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DE1226719B - Plasmabeschleuniger und Vorrichtung zur Herbeifuehrung von Kernreaktionen - Google Patents

Plasmabeschleuniger und Vorrichtung zur Herbeifuehrung von Kernreaktionen

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Publication number
DE1226719B
DE1226719B DEL42014A DEL0042014A DE1226719B DE 1226719 B DE1226719 B DE 1226719B DE L42014 A DEL42014 A DE L42014A DE L0042014 A DEL0042014 A DE L0042014A DE 1226719 B DE1226719 B DE 1226719B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
plasma
magnetic field
path
additional magnetic
conductors
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEL42014A
Other languages
English (en)
Inventor
Giusto Fonda-Bonardi
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Northrop Grumman Systems Corp
Original Assignee
Litton Industries Inc
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Litton Industries Inc filed Critical Litton Industries Inc
Priority to DEL42014A priority Critical patent/DE1226719B/de
Publication of DE1226719B publication Critical patent/DE1226719B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05HPLASMA TECHNIQUE; PRODUCTION OF ACCELERATED ELECTRICALLY-CHARGED PARTICLES OR OF NEUTRONS; PRODUCTION OR ACCELERATION OF NEUTRAL MOLECULAR OR ATOMIC BEAMS
    • H05H1/00Generating plasma; Handling plasma
    • H05H1/54Plasma accelerators

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Plasma & Fusion (AREA)
  • Spectroscopy & Molecular Physics (AREA)
  • Plasma Technology (AREA)

Description

  • Plasmabeschleuniger und Vorrichtung zur Herbeiführung von Kernreaktionen Die Erfindung bezieht sich auf einen Plasmabeschleuniger, bei dem das Plasma mittels eines umlaufenden Magnetfeldes :auf einer geschlossenen Bahn beschleunigt wird und ein zusätzliches Magnetfeld zur Stabilisierung der Plasmabahn vorgesehen ist, -und auf eine Vorrichtung zur Herbeiführung von Kernreaktionen.
  • Bei einem bekannten Plasmabeschleuniger dieser Art wird zur Stabilisierung der Plasmahahn ein toroidförmiges Magnetfeld verwendet. Es erzeugt ringförmig längs der Plasmabahn verlaufende Kraftlinien, die das Plasmain einem schmalen Stromfaden konzentrieren (Pincheffekt).
  • Eine solche Konzentrationerfüllt bei geradlinigen Plasmabeschleunigern den Zweck, das Plasma von den Wänden des Gerätes fernzuhalten. Bei umlaufenden Plasmaströmen tritt aber zusätzlich die Zentrifugalwirkung auf, der mit dem Pineheffekt nicht beizukommen ist. Infolge der Zentrifugalkraft sucht sich der Radius des Plasmastromes ständig zu erweitern, so daß das Plasma zu den Außenwänden des Gefäßes gedrängt wird. Irgendwelche Mittel, um einer solchen Erweiterung der Plasmaentladung entgegenzuwirken, sind bisher nicht angegeben worden.
  • Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei Plasmabeschleunigem der vorgenannten Art solche Erweiterungen der Plasmaentladung zu verhindern. Der Plasmabeschleuniger gemäß der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, daß zum Aufbau des Zusatzmagnetfeldes an der Außenseite der Plasmabahn liegende und mit Wechselstrom gespeiste Leiter vorgesehen und so angeordnet ist, daß die Kraftlinien des Zusatzmagnetfeldes hauptsächlich in zur Plasmabahn senkrechten Ebenen verlaufen, wobei die Stärke des Zusatzmagnetfeldes so bemessen ist, daß die vom Zusatzmagnetfeld ausgeübte Zentripetalkraft der durch die Richtungsveränderung des Plasmastromes entstehenden Zentrifugalkraft gerade das Gleichgewicht hält.
  • Die Erfindung beruht auf der Tatsache, daß ein Stromleiter stets aus einem Magnetfeld herausgedrängt wird. Mittels des Zusatzmagnetfeldes, dessen Schwerpunkt an der Außenseite der Plasmabahn liegt, wird nun eine Zentripetalkraft auf den Plasmastrom ausgeübt, welche der durch die Richtungsänderung des Plasmastromes entstehenden Zentrifugalkraft entgegenwirkt.
  • Zur Erzeugung des Zusatzmagnetfeldes sind vorzugsweise zwei mit Hochfrequenz gespeiste parallele Leiter vorgesehen, die sich koaxial an der Außenseite der geschlossenen Plasmabahn erstrecken. Diese Leiter induzieren in der Plasmabahn ihrerseits einen Strom, der ein Magnetfeld hervorruft, das im Zusammenwirken mit dem von den Leitern unmittelbar erzeugten Magnetfeld die gewünschte abstoßende Wirkung hervorruft, die zum Zentrum der Plasmabahn gerichtet ist.
  • Zur Erzeugung des Beschleunigungsfeldes und des Zusatzmagnetfeldes können auch einzelne, getrennt mit hochfrequ* enter Mehrphasenspannung gespeiste U-förmige Leiter vorgesehen sein, die außerhalb des Umfangs der geschlossenen Plasmabahn angeordnet sind und je in einer Ebene liegen, die parallel zur Achse der Bahn verläuft und einen spitzen Winkel mit der Tangente, an den Bahnumfang bildet. Die hochfrequente Mehrphasenspannung erzeugt ein an sich bekanntes magnetisches Drehfeld und ein zentripetales Zusatzfeld.
  • Besonders vorteilhaft ist die Anwendung erfindungsgemäß ausgebildeter Plasmabeschleuniger in einer Vorrichtung zur Herbeiführung von Kernreaktionen, die in an sich bekannter Weise mit zwei gegeneinanderlaufenden Plasmaströmen arbeitet. Erfindungsgeimüß sind hierzu zwei Plasmabeschleuniger der vorliegend beanspruchten Art so angeordnet, daß ihre geschlossenen Umlaufbahnen sich kreuzen und an der Kreuzungsstelle einen Reaktionsbereich bilden. Obwohl bei jedem Durchgang nur ein kleiner Anteil der den Reaktionsbereich durchfliegenden Plasmateilchen zusammenstößt, geht die zur Beschleunigung der ohne Zusammenstoß den Reaktionsbereich durchfliegenden Teilchen aufgewandte Energie nicht verloren, da infolge der geschlossenen Umlaufbahnen die, Teilchen immer wieder durch den Reaktionsbereich, bis sie einen Zusammenstoß erleiden, fliegen.
  • Die Erfindung wird nunmehr im einzelnen an Hand der Zeichnung erläutert.
  • Fig. 1 zeigt eine vereinfachte Darstellung einer Ausführungsforin eines Plasmabeschleunigers gemäß der Erfindung; F i g. 2 zeigt einen Schnitt durch die Umlaufbahn des Beschleunigers nach der F i g. 1 mit Darstellung der Feldverteilung; F il g. 3 zeigt eine vereinfachte Darstellung einer anderen Ausführungsform eines Plasmabeschleunigers gemäß der Erfindung; F i . 4 zeigt ein Schrägbild eines Teils der Bahn 9 des Beschleunigers nach der F i g. 3 zur Darstellung der Lage der Leiter zur Beschleunigung und Konzentration des Plasmas; F i g. 5 a zeigt einen Querschnitt zweier Leiter nach der F i g. 4 mit den zugehörigen magnetischen Feldlinien; F i g. 5 b zeigt eine graphische Darstellung des Verlaufs der magnetischen Feldstärken bei der Anordnung nach der F i g. 5 u; F i g. 6 zeigt eine braufsicht auf einen Ausschnitt der -Bahn des Beschleunigers nach der F i g. 3 zur Darstellung,-der Kräfteverhältnisse am Plasma; F i g. 7 zeigt eineh Ausschnitt einer anderen Leiteranordnung ini Schrägbild und F i g. 8 zeigt die schematische Darstellung einer Vorrichtung zur Herbeiführung von Kernreaktionen, die unter Verwendung zweier Beschleuniger gemäß der F i g. 1 aufgebaut ist.
  • . F i g. 1 zeigt den erfindungsgemäß ausgebildeten Plasmabeschleuniger mit geschlossener Umlaufbahn, der sich ineiner evakuierten Kammer 12 befindet.
  • Ein Plasma, d. h. ein elektrisch neutrales ionasiertes Gas, soff auf eine geschlossene Bahn 11 konzentriert und auf dieser beschleunigt werden. Der Einfachheit halber ist eine kreisförmige Bahn dargestellt, aber sie könnte aus bestimmten Gründen auch elliptisch ausgebildet sein. Ein geeignetes Gas wie Deuterium wird der Bahn 11 aus einer Gasquelle 13 zugeführt und durch ein elektromagnetisches Solenoidfeld ionisiert, das durch Anlegung eines hochfrequenten Wechselstromsignals aus einer einzigen Spannungsquelle 15 an zwei oder mehr kreisförmige Leiter 17 erzeugt w .-ff ird. Die Leiter 17 umgeben den äußeren Umfang der kreisförmigen Bahn und dienen gleichzeitig zur Konzentration des Plasmas auf die Bahn 11.
  • Zwei Wicklungen 21 und 23 sind einander diametral gegenüber außerhalb der geschlossenen Bahn 11 angebracht. Zwei weitere Wicklungen 24 und 25 sind ebenfalls 180' voneinander und 900 von den Wicklungen 21 und 23 entfernt angebracht. Eine zweite Gruppe von vier Wicklungen ist um 45' gegen die Wicklungen 21 bis 25 versetzt, aber der Deutlichkeit halber nicht dargestellt. Da diiese Wicklungen in fester Lage hinsichtlich der Kreisbahn angeordnet sind und, wie noch erläutert wird, in gleicher Weise wie die Ständerwicklungen eines Zweiphaseninduktionsmotors wirken, werden sie nachstehend als Ständerwicklungen bezeichnet.
  • Wie die F i g. 1 zeigt, sind die Wicklungen 21 und 23 in Reihe an die Klemmen 26a und 26b eines Mehrphasengenerators 27 angeschlossen, während die Wicklungen 24 und 25 in Reihe an zwei weitere Klemmen 28 a und 28 b dieses Mehrphasengenerators angeschlossen sind. Die Klemmenpaare 26a und 26b und 28a, 28b sollen parallel geschaltet sein, so daß alle vier Wicklungen21 bis 25 phasengleich erregt werden. Die zweite, nicht dargestellte Wicklungsgruppe wird ebenfalls vom Generator 27 erregt, aber um 90, phasenverschoben wie bei einem Zweiphaseninduktionsmotor. Damit sind auch die von den beiden. Wicklungsgruppen erzeugten Magnetfelder um 90, phasenverschoben. Hierdurch ergibt sichein magnetisches Drehfeld 19, das einmal in je zwei Perioden der Mehrphas-enspannung um die Kreis-ZD bahn 11 umläuft.
  • In demjenigen Zeitpunkt, in welchem das Mag feld der Darstellung in der F i g. 1 entspricht, führen die in der Zeichnung weggelassenen Wicklungen keinen Strom. Nach 901 Phasenvoreilung der Spannung vom Generator 27 erscheinen die Feldlinien um 451 gedreht, weil sie dann von den weggelassenen Spulen erzeugt werden, während die Spulen 21 bis 25 keinen Strom führen. Wie man sieht, schneidet das magnetische Drehfeld 19 die Bahn 11 mit dem darin befindlichen Plasma und induziert so einen. Stromffuß-im Plasma, der seinerseits sein eigenes Magnetfeld erzeugt. Dieser induzierte Stromfluß muß als Bewegung der negativ geladenen Elektronen in einer Richtung verstanden werden, die von einer sehr viel langsameren Bewegung der positiv geladenen schweren ionisierten Gaskerne in entgegengesetzter Richtung begleitet wird. Da diese Kerne die allein interessierende Plasmawolke darstellen, bildet ihre Bewegang #diejenige der betrachteten Plasmawolke. Das von der Elektronenbewegung im Plasma herrührende Magnetfeld wirkt mit dem Feld 19 zusammen, um die Plasmateilchen zu beschleunigen, bis sie mit geringer Nacheilung hinter dem umlaufenden Ständerfeld auf der Kreisbahn 11 umlaufen.
  • Man kann auch sagen, daß die Plasmateilchen von den magnetischen Feldlinien 19 mitgezogen werden. Bereits eine verhältnismäßig geringe Beschleunigungskraft kann das Plasma auf fast beliebige Geschwindigkeiten beschleunigen, da die Beschleunigungsbahn geschlossen ist und damit das, Plasma beliebig lange unter dem Einfluß der Kraft bleibt. Die Beschleunigung kann in verschiedener Weise erfolgen. So kann z. B. Gas von der Gasquelle 13 in kleinen Mengen eingelassen werden, so daß die je- weils zu beschleunigenden Plasmamenge gering ist. Sie kann damit schnell auf die Winkelgeschwindigkeit gebracht werden, die der Frequenz der Mehrphasenspannung entspricht. Durch aufeinanderfolgende Zuführung kleiner Gasmengen kann schließlich jede gewünschte Plasmamenge auf die gegebene Geschwindigkeit beschleunigt werden.
  • Es kann aber auch eine verhältnismäßig große Gasmenge gleichzeitig eingelassen werden, die gleichzeitig lonisiert und auf die der Frequenz der Mehrphasenspannung entsprechende Winkelgeschwindigkeit beschleunigt wird. Dies benötigt im allgemeinen mehrere Umläufe des Plasmas, wobei die jeweilige Anzahl der Umläufe vom Radius der Kreisbahn 11 und der Größe der beschleunigten Kraft abhängt. In jedem Fall kann daher eine Plasmamenge von nahezu unbegrenzter Größe durch eine außerordentlich geringe Beschleunigungskraft auf jede beliebige Geschwindigkeit gebracht werden.
  • . Wenn das Plasma größere Geschwindigkeiten er-, reicht, so unterliegt es bekanntlich einer Zentrifugal-. kraft, die es aus der Bahn 11 nach außen zu tragen sucht. Um dies zu verhindern, ist der Plasmabeschleuniger gemäß der Erfindung mit den erwähnten, Konzentrationsleitern 117 versehen, denen ein Hochfrequenzsignal aus der Signalquelle 15 zugeführt wird. Die in den Leitern 17 fließenden Hochfrequenzströme erzeugen ein, magnetisches Solenoidfeld. der in der F i g. 2 gezeigten Art.
  • F i g. 2 zeigt einen Querschnitt längs der Linie A-A in der F i g. 1. Das vom Wechselstrom in zwei Leitern 17 herrührende Magnetfeld ist in der F i g. 2 durch die Kraftlin#ien 2 dargestellt. Wie man sieht, sind die Kraftlinlen 2 mit dem längs der Kreisbahn 11 verteilten Plasma verkettet und induzieren somit eine elektromotorische Kraft im Plasma in gleicher Weise, wie eine Spannung in der Sekundärwicklung eines Transformators induziürt wird. Diese elektromotorische Kraft eirzeugt einen Stromfluß im Plasma, der in Richtung der Bahn 11 fließt und seinerseits sein eigenes Magnetfeld 3 erzeugt. Die Magnetfelder 3 und 2 treten in Wechselwirkung und suchen das stromführende Plasma von den Leitern 17 weg und zur Achse B-B der Bahn 11 zu drücken. Diese Abstoßungswirkung ist in allen Induktionsanordnun-,gen vorhanden und wird durch das Lanzsche. Gesetz beherrscht.
  • Erfindungsgemäß wird der in den Leitern 17 fließende Strom so eingestellt, daß die Abstoßungskraft gerade der Zentrifugalkraft infolge der Rotation des Plasmas in der Kreisbahn 11 das Gleichgewicht hält. Ferner hält der aus der vereinigten Wixkung der Felder 2 und 3 hervorgehende Pinch-Effekt das Plasma in der Bahn 11 zusammen und wirkt so der Diffusion des Plasmas aus der Bahn 11 heraus entgegen.
  • Der Pinch-Effekt führt zu axialen Konzentrationskräften, wie aus der folgenden Erläuterung hervorgeht. F i g. 2 zeigt, daß die magnetischen Feldlinien 2 etwas konkave Gestalt haben, da das Feld durch die beiden parallelen Leiter 17 erzeugt wird. Durch Zusammenwirken mit dem Magnetfeld 3 werden die Plasmateilchen in einer konstanten radialen Lage gehalten und auch zwischen den Leitern axial stabilisiert. Es sei nämlich angenommen, daß ein oder mehrere Plasmateilchen z. B. aus der vorgeschriebenen Bahn 11 zu einem Punkt A in der F i g. 2 gewandert sind. Die auf das Plasma in Punkt A ausgeübte KTaft, die vom Magnetfeld 2 herrührt, ist senkrecht zur Feldrichtung, d. h. in Richtung des Pfeiles F gerichtet. Diese Kraft F kann aber in zwei Komponenten F, und F2 aufgespalten werden, wobei F, radial und F2 axial gerichtet ist, und zwar so, daß das Plasma aus der Stelle A zur Bahn 11 zurückgetrieben wird. Das magnetische Konzentrationsfeld 2 bewirkt also tatsächlich, daß das Plasma in der Bahn 11 bleibt, wenn es um die Achse B-B umläuft.
  • Wie man sieht, sind keine körperlichen Wände erforderlich, um das Plasma in der Bahn 11 zu konzentrieren. Aus praktischen Gründen muß aber die Gegend der Bahn 11 evakuiert werden, damit keine fremden Teilchen die Plasmabewegung stören. Wie die F i g. 1 zeigt, geschieht dies dadurch, daß der ganze Beschleuniger in einer Vakuumkammer 12 untergebracht ist, so daß nahezu alle Fremdteilchen abgepumpt werden können. Die Signalquelle 15, der Mehrphasengenerator 27 und die Gasquelle 13 befinden sich natürlich vorzugsweise außerhalb der Vakuumkammer 12. Die Vakuumpumpe dient auch zur Abführung von Teilchen, die aus der Bahn 11 jenseits der Zone der rücktrelbenden Kräfte hinwegdiffundiert sind.
  • Zusammenfassend zeichnet sich, der beschriebene Plasmabeschleuniger dadurch aus, daß zwei verschiedene und unabhängige Magnetfelder zur Beschleunigung längs der geschlossenen Bahn verwendet werden. Zunächst erzeugen die Wechselströme in den Leitern 17 ein veränderliches magnetisches Solenoid#-fold, welches das Gas ionisiert und in ein Plasma verwandelt. Da das Plasma leitend ist, wird in ihm ein Strom induziert, der seinerseits das Magnetfeld 3 (F i g. 2) erzeugt. Das Solenoidfeld 2 wird von den beiden Parallelwindungen 17 erzeugt und hat deshalb eine leicht konkave Gestalt, wie die F i g. 2 zeigt. Es liefert die Konzentrationskraft, die durch den Vektor F dargestellt wixd. Das ionisierte Gas, das in der Bahn 11 konzentriert ist, wird durch das rotierende Magnetfeld 19 beschleunigt, das durch die beiden phasenverschoben gespeisten Wicklungsgruppen erzeugt wird. Von diesen sind nur die Wicklungen 21, 23, 24 und 25 dargestellt. Feldstärke, Geschwindigkeit und Radius der Bahn sind so gewählt, daß die Zentrifugalkräfte infolge des Umlaufs der Teilchen durch die Zentripetalkraft ausgeglichen werden, die für gestreute Teilchen durch die Vektorkomponente F, dargestellt wird. Für Teilchen, die sich innerhalb derBahn 11 befinden, hatF, die GrößevonF.
  • Die Erfindung kann verschiedene Abänderungen und Ausgestaltungen erfahren, von -denen einige nachstehend beschrieben sind. Wenn beispielsweise der Beschleuniger außerhalb der Vakuumkammer 12 betrieben werden soll, so kann Bahn 11 in eine Torusröhre eingeschlossen und diese Röhre evakuiert werden, so daß nur der Bereich innerhalb der Röhre ein Vakuum darstellt. Ferner kann die Wirkung der Konzentrationslelter und der Ständerwicklungen kombiniert werden, so düß ein einziges Leiterpaar nicht nur das Plasma in der Bahn 11 zusammenhält, sondern auch die Beschleunigungskraft zum Umlauf des Plasmas um die Achse B-B liefert. In diesem Fall dient als die gleiche Leiteranordnung zur Erzeugung der Tangentialkräfte und der Zentripetal- sowie Konzentrationskräfte.
  • Eine derartige Anordnung ist in der F i g. 3 und 4 dargestellt. Hierbei dient die M&ixphasenspannung sowohl zur Konzentration als auch zur Beschleunigung der Plasmawolke. Die Bahn 11 verläuft in einer ringförmigen Glasröhre 29, die hochevakuiert ist. Am äußeren Umfang der Röhre 29 sind abwechselnd schräge U-förmige Leiter 31 angebracht, die vom Mehrphasengenerator gespeist werden. Wie aus der F i g. 4 hervorgeht, verläuft das Joch der U-förmigen Leiter jeweils parallel zur Achse der Bahn 11 und damit der Röhre 29, während die Schenkel einen spitzen Winkel mit der Richtung der Plasmaströmung bilden. Die Mehrphasensignale vom Generator 27 werden den einzelnen Leitern in regelmäßiger Folge zugeführt. Wenn also z. B. bei den Leitern 31 a bis 31 f in der F i g. 4 dem Leiter 31 a ein Signal mit einem Phasenwinkel 0 zugeführt wird, so erhält der Leiter 31 b ein Signal mit dem Phasenwinkel 0 + 90', der Leiter 31 c ein Signal mit dem Phasenwinkel e + 180', der Leiter 31 d ein Signal mit dem Phasenwinkel 0 + 2701 und der Leiter 31 e wieder ein Signal mit dem Phasenwinkel 0. Diese Reihenfolge setzt sich im ganzen Kreis fort, so daß schließlich wieder ein Signal mit der Phase (9+270' auf den Leiter 31f fällt. Im Falle eines Zweipfiasensystems muß also die Ge-samtzahl der um die Röhre 29 angeordneten Leiter ein Vielfaches von vier sein. Die Anordnung könnte aber auch mit einem Dreipliasengenerator betrieben werden, wobei dann die Phasenverschicbung zwischen benachbarten Leitern 60' betragen würde.
  • Zur Erläuterung der Betriebsweise der beschriebenen Konzentrations- und Beschleunigungsanordming wird auf die F i g. 5 a verwiesen. Dort ist das Magnetfeld dargestellt, das durch die entgegengesetzt polarisierten Ströme gebildet wird, welche durch die beiden. Schenkel jedes U-förmigen Leiters fließen. Wie man sieht, besteht ein kräftiger magnetischer Feldgratdient längs der Linie B-B in der F i g. 5 a, welche die Symmetri ene zwischen den Schenkeln 31 eines U-förmigen Leiters 31 darstellt. Analytisch kann gezeigt werdün, daß für die Kraft F folgender Ausdruck gilt: oder Hierbei ist a der Mittenabstand zwischen -den beiden Schenkeln eines Leiters und x der Abstand längs der Linie B-B vom Punkt 47, der den Schnittpunkt der Linie B-B mit der Verbindungsstelle der Mitten der beiden Leiterschenkel darstellt.
  • Eine graphische Darstellung der Gleichung (2) ist in der F i g. 5 b gegeben. F i g. 5 b zeigt, daß die Kraft F rasch bis zu einem kräfti-en Maximum bei x = 0,45 a anwächst und dann bei Entfernungen größer als 0,45 a rasch abfällt. Wenn also die beiden Schenkel der Leiter 31 in der Näht der Glasröhre 29 so angeordnet werden, daß die Entfernung von jedem Punkt innerhalb der Glaswand zur Mitte 47 der Verbindungslinieder beiden Schenkel 3:1 gerade 0,45 a beträgt, so verhindert das entstehende Kraftfeld das Plasma an einer Berührung der Röhre 29. Wenn weiter die Stromstärke der Mehrphasenspannung so gewählt ist, daß die auf Plasmateilchen, welche um die Entfernung 0,45 a vom Punkt 47 entfernt sind, ausgeübte Kraft gerade gleich der Zentriftigalkraft auf die Plasmateilchen in dieser Entfernung von der Mitte des Plasma-rings ist, so ergibt sich offenbar ein Kraftfeld, das die maximale Stabilität gegen Schwankungen des Plasmadurchmessers zeigt.
  • Die in den F i g. 3 und 4 gezeigten Leiter 31 weisen einen kleinen Winkel gegen die Tangente der Umlaufbahn auf, wie aus der F i g. 6 ersichtlich ist. Infolgedessen erhält die Abstoßungskraft Feine TangentiaIkomponente Fp und eine Radialkomponente F, Die Tangentialkomponente dient natürlich zur Umlaufbescbleunigung des Plasmas in der Bahn 11. Damit ist gezeigt, daß die Leiter 31 sowohl zur Konzentration als auch zur Beschleunigung des Plasmas dienen.
  • Die in, der F i g. 6 gezeigte Kräfteverteilung kann auch dadurch erzielt werden, daß der Abstand a zwischen den Leiterschenkeln sich ändert. So ist in der F i g. 7 eine Leiteranordnung gezeigt, bei der die Leiter 31 tangential zur Röhre 29 verlaufen, bei der aber der Abstand zwischen den Schenkeln der Leiter in Richtung der Plasmabewegung größer wird. Durch diese Abstandsvergrößerung wird in gleicher Weise das erzeugte Magnetfeld verringert wie durch die Anordnung der Leiter in einem kleinen Winkcl zur Tangente der B ahn 11.
  • F i g. 8 zeigt den Aufbau :einer Vorrichtung zur Herbeiführung von Kernreaktionen, die aus zwei Plasmabeschleunigern der beanspruchten Art besteht, de,ren geschlossenen Bahnen 41 und 43 sich kreuzen. Zur Einschließung der Bahnen 11 sind Röhren 29 verwendet, so daß eine Pumpe 40 zur Evakmerung beider Bahnen 11 verwendet werden kann.
  • Die Plasmabeschleuniger sind in gleicher Weise miteinander verbunden wie die Glieder einer Kette. Sie stehen also zueinander senkrecht, und ihre kreißförnügen Plasmabahnen schneiden sich im Reaktionsbereich 45. Jeder Plasmabeschleuniger weist zwei gegeneinander versetzte Ständerwicklungen gemäß der F i g. 1 auf. Als Kernreaktionsstoff eignen sich bekanntlich Deuterium- und Tritiumgas besonders, deren Verschmelzungsenergie verhältnismäßig gering , ist, so daß die Plasmageschwindigkelt niedrig gehalten werden kann. Vorzugsweise werden Deuterium- und Tiitiumgas gemischt und das Gasgemisch beiden Plasmabeschleunigern zugeführt (s. die F i g. 8). Es sind also für die beiden Plasmabeschleun-iger nur ein Mehrphasengenerator (nicht dargestellt), eine Gasquelle 13 und eine Signalquelle 15 erforderlich-. Die Gaszusammensetzung beträgt vorzugsweise 3 Gewichtsteile Tritium und 2 Gewichtsteile Deuterium. Da das Atonigewicht von Deuterium 2 und dasjenige von Tritium 3 ist, gibt die Gasquelle 13 in diesem Fall ein Gas mit gleichen Anteilen von Deuterium.- und Tritiumatomen ab. In diesem Fall ist die größte Wabx.scheinhohkeit eines Zusammenstoßes zwischen Deuterium- und Tritiumionen vorhanden.
  • Hinsichtlich der erferderlichen Winkelgeschwindigkeit ist zu berücksichtigen, daß die Wahrscheinlichkeit eines zur Fusion fährenden Zusammenstoßes mit der Geschwindigkeit rasch zu einem Resonanzmaximum anwächst und dann ebenso rasch abfällt. Im Falle der Deuterium-Tritium-Reaktion tritt diese Resonanz ein, wenn die Gesamtenergie der bei-den zusammenstoßenden Teilchen 110 keV beträgt.
  • Es kann rechnerisch gezeigt werden, daß beim Zusammenstoß von Deuteriumionen mit Tritiumionen dU Relativggeschwindigkeit der Deuteriumionen 3,24 - 106 m/see betragen soll, wenn die zusammen- stoßenden Keine eine relative Energie von 110 keV haben sollen. Diese Geschwindigkeit verteilt sich vektoriell auf die beiden Plasmaströme. Da im vorliegenden Fall die Plasmabewegung rechtwinklig zu- einander erfolgt, muß die Endgeschwindigkeit v jedes Plasmastroms folgenden Wert annehmen: = 2,29.1013m/sec. (4) Statt rechtwinkliger Kreuzung können auch andere Kreuzungswinkel der beiden Plasmabeschleuniger, z. B. 45 oder 15', angewandt werden. Bei kleinerem Winkel kann auch die erforderEche Winkelgeschwindigkeit der beiden Plasmastrdme verringert werden, da die Relativgeschwindigkeit zunimmt. Der erfindungsgemäß ausgebildete Plasmabeschleuniger kann auch für andere Zwecke verwendet werden, z. B. in der Kernforschung zur Beschleunigung neutraler Plasmawolken auf erhebliche Geschwindigkeiten und zur Untersuchung ihres Verhaltens hierbei.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Plasmabeschleuniger, bei dem das Plasma mittels eines umlaufenden Magnetfeldes auf einer geschlossenen Bahn beschleunigt wird und ein zusätzliches Magnetfeld zur Stabilisierung der Plasmabahn vorgesehen ist, dadurch gek e n n z e i c h n e t, daß zum Aufbau des Zusatzmagnetfeldes an der Außenseite der Plasmabalm liegende und mit Wechselstrom gespeiste Leiter vorgesehen und so angeordnet sind, daß die Kraftlinien des Zusatzmagnetfeldes hauptsächlich in zur Plasmabahn senkrechten Ebenen verlaufen, wobei idie Stärke des Zusatzmagnetfeldes so bemessen ist, daß die vom Zusatzmagnetfeld ausgeübte Zentripetalkraft der durch die Richtungsänderung des Plasmastromes entstehenden Zentrifugalkraft gerade das Gleichgewicht hält.
  2. 2. Plasmabeschleuniger nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung des Zusatzmagnetfeldes zwei mit Hochfrequenz gespeiste, parallele Leiter (17) vorgesehen sind, die sich koaxial an &r Außenseite der geschlossenen Plasmabahn (11) erstrecken. 3. Plasmabeschleuniger nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Erzeugung des Beschleuwigungsfeldes und des Zusatzmagnetfeldes einzelne, getrennt mit hochfrequenter Mährphasenspannung gespeiste U-förmige Leiter (31) vorgesehen sind, die außerhalb des Umfangs der geschlossenen Plasmabahn (11) angeordnet sind und je in einer Ebene liegen, die parallel zur Achse der Bahn verläuft und einen spi-tzen Winkel mit der Tangente an den Bahnumfang bildet. 4. Plasmabeschleuniger nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schenkel der U-förmigen Leiter (31) zu ihrem verbindenden Steg hin divergieren. 5. Vorrichtung zur Herbeiführung von Kernreaktionen, gekennzeichnet durch zwei Plasmabeschleun,iger nach den vorhergehenden Ansprüchen, die so angeordnet sind, daß ihre geschlossenen Unflaufbahnen sich kreuzen und an der Kreuzungsstelle einen Reaktionsbereich (45) bilden. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 876 279; deutsche Auslegeschriften Nr. 1093 923, 1102 302, 1111747; französische Patentschrift Nr. 1221825.
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