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DE1227462B - Verfahren zur Herstellung von Chinolinderivaten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Chinolinderivaten

Info

Publication number
DE1227462B
DE1227462B DEI25807A DEI0025807A DE1227462B DE 1227462 B DE1227462 B DE 1227462B DE I25807 A DEI25807 A DE I25807A DE I0025807 A DEI0025807 A DE I0025807A DE 1227462 B DE1227462 B DE 1227462B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
parts
mixture
methyl
dihydro
oxo
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEI25807A
Other languages
English (en)
Inventor
Bernard Joseph Mcloughlin
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Imperial Chemical Industries Ltd
Original Assignee
Imperial Chemical Industries Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Imperial Chemical Industries Ltd filed Critical Imperial Chemical Industries Ltd
Publication of DE1227462B publication Critical patent/DE1227462B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D215/00Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems
    • C07D215/02Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen atoms or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom
    • C07D215/16Heterocyclic compounds containing quinoline or hydrogenated quinoline ring systems having no bond between the ring nitrogen atom and a non-ring member or having only hydrogen atoms or carbon atoms directly attached to the ring nitrogen atom with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D215/20Oxygen atoms
    • C07D215/22Oxygen atoms attached in position 2 or 4
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61KPREPARATIONS FOR MEDICAL, DENTAL OR TOILETRY PURPOSES
    • A61K31/00Medicinal preparations containing organic active ingredients

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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  • Veterinary Medicine (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
C07d
Deutsche Kl.: 12 ρ-1/10
Nummer:
Aktenzeichen:
Anmeldetag:
Auslegetag:
1227462
I25807IVd/12p
11. Mai 1964
27. Oktober 1966
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von neuen Chinolinderivaten mit /S-adrenergischer Blockierungswirksamkeit, die daher bei der Behandlung von Herzkrankheiten, wie Herzarrhythmie oder Angina pectoris bzw. Herzbräune, oder bei der Vorbeugung gegen diese wertvoll sind.
Gemäß der Erfindung wird also ein Verfahren zur Herstellung von Chinolinderivaten der allgemeinen Formel
OCH2CHOHCh2NHR1
CH3
worin Z die Gruppe
— CH — CH2
oder die Gruppe — CHOH · CH2X bezeichnet, in der X ein Halogenatom ist, mit einem Amin der Formel R1NH2, worin R1 die oben angegebene Bedeutung hat, umgesetzt wird, oder eine Verbindung der allgemeinen Formel
OCH2CHOHCh2NR1R2
CH3
worin R1 die oben angegebene Bedeutung hat und R2 einen hydrogenolytisch abspaltbaren Rest be-Verf ahren zur Herstellung
von Chinolinderivaten
CH3
worin R1 einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen bezeichnet, sowie deren Säureadditionssalzen vorgeschlagen, welches dadurch gekennzeichnet ist, daß in an sich bekannter Weise eine Verbindung der allgemeinen Formel
Anmelder:
Imperial Chemical Industries Ltd., London
Vertreter:
Dr.-Ing. H. Fincke, Dipl.-Ing. H. Bohr
und Dipl.-Ing. S. Staeger, Patentanwälte,
München 5, Müllerstr. 31
Als Erfinder benannt:
Bernard Joseph Mcloughlin,
Macclesfield, Cheshire (Großbritannien)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 10. Mai 1963 (18 620),
vom 8. April 1964
zeichnet, mit Wasserstoff in Gegenwart eines Hydrierungskatalysators umgesetzt wird, worauf, wenn die Säureadditionssalze erwünscht sind, das erhaltene Produkt noch mit einer Säure umgesetzt wird.
Als geeigneter Substituent für R1 sei beispielsweise der Isopropyl-, s-Butyl-, t-Butyl- oder 2-Hydroxy-l,l-dimethyläthylrest genannt.
Als geeignete Reste für R2 seien beispielsweise Benzyl- und Benzyloxycarbonylreste genannt.
Als brauchbare Säureadditionssalze der erfindungsgemäß erhältlichen Chinolinderivate seien von anorganischen Säuren abgeleitete Salze, beispielsweise Hydrochloride, Hydrobromide, Phosphate oder Sulfate, bzw. von organischen Säuren abgeleitete Salze, beispielsweise Oxalate, Lactate, Tartrate, Acetate, Salicylate oder Citrate, erwähnt.
Erfindungsgemäß erhältliche Chinolinderivate sind z. B. l-(l,2-Dihydro-l-methyl-2-oxo-4-chinolyloxy)- - isopropylamino - 2 - propanol, 1 - (1,2 - Dihydro- -methyl - 2 - oxo - 4 - chinolyloxy) - 3 - tert. - butylamino-2-propanol und 1-(1,2-Dihydro-1-methyl-2-oxo-4-chinolyloxy)-3-(2-hydroxy-l, 1-dimethyläthylamino)-2-propanol.
609 708/397
Die genannten Umsetzungen können zweckmäßigerweise durchHitzeanwendung und/oderDruckanwendung beschleunigt bzw. vervollständigt werden, und sie können gegebenenfalls in Gegenwart eines Verdünnungs- bzw. Lösungsmittels durchgeführt werden.
Die Erfindung wird an Hand der folgenden nicht als Beschränkung aufzufassenden Beispiele näher erläutert, wobei die Teile Gewichtsteile sind.
IO
B e i s ρ i e 1 1
A. Es wurde eine Mischung aus 2,68 Teilen 1 - (1,2 - Dihydro -1 - methyl - 2 - oxo - 4 - chinolyloxy)-3-chlor-2-propanol und 20 Teilen Isopropylamin in einem dicht verschlossenen Gefäß 10 Stunden lang auf 1000C erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde dann gekühlt und filtriert, und das Filtrat wurde unter vermindertem Druck zur Trockne eingedampft. Zum Rückstand wurden 20 Teile Aceton zugegeben, und die Mischung wurde etwa 1 Minute erhitzt und gerührt und dann gekühlt und filtriert. Der so erhaltene feste Rückstand war l-(l,2-Dihydro-l-methyl-2-oxo-4-chinolyloxy)-3-isopropylamino-2-propanolhydrochlorid, das nach dem Umkristallisieren aus einer Mischung aus Äthylacetat und Äthanol einen Schmelzpunkt von 227 bis 229°C (unter Zersetzung) hatte.
B. Das als Ausgangsmaterial verwendete 1-(1,2-Dihydro-l-methyl-2-oxo-4-chinolyloxy)-3-chlor-2-pro- panol kann wie folgt erhalten werden:
Es wurde eine Mischung aus 0,88 Teilen 1,2-Dihydro-l-methyl-2-oxo-4-hydroxychinolin, 6 Teilen Epichlorhydrin und 0,01 Teil Piperidin 12 Stunden lang auf 90 bis 100°C erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde dann gekühlt, und das überschüssige Epichlorhydrin wurde durch Destillation unter vermindertem Druck entfernt. Der Rückstand wurde in 50 Teilen Chloroform gelöst, und die so erhaltene Lösung wurde mit 10 Teilen konzentrierter Salzsäure geschüttelt. Die Mischung wurde dann filtriert, und der feste Rückstand wurde mit 50 Teilen kaltem Aceton gewaschen. Der feste Rückstand wurde daraufhin mit 50 Teilen wäßriger 2 n-Natriumhydroxydlösung geschüttelt, und die Mischung wurde dreimal mit 30 Teilen Chloroform extrahiert. Die vereinigten Chloroformauszüge wurden mit 50 Teilen Wasser gewaschen, über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet, und das Chloroform wurde dann durch Destillation entfernt. Der Rückstand wurde aus einer Mischung aus Äthylacetat und Petroläther (Siedepunkt 60 bis 8O0C) umkristallisiert, und so wurde l-(l,2-Dihydro-l-methyl-2-oxo-4-chinolyloxy)-3-chlor-2-propanol mit einem Schmelzpunkt von 167 bis 169°C erhalten.
Beispiel 2
Es wurde eine Mischung aus 1,9 Teilen 1-(1,2-Dihydro-l-methyl-2-oxo-4-chinolyloxy)-3-chlor-2-pro- panol und 20 Teilen tert.-Butylamin in einem dicht verschlossenen Gefäß 10 Stunden lang auf 100°C erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde dann gekühlt, und das überschüssige tert.-Butylamin wurde durch Destillation entfernt. Der Rückstand wurde in 50 Teilen Aceton suspendiert, und es wurde eine gesättigte ätherische Lösung von Chlorwasserstoff zugesetzt, bis ein Überschuß an Chlorwasserstoff vorlag. Die so erhaltene Mischung wurde filtriert.
und der feste Rückstand wurde aus einer Mischung aus Äthylacetat, Äthanol und Äther umkristallisiert. So wurde l-(l,2-Dihydro-l-methyl-2-oxo-4-chinolyloxy^-tert.-butylamin^-propanolsesquihydiOchloridmonohydrat mit einem Schmelzpunkt von 156 bis 158°C (unter Zersetzung) erhalten.
B e i s ρ i e 1 3
Es würde eine Mischung aus 1,9 Teilen 1-(1,2-Dihydro-l-methyl-2-oxo-4-chinolyloxy)-3-chlor-2-propanol und 1,3 Teilen 2-Amino-2-methyl-l-propanol in einem dicht verschlossenen Gefäß 10 Stunden lang auf 1000C erhitzt. Die Reaktionsmischung wurde gekühlt und dann mit 50 bis 100 Teilen Äthanol in einen Kolben gespült. Das Äthanol wurde durch Destillation entfernt, und der Rückstand wurde in 50 Teilen 2 η-Salzsäure gelöst. Die saure Lösung wurde zweimal mit 20 Teilen Äther extrahiert, und die Auszüge wurden verworfen. Die wäßrige Lösung wurde mit 2 n-Natriumhydroxydlösung alkalisch gemacht, und die Mischung wurde dreimal mit 50 Teilen Chloroform extrahiert. Die Auszüge wurden vereinigt, zweimal mit je 50 Teilen Wasser gewaschen, über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet, und das Chloroform wurde durch Destillation entfernt. Der Rückstand, welcher
1 - (1,2 - Dihydro -1 - methyl - 2 - oxo - 4 - chinolyloxy) 3 - (2 - hydroxy -1,1 - dimethyläthylamino) - 2 - propanol enthielt, wurde in 50 Teilen Aceton gelöst, und die Lösung wurde gerührt, während eine gesättigte ätherische Lösung von Chlorwasserstoff tropfenweise zugegeben wurde, bis ein Überschuß an Chlorwasserstoff vorlag. Die Mischung wurde filtriert, und der feste Rückstand wurde aus einer Mischung aus Aceton, Methanol und Äther umkristallisiert. So wurde l-(l,2-Dihydro-l-methyl-2-oxo-4-chinolyloxy)-3-(2-hydroxy-1,1 -dimethyläthylamino)-2-propanolsesquihydrochloridmonohydratmiteinemSchmelzpunkt von 143 bis 1443C (unter Zersetzung) erhalten.
B e i s ρ i e 1 4
A. Es wurden 0,6 Teile l-(l,2-Dihydro-l-methyl-
2 - 0x0 - 4- chinolyloxy) - 3 - [(N - isopropyl - N - benzyl)-amino]-2-propanoloxalat in 50 Teilen Wasser gelöst, und die Lösung wurde durch Zugabe von konzentrierter Ammoniumhydroxydlösung alkalisch gemacht. Die Mischung wurde viermal mit je 20 Teilen Chloroform extrahiert, und die vereinigten Chloroformauszüge wurden mit 20 Teilen Wasser gewaschen, über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet, und das Chloroform wurde durch Destillation entfernt. Der Rückstand wurde in 20 Teilen Äthanol gelöst, und es wurden 0,5 Teile von 5% Palladium auf Kohle als Katalysator zugesetzt. Die Mischung wurde in einer Wasserstoffatmosphäre bei einem Druck von 1 Atm und bei Raumtemperatur geschüttelt, bis keine weitere Wasserstoffabsorption erfolgte. Die Mischung wurde filtriert, und das Lösungsmittel wurde durch Verdampfen unter vermindertem Druck entfernt. Der Rückstand wurde in 20 Teilen einer gesättigten ätherischen Lösung von Chlorwasserstoff verrieben. Die Mischung wurde filtriert, und der feste Rückstand wurde aus einer Mischung aus Äthylacetat, Äthanol und Äther umkristallisiert. So wurde 1-(1,2-Dihydro-1 - methyl - 2 - oxo - 4 - chinolyloxy) - 3 - isopropylamino-2-propanolhydrochlorid mit einem Schmelzpunkt von 228 bis 229 C (unter Zersetzung) erhalten.
B. Das als Ausgangsmaterial benötigte 1-(1,2-Dihydro -1 - methyl - 2 - oxo - 4 - chinolyloxy) - 3 - [(N - isopropyl-N-benzyl)-amino]-2-propanoloxalat kann wie folgt hergestellt werden:
Es wurde eine Suspension von 3,5 Teilen 1,2-Dihydro-l-methyl-2-oxo-4-hydrochinolin in 25 Teilen einer äthanolischen Lösung von Natriumäthylat bzw. Natriumäthoxyd (hergestellt durch Lösung von 0,46 Teilen Natrium in 25 Teilen Äthanol) in einem dicht verschlossenen Gefäß mit 4,1 Teilen l,2-Epoxy-3-(N-isopropyl-N-benzyl)-aminopropan 10 Stunden lang auf 1000C erhitzt. Die Mischung wurde gekühlt, und das Lösungsmittel wurde durch Verdampfen unter vermindertem Druck entfernt. Der Rückstand wurde in 50 Teilen 2 n-Salzsäure gelöst, und die saure Lösung wurde zweimal mit 20 Teilen Äther extrahiert, wobei die Auszüge verworfen wurden. Die wäßrige Mischung wurde durch Zugabe von 5 n-Natriumhydroxydlösung alkalisch gemacht, und die basische Lösung wurde dreimal mit je 100 Teilen Chloroform extrahiert. Die vereinigten Auszüge wurden mit 50 Teilen Wasser gewaschen, über wasserfreiem Magnesiumsulfat getrocknet, und das Lösungsmittel wurde durch Verdampfen unter vermindertem Druck entfernt. Der Rückstand wurde in 20 Teilen Aceton gelöst und tropfenweise unter Rühren mit einer gesättigten ätherischen Lösung von Oxalsäure behandelt, bis die Fällung vollständig war. Der ölige Niederschlag wurde in Aceton verrieben und filtriert. Der feste Stoff wurde aus einer Mischung aus Äthylacetat, Äthanol und Äther umkristallisiert, und so wurde 1 -(1,2- Dihydro -l-methyl-2- oxo-4-chinolyloxy)^-[(N-isopropyl-N-benzyl)-amino]-2-propanoloxalat mit einem Schmelzpunkt von 188 bis 189°C (unter Zersetzung) erhalten.
Vergleichsergebnisse
Die Wirksamkeit der erfindungsgemäß erhältlichen Chinolinderivate als /tf-adrenergische Hemmstoffe und von bekannten Verbindungen, die ebenfalls in dieser Weise wirken, wurde wie folgt gemessen :
Katzen wurden mit intravenös verabfolgter Chloralose (80 mg/kg) anästhetisiert, und ihre Herzfrequenzen wurden bestimmt. In Intervallen von etwa 10 Minuten wurden Standardmengen von 1 - (3,4 - Dihydroxyphenyl) - 2 - isopropylamino - äthanol (= Substanz A) intravenös verabfolgt, wobei dessen Menge von der " jeweiligen Empfindlichkeit der Katze abhing und im allgemeinen zwischen 0,25 und 0,5 μg/kg betrug. Diese Injektionen bewirkten eine Vergrößerung der Herzfrequenz (Tachycardia), und das Mittel von drei Verabreichungen wurde als Kontrolltachycardia bestimmt. Die zu untersuchende Verbindung wurde in Mengen von 1 bis 100 μg/kg/Min. durch kontinuierliche intravenöse Infusion im Verlauf von 30 Minuten verabfolgt. Substanz A wurde in der gleichen Dosis, wie sie während der Kontrollperiode verwendet wurde, in Intervallen von etwa 10 Minuten während der Verabfolgung der Untersuchungsverbindung verabfolgt. Die Verbindungen, die eine /J-adrenergische Hemmungswirkung besaßen, verhinderten das Auftreten der Tachycardia, welche andernfalls durch die Substanz A auftreten würde. Die Wirksamkeit solcher Verbindungen wird üblicherweise als prozentuale Hemmung der Kontrolltachycardia ausgedrückt.
Die ß-adrenergische Hemmwirkung einer charakteristischen Auswahl von erfindungsgemäß erhältlichen Chinolinderivaten wurde durch das oben angegebene Verfahren gemessen und führte zu folgenden Ergebnissen:
Gesamt
dosis
' Prozentuale
Verbindung mg/kg Hemmung der
Kontroll
tachycardia
l-(l,2-Dihydro-l-methyl-2-oxo-
4- chinolyloxy) - 3 - isopropyl- 1,2
amino-2-propanol 80
3-tert.-Butylamino-l-(l,2-di-
hydro-l-methyl-2-oxo- 0,6
4 - chinolyloxy) - 2 - propanol 59
1 -(1.2-Dihydro-1 -methyl-2-oxo-
4-chinolyloxy)-3-(2-hydroxy-
1,1 -dimethyläthylamino)- 0,6
2-propanol 2,5 92
Substanz Bl Vergleichs- J
Substanz CJ substanzen 1
1.5 80
90
Die /i-adrenergische Hemmwirkung von [2-Hydroxy-2-(2-naphthyl)-äthyl]-isopropylamin (= Substanz B), das gemäß der belgischen Patentschrift 603 416 eine solche Wirkung besitzen soll, wurde in der oben angegebenen Weise geprüft und führte zu folgendem Ergebnis: Gesamtdosis (mg/kg) 2,5; prozentuale Verhinderung der Kontrolltachycardia 80.
Ebenfalls wurde die jtf-adrenergische Hemmwirksamkeit von N-[/?-(3,4-Dichlorphenyl)-/i-hydroxyäthyl]-isopropylamin (syn, DCI) (= Substanz C) bestimmt, das nach Furchgott, Pharmacological Reviews, 11 (1959), S. 429, in diesem Sinne wirksam sein soll, und es führte zu folgenden Ergebnissen: Gesamtdosis (mg/kg) 1,5; prozentuale Hemmung der Kontrolltachycardia 90.
Aus der genannten Literaturstelle ist jedoch bekannt, daß diese Verbindung /3-adrenergische stimulierende Eigenschaften neben denjenigen einer /3-adrenergischen Hemmung besitzt, und wenn diese Verbindung in der oben angegebenen Weise geprüft wird, so ruft sie eine 49%ige Vergrößerung der Herzfrequenz bei einer Gesamtdosis von 1,5 mg/kg hervor. In diesem Zusammenhang ist festzustellen, daß, wenn eine Verbindung eine Vergrößerung der Herzfrequenz zur Folge hat, ihre augenscheinliche Hemmung der Kontrolltachycardia größer ist als der wirkliche Effekt. Demgemäß scheint diese Verbindung wegen ihrer stark wirkenden /3-adrenergisch stimulierenden Eigenschaften ein weit wirksameres /i-adrenergisches Hemmittel zu sein, als es tatsächlich der Fall ist.
Die obigen Ergebnisse lassen erkennen, daß die erfindungsgemäß erhältlichen Produkte eine größere ß-adrenergische Hemmwirkung besitzen, als es bei den bisher bekannten /J-adrenergischen Hemmstoffen der Fall ist, und zwar bei Dosen, die keine unerwünschte Stimulierung der Herzgeschwindigkeit zur Folge haben. Die gemäß der Erfindung erhältlichen Produkte sind also bekannten ß-adrenergischen Hemmstoffen überlegen.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Chinolinderivaten der allgemeinen Formel
    OCH2CHOHCH2NHR1
    CH3
    worin R1 einen Alkyl- oder Hydroxyalkylrest mit 3 oder 4 Kohlenstoffatomen bezeichnet, sowie deren Säureadditionssalzen, dadurch gekennzeichnet, daß in an sich bekannter Weise eine Verbindung der allgemeinen Formel
    OCH2Z
    worin Z die Gruppe
    — CH — CH2
    oder die Gruppe — CHOH · CH2X bezeichnet, in der X ein Halogenatom ist, mit einem Amin der Formel R1NH2, worin R1 die oben angegebene Bedeutung hat, umgesetzt wird, oder eine Verbindung der allgemeinen Formel
    OCh2CHOHCH2NR1R2
    CH3
    worin R1 die oben angegebene Bedeutung hat und R2 einen hydrogenolytisch abspaltbaren Rest bezeichnet, mit Wasserstoff in Gegenwart eines Hydrierungskatalysators umgesetzt wird, worauf, wenn die Säureadditionssalze erwünscht sind, das erhaltene Produkt noch mit einer Säure umgesetzt wird.
    609 708/397 10.66 O Bundesdruckerei Berlin
DEI25807A 1963-05-10 1964-05-11 Verfahren zur Herstellung von Chinolinderivaten Pending DE1227462B (de)

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