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Überlastsicherung für Hebezeuge, insbesondere Auslegerkrane Nicht
nur wegen der begrenzten Standsicherheit von Hebezeugen, insbesondere von Auslegerkranen,
sondern, auch aus Gründen der überlastung von deren Antriebsausrüstungen müssen
Vorkehrungen getroffen werden, mit denen eine überlastung des Hebezeuges vermieden
wird. In den meisten Fällen genügt es, die Kranhakenbelastung durch Messung festzustellen,
beispielsweise mittels einer am Kranhaken angeordneten Lastmeßeinrichtung.
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Die Erfindung bezieht sich demgemäß auf eine überlastsicherung für
Hebezeuge, insbesondere Auslegerkrane, bei welcher eine Abschaltung mindestens eines
Teiles der Hebezeuganlage veranlaßt wird, wenn eine bestimmte Last überschritten
wird.
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Es ist bereits eine überlastsicherung für Hebezeuge, insbesondere
Auslegerkrane, mit einem mechanisch wirksamen Lastmeßmittel zwischen Lasthaken und
Lasthakenträger bekanntgeworden, bei der ein vom Lastmeßmittel gesteuerter am Lasthakenträger
angeordneter Sender und ein am Hebezeug angeordneter mit einer Empfangsantenne verbundener,
Schaltvorgänge auslösender Empfänger vorgesehen sind. Beim Auftreten einer überlast
wird der Sender durch ein durch das am Lasthaken befindliche La:stmeßmittel betätigtes
Schaltorgan ausgeschaltet. Durch die Ausführung des Lasthakengeschirres und durch
die Betriebsweise dieser bekannten überlastsicherung ist es erforderlich, daß der
am Lasthaken angeordnete Sender sehr robust ausgeführt und von einer selbständigen
Stromquelle gespeist werden muß, auch muß der Sender bei jeder Inbetriebnahme des
Hebezeuges eingeschaltet und bei der Außerbetriebsetzung wieder abgeschaltet werden.
Dieses muß von Hand ausgeführt werden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe der Schaffung einer überlastsicherung
für Hebezeuge, insbesondere Auslegerkrane, zugrunde, wobei ebenfalls ein eine Strahlung
abgebender Sender und ein mindestens einen Teil dieser Strahlung aufnehmender Empfänger
vorgesehen sind, mit dem bei der überlastung des Hebezeuges ein Schaltvorgang ausgelöst
wird und wobei es nicht erforderlich ist, am Hakengeschirr von Hand ein- und auszuschaltende
Geräte wie einen Sender finit seinen Nebeneinrichtungen vorzusehen und die Gefahr
der Beschädigung infolge der im praktischen Betrieb auftretenden harten Stöße am
Hakengeschirr vermieden wird.
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Die Erfindung bezieht sich demgemäß auf eine überlastsicherung für
Hebezeuge, insbesondere Auslegerkrane, wobei zwischen dem ein Lastmeßmittel enthaltenden
Lasthaken und dem Auslegereine Strahlung zwischen einem Sender und einem Empfänger
verläuft, durch welche bei :der überschreitung einer zulässigen Belastung ein Schaltvorgang
ausgelöst wird. Die überlasts-icherung ist erfindungsgemäß dadurch gekennzeichnet,
daß der Sender und der Schaltvorgänge auslösende Empfänger am Hebezeug, insbesondere
am Ausleger, angeordnet sind, wogegen am Lasthaken eine Rückstrahlantenne vorgesehen
ist, die mindestens einen Teil der Strahlung des Senders an den Empfänger zurückstrahlt
und die durch das mit dem Lasthaken in Verbindung stehende Lastmeßmittel so beeinf(ußt
wird, daß die -dem Empfänger zugeführte Strahlung bei überlast verändert und ein
Schaltvorgang ausgelöst wird.
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Es sind bereits elektrooptische Sicherheitseinrichtungen für Schienenfahrzeuge
gegen Zusammenstoßen, insbesondere auch von Krananlagen, bekanntgeworden, bei denen
auf dem einen Fahrzeug, z. B. auf einem Kran, ein Lichtstrahler angeordnet ist,
von dem eine gerichtete Lichtstrahlung auf einen Spiegel des anderen Fahrzeuges
fällt, von dem es auf einen Empfänger zurückgeworfen wird, der auf dem den Sender
tragenden Fahrzeug angeordnet ist.
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Im Gegensatz zu diesen bekannten Einrichtungen, welche ansprechen,
wenn sich zwei Fahrzeuge, die sich relativ zueinander auf einer vorgeschriebenen
Bahn bewegen, zu nahe kommen, sind diese Voraussetzungen beim Gegenstand der Erfindung
nicht gegeben. Auch liegt der Erfindung. eine völlig andersartige Aufgabe zugrunde.
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Die bei der Erfindung am Lasthaken angeordnete Rückstrahlantenne wird
vorteilhaft verrastet gehalten, bei einer Überlastung freigegeben und so verlagert,
daß die dem Empfänger zurückgeführte Rückstrahlung verändert wird. Hierdurch wird
bei einer Überlastung ein Schaltvorgang zur Abschaltung des Lasthakenantriebes ausgelöst.
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Die am Lasthaken angeordnete Rückstrahlantenne kann auch bei einer
überlastung verstimmt werden.
Die Sende- und die Empfangsantenne
sind vorteilhaft gegenseitig abgeschirmt pendelnd am Lastarm aufgehängt. Um zu gewährleisten,
daß der Sender in jeder Lage des Lasthakens bzw. in jeder Lage des Auslegers auf
die am Lasthaken angeordnete Rückstrahlantenne gerichtet ist und diese wiederum
die Rückstrahlung auf die Empfangsantenne zurückrichtet, wird die pendelnd- aufgehängte
Baueinheit der Sende- und der Empfangsantenne vorteilhaft durch das Lastseil geführt.
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Eine besonders einfache Ausführungsform der Überlastsichening nach
der Erfindung wird dadurch geschaffen, daß die pendelnd aufgehängte Baueinheit der
Sende- und der Empfangsantenne auch den Sender und den Empfänger enthält.
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Eine überlastsicherung nach der Erfindung isst in den F i g. 1, und
2 beispielsweise dargestellt.
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An einem Auslegerkran mit Ausleger 22 hängt an einem Lastseil 30 in
einem Hakengeschirr 16 ein Lasthaken 19, dem ein Lastmeßmittel 1 zugeordnet ist.
Das Lastmeßmittel 1 weist eine Verldinkung bzw. Verrastung 10 auf, mit welcher
eine Klinke 11 einer mit einer Rückstxahlfläche 12 versehenen Rückstrahlantenne
13 verbunden ist.
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Eine Ausführungsform der Verrastung 10 mit Rückstrahlantennonanordnung
ist in F i g. 2 dargestellt. Die Rückstrahlantenne 13, welche um eine Achse
14 drehbar gelagert ist, ist durch eine Feder 15 vorgespannt. Im normalen
Zustand, wie in F i g.1 gezeichnet, ist die Rückstrahlfläche 12 am Hakengeschi'rr
16 so angeordnet, daß die von einem Sender 21 über eine Sendeantenne 17 abgestrahlte
Energie auf die Rückstrahlfläche 12 auftrifft und von dieser zurückgestrahlt auf
eine Empfangsantenne 18 eines Empfängers 6 gerichtet wird,.
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übersteigt die am Lasthaken 19 hängende Last den zulässigen Wert der
Kranbelastung, dann löst das Lastmeßmittel 1 die Verrastung 10, deren Klinke 11
um eine Achse 20 drehbar gelagert ist. Eine Feder 22u drückt die Klinke
11 in die in F i g. 2 dargestellte Lage, wobei ein Ansatz 23 der Rückstrahlantenne
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an der Verrastung 10 anliegt. Die Feder 22a ist an einen festen Punkt 24
abgestützt.
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Die Auslösung der Verrastung 10 beim Übersteigen der zulässigen am
Lasthaken 19 hängenden Last erfolgt dadurch, daß eine Feder 25 im Hakengeschirr
16 so weit zusammengedrückt, daß ein Ansatz 26, der an einer Verlängerung 27 des
Lasthakens 19 angeordnet und durch eine Durchführung 29 an der Klinke 11 geführt
ist, diese entgegen dem Druck der Feder 22a verlagert und den Ansatz 23 der Rück
strahlantenne 13 freigibt. Die Rückstrahlantenne 13 wird dann durch die Feder 15
in die in der F i g. 2 gestrichelt dargestellte Lage gebracht. Der Ansatz 23 kommt
dabei gegen einen Anschlag 28 zu liegen. Die Rückstrahlfläche 12 nimmt dabei eine
Stellung ein, in der die von der Sendeantenne 17 abgehende Strahlung praktisch nicht
mehr in die Empfangsantenne 18 gelangt. Dadurch wird der am Hebezeug angeordnete
Empfänger 6 nicht mehr beaufschlagt und löst eine Schalteinrichtung 6a aus.,
welche in der Steuerung für das Hebezeug enthalten ist. Auf diese Weise wird vermieden,
daß das Hebezeug mit einem als Überlast geltenden übermäßigen Gewicht belastet wird.
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Der Sender 21 kann, wie in F i g. 1 dargestellt, unmittelbar mit der
Sendeantenne 17 zusammengebaut sein. Es ist aber auch möglich, den Sender 21 an
einer anderen geeigneten Stelle, beispielsweise .in der Nähe oder in der Kabine
der Bedienungsperson .des Hebezeuges, unterzubringen. Eine besonders vorteilhafte
Ausführungsform sieht vor, daß in der Baueinheit der Sende- und Empfangsantenne
17, 18 sowohl der Sender 21 als auch der Empfänger 6 angeordnet sind. Auf diese
Weise entsteht ein in sich abgeschlossener und kompakter Bauteil.
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Um zu erreichen, daß die Rückstrahlantenne 13 auch bei pendelndem
Hakengeschirr 16 die von der Sendeantenne 17 ausgehende Strahlung auf die Empfangsantenne
18 zurückwirft, werden die Strahlungswinkel der Sende- und Empfangsantenne 17, 18
sowie der Rückstrahlflächen 12 entsprechend großwinklig ausgebildet.
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Um zu erreichen, daß eine sichere Rückstrahlung der Strahlung der
Sendeantenne 17 über die Rückstrahlantenne 13 auf die Empfangsantenne 18 auch in
allen Lagen des Auslegers 22 erreicht wird, wird die Baueinheit Sendeantenne-Empfangsantenne17,18
gegebenenfalls einschließlich Sender 21 und/oder Empfänger 6, über einen Ansatz
23 a am Lastseil 30 geführt.
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An Stelle der Anwendung einer kippbaren Rückstrahlantenne 13 kann
auch ein Dipol angewendet werden, der bei der Auslösung des Lastmeßmittels
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vor-stimmt oder mechanisch verändert wird. Dies kann beispielsweise dadurch
geschehen, daß ein Teil des Dipols kurzgeschlossen oder die Lage der Dipole zueinander
verändert wird, beispielsweise dadurch, daß die normalerweise einen gestreckten
Winkel bildenden Dipole so verlagert werden, daß sie, wenn sie durch das Lastmeßmittel
l ausgelöst sind, ihre normale gestreckte Lage verlassen und parallel zueinander
verlaufen, derart, daß dadurch die Rückstrahl wirkung so verändert wird, daß der
Empfänger 6 in Tätigkeit tritt und einen Schaltvorgang zur Abschaltung des Hebezeuges
oder mindestens eine Alarmvorrichtung auslöst. An Stelle der Verstimmung des Rückstrahldipols
kann dieser auch verdreht werden, vorteilhaft um 90°, so daß dessen Polarisation
mit der der Sendeantenne 17 und der Empfangsantenne 18 nicht mehr übereinstimmt.
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In diesem Falle wird die unter dem Einfluß der ge-spannten
Feder 15 .stehende Rückstrahlantenne 13 vorteilhaft in ihrer Betriebslage verklinkt
gehalten und beim Ansprechen. eines Lastmeßnaittels 1 ausgelöst, derart, daß sie
durch die Feder 15 um 90° verdreht wird; infolge der so geänderten Polarisation
der Rückstrahlung kann Strahlungsenergie von der Sendeantenne 17 praktisch nicht
mehr auf die Empfangsantenne 18 gelangen, und das Hebezeug wird abgeschaltet.