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DE1227247B - Schieblehre mit Schnellspannhebel und Mikrometerschraube - Google Patents

Schieblehre mit Schnellspannhebel und Mikrometerschraube

Info

Publication number
DE1227247B
DE1227247B DESCH29373A DESC029373A DE1227247B DE 1227247 B DE1227247 B DE 1227247B DE SCH29373 A DESCH29373 A DE SCH29373A DE SC029373 A DESC029373 A DE SC029373A DE 1227247 B DE1227247 B DE 1227247B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
slide
slide rod
sleeve
micrometer
release lever
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DESCH29373A
Other languages
English (en)
Inventor
Gerhard Krause
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Schneider and Kern GmbH and Co Kg
Original Assignee
Schneider and Kern GmbH and Co Kg
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Schneider and Kern GmbH and Co Kg filed Critical Schneider and Kern GmbH and Co Kg
Priority to DESCH29373A priority Critical patent/DE1227247B/de
Publication of DE1227247B publication Critical patent/DE1227247B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01BMEASURING LENGTH, THICKNESS OR SIMILAR LINEAR DIMENSIONS; MEASURING ANGLES; MEASURING AREAS; MEASURING IRREGULARITIES OF SURFACES OR CONTOURS
    • G01B3/00Measuring instruments characterised by the use of mechanical techniques
    • G01B3/20Slide gauges

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Length-Measuring Instruments Using Mechanical Means (AREA)

Description

  • Schieblehre mit Schnellspannhebel und Mikrometerschraube Die Erfindung betrifft eine Schieblehre mit Schieberstab und Schieberhülse mit abgefedertem Schnellspannhebel, unter Verwendung einer parallel zum Schieberstab an der Schieberhülse angebrachten Mikrometerschraube zur Feineinstellung, wobei durch Drehen des Mikrometerkopfes die Schieberhülse als Ganzes auf dem Schieberstab einstellbar ist und die Feinablesung durch den Nonius auf der Schieberhülse erfolgt sowie die Mikrometerspindel mit einer in einem Hohlraum der Schieberhülse angeordneten, am Schieberstab angreifenden Feststellvorrichtung verbunden ist, die eine in einer Führungsnut des Schieberstabes angreifende Klemmbacke und eine an der Unterkante des Schieberstabes anliegende Gegenklemmbacke aufweist.
  • Es sind bereits Schieblehren bekannt, bei denen der Schieber nach einer durch einfaches Verschieben erfolgten Grobverstellung mittels einer auf dem Mikrometerprinzip beruhenden Feineinstellung für die endgültige Messung feinverstellt wird. Meistens ist hierzu ein zweiter Schieber vorgesehen, der mit dem eigentlichen Meßschieber über einen an diesem befestigten feingängigen Gewindebolzen verbunden ist und mittels einer im Einstellschieber vorgesehenen Mutter verstellt werden kann. Hierbei ist es auch schon bekannt, diese Feinverstellung im Meßschieber selbst dadurch vorzunehmen, daß die Schieberhülse als Ganzes durch Drehen des Mikrometerkopfes auf dem Schieberstab einstellbar ist und die Feinablesung wie üblich durch den Nonius auf der Schieberhülse stattfindet.
  • Es sind auch soch Schieblehren der eingangs genannten Art bekannt, bei der die an der Unterkante des Schieberstabes anliegende Gegenklemmbacke fest an der Spindel der Mikrometerschraube sitzt. Die Feststellvorrichtung ist nur über diese Mikrometerspindel mit der Schieberhülse verbunden und wird dadurch betätigt, daß diese Spindel über die Spindelmutter durch Daumendruck einwärts gedrückt wird.
  • Die Mikrometerschraube dient also zugleich als Schnellspannhebel. Diese Anordnung hat jedoch den Nachteil, daß die Mikrometerschraube dabei zu sehr beansprucht wird. Es müssen genau abgerundete Gleitflächen für die Spindelmutter geschaffen werden, um den Verschleiß niedrig zu halten. Die Krümmung dieser Gleitfläche muß sich dabei nach dem Abstand der Spindelmutter und der Anlenkstelle zwischen der Mikrometerspindel und der Gegenklemmbacke richten. Dieser Abstand wird jedoch durch die Spindelmutter verändert und ist einmal kleiner und einmal größer als der Abstand in einer Mittelstellung, d. h., daß z. B. nur in einer Mittelstellung eine gute Gleit bahn für die Spindelmutter in der Schieberhülse vorhanden ist, während in einer vorderen oder hinteren Stellung die Gleitbahn in der Schieberhülse entweder zu stark oder zuwenig gekrümmt ist, was beidemal eine Verschleiß erhöhung zwischen den aufeinandergleitenden Teilen der Schieberhülse und der Spindelmutter zur Folge hat. Ferner werden bei dieser bekannten Schieblehre sämtliche Verschiebekräfte über die Spindelmutter auf die Schieberhülse übertragen.
  • Bei der in der Praxis oft rauhen Behandlung ist also diese Spindelmutter und das Feingewinde den auf die Schieberhülse von Hand ausgeübten Kräften in voller Höhe ausgesetzt.
  • Es wurde daher auch schon eine Schieblehre vorgeschlagen, bei der zum Spannen und Lösen der Feststellvorrichtung nicht mehr die Mikrometerschraube herangezogen wird, sondern ein besonderer abgefederter Schnellspannhebel eingebaut ist. Dabei sind der Schnellspannhebel für die Feststellvorrichtung und die Mikrometerschraube hintereinandergeschaltet. Die Mikrometerschraube ist in der Schieberhülse fest gelagert und wird somit mehr geschont.
  • Das Lösen der Feststellvorrichtung erfolgt über den besonderen Schnellspannhebel, der um einen in der Schieberhülse befestigten Stift schwenkt. Alle aufgebrachten Daumenkräfte, soweit sie quer zum Schieberstab gerichtet sind, werden also von der Schieberhülse aufgenommen. Anders ist es jedoch mit den in Richtung des Schieberstabes von Hand aufgebrachten Verschiebekräften. Wie bereits gesagt, sind bei dieser bekannten Art die Mikrometerschraube und der Schnellspannhebel hintereinandergeschaltet, d. h., die Mikrometerspindel ist mit dem Schnellspannhebel gekoppelt, der an dieser Stelle einen Freigang quer zum Schieberstab hat und ferner an seinem Schwenkpunkt einen Freigang in Richtung des Schieberstabes besitzt. Die Schieberhülse wird hierbei dadurch verschoben, daß der Schnellspannhebel einwärts ge- drückt und dann längs des Schieberstabes verschoben wird. Die Verschiebekräfte werden dabei über die Mikrometerschraube und die Spindelmutter auf die Schieberhülse übertragen. Eine direkte tSbertragung der Verschiebekräfte vom Schnellspannhebel auf die Schieberhülse findet nicht statt. Die Mikrometerschraube ist also stets dem vollen Ausmaß der von Hand aufgebrachten Verschiebekräfte ausgesetzt.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Schieblehre der eingangs genannten Art zu schaffen, bei der die Mikrometerschraube sowohl von den Feststellkräften als auch vom größten Teil der bei Grobverstellung von Hand aufgebrachten Verschiebekräfte frei gehalten und somit ihr Feingewinde mehr geschont wird.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die Gegenklemmbacke als einseitig gelagerter Druckhebel ausgebildet ist, dessen freies Ende an der dem Schieberstab abgewandten Seite eine Gleitfläche aufweist, an der der in der Schieberhülse festgelagerte Schnellspannhebel bei der Feinverstellung gleitend angreift.
  • Erfindungsgemäß ist also der Schnellspannhebel in der Schieberhülse fest gelagert und wirkt auf die weiteren Teile der Feststellvorrichtung über eine Gleitverbindung ein. Er ist also zur Mikrometerschraube parallel geschaltet, und die normalen bei der Grobverstellung von Hand aufgebrachten Verschiebekräfte werden vom Schnellspannhebel unmittelbar auf die Schieberhülse übertragen. Bei einer solchen Verschiebebewegung der Schieberhülse muß daher die Mikrometerschraube lediglich die Teile der eigentlichen Feststellvorrichtung mitbewegen und ist daher erheblich weniger beansprucht. Dabei ist die Beanspruchung stets gleichmäßig und völlig unabhängig von den von Hand aufgebrachten Kräften.
  • Auch durch rauhe Handhabung und hartes Heranfahren des Meßschnabels an das zu messende Werkstück wird die Mikrometerschraube nicht mehr beeinträchtigt.
  • Bei einer besonders zweckmäßigen Ausführungsform greift der Druckhebel mittels einer vorstehenden Nase in eine Kerbe einer zwischen Druckhebel und Schieberstab zwischengeschalteten Druckplatte ein.
  • Die Erfindung ist in der Zeichnung an Hand eines Ausführungsbeispiels veranschaulicht. Es zeigt Fig. 1 eine Draufsicht auf die erfindungsgemäße Schieblehre, teilweise im Schnitt, F i g. 2 einen Querschnitt nach Linie A-A in Fig. 1.
  • Die erfindungsgemäße Schieblehre besteht wie üblich aus dem Schieberstab 1 und der darauf verschiebbaren Schieberhülse 2 mit der abstehenden Schieberzunge 21 an ihrem einen Ende. Die Schieberhülse 1 ist mit einer Mikrometerschraube versehen, deren Mikrometerhülse 17 in die Stirnfläche der Schieberhülse 2 parallel zu dem Schieberstab 1 auf der der Schieberzunge 21 gegenüberliegenden Seite eingesetzt ist. Die Mikrometerspindel 19 der Mikrometerschraube durchsetzt die Mikrometerhülse 17 und ist an ihrem äußeren Ende mit dem Mikrometerkopf 18 und an ihrem inneren Ende mit einer Feststellvorrichtung 9 z. B. über die Verbindungsachse 20 verbunden.
  • Die Festellvorrichtung 9 ist in einem Hohlraum 16 der Schieberhülse 2 untergebracht. Sie umfaßt den Schieberstab 1, wobei ihr rückwärts liegender Schenkel 11 in eine Führungsnut 14 eingreift, die auf der Rückseite des Schieberstabes 1 für das Tiefenmaß angebracht ist. Die Noniusplatte 10 liegt auf der abgesetzten Vorderkante 15 des Schieberstabes 1 auf.
  • Zwischen dem Schenkel 11 und der Noniusplatte 10 liegt ein Mittelsteg 12 der Feststellvorrichtung. Auf diese Weise ist die Feststellvorrichtung 9 zuverlässig auf dem Schieberstab 1 gelagert und läßt sich ebenso wie die Schieberhülse 2 auf dem Schieberstab 1 verschieben.
  • Der Mittelsteg 12 der Feststellvorrichtung 9 ist mit einer Durchbrechung 13 versehen. Durch diese greift eine Druckplatte 8, die auf der Unterkante 22 des Schieberstabes 1 aufliegt. Die Druckplatte 8 wird durch einen Druckhebel 6 niedergedrückt, der um die in der Feststellvorrichtung 9 sitzende Achse 7 schwenkbar ist und z. B. mittels einer vorstehenden Nase in eine Kerbe der Druckplatte 8 eingreift.
  • Die Schieberhülse 2 ist an ihrer Unterseite 23 mit einem an sich bekannten und unter dem Druck der Druckfeder 4 stehenden Schnellspannhebel 3 versehen, der um die Schwenkachse 5 in der Schieber hülse 2 schwenkbar gelagert ist. Der Schnellspannhebel 3 drückt beim Loslassen auf den Rücken des Druckhebels 6, so daß dadurch auch die Druckplatte 8 auf den Schieberstab 1 niedergedrückt wird und die Feststellvorrichtung9 in ihrer eingestellten Lage auf diesem festklemmt.
  • Die Betätigung der Schieblehre nach der Erfindung erfolgt genauso wie die Betätigung der üblichen Schieblehren. Nach dem Niederdrücken des Schnellspannhebels 3 läßt sich die Schieberhülse 2 zusammen mit der darin untergebrachten Feststellvorrichtung 9 einschließlich der Druckplatte 8 leicht verschieben, wobei die Feststellvorrichtung 9 durch die Mikrometerspindel 19 mitgenommen wird.
  • Beim Loslassen des Schnellspannhebels 3 läßt sich infolge der Festklemmung der Feststellvorrichtung 9 die Schieberhülse 2 ebenfalls nicht mehr von Hand verschieben. Dagegen ist die Feineinstellung durch entsprechendes Drehen des Mikrometerkopfes 18 jederzeit durchführbar, denn dabei wird die Schieberhülse 2 über die Mikrometerhülse 17 durch die Mikrometerspindel 19 gegenüber der Lage der Feststellvorrichtung 9 noch zusätzlich verschoben und fein eingestellt. Diese Feineinstellung wird beiderseits durch die Größe des Hohlraumes 16 im Verhältnis zu der darin untergebrachten Feststellvorrichtung 9 begrenzt. Durch den aufliegenden Schnellspannhebel 3 wird die Feineinstellung nicht behindert, da dessen innenliegender, vorzugsweise etwas gewölbter Teil auf dem Rücken des Druckhebels 6 gleiten kann.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Schieblehre mit Schieberstab und Schieberhülse mit abgefedertem Schnellspannhebel, unter Verwendung einer parallel zum Schieberstab an der Schieberhülse angebrachten Mikrometerschraube zur Feineinstellung, wobei durch Drehen des Mikrometerkopfes die Schieberhülse als Ganzes auf dem Schieberstab einstellbar ist und die Feinablesung durch den Nonius auf der Schieberhülse erfolgt sowie die Mikrometerspindel mit einer in einem Hohlraum der Schieberhülse angeordneten, am Schieb erst ab angreifenden Feststellvorrichtung verbunden ist, die eine in einer Führungsnut des Schieberstabes angreifende Klemmbacke und eine an der Unterkante des Schieberstabes anliegende Gegenldemmbacke aufweist, dadurch gekennzeichnet, daß die Gegenl:lemmbacke als einseitig gelagerter Druckhebel (6) ausgebildet ist, dessen freies Ende an der dem Schieberstab (1) abgewandten Seite eine Gleitfläche aufweist, an der der in der Schieberhülse (2) festgelagerte Schnellspannhebel (3) bei der Feinverstellung gleitend angreift.
  2. 2. Schieblehre nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Druckhebel (6) mittels einer vorstehenden Nase in eine Kerbe einer zwischen Druckhebel (6) und Schieberstab (1) zwischengeschalteten Druckplatte (8) eingreift.
    In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschriften Nr. 392566, 822 906, S67 752, 1 139 657; schweizerische Patentschriften Nr. 339742, 341 006.
DESCH29373A 1961-03-11 1961-03-11 Schieblehre mit Schnellspannhebel und Mikrometerschraube Pending DE1227247B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102015118906A1 (de) * 2015-11-04 2017-05-04 Reinhold Graute Positioniervorrichtung zur Bearbeitung eines Werkstücks mittels einer Bohreinrichtung und/oder Fräseinrichtung

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