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Photographische Kamera mit Entfernungseinstelleinrichtung und einstellbarem
Blendenmechanismus, die bei .
Blitzlichtaufnahmen kuppelbar sind Die Erfindung
geht aus von einer photographischen Kamera mit Entfernungseinstelleinrichtung und
einsteHbarem Blendenmechanismus, bei welcher zwecks Vomahme von Blitzlichtaufnahmen
die Entfernungseinstelleinrichtung mit dem Blendenmechanismus kuppelbar ist. Sie
hat sich die Aufgabe gesetzt, für eine soche Kamera eine Blitzlichtautomatik zu
entwickeln, die insbesondere für einäugige Spiegelreflexkameras sowie für andere
mit Belichtungsauiomatik und daher ebenfalls mit Springblendenmechanismus ausgestattete
Kameras vorteilhaft anwendbar ist.
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Es ist bekannt, das Entfernungsstellorgan photographischer Kameras
so mit dem Blendenstellorgan zu kuppeln, daß unter Voraussetzung eines Blitzlichtgerätes
bestimmter Leitzahl eine der Beziehung Leitzahl = Blende - Entfernung
entsprechende Mitnahme der Blende erfolgt. Es ist auch nicht mehr neu, die mit der
Entfernungseinstellung verbundene selbsttätige Blendenverstellung unter Berücksichtigung
verschiedener wählbarer Leitzahlen erfolgen zu lassen. Im Hinblick auf die zwischen
den einzelnen Einstellwerten von Blendenskala und Entfernungsskala vorhandenen Intervallunterschiede
in verschiedenen Bereichen hat man unter Beibehaltung des normalen Entfernungsstellganges
zwischen dem Entfernungs- und dem Blendenstellorgan bereits Ausgleichselemente,
vorzugsweise in Form von eine gegenseitige Anpassung bewirkenden Kurvengebilden,
vorgesehen, über welche die Kupplung zwischen den Einstellorganen erfolgt.
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Diese bekannten Einrichtungen für die gemeinsame Verstellung von Entfernung
und Blende haben den Nachteil aufzuweisen, daß die Blende sich unmittelbar mit der
Entfernungseinstellung bzw. der gegebenenfalls außerdem vorgesehenen Leitzahleinstellung
verstellt, was insbesondere für einäugige Spiegelreflexkameras, aber auch für andere
insbesondere mit Belichtungsautomatik arbeitende Kameras keine gangbare Lösung darstellt.
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Erfindungsgemäß wird unter Vermeidung dieses Mangels für alle photographischen
Kameras mit Entfemungseinstelleinrichtung und einstellbarem Blendenmechanismus,
bei welchen zwecks Vornahme von Blitzlichtaufnahmen die Entfernungseinstelleinrichtung
mit dem Blendenmechanismus kuppelbar ist, eine Blitzlichtautomatik dadurch hergestellt,
daß Mittel vorgesehen sind, um verschiedene Blitzlichtleitzahlen einzustellen, daß
ein Springblendenmechanismus Anwendung findet und daß zwischen diesem und den Stellorganen
für Entfernung und Leitzahl ein durch von diesen Stellorganen gesteuerte Auslenkmittel,
etwa durch Auslenkkurven, beeinflußter Wegwandler vorgesehen ist, der bei Kameraaäslösung
mit dem Blendenmechanismus in Verbindung tritt und die Größe der zuspringenden Blende
gemäß den voreingesteRten Werten von Entfernung und Leitzahl bestimmt.
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In konkreter Ausgestaltung der die überleitung der eingestellten Werte
auf den Blendenmechanismus bewirkenden Einrichtung ist nach einem weiteren, wesentlichen
Merkmal der Erfindung vorgesehen, daß der Wegwandler aus einem oder mehreren auslenkbaren
Zwischenelementen zwischen den Stellorganen von Entfernung und Leitzahl und aus
einem mit dem Zwischenelentent bzw. den Zwischenelementen zusammenarbeitenden Anschlagdlement
am drehbaren Blendenkäfig oder an einem mit diesem verbundenen Hilfsring besteht,
wobei ein Fangorgan des oder der Zwischenelemente einen der eingestellten Werte
von Entfernung und Leitzahl oder beide in ihrer Auslenkstellung speichert und diese
Werte bei Kameraauslösung durch Zusammentreffen mit dem blendenseitigen Anschlagelement
auf den Blendenmechanismus überträgt.
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Das bzw. die Zwischenelemente bestehen dabei vorzugsweise aus einem
Hebel oder aus mehreren miteinander verbundenen Hebeln, welche durch Auslenkkurven
an den Stellringen von Entfernung und/ oder Leitzahl in den eingestellten Werten
entsprechende Drehlagen gebracht werden, und daß das Anschlagelement am Blendenkäfig
oder an dessen Hilfsring aus einer Anschlagtreppe besteht, in deren Stufen das als
Fangglied ausgebildete Ende des
Hebels oder eines der Hebel bei
Kameraauslösung einfällt.
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Gemäß einer einfachen Verkörperung des Erfindungsgedankens ist der
Blendensteuerring lösbar mit einem Leitzahlenwählring dienenden Leitzahlenring verbunden,
wobei der eine Ring, beispielsweise der Blendensteuerring, einen Index, vorzugsweise
in Form eines Ablesefensters, und der andere Ring, beispielsweise der Leitzahlenring,
die Leitzahlenskala trägt. Der bei Kameraauslösung mit dem Blendensteuerring gemeinsam
ablaufende Leitzahlenring trägt dabei die Anschlagtreppe.
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Eine andere Verkörperung besteht im wesentlichen darin, daß der das
Fangglied tragende Hebel eine innerhalb eines Gehäuseschlitzes bewegliche Hebeldrehachse
aufweist, daß außer dem mit seinem Auslenkelement, etwa einer Auslenkkurve, versehenen
Entfernungseinstellring ein mit einem anderen Auslenkelement, etwa einem Kurvenschlitz,
versehener Leitzablenring vorgesehen ist und daß zwecks Einbringung zweier Wahlgrößen
(Entfernung und Leitzahl) in die Hebelstellung des Hebels dieser durch das Auslenkelement
am Entfernungseinstellring ausgelenkt und seine Drehachse durch das Auslenkelement
im Leitzahlenring innerhalb des Gehäuseschlitzes verschoben wird.
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Eine weitere Ausführungsform kennzeichnet sich dadurch, daß das durch
seine Lage zwei Wahlgrößen (Entfernung -und- Leitzahlen) berücksichtigende Zwischenelement
aus einer Verbindung zweier Hebel besteht, von denen der eine durch die eine Wahlgröße
(i.'B. Entfernung) ausgelenkt wird und als auf die Anschlagtreppe- des Blendensteuerringes
auftreffendes Fangglied ausgebildet ist, während der andere in seiner Lage durch
die andere Wahlgröße (z. B. Leitzahlen) beeinflußt wird -und den Drehpunkt des ersten
Hebels verstellt.
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Die Lageverstellung beider Hebel wird dabei durch Auslenkkurven am
Entfernungseinstellring und Leitzahlenring, an welchen als Abtastköpfe ausgebildete
Hebelenden anliegen, bewirkt. Zweckmäßig liegen Entfernungseinstellring und Leitzahlenwählorgan
nebeneinander und arbeiten mit einem ortsfesten gemeinsamen Ableseindex zusammen.
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Ein weiteres Merkmal der Kamera nach der Erfindung, die außer dem
Bereich der Blitzlichtautomatik einen Bereich-der manuellen Blendenwahl aufweist,
besteht_ darin, daß ein entsprechende Einstellmarkierungen gegenüber einem ortsfesten
Einstellindex tragender Betätigungsring für die'Umschaltung der Bereiche vorgesehen
ist, welcher ein Element für die Abschaltung des Blitzlichtautomatikbetriebes, etwa
eine Abschaltkurve, trägt oder steuert.
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Schließlich stellt es eine prinzipiell bedeutungsvolle Maßnahme der
Erfindung dar, daß der Betätigungsring für die Umschaltung der Kameraarbeitsbereiche
so mit an sich bekannten Beeinflussungselementen (Auslenk- und Abschaltkurven, Anschlägen
usw.) versehen ist, daß der übergang von einem Bereich auf den anderen sowie das
Wirksamwerden oder das Unwirksammachen von Zwischenelementen (Abtasthebeln) zwischen
ihm und den Blendenbildungsmitteln durch Drehbewegung des Betätigungsringes erfolgt.
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In weiterer Fortführung des Erfindungsgedankens wird eine weitestgehend
automatisierte Kamera dadurch geschaffen, daß die Blitzlichtautomatik mit einer
Belichtungsautomatik verbunden wird. Es ist bereits eine Belichtungsautomatik vorgeschlagen
worden, welche sich im wesentlichen dadurch kennzeichnet, daß die Zeitbildungseinrichtung
und die Blendeneinrichtung, vornehmlich in einem Objektivverschluß, über einen gemeinsamen
Einstell' bereich hinweg derart miteinander gekuppelt sind, daß beim Verstellen
im einen Sinne die Zeit- und die Blendenwerte verkleinert, beim geggensinnigen Verstellen
beide vergrößert werden, daß ferner beim Spannen der Kamera (Filmtransport und Verschlußaufzug)
die Zeitbildungs- und die Blendeneinrichtung in die eine Bereichsendlage gebracht
werden.
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daß sie beim Auslösen der Kamera den Bereich in Richtung auf die andere
Endlage bis zum Auftreffen auf ein von einem elektrischen Belichtungsmesser gesteuertes
Fangglied durchlaufen, worauf selbsttätig der Verschluß ausgelöst wird, und daß
das Zeiteinstell- und Blendeneinstellorgan eine gemeinsame Anschlagtreppe aufweisen,
die mit . einem vom Belichtungsmesser gesteuerten Fangglied zusammenarbeitet.
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Nach einem weiteren wesentlichen Merkmal der Erfindung wird die Anschlagtreppe
für die Belichtungsautomatik von dem gleichen Ring (Blendensteuerring oder mit diesem
gemeinsam zurücklaufender Ring) getragen, der die Anschlagtreppe für die Blitzlichtautomatik
trägt. Die Maßnahme, den Blendensteuerring oder den mit ihm verbundenen Ring für
die Blitzlicht- und die Belichtungsautomatik heranzuziehen, ist möglich, da es sich
in beiden Fällen um ein öffnen und Schließen der Blende unter Durchlauf der gleichen
Intervallstufen handelt.
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Die Anschlagtreppe für die Blitzlicht- und die Belichtungsautomatik
können in einer Ebene in verschiedenen Ringsektoren auf dem Ringumfang des Blendensteuerringes
liegen, was bedingt, daß die entsprechenden Fangglieder entsprechend voneinander
distanziert an ihren zugehörigen Treppen angreifen. Um das selbsttätige Anhalten
des Blendensteuerringes jedoch räumlich zu konzentrieren, wird in Weiterentwicklung
der Erfindung vorgeschlagen, nur eine entsprechend tief gestaltete Anschlagtreppe
am Blendensteuerring vorzusehen, welche mit in nebeneinanderliegenden Ebenen angeordneten
Fanggliedem der Blitzlicht- und Belichtungsautomatik zusammenarbeitet.
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Schließlich ist es möglicht, die gleiche Anschlagtreppe am. Blendensteuerring
auch noch für die Durchführung der manuellen Blendenvorwahl dadurch zu benutzen,
daß in weiterer Aneinanderreihung mit den beiden Fanggliedern für Blitzlicht-und
Belichtungsautomatik auch noch das Anschlagglied für die Blendenvorwahl vorgesehen
ist. Die Kamera weist dann drei an einem Betätigungsring für die Bereichsumschaltung
wählbare Arbeitsbereiche auf, nämlich einen Blitzlichtautomatik-, einen Belichtungsautomatik-
und einen nauellen Blendenvorwalilbereich auf. Der besagte Betätigungsring für die-Bereichswahl
oder ein mit ihm verbundener weiterer Ring weist dann zweckmäßigerweise Abschaltkurven
auf, die beim Umschalten vom einen Bereich auf den anderen wirksam werden und das
oder die zur Zeit nicht benötigten Fängglieder so von ihren Betätigungskurven
abheben
oder auslenken, daß sie aus dem Laufweg der Anschlagtreppe entfernt sind.
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Die erfindungsgemäße Einrichtung kann kameraseitig oder objektivseitig
untergebracht sein. Insbesondere ist an ihre Anwendung in vollständig auswechselbaren
Wechselobjektiven gedacht, die mit einem eigenen Blendenmechanismus versehen sind.
Daß sie auf Kameras mit Objektivverschluß und mit Schlitzverschluß in gleicher Weise
anwendbar ist, bedarf kaum einer besonderen Erwähnung.
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Die vorbeschriebenen und noch weitere Merkmale der Erfindung werden
an Hand von Zeichnungen erläutert, welche Ausführungsbeispiele der Erfindung darstellen.
In den Zeichnungen zeigen die F i g. 1 bis 5 schematische Darstellung
in Vorderansicht, welche die die Durchführung der Erfindung bewirkenden Teile in
ihrem Zusammenwirken mit steuernden und gesteuerten Organen demonstrieren; die F
i g. 6 zeigt eine Gesamtansicht der für die Erfindung wesentlichsten Betätigungselemente
in perspektivischer Darstellung, die ihre Zuordnung zu der ebenfalls angedeuteten
Kamera erkennen läßt, und die F i g. 7 eine Schnittzeichnung, welche mehrere
(in diesem Fall zwei) mit einer Anschlagtreppe zusammenarbeitende Fangglieder nebst
Steuerachsen erkennen läßt.
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In F i g. 1 ist 1 der Entfernungsstellring, welcher
mit der Entfernungsskala 2 versehen ist, die gegenüber einem gehäusefesten Index
21 eingestellt und abgelesen werden kann. Der Entfernungsstellring trägt an seiner
Innenseite eine Auslenk- und Ausgleichskurve 3, welche mit dem das Fangglied
darstellenden doppelarmigen Hebel 10 zusammenarbeitet. Genauer gesagt, liegt
das als Abtastkopf 12 ausgebildete eine Hebelende, durch eine nichtdargestellte
Feder entsprechend angedrückt, der Kurve 3 an, während das andere Hebelende
13 als Fangspitze gegenüber der am Leitzahlenstellring 27 vorgesehenen
Anschlagtreppe 5 dient. Der Hebel 10 schwingt um eine gehäusefeste
Drehachse 11. Der Leitzahlenstellring 27 ist mittels der Stift-Loch-Verbindung
28 mit dem Blendensteuerring 4 verbindbar.
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Der die Anschlagtreppe 5 tragende Leitzahlenstellring
27 und damit auch der Blendensteuerring 4 sind, wie die Lage der angedeuteten
einen Blendenlamelle 15 erkennen läßt, bei gespannter Kamera in der Lage
der größten Blendenöffnung festgehalten. 7 ist ein vom Verschlußaufzug betätigtes
Mitnahmeorgan, welches innerhalb des Schlitzes 6 laufen kann. Bei entspannter
Kamera hat es die Lage 7 a und bei gespannter Kamera die Lage 7. Zwischen
diesen beiden Lagen 7 und 7 a liegt der gesamte Blendenstellbereich.
Der Blendensteuerring 4, der bei gespannter Kamera einerseits durch das vom Verschluß
betätigte Organ 7
in seiner Endlage gehalten ist, ist nach der anderen Seite
durch einen gehäusefesten Stift 14 blockiert. Eine Feder 8, welche bei
50 gehäusefest und bei 9 am Blendensteuerring 4 befestigt ist, sucht
den Blendensteuerring 4 in Richtung auf die kleinste Blende zu ziehen. Bei Betätigung
des Kameraauslösers läuft somit der Blendensteuerring 4 im Uhrzeigersinn zurück;
je nachdem, wie vollständig dieser Rücklauf vor sich gehen kann, wird die
Blende mehr oder weniger geschlossen. Die Schließung der Blendenlamelle
15, welche um die am zweiten, nicht dargestellten Blendenkäfig befestigte
Achse 16 in die Lichtdurchtrittsöffnung 26 schwenken kann, wird beim
Rücklauf des Blendensteuerringes 4 dadurch betätigt, daß ihr Steuerstift
17 durch die im Blendensteuerring 4 vorgesehene Schlitzbahn 18 nach
innen geschwenkt wird, wobei, den einzelnen Blendenintervallen entsprechend, die
entsprechenden Schließstufen erzielbar sind.
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Bei Verstellung des Entfernungsstellringes 1 wird das Fangglied
10 durch die Kurve 3 mehr oder weniger ausgelenkt und nimmt dadurch
gegenüber der eine radiale Stufung zeigenden Anschlagtreppe 5
verschiedene
Anstellwinkel ein. Bei der dargestellten Einstellung auf die für Blitzlichtaufnahmen
verhältnismäßig große Entfernung von 5 m weist das Fangglied 10 einen
großen Anstellwinkel gegenüber der Anschlagtreppe 5 auf. Das bedeutet, daß
der Steuerrin,g 4 bei Kameraauslösung keinen oder nur einen kleinen Rücklauf zurücklegen
und daher die Blende überhaupt nicht oder nur um wenige Stufen schließen kann. Die
unterschiedlichen Blendenendöffnungen hängen von den gewählten Größen Entfernung
und Leitzahl ab. Werden kleine Entfernungen am Entfernungsstellring eingestellt,
dann gerät der Abtastkopf 12 des Fanggliedes 10 in den Bereich der stärker
gekrümmten Zonen der Kurve 3, wodurch der Anstellweinkel des Fanggliedes
10 gegenüber der Anschlagtreppe kleiner wird. Bei Kameraauslösung und dem
dadurch bewirkten Rücklauf des Blendensteuerringes 4 schlägt dann die Spitze
13 des Fanggliedes 10 erst auf die letzten Stufen der Anschlagtreppe
5
auf. Der Blendensteuerring 4 legt dabei vor dem Zusammentreffen mit dem
Anschlagglied 10 einen mehr oder weniger beträchtlichen Rücklaufweg zurück,
was ein mehr oder weniger vollständiges Schließen der Blende zur Folge hat.
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Wie bereits in der vorhergehenden Beschreibung dargelegt, betrifft
diese einfache Verkörperung des Erfindungsprinzips eine Kamera, welche außer diesem
Blitzlichtbereich auch noch einen Bereich für die übliche manuelle Blendeneinstellung
aufweist. Um nun wahlweise von dem Handbetätigungsbereich auf den Bereich der Blitzlichtautomatik
oder umgekehrt übergehen zu können, ist ein Betätigungsring 19 vorgesehen,
der sowohl auf seinem Umfang ein gegenüber dem gleichen Gehäuseindex 21 einstellbares
Kennzeichen 20 (Blitz-0) für den Eintritt in den Bereich der Blitzlichtautomatik
als auch daneben eine den Bereich der handbetätigten Blendeneinstellung bzw. Blendenvorwahl
kennzeichnende Blendenskala 22 trägt. Eine Gegenüberstellung des Kennzeichens 20
für die Blitzlichtautomatik mit dem Gehäuseindex 21 bewirkt, daß die Blendenhandvorwahl
aufgehoben und die Kamera für den automatischen Blitzlichtbetrieb für verschiedene
Leitzahlen bereit ist. Eine Gegenüberstellung dagegen einer Blendenzahl der Blendenskala
22 mit dem Gehäuseindex 21 bewirkt, daß die Blitzlichtautomatik aufgehoben und nur
Blendenhandvorwahl möglich ist. Die Arbeitsweise in beiden Bereichen hat indessen
eines gemeinsam: Stets springt die Blende erst mit Kameraauslösung auf ihren vorgewählten
bzw. durch die Blitzlichtautomatik hervorgebrachten Wert.
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Die Umschaltung von dem einen Bereich auf den anderen muß einmal das
Fangglied 10 unwirksam machen und zum anderen Mal es wieder zur Zusammenarbeit
mit der Anschlagtreppe geeignet machen. Dies geschieht durch eine Abschaltkurve
25, welche zweckmäßig an einem mit dem Umschaltring 19 verbundenen
Ring 23 vorgesehen ist. Es ist aus der Darstellung
ersichtlich,
daß bei einer Drehung der Ringe 19, 23 entgegengesetzt dem- Uhrzeiger der
Bereich der manuellen Blendenvorwahl dem Index 21 gegenübergestellt und das Fang
lied 10 durch die Abschaltkurve 25 aus der Nachbarschaft eg der Anschlagtreppe
5 einerseits und der Kurve 3 andererseits hinausbewegt ist. Dies geschieht
dadurch, daß der Abtästkopf 12 an der Kurve 25 entlanggleitet und dadurch
der Hebel 10 eine Drehung im Uhrzeigersinn vollführt. Damit ist der Abtastkopf
12 von der Kurve 3 abgehoben und die Abtastspitze 13 aus dem Laufbereich
der Anschlagtreppe 5 entfernt.
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über oder unter dem Fangglied 10 ist ein am Umschaltring
19 befestigter Anschlagnocken 24 für die Blendenvorwahl vorgesehen. Je nachdem,
welche Blende an der Blendenskala 22 eingestellt ist, befindet sich der Anschlagnocken
24 näher oder weiter von der ersten Zahnstufe der Anschlagtreppe 5 entfernt,
so daß auf Grund des kürzeren oder längeren Rücklaufs des Blendensteuerringes 4
sich die Einstellung einer größeren oder kleineren Blendenöffnung bei Kameraauslösung
ergibt.
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. Es ist bereits erwähnt worden, daß durch die Anordnung nach
F i g. 1 unterschiedliche Leitz ahlen bei der Blitzlichtautomatik berücksichtigt
werden können. Zu diesem Zweck trägt der von außen bedienbare und ablesbare sowie
mit dem Blendensteuerring 4 lösbar verbundene Leitzahlenring 27 einen hier
als Fensteröffnung 30 ausgebildeten Einstell- und Ableseindex und einen zu
lösenden und in den verschiedenen Leitzahlenintervallen der Leitzahlenskala
29 einschnappenden Raststift 28. Die Leitzahlenskala 29 selbst und
die entsprechenden K-upplungslöcher mögen sich auf dem Blendensteuerring 4 befinden.
D - er Leitzahlenring 27 trägt die Anschlagtreppe 5 und läuft
bei Kameraauslösung zusammen mit dem Blendensteuerring 4 ab.
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Soll an Stelle der dargestellten Einstellung der niedrigsten Leitzahl
10 eine höhere Leitzahl eingestellt werden, so muß -gegenüber dem feststehenden
Blendensteuerring 4. der Leitzahlenring 27 entgegengesetzt dem Uhrzeiger
gedreht werden. Dadurch wird die Entfernung zwischen der Anschlagtreppe
5 und dem Fangglied 10 im Sinne einer Verlängerung des Rücklaufweges
vergrößert. Das bedeutet, daß das Zusammentreffen zwischen Fangglied 10 und
der An# schlagtreppe 5 wegen des zu durchlaufenden Vorlaufweges um so später
erfolgt, je höher die eingestellte Leitzahl ist. Es ergibt sich daher bei
einer höheren Leitzahl stets eine durch den längeren Rücklauf bedingte kleinere
Blendenöffnung. Diesem Effekt überlagert sich noch die oben geschilderte, durch
die Winkelstellung des Fanggliedes 10 bedingte Auftreffläge. Je stärker das
Fangglied 10 durch die den gerinsten Einstellentfernungen entsprechenden
gekrümmten Teile der Kurve 3 ausgelenkt wurde, um so später erfolgt der Anschlag
mit der Anschlagtreppe 5.
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F i g. 2 zeigt eine andere Lösung zur Berücksichtigung sowohl
der eingestellten Entfernung als auch mehrere Leitzahlen bei der Blitzlichtautomatik.
Diese Lösung kennzeichnet sich dadurch, daß das Fangglied 10 eine. in einem
Gehäuseschlitz 33 verlagerbare Drehachse 32 aufweist, welche außerdem
in einem gestuften Kurvenschlitz 34 eines Leitzahlenringes 35
geführt ist.
Der Leitzahlenring 35 trägt gegenüber der ortsfesten Marke 21 eine Leitzahlenskala
36. Die Wirkungsweise ist der Darstellung ohne -weiteres zu entnehmen: Bei
an-der Leitzahlenskala36 eingestellten niedrigen Leitzahlen ist die Achse
32 des Fanggliedes 10 der Anschlagtreppe 5 am Blendensteuerring
4 a
benachbart, so daß es, von der Entfernungseinstellung abgesehen, schon
dadurch zu einem baldigen Anschlag der Fannyliedspitze 13 mit der Treppe
kommt. Z
Das bedeutet, daß a#f Grund des kurzen Rücklaufs die Blende weit
geöffnet bleibt. Bei eingestellten hohen Leitzahlen dagegen wird die Achse
32 des Fanggliedes 10 von der Anschlagtreppe 5 hinwegbewegt,
so daß ein Zusammentreffen der Fanggliedspitze 13
mit der Anschlagtreppe erst
hinsichtlich der letzten, am weitesten hervortretenden Stufen erfolgen kann. Das
bedeutet, daß ein bedeutend längerer Rücklauf und ein stärkeres Schließen der Blende
ermöglicht sind.
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In der F i g. 2 war die Kurve 3 am Entfernungsstellring,
der sich über oder unter dem Leitzahlenring befinden möge, nur gestrichelt und teilweise
angedeutet. In der F i g. 3, welche eine andere Schnittansicht der Anordnung
nach F i g. 2 offenbart, ist der Entfernungsstellring 1 mit der ganzen
Kurve 3 gezeigt.
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In der F i g. 4 ist eine andere Ausführungsform zur Lösung
der gleichen Aufgabe, die den vorstehenden Ausführungsformen zugrunde liegt, gezeigt.
Sie kennzeichnet sich im wesentlichen dadurch, daß das Fangglied nicht als einfacher
Hebel, sondern als eine Hebelverbindung 37, 39 vorgesehen ist, deren besondere
Merkmale und Anordnungen folgende sind: Der Hebel 37 weist eine sein eines
Hebelende 43 durchdringende, gehäusefeste Drehachse 42 auf. Sein anderes Hebelende
45 schleift, durch eine Feder belastet, an einer Kurve 38 des Leitzahlenringes
35. Der Hebel 37 trägt, auf ungefähr seinem Mittelteil befestigt,
die Drehachse 40 für den zweiten Hebel 39, der, durch eine Feder belastet,
mit seinem Abtastkopf 41 an der Kurve 3 des Entfernungsstellringes
1 anliegt, während sein anders Hebelende 44 als Anschlagspitze für die Anschlagtreppe
5 am Blendensteuerring 4 b ausgebildet ist. In dieses Hebelgebilde
37, 39 werden sowohl die eingestellten Entfernungswerte als auch die eingestellten
Leitzahlenwerte dadurch eingebracht, daß der Hebel 37 durch die Kurve
38 am Leitzahlenring 35 ausgelenkt wird und dadurch die Drehachse
40 für den Hebel 39 mitverlagert und daß der Hebel 39
seinerseits für
sich Auslenkbewegungen auf Grund der Kurve 3 am Entfernungsstellring
1 mitmacht. Der Hebel 39 wird sich also unter dem Einfluß der eingestellten
Leitzahlenwerte gegen die Treppe 5 und von ihr wegbewegen; außerdem wird
er auf Grund der eingestellten Entfernungswerte Änderungen seines Anstellwinkels
gegenüber der Anscblagtreppe 5 erfahren. Das Ergebnis ist das gleiche wie
bei den bisher besprochenen Ausführungsformen; die bei Kameraauslösung sich einstellende
Blende wird um so kleiner sein, je kleiner die eingestellten Entfernungswerte
und je höher die eingestellten Leitzahlenwerte sind, und umgekehrt.
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Die Abschaltung des Blitzlichtautomatikbetriebes bei Betätigung des
die Bereiche umschaltenden Ringes 19, derart, daß jetzt dem gehäusefesten
Index 21 die Blendenzahlen 22 gegenübergestellt sind, ist bereits in Verbindung
mit der F i g. 1 erläutert worden. Durch eine Umschaltkurve 25 wurde
dort das aus einem einzigen Hebel,10 bestehende Fangglied für das Zusammenschlagen
mit der Anschlagtreppe unwirksam gemacht. F i g. 5 zeigt die entsprechende
Anordnung für das Unwirksammachen der Hebelver.bindung 37, 39.- Hier- ist-
eine Abschaltkurve 48
vorgesehen, welche beim übergang vom Blitzlichtautomatikbereich
auf andere Arbeitsbereiche der Kamera mit dem Abtastkopf 41 des Hebels
39 zusammentrifft und diesen im Uhrzeigersinn so weit schwenkt, daß er aus
dem Bereich der Anschlagtreppe5 hinausgerät. Der Hebe137 kann in seiner Stellung
verbleiben-, seine weiteren Auslenkungen durch die Kurve38 des Leitzahlenringes
sind unerheblich, da sie den weggeschwenkten Hebel 39 nicht mehr in den Bereich
der Anschlagtreppe zu bringen vermögen. Mit 36 ist die auf dem Umschaltring
19
angebrachte Leitzahlenskala bezeichnet. Eine Gegenüberstellung eines ihrer
Skalenwerte mit dem Index 21 bedeutet, daß der Bereich der Blitzlichtautomatik eingeschaltet
ist. Der Umschaltring 19 der F i g. 5
gestattet es außerdem,
einen weiteren Arbeitsbereich der Kamera, nämlich denjenigen der Belichtungsautomatik,
einzustellen. Dies geschieht dadurch, daß das Kennzeichen 49 dem gehäusefesten Index
gegenübergestellt wird. Dem Arbeiten der Kamera im Bereich der Belichtungsautomatik
dient eine in F i g. 6 angedeutete zweite Anschlagtreppe 54, welche sich
wie die erste Anschlagtreppe 5 am Blendensteuerring 4 d befindet.
Das vom Belichtungsmesser gesteuerte, mit ihr zusammenarbeitende Fangglied
55
wird beim übergang auf die anderen Bereiche der Kamera durch eine Ausschaltkurve
64 unwirksam gemacht (F i g. 6).
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In F i g. 6 ist der Aufbau der erfindungsgemäßen Automatik
in Verbindung mit einer Kamera in perspektivischer Ansicht, schräg von vorn betrachtet,
dargestellt. Die mit den F i g. 1 bis 5 übereinstimmenden Teile sind
mit gleichen Bezugszeichen versehen. Neu hinzugekommen sind außer der mit der lichtelektrischen
Zelle 61 versehenen Kamera 58 folgende Teile: Zunächst die auf dem
Blendensteuerring 4 d,
der bereits die der Blitzlichtautomatik dienende
Anschlagtreppe 5 trägt, vorgesehene weitere Anschlagtreppe 54, welche der
Belichtungsautomatik dient. Die Anschlagtreppe 54 arbeitet mit dem Fangglied
55 zusammen, das vom Instrument 62 des Belichtungsmessers mittels
eines Abtastgliedes 63 und einer durch die Kegelräder 65 angedeuteten
Getriebeverbindung gesteuert wird. Die besonderen Mittel zur Auslenkung des Abtastgliedes
63, beispielsweise eine unrunde, vom Instrument bewegte Scheibe sowie die
in diesem Zusammenhang notwendige Festklemmvorrichtung für den Zeiger des Instruments,
sind hier, da nicht unmittelbar zur Erfindung gehörend, weggelassen worden. Zum
Verständnis der Belichtungsautomatik, um deren Miteinbeziehung in den Aufbau der
Blitzlichtautomatik es hier geht, genügt es, darauf hinzuweisen ' daß die
Achse56 des Fanggliedes 55 mittelbar vom Instrument des Belichtungsmessers
gesteuert wird und Drehbewegungen ausführt, die das als Fangspitze dienende eine
Hebelende 62 des Fanggliedes 55 der Anschlagtreppe 54 annähern oder
von ihr entfernen, so daß in Abhängigkeit vom gemessenen Belichtungswert bei Kameraauslösung
ein längerer oder kürzerer Rücklauf des Blendensteuerringes 4 d und
des hier nicht gezeigten, mit ihm verbundenen Zeitsteuerringes ermöglicht und damit
die Blende mehr oder weniger geschlossen und die Zeit entsprechend eingestellt wird.
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Das andere Hebelende 63 des Fanggliedes 55 liegt an
der Innenseite 64 des Umschaltringes 19 für die einzelnen Arbeitsbereiche
der Kamera (manueller Blendenvorwahlbereich, Bereich der Belichtungsautomatik und
Bereich der Blitzautomatik) an. Diese mit dem Hebelende 63 zusammenarbeitende
Zone 64 der Innenseite des Umschaltringes 19 stellt die Abschaltkurve für
das Fangglied 55 und damit auch für die Belichtungsautomatik dar. In der
in der F i g. 6
dargestellten Stellung ist am gehäusefesten Index 21 der Bereich
der Blitzautomatik eingestellt; durch das Auflaufen des Hebelendes 63 des
Fanggliedes 55 auf das Kurvenstück 64 ist das Fangglied 55 aus dem
Auftreffbereich mit der Anschlagtreppe 54 herausgeschwenkt. Sobald jedoch durch
Gegenüberstellung des Kennzeichens 49 (A) mit dem Index 21 der Bereich der
Belichtungsautomatik eingestellt ist, wird durch Einfallen des Hebelendes
63 in eine Ausnehmung 57 des Umschaltringes 19 das Fangglied
55 freigegeben; die Belichtungsautomatik kann unter gleichzeitiger Abschaltung
des Blitzlichtautomatikbetriebes zur Wirkung gelangen. Der Abschaltung der Blitzautomatik
dient die bereits der F i g. 5 zu entnehmende Abschaltkurve 48 am Umschaltring
19, die mit der am Hebelende 41 vorgesehenen Steuerstange 59
des Fanggliedes
39 zusammenarbeitet.
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Nach der Ausführungsform der F i g. 6 trägt der Umschaltring
19 sowohl die Abschltkurve 64 für die Belichtungsautomatik als auch die Abschaltkurve
48 für die Blitzlichtautomatik. Des weiteren trägt er die Auslenkkuve
38 für die Einbringung der Leitzahlen in die Stellung des Fanggliedes
39 gegenüber der Anschlagtreppe für die Blitzlichtautomatik. 53 ist
der zweite Blendenkäfig des Blendenmechanismus und 52
und 60 sind die
die Hebel 37 und 39 gegen ihre Auslenkkurven 38 bzw.
3 andrückenden Federn.
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F i g. 7 zeigt an Hand einer Schnittdarstellung eine gegenüber
der F i g. 6 andere Zuordnung der Fangglieder zu ihrer entsprechenden Anschlagtreppe.
An Stelle der beiden räumlich getrennten Anschlagtreppen 5 und 54 der F i
g. 6 ist nach der Ausführungsform der F i g. 7 nur eine Anschlagtreppe
5' vorgesehen, mit welcher die nebeneinander angeordneten Fangglieder für
die Belichtungsautomatik und für die Blitzlichtautomatik zusammenarbeiten. Als Fangglied
für die Blitzlichtautomatik ist das Fangglied 10 mit der festen Drehachse
11 nach F i g. 1 vorgesehen; das Fangglied 55' für die Belichtungsautomatik
entspricht dem Fangglied 55 der F i g. 6. Das Fangglied
10 dreht sich um die Achse 11; für das Fangglied 55' ist eine
die Achse 11 umgebende Hohlwelle 65 vorgesehen.
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Hinsichtlich der manuellen Blendeneinstellung in den Ausführungsbeispielen
der F i g. 2 bis 6 wird darauf hingewiesen, daß diese in der in F
i g. 1 gezeigten Weise erfolgt.