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Verstellbarer Luftverteiler Die Erfindung bezieht sich auf einen Luftverteiler,
der im wesentlichen aus mehreren, stufenweise kleiner werdenden, kegelstumpfartigen,
von der Luftzuführung nach außen sich erweiternden Leitkörper besteht, die zwischen
sich - im Längsschnitt gesehen -
fächerartig auseinanderstrebende Luftführungen
bilden. Bei den bekannten derartigen Luftverteilern ist vor den Leitkörpern ein
Einsatz angeordnet, der bewirkt, daß die von der Luftzuführung kommende
warme
oder kalte Frischluft nur einem Teil der von den Leitkörpern gebildeten Luftführungen
zugeführt wird, während durch die übrigen Luftführungen Raumluft angesaugt und unterhalb
des Einsatzes der Frischluft zugemischt wird.
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Es ist bekannt, über den inneren Leitkörpem einen kegelförmigen Einsatz
anzuordnen, durch den die Frischluft den oberen und äußeren Luftführungen zugeführt
wird, während durch die inneren Luftführungen Raumluft aspiriert wird. Wird ein
derartiger Luftverteiler an der Decke angeordnet, so wird die Frischluft in einem
relativ flachen Winkel unter die Decke ausgeblasen, während die Raumluft aus einem
Bereich angesaugt wird, der sich senkrecht unterhalb des Luftverteilers befindet.
Um die Aspirationsgröße zu ändern, ist es bekannt, den mit seiner Spitze zur Luftzuführung
hinweisenden kegelförmigen Einsatz in senkrechter Richtung verstellbar anzuordnen,
so daß sein Abstand von den oberen Rändern der kegelstumpfförmigen Leitkörper einstellbar
ist.
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Wenn über diesen Luftverteiler kalte Frischluft einem Raum zugeführt
wird, so ist es vorteilhaft, daß diese kalte Frischluft in einem flachen Winkel
unter die Decke eingeblasen wird.
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Soll der Luftverteiler jedoch im Heizbetrieb Verwendung finden, dann
kann es zweckmäßig sein, daß, die warme Frischluft nicht nur durch die obere, äußere,
in einem flachen Winkel zur Decke verlaufenden Luftführung eingeblasen wird, sondern
daß auch durch die übrigen Luftführungen Warmluft in den Raum eingeblasen wird.
Eine derartige Funktionsänderung ist aber mit den bekannten Luftverteilem nicht
zu erreichen.
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Aufgabe der Erfindung ist es, einen Luftverteiler zu schaffen, mit
dem Frischluft sowohl unter einem flachen Winkel zur Decke, als auch unter steileren
Winkeln zur Decke in den Raum eingeblasen werden kann.
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Diese Funktionsänderung des verstellbaren Luftverteilers wird gemäß
der Erfindung dadurch erreicht, daß der Strömungswiderstandsquerschnitt,
d. h. die senkrechte Projektion des Kegeleinsatzes, veränderbar ist. Zweckmäßigerweise
ist der Kegeleinsatz als Drehrosette ausgebildet. Bei optimaler Ausbildung dieser
kegelförmigen Drehrosette kann bis zu 50 1/o des Strömungswiderstandsquerschnittes
des Kegeleinsatzes geöffnet werden, so daß ein beachtlicher Teil der einströmenden
Frischluft durch den Kegeleinsatz hindurch nach unten den darunter befindlichen
Luftführungen zugeführt wird.
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Es kann auch zweckmäßig sein, den Kegeleinsatz in mehrere, übereinanderschiebbare
Segmente zu unterteilen. Wird beispielsweise der Kegeleinsatz in vier Segmente unterteilt,
so kann der Strömungswiderstandsquerschnitt des Kegeleinsatzes zu 70 bis
75 % reduziert werden.
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In weiterer Ausbildung der Erfindung wird vorgeschlagen, daß der Kegeleinsatz
längs einer Mantellinie geöffnet und durch Übereinanderschieben der Mantelfläche
im Durchmesser einstellbar ist. Zweckmäßigerweise verläuft die Mantelfläche des
Kegeleinsatzes spiralförmig und ist mit ihrer inneren Kante an einer um die Achse
des Kegels drehbaren Welle befestigt, während die äußere Kante der Mantelfläche
am unteren Rand radial beweglich im Luftverteiler geführt ist. Je nachdem, ob die
Welle rechts herum oder links herum gedreht wird, wird der Kegeleinsatz gespreizt
oder zusanimengerollt.
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Eine vorteilhafte Ausführungsform der Erfindung ist auch dadurch gekennzeichnet,
daß der Kegelmantel als Faltkegel ausgebildet ist, dessen Strömungswiderstandsquerschnitt
durch öffnen oder Zusam-menziehen der Falten veränderbar ist.
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Weitere Merkmale der Erfindung gehen aus der folgenden Beschreibung
hervor, in der Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Luftverteilers unter Bezugnahme
auf die Zeichnungen näher erläutert sind. Es zeigt F i g. 1 eine Belüftungseinrichtung
nach der Erfindung im Längsschnitt mit einem als Drehrosette ausgebildeten Kegeleinsatz
- wobei die rechte Hälfte der
Zeichnung die Strömungsverhältnisse
bei geöffneter g die Drehrosette und die linke Hälfte der Zeichnung Strömungsverhältnisse
bei geschlossener Drehrosette zeigt, F i g. 2 eine Draufsicht und F i
g. 3 eine Schnittansicht - im größeren Maßstab - eines als
Drehrosette ausgebildeten Kegeleinsatzes, F i g. 4 eine Draufsicht eines
in vier-einschiebbaren Segmenten unterteiltdn Kegeleinsatzes in geschlossener Stellung,
F i g. 5 eine Draufsicht des in F i g. 4 dargestellten Kegeleinsatzes
in geöffneter Stellung, F i g. 6 eine Seitenansicht des in F i
g. 5 gezeigten Kegeleinsatzes in größerem Maßstab, F i g. 7
eine Seitenansicht und F i g. 8 eine Draufsicht eines als Faltkegel ausgebildeten
verstellbaren Kegeleinsatzes, F i g. 9 eine Seitenansicht und F i
g. 10 eine Draufsicht eines Kegeleinsatzes, dessen verstellbare Mantelfläche
spiralförmig gewickelt ist.
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- In F i g. 1 ist eine Schnitteinsicht eines verstellbaren
Luftverteilers dargestellt, der aus einer Frischluftzuführung 1, mehreren
stufenweise kleinerwerdenden kegelstumpfförmigen Leitkörpern 2, 3, 4 und
5
sowie aus einem vor den Leitkörpern 3, 4 und 5 angeordneten
Kegeleinsatz 6 besteht, dessen Strörnungsquerschnitt bzw. dessen senkrechte
Projektion veränderbar ist. Um den Strömungsquerschnitt ändern zu können, ist der
Kegeleinsatz 6 gemäß den F i g. 1 und 3
als Drehrosette ausgebildet.
Die aus zwei gegeneinander verdrehbaren und mit gleichartigen Ausschnitten
7 versehenen Kegelwände 8 und 9 der Drehrosette 6 können
über eine Handhabe 10 so eingestellt werden, daß etwa 45 % des Strömungswiderstandsquerschnittes
geöffnet werden kann.
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Die linke Hälfte der F i g. 1 zeigt die Strömungsverhältnisse
bei geschlossener, kegelförmiger Drehrosette 6. Beispielsweise bei Kühlbetrieb
wird kalte Frischluft durch die von den Leitkörpern 2 und 3 gebildete Luffführung
11 eingeblasen, während durch die übrigen Luftführungen Raumluft angesaugt
wird, die sich in der Luftführung 11 mit der Frischluft vermischt. Durch
Veränderung des Abstandes des Kegeleinsatzes 6 von den Leitkörpern
3 bis 5 kann in bekannter Weise die Aspirationsgröße verändert bzw.
eingestellt werden. Der Kegeleinsatz 6 ist vertikal verschiebbar an einer
Stange 12 befestigt, die von einer Strebe 13 getragen wird, welche in der
Luftzuführung 1 befestigt ist.
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Die rechte Hälfte der F i g. 1 zeigt die Strömungsverhältnisse
bei geöffneter Drehrosette 6. Der Luftverteiler bläst bei dieser Einstellung
beispielsweise bei Heizbetrieb durch sämtliche Luftführungen warme Frischluft nach
unten in den Raum.
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Eine gleichartige Wirkung wird erzielt, wenn der Kegeleinsatz
6' gemäß den F i g. 4 bis 6 in mehrere Segmente 14,
15, 16 unterteilt ist, die um die Achse 18 verschwenkbar gelagert
und gegenseitig übereinanderschiebbar sind. F i g. 4 zeigt die Draufsicht
auf einen geschlossenen - Kegeleinsatz 6', während in F i
g. 5 und 6 die Segmente 15, 16, 17 unter das feststehende Kegelsegment
14 geschoben sind und somit der Einsatz um 70 bis 75 1/o seines Widerstandsquerschnittes'geöffnet
ist. Damit die Kegelsegmente 15 bis 17 leicht von Hand, eingestellt
werden können, sind an den Rändern -der Segmänte Lappen 19 abgebogen, die
als Handhaben und gleichzeitig auch als Anschläge dienen.
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In F i g. 7 und 8 ist der kegelige Einsatz als Faltkegel
6" ausgebildet. Durch weiteres öffnen oder Schließen der Falten 20, 20' kann
der Strömungswiderstandsquerschnitt des Kegeleinsatzes 6" geändert werden.
In F i g. 7 und 8 ist mit gestrichelten Linien der Faltkegel in stärker
zusammengefalteter Stellung dargestellt. Zum Schließen der Falten sind an jeder
Innenfalte 20 Fäden oder Drähte 21 befestigt, die radial nach innen durch einen
Ring 22 geführt sind. Werden die Fäden 21 stärker durch den Ring 22 gezogen, so
wird der Faltkegel 6" stärker zusammengefaltet. Durch eine im Faltkegel
6" angeordnete und an den Innenfalten anliegende Spiralfeder kann der Faltkegel
bei Nachlassen des von den Fäden 21 ausgeübten Zuges gespreizt werden. Die Einstellung
des Faltkegels kann auch durch einen Mechanismus erreicht werden, der einer öffnungs-
und Schließvorrichtung eines Schirmes, ähnlich ist. Der Faltkegel 6"
hat zusätzlich
die Wirkung, daß jenach Einstellung des Faltkegels eine besonders wirksame Vermischung
von Raumluft und Frischluft erreicht wird, da die Falten an der Oberseite des Kegelmantels
Kanäle für die Frischluft und die Falten an der Unterseite des Kegelmantels Kanäle
für die angesaugte Raumluft bilden.
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Bei der Ausführung nach F i g. 9 und 10 wird der verstellbare
Kegeleinsatz 6",* von einer spiralförmig gewickelten Mantelfläche 30 gebildet,
die an ihrer inneren Kante 31 an einer drehbaren Welle 33 befestigt
ist. Die äußere Kante 34 der Mantelfläche 30 ist am unteren Rand
35 radial beweglich geführt. Als Führung dient ein radialstehender, gebogener
Stab 36,
der durch eine Bohrung 37 in der -vom unteren Rand
35 und der äußeren Kante 34 gebildeten Ecke führt. Der Führungsstab
36 ist mit einem Radius gebogen, der der Länge der Manteffinie von der Spitze
des Kegels bis zur Bohrung 37 entspricht.
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Die Welle 33 ist in einer Buchse 38 gelagert, die von
Streben 13 gehalten ist. Durch eine Druckfeder 39 wird die Welle
33 derart nach oben gedrückt, daß ein vorstehender Bolzen 40 in Rasten 41
gedrückt wird, die am unteren Rand der Buchse 38 angeordnet ist. Durch diese
Rasteinrichtung 39 bis 41 wird verhindert, daß die zusammengerollte Kegelspirale
sich von selbst öffnet.
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Die Welle 33 kann mit Hilfe eines Schraubenziehers verdreht
werden, der in einen Schlitz 42 an der unteren Stirnkante der Welle 33 eingesetzt
werden kann. Zweckmäßigerweise ist die Mantelfläche 30 des Kegeleinsatzes
6" oder aber auch die Mantelfläche des Faltkegels 6... aus Kunststoff-Folie
hergestellt.