DE1221890B - Aktenvernichtungsmaschine - Google Patents
AktenvernichtungsmaschineInfo
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Description
- Aktenvernichtungsmaschine Die Erfindung betrifft eine Aktenvernichtungsmaschine mit einem aus zwei ineinandergreifenden Messerwalzen gebildeten Schneidwerk und mit einem elektrischen Antriebsmotor, dessen Drehrichtung bei einer überlastung des Schneidwerks umgekehrt wird, so daß die Messerwalzen entgegen ihrer Arbeitsrichtung rotieren.
- Bei Aktenvernichtungsmaschinen tritt bei Zuführen von zu vielem und/oder zu festem Material leicht eine überlastung des Schneidwerks und des Antriebsmotors ein, die sich bis zum Verstopfen und Festfressen des Schneidwerks bei eingeschaltetem Antriebsmotor steigern kann. Bei fehlender Beaufsichtigung der Maschine besteht dann die Gefahr des Verbrennens des Antriebsmotors.
- Bekannte Aktenvernichtungsmaschinen haben eine mechanische und/oder ,elektrische überlastungsschutzvorrichtung, die bei Überlastung das Schneidwerk und/oder den Antriebsmotor stillsetzt. Eine bekannte Aktenvernichtungsmaschine mit elektrischem überlastungsschutz soll das nach einer Stillsetzung wegen Überlastung an sich notwendige öffnen oder Zurückdrehen des Schneidwerks von Hand dadurch vermeiden, daß der Uberlastungsschutz bei seinem Ansprechen über ein Zeitrelais vorübergehend einen Rückwärtsschalter betätigt, so daß die .Schneidvorrichtung vorübergehend rückwärts angetrieben wird und das sie verstopfende Schneidgut auswirft.
- Die bekannte Aktenvernichtungsmaschine hat die Nachteile, daß sie infolge der benötigten Schaltmittel und des erforderlichen relativ starken Motors sehr aufwendig ist. Auch kann es bei einer starken Verstopfung des Schneidwerks vorkommen, daß der vorübergehend auf Rückwärtslauf geschaltete Motor nicht anzieht.
- Die Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, daß der Motor ein an sich bekannter selbstanlaufender, schon bei einer geringen negativen Drehzahl selbsttätig reversierender Einphasen-Induktionsmotor mit einer dauernd eingeschalteten kapazitiven Hilfsphase ist, der mit dem Schneidwerk über ein für das selbsttätige Reversieren bei durch plötzliche fberlastung hervorgerufenem Motorstillstand ausreichend elastisches, als Energiespeicher wirkendes Glied gekoppelt ist. Dabei ist es vorteilhaft, daß das elastische Glied ein Riementrieb mit einem elastischen Treibriemen ist. Bei einem Antrieb über ein Zahnradgetriebe kann es dabei zweckmäßig sein, daß das elastische Glied eine Welle des Antriebs ist. Es kann sich aber auch empfehlen, daß als elastisches Glied eine federnde Aufhängung für den Motor dient, dessen Gehäuse entgegen einer Federkraft drehbar gelagert ist. Für ein sicheres selbsttätiges Reversieren ist es vor= teilhaft, daß die Verbindung zwischen dem Schneidwerk und dem elastischen Glied bzw. dem Antrieb Spiel hat. In diesem Falle ist es zweckmäßig, daß die auf den Messerwellen sitzenden Messerscheiben des Schneidwerkes Zungen aufweisen, die in eine Nut jeder Welle eingreifen, wobei jede Zunge schmaler als die zugehörige Nut ist.
- In jedem Fall ist es vorteilhaft, daß der Einphasen-Induktionsmotor bei einem Polflächenverhältnis einer Arbeits- zu einer Hilfswicklung von etwa 5 : 4 (fünf Neuntel zu vier Neuntel) ein Blindwiderstandsverhältnis von etwa 1,3 bis 1,6 hat und der Hilfswicklung ein relativ kleiner Betriebskondensator vorgeschaltet ist und seine Drehrichtung von Hand mittels eines eine Netzzuleitung wahlweise an die Arbeitswicklung oder an die Hilfswicklung anlegenden Umschalters umschaltbar ist. Zur Vermeidung von Fehlschaltungen ist es dabei zweckmäßig, daß der Umschalter die Netzzuleitung in einer gerasteten Endstellung an die Arbeitswicklung legt, in einer gerasteten Zwischenstellung abschaltet und in einer nicht gerasteten Endstellung an die Hilfswicklung legt.
- Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung schematisch dargestellt. Hierbei zeigt F i g. 1 einen Ausschnitt aus einem Längsschnitt durch eine Aktenvernichtungsmaschine und F i g. 2 einen Ausschnitt aus einem Querschnitt durch die in F i g. 1 dargestellte Maschine gemäß der Schnittlinie II-II in F i g. 1.
- In einem Gehäuse 1, dessen Oberseite einen Einlaß 2 für das zu vernichtende Gut besitzt, ist an einer Schwinge 3 ein Elektromotor 4 aufgehängt, der über einen Riementrieb mit einem elastischen Treibriemen 5 ein Rad 6 antreibt, auf dessen Welle ein Ritzel 7 sitzt, das mit einem Zahnrad 8 kämmt. Eine das Zahnrad 8 tragende Welle 9 ist mit Messerscheiben 10 einer Messerwalze besetzt, in die eine gleichartige, schräg darüber angeordnete Messerwalze eingreift, die aus Messerscheiben 11 besteht, die auf eine Welle 12 aufgereiht sind. Die Messerscheiben 10 und 11 sind geriefelt, und sie greifen praktisch ohne Spiel ineinander. Zwischen den Messerscheiben 10 sind Abstandshalter 13 und zwischen den Messerscheiben 11 sind Abstandshalter 14 angeordnet, die auf Bolzen 15 bzw. 16 aufgereiht sind. Die Bolzen sind in Wangen 17 befestigt, die gleichzeitig Lager 18 und 19 der Wellen 9 und 12 tragen. Die Abstandshalter 13 und. 14 dienen der Zu- und Abfuhr des zu vernichtenden Materials, und sie wirken gleichzeitig als Unfallschutz, da sie nur einen schmalen Zugang zu. dem von den Messerwalzen gebildeten Schneidwerk freigeben.
- Die Wellen 9 und 12 sind über ein nicht näher dargestelltes Zahnradgetriebe miteinander gekoppelt und weisen Längsnuten 20 auf, in die schmale, radial in die Bohrungen der Messerscheiben 10 bzw. 11 vorstehende Zungen 21 eingreifen, wobei jede Zunge 21 derart schmaler als die zugehörige Nut 20 ist, daß beim Übergang von einer Drehrichtung in eine Gegendrehrichtung etwas toter Gang auftritt.
- Bei Zuführen von zu viel oder zu festem zu verarbeitendem Material kann das Schneidwerk 9; 10, 11, 12 so weit überlastet werden, daß es festfrißt. Dabei steigt zunächst das vom Motor 4 abgegebene Drehmoment unter zunehmender elastischer Anspannung des Treibriemens 5 von einem niedrigen Wert bis zu einem Kippdrehmoment an, nach dessen überßchreiten-es rasch abnimmt. Unter weiterer elastischer Anspannung des Treibriemens 5 durch die Schwungmasse des nach wie vor eingeschalteten Motors 4 kommt es dabei zu dessen Abbremsen. Nach Erreichen des Stillstands des Motors wird dessen Schwungmasse durch elastische Entspannung des Treibriemens 5 bis auf eine für das selbsttätige Reversieren des Motors 4 ausreichende negative Drehzahl beschleunigt. Dieser Vorgang wird durch den zwischen den Längsnuten 20 der Wellen 9 und 12 und den in die Bohrungen der Messerscheiben 10 und 11 ragenden Zungen 21 auftretenden toten Gang unterstützt, der einem vorübergehenden Entkuppeln des Schneidwerks vom Motor 4 gleichkommt und der andauert, bis der Motor 4 nach seinem Reversieren wieder ein ausreichendes Drehmoment abgibt.
- Der Einphasen-Induktionsmotor 4 besitzt eine Arbeitswicklung, die etwa fünf Neuntel seiner Polfläche einnimmt, und eine Hilfswicklung, die etwa vier Neuntel seiner Polfläche einnimmt. Dabei sind die Wicklungen so ausgelegt, daß die Arbeitswicklung einen etwa 1,3fach größeren Blindwiderstand als die Hilfswicklung besitzt. Dafür ist vor die Hilfswicklung ein relativ kleiner Betriebskondensator geschaltet. Der Motor und der Kondensator sind so dimensioniert, daß der Motor bei einer Nennleistung von etwa 300 Watt ein Anzugsmoment von etwa 40% des Kippmoments entwickelt. Damit ergeben sich günstige Reversierverhältnisse.
- Ein erstes Ende der Arbeitswicklung ist mit einem ersten Ende der Hilfswicklung und mit einer ersten Netzzuführungsleitung fest verbunden. Der Betriebskondensator ist einerseits mit einem zweiten Ende der Arbeitswicklung und einem ersten Umschaltkontakt eines Umschalters und andererseits mit einem zweiten Ende der Hilfswicklung und einem zweiten Umschaltkontakt des Umschalters fest verbunden, dessen mit der zweiten Netzzuleitung verbundener beweglicher Kontakt im normalen Betrieb an dem mit der Arbeitswicklung verbundenen ersten Umschaltkontakt anliegt. Dadurch ist die Möglichkeit gegeben, durch Umlegen des beweglichen Kontakts des Umschalters die Drehrichtung des Motors umzukehren. Dies gibt die Möglichkeit, Schriftgut zwecks vollkommener Vernichtung längs und quer zu zerschneiden, wozu man es zuerst bis auf einen schmalen Reststreifen längs zerschneidet, es dann durch Umschalten der Drehrichtung zurückfordert und es schließlich erneut in einer um 90° gedrehten Lage durchlaufen läßt, wobei es in kleine quadratische Schnitzel zerfällt. Außerdem ergibt das Umschalten die Möglichkeit, versehentlich eingegebenes Schriftgut noch zurückzufordern und zu »retten«, solange es noch nicht vollkommen zertrennt ist.
Claims (7)
- Patentansprüche: 1. Aktenvernichtungsmaschine mit einem aus zwei ineinandergreifenden Messerwalzen gebildeten Schneidwerk und mit einem elektrischen Antriebsmotor, dessen Drehrichtung bei einer überlastung des Schneidwerks umgekehrt wird, so daß die Messerwalzen entgegen ihrer Arbeitsrichtung rotieren, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (4) ein selbstanlaufender, schon bei einer geringen negativen Drehzahl selbsttätig reversierender Einphasen-Induktionsmotor mit einer dauernd eingeschalteten kapäzitiven Hilfsphase ist, der mit dem Schneidwerk (9, 10, 11, 12) über ein für das selbsttätige Reversieren bei durch plötzliche Überlastung hervorgerufenem Motorstillstand ausreichend elastisches, als Energiespeicher wirkendes Glied gekoppelt ist.
- 2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das elastische Glied ein Riementrieb mit einem elastischen Treibriemen (5) ist.
- 3. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als elastisches Glied eine federnde Aufhängung für den Motor dient, dessen Gehäuse entgegen einer Federkraft drehbar gelagert ist.
- 4. Maschine nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Verbindung zwischen dem Schneidwerk und dem elastischen Glied bzw. dem Antrieb Spiel hat.
- 5. Maschine nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die auf den Messerwellen (9, 12) sitzenden Messerscheiben (10, Il) des Schneidwerkes Zungen (21) aufweisen, welche in eine Nut (20) jeder Welle eingreifen, wobei jede Zunge schmaler als die zugehörige Nut ist.
- 6. Maschine nach Anspruch 1, dadurch ge- kennzeichnet, daß der Einphasen-Induktionsmotor (4) bei einem Polflächenverhältnis einer Hilfswicklung von etwa 5:4 (fünf Neuntel zu vier Neuntel) ein Blindwiderstandsverhältnis von. etwa 1,3 bis 1,6 hat und der Hilfswicklung ein relativ kleiner Betriebskondensator vorgeschaltet ist und seine Drehrichtung von Hand mittels eines eine Netzzuleitung wahlweise an die Arbeitswicklung oder an die Hilfswicklung anlegenden Umschalters umschaltbar ist.
- 7. Maschine nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschalter die Netzzuleitung in einer gerasteten Endstellung an die Arbeitswicklung legt, in einer gerasteten Zwischenstellung abschaltet und in einer nicht gerasteten Endstellung an die Hilfswicklung legt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK52780A DE1221890B (de) | 1964-04-24 | 1964-04-24 | Aktenvernichtungsmaschine |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEK52780A DE1221890B (de) | 1964-04-24 | 1964-04-24 | Aktenvernichtungsmaschine |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE1221890B true DE1221890B (de) | 1966-07-28 |
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Family Applications (1)
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Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1221890B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| EP0313946A1 (de) | 1987-10-20 | 1989-05-03 | Ideal-Werk Krug & Priester GmbH & Co. KG | Aktenvernichter |
-
1964
- 1964-04-24 DE DEK52780A patent/DE1221890B/de active Pending
Cited By (1)
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|---|---|---|---|---|
| EP0313946A1 (de) | 1987-10-20 | 1989-05-03 | Ideal-Werk Krug & Priester GmbH & Co. KG | Aktenvernichter |
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