-
Anordnung zum wahlweisen Beschalten von Röhrenfassungen Bei Röhrenmeßgeräten
sind die einzelnen Kontakte verschiedener Röhrenfassungen wahlweise zu beschalten.
Das geschieht bisher über flexible Steckverbindungen oder über Stufenschalter, wobei
mehrere Typen von Fassungen parallel geschaltet werden oder über einen Kreuzschienenverteiler
und einen Zwischenadapter, der mit jeweils einer anderen Fassung versehen ist, oder
direkt über Einzeladapter, die in der Fassung und in der Beschaltung jeweils einer
Röhrentype angepaßt sind.
-
Flexible Steckverbindungen müssen jedoch so lang sein, daß auch der
am weitesten voneinander liegende an- und abgehende Kontakt zu verbinden ist. Bei
einer Durchschaltung machen sich die Längen der Steckverbindungen jedoch als unerwünschte
Induktivitäten bemerkbar. Durch unvermeidliche Kreuzungen und Schleifen entstehen
zwischen den einzelnen Steckverbindungen Kopplungen, die Röhren zum unerwünschten
Schwingen bringen können.
-
Stufenschalter und Kreuzschienenverteiler haben die Nachteile, daß
sie in der Meßschaltung die Kapazitäten erhöhen und hohe Isolationswerte nur bei
recht großem Aufwand gewährleisten. Einzeladapter sind meßtechnisch einwandfrei,
jedoch recht aufwendig.
-
Die Erfindung stellt eine Lösung dar, die eine einfache wahlweise
Beschaltung beibehält, ohne eine große induktive oder kapazitive Kopplung oder Belastung
des Rangierfeldes zu liefern.
-
Die Erfindung ist gekennzeichnet durch auswechselbare Fassungsträger,
auf denen die jeweiligen Röhrenfassungen befestigt sind und die auf ihrer Unterseite
für jeden Fassungskontakt der Röhrenfassung jeweils eine Steckbuchse tragen. Weiter
ist eine Schaltplatte zur Aufnahme der kreisförmigen Fassungsträger vorgesehen,
auf der eine Vielzahl von Steckbuchsen kreisförmig angeordnet ist, die die Steckbuchsen
der auswechselbaren Fassungen kreisförmig umgeben, wobei auf dem Kreisumfang verteilt
jeweils mehrere Buchsen in Verbindung mit einer bestimmten Beschaltungsleitung stehen,
die für einen bestimmten Fassungskontakt in Betracht zu ziehen ist.
-
Nachfolgend wird an Hand der Figuren der Erfindungsgedanke näher
erläutert. In Fig 1 ist die erfindungsgemäße Anordnung von oben, in F i g. 2 im
Schnitt und in F i g. 3 von unten dargestellt.
-
Wie aus der Fig. 1 ersichtlich, ist der Fassungsträger 2 mit der
Röhrenfassung 1 durch zwei Flügelmuttern 6 leicht auswechselbar auf der Schaltplatte
4 angeordnet. Die Schaltplatte trägt außerdem noch vier Buchsen 7 für die Spannungszuführung
an Röhren mit Außenkontakten. Die Schaltplatte 4 ist ebenfalls über die Kontaktleiste
8 (s. F i g. 3) aufsteckbar.
-
Zum Aufstecken dienen die an beiden Längsseiten der Schaltplatte 4
angebrachten Handgriffe 9.
-
In den Fi,g. 2 und 3 sind außer der Röhrenfassung 1 mit dem auswechselbaren
Fassungsträger 2 in der Mitte auf der Unterseite des Fassungsträgers 2 die jedem
Fassungskontakt zugeordneten Buchsen 3 zu erkennen. Die Verbindungen zwischen diesen
Buchsen 3 und den Fassungskontaktanschlüssen sind, zur Dämpfung unerwünschter Schwingungen,
mit Ferritperlen 10 überzogen. Ferner sind die fest mit an die Kontaktleiste 8 geschalteten
Buchsen 5 des auf der Unterseite der Schaltplatte 4 angeordneten Buchsenringes zu
erkennen.
-
Am deutlichsten gehen die elektrischen Schaltmöglichkeiten aus der
F i g. 3 hervor.
-
Von den für eine Röhrenmessung benötigten Elektroden A = Anode K
= Kathode G3 = Bremsgitter s = Schirm/Masse G2 = Schirmgitter H1 = Heizer G1 = Steuergitter
H2 = Heizer und den Kontakten Kathode' A' = Anode' und G1, = Steuergitter die für
die Messung eines zweiten Röhrensystems vorgesehen sind, werden diese entsprechend
der F i g. 3 auf eine doppelte Anzahl im Kreis angeordneter Buchsen 5 aufgeschaltet.
Nur für die Heizung und für die Masse ist je eine Buchse 5 vorhanden. Da die Heizer
einer Röhre in den allermeisten Fällen auf
den Kontakten 1/8 bzw.
4/5 liegen und der Fassungsträger 2 zudem um 1800 gedreht werden kann, werden den
Heizerbuchsen 5 der Schaltplatte 4 die Heizerbuchsen 3 des Fassungsträgers 2 gegenübergestellt.
Durch nicht gezeichnete, kurze flexible Steckverbindungen können so diese Buchsen
sowie die nach Wahl am zweckmäßigsten erforderlichen übrigen Buchsen verbunden werden.
Der Anodenkontakt ist auf drei Anodenbuchsen gelegt, wodurch eine einfache Beschaltung
von Mehrgitterröhren bzw. die Schaltung einer Pentode zu einer Triode vorgenommen
werden kann.
-
Die Anordnung der Buchsen 3 auf der Unterseite des Fassungsträgers
2 entspricht dem Aufbau der tragenden Fassung 1. Da die Durchschaltung der Buchsen
3 von der Röhrenfassung 1 aus von unten vorgenommen wird, also Schaltplatte 4 mit
Fassungsträger 2 dem Gerät entnommen, um 1800 gedreht und auf die Griffe 9 aufgestellt,
kann sie direkt entsprechend den Angaben (Zeichnung) der Röhrendatenblätter übernommen
werden. Auf diese Weise wird die bedienungspsychologisch unzweckmäßige spiegelbildliche
Umkehrung der Lage der Fassungskontakte zu den Elektroden des Sockelschaltbildes,
wie sie bei Beschaltung von oben notwendig wäre, vermieden.
-
Für Röhren mit Außenkontaktanschlüssen sind oben und unten auf der
Schaltplatte je vier Buchsen
vorhanden, die, wie bereits erwähnt, direkt miteinander
verbunden sind und so von unten wahlweise beschaltet an der entsprechenden Buchse
oben (Fig. 1) die weitere Durchschaltung zur Röhre gestatten. Die in der Fig. 2
erkennbaren schraffierten Abdeckringe der Schaltplatte sowie - des - Fassungsträgers
können auch aus Metall sein, wodurch die Massebuchsen hinfällig werden und eine
gleichzeitige Schirmung erzielt wird.