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DE1220648B - Vorrichtung zur mechanisch-hydraulischen Erzeugung pneumatischer Impulse - Google Patents

Vorrichtung zur mechanisch-hydraulischen Erzeugung pneumatischer Impulse

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Publication number
DE1220648B
DE1220648B DEC35488A DEC0035488A DE1220648B DE 1220648 B DE1220648 B DE 1220648B DE C35488 A DEC35488 A DE C35488A DE C0035488 A DEC0035488 A DE C0035488A DE 1220648 B DE1220648 B DE 1220648B
Authority
DE
Germany
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pipe
container
pneumatic
ejector
storage container
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEC35488A
Other languages
English (en)
Inventor
Vladimir Faehnrich
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ckd Dukla Narodni Podnik
Original Assignee
Ckd Dukla Narodni Podnik
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ckd Dukla Narodni Podnik filed Critical Ckd Dukla Narodni Podnik
Publication of DE1220648B publication Critical patent/DE1220648B/de
Pending legal-status Critical Current

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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01NINVESTIGATING OR ANALYSING MATERIALS BY DETERMINING THEIR CHEMICAL OR PHYSICAL PROPERTIES
    • G01N1/00Sampling; Preparing specimens for investigation
    • G01N1/28Preparing specimens for investigation including physical details of (bio-)chemical methods covered elsewhere, e.g. G01N33/50, C12Q
    • G01N1/38Diluting, dispersing or mixing samples
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01LCHEMICAL OR PHYSICAL LABORATORY APPARATUS FOR GENERAL USE
    • B01L3/00Containers or dishes for laboratory use, e.g. laboratory glassware; Droppers
    • B01L3/02Burettes; Pipettes
    • B01L3/0289Apparatus for withdrawing or distributing predetermined quantities of fluid
    • B01L3/0293Apparatus for withdrawing or distributing predetermined quantities of fluid for liquids
    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F15FLUID-PRESSURE ACTUATORS; HYDRAULICS OR PNEUMATICS IN GENERAL
    • F15BSYSTEMS ACTING BY MEANS OF FLUIDS IN GENERAL; FLUID-PRESSURE ACTUATORS, e.g. SERVOMOTORS; DETAILS OF FLUID-PRESSURE SYSTEMS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • F15B21/00Common features of fluid actuator systems; Fluid-pressure actuator systems or details thereof, not covered by any other group of this subclass
    • F15B21/12Fluid oscillators or pulse generators

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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
B 06b
Deutsche Kl.: 42 s-1/18
Nummer: 1220 648
Aktenzeichen: C 35488 VI a/42 s
Anmeldetag: 2. April 1965
Auslegetag: 7. Juli 1966
Das Abmessen von Lösungen mittels pneumatischer "Überlaufpipetten hat sich in der Praxis sehr gut bewährt, und es kann anscheinend nicht bezweifelt werden, daß dies die beste Handhabung von Lösungen für die Mehrzahl der automatischen Analysatoren ist. Es sind verschiedene Verfahren zur automatischen Erzeugung pneumatischer Impulse bei der Betätigung von Überlaufpipetten bekannt. So gibt es rein mechanische Impulsatoren, bei denen die Sicherstellung der periodischen, automatischen Verbindung des pneumatischen Raumes mit der Außenluft Schwierigkeiten bereitet, wenn nicht Ventile oder andere Verschlußorgane benutzt werden sollen. Diesen Nachteil beseitigen verschiedene Typen hydraulischer Impulsatoren, die jedoch gewöhnlich ein komplexes System von Behältern voraussetzen, eventuell mit einer Siphonentleerung, was eine verhältnismäßig komplizierte und betrieblich nicht immer ganz zuverlässige Einrichtung darstellt. Ferner sind Systeme bekannt, welche die mechanische Art der Erzeugung pneumatischer Impulse mit der hydraulischen kombinieren. Die praktischen Erfahrungen zeigen, daß dies zweifellos das vorteilhafteste Verfahren ist. Bei diesem bekannten System handelt es sich jedoch vorläufig stets um einen Komplex von Elementen, der einem einzigen Zweck dient, aus dem die Impulseinrichtung als selbständige Einheit nicht ausgeschieden werden kann.
Die erwähnten Nachteile beseitigt die erfindungsgemäße Einrichtung für die mechanisch-hydraulische Erzeugung pneumatischer Impulse mittels eines Herausdrückers dadurch, daß der Herausdrücker in einem Staubehälter angeordnet ist, der unten ein Abflußrohr mit einer Verengung und oben ein Uberlaufrohr aufweist und in den ferner Flüssigkeit durch ein schwenkbares Rohr entweder direkt oder über weitere Behälter, eventuell durch Rohrsysteme, geleitet wird, wenn das Rohr in Richtung zum Staubehälter geschwenkt ist, während bei entgegengesetzter Lage des Rohres die Flüssigkeit in einen Abfalltrichter fließt.
An Stelle des Abflußrohres kann der Staubehälter auch mit einem Siphon versehen sein. In den pneumatischen Kreis des Herausdrückers kann eine Überdruck-Üherlaufpipette geschaltet werden, deren Ausflußrohr seitlich in ein Sammeh-ohr in einer Höhe mündet, die höher liegt als der Flüssigkeitsspiegel im Vorratsbehälters für die abzumessende Lösung, und deren Zuführungsrohr seitlich in den Pipettenkörper in einer Höhe mündet, die tiefer liegt als das Niveau der Flüssigkeit im Vorratsbehälter. Der Herausdrücker kann mit zwei oder mehreren gegen-Vorrichtung zur mechanisch-hydraulischen
Erzeugung pneumatischer Impulse
Anmelder:
ίο
CKD Dukla, närodni podnik, Prag
Vertreter:
Dr.-Ing. U. Knoblauch, Patentanwalt,
1S Frankfurt/M. 1, Kühhornshofweg 10
Als Erfinder benannt:
Vladimir Fähnrich, Prag
Beanspruchte Priorität:
Tschechoslowakei vom 16. Mai 1964 (2835),
19. September 1964 (5214)
2
seitig parallelgeschalteten pneumatischen Überdruckpipetten verbunden sein, die gemeinsam durch einen einzigen pneumatischen Kreis gesteuert werden. In den Staubehälter können auch zwei Herausdrücker eingesetzt werden, deren wirksame erweiterte Teile in verschiedenen Tiefen des Staubehälters angebracht sind.
Die Einrichtung kann auch so ausgeführt sein, daß der tiefer angebrachte Staubehälter mit Flüssigkeit angefüllt wird, die durch einen über ihm angebrachten Behälter hindurchfließt. In diesen höher angebrachten Behälter fließt die Flüssigkeit aus einem schwenkbar angebrachten Rohr und fließt aus diesem Behälter durch ein Überlaufrohr. Dieser höher angebrachte Behälter ist mit einer Einrichtung zur pneumatischen Entleerung versehen, die aus einem Siphonrohr besteht, das mit einem Ende in den Unterteil dieses Behälters mündet und dessen zweites Ende in einen niedriger gelegenen Flüssigkeitsverschluß eintaucht. Dieser FlüssigkeitsverscMtiß hat ein Überlaufrohr. In den herabführenden
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Teil des Siphonrohres mündet die Rohrleitung zur Herbeiführung der pneumatischen Impulse, wpbei diese Rohrleitung mit dem tiefer gelegenen Herausdrücker verbunden ist. Ferner mündet in den höher gelegenen Behälter mit ihrem Flüssigkeitsverschluß eine Überlaufpipette, deren Überlaufrohr in einem weiteren Behälter mündet, der kontinuierlich mit Probe gefüllt wird, die in diesem Behälter einen vorgegebenen Flüssigkeitsspiegel dadurch bildet, daß sie durch ein Überlaufrohr abfließt. Die pneumatische Rohrleitung der Überlaufpipette ist einerseits durch eine Rohrleitung mit dem weniger tief liegenden Herausdrücker verbunden, andererseits mit einem Rohr, das in einen Abfalltrichter eintaucht, der durch das schwenkbare Rohr in nicht ausgeschwenkter Lage gefüllt wird. Der Abfalltrichter hat unten eine Verengung und ein Überlaufrohr, das in größerer Höhe mündet als das Ende des in den Abfalltrichter eintauchenden Rohres. Ferner kann in den höher gelegenen Behälter ein Rohr gelegt sein, durch das Luft zum Durchmischen seines Inhaltes geleitet wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 den eigentlichen Impulsgeber, wobei ein Staubehälter Anwendung findet,
Fig. 2 eine Einrichtung, die prinzipiell gleich ist, bei der der Behälter jedoch mittels eines Siphons entleert wird,
F i g. 3 eine Einrichtung für automatische fotometrische Analysator unter Verwendung von·Überdruckimpulsen und.
Fig. 4 eine solche" Einrichtung für Überdruckimpulse.
Der Grundgedanke der Erfindung ist in seiner einfachsten Form in Fig. 1 dargestellt. Die Einrichtung besteht aus einem Staubehälter 2, der unten kegelförmig verengt ist und in ein Abflußrohr 3 mit einer Verengung 4 übergeht. Außerdem ist der Staubehälter 2 noch mit einem Überlaufrohr 5 versehen. Neben dem Staubehälter 2 ist ein Abfalltrichter 7 mit einem eigenen Abfallrohr angebracht, das gewöhnlich in das Abflußrohr 3 mündet. Der Abfalltrichter? hat mit dem Staubehälter 2 eine gemeinsame Scheidewand. Das Niveau des oberen Randes dieser gemeinsamen Scheidewand liegt etwas tiefer als der gemeinsame Außenrand des Staubehälters 2 und des Abfalltrichters 7. Über der gemeinsamen Scheidewand des Staubehälters 2 und des Abfalltrichters 7 befindet sich ein ausschwenkbares Rohr 6, durch das die Probe zugeführt wird. Dieses Rohr ist mit seinem oberen Ende mittels eines elastischen Schlauches an eine feste Probenzufuhr-Rohrleitung angeschlossen. Ein geeigneter Mechanismus, z. B. ein Elektromagnet, dient zum Schwenken des Rohres 6, so daß es abwechselnd zwei Lagen einnehmen kann— einmal liegt die Mündung des Rohres 6 über dem Staubehälter und einmal über dem Abfalltrichter 7. In den Staubehälter 2 ist ein Herausdrücker 1 gelegt. Dies ist ein oben verengtes Rohr, das mit seinem oberen Ende an die pneumatische Rohrleitung angeschlossen ist.
Die Einrichtung gemäß F i g. 1 arbeitet folgendermaßen: Falls sich das Rohr 6 über dem Abfalltrichter 7 befindet, fließt die Probe durch das Abfall·* rohr dieses Abfalltrichters 7 ab, und der Staubehälter 2 ist leer. Wenn das Rohr 6 über den Staubehälter 2 geschwenkt ist, wird dieser gefüllt. Vorausgesetzt wird, daß die Probe in einer größeren Menge zufließt, als durch das Abflußrohr 3 mit der Verengung 4 gleichzeitig abfließen kann. Der Staubenälter 2 wird bis zum Niveau des Überlaufes 5 gefüllt, worauf der Staubehälter 2 bis zu dieser Höhe gefüllt bleibt. Im Herausdrücker 1 wird so ein Überdruck hervorgerufen. Wenn das Rohr 6 über den Abfalltrichter 7 zurückgeschwenkt wird, entleert sich der Staubehälter 2 durch das Abflußrohr 3, und der Herausdrücker 1 verbindet den pneumatischen Kreis
ίο automatisch mit der Atmosphäre.
Ähnlich arbeitet auch die Einrichtung nach F i g. 2. Hier besteht nur der Unterschied, daß anstatt des Abflußrohres 3 mit der Verengung 4 zum Entleeren ein Siphon 8 verwendet wird. Auch hier muß die lichte Weite des Siphonrohres so gewählt werden, daß nicht die gesamte aus dem Rohr 6 zufließende Probe abfließt. Die Einrichtung der Fig. 2 kann in allen Fällen. Anwendung finden, wo bei. verhältnismäßig schwachem Zufluß der Probe im Herausdrücker 1 ein rasches Zusammendrücken erzielt werden soll.
In den Staubehälter 2 nach den Fig. 1 oder 2 können statt des einen Herausdrückers 1 zwei oder mehrere Herausdrücker eingesetzt werden, die voneinander unabhängige pneumatische Impulse hervorrufen, wobei die Größe und Zeitcharakteristik des Impulses einerseits durch den Durchmesser und die Länge des Herausdrückerrohres sowie andererseits durch die Tiefe seines Einschiebens in den Staubehälter 2 bestimmt werden können.
Ein Beispiel für die Anwendung des Gegenstandes der Erfindung stellt eine Einrichtung für die automatische Verdünnung von Proben dar. Bei automatischen photometrischen Analysatoren, aber auch bei Apparaten anderer Art, kann oft der Fall eintreten, daß die Empfindlichkeit des Apparates bezüglich des Gehaltes der in der Probe enthaltenen und zu bestimmenden Substanzen zu groß ist. In solchen Fällen muß bei jeder Prüfung die Probe zuerst in einem bestimmten Verhältnis mit einer Flüssigkeit verdünnt werden, welche die zu bestimmende Substanz nicht enthält. Falls ein periodisch arbeitender Analysator betrachtet wird, ist es zweckmäßig, das Abmessen und Verdünnen in der Verdünnungsapparatur synchron mit dem Programmzyklus des Analysators vorzunehmen. Gerade für diesen Zweck ist der Gegenstand der Erfindung sehr geeignet, da die erwähnte Synchronisierung durch das zeitliche Schwenken des Rohres 6 vorteilhaft sichergestellt werden kann.
In Fig. 3 ist ein konkreter Fall dargestellt, in dem die pneumatischen Impulse mechanisch-hydraulisch erzeugt werden. Hier ist eine Apparatur veranschaulicht, die gleichzeitig periodisch drei Flüssigkeitsarten abmessen kann. Eine Pipette 31 dient zum Abmessen der Probe, Pipetten 32 und 33 messen Reagenzmittellösungen ab, die in Behältern 43 und 44 vorhanden sind und deren Flüssigkeitsspiegel auf konstanter Hohe gehalten wird. Die Behälter sind mit den Körpern der Pipetten 31, 32 und 33 durch U-förmige Rohre verbunden, die in die Seitenwand der Pipettenkörper münden. In ihrer Mündungshöhe sind die Pipettenkörper mit Füllkörpern 45,46 und 47 so ausgefüllt, daß der horizontale, mit Flüssigkeit angefüllte Querschnitt hier minimal ist, wobei gleichzeitig für eine Entlüftung gesorgt wird. In einem Niveau, das höher liegt als die Flüssigkeitsspiegel in den Behältern 41, 43, 44, münden Abflußrohr 48; 49, 50 der
Pipetten in ein Sammelrohr 51, wobei diese Rohre U-Form haben und unten an den Pipettenkörpern angeschlossen sind. Am oberen Ende sind die Pipetten mittels der Anschlußrohre 34, 35, 36 mit einer gemeinsamen pneumatischen Rohrleitung 37 verbunden, die in den Herausdrücker 1 mündet. Dieser besteht aus einem unten offenen Zylinder, der an seinem oberen Ende mit der pneumatischen Rohrleitung 37 verbunden ist. Der Herausdrücker 1 ist in den Staubehälter 2 eingesetzt, der unten mit einem Abflußrohr 3 versehen ist, das eine Verengung 4 hat; oben ist er mit einem Überlauf 38 ausgestattet, der in das Überlaufrohr 5 übergeht. Gleich neben dem Staubehälter 2 befindet sich der Abfalltrichter 7, an den unten ein mit dem Uberlaufrohr 5 verbundenes Rohr 40 anschließt. Dieses mündet über dem Flüssigkeitsspiegel im Behälter 41. Ein konstanter Flüssigkeitsspiegel im Behälter 41 wird in einem Niveau aufrechterhalten, das der Mündung des Überlaufrohres 42 im Behälter 41 entspricht.
Durch das Überlaufrohr 42 fließt die überflüssige Probe ab. Über der gemeinsamen Kante zwischen dem Staubehälter 2 und dem Abfalltrichter 7 befindet sich das schwenkbare Rohr 6, das mittels eines elastischen Schlauches 55 mit einem die Probe zuführenden Rohr 52 verbunden ist. Mittels des an einer gemeinsamen Welle 54 mit dem Anker des Elektromagneten 39 angebrachten Armes 53 kann das Rohr 6 so geschwenkt werden, daß im stromlosen Zustand das Rohr 6 über dem Staubehälter 2 mündet, im erregten Zustand dagegen über dem Abfalltrichter 7.
Die Einrichtung arbeitet folgendermaßen: Falls dem Elektromagneten 39 Strom zugeführt wird, fließt die durch das Rohr 52 zugeführte Probe durch das schwenkbare Rohr 6 in den Abfalltrichter 7 und von hier in den die Probe enthaltenden Behälter 41, wo der Flüssigkeitsspiegel durch die Mündung des Überlaufrohres 42 auf konstanter Höhe gehalten wird. In allen Pipetten ist der Flüssigkeitsspiegel auf gleichem Niveau wie in den Behältern 41, 43, 44, und zwar sowohl in den Körpern der Pipetten 31, 32, 33 als auch in den Abflußrohren 48,49, 50, weil in der pneumatischen Rohrleitung 37 atmosphärischer Druck herrscht, wenn der Staubehälter 2, in dem sich der Herausdrücker 1 befindet, leer ist. Die Probe muß dauernd in einer Menge zugeführt werden, die größer ist als die durch die Verengung 4 abfließende Flüssigkeitsmenge. Wenn die Stromzufuhr zum Elektromagneten 39 unterbrochen wird und das Rohr 6 die Probe dem Staubehälter 2 zuzuführen beginnt, steigt der Flüssigkeitsspiegel hier an, bis die Probe in den Herausdrücker 1 einzudringen beginnt. Der Flüssigkeitsspiegel im Staubehälter 2 steigt bis zur Höhe des Überlaufes 38 an, wobei der Herausdrücker 1 bis zum Niveau der unteren Verengung angefüllt wird. Dadurch wird aus der pneumatischen Rohrleitung 37 eine Luftmenge in die Pipetten 31, 32, 33 gedrückt, wie sie zu ihrer Entleerung nötig ist. Die wirksame Höhe und der Fassungsraum des Herausdrückers 1 müssen so gewählt werden, daß die Pipetten nur bis unter das untere Ende der einzelnen Pipettenkörper entleert werden. So werden die Reagenzmittellösungen in den Pipetten 32 und 33 und auch die Probe in der Pipette 31 abgemessen und in das gemeinsame Sammelrohr 51 geleitet. In diesem Zustand kann die Apparatur während des Intervalls zwischen zwei Abmessungen verbleiben. Das neue Abmessen erfolgt dadurch, daß während einer bestimmten Zeitdauer der Elektromagnet 39 mit Strom versorgt wird. Dadurch wird der Zufluß der Probe aus dem schwenkbaren Rohr 6 in den Staubehälter 2 wieder unterbrochen, und dieser entleert sich durch das Abflußrohr 3 mit der Verengung 4. Der im Herausdrücker 1 bestehende Überdruck wird aufgehoben und die pneumatische Rohrleitung 37 mit der Atmosphäre verbunden. Wenn die Stromzufuhr zum Elektromagneten 39 unterbrochen wird, wiederholt sich der Vorgang wie beschrieben.
Der erläuterte Apparat kann zum automatischen Abmessen von Reagenzmittellösungen und Proben in selbsttätigen fotometrischen Analysatoren oder automatischen Titrierapparaten oder Einrichtungen für das definierte Verdünnen von Proben verwendet werden. Der Apparat kann auch in einem Betrieb, z. B. der Technologie oder Wasseraufbereitung oder in der chemischen Industrie, Anwendung finden. Der Vorteil der beschriebenen Einrichtung besteht in der einfachen Konzeption und der Störungsfreiheit, die dadurch gegeben ist, daß bei der elektrischen Impulssteuerung nur ein Elektromagnet gesteuert wird und alle anderen Prozesse hydraulisch-pneumatisch mittels Teilen erfolgen, die keiner Abnutzung unterliegen.
Die in F i g. 4 dargestellte Verdünnungseinrichtung besteht aus zwei Behältern 2 und 11 und einer Überlaufpipette 18. Die Behälter werden von der Verdünnungsflüssigkeit durchflossen, die Pipette 18 dient zum Abmessen der Probe. Die Verdünnungsflüssigkeit fließt durch das schwenkbare Rohr 6 zu, dessen Lage ein Elektromagnet bestimmt, dessen elektrische Impulse von dem Analysator gegeben werden. Das schwenkbare Rohr 6 führt je nach seiner Lage die Flüssigkeit entweder dem Trichter 26 oder dem Abfalltrichter 27 zu. Dieser hat eine Verengung 28 und einen Überlauf 29, so daß er ähnlich arbeitet wie die Einrichtung der Fig. 1. An Stelle des Herausdrückers 1 ist in den Abfalltrichter 27 ein Rohr 25 gelegt, daß mit der pneumatischen Rohrleitung der Pipette 18 verbunden ist. Aus dem Trichter 26 fließt die Probe in den Behälter 11 und füllt ihn so an, daß die überschüssige Probe durch das Überlaufrohr 12 in den Staubehälter 2 abfließt. Der Behälter 11 ist unten kegelförmig verengt und geht in ein Siphonrohr 13 über, das einen Teil der Einrichtung zum selbsttätigen pneumatischen Entleeren von Flüssigkeiten bildet. Das Siphonrohr 13 mündet mit dem zweiten Ende in einen Flüssigkeitsverschluß 14, von wo die verdünnte Probe durch ein Rohr 15 abgeleitet wird. In den aufsteigenden Teil des Siphonrohres 13 mündet seitlich ein Rohr 16, das den pneumatischen Impuls aus einer Rohrleitung 17 zuführt. In den Behälter 11 ist ein Füllkörper 56 eingelegt, der den Querschnitt in der Mündungshöhe des Überlaufrohres vermindert. Ferner ist in den Behälter 11 ein bis an den Behälterboden reichendes Rohr 30 für eine Druckluftzuführung gelegt, um den Inhalt des Behälters 11 zu durchmischen. Der Staubehälter 2 stellt wiederum ein Element gemäß der Erfindung dar, aus dem die Probe durch das Rohr 3 mit der Verengung 4 und nach Anfüllen des Staubehälters 2 durch das Überlaufrohr 5 abfließt. In den Staubehälter 2 sind zwei Herausdrücker eingesetzt; der Herausdrücker 10 ist in den Staubehälter 2 tiefei hineingeschoben und an die Rohrleitung 17 angeschlossen. Er besorgt das Entleeren des Behälters 11.
Der Herausdrücker 9 ist im Staubehälter 2 nicht so tief angebracht und an die pneumatische Rohrleitung 24 der Pipette 18 angeschlossen. Die pneumatische Pipette 18 besteht aus dem Pipettenkörper, der oben an die pneumatische Rohrleitung 24 anschließt und dessen Abflußrohr einen Flüssigkeitsverschluß 19 bildet, der in den Behälter 11 mündet. In den Körper der Pipette 18 mündet seitlich das Überlaufrohr 20, durch das die Pipette 18 aus dem kleinen Behälter 21 mit Probe gefüllt wird. In diesem Behälter fließt ständig Probe durch das Rohr 22 zu, und eine vorgegebene Niveauhöhe der Probeflüssigkeit wird durch einen Überlauf 23 aufrechterhalten.
Die Einrichtung der Fig. 4 arbeitet folgendermaßen: Falls sich das Rohr 6 über dem Trichter 26 befindet, füllt die zugeführte Verdünnungsflüssigkeit den Behältern und fließt aus diesem durch das Überlaufrohr 12 in den Staubehälter 2. Die Menge der zufließenden Verdünnungsflüssigkeit muß wieder so groß sein, daß sie nicht durch das Abflußrohr 3 mit der Verengung 4 abfließen kann. Dann wird der Staubehälter 2 ebenfalls mit der Probe bis zum Rand des Überlaufrohres 5 angefüllt. Die durch den Herausdrücker 10 in der Rohrleitung 17 komprimierte Luft entweicht durch den Flüssigkeitsverschluß 14. Die pneumatische Rohrleitung 24 ist in diesem Augenblick mit der Atmosphäre durch das Rohr 25 verbunden, und das Ansteigen des Flüssigkeitsspiegels im Herausdrücker 9 verursacht in der pneumatischen Rohrleitung 24 keine Änderung der Druckverhältnisse. Nach dem Schwenken des Rohres 6 über den Abfälltrichter 27 wird dieser mit Verdünnungsflüssigkeit bis zur Höhe des Überlaufes 29 gefüllt und verschließt so die Mündung des Rohres 25. Beim Entleeren des Staubehälters 2, dem die verdünnte Flüssigkeit nicht mehr zufließt und aus dem die verdünnte Flüssigkeit bloß durch das Abflußrohr 3 abfließt, entsteht in der pneumatischen Rohrleitung 24 durch das Entleeren des Herausdrückers 9 ein Unterdruck, wodurch sich die pneumatische Pipette 18 füllt. Sobald der Flüssigkeitsspiegel im Staubehälter 2 unter den unteren Rand des Herausdrückers 9 absinkt, fließt die Flüssigkeitssäule aus diesem Herausdrücker heraus, und der Unterdruck in der pneumatischen Rohrleitung 24 wird aufgehoben. Die pneumatische Rohrleitung 24 wird mit der Atmosphäre verbunden, und die abgemessene Probe fließt in den Behälter 11. In diesem Behälter wird mittels zugeführter Druckluft oder einer motorisch angetriebenen Mischvorrichtung die verdünnte Probe durchmischt. Wenn der Flüssigkeitsspiegel im Staubehälter 2 noch weiter absinkt, verursacht der Herausdrücker 10 eine Saugwirkung, und die verdünnte Probe fließt über den Flüssigkeitsverschluß 14 und durch das Rohr 15 in den Apparat. Nach erneutem Schwenken des Rohres 6 in die ursprüngliche Lage wird der ganze Vorgang wiederholt.
Die beschriebene Einrichtung eignet sich z. B. zum Verdünnen von phenolhaltigen Wassern bei der fotometrischen Feststellung des Phenolgehaltes in fo Gaswerken, chemischen Betrieben u. ä.
Ein außerordentlicher Vorteil der beschriebenen Einrichtungen besteht einerseits darin, daß sämtliche Handhabungen mit Lösungen ohne Benutzung irgendwelcher Verschlußorgane vorgenommen werden, und andererseits darin, daß die mechanisch-hydraulischen Impulselemente gemäß der Erfindung ganz unabhängig angewandt werden können.

Claims (8)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zur mechanisch-hydraulischen Erzeugung pneumatischer Impulse mittels eines Herausdrückers, dadurch gekennzeichnet, daß der Herausdrücker (1, 9, 10) in einem Staubehälter (2) angeordnet ist, der unten ein Abflußrohr (3) mit einer Verengung (4) und oben ein Überlaufrohr (5) aufweist und in den ferner Flüssigkeit durch ein schwenkbares Rohr (6) entweder direkt oder über weitere Behälter, eventuell durch Rohrsysteme, geleitet wird, wenn das Rohr (6) in Richtung zum Staubehälter (2) geschwenkt ist, während bei entgegengesetzter Lage des Rohres (6) die Flüssigkeit in einen Abfalltrichter (7, 27) fließt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Staubehälter (2) an Stelle des Abflußrohres (3) mit der Verengung (4) einen Siphon (8) besitzt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an die pneumatische Rohrleitung (37) des Herausdrückers (1) eine Überdruckpipette (31) angeschlossen ist, deren Abflußrohr (48) seitlich in ein Sammelrohr (51) in einer Höhe mündet, die höher liegt als der Flüssigkeitsspiegel in einem Behälter (41) für die abzumessende Probe, und deren Zuführungsrohr in den Körper der Pipette (31) in einer Höhe mündet, die tiefer liegt als der Flüssigkeitsspiegel im Behälter (41).
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Herausdrücker (1) mit zwei oder mehr parallelgeschalteten pneumatischen Pipetten (31, 32, 33) verbunden ist, die gemeinsam durch einen pneumatischen Kreis (34, 35, 36, 37) gesteuert werden.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Staubehälter (2) zwei Herausdrücker (9 und 10) angeordnet sind, deren wirksame erweiterte Teile sich in verschiedenen Tiefen des Staubehälters (2) befinden.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Staubehälter (2) mit Flüssigkeit gefüllt wird, die aus dem schwenkbaren Rohr (6) in einen Trichter (26) und von hier in einen Behälter (U) gelangt, ferner aus diesem durch ein Überlaufrohr (12) abfließt, wobei der Behälter (11) mit einer Einrichtung zum pneumatischen Entleeren versehen ist, bestehend aus einem Siphonrohr (13), dessen eines Ende in den Unterteil des Behälters (11) und dessen zweites Ende in einen tiefer gelegenen Flüssigkeitsverschluß (14) übergeht, der mit einem Überlaufrohr (15) versehen ist, wobei in den absteigenden Teil des Siphonrohres (13) ein Rohr (16) für die Zuführung der pneumatischen Impulse mündet, welches durch eine Rohrleitung (17) mit dem tiefer gelegenen Herausdrücker (10) verbunden ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in den Behälter (11) eine Überlaufpipette (18) mit ihrem Flüssigkeitsverschluß (19) mündet, deren Überlaufrohr (20) in einen Behälter (21) eintaucht, der kontinuierlich aus einem Rohr (22) mit Probe gefüllt wird, deren Flüssigkeitsspiegel im Behälter (21) durch einen Überlauf (23) auf konstanter
Höhe gehalten wird, wobei die Pipette (18) durch eine pneumatische Rohrleitung (24) einerseits mit dem weniger eingetauchten Herausdrücker (9) und andererseits mit einem Rohr (25) kommuniziert, das in den Abfalltrichter (27) eintaucht, der durch das Rohr (6) in nicht ausgeschwenkter Lage gefüllt wird und unten ein Abfallrohr mit
10
einer Verengung (28) sowie ein Überlaufrohr (29) aufweist, das in einer Lage mündet, die höher liegt als die Mündung des Rohres (25).
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in den Behälter (11) zum Durchmischen des Inhalts ein Rohr (30) zur Luftzufuhr eingebaut ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DEC35488A 1964-05-16 1965-04-02 Vorrichtung zur mechanisch-hydraulischen Erzeugung pneumatischer Impulse Pending DE1220648B (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CS283564 1964-05-16
CS521464 1964-09-19

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Publication Number Publication Date
DE1220648B true DE1220648B (de) 1966-07-07

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ID=25745694

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Application Number Title Priority Date Filing Date
DEC35488A Pending DE1220648B (de) 1964-05-16 1965-04-02 Vorrichtung zur mechanisch-hydraulischen Erzeugung pneumatischer Impulse

Country Status (5)

Country Link
AT (1) AT252605B (de)
CH (1) CH431136A (de)
DE (1) DE1220648B (de)
FR (1) FR1505326A (de)
GB (1) GB1064341A (de)

Also Published As

Publication number Publication date
CH431136A (de) 1967-02-28
AT252605B (de) 1967-02-27
FR1505326A (fr) 1967-12-15
GB1064341A (en) 1967-04-05

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