DE1222226B - Dichtung von Stossfugen zwischen Bauteilen - Google Patents
Dichtung von Stossfugen zwischen BauteilenInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
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Description
- Dichtung von Stoßfugen zwischen Bauteilen Es ist bekannt, Bauwerksfugen, insbesondere Stoßfugen, durch eine in eine Fugenerweiterung eingebrachte plastische Dichtungsmasse gegen einseitigen Druck abzudichten. Diese Dichtungsmasse, z. B. Bitumen, Kautschuk oder Kunststoff, soll auch die feinsten Ritzen abschließen und muß daher eine gewisse Zähflüssigkeit aufweisen. Damit behält sie aber auch den Nachteil der plastischen Flüssigkeiten, die entsprechend ihrer Viskosität einem Druck nachgeben, und so besteht die Gefahr, daß die Dichtungsmasse aus der Fuge auswandert.
- Man kennt verschiedene Maßnahmen, um das Entweichen der Dichtungsmasse zu verhindern, z. B. die Tränkung faseriger oder poriger Stoffe mit der Dichtungsmasse. Solche getränkten Packungen verlieren aber die entscheidende Fähigkeit, in die feinen Spalten und Ritzen dichtend einzudringen und dauernd innig an den Baukörpern zukleben. Bei Bewegungen treten daher leicht Undichtigkeiten auf.
- Man hat sich bei dieser Sachlage damit geholfen, daß man die Fugen abgedeckt hat, um damit das Herausquellen der Dichtungsmasse zu verhindern. Auch ist es bekannt, in derartig abgedeckte Fugen als Dichtung aufblähbare Schläuche oder Gummiprofile einzulegen, die ihren Anschlag an der Abdeckung finden bzw. von einer Abdeckung, beispielsweise einem Stab, in die Fuge gepreßt oder in ihr unter Druck gehalten werden.
- Diese Ausführungen sind zumeist Sonderkonstruktionen für den jeweiligen Bedarfsfall (Rohrstoßdichtungen) und nicht allgemein verwendbar.
- Die Erfindung betrifft eine Dichtung von Stoßfugen zwischen Bauteilen schlechthin, die dadurch bewirkt wird, daß eine plastische Dichtungsmasse, die in einer Fugenerweiterung liegt, mit Hilfe eines Stabes od. dgl. ständig unter Druck gehalten wird.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine solche Fuge sicher zu verschließen, und zwar auch, wenn die Dichtungsmasse infolge der Fugenbewegung nicht unter konstantem Druck steht, und löst die Aufgabe dadurch, daß zwischen die Dichtungsmasse und den den Druck ausübenden Stab od. dgl. ein faseriges oder poriges, weiches Material eingelegt ist, das die Dichtungsmasse trotz des auf ihr lastenden Druckes am Entweichen hindert. Der Vorteil der erfindungsgemäßen Ausführung ergibt sich aus der Möglichkeit, eine Dichtungsmasse mit hoher Plastizität zu verwenden, wodurch unter dem ausgeübten Druck eine satte Füllung erreicht und gegebenenfalls eine hohe Klebkraft ausgenutzt werden kann. Durch den sicheren Abschluß der Fuge mit einer faserigen oder porigen Zwischenlage wird der Druck des Stützstabes gleichmäßig und einwandfrei auf das Dichtungsmaterial übertragen und bei Fugenerweiterungen dank der Elastizität der Zwischenlage bzw. der Elastizität des Stützstabes stets ein Druck aufrechterhalten.
- Die Zwischenlage selbst wird zweckmäßig so ausgebildet, daß sie keine Dichtungsmasse schluckt, d. h., sie wird vorher mit entsprechender Masse getränkt und getrocknet, so daß sie der Fuge kein Material entzieht.
- Der die Dichtungsmasse unter ständigem Druck haltende Stab od. dgl. kann seinerseits durch bekannte elastische Mittel unter Druck gesetzt sein.
- In einer bei ringförmigen Fugen, wie z. B. bei Rohrstößen, bevorzugten Ausführung besteht der Stützstab aus einem elastisch aufgeweiteten Schlauch, der sich jeder Fugenänderung anpaßt. Ein weiterer Vorteil ist dabei der leichte Ersatz der Fugenfüllung bzw. aller Fugenbestandteile, wenn Alterungserscheinungen des Materials auftreten oder Auswechslungen gegen ein anderes neuartiges oder besseres Material vorgenommen werden sollen.
- Die Zeichnung zeigt zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung.
- In F i g. 1 ist ein Querschnitt durch den Rand einer Fuge dargestellt. Die Baukörper 1 und 2 stoßen in der Fuge 3 zusammen, die durch die Verbreiterung 4 zur Aufnahme der plastischen Dichtungsmasse 5 vorbereitet ist. Über der Dichtungsmasse 5 liegt die Zwischenlage 6, hier ein poriges, weiches Material. Der Profilstab 7 drückt fast auf der ganzen Breite die Zwischenlage in die Fugenverbreiterung hinein und hält sie unter Spannung. Der Stab 7 wird seinerseits durch den Bügel 8 und die Ankerstäbe 9 gehalten. Die Fuge selbst ist durch einen Dichtungsstrang 10 von gleicher Beschaffenheit und Wirkung wie das Material der Zwischenlage 6 geschlossen.
- In den F i g. 2 und 3 ist die Dichtung einer ringförmigen Fuge, z. B. eines Stollens oder Tunnels, gezeigt, und zwar in einem Querschnitt gemäß F i g. 1 und einem Längsschnitt in kleinerem Maßstab. Bei Rohrstoßfugen bedarf der Stützstab keiner Verankerung, da er die Form eines Ringes aufweist; er ist dann auch ohne Schwierigkeit entsprechend auszubilden. Der Ring paßt in die Fugenverbreiterung hinein und findet keinen Anschlag, der einer Verengung des Ringes beim Anspannen oder Nachspannen eine Grenze setzt. Wie Fig. 2 erkennen läßt, ist die Zwischenlage aufgelöst in zwei Dichtungsstränge 11, die durch Schrägflächen des ringförmigen Stützstabes 12 gegen die Fugenleibung gedrückt werden und so ein Entweichen der Dichtungsmasse 5--verhindern. Der Stützstab 12 ist an der Stelle 13 (s. F i g. 3) durch überlappung beweglich gestoßen; gegen die Nocken 14 drückt eine Spindel 15 od. dgl. und übt dadurch mittelbar über den ganzen Umfang den Druck auf die Dichtungsstränge 11 und die Dichtungsmasse 5 ein.
- Die erfindungsgemäße Ausbildung ist nicht auf die prinzipielle Darstellung der Beispiele in F i g. 1 bis 3 beschränkt. So kann insbesondere die Einpressung der Zwischenlage mittelbar oder unmittelbar auch durch andere bekannte feste oder elastische druckerzeugende Mittel, wie z. B. Spanndraht, Federungen, Druckschläuche usw., bewirkt werden, wobei das Maß der Elastizität nach der möglichen Aufweitung der Fuge zu bemessen ist.
Claims (4)
- Patentansprüche: 1. Dichtung von Stoßfugen zwischen Bauteilen durch eine in einer Fugenerweiterung liegende, mit Hilfe eines Stabes od. dgl. ständig unter Druck gehaltene plastische Dichtungsmasse, d a d u r c h gekennzeichnet, daß zwischen die Dichtungsmasse (5) und den den Druck ausübenden Stab (7) od. dgl. (12) ein faseriges oder poriges, weiches Material (6; 11) eingelegt ist, das die Dichtungsmasse (5) am Entweichen hindert.
- 2. Fugendichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das eingelegte weiche Material (6; 11) mit einer trocknenden Masse getränkt ist.
- 3. Fugendichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der die Dichtungsmasse unter ständigem Druck haltende Stab od. dgl. seinerseits durch bekannte elastische Mittel unter Druck gesetzt ist.
- 4. Fugendichtung nach Anspruch 1 oder 2 für ringförmige Fugen, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck auf die Dichtungsmasse durch einen elastisch aufgeweiteten Schlauch ausgeübt wird. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Auslegeschrift Nr.1041751; deutsche Auslegeschrift M 26604 XII/47 f (bekanntgemacht am 29. 11.1956); britische Patentschrift Nr. 532 657; M ö 11, Spannbeton, Stuttgart, 1954, S. 222.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEW27919A DE1222226B (de) | 1960-05-25 | 1960-05-25 | Dichtung von Stossfugen zwischen Bauteilen |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE1222226B true DE1222226B (de) | 1966-08-04 |
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ID=7598787
Family Applications (1)
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Country Status (1)
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Citations (2)
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|---|---|---|---|---|
| GB532657A (en) * | 1939-10-16 | 1941-01-29 | Clay Cross Company Ltd | Improvements in or relating to pipe joints |
| DE1041751B (de) * | 1954-08-19 | 1958-10-23 | Josef Boessner | Dichtung fuer die Stirnfugen von Hochdruck-Stahlbetonroehren |
-
1960
- 1960-05-25 DE DEW27919A patent/DE1222226B/de active Pending
Patent Citations (2)
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