DE1222717B - Digitaler Interpolationsrechner - Google Patents
Digitaler InterpolationsrechnerInfo
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- G06—COMPUTING OR CALCULATING; COUNTING
- G06F—ELECTRIC DIGITAL DATA PROCESSING
- G06F17/00—Digital computing or data processing equipment or methods, specially adapted for specific functions
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- G06F17/17—Function evaluation by approximation methods, e.g. inter- or extrapolation, smoothing, least mean square method
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
G06f
Deutsche Kl.: 42m-:
I.V8» 3 0. 3.
Nummer: 1 222 717 ^J[Jj1,
Aktenzeichen: G 39913IX c/42 m
Anmeldetag: 21. Februar 1964
Auslegetag: 11. August 1966
Gegenüber dem im allgemeinen schnelleren Analogrechner besitzt der Digitalrechner den Vorteil, daß
Berechnungen theoretisch mit beliebig großer Genauigkeit durchgeführt werden können. Es gibt zahlreiche
Anwendungsfälle insbesondere bei Realzeitoperationen, in denen zwar eine hohe Rechengeschwindigkeit
erforderlich ist, jedoch die Genauigkeit eines Analogrechners, die normalerweise bis
etwa 0,1 °/o geht, nicht ausreicht. Beispielsweise sollen bei einem Flugsimulationsgerät Größen, wie
etwa die Schubkraft eines Triebwerks, berechnet werden, die Funktionen mehrerer Unabhängiger, wie
etwa der Brennstoffansaugung, der Mach-Zahl, der umgebenden Temperatur und des umgebenden
Drucks usw. sind. Um derartige Funktionen mit hinreichender Genauigkeit zu berechnen, ist der Einsatz
eines Digitalrechners nötig. Die berechneten Größen werden anschließend in einem Digital-Analog-Wandler
umgesetzt und den betreffenden Meß- bzw. Steuergeräten als Analogsignale zugeführt. Um nun
bei stetigen Funktionen Funktionswerte an beliebigen Abszissenpunkten aus den nur für bestimmte diskrete
Punkte gespeicherten Funktionswerten zu ermitteln, sind in den genannten Anwendungsfällen ständig
Interpolationen nötig.
Auf herkömmlichen Digitalrechnern läuft die Interpolation so ab, daß zunächst zu dem Abszissenpunkt,
für den der Funktionswert gesucht wird, diejenigen Eingabelungspunkte ermittelt werden, bezüglich
deren Funktionswerte gespeichert sind. Diese Eingabelungspunkte sind durch die Ungleichung
definiert:
Xn fi X <
Xn + i,
wobei χ die unabhängige Abszissengröße ist, für die der Funktionswert gesucht wird, und Xn bzw. Xn+1
die eingabelnden Abszissenpunkte sind. Sodann werden die zu den Eingabelungspunkten gehörigen
Funktionswerte f(xn) bzw. /(Xn+1) aus einem Speicher
geladen, und die Interpolation wird nach der folgenden Gleichung durchgeführt:
fix) =
Xn+i
f(x) =
- Xn)
Digitaler Interpolationsrechner
Anmelder:
General Precision Inc.,
Binghamton, N.Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. v. Schumann,
Patent- und Rechtsanwalt,
München 22, Widenmayerstr. 5
Patent- und Rechtsanwalt,
München 22, Widenmayerstr. 5
Als Erfinder benannt:
John M. Hunt, Binghamton, N.Y.;
John Kaufmann, Sunnyvale, Calif.;
Harold R. Dell, Palo Alto, Calif. (V. St. A.)
John M. Hunt, Binghamton, N.Y.;
John Kaufmann, Sunnyvale, Calif.;
Harold R. Dell, Palo Alto, Calif. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. ν. Amerika vom 21. Februar 1963 (260 160)
Zur Lösung dieser Gleichung führt ein herkömmlicher Digitalrechner zunächst drei Subtraktionen,
dann eine Division und eine Multiplikation und schließlich eine Addition durch. Die Ermittlung eines
einzigen Funktionswertes auf diesem Lösungsweg nimmt also relativ viel Zeit in Anspruch. Da ferner
in bestimmten Anwendungsfällen ständig wiederkehrend solche Interpolationen ausgeführt werden
müssen, akkumuliert sich dieser Zeitbedarf und stellt einen wichtigen Faktor in der gesamten Rechenzeit
dar.
Gegenstand der Erfindung ist ein digitaler Interpolationsrechner, der zur Lösung der Interpolationsgleichung
weniger Einzelrechenschritte benötigt und daher schneller ist. Der Erfindung liegt eine Umwandlung
der obengenannten Gleichung in eine für die Binärverarbeitungsweise geeignetere Form zugrunde.
Die Gleichung lautet dabei:
2m '
Zur Durchführung der Lösung nach der vor- kandenregister zur Aufnahme des kleineren und
stehenden Gleichung besteht der erfindungsgemäße 50 einem weiteren Multiplikandenregister zur Aufnahme
Interpolationsrechner aus einem Multiplikatorregister des größeren der beiden Eingabelungsfunktionswerte
für die unabhängige Veränderliche, einem Multipli- aus einem Speicher, der die Funktionswerte für aus-
609 609/334
3 4
gewählfe-'Abszissenpunkte enthält, und aus einer benützt, um die Genauigkeit des Interpolationsergeb-
Schaltung, die in einzelnen Phasen zunächst den nisses über die eigentliche Stellenzahl der Register
Inhalt des ersten Multiplikandenregisters mittels auszudehnen.
eines Übertragungsgatters in einen Produktakkumu- Weitere Einzelheiten der Erfindung ergeben sich
lator kopiert, sodann die jeweils unterste Stelle des 5 aus dem im folgenden beschriebenen Ausführungs-Mültiplikatorregisters
mittels einer Abfühlanordnung beispiel an Hand der Zeichnungen, in denen
prüft, bei einer Eins in dieser Stelle den größeren, F i g. 1 ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen bei einer Null den kleineren Multiplikanden über ein Interpolationseinheit für einen Digitalrechner ist,
Addierwerk als jeweiliges binäres Teilprodukt zum F i g. 2 die Funktion einer Veränderlichen dar-Inhalt des Produktakkumulators hinzuaddiert und io stellt, in der die Beziehungen zwischen den gespeinach jedem Rechenschritt das darin entstehende cherten Funktionswerten und der zu einer Eingangs-Teilergebnis sowie den Multipükator um eine Stelle größe gehörigen gesuchten Funktion gezeigt sind,
nach rechts verschiebt. Die in der letztgenannten Fig. 3 in ähnlicher Darstellung wie Fig. 2 die Gleichung enthaltenen drei Summanden werden in Verhältnisse für eine Funktion zweier Veränderdem erfindungsgemäßen Rechner gleichzeitig berech- 15 licher zeigt,
prüft, bei einer Eins in dieser Stelle den größeren, F i g. 1 ein Blockschaltbild der erfindungsgemäßen bei einer Null den kleineren Multiplikanden über ein Interpolationseinheit für einen Digitalrechner ist,
Addierwerk als jeweiliges binäres Teilprodukt zum F i g. 2 die Funktion einer Veränderlichen dar-Inhalt des Produktakkumulators hinzuaddiert und io stellt, in der die Beziehungen zwischen den gespeinach jedem Rechenschritt das darin entstehende cherten Funktionswerten und der zu einer Eingangs-Teilergebnis sowie den Multipükator um eine Stelle größe gehörigen gesuchten Funktion gezeigt sind,
nach rechts verschiebt. Die in der letztgenannten Fig. 3 in ähnlicher Darstellung wie Fig. 2 die Gleichung enthaltenen drei Summanden werden in Verhältnisse für eine Funktion zweier Veränderdem erfindungsgemäßen Rechner gleichzeitig berech- 15 licher zeigt,
net und aufeinander addiert, so daß — zeitlich F i g. 4 den Aufbau eines nach F i g. 1 verwendeten
gesehen — nur eine einzige Binärmultiplikation Gatters darstellt,
durchzuführen ist. F i g. 5 den Aufbau einer nach F i g. 1 verwendeten
In weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung um- Vergleichsstufe zeigt und
faßt der Interpolationsrechner eine Vergleichsstufe, ao F i g. 6 die Schaltung der nach F i g. 1 verwendeten
die bei Übereinstimmung der oberen Stellen eines Ladelogik wiedergibt.
Eingangsregisters mit einem Speicheradreßzähler die Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der
Inhalte der dem Zähler entsprechenden Speicher- Erfindung werden Digitalsignale, die verschiedene
platze über eine Ladelogik mittels Eingangsgattern Punkte 11 von Funktionskurven (F i g. 2 und 3) darin
die Multiplikandenregister überträgt. Die oberen 25 stellen, auf einer magnetischen Trommel oder einem
Stellen desjenigen Abszissenpunktes, für den ein anderen Datenspeicher 12 großer Kapazität gespei-Funktionswert
gesucht wird, stellen also erfindungs- chert (Fig. 1). Eingangssignale, die diex-, y-, z-Werte
gemäß gleichzeitig die Speicheradresse für die Ein- der unabhängigen Veränderlichen darstellen, werden
gabelungspunkte dar. Damit wird auch der Zeit- in Register 13,14 und 15 eingeführt. Daten, die die
. bedarf für die Ermittlung der eingabelnden Funk- 30 Funktionskurven darstellen, werden Punkt für Punkt
tionswerte wesentlich herabgesetzt. gespeichert, und die Werte der abhängigen Ver-
In weiterer vorteilhafter Ausgestaltung sieht die änderlichen x0, X1, x2 usw. werden so gewählt, daß
Erfindung weitere Eingangsregister, die mit weiteren die Punkte in gleichen Abständen entlang der
Vergleichsstufen und weiteren Zählern zusammen- Abszisse liegen. Wie in F i g. 2 dargestellt, können
wirken, sowie zwei Zwischenregister zur zwischen- 35 neun solche Punkte gespeichert werden, wobei die
zeitlichen Aufnahme der jeweiligen Inhalte des Pro- Kurve in acht Segmente unterteilt wird, die in
duktakkumulators und deren Wiedergabe an die Abszissenrichtung gleiche Komponenten haben. Die
Multiplikandenregister vor. Dadurch wird die Inter- Eingangsgröße, die im x-Register 13 enthalten ist, ist
polation bei Funktionen von zwei bzw. drei und mehr binär verschlüsselt und stellt einen besonderen
Veränderlichen ermöglicht. 40 x-Wert innerhalb des Nutzbereiches der Funktions-
In weiterer erfindungsgemäßer Ausgestaltung sind kurve zwischen X0 und x8 dar. Es ist darauf hinzu-
die gespeicherten Funktionswerte so ausgewählt, daß weisen, daß die drei obersten Binärstellen der x-Ein-
sie zu äquidistanten Abszissenpunkten gehören und gangsgröße daher ein besonderes Segment der Funk-
das Multiplikatorregister nur die unteren Bits des tionskurve bilden. Wenn die Speichertrommel 12 sich
jeweiligen Eingangsregisters aufzunehmen braucht. 45 dreht, werden die verschiedenen Punkte 11 der
Es wird also nicht mit allen Stellen des betreffenden Funktionskurve durch einen Wortzähler 17 gezählt.
Abszissenpunktes, sondern nur mit demjenigen nach Eine Vergleichsstufe 18 vergleicht den Zustand des
dem Komma gerechnet. Neben einer Vereinfachung Wortzählers mit den drei obersten Stellen der x-Ein-
der Schaltung ergibt sich auch daraus eine Ver- gangsgröße vom Register 13. Wenn eine Identität
kürzung der Rechenzeit. 50 zwischen dem Wortzähler 17 und den drei obersten
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung umfaßt Stellen der Eingangsgröße festgestellt wird, wird ein
der Interpolationsrechner zwei Akkumulatoren, von Signal durch eine Leitung 19 zur Ladelogik 20 gedenen
der erste seinen Inhalt mittels eines Über- führt, woraufhin ein erster Satz von Eingangsgattem
tragungsgatters in bestimmten Phasen um eine Stelle 21 in die Lage versetzt wird, die Daten hindurchverschoben
an den zweiten Akkumulator abgibt, der 55 zulassen, die einen ersten Eingabelungspunkt 22 der
seinerseits seinen Inhalt mittels eines Übertragungs- Funktionskurve darstellen. Danach wird ein zweiter
garters an das Addierwerk in Zwischenphasen zum Satz von Eingangsgattern 23 in die Lage versetzt,
Inhalt des ersten hinzuaddieren kann. Diese Schal- Daten vom zweiten Eingabelungspunkt 24 der Funktung
vermittelt eine stabile Speicherung der Informa- tionskurve hindurchzulassen. Auf diese Weise wertionen
in den Zwischenregistern, da in keinem Zeit- 60 den die Signale, die die Eingabelungswerte der Funkpunkt
eine geschlossene Schleife besteht. tionskurve darstellen, in einem Paar Register 25 und
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung verschiebt 26 gespeichert.
der Interpolationsrechner den Inhalt des Multipli- Während die obersten Binärstellen aus den Einkatorregisters
bei jedem Rechenschritt bitweise und gangsregistern 13,14 und 15 verwendet werden, um
überträgt die aus dem Akkumulator herausgeschobe- 65 die Eingabelungsfunktionspunkte durch die Vernen
unteren Bits in die frei werdenden Stellen des gleichsstufen 18 zu bestimmen, werden die unteren
Multiplikatorregisters. Die nicht mehr benötigten Stellen durch Übertragungsgatter 28 zu einem MultiStellen
des Multiplikatorregisters werden also dazu plikatorregister 29 geleitet. Zur Durchführung der
Interpolation wird zunächst das Register 25 über die Ubertragungsgatter 30 mit einem Akkumulator 31
gekuppelt, wodurch Signale, die den ersten Eingabelungsfunktionswert, /(x„), darstellen, in den Akkumulator
31 geführt werden. Das Ablesen aus dem Register 25 zerstört den Registerinhalt nicht, und
daher wird die Größe f(xn) sowohl im Akkumulator
31 als auch im Register 25 gespeichert.
Nach den anfänglichen Operationen des Einführens der Werte in die Register 25, 26 und 29 und in
den Akkumulator 31 wird das Multiplikatorregister 29 Stelle für Stelle durch einen Abfühler 32 abgefragt,
und das eine oder das andere der Addiergatter 33 bzw. 34 wird in die Lage versetzt, die
Größe f(xn) aus dem Register 25 bzw. die Größe f (xn+1) aus dem Register 26 hindurchzulassen. Ein
Addierwerk 35 addiert den ausgewählten Funktionswert, /(*„) bzw. /Ocn+1), zu dem Inhalt des Akkumulators
31, um ein Teilprodukt in einem weiteren Akkumulator 36 zu erzeugen. Nach dem ersten
Additionsschritt wird der Inhalt des Akkumulators 36 in den Akkumulator 31 mittels der Übertragungsgatter 37 übertragen. Die Akkumulatoren 31 und 36
sind miteinander durch die Übertragungsgatter 37 so gekuppelt, daß während des Übertragungsvorganges
eine Rechtsverschiebung durchgeführt wird. Nach jeder Addition wird das Teilprodukt nach rechts verschoben
und in den Akkumulator 31 eingeführt, und das Multiplikatorregister 29 wird ebenfalls nach
rechts verschoben. Die Interpolation setzt sich mit dem Abfragen der übrigen Multiplikatorstellen und
der Addition des jeweils entsprechenden Multiplikanden fort. Nach jeder Addition werden sowohl das
Teilprodukt als auch die Multiplikatorgröße nach rechts verschoben, bis alle Multiplikatorstellen abgefragt
sind. Der Akkumulator 31 enthält dann die Ausgangssignale, die den interpolierten Funktionswert f(x) darstellen.
Die Rechenanlage, die in F i g. 1 dargestellt ist, überträgt und verarbeitet die Signale parallel. So
wird eine Vielzahl von Eingangssignalen in eines der x-, y- oder z-Register 13, 14 oder 15 gleichzeitig
über eine Vielzahl paralleler Eingangsleitungen eingeleitet. In gleicher Art und Weise werden Signale
aus dem Speicher 12 gleichzeitig über mehrfache Leitungen zu einer Gruppe von Leseverstärkern geleitet,
die gemeinsam als ein einziger Kasten 39 dargestellt sind. Von dort können die Signale durch
geeignete Gruppen von Gattern 21 oder 23 in Register 25 bzw. 26 geleitet werden. Die Vielzahl der
parallelen Leitungen zwischen den verschiedenen Rechenanlagen-Bausteinen oder Komponenten sind
in F i g. 1 durch Doppellinien angedeutet. Die verschiedenen in F i g. 1 gezeigten Gatter, wie z. B. 21,
23, 28, 33 und 34, bestehen in Wirklichkeit aus einer Vielzahl von UND-Gattern 40, wie in F i g. 4 gezeigt.
Durch eine Schaltspannung auf der Leitung 41 werden alle Gatter 40 geöffnet, um Signale zwischen den
Eingangsklemmen und entsprechenden Ausgangsklemmen hindurchzulassen. Jedes der UND-Gatter
40 kann von üblicher Bauart sein, beispielsweise dem Diodengatter entsprechen, das auf Seite 32 des Lehrbuches
mit dem Titel »Arithmetical Operations In Digital Computers« von R. K. Richards, Verlag
D. Van Nostrand Company, beschrieben ist.
Die Vergleichsstufen 18 können nach F i g. 5 aus UND-Gattern 41 und 42 und einem ODER-Gatter
43 bestehen. Jedes UND-Gatter ist mit seiner einen
55 Eingangsklemme über eine der Leitungen 44 der entsprechenden
der obersten Stellen des x-Registers 13, mit seiner anderen über eine der Leitungen 45 mit
dem Wortzähler 17 gekuppelt. Jede aus den UND-Gattern 41 und 42 und einem ODER-Gatter 43 bestehende
Gruppe stellt ein »EXKLUSIV-ODER-Gatter« dar, das dann geöffnet ist, wenn zwischen
den Signalen auf dem Leitungspaar 44 und denen auf dem Leitungspaar 45 Identität besteht. Ein
letztes UND-Gatter 47 ist mit jedem der EXKLU-SIV-ODER-Gatter gekoppelt und führt ein Signal
zur Ausgangsleitung 19, wenn von allen ODER-Gattern Signale empfangen werden. In diesem Fall
sind alle Eingangssignale der Leitungen 44 identisch den Eingangssignalen der Leitungen 45, d. h., die
obersten Bits des x-Eingangssignals sind dem Inhalt des Wortzählers 17 gleich.
Wie vorher angegeben, erzeugt die Rechenanlage nach der vorliegenden Erfindung ein Ausgangssignal,
das eine Funktion von einer, zwei oder drei Veränderlichen ist, die durch die Eingangssignale x, y
und ζ dargestellt werden. F i g. 2 zeigt ein Beispiel für eine einzige Veränderliche. Durch Interpolation
zwischen den Funktionswerten der Eingabelungspunkte 22 und 24 wird ein Ausgangssignal erzeugt,
das den Funktionswert f(x) des interpolierten Punktes 49 wiedergibt. F i g. 3 zeigt in dreidimensionaler
Darstellung eine Funktion zweier Veränderlicher χ und y. Um ein Ausgangssignal aus einer
Funktion von zwei Veränderlichen zu erzeugen, wird eine erste Interpolation zwischen den Funktionswerten eines Paares von Eingabelungspunkten 50
und 51 durchgeführt, wobei ein Zwischensignal entsprechend dem Funktionswert eines interpolierten
Punktes 52 entsteht. Eine zweite Interpolation zwischen den Funktionswerten eines Paares von Eingabelungspunkten
53 und 54 ergibt ein zweites Signal, das den Funktionswert an einem Zwischenpunkt
55 darstellt. Durch eine dritte und letzte Interpolation zwischen den Funktionswerten der Punkte
52 und 55 erhält man ein Ausgangssignal, das dem Funktionswert an dem gesuchten Interpolationspunkt
56 entspricht.
Eine Funktion von drei Veränderlichen kann nicht graphisch in einer zufriedenstellenden Art und Weise
wie in F i g. 2 oder 3 dargestellt werden, aber dieser Fall wird verständlich, wenn man sich eine Funktion
von drei Veränderlichen als eine Reihe von Kurvenblättern vorstellt, von denen jedes ähnlich der Fig. 3
ist. Jedes Blatt kann an sich selbst der Fig. 3 gleichen, aber die einzelnen Punkte können von den
Werten der Punkte des benachbarten Blattes ausgehen. Das erfindungsgemäße Gerät kann den Endwert
der Funktion bestimmen, indem es vier Initial-Interpolationen zwischen nebeneinanderliegenden
Blättern durchführt und Punkte erzeugt, die den Punkten 50, 51, 53 und 54 nach F i g. 3 entsprechen.
In diesem Fall kann die Darstellung nach F i g. 3 selbst als eine Interpolation zwischen zwei benachbarten
Blättern angesehen werden, die nicht gezeigt sind, die man sich jedoch als von ähnlicher Gestalt
vorzustellen hat. Nach den ersten vier Interpolationen wird die Funktion von drei Veränderlichen
auf eine Funktion von zwei Veränderlichen reduziert, und daraus wird der gesuchte Funktionswert
in Übereinstimmung mit den Schritten gewonnen, die oben angegeben sind. Selbstverständlich kann die
Erfindung auch für Funktionen von mehr als drei
Veränderlichen durch die dann erforderliche Erhöhung der Sätze von Kurvenblättern verwendet
werden.
Wie in Fig. 1 gezeigt, werden die Signale, die die einzelnen Punkte darstellen, kontinuierlich durch die
Leseverstärker 39 von der Speichertrommel 12 abgelesen. Der Wortzähler 17 wird nach jedem Ablesen
um Eins erhöht. ■
Nachdem alle Punktwerte einer einzelnen Funktionskurve abgelesen sind, kehrt der Wortzähler 17
auf Null zurück, und es wird ein Signal erzeugt, das einen Kurvenzähler 58 vorschaltet. Während der
Trommelspeicher 12 weiterhin Signale durchgibt, die weitere Punkte weiterer Kurven darstellen, kehrt der
Kurvenzähler schließlich auf Null zurück, und ein Fortschaltimpuls wird einem Blattzähler 59 zügeführt.
Die verschiedenen Vergleichssrufen 18 vergleichen so den x-Eingang mit dem Zustand des
Wortzählers 17, den y-Eingang mit dem Zustand des Kurvenzählers 58 und den z-Eingang mit dem Blattzähler
59. Man sieht, daß für Funktionen zweier Veränderlicher der Blattzähler 59 und das Register
15 überflüssig und für Funktionen einer einzigen Veränderlichen weder der Kurvenzähler 58 noch der
Blattzähler 59 noch die Register 14 und 15 notwendig sind.
Die Ladelogik für die Funktionswerte /(x„) und
/(xn+1) steuert die. Eingangsgatter 21 und 23 so, daß
sie die entsprechenden Signale aufnehmen, wenn die obersten Bits in den x-, y- und z-Registern mit dem
Inhalt der Zähler 17 bzw. 58 bzw. 59 übereinstimmen. Fig. 6 zeigt eine vereinfachte Anordnung der
logischen Schaltung 20. Die Leitungen 19 aus den Vergleichsstufen 18 sind mit einem geeigneten Gitter
61 verbunden. Wenn die Identität hergestellt ist, wird ein Flip-Flop 62 gesetzt, um eine Spannung auf einer
Leitung 63 zu erzeugen, die das /(xn)-Eingangsgatter 21 öffnet. Von der magnetischen Trommel 12 stammende
Taktimpulse werden einer Leitung 64 zügeführt, so daß das Flip-Flop 62 gelöscht wird, nachdem
die Funktionspunktdaten von der Trommel 12 abgelesen und durch das Eingangsgatter 21 geleitet
worden sind. Der gleiche Taktimpuls auf der Leitung 64 wird über ein UND-Gitter 65 geleitet, um ein
zweites Flip-Flop 66 zu setzen, das eine Spannung auf einer Leitung 67 erzeugt, die das /(xn+1)-Eingangsgatter
23 öffnet. Während des nächsten Zeitintervalls werden die Signale, die den Wert /(xn+1)
darstellen, durch das Gatter 23 geführt. Ein weiterer Taktimpuls auf einer Leitung 68 löscht das Flip-Flop
66 und sperrt das Gatter 23. Wie vorher angegeben, vergleichen die Vergleichsstufen 18 die obersten
Bmarstellen des Eingangssignals mit den gespeicherten
»Wörtern« oder Funktionspunkten, um den ersten Eingabelungspunkt xn zu ermitteln (xä nach
χ - χη)
F i g. 2), der in das Register 25 eingeführt wird. Die Ladelogik 20 sorgt dafür, daß nicht nur die Daten
für den Punkt 22 in das Register 25, sondern auch diejenigen für den Punkt 24 in das Register 26 geladen
werden. Auf diese Weise werden die beiden Punkte, die die Eingangsgröße χ eingabein, in die
Register 25 bzw. 26 geladen. ·
Wie vorher angegeben, lautet die allgemeine Formel für einen durch lineare Interpolation gewonnenen
Funktionswert:
_
/(x) = —- [/Oc71+1) — f(xn)] -f-/w , (1)
/(x) = —- [/Oc71+1) — f(xn)] -f-/w , (1)
worin χ die Eingangsgröße ist, xn und Xn+1 die Werte
der unabhängigen Veränderlichen an den Punkten, die die Größe χ eingabein, f(xn) und /(Xn+1) die abhängigen
Funktionswerte der Eingabelungspunkte sind und /(x) der gesuchte Funktionswert für die
Eingangsgröße χ ist. Eine Lösung für die obige Glei-
ao chung erfordert drei anfängliche Subtraktionsschritte, einen Divisionsschritt, einen Multiplikationsschritt
und schließlich einen Additionsschritt. Gleichung (1) kann verändert werden, wenn erkannt wird, daß die
Divisionsgröße (x,i+1 — x„) den betreffenden Abschnitt
auf der Abszisse zwischen benachbarten Punkten der Funktionskurve (s. F i g. 2) darstellt.
Wie vorher angegeben, sind die Punkte entlang der Abszisse äquidistant, und daher ist die Größe
(xn+i~xn) eme Konstante. Wenn dieser konstante
Divisor gleich der Einheit gemacht wird, kann der Divisionsschritt ausgeschaltet werden. Damit vereinfacht
sich Gleichung (1) wie folgt:
/W - (* - *»J LA^+iJ-/WJ+/W- V-)
Gleichung (2) kann erweitert wie folgt geschrieben werden:
/0*0 =/(x»+i) · (* — *») —/W · (x ~ χη)
40
45
wird die Größe /(x„) als gemeinsamer Faktor der
beiden letzten Ausdrücke eingesetzt, so ergibt sich die folgende Gleichung:
& ~ Xn>
+/W lL (x
Es ist darauf hinzuweisen, daß die Größe 1—(x—x„)
das Zweier-Komplement der Größe (x — Xn) ist.
Diese Größe kann in das Einer-Komplement von (x—Xn) umgewandelt werden, indem man davon den
w d untersten BinärsteUe 1 abzieht
2m
'
worin m die Zahl der Binärstellen in der Multiplikatorgröße
ist:
-
- {χ - χη)
Einer-Komplement von (x—xj
Aus Gleichung (5) ergibt sich, daß der gesuchte Funktionswert /(x) gleich der Summe von drei Ausdrücken
ist. Der erste Ausdruck /(xn+1) (x—Xn) ist
das Produkt aus dem Multiplikator und dem Funktionswert des zweiten Eingabelungspunktes /(xn+1).
Dieser Ausdruck könnte durch eine übliche Rechenanlagenmultiplikation
mit wiederholten selektiven Additionen und Rechtsverschiebungen des Multiplikanden
/(^n+1) errechnet werden. Bei einem der-
artigen herkömmlichen Multiplikationsschritt wird
65, der Multiplikator (x—Xn) Stelle für Stelle abgefragt,
' der Multiplikand /(x„+1) hinzuaddiert und jedesmal
nach rechts verschoben, wenn die betreffende Multiplikatorstelle eine binäre Eins enthält. Der Multipli-
kator wird nicht hinzuaddiert, wenn die Multiplikatorstelle
eine binäre Null enthält. Den zweiten Ausdruck der Gleichung (5) erhält man durch ähnliche
selektive Additionen und Registerverschiebungen. Da der Multiplikator für den zweiten Ausdruck
das Einer-Komplement der Größe (x—Xn) ist, wird
der Multiplikand f(xn) jedesmal hinzuaddiert, wenn
die betreffende Multiplikatorstelle eine Null enthält. Die Addition unterbleibt, wenn die Multiplikatorstelle
eine Eins enthält.
Es ist nun verständlich, daß ein kombinierter Wert für zwei Ausdrücke der Gleichung (5)
/(Xn + i) (X — Xn) + /(X
in einem einzigen Multiplikationsschritt entwickelt werden kann. Die beiden Multiplikanden /(Xn+1)
und f(xn) können in getrennte Multiplikandenregister
und der Multiplikator (x—xn) in ein Multiplikatorregister
eingeführt werden. Der Multiplikator wird dann Stelle für Stelle abgefragt. Jedesmal, wenn
die abgefragte Multiplikatorstelle eine binäre Eins enthält, wird der eine Multiplikand /(xn+1) zum Teilprodukt
addiert, und jedesmal, wenn die Multiplikatorstelle eine binäre Null enthält, wird der andere
Multiplikand f(xn) zum Teilprodukt addiert. Nach
jeder Addition wird das Produktregister oder der Produktakkumulator als Vorbereitung für die
nächste Multiplikandenaddition nach rechts verschoben.
Der dritte Ausdruck der Gleichung (5), / (xn) -—,
stellt das Produkt aus dem Multiplikanden f(xn) und
dem Bruch -^- dar. Diese Multiplikation kann
durchgeführt werden durch Einführen des Multiplikanden / (x„) in einen Akkumulator oder ein Register
und nachfolgende m-fache Rechtsverschiebung des Registers, wobei m die Stellenzahl des Multiplikators
ist. In der erfindungsgemäßen Interpolarschaltung wird dieses Produkt gleichzeitig mit den oben beschriebenen
Rechenschritten entwickelt. Der Multiplikand f(x„) wird am Beginn der Multiplikationsoperation in den Produktakkumulator geladen. Sodann
werden die Multiplikanden, wie beschrieben, selektiv und entsprechend der jeweils abgefragten
Multiplikatorstelle zum Inhalt des Produktakkumulators hinzuaddiert, der nach jeder Addition nach
rechts verschoben wird. Mit anderen Worten wird der Multiplikand f(xn) in den Produktakkumulator
geladen, und danach bewirken die weiteren Multiplikationsoperationen,
daß die Größe wiederholt nach rechts verschoben wird, und zwar so oft, wie es der
Zahl der Stellen des Multiplikators entspricht. Besondere Operationen brauchen deshalb nicht durchgeführt
zu werden.
Als alternatives Verfahren zur Berechnung kann der Initialschritt zur Übertragung der Größe f(xn)
aus dem Multiplikandenregister 25 zum Akkumulator 31 in der Weise ausgeführt werden, daß eine
binäre Null in die unterste Binärstelle des Multiplikatorregisters 29 geladen wird. Wenn in Betracht
gezogen wird, daß die Multiplikatorgröße ein Binärbruch ist, braucht das Hinzufügen eines weiteren
Bits den Wert des anderen Multiplikatorbits, die in das Register 29 über die Gatter 28 übertragen werden,
nicht zu beeinflussen. Wenn das Multiplikatorregister stets mit der binären Null beginnt, kann der
Akkumulator 31 gelöscht werden, und der erste Additionsschritt führt wirksam die Größe f(xn) in
den Akkumulator durch die Additionsvorrichtung 35 ein.
Wie bereits beschrieben, werden die drei höchsten Stellen der Eingangsgrößen von den Vergleichsstufen
dazu benutzt, um die Eingabelungsrößen /(x„) und /(xn+1) für die Register 25 und 26 zu bestimmen. In
der Zwischenzeit werden die unteren Stellen der Eingangsgröße in das Multiplikatorregister 29 geladen.
Der Multiplikatorabfühler 32 kann ein einfaches Flip-Flop oder ein bistabiler Stromkreis sein, der in
einen ersten Leitzustand versetzt wird, wenn das unterste Bit des Multiplikatorregisters 29 eine binäre
Eins ist; es wird in einen zweiten Leitzustand versetzt, wenn das unterste Multiplikatorbit eine binäre
Null ist. Die beiden Ausgangsleitungen der Flip-Flop-Schaltung 32 sind mit entsprechenden Gattern
33 und 34 verbunden, so daß ein erster Satz von Eingängen des Paralleladdierwerks 35 je nach dem
Zustand des Flip-Flops entweder mit dem Register 25 oder mit dem Register 26 gekuppelt wird. Der
Interpolationsvorgang beginnt durch einen Initialadditionsimpuls, der dem Ubertragungsgatter 30 zugeführt
wird, wodurch der Multiplikand /(x„) in den zweiten Akkumulator 31 eingeführt wird. Dieser Anfangsschritt,
kombiniert mit den anschließenden, im Zusammenhang mit den aufeinanderfolgenden Additionen
stattfindenden Rechtsverschiebungen, erzeugt
die Größe des dritten Ausdruckes f(x„)
2m
obigen Gleichung (5). Nach der Initialaddition werden die Gatter 33 bzw. 34 geöffnet, je nach dem
Wert des untersten, im Multiplikatorregister 29 gespeicherten Bits. Der Inhalt des Akkumulators 31
wird zu dem des ausgewählten Registers 25 bzw. 26 über das Addierwerk 35 addiert und durch das Übertragungsgatter
70 in den Akkumulator 36 übergeführt. Anschließend wird das Teilprodukt aus dem Akkumulator 36 in den zweiten Akkumulator 31 zur
Vorbereitung des nächsten Additionsschrittes übertragen. Die Übertragungsgatter 37 und 70 werden zu
verschiedenen Zeiten während des Operationszyklus in Betrieb gesetzt, wie durch die Bezeichnung ΦΑ
und ΦΒ angegeben ist. In diesem arithmetischen
Stromkreis sichert die Verwendung der beiden Akkumulatoren 36 und 31 die Stabilität in den Additionsoperationen. Da die Übertragungsgatter 70 und 37
nicht gleichzeitig »offen« sind, ist keine geschlossene Schleife gegeben, wie sie vorhanden wäre, wenn der
Akkumulator 31 seinen Inhalt in das Addierwerk 35, damit in den Akkumulator 36 und weiter zum
ursprünglichen Akkumulator 31 weitergäbe. Offensichtlich kann der Inhalt des Akkumulators 31 zusammen
mit einem weiteren Multiplikanden durch das Addierwerk geleitet werden, um den Akkumulator
36 in einem stabilen Zustand zu halten. Als zweiter Schritt kann der Inhalt des Akkumulators
36 in den Akkumulator 31 übertragen werden. Die Rechtsverschiebung kann durchgeführt werden, während
der Inhalt des Akkumulators 36 in den Akkumulator 31 geleitet wird. Während dieser Übertragung
kann die unterste Binärstelle des Akkumulators 36 in das Multiplikatorregister 29 übertragen werden,
während die anderen binären Stellen dem Akkumulator 31 zugeführt werden.
Bei allen aufeinanderfolgenden Additionsschritten wird die jeweils unterste Stelle des Multiplikator-
609 609/334
registers 29 vom Stromkreis 32 abgefühlt; dann wird das Register nach rechts verschoben, dabei die unterste
Stelle fallengelassen und das nächsthöhere Bit in die unterste Registerstelle geschoben. Während die
Stellen des Multiplikators nach rechts verschoben, abgefragt und hinausgeschoben werden, werden weitere
Stellen vom Akkumulator 36 in die frei gewordenen Stellen des Registers 29 übergeführt. Nachdem
sämtliche aufeinanderfolgenden Additionen durchgeführt sind, sind die Stellen des Multiplikators alle
abgefragt und aus dem Register 29 hinausgeschoben worden, und die untersten Stellen des Produktes
nehmen dann diese Register ein. Die höchsten Stellen des Produktes erscheinen im Akkumulator 31. In
einer letzten Übertragungsoperation läßt ein Satz von Ausgangsgattern 72 alle gewünschten Produktstellen
zu den Ausgangsklemmen 73 gelangen. Offensichtlich kann eine Abrundung durchgeführt werden, bei
der beliebig viele oder alle unteren im Register 29 stehenden Stellen fallengelassen werden. Wenn es in
der Tat nicht erwünscht ist, die Produktausgangsgröße auf eine größere Genauigkeit zu bringen als
die Eingangsgrößen, so braucht das Multiplikatorregister nicht verwendet zu werden, um die unteren
Binärstellen zu speichern, und der Akkumulator 31 allein enthält das Produkt.
Will man eine Funktion von zwei oder mehr Veränderlichen interpolieren, so müssen mehrere Interpolationsoperationen
durchgeführt werden, wie oben im Zusammenhang mit F i g. 3 besprochen. Nach dem ersten Interpolationsvorgang kann der Inhalt
des Akkumulators 31 über ein IRA-Eingangsgatter 75 in ein Zwischenregister 74 übertragen werden.
Das Zwischenregister 74 hält dann das Ergebnis der ersten Interpolation aufrecht, während eine zweite
Interpolation durchgeführt wird. Die Größe, die sich aus der zweiten Interpolation ergibt, kann von dort
durch das IRB-Eingangsgatter 76 in ein weiteres Register 77 und von dort durch das IRB-Übertragungsgatter
78 in das Multiplikandenregister 26 geleitet werden. In ähnlicher Art und Weise kann der Inhalt
des Registers 74 über das IRA-Übertragungsgatter 79 in das andere Multiplikandenregister 25 geleitet
und eine Schlußinterpolation durchgeführt werden. Wenn es erwünscht ist, eine Funktion von drei Veränderlichen
zu erzielen, kann eine erste Interpolation durchgeführt werden, deren Ergebnis im Register 74
gespeichert wird. Die Ergebnisse einer zweiten Interpolation können im Register 77 gespeichert werden.
Eine dritte Interpolation kann von dort aus zwischen dem Inhalt der Register 74 und 77 durchgeführt
werden, und die sich ergebenden Signale können wiederum in dem Register 74 gespeichert werden.
Die bei einer vierten Interpolation entstehenden Signale werden im Register 77 gespeichert, und eine
fünfte Interpolation kann von dort durchgeführt werden, deren Ergebnis wieder im Akkumulator 31
gespeichert wird. Für die sechste Interpolation kann der Inhalt der Register 74 und 77 in die Register 25
und 26 übertragen und von dort kann der Inhalt des Akkumulators 31 zum Register 74 geleitet werden.
Das siebte und letzte Interpolationsergebnis kann dann über das Ausgangsgatter 72 zu den Ausgangsendklemmen
73 geleitet werden.
In einem Spezialrechner, wie etwa einem Flugsimulator, können die zu erzeugenden Ausgangssignale
Funktionen von einer, zwei pder drei Veränderlichen sein und, wie beschrieben, berechnet
werden. Viele dieser Funktionen wurden empirisch von beobachteten Daten abgeleitet und haben sich
als kontinuierliche Kurven ohne jegliche Diskontinuitäten, Sprünge oder scharfe Spitzen innerhalb des
zu interpolierenden Arbeitsbereichs erwiesen. Es hat sich gezeigt, daß Linearinterpolationen zwischen benachbarten
Teilpunkten der aufgezeichneten Funktion Ausgangssignale mit einer Genauigkeit von zwölf
bis vierzehn binären Stellen hefern, was einem Fehler
ίο von ungefähr 0,01% äquivalent ist. Es kann daher
gesagt werden, daß die Notwendigkeit der Darstellung von Funktionen als eine Serie geradliniger Segmente
in gleichen Abständen entlang der Abszisse keinen erheblichen Fehler in die Berechnungen einbringt.
Wie in F i g. 2 dargestellt, kann jede der Funktionen mit den Werten für neun Teilpunkte gespeichert
werden, um acht lineare Segmente zu schaffen. Da die drei höchsten Stellen acht binäre Kombinationen
erlauben, kann, wie durch F i g. 2 dargestellt, jedes Liniensegment mit einem der Werte X0 bis X7
identifiziert werden, was den binären Zahlen 000 bis 111 entspricht. Offensichtlich kann dieses Rechenverfahren
ausgedehnt werden, um eine größere Genauigkeit mit zusätzlichen gespeicherten Teilpunktwerten
zu schaffen. Beispielsweise können die Funktionskurven 17 Teilpunkte haben. Dadurch ergeben
sich sechzehn lineare Segmente, die mit den sechzehn binären Kombinationen identifiziert werden können,
die durch die vier höchsten Stellen der Eingangsgrößen dargestellt werden.
Claims (7)
1. Digitaler Interpolationsrechner, gekennzeichnet
durch ein Multiplikatorregister
(29) für die unabhängige Veränderliche, ein Multiplikandenregister (25) zur Aufnahme des
kleineren und ein weiteres Multiplikandenregister (26) zur Aufnahme des größeren der bei-
■to den Eingabelungsfunktionswerte aus einem Speicher
(12), der die Funktionswerte für ausgewählte Abszissenpunkte enthält, und eine Schaltung,
die in einzelnen Phasen zunächst den Inhalt des ersten Multiplikandenregisters mittels
eines Übertragungsgatters (30) in einen Produktakkumulator (31) kopiert, sodann die jeweils unterste
Stufe des Multiplikatorregisters (29) mittels einer Abfühlanordnung (32) prüft, bei einer Eins
in dieser Stelle den größeren, bei einer Null den kleineren Multiplikanden über ein Addierwerk
(35) als jeweiliges binäres Teilprodukt zum Inhalt des Produktakkumulators (31) hinzuaddiert und
nach jedem Rechenschritt das darin entstehende Teilergebnis sowie den Multiplikator um eine
Stelle nach rechts verschiebt.
2. Interpolationsrechner nach Anspruch 1, ge-. kennzeichnet durch eine Vergleichsstufe (18), die
bei Übereinstimmung der oberen Stellen eines Eingangsregisters (13) mit einem Speicheradreß-.
zähler (17) die Inhalte der dem Zähler entsprechenden Speicherplätze über eine Ladelogik (20)
mittels Eingangsgattern (21, 23) in die Multiplikandenregister (25, 26) überträgt.
3. Interpolationsrechner nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch ein weiteres Eingangsregister
(14), das mit einer weiteren Vergleichsstufe (18) und einem Zähler (58) zusammenwirkt, und zwei
Zwischenregister (74, 77) zur zwischenzeitlichen
Aufnahme der jeweiligen Inhalte des Produktakkumulators (31) und deren Wiedergabe an die
Multiplikandenregister (25,26).
4. Interpolationsrechner nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch ein drittes Eingangsregister
(15), das mit einem Zähler (50) und einer dritten Vergleichsstufe (18) zusammenwirkt.
5. Interpolationsrechner nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die gespeicherten Funktionswerte zu äquidis'tanten Abszissenpunkten gehören und das
Multiplikatorregister (29) nur die untersten Bits des jeweiligen Eingangsregisters (13,14, 15) aufnimmt.
6. Interpolationsrechner nach einem der vorhergehenden Ansprüche, gekennzeichnet durch
zwei Akkumulatoren (31, 36), von denen der erste (36) seinen Inhalt mittels eines Übertragungsgatters
(37) in bestimmten Phasen um eine
Stelle verschoben an den zweiten Akkumulator (31) abgibt, der seinerseits seinen Inhalt mittels
eines Ubertragungsgatters (70) und des Addierwerks (35) in Zwischenphasen zum Inhalt des
ersten hinzuaddieren kann.
7. Interpolationsrechner nach Anspruch 6, gekennzeichnet
durch bitweise Verschiebung des Inhalts des Multiplikatorregisters (29) bei jedem
Rechenschritt und Übertragung der aus dem Akkumulator (36) herausgeschobenen unteren
Bits in die frei werdenden Stellen des Multiplikatorregisters (29).
In Betracht gezogene Druckschriften:
»Handbook of Automation, Computation and
»Handbook of Automation, Computation and
Control«, Vol. 1, The Ramo-Wooldridge Corp., Los Angeles, 1958, S. 14—01 bis 14—06;
»A. I. E. E. Transactions«, Part I, Juli 1958,
S. 316 bis 319.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 609/334 8.66 © Bundesdruckerei Berlin
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