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Elektrolumineszente Leuchtfläche Die Erfindung betrifft eine elektrolumineszente
Leuchtfläche für leuchtende Signale mit einer Leuchtstoffschicht unterschiedlicher
Dicke und einer dielektrischen Reflexionsschicht zwischen zwei Flächenelektroden,
aufgebaut auf einer lichtdurchlässigen Grundplatte.
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Bekannte lumineszierende Vorrichtungen zur Erzielung der erwähnten
Leuchteffekte bestehen aus einer lichtdurchlässigen, z. B. aus Glas hergestellten
Grundplatte, auf welcher eine lichtdurchlässige, leitende Schicht angebracht ist,
welche eine erste Flächenelektrode der Vorrichtung bildet. Dann folgt eine lichtdurchlässige
dielektrische Schicht und eine Leuchtstoffschicht, die mit einer Reflexionsschicht
bedeckt ist, und schließlich folgt eine für Licht undurchlässige Metallschicht,
welche die zweite Flächenelektrode der Vorrichtung bildet. Die Vorrichtung wird
gewöhnlich mit einer isolierenden Schicht bedeckt oder auf eine andere Weise gegen
die Einflüsse der Umgebung geschützt, wodurch auch Stromschutz gesichert ist. Wird
den elektrisch leitenden Schichten Wechselstrom von mittlerer Frequenz zugeführt,
entsteht eine zusammenhängende leuchtende Fläche, und die Farbe dieser Fläche kann,
in gewissen Grenzen durch Änderung der Frequenz der zugeführten Wechselspannung
geändert werden.
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Wird dieses Prinzip . dazu verwendet, um leuchtende oder abgeschattete
Bilder, Skalen, Warnungssignale oder Aufschriften hervorzurufen, muß auf die äußere
Seite der lichtdurchlässigen Grundplatte eine Maske aus für Licht undurchlässigem
Material angebracht werden, oder es müssen nachträglich Teile der leuchtenden Schicht,
die kein Licht ausstrahlen sollen; von der Innenfläche der durchsichtigen Grundplatte
beseitigt werden. Dies kann durch Ätzung oder Sandstrahlung erzielt werden.
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Es ist allerdings klar, daß es auf diese Weise fast unmöglich ist,
durch übliche industrielle Verfahren genügend feine und für Meßzwecke genügend präzise
Skalen und Zeichen zu erzielen. Diese Verfahren eignen sich deshalb nicht für industrielle
Massenproduktion.
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Um sie in industrieller Massenproduktion herstellen zu können, hat
man in den Bereichen, von denen im darzustellenden Muster keine Lichtabstrahlung
gewünscht wird, auf der hinteren Oberfläche des Leuchtstoffes zwischen diesem und
einer als Abschlußelektrode dienenden Leitschicht Isoliermaterial aufgetragen, durch
das der Elektrodenabstand der beiden Leitschichten gegenüber den lichtabstrahlenden
Bereichen vergrößert ist. Dabei ist eine lichtreflektierende Schicht zwischen dem
Isoliermaterial und dem Leuchtstoff vorgesehen. Die hierbei hergestellten Elektrolumineszenz-Bildlampen
zeigen nicht die Feinheit, die man beispielsweise für Skalen wünscht. An den übergängen
zwischen leuchtenden und nichtleuchtenden Teilen ergibt sich leicht eine Verschmierung
der leuchtenden Begrenzung.
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Durch ein älteres Patent ist bei einem elektrolumineszenten Leuchtkondensator
zur Darstellung von Zeichen, wie z. B. Buchstaben und Zahlen, bei dem zwischen zwei
elektrisch leitenden, in gleichem Abstand voneinander befindlichen Schichten mindestens
ein festes Dielektrikum und ein elektrolumineszenter Leuchtstoff angeordnet ist,
zur Vermeidung derartiger Verschmierungen vorgeschlagen, daß die Teile des elektrolumineszenten
Leuchtkondensators, die die Zeichen darstellen, gegenüber den übrigen Teilen des
Kondensators eine stark unterschiedliche Dielektrizitätskonstante des zwischen den
leitenden Schichten befindlichen Dielektrikums aufweisen.
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Die Erfindung beseitigt die erwähnten Nachteile des bekannten Standes
der Technik auf andere Weise. Gemäß der Erfindung wird die Herstellung der elektrolumineszierenden
Vorrichtungen der erwähnten Klasse vereinfacht und die schwierigsten Produktionsschritte
werden beseitigt, insbesondere die Auftragung einer für Licht undurchlässigen Schicht
auf einer lichtdurchlässigen Grundplatte und nachträgliche Behandlung dieser Schicht
durch Auftragung von für Licht undurchlässigen Zeichen auf diese Schicht oder durch
Beseitigung von diesen Zeichen entsprechenden Teilen der für Licht undurchlässigen
Schicht.
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Die Erfindung besteht darin, daß eine Licht undurchlässige Flächenelektrode
auf der Innenseite der das Licht ausstrahlenden Grundplatte in Form eines
verhältnismäßig
dicken Schattenbildes .des gewünschten leuchtenden Zeichens aufgetragen ist, wobei
die verschiedenen optisch getrennten Teile untereinander elektrisch leitend verbunden
sind und eingeschaltet eine Umrißzeichnung ergeben.
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Die Erfindung soll nun mit Hilfe der beiliegenden Zeichnung näher
erklärt werden.
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F i g. 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel im Schnitt und F i g. 2 ein
-durch die Erfindung erzieltes leuchtendes Bild des Buchstabens A. ' F i g. 1 zeigt
schematisch einen Schnitt durch die erfindungsgemäße. elektrolumineszierende Vorrichtung.
Auf der Innenfläche einer lichtdurchlässigen Mundplatte 1 ist eine für Lichtundurchlässige,
elektrisch leitende, unzusammenhängende Schicht 2 aufgetragen, welche die Form des
gewünschten Lichtzeichens, z. B. einer Skala oder einer Aufschrift besitzt. Die
einzelnen Teile des Leuchtbildes sind elektrisch leitend untereinander durchverbunden.
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Auf diese Schicht 2 ist eine elektrolumineszente Leuchtstoffschicht3'und
auf diese -cme eielektrische Reflexionsschicht 4 aufgetragen. Dann folgt eine für
Licht undurchlässige leitende Schicht 5, welche die zweite Flächenelektrode bildet.
Das Ganze wird schließlich von einer isolierenden Schutzschicht 6 bedeckt.
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Wird den beiden Flächenelektroden Wechselspannung zugeführt, elektroluminesziert
.der Leuchtstoff 3. Licht Wird nicht von der gesamten Fläche der Leuchtfläche ausgesendet,
auf der z. B. eine Skala oder ein Alarmsignal angebracht wurde, wie dies bei elektrolumineszierenden
Leuchtflächen gemäß dem bekannten Stand der Technik der Fall ist. Bei der erfindungsgemäßen
Leuchtfläche besitzt der Leuchteffekt einen gänzlich verschiedenen Charakter. Rings
um das dunkle Bild in der Vorrichtung, z. B. dem in F i g. 2 dargestellten Buchstaben
A, erscheinen klar leuchtende Umrisse 7 auf einem Hintergrund, welcher nur wenig
klarer als das dunkle Zeichen ist.
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Die für Licht undurchlässige, elektrisch leitende Schicht auf der'
Innenfläche der durchsichtigen Grundplatte kann durch Auftragung einer leitenden
Lackschicht oder durch Aufdampfung einer leitenden Metallschicht geeigneter Form
auf die Innenfläche der Grundplatte gewonnen werden. Die lichtdurchlässige Grundplatte
kann aus verschiedenen Stoffen, z. $. Glas, geeignet behandeltem Papier oder Textilstoffen,
organischem Glas u. dgl., hergestellt werden, da die für Licht undurchlässige Elektrode
auch im kalten Zustand aufgetragen werden kann. . . . .
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Die erfindungsgemäße elektrolumineszierende Vorrichtung kann zur Hervorrufung
von elektrolumineszierenden Zeichen und Bildern, Aufschriften, Skalen u. dgl. verwendet
werden.
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Die Herstellung der neuen Vorrichtung ist einfach und ökonomisch und
verwendet für die Massenherstellung geeignete technologische Prozesse. Auch ermöglicht
die Vorrichtung 1Vhdchanisierung und automatisierung der Erzeugung.