-17 |
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