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Biegsamer Schlauch Die Erfindung bezieht sich auf einen biegsamen
Schlauch mit einem schraubenförmig gewellten dünnen Mantel aus elastomerem Material,
dessen Wellenberge auf der Innenseite durch je eine Windung eines kunststoffummantelten,
gewendelten Drahtes aasgestützt sind, wobei der Draht als elektrischer Leiter dient
und mehrere Leiter vorgesehen sind. Schläuche dieser Art werden als Staubsaugerschläuche
sowie für Sauerstoff- und Atmungsgeräte od. dgl. benutzt. Sie müssen sowohl leicht
sein als auch eine bestimmte Festigkeit und Biegsamkeit aufweisen.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei einem derart aufgebauten
Schlauch mit mehreren Leitern zu vermeiden, daß die Radial- und/oder Axialausdehnung
der Drahtwindungen in den einzelnen Wellenbergen groß und damit die Schlauchbiegsamkeit
beeinträchtigt wird. Dies geschieht erfindungsgemäß in der Weise, daß zwei oder
mehr Wendeln mit einander parallelen Windungen gleichen Durchmessers im Abstand
je einer Schlauchmantelwellung nach Art einer mehrgängigen Schraube ineinändergewickelt
sind.
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Es ist bereits bekannt, in die Schlauchwand eingebettete schraubenförmige
Drahtwindungen als elektrische Leiter zu verwenden, wobei zwei oder- mehr Wendeln
mit einander parallelen Windungen gleichen Durchmessers im Abstand voneinander nach
Art einer mehrgängigen Schraube ineinandergewickelt sind. Ferner gehört ein biegsamer
Schlauch mit einem schraubenförmig gewellten dünnen Mantel aus elastomerem Material
zum- Stande der Technik, dessen Wellenberge auf der Innenseite durch je eine Windung
eines kunststoffummantelten, gewendelten Drahtes aasgestützt sind. Im Falle der
an sich bekannten Verwendung des gewendelten Drahtes als elektrischer Leiter stünde
infolge der Wendelang nach Art einer eingängigen Schraube nur ein Einfachleiter
zur Verfügung.
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Obschon die oben beschriebenen Schläuche bekannt waren, ging die Entwicklung
der letzten Jahre insofern in eine andere Richtung, als gemäß einem nicht zum Stande
der Technik gehörenden Vorschlag bei einem biegsamen und aasstreckbaren Kunststoffwellschlauch
mit einer an der Innenfläche der Wellenberge angeordneten kunststoffummantelten,
als Zugfeder wirkenden Stützwendel diese als Mehrfachleiter ausgebildet wurde. Bei
einer weiteren Entwicklung dieses Kunststofwellenschlauches, die ebenfalls nicht
zum Stande der Technik gehört, ist vorgesehen, daß zwei den Mehrfachleiter bildende
isolierte Einzelwendeln gleichen Durchmessers, gleicher Windungsrichtung und gleicher
Steigung jeweils an zwei bezüglich der Schlauchlängsachse diametral gegenüberliegenden
Stellen jeder Windung nebeneinanderliegen und sich in dem zwischen diesen beiden
Stellen liegenden Bereich einmal überkreuzen. Somit liegen in jeder Schlauchmantelwellung
die Windungen zweier Wendeln.
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Die Erfindung sieht weiter vor, daß die Windungen in an sich bekannter
Weise aus einem metallischen elektrischen Leitungsdraht bestehen und zunächst mit
einem unterschiedlichen Metall und dann mit einer Isolierung umhüllt sind, wobei
der Draht, wie es an sich ebenfalls bekannt ist, aus einem Stahlkern mit einer Kupferumhüllung
oder aus einem Kupferkern mit einer Stahlumhüllung besteht.
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Für den Fall, daß der Schlauch als Staubsaugerschlauch Verwendung
finden soll, sind gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung eine Schalteranordnung
am Ende des Schlauches und Anschlüsse an beiden Enden des Schlauches zum Schließen
eines elektrischen Stromkreises zwischen Staubsauger und Luftschlauch vorgesehen.
Dadurch; daß der Schalter am Ende des Schlauches sitzt, wird die Bedienung des Staubsaugers
erleichtert. Falls erforderlich, können die Drähte auch als Stromleitungen für andere
Zwecke, z. B. für eine in der Nähe des Reinigungswerkzeuges angebrachte Beleuchtung
.oder zum Antrieb eines Reinigungswerkzeuges dienen, das in Verbindung mit dem Staubsauger
benutzt wird. Ein Schlauch gemäß der Erfindung ist auch dann besonders zweckmäßig,
wenn man ihn in Verbindung mit einem Vakuumsystem benutzt, das in ein Bauwerk eingebaut
ist. In diesem Fall kann der Schlauch in
der Wand angeordnet und
zur Benutzung herausgezogen werden. Durch den eingebauten Schalter kann die Stromquelle
zum Erzeugen des Vakuums leicht in Tätigkeit gesetzt werden und die Reinigung beginnen.
Bei Verwendung von mehr als zwei Verstärkungswendeln lassen sich zwei vollständige
Stromkreise betreiben, von denen einer z. B. einen Rückhohnotor zum Zurückziehen
des Schlauches in seinen Aufnahmebehälter in Gang setzt.
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In der Zeichnung=ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung dargestellt.
Es zeigt F i g. 1 einen Teil einer Verstärkungswendel, die für die vorliegende Erfindung
verwendet werden kann, F i g. 2 die Wendel, befestigt an einem Dorn, F i g. 3 eine
perspektivische Darstellung des Aufbringens der zweiten Wendel auf den Dorn nach
F i g. 2, F i g. 4 eine Ansicht des Dorns mit zwei Wendeln und einer teilweisen
Überdeckung dieser mit einem Schlauch, F i g. 5 eine. Ansicht teilweise im Schnitt,
die die Lage " der Wendeln zueinander und des äußeren Schlauches nach dem Entfernen
des Dornes zeigt, F i g. 6 eine perspektivische Ansicht teilweise im Schnitt eines
für die Verwendung als Verstärkungswendel bevorzugtenDrahtes, F i g. 7 eine Ansicht
ähnlich nach F i g. 6 mit einem abgeänderten Draht, F i g. 8 in perspektivischer
Darstellung einen typischen Zusammenbau der erfindungsgemäßen Schlauchleitung mit
einem Staubsauger.
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F i g. 1 zeigt eine Verstärkungswendel 11, deren Windungen in axialer
Richtung einen Abstand aufweisen und die in einer üblichen Federwickehnaschine hergestellt
wurde. Diese Wendel wird nach F i g. 2 auf einem Dorn 12 nach dem Aufschieben durch
Einstecken der Enden der Wendel in eine Bohrung 13 befestigt. Es kann auch eine
andere Art der Befestigung, z. B. durch einen Klemmring oder einen am Dorn befestigten
Haken, erfolgen. Die Wendel ist dann am anderen Ende des Dornes zum Einhalten eines
gewünschten Abstandes in gleicher Weise b6-festigt.
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Eine zweite Wendel 14 gleicher Art wie die Wendel 11 wird ebenfalls
am Dorn befestigt, so daß sich jede Windung der Wendel 14 mit einer Windung der.
Wendel 11 regelmäßig abwechselt, wie aus der F i g. 4 und 5 hervorgeht. Dies kann
nach beliebigem Verfahren geschehen, wovon eins in F i g. 3 gezeigt ist. Nach dem
dort gezeigten Verfahren kann das Ende der. Wendel 14 am Dorn 12 beispielsweise
durch Einstecken in eine Bohrung 16 ähnlich der Bohrung 13 befestigt werden, so
daß beim Rotieren des Dorns in dem durch Pfeil angegebenen Drehsinn die Wendel 14
von der- Walze 15 abgewickelt und auf den Dorn 1.2 zwischen den Windungen der Wendel
11 aufgewickelt wird. Nach Beendigung des Umwickelprozesses wird das Ende der Wendel
14 am Dorn auf die gleiche Weise, wie das vorher beschrieben wurde, befestigt: Der
nächste Arbeitsgang besteht nach F i g. 4 in dem Aufbringen eines äußeren dünnen
Schlauchmantels 17 durch Aufschieben über die Wendeln. Nach Ausführung dieses Schrittes
entsteht ein Leitiwgsschlauch 18 nach F i g. 5, der aus dem äußeren dünnen Schlauchmantel
besteht, der die Wendeln 11 und. 14 einhüllt und teilweise umgibt. Wie ersichtlich
ist, berührt der Schlauchmantel die Wendelwindungen nur am äußersten Teil des Umfangs
und zeigt ein wellenförmiges Bild. Die Wendel 14 ist nach F i g. 4 und 5 zur Unterscheidung
von der Wendel 11 strichpunktiert dargestellt.
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F i g. 8 zeigt eine typische Anordnung der erfindungsgemäßen Schlauchleitung.
in diesem Fall wird die Schlauchleitung zum Schließen des Stromkreises, durch den
der Staubsauger ein- und ausgeschaltet wird, benutzt. Der Staubsauger 1.9 ist an
eine Stromquelle durch einen üblichen Draht und einen Stecker 20 angeschlossen,
der den Staubsauger nach Schließen des Stromkreises antreibt. Das untere Ende des
Vakuumschlauches 18 ist an dem Staubsauger durch ein geeignetes und für solche Zwecke
übliches Verbindungsstück angeschlossen. Die Enden der Wendeln 11 und 14 sind aus
dem Ende des Schlauches herausgeführt und mit einem üblichen Stecker od. dgl. mit
dem Staubsauger 19 verbunden. An dem freien Ende des Schlauches befindet sich ein
typisches Zu= behörteil zum Reinigen, das mit dem Schlauch durch ein passendes Verbindungsstück
befestigt ist. In unmittelbarer Nähe dazu ist am Schlauch ein Schalter 23 derart
angebracht, daß er einen wahlweisen Kon-. takt mit den Wendeln 11 und 14 gibt, um
den Kreislauf zum Motor des Staubsaugers zu schließen. Die. weitere Betätigung des
Schalters unterbricht den, Kreislauf und setzt den Motor aus.
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Die Wendeln 11 und 14 können aus einem ein-. fachen Stahldraht mit
einer hochelastischen Umhüllung bestehen, wie das in F i g. 1 bis 5 gezeigt ist.
Sie können aber auch aus anderen Werkstoffen hergestellt sein, die ausreichende
Festigkeit mit guter Leitfähigkeit verbinden, wie beispielsweise Phosphorbronze.
F i g. 6 dagegen zeigt eine geänderte Drahtausführung, die sich ebenfalls als elektrischer
Energieleiter eignet. Nach dieser Zeichnung besteht der Draht 24 aus einem Stahlkern
von annähernd 0,5 bis 1,25 mm Durchmesser, wobei der Durchmesser von der _erforderlichen
Festigkeit abhängig ist. Dieser Kern wird von einer Kupferschicht 26 einerDicke
von annähernd 0,05 bis 0,015 mm umgeben, die auf den. Kern durch Galvanisation,
Tauchen oder nach anderen bekannten Herstellungsverfahren aufgebracht werden kann.
Dieses Auftragen wird vorzugsweise vor dem üblichen Kaltziehen des Drahtes, damit
sich seine Federungseigenschaften nicht verschlechtern, vorgenommen. Der so erhaltene,
umhüllte Draht ist dann für den. geforderten Zweck fest und federnd und weist dennoch
einen ausreichenden Kupfergehalt auf, um einen Strom von 110 oder 120 Volt ohne
Überhitzung oder sonstige nachteilige Wirkungen zu leiten. Der umhüllte Draht wird
mit einer Kunststoffummantelung umgeben, und dieser Draht kann dann als Verstärkungswendel
verformt werden. Auch können andere Ausführungen des Drahtes ausreichender Festigkeit
und elektrischer Eigenschaften verwendet werden; wie z. B. der Draht 28 nach F i
g. 7, der einen Kern 29 aus Kupfer aufweist. Dieser Kern ist dann von einem Stahl
ausreichender Festigkeit umgeben, der selbst wieder von einer Umhüllung aus einem
Kunststoffmantel 31 umgeben ist.
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Obwohl das Zweiwendelsystem dargestellt wurde, ist in besonderen Bedarfsfällen
vorgesehen, drei, vier oder mehrere Verstärkungswendeln anzuordnen.