DE1220C - Kubizirender Wassermesser - Google Patents
Kubizirender WassermesserInfo
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Classifications
-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
- G01F—MEASURING VOLUME, VOLUME FLOW, MASS FLOW OR LIQUID LEVEL; METERING BY VOLUME
- G01F3/00—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow
- G01F3/02—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement
- G01F3/04—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls
- G01F3/06—Measuring the volume flow of fluids or fluent solid material wherein the fluid passes through the meter in successive and more or less isolated quantities, the meter being driven by the flow with measuring chambers which expand or contract during measurement having rigid movable walls comprising members rotating in a fluid-tight or substantially fluid-tight manner in a housing
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Description
1877.
Klasse 42.
SCHÄFFER & BUDENBERG in BUCKAU-MAGDEBURG. Cubicirender Wassermesser.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 25. October 1877 ab.
Der auf beiliegender Zeichnung dargestellte Apparat ist ein sogen. »Cubicirender Wassermesser«,
d. h. ein Apparat, welcher das durch eine Leitung fliefsende Wasser in der Weise
mifst, dafs ein Gefäfs von bekanntem Inhalt abwechselnd gefüllt und geleert, und die Anzahl
der stattgefundenen Füllungen durch ein geeignetes Zählwerk registrirt wird: Das genannte
Gefäfs, in welchem sich je nach der Quantität des pro Minute durchfiiefsenden Wassers eine
Scheidewand oscillirend schneller oder langsamer bewegt, hat im Princip nichts Neues, so
dafs z. B. die auf der Zeichnung gewählte Anordnung eines um seine horizontale Axe schwingenden
Flügels ebensogut durch einen auf- und nieder- bezw. hin- und hergehenden Kolben
oder dergl. hätte ersetzt werden können. Neu, und wodurch sich dieser Wassermesser von
früheren Constructionen unterscheidet, ist vielmehr nur die eigenthümliche, den Eigenschaften
der unelastischen Flüssigkeit angepafste Umsteuerung und die gegen den inneren Druck
vollständig sichere Bewegungsübertragung auf das aufserhalb des Apparates liegende Zählwerk,
wobei die Anwendung einer Stopfbüchse vermieden werden kann, also ein Undichtwerden
an dieser Stelle nicht zu befürchten ist.
Die Construction des Apparates ist folgende: A A sind die Wandungen eines an der einen
Stirnfläche zugegossenen und an der anderen durch einen Deckel verschlossenen Hohlcylinders.
Dieser Cylinder ist der eigentliche Mefsraum. Auf den inneren Cylindermantel dieses Gefäfses
ist unten ein segmentförmiges, oben ein mit einer Dichtung versehenes, massives Metallstück C
von der genauen inneren Cylinderlänge fest aufgelöthet oder geschraubt, worin sich ein Cylinder
D befindet, durch dessen oscillirende Dreh-' bewegung um ca. 3 5 ° bewirkt wird, dafs die
in der Richtung des Pfeiles P eintretende Flüssigkeit, ab wechselnd gegen die vordere und hintere
Fläche des mit Fllzdichtung versehenen Flügels E drückt, dessen horizontale Drehaxe X genau
mit der Axe des vorher genannten Mefscylinders zusammenfällt. Dadurch, dafs der Cylinder D,
also der Umsteuerungscylinder, ■ in der Mitte eine Scheidewand hat, wodurch er in seiner
Längenrichtung in zwei hohle Räume d und dt
getheilt wird, und durch die um ca. 35 ° versetzte Stellung der in diesem Umsteuerungscylinder
sowohl, wie in dem Segmentstücke C befindlichen Oeffnungen / und /i wird es
möglich, dafs die auf der Rückseite des Flügels E befindliche Flüssigkeit austreten kann, während
auf der anderen Seite des Flügels der Eintritt stattfindet. Die gröfsere Oeffnung f.lt welche
sich an der Austrittsseite des Umsteuerungscylinders befindet, hat mit der Umsteuerung direct
nichts zu thun, sondern ist nur angebracht, damit die hintere Stirnfläche G dieses Cylinders
verschlossen, und durch einen besonderen kleinen Kanal H mit dem Räume J verbunden werden
kann, wodurch der Cylinder in axialer Richtung ganz entlastet wird.
Getrennt von diesen, innerhalb des eigentlichen Mefscylinders befindlichen Theilen befindet
sich in dem besonderen, durch Aufschrauben des gufseisernen Deckels K gebildeten
Räume J die Antriebsvorrichtung für den Umsteuerungscylinder
D, d. h. die Verbindung des Flügels E mit der Umsteuerung.
Dieser Mechanismus ist am deutlichsten in Fig. 3 zu erkennen, .und functionirt in folgender
Weise: Auf die Welle X des Flügels E, welcher letztere sich in Fig. 3 in der Lage L befindet,
ist symmetrisch zur Mittellinie dieses Flügels das Mettallstück Y geschoben, welches die Bewegungen
des Flügels also mitmachen mufs. Dreht sich nun der Flügel E durch den Druck
der dahinter stehenden Flüssigkeit, so wird die Kante y% sich gegen die Nase Z1 eines loce
auf der Welle X drehbaren Gewichtes Z legen, alsdann dieses Gewicht mitnehmen, bis dasselbe
in seine obere labile Lage gekommen ist. In diesem Augenblicke ist das Gewicht seiner
eigenen Schwere überlassen und schlägt in die der Anfangsstellung entgegengesetzte Lage Z1
um. An dem Gewichte Z sitzen nun aufserdem noch zwei Vorsprünge Z1 z.2, durch welche
der Umsteuerungscylinder D, an dessen vorderem Ende sich ein Lappen u befindet,
jedesmal beim Dagegenfallen des. Gewichtes Z um ca. 350 gedreht wird. (Durch Anbringung
einer Feder kann die Kraft des fallenden Gewichtes je nach Bedürfnifs, also beim Messen
von dicken Flüssigkeiten, verstärkt werden.) Die Kanäle in dem Umsteuerungscylinder D
sind nun so versetzt, dafs durch Drehen desselben die Flüssigkeit abwechselnd links und
rechts in den Mefsraum strömt und gleichzeitig
Claims (2)
1. Einen cubicirenden Wassermesser, bestehend aus einem Mefsgefäfs, in welchem sich eine
Scheidewand oscillirend bewegt, in Verbindung mit einem selbstthätigen Mechanismus,
durch welchen eine plötzliche Umsteuerung stattfindet, indem ein in seiner Längenrichtung
in zwei Kammern getheilter und mit gegeneinander um ca. 35° versetzten Oeffnungen
versehener Umsteuerungscylinder durch ein fallendes Gewicht oder Feder
jedesmal gedreht wird, wenn die Scheidewand des Mefsgefäfses in der einen oder anderen äufsersten Stellung angelangt ist,
wodurch abwechselnd die eine oder andere Seite der beweglichen Scheidewand dem Drucke der Flüssigkeit ausgesetzt wird,
während die Flüssigkeit an der entgegengesetzten Seite dieser Scheidewand freien Abflufs
hat.
2. Der auf beiliegender Zeichnung dargestellte Bewegungsübertragungs - Mechanismus, bestehend
aus einem oscillirenden Stifte, dessen hermetische Abdichtung durch ein einerseits
an diesem Stifte und andererseits an der Wandung des Apparates befestigtes Kautschukröhrchen
hergestellt ist, auf welcher letztere der Wasserdruck von aufsen einwirkt, das also durch höheren Druck nicht undicht
werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
. 3 Ö J
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1220T | 1877-10-24 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1220C true DE1220C (de) |
Family
ID=70918082
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1220DA Expired - Lifetime DE1220C (de) | 1877-10-24 | 1877-10-24 | Kubizirender Wassermesser |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1220C (de) |
-
1877
- 1877-10-24 DE DE1220DA patent/DE1220C/de not_active Expired - Lifetime
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