DE1226328B - Vorrichtung zur gleichzeitigen Messung von optischer Drehung und Zirkular-Dichroismus - Google Patents
Vorrichtung zur gleichzeitigen Messung von optischer Drehung und Zirkular-DichroismusInfo
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- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
Mt CL:
GOIj
Deutsche KL:; 4&h-21<
Nummer:. 1226328'
ÄMenagichen: B-809651
Anmerdetag: 13:Marzl'965
Äusfögefcag;, 6; Oktober 196®
Die Erfindung betrifft date Vorrichtung zur gleich- %eMg&i Messang, von: efptisehöE Drehung; und 2irM-lacr-Dienr-QisaMis
einer Prob«.
Jede linearpolarisierte Weite kann; bekanntlich als das Resultat einer links- und einer rechtszirkular-
Welle aufgefaßt werden. Γη einem
g aktiven Medium dtachfäüft dies eine zirkularpO&risterte
Welle das" Medium, schneller als die andere1, da" die" Brechunpmdkes i?lA und: jVJ, fur finks-
und rechtszirftula^ölkrisie"rte Wellett verschieden
sfcdt Dadurch;· erfahren- die- beiden! Wellen· ehten
GöüLguaterseliied gegeneinander;,, der siehi als; Dtehang;«des
Polarisationsebene-auswirktDie optische
Drehung ist a1so>
nirihts; anderes- als die Erscheinung,
eiaear zirkulären; Dßppelteeftung·,. Babel· ist voraus.-gesstztv
daß die: ExtinMönskeefflzienten der Brobe
§m ueehtSi' und liiaksziijlmlm^&larisierte.· Wellen gleich'
sfflw£. tÜßiter dieser Voraussötzuag; verläßt eine; linearpaliarisierte;
einfallende Welle) das Medium aueht wie^
dea aife littearpolarisierfö; Die Drehung:* hängt van1 so
de» Wellenlänge des} vejjwendette Lichtbs» ab: Mao.
kaäffli. diese· Drehung, als>
Etmfcüibns der Wellenlänge
messetti und aufzeichnen; und eühält dann; die optische;
RotaticmsdispersKMii des» Betcefienden ft&drums.
Im bestimmten· Wellenlängenbereicheni werdfen, die as
Mstinkäonskoeffizieritbn: a^, und e# für l'inksi- bzwrscäitsakkülarpolarisiettesj
Lieht; verschieden^ d-h":,
daß> X..B.. das rechtsziufeulaajpolkrisieitfe Eicht1, stärket!
gesahwächü wi»d als. das>
liüMzirkülarii&lättSiertö
(Cotton-Effekti);. Infolgedessen ergi&t sich dann; beün
Austritt? aus; dem Medium·, nidht Wieder= linearpslarisiertes-.
Eicht,, sondemi das> Lieh« isti elliptisch! polari*
siertx Man bezeichnet diese;Erscheinung;als Zirkulär^
Dichroismus; Die Elliptizität desi austretender Bun*
dels· hängt- mit der; Differenz der ExtinMonsboefrl'
zientfen
sonach der Bezeichnung
γ =
• U- c
zusammen^ wobei I aio~ Schichtdicke und c- die Konzentration
der optisch aktiven Substanz'ist
Es: siad'i Geräte1 zur Messung; des Zirkttlär-Dichrö*
ismus-ibeksörit. Bei emeurbekSnnten Gerät?diesferArt
wird. unmittelbar: derr XJnterschiedJ iss- d&t: Absorption
von· rechte- und? UnksÄirkularpOlarisierteim Eiöht geimessen.
Zu diesem Zweck ist ein -Polarisationsprisma vorgesehen, durch; weäciies>
eto Haearpolärlsiertes
Strahlenbündel. erzeugt wird. - Bieses·. Bühdil ί fällt; auf
eine Lamelle aus Ammoniumdihydrogeöphösphat;
Vorrichtung zur gleichzeitigen* Messung von«
optischer Drehung und Zirkulaif-Dichröisratii
optischer Drehung und Zirkulaif-Dichröisratii
Anmelder-:
Bbdenseewerk Pörkitt-Elnier.& Cq. G. rn. fe·. H;,
Überlingen ^odensee)"
Überlingen ^odensee)"
Ais-Erfinder benannt:
Mkolaus Sebestyen, ÜberHügen (pJdensee)?
eiaem elebttOöptischen Kristall·: Dieser Lamelle^ wird'
einenr Wechselströmfeld ausgesetzt, so dkß sie doppelbrechend
wird- und aus denv äufticeffienderi' lirieärpölaMsietftfen
Licht abwechsehidi rsehfei und" liakszirlml'arpolärisieites-Licht
macht: Dieses5 äbweeliselhdi
rechtsi- ond lrnkszirkulärpölarisierte Lichr
durchseteC die Probe und fällt dann" auf einen phötoelefctMscheiif-Empfänger:
Wenn" die Probe" beispiels^
weise: Iiriks2ii?kularpölkrisieites- Licht5 stäiker1 absoi4·
bierr als; rechtszirkulärpölarisieMes· Liöhti dänn>
wird während- der Hälbwelle, während: welcher·' das1 Licht
linkszirkulätpolarisieifist; ein: geringereif' Eichtström
auf den Empfänger fallen als^ während" der anderen
Halbwelle^bei der'dasLichtirechtszirkularpolärisiert
ist.. Ami Empfänger· entsteht ein Weehselstromsigriäli
Das Verhältnis: dfes am" Mmpfäng&r äuföetenden
Wechselstromsignals.1 zW d&e ebeöfallsi aliftretendtin
Gleichsttomkömpöüente; dieüt als Maßfürden Zir^
kulärr-DichfOistnuS;
BM dieser Anördnufig; erfolgt keül· optisehep AbgleichiDieEigeüSchaften
aller demphötoelektrlschen
ESapf angel? nachgeschalteten-Verstärkerstüfeii od. dgli
gehen: in die; Messung ein. Däfaü ändert- äüföh: die
Verhältöisbildungmit der ins einem'getfönüten Kanal
verarbeiteten; Gleichstromköüipoüeötee nichts;. DüteH
die- GleichstromMomponente; soll» der mittlere: Eichtströmdes
Strahlentiiindek'beriicMöhtigt werdeni-Esgehen
hier" aber auch alles Frerüdlieht,.Detektornulli·
ströme^ od.. dgl.. ein. · !ferner: wird! dutch: dfebekööflte-Ä^tiordnung,nür!
deif ZirkulariDiehrtfisfflus deisBiöbV
gemessen:-
609 669/196
Für Strukturenuntersuchungen an Molekülen sind sowohl Rotationsdispersion als auch Zirkular-Dichroismus
von Bedeutung. Für die Messung dieser beiden Größen hat man bisher zwei getrennte Geräte
benutzt. Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Gerät zu schaffen, welches optische Drehung und
Zirkular-Dichroismus gleichzeitig zu messen gestattet und dabei eine besonders empfindliche Messung des
Zirkular-Dichroismus' ermöglicht.
Zur Messung der optischen Drehung ist die Probe üblicherweise zwischen einem Polarisator und einem
Analysator angeordnet. Wenn die Probe optisch inaktiv ist, dann wird die Intensität des durchtretenden
Lichtes Null, wenn der Polarisator und Analysator gekreuzt zueinander stehen. Wenn die Probe
die Polarisationsebene des Lichtes um einen Winkel α dreht, dann muß der Analysator aus der vorerwähnten
gekreuzten Stellung um den Winkel α nachgedreht werden, bis sich wieder die Intensität
Null ergibt. Es ist bekannt, diesen Abgleich automatisch zu bewirken. Zu diesem Zweck wird die
Polarisationsebene entweder des Polarisators oder des Analysators unreine Mittellage periodisch mit
einer bestimmten Frequenz von beispielsweise O)1
verändert. Hinter dem Analysator sitzt ein photoelektrischer Empfänger, und dieser erhält bei der
periodischen Veränderung der Polarisationsebene Wechsellicht. Wenn die Schwingung der Polarisationsebene
um die abgeglichene Lage herum erfolgt, bei welcher Analysator und elektrischer Vektor gekreuzt
zueinander stehen, dann hat das Signal des Empfängers eine Frequenz 2 cov Wenn aber in der
Mittellage der elektrische Vektor des Lichtes nicht genau gekreuzt zu dem Analysator steht, dann enthält
das Empfängersignal auch eine Komponente mit der einfachen Frequenz ων Man kann das an Hand
der Fig. 1 sehr leicht verstehen. Es ist dort der durch den Analysator durchtretende Lichtstrom als
Funktion der Abweichung φ von der gekreuzten Lage zwischen elektrischem Vektor des Lichtes und
Polarisationsebene des Analysators dargestellt (Kurve 10). Dieser Lichtstrom ist proportional cos 2 φ. Wenn
man darunter die symmetrischen periodischen Änderungen des Winkels betrachtet (Kurve 12), dann sieht
man, daß sich bei den positiven »Halbwellen« von φ der gleiche Verlauf ergibt, wie bei den negativen.
Die Lichtstromänderung hat also eine Grundfrequenz von 2 CO1. Ist dagegen- der Analysator oder der elektrische
Vektor des Lichtes im Mittel aus der gekreuzten Lage herausgedreht, wie durch Kurve 14
dargestellt ist, dann erhält man eine Kurve 16, bei welcher die positive- Halbwelle eine weitere Erhöhung
des Lichtstromes bewirkt, die »negative Halbwelle« dagegen eine Verringerung. Wie aus Kurve
16 ersichtlich ist, erhält man ein Signal, das eine Komponente mit der Frequenz W1 enthält. Diese
Komponente ist um so ausgeprägter, je weiter Analysator und elektrischer Vektor des polarisierten
Lichtes in der Mittellage von ihrer gekreuzten Stellung abweichen. Das Signal hat die eine oder die
•andere von zwei um 180° gegeneinander versetzten Phasenlagen, je nachdem, ob die Abweichung nach
der einen oder anderen Seite erfolgt. Die Schwingungen der Polarisationsebene des Lichtes können
durch eine mechanische Drehschwingbewegung des Polarisators oder aber auch durch einen Faraday^
Modulator hervorgerufen werden. Es kann, gegebe-, nenfajls statt dessen auch der Analysator schwingen.
Das erhaltene Signal mit der Frequenz Co1 kann benutzt
werden, um z. B. den Analysator automatisch nachzudrehen, bis die a>1-Komponente verschwindet.
Die Erfindung geht aus von einer solchen Anordnung und einem Polarisator und Mitteln zur Änderung
der Polarisationsebene des Lichtes um eine Mittellage mit einer ersten Frequenz, einem im
Strahlengang hinter der Probe angeordneten Strahlungsempfänger und mit ersten Abgleichmitteln zur
ίο Veränderung der besagten Mittellage der Polarisationsebene,
welche Abgleichmittel von der Komponente des Empfängersignals mit der besagten ersten
Frequenz steuerbar sind, und ist gekennzeichnet durch die Vereinigung folgender Merkmale:
a) In dem Strahlengang ist ein doppelbrechendes optisches Glied angeordnet;
b) die Polarisationsebene des Analysators ist mit einer zweiten Frequenz (ω2) um eine Mittellage
periodisch veränderbar;
c) es sind zweite Abgleichmittel zur Veränderung der besagten Mittellage der Polarisationsebene
des Analysators vorgesehen, welche von der Komponente des Empfängersignals mit der be-
sagten zweiten Frequenz steuerbar sind.
Durch die ersten Abgleichmittel wird die Polarisationsebene
des Lichtes oder — bei elliptisch polarisiertem Licht — die große Hauptachse der Ellipse
stets so gehalten, daß sie mit der optischen Achse
, ' des doppelbrechenden Gliedes zusammenfällt. Es sei
nun einmal angenommen, daß die Probe keinen Zu> kular-Dichroismus aufweise. Als Ausgangsstellung sei
eine Lage angenommen, bei welcher der Analysator außerdem gekreuzt zu der optischen Achse des doppelbrechenden
optischen Gliedes steht. In diesem Fall erhält der Strahlungsempfänger — von der Modulation
mit dem Doppelten der ersten Frequenz abgesehen — kein Licht. Das doppelbrechende optische
Glied hat keinen Einfluß auf das Polarisationsverhalten des Lichtes, wenn dessen Polarisationsebene
mit der optischen Achse des doppelbrechenden optischen Gliedes zusammenfällt. Es fällt also nur
linearpolarisiertes Licht auf den Analysator, dessen Polarisationsebene gekreuzt zu der des Analysators
ist. Wenn nun die Polarisationsebene des Lichtes periodisch nach der einen und nach der anderen
Seite relativ zu dem feststehenden doppelbrechenden optischen Glied bewegt wird, dann wird aus dem
linearpolarisierten Licht durch die Doppelbrechung einmal rechts, einmal links elliptisch polarisiertes
Licht. Dabei sind die Elliptizitäten absolut gleich1 groß, denn die große Achse der Ellipsen fällt mit
der optischen Achse des doppelbrechenden optischen Gliedes zusammen. Die Elliptizität wird um so größer,
je größer der Winkel zwischen Polarisationsebene und optischer Achse des doppelbrechenden
optischen Gliedes ist. Trotz gekreuzter gegenseitiger Lage von Analysator und Polarisationsebene fällt
daher Licht auf den Strahlungsempfänger, weil die kleine Achse der Ellipse in die Richtung der Polarisationsebene
des Analysators fällt. Bei einer Schwingbewegung des Analysators entsteht in dem Strahlungsempfänger
Wechsellicht und ein entsprechendes Detektorsignal, und zwar mit der Grundfrequenz
2 ω2 und 2Cu1 und höhere harmonische Glieder, wenn
Cu2 die Schwingfrequenz der Polarisationsebene des
Analysators ist.
Es treten ähnliche Verhältnisse auf, wie sie im Zusammenhang mit den Kurven 10 und 12 von
F i g. 1 bereits erläutert worden sind. Ein Signal mit der einfachen Frequenz ω2 und W1 tritt bei diesem
Zustand nicht auf.
Wenn nun bei einer Probe Zirkular-Dichroismus auftritt, dann fällt auf das doppelbrechende optische
Glied von vornherein elliptisch polarisiertes Licht. Schon in der Mittelstellung des Analysators, in welcher
die Polarisationsebene des Analysators gekreuzt zur optischen Achse des doppelbrechenden optischen
Gliedes liegt, fällt Licht durch den Analysator hindurch auf den Strahlungsempfänger, entsprechend
der kleinen Achse der Ellipse. Das Licht, welches nun aus dem doppelbrechenden optischen Glied aus- ts
tritt, ist linearpolarisiert und steht geneigt zu der optischen Achse des doppelbrechenden optischen
Gliedes. Bei einer Schwingbewegung des Analysators mit der Frequenz ω2 tritt jetzt im Empfängersignal
nicht nur eine Komponente mit der Frequenz 2ω2 ao
auf, sondern auch noch eine Komponente mit der Grundfrequenz ω2. Es liegen ähnliche Verhältnisse
vor, wie sie im Zusammenhang mit den Kurven 10, 14 und 16 von F i g. 1 erläutert wurden.
Durch eine Verdrehung der Mittellage der PoIa- as
risationsebene des Analysators kann man erreichen; daß in dieser Mittellage die Polarisationsebene des
Analysators gekreuzt zu der gegenüber dem vorstehend geschilderten Ausgangszustand gedrehten
Schwingungsebene des linearpolarisierten Lichtes ist In dieser Stellung hat man im Ausgangssignal nur
eine Komponente dor Frequenz 2ω2. Die Komponente
mit der einfachen Frequenz ω2 nimmt von
dieser mittleren Stellung des Analysators aus nach beiden Seiten zu und kehrt beim Durchgang durch
diese »Abgleichstellung« seine Phase um. Man kann das o)2-Signal somit ausnutzen, um den Analysator
automatisch in die »Abgleichsstellung« einzudrehen. Die Stellung des Analysators ist dann ein Maß für
den Zirkular-Didhroismus der Probe.
Man kann also nach der Erfindung die Messung des Zirkular-Dichroismus mit Hilfe eines doppelbrechenden
optischen Gliedes auf eine Winkelmessung zurückfuhren. Dadurch ergibt sich eine bequeme
und sehr genaue Meßmethode. An der Stellung des Polarisators im abgeglichenen Zustand kann man
gleichzeitig die optische Drehung der Probe ablesen, so daß man automatisch beide Meßgrößen, optische
Drehung und Zirkular-Dichroismus nebeneinander erhält. Man kann dem Polarisator einen Monochromator
vorschalten und die Abhängigkeit der beiden Meßgrößen von der Wellenlänge bestimmen.
Das doppelbrechende optische Glied kann ein
-j- -Plättchen sein. Das ist eine Scheibe aus doppelbrechendem
Material, welche einen Gangunterschied von — zwischen dem ordentlichen und dem außerordentlichen
Strahl erzeugt. Wenn die Polarisationsebene des einfallenden linearpolarisierten Lichtes
vollständig absorbiert würde, so daß nur der andere zirkularisierte Strahl übrigbleiben würde.
Die periodische Drehung der Polarisationsebene des Lichtes oder des Analysators kann auf verschiedene
Weise bewirkt werden. Man kann den Polarisator oder den Analysator mechanisch in Schwingungen
versetzen. Man kann auch den eigentlichen · Polarisator und Analysator in Ruhe lassen und
jeweils einen Faraday-Modulator zusätzlich den Strahlengang einschalten, durch den eine periodische
Drehung der Polarisationsebene erreicht wird. Die Veränderung der Mktellagen der Polarisationsebenen
kann ebenfalls auf verschiedene Weise bewerkstelligt werden. Es kann der Polarisator oder der Analysator
ζ. B. in Form von Polarisationsprismen durch einen Stellmotor verdreht werden. Es kann zur Veränderung
der Polarisationsrichtung die Dicke einer optisch aktiven Schicht verändert werden, beispielsweise
indem zwei Keile aus optisch aktivem, d. h., die Polarisationsebene drehendem Material mit ihren
Schrägflächen aufeinanderliegen und gegeneinaodergeschoben
werden. Damit man eine Drehung der Polarisationsebene nach der einen als auch nach der
anderen Seite erzeugen kann, wird man zusätzlich zu den beiden Keilen noch eine Platte konstanter Dicke
vorsehen, welche die Polarisationsebene in der entgegengesetzten Richtung verdreht, dann wird die
Polarisationsebene in der einen oder in der anderen Richtung verdreht, je nachdem ob die Schichtdicke
der beiden Keile größer oder kleiner ist als die der Platte. Eine Drehung der Polarisationsebene kann
aber auch unter Ausnutzung des Faraday-Effektes bewirkt werden. Der Strahlengang durchsetzt eine
geeignete Substanz, welche von einer Spule umgeben ist. Die Spule erzeugt ein Magnetfeld parallel zur
optischen Achse des Strahlenganges. Dieses Magnetfeld bewirkt eine Drehung der Polarisationsebene,
und diese ist proportional dem Magnetfeld und damit dem Spulenstrom. Man kann die Polarisationsebene
durch Änderung des Spulenstromes variieren und den Spulenstrom, als Meßwert für die Drehung der
Polarisationsebene benutzen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in den
Zeichnungen F i g. 2 bis 5 schematisch dargestellt und im folgenden beschrieben:
F i g. 2 zeigt schematisch den Geräteaufbau;
F i g. 3 bis 5 sind schaubildliche Darstellungen und veranschaulichen die Messungen des Zirkular-Didhroismus;
Fig. 6 zeigt eine abgewandelte Ausführungsform.
Mit 20 ist eine Lichtquelle bezeichnet. Ein Strahlenbündel von der Lichtquelle 20 wird durch einen
Monochromator 22 monochromatisch gemacht. Es durchsetzt einen Polarisator in Gestalt eines üblichen
Polarisationsprismas und einen ersten Faraday-Modulator 26. Dann tritt das Lichtbündel durch die
Probe 28, durch ein doppelbrechendes optisches Glied 30, z. B. durch einen elektrooptischen Kristall
oder durch einen Soleil-Babinetischen Kompensator
unter 45° zur optischen Achse des -j--Plättchens mit einem Gangunterschied von -r zwischen ordent
steht, ist das ausstehende Licht zirkularpolarisiert. Man kann bei Verwendung eines -j -Plättchens Elliptizitäten
bis zu einem Achsenverhältnis von eins kompensieren. Dieser Fall würde eintreten, wenn in der
Probe der links- oder rechtszirkularpolarisierte Strahl lichem und außerordentlichem Stahl und einen weiteren
Faraday-Modiulator 32. Der Faraday-Modulator 26 wird mit einer Frequenz Co1 erregt, der Faraday-Modulator
32 mit einer Frequenz ω2. Durch einen Analysator 34, ebenfalls in Gestalt eines Polarisationsprismas,
fällt das Lichtbündel dann auf einen
Ϊ22&328
StrählüngSernpfänger 36;- DeY Strahlungsempfänger
erhält im allgemeinen1 ein Sigüal' mit Komponenten'
der Frequenz- ωμ 2 Co1- ρίϋ&: höheren1 HarmöniscHen
i:mit Komponenteie ω2,- 2'-ω2 plus höheren! Sär-
^ibl
die Komponenten mit der Frequenz· W1 bzw:
<w2 aus,. 'üfKi diese; steuern Stellmotöre 42! bzw. 44:
DuröiP den Motor 42 wird· dtse Polarisator 2A>
stets= sö gedroht; daß die Pölarisa-tiönseöene des" Lichtes"»
bzw: αϊ6^ϊοβ^Αο1ί86-αΒΓ.Έ11ΐρ8^αβ8:^1ϊρΐί8ίΕ:η-ρ"ο1»- iw»
rasierten Libhtes: stets;- parallel mit- der optischen«.
Achse-de^dofpelbAeaendeilioptiseheffiGliedesiStetttV
Durch** dear Mbtö'if44. wird: de* Analysator relativ ~ zu".
ά&ϊ optisGneu''Aötsfe-deS:dö"p"pelbiechenden-optischen'
Gliedbsi3'0'ιs■OiV«rdϊeh·t^-däß:diePölärisation&riehtüng? i#
de's7 Analysator«- iü>
seiner;- Mittellage: senkrecht- zu»
Sehiwingu'ügsebsnö des">
dteäuffälleden Lichtes- ist;- InT-abgeglichenen
Züstaiädi siild' die·- ωψ und·· co^Köfflptfi
tfeateiö des'» Einpfi&igeriiigiüäls- feeide- Verschwunde-u-.
F'i!g..3' bisi 5; verajiseteülielreü die' Wirkungsweise ä»
des;dbppelbreeheädideni0ptisöheH5Gliedes"3Ö,n das;hier
alss. einfäciie-Plätte däigesföllt: ist^. deren" optische-Achsen
(duröte d'ifc Stfeaffierungi angedeutet)) wöäge-·
reühPliegti Auf die^ PlattKStf Mir eine litiearpölaijv
Sierte-Welle; de'retfPölkrisation'sebene: 46? geneigt zur s^
op'tisdien Adh'se- dei' Platte;3Ö* liegt., ©er Analysätor
M steht? mit- seiner (durch Scfaaffferüng; angedeut'etön)-Polarisationsebene·,
senfcretihti zu· der optisiiietf
Achse: des- doppellörechendeni optischen' Gliedes: Infolge
der' Doppelbrechung1 MtC aus; der' Platte 30>
3W elliptisch- polarisieites^Eichtt aus,, welühes- eine Köruponente
(die kleine' Achs"^ der? Ellipse-); in der' Riclfttfflg
der"Pb~lä!risai©nsöbene des Analysatörs 34; auf■-Weist:
Der Analysator-' 34 läßf. somit« sdhon in» seihei·1
gezeidhinetön Mittellage; Licht: ztütf Empfänger 56? 3'5^^
düichi Wenti' die- PölärisatiöüSfeberie 46 int Sinnet db'i·
DöppespMles; 49 mit der: ErSqüeMg· ωϊ sehwingt-,
dann' wM' in der eiaeif-Rlctetünig' die; Elliptizitäl: des"
auf deffi Analysator' fäüfendent Lichtes vergröße"rt5- im
der? anderen: Richtung:wird sie Verkleinert, wib dilteh- 41c
die"- gestrl'öhelteff. Ellipsen' angedeutet ist;: iffi'cf ettti
sprechend wird die in Rich'ttlHg- de'¥ Polarisationsebene:
des AMalysators: liegende'- Kömpöneüte; des
elektrischen Vektors^- dis der kleinen Achse der
Ellipse entspricht, veiäüdeif. Man hat' Verhältnisse: 45·
nach Art' dear' Kiuive'n? 14 Und*; Ϊ6 aus F i gV 1.■ Es· entsteht-
eine: Signällioffipetöerite: der Frequenz' Co1, durch
welche der Pölä,»isat0"p üb'er den-Motbr-"42: iöl· Sinne'
des Pfeiles 54 verdreht wird, bis die Ebene^tf' mit
der optischen Achse der Platte 30 zusammenfallt, 50",
also waagerecht liegt. Dann tritt in der Mittellage des Polari'sätörs- Mgä¥ßölarisirate»;LiGäie an1 der Platte 30
aus;- Der Analysator 34i SSM-. in deP Mittellage: mit
seiner: PölärisationsebWe: seükreeHf zur'
Achse der ^-Platte. Die Schwrngbewegungdes-Analysatör«
34 Wirdi in"; dem konkreten? Ausführunggbeispiel-von
F%:2: duroh' den Faradayi-Modulatör:32'
d'ärgestellt; I« der1 Wickung: ändert^ sich dädurdi
üierltsi"
Fi^. 4 zeigt eine-Anordnung bei einer Probe und
Zirkular-Dichroisnius im abgeglichenen Zustand: Es
fallt' durch: die Probe.·linkseÜiptiseh:pölarisiertes:Liicht
auf- die döpp'elbrechende. Platte 30; wobei· die' große
Achse der Ellipse mit7 deroptischen'Achser der Platte eg
3'0 zusammenfällt... In dieöem Fall wirdi aus der Platte
3'Ö< lineä-rpolarisieTtes·· Lieht- austreteni- Die; Ebene 56
dieses liireär-polaäsierten: IiichTe's hangt· von-· derElliptizitäti
desi aufi'die ElatterS^failendenLichtesiab, Je
größer, die EHiptizität. dös auffallenden! Lichtes ist;
desto: größer ist der: Winkel·, zwischen« der Ebene 56-und"
der optischen· Achse der Platte 30.
Wenn jetzt der Analysator33 im Siöne des^DoppelpfeileS-48^mit
der. Frequenz-ω2 schwingt, dann tritt
am Empfängerin dfer unten Bezugnahme: auf Fi g;.l
beschriebenen:Weise ebenfalls einäSignabmit der' einfache»
Frequenz; a>2 auf. Duidh; dieses Signal wird'
der" Awalysätor33; aus.: seiner Läge; senkrecht zur
optische^ Achse; gew Blattetso·lange verdreht,»bis'
seine Polarisationsebene· senkrecht zu'derEbene-5&
steht;. Dann", liefert- der3 Empfanger nur noehä ein Signal;mit
der: Grundf requenz: 2'ω2.
Fig;-5? zeigt*- dagegen: einen" n'Mrt: abgeglieheneff.
Zustand beii gleichend ZirkUlaitBi-etitoismU® der
Probe; wie in·-F i:gi-4.* BeiJ dm dargestellten Eagfe der
Eb'e'ne Sft? wird; der Zirfcalar-Didhroismus· noch'. nicHti
durcfe daeiD'oppelbrechuiig der-PlatteaO.'kompetfsiert.-Es?
bleibt:noch linkselliptiseh: polarisierten tichtj beist'eheiij.
wie; durch" Kurve"58 dargestellt ist1,, das1 noch-
άμ& Komponente: in: Richtung der Polarisätiönsebente;
des. ÄnalySäfors 34» hau.. Er der«· bei; F isg. 3 beschrie-·
benen Weise entsteht eteeSignalkömponenfö co2>und
coj,-WeIeBe überr diev Motoren:4^ mä* 42- den' AnalysatöcS*
und; de.n'. Pola«sa'tor2* ims Sinne' dte Efeilfes;
60> unds 54- iff die- in= Pig. Φ dargestellte1·Eage ein*
dreht.
Bei· der beschtiebeneff Ausführtingsform ist also:
iöi- abgeglichenen! Zustand: die Stellung: des:·Pölatrisa-törs
2"4 ein- Maß; für die" öptisefie; Drehung! in der
Probe und di^ Stellung: des·Anaiysatöä;st ein: Maß=für
den? Zirkular-DiehioisnmsL Der Polarisatori wird' so··
lange' nachgedrehti bis di&Ebene: des auf das; düppel-·
bföT#£nde^GMed;falieHden?13ffiearpölarisierten Lichtesoder-·—bei
elliptisdh^polarfeierterusLitiht' —■ diegroße;
Aohse' der Ellipse; mit. der optische» Achse des; döpipelbredienden'
GMedes-30; Zusammenfällt,.so daß: aus:
diesem lmearpöfeiisiertes· Liohfc austritt. Die- Ebene
dieses Lichtes hängfvori>der"Elliptizitätdes.auffälleni··
Lichtes', ab? also, vctn5 demrZirkularHDichroismusider
Probe". Der Analysator 34" wird' senlerecht zu- der
letzteren Ebene eihgestellti Man! Mönnte den>
Analysatorr34; natürliche^ auch? parallel· zu der'Polarisations1-ebene'
des- Liehtesi stellfen. Auch- dann; verschwindet
der ct)2-Anteil. Es·, fällt danff aber eine- unerwünschte
Gieiöhlichtkömponente" aufi den- Empf anger 36;
Die Anordnung; kanii: auch, so- getröffen: werdens
wie iff E i:g.-6" dargestellt- ist; Dort, ist- das doppelbrechendeoptische:
Glied'3ü: vöf der Probe 28 ange-ordnet·.
Der VforgäMg ist dann1 der: gleiche wie"-bei:
Fig. 2. Jedoch: ist dam» die 'Vferdrehung des EoIM-sator§-24-
_„.- dhr 7Ur ODtiicKen Acnse dev λ Platt
Sators 24 aus der ZUr °Ptlscliei1 Achse des j-™K
cheHS 30 heraus ein Maß für den Zirkulär-Dichröiss-
für die optische Drehung,
Um zu erreichen, daß das doppelbrectiende& opti-
s Glied 30- fur alle Wellenlangen als »-j-P
chen« wirkt, kann man es als elektrooptischen Kristall
ausbil'den, der in Richtung der optischen Achse duröHstrahlt: wird: und: bei= welchem! in Richtung? der
optischen Achse ein elektrisches Feld- angelegtwird. Durch dieses Feld, wird der zuvor eihacKsige Kristall
zweiadhsigr. Für den1 in. Richtung, der ursprünglichen
Achse dürchtretendeniStralil. ergibt sich eine-Doppel·,
breciiutfg: Ist;n£- der Brechungsindex des1 ordentlichen
Strahles und n2 der Brechungsindex des außerordentlichen
Strahls, so ist
H1-H2 = n2 s rE = n2 sr· -j-,
wobei r die elektrooptische Konstante, U die angelegte
Spannung und d die Dicke des Kristalls ist. E ist dann die elektrische Feldstärke in Achsrichtung.
Bei einer Spannung
E/ =
4n2 3r
wird die Phasenverschiebung zwischen ordentlichem und außerordentlichem Strahl gleich -j-. Man kann
dann U als Funktion von λ verändern, um für alle Wellenlängen die Wirkung eines -^--Plättchens zu
erhalten.
30
Claims (3)
1. Vorrichtung zur gleichzeitigen Messung von optischer Drehung und Zirkular-Dichroismus
einer Probe, mit einem Polarisator und Mitteln zur periodischen Änderung der Polarisationsebene
des Lichtes um eine Mittellage mit einer ersten Frequenz, einem im Strahlengang hinter
der Probe angeordneten Strahlungsempfänger und mit ersten Abgleichmitteln zur Veränderung
der besagten Mittellage der Polarisationsebene, welche Abgleichmittel von der Komponente des
Empfängersignals mit der besagten Frequenz steuerbar sind, gekennzeichnetdurchdie
Vereinigung folgender Merkmale:
a) In dem Strahlengang ist ein doppelbrechendes optisches Glied (30) angeordnet.
b) die Polarisationsebene des Analysators (34) ist mit einer zweiten Frequenz (ω2) um eine
Mittellage periodisch veränderbar;
c) es sind zweite Abgleichmittel (44) zur Veränderung der besagten Mittellage der Polarisationsebene
des Analysators (34) vorgesen, welche von der Komponente des Empfängersignals mit der besagten zweiten Frequenz
(co2) steuerbar sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das doppelbrechende optische
Glied ein -^--Plättchen oder einem solchen äquivalent
ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2 mit einem Monochromator, dadurch gekennzeichnet, daß
das doppelbrechende optische Glied ein elektrooptischer Kristall ist, der in Richtung der optischen
Achse durchstrahlt wird, und daß in Richtung der optischen Achse ein proportional der
Wellenlänge veränderbares elektrisches Feld angelegt ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Britische Patentschrift Nr. 979 712;
Angew. Chemie, 73 (1961), S. 603.
Britische Patentschrift Nr. 979 712;
Angew. Chemie, 73 (1961), S. 603.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 669/196 9.66 © Bundesdruckerei Berlin
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEB80965A DE1226328B (de) | 1965-03-13 | 1965-03-13 | Vorrichtung zur gleichzeitigen Messung von optischer Drehung und Zirkular-Dichroismus |
| CH256866A CH444521A (de) | 1965-03-13 | 1966-02-21 | Vorrichtung zur gleichzeitigen Messung von optischer Drehung und Zirkular-Dichroismus |
| FR8549A FR1470936A (fr) | 1965-03-13 | 1966-03-10 | Dispositif pour la mesure simultanée de la rotation optique et du dichroïsme circulaire d'un échantillon |
| NL6603263A NL6603263A (de) | 1965-03-13 | 1966-03-14 | |
| GB11087/66A GB1143364A (en) | 1965-03-13 | 1966-03-14 | Device for the simultaneous measurement of optical rotation and circular dichroism |
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Applications Claiming Priority (2)
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| DEB80965A DE1226328B (de) | 1965-03-13 | 1965-03-13 | Vorrichtung zur gleichzeitigen Messung von optischer Drehung und Zirkular-Dichroismus |
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Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=25967415
Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Country Status (6)
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| NL (1) | NL6603263A (de) |
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- 1966-03-10 FR FR8549A patent/FR1470936A/fr not_active Expired
- 1966-03-14 GB GB11087/66A patent/GB1143364A/en not_active Expired
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- 1966-06-21 US US559199A patent/US3450478A/en not_active Expired - Lifetime
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