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DE1227971B - Schalldaempfer fuer Druckgasleistungsschalter - Google Patents

Schalldaempfer fuer Druckgasleistungsschalter

Info

Publication number
DE1227971B
DE1227971B DEC32552A DEC0032552A DE1227971B DE 1227971 B DE1227971 B DE 1227971B DE C32552 A DEC32552 A DE C32552A DE C0032552 A DEC0032552 A DE C0032552A DE 1227971 B DE1227971 B DE 1227971B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
silencer
pressure
gas
switching
circuit breaker
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC32552A
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Kulms
Richard Schulz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Continental Elektronidustrie AG
Voigt and Haeffner AG
Original Assignee
Continental Elektronidustrie AG
Voigt and Haeffner AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Continental Elektronidustrie AG, Voigt and Haeffner AG filed Critical Continental Elektronidustrie AG
Priority to DEC32552A priority Critical patent/DE1227971B/de
Priority to CH454265A priority patent/CH429878A/de
Publication of DE1227971B publication Critical patent/DE1227971B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/02Details
    • H01H33/53Cases; Reservoirs, tanks, piping or valves, for arc-extinguishing fluid; Accessories therefor, e.g. safety arrangements, pressure relief devices
    • H01H33/58Silencers for suppressing noise of switch operation

Landscapes

  • Safety Valves (AREA)

Description

  • Schalldämpfer für Druckgasleistungsschalter Die Erfindung betrifft einen Schalldämpfer für Druckgasleistungsschalter, bestehend aus einem Hohlkörper mit gasdurchlässigen, schallschluckenden Wänden aus einem feinfädigen Werkstoff hohen spezifischen Gewichts, dessen Innenraum dauernd mit der freien Atmosphäre in Verbindung steht.
  • Es ist bekannt, die Lärmbelästigungen, die durch Kurzzeitgeräusche von Druckgasschaltern entstehen, durch verschiedene Ausführungsformen von Schalldämpfern auf ein erträgliches Maß herabzusetzen. So ist z. B. ein Schalter bekannt, bei dem das hochgespannte Löschmittel nach seiner Löscharbeit in einen großvolumigen Behälter mit gasdichten Wänden und einem Sicherheitsventil abströmt. Der Behälter ist nicht mit schallschluckendem Material gefüllt oder ausgekleidet und muß daher, um überhaupt eine schalldämpfende Wirkung zu haben, während der Schaltung, d. h. während des Austritts der Schaltgase oder -dämpfe aus dem Schalter in den Behälter gegen die Atmosphäre abgeschlossen sein. Dies geschieht durch ein weiteres Ventil, das die aufgestauten Schaltgase später allmählich ins Freie entweichen läßt. Ein solcher Schalldämpfer steht somit in Aufbau und Wirkungsweise geradezu im Gegensatz zu den die Erfindung betreffenden Schalldämpfern, deren Innenraum dauernd mit der Außenluft verbunden ist.
  • Aus der Abgeschlossenheit des Dämpfungsbehälters während der Schaltung ergibt sich nämlich eine Gasstauung, die bis in die Schaltstrecke zurückwirkt. Es ist aber eine bekannte Tatsache, daß die Leistungsfähigkeit eines Schalters mit behinderter Gasabströmun,g hinter der eines Schalters mit freiem Gasaustritt zurückbleibt. Der Verlust an Schaltleistung steigt mit zunehmendem Rückstau der Schaltgase. Obwohl er sich durch entsprechende Dimensionierung des Behälters niedrighalten läßt, sind Leistungseinbußen nicht zu vermeiden. Gleichzeitig kommt man aber zu äußerst hinderlichen Abmessungen des Schalldämpfers und damit des Schalters, insbesondere bei mehrpoligen Schaltern und bei Mehrfachunterbrechung pro Pol.
  • Das bei diesem bekannten Schalter vorhandene Sicherheitsventil dient nicht der Erhaltung derjenigen Schaltleistung, die ein Schalter ohne Schalldämpfung hätte, denn es soll den sich bei jeder Schalthandlung aufbauenden Druckstau nicht verhindern. Es hat vielmehr die Aufgabe, den Kessel nach den Bestimmungen technischer Sicherheitsorgane gegen Platzen zu sichern.
  • In Erkenntnis der Nachteile eines Druckstaus in einem kesselförinigen Schalldämpfer sind die eingangs genannten Schalldämpfer mit gasdurchlässigen Wänden vorgeschlagen worden, bei denen die Schaltgase oder sonstige abströmende Druck-gase durch schalldämniende oder schallabsorbierende Medien hindurchgeleitet werden. Aber auch bei dieser Ausführung besteht noch eine Gefahr. Und zwar kann sich bei ungünstigen Witterungsverhältnissen und Temperaturen unter dem Gefrierpunkt Rauhreif und unter Umständen eine geschlossene und dichte Eisschicht an den Gasaustrittsflächen ansetzen. Unter diesen ungünstigen Verhältnissen steigt der Strömungswiderstand am Schalldämpfer beträchtlich an, und der Druckstau überschreitet bei weitem die zulässigen Werte. Dies hat zur Folge, daß einerseits das Schaltvermögen des schallgedämpften Schalters stark zurückgeht und andererseits der Schalldämpfer selbst durch den unzulässig hohen Druckanstieg gefährdet und unter Umständen sogar zerstört wird. Die Verwendung der obenerwähnten Schalldämpfer ist somit für Gebiete mit starken Temperaturstürzen und häufigem und starkem Rauhreifbefall nicht immer möglich. Um diese Gefahr zu beseitigen, wird erfindungsgemäß vorgeschlagen, daß der Schalldämpfer eine zusätzliche Gasauslaßöffnung aufweist, die in an sich bekannter Weise mit einem überdruckventil versehen ist. Eine besonders vorteilhafte und einfache Ausbildung des Schalldämpfers ergibt sich, wenn die zusätzliche Gasauslaßöffnung durch eine feder- oder eine gewichtsbelastete Scheibe verschließbar ist. Die Schließkräfte der Scheibe sind ferner so bemessen, daß die bewegliche Scheibe beim überschreiten des zulässigen Staudruckes den Schalldämpfer öffnet und dadurch eine Gasabströmung in die freie Atmosphäre ermöglicht. Der Schalldämpfer nach der Erfindung weist den besonderen Vorteil auf, daß er auch bei starkem Rauhreifbefall oder Eisansatz Schalthandlungen durch einen direkten Gasaustritt in die freie Atmosphäre gestattet, somit kann eine Lichtbogenlöschung an den Schaltstellen erfolgen und eine Beschädigung des Schalldämpfers infolge eines un ulässig hohen inneren Druckes mit Sicherheit ausgeschaltet werden.
  • Druckmessungen im. Inneren des Schalldämpfers haben gezeigt, daß sich ein stationärer Druckzustand einstellt, bevor 'die Leistungssehaltstellen eine Mög- lichkeit zur Lichtbogenlöschung haben. Diese zeitliche Staffelung von stationärem Druckzustand.und möglichem Löschaug#'nblick muß auch bei verdämmtern Schalldämpfer sichergestellt sein, wenn Fehlschaltungen vermieden werden sollen. Es ist mithin erforderlich, die Masse der beweglichen Scheibe nach der weiteren Erfindung so zu wählen, daß der volle Öffnungshub spätestens in 8 ms erreicht ist. Auf diese Weise wird der #überdruck im Schalldämpfer so frühzeitig und so weit abgebaut, daß der Schalter zum frühest möglichen Zeitpunkt den Lichtbogen löschen und damit den Stromkreis unterbrechen kann. Es ist somit: vermieden,. daß - eine zweite Halbwelle zur Lichtbogenlöschung angehängt werden muß, was bekanntlich zu erheblichen thermischen Beanspruchungen führt.
  • In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel nach der Erfindung dargestellt, und zwar zeigt F i g. 1 ein Schaubild über Druck- und Bewegungsabläufe während eines.Abschaltvorganges, F i g. 2 eine Leistungsschaltstelle mit aufgesetztem Schalldämpfer und F i g. 3 eine vergrößerte Darstellung der wesentlichen Elemente des Schalldämpfers.
  • In F i g.'1- ist die Abszisse des Schaubildes der Zeit und die Ordinate dem Druck im Schalldämpfer und dem Weg des Blasventils während des Abschaltvorganges zugeordnet. Aus Teilbild a kann dem Kurvenzug 1 entnommen werden, daß sich das Blasventil im Ausführungsbeispiel bei Beginn des Ausschaltvorganges schnell auf seinen größten Wert öffnet und in dieser Lage zunächst stehenbleibt; während dieser Ruhe--lage wird an der Schaltstelle der Lichtbogen gelöscht, wobei die früheste Lösehmöglichkeit zum Zeitpunkt t. durch die gestrichelte Linie II angedeutet ist. Nach einer vorgegebenen Verzögerungszeit schließt das Blasventil wieder. Das Teilbild b gibt mit dem Kurvenzug IH die Druckverhältnisse im Schalldämpfer an. Aus dieser Kurve geht hervor, daß bereits vor der Möglichkeit einer Lichtbogenlöschung ein stationärer Druckzustand im Schalldämpfer vorhanden ist. Dieser Kurvenzug III ist für den ungestörten Schalldämpfer gültig.
  • Im Teilbild c ist wieder mit der Kurve HI der Staudruck im ungestörten Schalldämpfer bezeichnet. Wenn durch Eisansatz am Schalldämpfer die Gasaustrittsflächen verdämmt sind, verläuft der Druckanstieg im Innern nach der Kurve IV. Der Druck steigt danach rasch auf sehr große Werte an und würde, falls keine besonderen Maßnahmen vorgesehen sind, zur Verhinderung des Löschvorganges an der Schaltstelle und zur Zerstörung des Schalldämpfers führen. Gemäß der Erfindung ist jedoch die eine Öffnung des Schalldämpfers durch eine federbelastete Scheibe abgeschlossen, deren Arbeitspunkt mit A bezeichnet ist. Zum ZeitpunktA überwindet der Innendruck im Schalldämpfer den Schließdruck der Scheibe und gibt somit den Schaltgasen den Weg in die Atmosphäre frei. Durch das Ansprechen der Scheibe wird ein weiteres Ansteigen des Staudruckes verhindert. Er wird vielmehr gemäß der Kurve V schnell auf Werte unterhalb des Staudruckes nach Kurve III so abgebaut, daß zum Zeitpunkt to die Druckverhältnisse mindestens dem ungestörten Schalldämpfer entsprechen. Der Löschvorgang an der Leistungsschaltstelle wird somit nicht beeinträchtigt.
  • Eine Ausführungsform des Schalldämpfers nach der Erfindung zeigen die F i g. 2 und 3. Mit 1 ist das Blasventil einer Leistungsschaltstelle bezeichnet, die im Innern einer nur teilweise dargestellten Schalt-kammer angeordnet ist. An das Blasventil ist ein Gasführungsgehäuse 2 angeschlossen, auf das ein Schalldämpfer 3 aufgesetzt ist. Der Schalldämpfer besteht im wesentlichen aus einem Tragkörper 4 mit den angeflanschten Seitenteilen 5 und 6, in denen großflächige Öffnungen vorgesehen sind. Die Zwischenschicht 7 aus schallschluckendem Material ist auf den, Körper 4 aufgebracht und durch einen weiteren überwurf 8 nach außen abgedeckt.
  • Wenn während eines Abschaltvorganges das Blasventil 1 geöffnet ist, strömt durch die Öffnung 9 im Schalldämpfer 3 Druckgas in diesen hinein. Noir malerweise gelangt das Druckgas durch die Perforation in dem Körper 4 durch das schaUschluckende Material 7 und durch die Perforation des überwurfes 8 hindurch ins Freie. Die eingezeichneten Pfeile geben in etwa die Richtung der Druckgasströmung an. Dabei.stefft sich ein stationärer Druckzustand ein, wie er in der Kurve III des Teilbildes b in F i g. 1 angegeben worden ist.
  • Bei einem verdämmten Schalldämpfer steigt der Druck je nach dem Verdämmungsgrad nach der Kurve IV des Teilbildes c (F i g. 1) auf einen Druckwert an ' der von der Höhe des Schalterbetriebsdruckes und der Trägheit der beweglichen Scheibe 10 bestimmt ist. Mit dem Seitenteil 6 kann ein Tragkörper12 verbunden sein, durch dessen Mittelöffnung ein an der Scheibe 10 befestigter Bolzen 13 hindurchgeführt ist. Zwischen dem Körper12 und einem Widerlager14 am Bolzen13 ist eine Feder 15 angeordnet, die so bemessen ist, daß die Scheibe 10 bei überschreiten eines bestimmten Staudruckes im Schalldämpfer 3 von dem Seitenflansch 6 abgehoben wird. Dadurch wird die volle Öffnung 11 freigegeben. An Stelle der Feder 15 kann der Bolzen 13 mit einem Gewicht versehen sein, das die Scheibe 10 nach dem Abbau des überdruckes wieder auf das Seitenteil 6 zieht. Schließlich ist es auch denkbar, auf Federn, Gewichte od. ä. zur Lieferung der Schließkraft für die Scheibe zu verzichten und allein das Gewicht der Scheibe dem gewünschten Öffnungsdruck anzupassen. Die Scheibe 10 verschließt im Seitenteil 6 eine Öffnung 11, die etwa den gleichen Querschnitt hat wie die Öffnung 9. Bei entstehendem überdruck wird die Scheibe 10 angehoben und der volle öffnungshub bereits nach 8 ms erreicht. über die nunmehr freigegebene Öffnung 11 kann das Druckgas ins Freie entweichen, wodurch sich der gefährliche überdruck im Innern des Schalldämpfers entsprechend dem Kurvenzug V rasch auf unbedenkliche bzw. zulässige Werte abbauen kann.
  • In F i g. 3 ist noch einmal der obere Teil des Schalldämpfers vergrößert dargestellt. Die Scheibe 11 ist durch den im Innern des Schalldämpfers herrschenden überdruck von ihrem Sitz abgehoben worden und gewährleistet durch die Freigabe der öffnung 11 einen raschen Abbau des Druckes im Schalldämpfer 3.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Schalldämpfer für Druckgasleistungsschalter, bestehend aus einem Hohlkörper mit gasdurchlässigen, schallschluckenden Wänden aus einem feinfädigen Werkstoff hohen spezifischen Gewichts, dessen Innenraum dauernd mit der freien Atmosphäre in Verbindung steht, dadurch gekennzeichnet, daß der Schalldämpfer (3) eine zusätzliche Gasauslaßöffnung aufweist, die in an sich bekannter Weise mit einem überdruckventil (10) versehen ist.
  2. 2. Schalldämpfer nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine solche Wahl der Masse der beweglichen Scheibe, daß der öffnungshub spätestens in 8 ms erreicht ist. 3. Schalldämpfer nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die bewegliche Scheibe aus schalldämpfendem Werkstoff besteht oder mit solchem Werkstoff belegt ist.
  3. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 347 100, 601144, 664371.
DEC32552A 1964-04-03 1964-04-03 Schalldaempfer fuer Druckgasleistungsschalter Pending DE1227971B (de)

Priority Applications (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC32552A DE1227971B (de) 1964-04-03 1964-04-03 Schalldaempfer fuer Druckgasleistungsschalter
CH454265A CH429878A (de) 1964-04-03 1965-04-01 Schalldämpfer für Druckgasleistungsschalter

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEC32552A DE1227971B (de) 1964-04-03 1964-04-03 Schalldaempfer fuer Druckgasleistungsschalter

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1227971B true DE1227971B (de) 1966-11-03

Family

ID=7020376

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC32552A Pending DE1227971B (de) 1964-04-03 1964-04-03 Schalldaempfer fuer Druckgasleistungsschalter

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CH (1) CH429878A (de)
DE (1) DE1227971B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102016100139A1 (de) * 2016-01-05 2017-07-06 Knorr-Bremse Systeme für Nutzfahrzeuge GmbH Geräuschdämpfer für ein Druckluftsystem eines Fahrzeugs, insbesondere Nutzfahrzeugs

Citations (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE347100C (de) * 1920-10-08 1922-01-13 Wilhelm Schmidding Fa Vorrichtung zum Reinigen und Geruchlosmachen der Abgase von Verbrennungsmotoren u. dgl.
DE601144C (de) * 1929-10-15 1934-08-09 Erika Windhausen Geb Berger Schalter mit Lichtbogenloeschung durch Beblasung mittels hochgespannter Gase oder Daempfe
DE664371C (de) * 1934-09-15 1938-08-25 Auergesellschaft Akt Ges Auspuff-Filter fuer Verbrennungskraftmaschinen

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Also Published As

Publication number Publication date
CH429878A (de) 1967-02-15

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