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DE1228321B - Nichtreziproker Vierpol - Google Patents

Nichtreziproker Vierpol

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Publication number
DE1228321B
DE1228321B DE1964S0089390 DES0089390A DE1228321B DE 1228321 B DE1228321 B DE 1228321B DE 1964S0089390 DE1964S0089390 DE 1964S0089390 DE S0089390 A DES0089390 A DE S0089390A DE 1228321 B DE1228321 B DE 1228321B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
inner conductor
comb
strip
reciprocal
gyromagnetic material
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE1964S0089390
Other languages
English (en)
Inventor
Dr Rer Nat Josef Deu Dipl-Phys
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DE1964S0089390 priority Critical patent/DE1228321B/de
Publication of DE1228321B publication Critical patent/DE1228321B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01PWAVEGUIDES; RESONATORS, LINES, OR OTHER DEVICES OF THE WAVEGUIDE TYPE
    • H01P1/00Auxiliary devices
    • H01P1/32Non-reciprocal transmission devices

Landscapes

  • Particle Accelerators (AREA)

Description

  • Nichtreziproker Vierpol Die Erfindung betrifft einen nichtreziproken Vierpol für kurze elektromagnetische Wellen, insbesondere für den Bereich der Meterwellen, bestehend aus einer Streifenleitung, auf deren mit einer kammartigen Verzögerungsstruktur versehenem streifenförinigen Innenleiter wenigstens ein unter dem Einfluß eines magnetischen Gleichfeldes stehender Streifen ,aus einem gyromagnetischen Material derart aufgebracht ist, daß er den Innenleiter in axialer Richtung nur teilweise überdeckt.
  • Bekanntlich wird unter einem nichtreziproken Vierpol eine Anordnung *verstanden, die elektroniagnetische, Energie in einer Richtung nahezu verlustlos überträgt, während in der anderen Richtung sich ausbreitende elektromagnetische Energie einer sehr großen Dämpfung unterworfen ist. Gleichermaßen läßt sich auch die Phase der in der einen Richtung übertragenen Energie um einen bestimmten Winkelbetrag drehen, während die in der anderen Richtung sich ausbreitende elektromagnetische Energie die nielltreziproke Anordnung mit einer anderen Phasenirchung durchläuft. Derartige Anordnungen lassen sich vorteilhaft dort einsetzen, wo es darum geht, elektrische Schaltkreise möglichst rückwirkungsfrei miteinander zu verbinden. Bei solchen nichtreziproken Vier-polen wird in der Regel das Resonanz# verhalten gyromagnetischer Stoffe ausgenutzt. Der gyromagnetische Stoff ist hierbei im Innern eines Wellenleiters angeordnet und wird mit Hilfe von einem außerhalb des Wellenleiters angebrachten Magnetsystem vormagnetisiert. Der nichtreziproke Charakter beruht auf der Eigenresonanz der Präzessionsbewegung der magnetischen Momente des gyromagnetischen Materials. Nichtreziproke Vierpole wurden zunächst im Bereich der sehr kurzen elektromagnetischen Wellen, also im Bereich der Mikrowellen bekannt, da nämlich für das Auftreten einer nichtreziproken Resonanzabsorption das gyromagnetische Material an solchen Stellen des Wellenleiters angeordnet sein muß, an denen die magnetische Komponente des elektromagnetischen Feldes eine zirkulare bzw. eine elliptische Polarisation aufweist. Da im Mikrowellenbereich als Wellenleiter vorzugsweise Hohlleitungen Verwendung finden und da bei sich in Hohlleitungen fortpflanzender elektromagnetischer Energie in der Regel ohnehin zirkular polarisierte Anteile des magnetischen Wechselfeldes vorhanden sind, ist es dort verhältnismäßig einfach, Vierpole mit nichtreziprokem Charakter zu realisieren. Will man jedoch im Bereich der Meterwellen bzw. der längeren Dezimeterwellen solche nichtreziproken Vierpole realisieren, dann treten hierbei zum Teil erhebliche Schwierigkeiten auf, die'vor allem darin zu sehen sind, daß Hohlleitungen im Be- reich der Meterwellen außerordentlich große Abmessungen annehmen und somit unhandlich und raumverbrauchend werden. Es kommt ferner hinzu, daß der gyromagnetisch#e Werkstoff solche Eigenschaften und eine solche Form besitzen muß, daß die gyromagnetische Resonanzfrequenz hinreichen.d,tief ist, d. h. also ebenfalls im Bereich der Meterwellen liegt.
  • Um diese Schwierigkeiten zu umgehen, ist bereits eine Anordnung bekanntgeworden, bei der zum Aufbau eines nichtreziproken Vierpols eine, Koaxialleitung Verwendung findet. Da in einer ungestörten Koaxialleitung die magnetische Feldkomponente des elektromagnetischen Feldes nirgendwo zirkular polarisiert ist, ist es erforderlich, das Feld der Koaxialleitung (TEM-Welle) so zu verzerren, daß eine Längskomponente des magnetischen Wechselfeldes entsteht, ohne die ein nichtreziprokes Verhalten nicht auftreten kann. Bei dieser bekannten Anordnung wird diese Feldverzerrung durch einen in die Koaxialleitung eingefügten Abschnitt aus einem dielektrisehen Material bewirkt, das den Querschnitt der Koaxialleitung nur zum Teil ausfüllt. An den Grenzflächen zwischen dem Dielektrikum und dem übrigen die Koaxialleitung erfüllenden Medium ist das gyromagnetische Material in unmittelbarer Nachbarschaft der Innenwand des Außenleiters angeordnet.
  • Es ist weiterhin eine Anordnung bekanntgeworden, bei der der nichtreziproke Vierpol mit Hilfe einer Streifenleitung aufgebaut ist. Hierbei sind zu beiden Seiten eines streifenartigen Innenleiters Streifen aus einem gyromagnetischen Material derart angeordnet, daß sie den Innenleiter zum Teil überlappen. Bei dieser Anordnung werden dem gyromagnetischen Material zweierlei Funktionen zugeordnet, nämlich die des nichtreziproken Werkstoffes und die der Verzerrung des elektromagnetischen Feldes. Jedoch ist es nun nötig, -dem Werkstoff. eine Form zu geben, die einmal für die Verzerrung des Feldes günstig ist, zum anderen aber soll die Form auch für die Resonanzbedingungen der gyromagnetischen Resonanz bei tiefen Frequenzen.günstig sein. Nach. den heute vorliegenden Erkenntnissen scheinen sich diese beiden Forderungeh# nicht gleichzeitig optimal erfüllen zu lassen.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, die vorstehend geschilde#rten. Schwierigkeiten in vethältnismäßig einfacher Weise zu mindern. Unter anderem soll erreicht werden, daß die oben bereits erwähnte nötige Verzerrung des elektromagnetischen Feldes nicht mehr nur von der Form des gyromagnetischen Werkstoffes abhängt.
  • Ausgehend von einem nichtreziproken Vierpol für kurze elektromagnetische Wellen,-insbegondere für den Bereich der Meterwellen, bestehend aus einer Str--ifenleitung, auf -deren mit einer kammartigeff Verzögerungsstruktur versehenen streifenförmigen Innenleiter wenigstens ein unter dem Einfluß eines magnetischen Ö7l#Ichieldes -stehender Streifen aus einem gyromagnetischen Material derart aufgebracht ist, daß er den Innenleiter in axialer Richtung nur teilweise überdeckt, wird diese Aufgabe erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß der streifenförmige Innenleitex auf beiden Seiten 'mit einer kammartigen Verzögerungsärätur versehen ist und daß die Kammstruktur auf -den beiden Seiten unterschiedlich ausgebildet sind. Eskann z.B. die Tiefe der Einschnitte verschieden tief gewählt und/oder der Abstand der Zinken und/oder deren Breite verschieden groß bemessen sein.
  • Hierbei ist es günstig, wenn die aus gyromagnetischem Material bestehenden Streifen entweder auf der Seite des Innenleiters angeordnet sind, auf der die Kammzinken den größeren Abstand voneinander haben, oder auf der Seite des Innenleiters angeordnet sind,'auf der die Kamm inken den kleiner-en Ab- stand voneinander haben.
  • Eine für die Praxis günstige Ausführungsform läßt sich-ferner dadurch erzielen, daß die Streifenleitung in ihrer einen Hälfte mit einem festen Dielektrikum derart aufgefüllt ist, daß der Innenleiter und die aus gyromagnetischem Material bestehenden Streifen in der zur Fortpflanzungsrichtung der elektromagnetischen Energie senkrechten Richtung nur teilweise vom Dielektrikum überdeckt sind.
  • Nachstehend werden Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
  • In den F i g; 1 uncl 2 der Zeichnung ist ein nichtreziproker Vierpol schematisch dargestellt, zu dessen Aufbau eine Streifenleitung verwendet ist. Die F i g. 2 stellt einen Längsschnitt längs der Schnittlinie A-B der in der F i g. 1 im Querschnitt gezeichneten Anordnung dar. In einem metallischen Außenleiter 1 mit rechteckförmigem Querschnitt ist ein streifenförmiger Innenleiter 2 vorgesehen, an dessen Unter- und Oberseite die aus gyromagnetischem Material bestehenden Streifen 3 und 3' angeordnet sind. Als gyromagnetisches Material kommen hierbei beispielsweise Magnesium-Mangan-Fe,rrite oder auch Yttrium-Eisen-Granat in Frage. Die gyromagnetischen Plättchen 3 und 3' stehen unter dem Einfluß eines magnetischen Gleichieldes, das2 'beispielsweise von den beiden Dauermagneten -(N, S) 4 und 4' erzeugt wird. Der magnetische Fluß der beiden Dauermagneten wird Über ' ein aus einem magnetischen Material bestehendes Joch- 5 geschlossen. Wie der F i g. 2 zu - entnehmen ist, hat der Innenleiter 2 die Form eines zu beiden Seiten mit den ungleichen Zinken 6 und 7 versehenen Kamm-es. Diese kammartige Aus * bildung des Innenleiters -hat die Wirkung einer Verzögerungsstruktur, wodurch die Phasengeschwindigkeit der elektromagnetischen Welle in den beiden Hälften der Streifenleitung verschieden groß ist. Diese unterschiedliche Phasengeschwindigkeit bringt dann die für das Auftreten der gyromagnetischen Resonanz erforderliche zirkulare bzw. elliptische Polarisation, d. h. also eine in Fortpflanzungsrichtung der elektromagnetischen Welle zeigende Komponente der in&-gnetischen Feldkomponente. Die Dimiensionierung der Verzögerungsstruktur hängt im einzelnen wesentlich von den Abmessungen und den Eigenschaften des gyromagnetischen Werkstoffes sowie äi'fch vo der Wellenlänge der elektromagnetischen Welle ab. Wie der Erfindung zugrunde liegende Untersuchuff-' gen gezeigt haben, ist es bei Magnesium-Mangan-Fer'riten günstig, die Streifen 3 und Y, wie in d## F i ` g. 1 und 2 dargestellt, -über den,Zinken- 6 mit dem kleineren gegenseitigen Abstand der kammförmigeii Innenleiters anzuordnen. Hingegen ist es bei A.er#, Verwendung von Yttrium-Eisen-Granat als gyromagnetischer Werkstoff günstiger, die Plättchen3 und 3' Über den weiter auseinanderstehenden Zinken 7 des Innenleiters 2 anzuordnen. Ein erheblicher Vorteil des beidseitig mit Verzögerungsstrukturen'. unterschiedlicher Verzögerung versehenen Innenleiters ist vor allem auch darin zu seh#ii, daß durch verhältnismäßig einfache mechanische Maßnahmen ' -nämlidh durch die unterschiedliche Breite und den unterschiedlichen Abstand der Kanunzinken, die Phasengeschwindigkeiten der elektromagnetischen Welle in beiden Hälften der Streifenleitung beliebig steuerbar sind. Bei Richtungsleitungen ergeben sich auf Grund der beidseitigen Kammstruktur verhältnismäßig hohe Dämpfungswerte, so daß mit einem Bauelement von verhältnismäßig kurzer Baulänge bereits hohe Anforderungen an die Rückflußdämpfung erfüllt werden können.
  • In der F i g. 2 ist der Einfachheit halber eine Kammstruktur dargestellt, bei der nur die Abstände der zu beiden Seiten liegenden Kammzinken voneinander unterschiedlidli sind. In gleicher Weise läßt sich eine unterschiedliche Verzögerungsstruktur auch dadurch erzielen, daß z. B. bei gleicher Breite und gleichem Abstand der Kammzinken die für die Ausbildung der Kammzinken erforderliche Einschiiittiefe zu beiden Seiten der Streifenleitung unterschiedlich gewählt wird oder daß bei gleichem Abstand und gleicher Einschnittiefe die Breite der Kanunzinken unterschiedlich ist. Ebenso sind auch beliebige Kombinationen dieser einzelnen Möglichkeiten denkbar.
  • Wie bereits erwähnt, ist die in den F i g. 1 und 2 gezeichnete Anordnung zur besseren Übersicht nur schematisch dargestellt. Aus diesem Grunde sind auch die zur Befestigung des Innenleiters 2 bzw. der Streifen 3 zur Halterung erforderlichen Stützen nicht gezeichnet. Ebenso sind auch übergangsstücke zum Übergang von der Streifenleitung auf eine koaxiale oder eine symmetrische Leitung in der Zeichnung nicht dargestellt, da sie im einzelnen zum Verständnis der Anordnung nicht beitragen würden.
  • Die F i g. 3 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel, bei dem in einem rechteckigen Außenleiter 1 ein zu beiden Seiten mit einer Verzögerungsstruktur versehener Innenleiter 2 angeordnet ist. Die Streifenleitung ist teilweise mit einem aus einem dielektrischen Material bestehenden Körper 8 ausgefüllt. Der Innenleiter 2 und die aus gyromagnetischem Material bestehenden Streifen 3 und 3' ragen teilweise in das Dielektrikum 8 hinein. Bei einer derartigen Anordnung ist bei der Bemessung der Verzögerungsstrukturen außer den Abmessungen und den Eigenschaften des gyromagnetischen, Werkstoffes und der Wellenlänge noch im wesentlichen die Dielektrizitätskonstante des dielektrischen Materials 8 zu berücksichtigen.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Nichtreziproker Vierpol für kurze elektromagnetische Wellen, insbesondere für den Bereich der Meterwellen, bestehend aus einer Streifenleitung, auf de' ren mit einer kammartigen Verzögerungsstruktur versehen-em streifenförmigen Innenleiter wenigstens ein unter dem Einfluß eines magnetischen Gleichfeldes stehender Streifen aus einem gyromagnetischen Material derart aufgebracht ist, daß er den Innenleiter in axialer Richtung nur teilweise überdeckt, d a d u r c h gekennzeichnet, daß der streifenförmige Innenteiter auf beiden Seiten mit einer kammarti- gen Verzögerungsstruktur versehen ist und daß die Kammstrukturen auf den beiden Seiten unterschiedlich ausgebildet sind.
  2. 2. Nichtreziproker Vierpol nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aus gyromagnetischem Material bestehenden Streifen auf der Seite des Innenleiters angeordnet sind, auf der die Kamm inken den größeren Abstand voneinander haben. 3. Nichtreziproker Vierpol nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die aus gyromagnetischem Material bestehenden Streifen auf der Seite des Innenleiters angeordnet sind, auf der die Kammzinken den kleineren Abstand voneinander haben. 4. Nichtreziproker Vierpol nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Streifenleitung in ihrer einen Hälfte mit einem festen Dielektrikum derart aufgefüllt ist, daß der Innenleiter und die aus gyromagnetischem Material bestehenden Streifen in der zur Fortpflanzungsrichtung der elektromagnetischen Energie senkrechten Richtung nur teilweise vom Dielektrikum überdeckt sind. In Betracht gezogene Druckschriften: »Hochfrequenztechnik und Elektroakustik«, September 1963, S. 138 bis 146.
DE1964S0089390 1964-02-05 1964-02-05 Nichtreziproker Vierpol Pending DE1228321B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1018776A3 (de) * 1999-01-06 2001-11-07 Murata Manufacturing Co., Ltd. Nichtreziproke Schaltungsanordnung , nichtreziprokes Schaltungsgerät und diese verwendender Sender/Empfänger

Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
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None *

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1018776A3 (de) * 1999-01-06 2001-11-07 Murata Manufacturing Co., Ltd. Nichtreziproke Schaltungsanordnung , nichtreziprokes Schaltungsgerät und diese verwendender Sender/Empfänger

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