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DE122071A - - Google Patents

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DE122071A
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DE
Germany
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ignition
squib
nose
flame
platinum
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Bekanntlich sind bei den bisher gebräuchlichen Gasselbstzündvorrichtungen die über die Zündpillen gespannten Platindrähte in einer zur Flammenachse parallel liegenden. Ebene angeordnet. Diese Anordnung hat den Nachtheil zur Folge, dafs nur bei flachen Zündflammen alle Platindrähte zur Zündwirkung gelangen, weil, wie ja bekannt, das erste Erfordernifs zur Selbstzündung die vorherige Bildung eines bestimmten Gasluftgemisches ist, welches sich seinerseits wieder im Bereich einer bestimmten Flammenzone befindet.
Bei cylindrischen oder kegelförmigen Zündflammen kommt aber ein erheblicher Theil. der Platindrähte aufser Bereich dieser Zone zu liegen und gelangt demnach nur in den seltensten Fällen zur Zündwirkung, so dafs man, namentlich nach längerem Gebrauch der Vorrichtung, nicht jedesmal mit Sicherheit auf die Selbstzündung rechnen kann.
Vorliegende Erfindung hat nun einen Zündpillenhalter für Gasselbstzündvorrichtungen mit runder Zündflamme zum Gegenstande, bei welchem dieser Nachtheil dadurch beseitigt ist, dafs die Platindrähte derart angeordnet sind, dafs ihre Querschnitte in jedem Flammenquerschnitt auf einen zur Flammenachse con-, centrisch liegenden Kreisbogen zu stehen kommen. Es liegen mithin sämmtliche Platindrähte an allen Stellen ihrer vom Gasstrom bespülten Theile im Bereich der für die Selbstzündung wirksamen Zone, und gelangen daher bei vorliegendem Zündpillenhalter stets sämmtliche Platindrähte zur Zündwirkung.
Auf beiliegender Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes zur Darstellung gebracht, und zwar zeigt:
Fig. ι die Gesammtanordnung mit vertical durchschnittener Zünddüse,
Fig. 2 eine Seitenansicht,
Fig. 3 eine Draufsicht auf Fig. 2,
Fig. 4 einen Querschnitt I-II durch Fig. 2, Fig. 5 einen Flammenquerschnitt III und IV durch Fig. 2.
Fig. 6 zeigt von den bisher gebräuchlichen Gasselbstzündvorrichtungen dieser Art einen Flammenquerschnitt.
Auf der Gasdüse α des Zündrohres sitzt der Zündpillenhalter fest oder abnehmbar. Bei dem auf der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel besteht der Zündpillenhalter zunächst aus einem mit seinem hülsenförmigen Theile über die Gasdüse α geschobenen Winkelstück /?, das'durch einen umgebogenen Lappen b (s. Fig. 4) zusammen gehalten wird. Dieses Winkelstück h setzt sich nach oben in eine federnde Klemmzange fort, deren Schenkel c (s. Fig. 1) die Zündpille d mit ihren klauenförmigen Enden umfassen und festhalten. Einer der Schenkel c ist mit einer Nase e versehen, um welche die Platindrähte in später beschriebener Weise geschlungen werden. Wie aus Fig. 2 und 4 ersichtlich, sind am hülsenförmigen Theile des Winkelstückes h zwei Haken f angebracht, um welche ebenfalls der. Platindraht geschlungen wird. Zu diesem Zweck besitzt die Zündpille d an ihrem vorderen Ende einen bogenförmigen Ausschnitt,

Claims (1)

  1. dessen Mittelpunkt in die Flammenachse fällt. Die Kante dieses Bogenausschnittes ist wieder so viel Male eingekerbt, als Platindrähte in die für die Selbstzündung wirksamste Zone eingespannt werden sollen. Bei dem gezeichneten Ausführungsbeispiel sind deren vier vorgesehen. Das Einspannen des Platindrahtes geschieht in folgender Weise:
    Der Draht wird mit einem Ende an der Nase e befestigt, hierauf über die Zündpille d in der aus Fig. 2 und 3 ersichtlichen Weise hinweg geführt und in eine der beiden mittleren Einkerbungen des Bogenausschnittes der letzteren eingelegt, hierauf nach abwärts geführt, um einen der Haken f geschlungen, nach aufwärts geführt, in die zunächst liegende äufsere Einkerbung der Zündpille d eingelegt, über die Zündpille hinweg nach vorwärts und abwärts geführt, um die Nase e herum geschlungen, wieder nach aufwärts und über die Zündpille geführt, in die andere, mittlere Einkerbung eingelegt, nochmals nach abwärts geführt und um den anderen Haken f geschlungen, worauf er in der beschriebenen Weise wieder nach aufwärts und über die Zündpille hinweg zur Nase e geführt und mit seinem anderen Ende an dieser Nase ebenfalls befestigt wird.
    Es ist klar, dafs dadurch alle vom Gasstrom bespülten Theile des derart bespannten Platindrahtes in einen, concentrisch zur Flammenachse gekrümmten Kreisbogen zu liegen kommen und mithin auch alle zur Zündwirkung gelangen. Dadurch wird die Zündsicherheit bedeutend erhöht, weil man bekanntlich mit um. so gröfserer Zuversicht auf eine Selbstzündung rechnen kann, je mehr Platindrähte vom Gasstrom bespült werden.
    Pateντ-Anspruch:
    Zündvorrichtung für runde Zündflammen, dadurch gekennzeichnet, dafs zur Erhöhung der Zündsicherheit die der Bespülung durch das der Zünddüse entströmende Gas ausgesetzten Platindrähte derart angeordnet und gruppirt sind, dafs ihre Querschnitte in jedem Flammenquerschnitt auf einem zur Achse der Zündflamme concentrisch liegenden Kreisbogen stehen.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.

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