DE1220648B - Vorrichtung zur mechanisch-hydraulischen Erzeugung pneumatischer Impulse - Google Patents
Vorrichtung zur mechanisch-hydraulischen Erzeugung pneumatischer ImpulseInfo
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-
- G—PHYSICS
- G01—MEASURING; TESTING
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- G01N1/00—Sampling; Preparing specimens for investigation
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-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
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-
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Description
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
B 06b
Deutsche Kl.: 42 s-1/18
Nummer: 1220 648
Aktenzeichen: C 35488 VI a/42 s
Anmeldetag: 2. April 1965
Auslegetag: 7. Juli 1966
Das Abmessen von Lösungen mittels pneumatischer "Überlaufpipetten hat sich in der Praxis sehr
gut bewährt, und es kann anscheinend nicht bezweifelt werden, daß dies die beste Handhabung von Lösungen
für die Mehrzahl der automatischen Analysatoren ist. Es sind verschiedene Verfahren zur automatischen
Erzeugung pneumatischer Impulse bei der Betätigung von Überlaufpipetten bekannt. So gibt es
rein mechanische Impulsatoren, bei denen die Sicherstellung der periodischen, automatischen Verbindung
des pneumatischen Raumes mit der Außenluft Schwierigkeiten bereitet, wenn nicht Ventile oder
andere Verschlußorgane benutzt werden sollen. Diesen Nachteil beseitigen verschiedene Typen hydraulischer
Impulsatoren, die jedoch gewöhnlich ein komplexes System von Behältern voraussetzen,
eventuell mit einer Siphonentleerung, was eine verhältnismäßig komplizierte und betrieblich nicht
immer ganz zuverlässige Einrichtung darstellt. Ferner sind Systeme bekannt, welche die mechanische Art
der Erzeugung pneumatischer Impulse mit der hydraulischen kombinieren. Die praktischen Erfahrungen
zeigen, daß dies zweifellos das vorteilhafteste Verfahren ist. Bei diesem bekannten System handelt
es sich jedoch vorläufig stets um einen Komplex von Elementen, der einem einzigen Zweck dient, aus dem
die Impulseinrichtung als selbständige Einheit nicht ausgeschieden werden kann.
Die erwähnten Nachteile beseitigt die erfindungsgemäße
Einrichtung für die mechanisch-hydraulische Erzeugung pneumatischer Impulse mittels eines Herausdrückers
dadurch, daß der Herausdrücker in einem Staubehälter angeordnet ist, der unten ein Abflußrohr
mit einer Verengung und oben ein Uberlaufrohr aufweist und in den ferner Flüssigkeit durch ein
schwenkbares Rohr entweder direkt oder über weitere Behälter, eventuell durch Rohrsysteme, geleitet
wird, wenn das Rohr in Richtung zum Staubehälter geschwenkt ist, während bei entgegengesetzter
Lage des Rohres die Flüssigkeit in einen Abfalltrichter fließt.
An Stelle des Abflußrohres kann der Staubehälter auch mit einem Siphon versehen sein. In den pneumatischen
Kreis des Herausdrückers kann eine Überdruck-Üherlaufpipette geschaltet werden, deren Ausflußrohr
seitlich in ein Sammeh-ohr in einer Höhe mündet, die höher liegt als der Flüssigkeitsspiegel im
Vorratsbehälters für die abzumessende Lösung, und deren Zuführungsrohr seitlich in den Pipettenkörper
in einer Höhe mündet, die tiefer liegt als das Niveau der Flüssigkeit im Vorratsbehälter. Der Herausdrücker
kann mit zwei oder mehreren gegen-Vorrichtung zur mechanisch-hydraulischen
Erzeugung pneumatischer Impulse
Erzeugung pneumatischer Impulse
Anmelder:
ίο
ίο
CKD Dukla, närodni podnik, Prag
Vertreter:
Dr.-Ing. U. Knoblauch, Patentanwalt,
1S Frankfurt/M. 1, Kühhornshofweg 10
1S Frankfurt/M. 1, Kühhornshofweg 10
Als Erfinder benannt:
Vladimir Fähnrich, Prag
Vladimir Fähnrich, Prag
Beanspruchte Priorität:
Tschechoslowakei vom 16. Mai 1964 (2835),
19. September 1964 (5214)
2
seitig parallelgeschalteten pneumatischen Überdruckpipetten verbunden sein, die gemeinsam durch einen
einzigen pneumatischen Kreis gesteuert werden. In den Staubehälter können auch zwei Herausdrücker
eingesetzt werden, deren wirksame erweiterte Teile in verschiedenen Tiefen des Staubehälters angebracht
sind.
Die Einrichtung kann auch so ausgeführt sein, daß der tiefer angebrachte Staubehälter mit Flüssigkeit angefüllt wird, die durch einen über ihm angebrachten Behälter hindurchfließt. In diesen höher angebrachten Behälter fließt die Flüssigkeit aus einem schwenkbar angebrachten Rohr und fließt aus diesem Behälter durch ein Überlaufrohr. Dieser höher angebrachte Behälter ist mit einer Einrichtung zur pneumatischen Entleerung versehen, die aus einem Siphonrohr besteht, das mit einem Ende in den Unterteil dieses Behälters mündet und dessen zweites Ende in einen niedriger gelegenen Flüssigkeitsverschluß eintaucht. Dieser FlüssigkeitsverscMtiß hat ein Überlaufrohr. In den herabführenden
Die Einrichtung kann auch so ausgeführt sein, daß der tiefer angebrachte Staubehälter mit Flüssigkeit angefüllt wird, die durch einen über ihm angebrachten Behälter hindurchfließt. In diesen höher angebrachten Behälter fließt die Flüssigkeit aus einem schwenkbar angebrachten Rohr und fließt aus diesem Behälter durch ein Überlaufrohr. Dieser höher angebrachte Behälter ist mit einer Einrichtung zur pneumatischen Entleerung versehen, die aus einem Siphonrohr besteht, das mit einem Ende in den Unterteil dieses Behälters mündet und dessen zweites Ende in einen niedriger gelegenen Flüssigkeitsverschluß eintaucht. Dieser FlüssigkeitsverscMtiß hat ein Überlaufrohr. In den herabführenden
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Teil des Siphonrohres mündet die Rohrleitung zur Herbeiführung der pneumatischen Impulse, wpbei
diese Rohrleitung mit dem tiefer gelegenen Herausdrücker verbunden ist. Ferner mündet in den höher
gelegenen Behälter mit ihrem Flüssigkeitsverschluß eine Überlaufpipette, deren Überlaufrohr in einem
weiteren Behälter mündet, der kontinuierlich mit Probe gefüllt wird, die in diesem Behälter einen
vorgegebenen Flüssigkeitsspiegel dadurch bildet, daß sie durch ein Überlaufrohr abfließt. Die pneumatische
Rohrleitung der Überlaufpipette ist einerseits durch eine Rohrleitung mit dem weniger tief liegenden Herausdrücker
verbunden, andererseits mit einem Rohr, das in einen Abfalltrichter eintaucht, der durch das
schwenkbare Rohr in nicht ausgeschwenkter Lage gefüllt wird. Der Abfalltrichter hat unten eine Verengung
und ein Überlaufrohr, das in größerer Höhe mündet als das Ende des in den Abfalltrichter eintauchenden
Rohres. Ferner kann in den höher gelegenen Behälter ein Rohr gelegt sein, durch das Luft
zum Durchmischen seines Inhaltes geleitet wird.
Die Erfindung wird nachstehend an Hand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 den eigentlichen Impulsgeber, wobei ein Staubehälter Anwendung findet,
Fig. 2 eine Einrichtung, die prinzipiell gleich ist,
bei der der Behälter jedoch mittels eines Siphons entleert wird,
F i g. 3 eine Einrichtung für automatische fotometrische Analysator unter Verwendung von·Überdruckimpulsen
und.
Fig. 4 eine solche" Einrichtung für Überdruckimpulse.
Der Grundgedanke der Erfindung ist in seiner einfachsten Form in Fig. 1 dargestellt. Die Einrichtung
besteht aus einem Staubehälter 2, der unten kegelförmig verengt ist und in ein Abflußrohr 3 mit einer
Verengung 4 übergeht. Außerdem ist der Staubehälter 2 noch mit einem Überlaufrohr 5 versehen.
Neben dem Staubehälter 2 ist ein Abfalltrichter 7 mit einem eigenen Abfallrohr angebracht, das gewöhnlich
in das Abflußrohr 3 mündet. Der Abfalltrichter? hat mit dem Staubehälter 2 eine gemeinsame
Scheidewand. Das Niveau des oberen Randes dieser gemeinsamen Scheidewand liegt etwas tiefer
als der gemeinsame Außenrand des Staubehälters 2 und des Abfalltrichters 7. Über der gemeinsamen
Scheidewand des Staubehälters 2 und des Abfalltrichters 7 befindet sich ein ausschwenkbares Rohr 6,
durch das die Probe zugeführt wird. Dieses Rohr ist mit seinem oberen Ende mittels eines elastischen
Schlauches an eine feste Probenzufuhr-Rohrleitung angeschlossen. Ein geeigneter Mechanismus, z. B. ein
Elektromagnet, dient zum Schwenken des Rohres 6, so daß es abwechselnd zwei Lagen einnehmen kann—
einmal liegt die Mündung des Rohres 6 über dem Staubehälter und einmal über dem Abfalltrichter 7.
In den Staubehälter 2 ist ein Herausdrücker 1 gelegt. Dies ist ein oben verengtes Rohr, das mit seinem
oberen Ende an die pneumatische Rohrleitung angeschlossen ist.
Die Einrichtung gemäß F i g. 1 arbeitet folgendermaßen: Falls sich das Rohr 6 über dem Abfalltrichter
7 befindet, fließt die Probe durch das Abfall·*
rohr dieses Abfalltrichters 7 ab, und der Staubehälter 2 ist leer. Wenn das Rohr 6 über den
Staubehälter 2 geschwenkt ist, wird dieser gefüllt. Vorausgesetzt wird, daß die Probe in einer größeren
Menge zufließt, als durch das Abflußrohr 3 mit der Verengung 4 gleichzeitig abfließen kann. Der Staubenälter
2 wird bis zum Niveau des Überlaufes 5 gefüllt, worauf der Staubehälter 2 bis zu dieser Höhe
gefüllt bleibt. Im Herausdrücker 1 wird so ein Überdruck hervorgerufen. Wenn das Rohr 6 über den
Abfalltrichter 7 zurückgeschwenkt wird, entleert sich der Staubehälter 2 durch das Abflußrohr 3, und der
Herausdrücker 1 verbindet den pneumatischen Kreis
ίο automatisch mit der Atmosphäre.
Ähnlich arbeitet auch die Einrichtung nach F i g. 2. Hier besteht nur der Unterschied, daß anstatt des
Abflußrohres 3 mit der Verengung 4 zum Entleeren ein Siphon 8 verwendet wird. Auch hier muß die
lichte Weite des Siphonrohres so gewählt werden, daß nicht die gesamte aus dem Rohr 6 zufließende
Probe abfließt. Die Einrichtung der Fig. 2 kann in allen Fällen. Anwendung finden, wo bei. verhältnismäßig
schwachem Zufluß der Probe im Herausdrücker 1 ein rasches Zusammendrücken erzielt werden
soll.
In den Staubehälter 2 nach den Fig. 1 oder 2
können statt des einen Herausdrückers 1 zwei oder mehrere Herausdrücker eingesetzt werden, die voneinander
unabhängige pneumatische Impulse hervorrufen, wobei die Größe und Zeitcharakteristik des
Impulses einerseits durch den Durchmesser und die Länge des Herausdrückerrohres sowie andererseits
durch die Tiefe seines Einschiebens in den Staubehälter 2 bestimmt werden können.
Ein Beispiel für die Anwendung des Gegenstandes der Erfindung stellt eine Einrichtung für die automatische
Verdünnung von Proben dar. Bei automatischen photometrischen Analysatoren, aber auch bei
Apparaten anderer Art, kann oft der Fall eintreten, daß die Empfindlichkeit des Apparates bezüglich des
Gehaltes der in der Probe enthaltenen und zu bestimmenden Substanzen zu groß ist. In solchen Fällen
muß bei jeder Prüfung die Probe zuerst in einem bestimmten Verhältnis mit einer Flüssigkeit verdünnt
werden, welche die zu bestimmende Substanz nicht enthält. Falls ein periodisch arbeitender Analysator
betrachtet wird, ist es zweckmäßig, das Abmessen und Verdünnen in der Verdünnungsapparatur synchron
mit dem Programmzyklus des Analysators vorzunehmen. Gerade für diesen Zweck ist der Gegenstand
der Erfindung sehr geeignet, da die erwähnte Synchronisierung durch das zeitliche Schwenken
des Rohres 6 vorteilhaft sichergestellt werden kann.
In Fig. 3 ist ein konkreter Fall dargestellt, in dem die pneumatischen Impulse mechanisch-hydraulisch
erzeugt werden. Hier ist eine Apparatur veranschaulicht, die gleichzeitig periodisch drei Flüssigkeitsarten
abmessen kann. Eine Pipette 31 dient zum Abmessen der Probe, Pipetten 32 und 33 messen Reagenzmittellösungen
ab, die in Behältern 43 und 44 vorhanden sind und deren Flüssigkeitsspiegel auf konstanter
Hohe gehalten wird. Die Behälter sind mit den Körpern der Pipetten 31, 32 und 33 durch U-förmige
Rohre verbunden, die in die Seitenwand der Pipettenkörper münden. In ihrer Mündungshöhe sind die
Pipettenkörper mit Füllkörpern 45,46 und 47 so ausgefüllt,
daß der horizontale, mit Flüssigkeit angefüllte Querschnitt hier minimal ist, wobei gleichzeitig für
eine Entlüftung gesorgt wird. In einem Niveau, das höher liegt als die Flüssigkeitsspiegel in den Behältern
41, 43, 44, münden Abflußrohr 48; 49, 50 der
Pipetten in ein Sammelrohr 51, wobei diese Rohre U-Form haben und unten an den Pipettenkörpern
angeschlossen sind. Am oberen Ende sind die Pipetten mittels der Anschlußrohre 34, 35, 36 mit einer
gemeinsamen pneumatischen Rohrleitung 37 verbunden, die in den Herausdrücker 1 mündet. Dieser besteht
aus einem unten offenen Zylinder, der an seinem oberen Ende mit der pneumatischen Rohrleitung 37
verbunden ist. Der Herausdrücker 1 ist in den Staubehälter 2 eingesetzt, der unten mit einem Abflußrohr
3 versehen ist, das eine Verengung 4 hat; oben ist er mit einem Überlauf 38 ausgestattet, der in das
Überlaufrohr 5 übergeht. Gleich neben dem Staubehälter 2 befindet sich der Abfalltrichter 7, an den
unten ein mit dem Uberlaufrohr 5 verbundenes Rohr 40 anschließt. Dieses mündet über dem Flüssigkeitsspiegel
im Behälter 41. Ein konstanter Flüssigkeitsspiegel im Behälter 41 wird in einem Niveau aufrechterhalten,
das der Mündung des Überlaufrohres 42 im Behälter 41 entspricht.
Durch das Überlaufrohr 42 fließt die überflüssige Probe ab. Über der gemeinsamen Kante zwischen
dem Staubehälter 2 und dem Abfalltrichter 7 befindet sich das schwenkbare Rohr 6, das mittels eines
elastischen Schlauches 55 mit einem die Probe zuführenden Rohr 52 verbunden ist. Mittels des an
einer gemeinsamen Welle 54 mit dem Anker des Elektromagneten 39 angebrachten Armes 53 kann
das Rohr 6 so geschwenkt werden, daß im stromlosen Zustand das Rohr 6 über dem Staubehälter 2 mündet,
im erregten Zustand dagegen über dem Abfalltrichter 7.
Die Einrichtung arbeitet folgendermaßen: Falls dem Elektromagneten 39 Strom zugeführt wird, fließt
die durch das Rohr 52 zugeführte Probe durch das schwenkbare Rohr 6 in den Abfalltrichter 7 und von
hier in den die Probe enthaltenden Behälter 41, wo der Flüssigkeitsspiegel durch die Mündung des Überlaufrohres
42 auf konstanter Höhe gehalten wird. In allen Pipetten ist der Flüssigkeitsspiegel auf gleichem
Niveau wie in den Behältern 41, 43, 44, und zwar sowohl in den Körpern der Pipetten 31, 32, 33 als
auch in den Abflußrohren 48,49, 50, weil in der pneumatischen Rohrleitung 37 atmosphärischer Druck
herrscht, wenn der Staubehälter 2, in dem sich der Herausdrücker 1 befindet, leer ist. Die Probe muß
dauernd in einer Menge zugeführt werden, die größer ist als die durch die Verengung 4 abfließende Flüssigkeitsmenge.
Wenn die Stromzufuhr zum Elektromagneten 39 unterbrochen wird und das Rohr 6 die
Probe dem Staubehälter 2 zuzuführen beginnt, steigt der Flüssigkeitsspiegel hier an, bis die Probe in den
Herausdrücker 1 einzudringen beginnt. Der Flüssigkeitsspiegel im Staubehälter 2 steigt bis zur Höhe des
Überlaufes 38 an, wobei der Herausdrücker 1 bis zum Niveau der unteren Verengung angefüllt wird.
Dadurch wird aus der pneumatischen Rohrleitung 37 eine Luftmenge in die Pipetten 31, 32, 33 gedrückt,
wie sie zu ihrer Entleerung nötig ist. Die wirksame Höhe und der Fassungsraum des Herausdrückers 1
müssen so gewählt werden, daß die Pipetten nur bis unter das untere Ende der einzelnen Pipettenkörper
entleert werden. So werden die Reagenzmittellösungen in den Pipetten 32 und 33 und auch die Probe
in der Pipette 31 abgemessen und in das gemeinsame Sammelrohr 51 geleitet. In diesem Zustand kann die
Apparatur während des Intervalls zwischen zwei Abmessungen verbleiben. Das neue Abmessen erfolgt
dadurch, daß während einer bestimmten Zeitdauer der Elektromagnet 39 mit Strom versorgt wird.
Dadurch wird der Zufluß der Probe aus dem schwenkbaren Rohr 6 in den Staubehälter 2 wieder
unterbrochen, und dieser entleert sich durch das Abflußrohr 3 mit der Verengung 4. Der im Herausdrücker
1 bestehende Überdruck wird aufgehoben und die pneumatische Rohrleitung 37 mit der Atmosphäre
verbunden. Wenn die Stromzufuhr zum Elektromagneten 39 unterbrochen wird, wiederholt sich
der Vorgang wie beschrieben.
Der erläuterte Apparat kann zum automatischen Abmessen von Reagenzmittellösungen und Proben
in selbsttätigen fotometrischen Analysatoren oder automatischen Titrierapparaten oder Einrichtungen
für das definierte Verdünnen von Proben verwendet werden. Der Apparat kann auch in einem Betrieb,
z. B. der Technologie oder Wasseraufbereitung oder in der chemischen Industrie, Anwendung finden. Der
Vorteil der beschriebenen Einrichtung besteht in der einfachen Konzeption und der Störungsfreiheit, die
dadurch gegeben ist, daß bei der elektrischen Impulssteuerung nur ein Elektromagnet gesteuert wird und
alle anderen Prozesse hydraulisch-pneumatisch mittels Teilen erfolgen, die keiner Abnutzung unterliegen.
Die in F i g. 4 dargestellte Verdünnungseinrichtung besteht aus zwei Behältern 2 und 11 und einer Überlaufpipette
18. Die Behälter werden von der Verdünnungsflüssigkeit durchflossen, die Pipette 18 dient
zum Abmessen der Probe. Die Verdünnungsflüssigkeit fließt durch das schwenkbare Rohr 6 zu, dessen
Lage ein Elektromagnet bestimmt, dessen elektrische Impulse von dem Analysator gegeben werden. Das
schwenkbare Rohr 6 führt je nach seiner Lage die Flüssigkeit entweder dem Trichter 26 oder dem Abfalltrichter
27 zu. Dieser hat eine Verengung 28 und einen Überlauf 29, so daß er ähnlich arbeitet wie die
Einrichtung der Fig. 1. An Stelle des Herausdrückers 1 ist in den Abfalltrichter 27 ein Rohr 25
gelegt, daß mit der pneumatischen Rohrleitung der Pipette 18 verbunden ist. Aus dem Trichter 26 fließt
die Probe in den Behälter 11 und füllt ihn so an, daß die überschüssige Probe durch das Überlaufrohr 12
in den Staubehälter 2 abfließt. Der Behälter 11 ist unten kegelförmig verengt und geht in ein Siphonrohr
13 über, das einen Teil der Einrichtung zum selbsttätigen pneumatischen Entleeren von Flüssigkeiten
bildet. Das Siphonrohr 13 mündet mit dem zweiten Ende in einen Flüssigkeitsverschluß 14, von
wo die verdünnte Probe durch ein Rohr 15 abgeleitet wird. In den aufsteigenden Teil des Siphonrohres 13
mündet seitlich ein Rohr 16, das den pneumatischen Impuls aus einer Rohrleitung 17 zuführt. In den Behälter
11 ist ein Füllkörper 56 eingelegt, der den Querschnitt in der Mündungshöhe des Überlaufrohres
vermindert. Ferner ist in den Behälter 11 ein bis an den Behälterboden reichendes Rohr 30 für
eine Druckluftzuführung gelegt, um den Inhalt des Behälters 11 zu durchmischen. Der Staubehälter 2
stellt wiederum ein Element gemäß der Erfindung dar, aus dem die Probe durch das Rohr 3 mit der
Verengung 4 und nach Anfüllen des Staubehälters 2 durch das Überlaufrohr 5 abfließt. In den Staubehälter
2 sind zwei Herausdrücker eingesetzt; der Herausdrücker 10 ist in den Staubehälter 2 tiefei
hineingeschoben und an die Rohrleitung 17 angeschlossen. Er besorgt das Entleeren des Behälters 11.
Der Herausdrücker 9 ist im Staubehälter 2 nicht so tief angebracht und an die pneumatische Rohrleitung
24 der Pipette 18 angeschlossen. Die pneumatische Pipette 18 besteht aus dem Pipettenkörper, der oben
an die pneumatische Rohrleitung 24 anschließt und dessen Abflußrohr einen Flüssigkeitsverschluß 19
bildet, der in den Behälter 11 mündet. In den Körper der Pipette 18 mündet seitlich das Überlaufrohr 20,
durch das die Pipette 18 aus dem kleinen Behälter 21 mit Probe gefüllt wird. In diesem Behälter fließt
ständig Probe durch das Rohr 22 zu, und eine vorgegebene Niveauhöhe der Probeflüssigkeit wird durch
einen Überlauf 23 aufrechterhalten.
Die Einrichtung der Fig. 4 arbeitet folgendermaßen: Falls sich das Rohr 6 über dem Trichter 26
befindet, füllt die zugeführte Verdünnungsflüssigkeit den Behältern und fließt aus diesem durch das
Überlaufrohr 12 in den Staubehälter 2. Die Menge der zufließenden Verdünnungsflüssigkeit muß wieder
so groß sein, daß sie nicht durch das Abflußrohr 3 mit der Verengung 4 abfließen kann. Dann wird der
Staubehälter 2 ebenfalls mit der Probe bis zum Rand des Überlaufrohres 5 angefüllt. Die durch den Herausdrücker
10 in der Rohrleitung 17 komprimierte Luft entweicht durch den Flüssigkeitsverschluß 14.
Die pneumatische Rohrleitung 24 ist in diesem Augenblick mit der Atmosphäre durch das Rohr 25
verbunden, und das Ansteigen des Flüssigkeitsspiegels im Herausdrücker 9 verursacht in der pneumatischen
Rohrleitung 24 keine Änderung der Druckverhältnisse. Nach dem Schwenken des Rohres 6 über den
Abfälltrichter 27 wird dieser mit Verdünnungsflüssigkeit bis zur Höhe des Überlaufes 29 gefüllt und verschließt
so die Mündung des Rohres 25. Beim Entleeren des Staubehälters 2, dem die verdünnte Flüssigkeit
nicht mehr zufließt und aus dem die verdünnte Flüssigkeit bloß durch das Abflußrohr 3 abfließt,
entsteht in der pneumatischen Rohrleitung 24 durch das Entleeren des Herausdrückers 9 ein Unterdruck,
wodurch sich die pneumatische Pipette 18 füllt. Sobald der Flüssigkeitsspiegel im Staubehälter 2 unter
den unteren Rand des Herausdrückers 9 absinkt, fließt die Flüssigkeitssäule aus diesem Herausdrücker
heraus, und der Unterdruck in der pneumatischen Rohrleitung 24 wird aufgehoben. Die pneumatische
Rohrleitung 24 wird mit der Atmosphäre verbunden, und die abgemessene Probe fließt in den Behälter 11.
In diesem Behälter wird mittels zugeführter Druckluft oder einer motorisch angetriebenen Mischvorrichtung
die verdünnte Probe durchmischt. Wenn der Flüssigkeitsspiegel im Staubehälter 2 noch weiter absinkt,
verursacht der Herausdrücker 10 eine Saugwirkung, und die verdünnte Probe fließt über den
Flüssigkeitsverschluß 14 und durch das Rohr 15 in den Apparat. Nach erneutem Schwenken des Rohres
6 in die ursprüngliche Lage wird der ganze Vorgang wiederholt.
Die beschriebene Einrichtung eignet sich z. B. zum Verdünnen von phenolhaltigen Wassern bei der
fotometrischen Feststellung des Phenolgehaltes in fo Gaswerken, chemischen Betrieben u. ä.
Ein außerordentlicher Vorteil der beschriebenen Einrichtungen besteht einerseits darin, daß sämtliche
Handhabungen mit Lösungen ohne Benutzung irgendwelcher Verschlußorgane vorgenommen werden, und
andererseits darin, daß die mechanisch-hydraulischen Impulselemente gemäß der Erfindung ganz unabhängig
angewandt werden können.
Claims (8)
1. Vorrichtung zur mechanisch-hydraulischen Erzeugung pneumatischer Impulse mittels eines
Herausdrückers, dadurch gekennzeichnet, daß der Herausdrücker (1, 9, 10) in einem
Staubehälter (2) angeordnet ist, der unten ein Abflußrohr (3) mit einer Verengung (4) und oben
ein Überlaufrohr (5) aufweist und in den ferner Flüssigkeit durch ein schwenkbares Rohr (6) entweder
direkt oder über weitere Behälter, eventuell durch Rohrsysteme, geleitet wird, wenn das
Rohr (6) in Richtung zum Staubehälter (2) geschwenkt ist, während bei entgegengesetzter Lage
des Rohres (6) die Flüssigkeit in einen Abfalltrichter (7, 27) fließt.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Staubehälter (2) an Stelle
des Abflußrohres (3) mit der Verengung (4) einen Siphon (8) besitzt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an die pneumatische
Rohrleitung (37) des Herausdrückers (1) eine Überdruckpipette (31) angeschlossen ist, deren
Abflußrohr (48) seitlich in ein Sammelrohr (51) in einer Höhe mündet, die höher liegt als der
Flüssigkeitsspiegel in einem Behälter (41) für die abzumessende Probe, und deren Zuführungsrohr
in den Körper der Pipette (31) in einer Höhe mündet, die tiefer liegt als der Flüssigkeitsspiegel
im Behälter (41).
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Herausdrücker (1) mit zwei
oder mehr parallelgeschalteten pneumatischen Pipetten (31, 32, 33) verbunden ist, die gemeinsam
durch einen pneumatischen Kreis (34, 35, 36, 37) gesteuert werden.
5. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß in dem Staubehälter
(2) zwei Herausdrücker (9 und 10) angeordnet sind, deren wirksame erweiterte Teile
sich in verschiedenen Tiefen des Staubehälters (2) befinden.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Staubehälter
(2) mit Flüssigkeit gefüllt wird, die aus dem schwenkbaren Rohr (6) in einen Trichter
(26) und von hier in einen Behälter (U) gelangt, ferner aus diesem durch ein Überlaufrohr (12)
abfließt, wobei der Behälter (11) mit einer Einrichtung zum pneumatischen Entleeren versehen
ist, bestehend aus einem Siphonrohr (13), dessen eines Ende in den Unterteil des Behälters (11)
und dessen zweites Ende in einen tiefer gelegenen Flüssigkeitsverschluß (14) übergeht, der mit
einem Überlaufrohr (15) versehen ist, wobei in den absteigenden Teil des Siphonrohres (13) ein
Rohr (16) für die Zuführung der pneumatischen Impulse mündet, welches durch eine Rohrleitung
(17) mit dem tiefer gelegenen Herausdrücker (10) verbunden ist.
7. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß in den Behälter
(11) eine Überlaufpipette (18) mit ihrem Flüssigkeitsverschluß (19) mündet, deren Überlaufrohr
(20) in einen Behälter (21) eintaucht, der kontinuierlich aus einem Rohr (22) mit Probe
gefüllt wird, deren Flüssigkeitsspiegel im Behälter (21) durch einen Überlauf (23) auf konstanter
Höhe gehalten wird, wobei die Pipette (18) durch eine pneumatische Rohrleitung (24) einerseits mit
dem weniger eingetauchten Herausdrücker (9) und andererseits mit einem Rohr (25) kommuniziert,
das in den Abfalltrichter (27) eintaucht, der durch das Rohr (6) in nicht ausgeschwenkter
Lage gefüllt wird und unten ein Abfallrohr mit
10
einer Verengung (28) sowie ein Überlaufrohr (29) aufweist, das in einer Lage mündet, die höher
liegt als die Mündung des Rohres (25).
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß in den Behälter
(11) zum Durchmischen des Inhalts ein Rohr (30) zur Luftzufuhr eingebaut ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CS283564 | 1964-05-16 | ||
| CS521464 | 1964-09-19 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1220648B true DE1220648B (de) | 1966-07-07 |
Family
ID=25745694
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC35488A Pending DE1220648B (de) | 1964-05-16 | 1965-04-02 | Vorrichtung zur mechanisch-hydraulischen Erzeugung pneumatischer Impulse |
Country Status (5)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT252605B (de) |
| CH (1) | CH431136A (de) |
| DE (1) | DE1220648B (de) |
| FR (1) | FR1505326A (de) |
| GB (1) | GB1064341A (de) |
-
1965
- 1965-04-01 AT AT296065A patent/AT252605B/de active
- 1965-04-02 DE DEC35488A patent/DE1220648B/de active Pending
- 1965-04-07 CH CH483565A patent/CH431136A/de unknown
- 1965-04-15 GB GB1624165A patent/GB1064341A/en not_active Expired
- 1965-05-04 FR FR15733A patent/FR1505326A/fr not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH431136A (de) | 1967-02-28 |
| AT252605B (de) | 1967-02-27 |
| FR1505326A (fr) | 1967-12-15 |
| GB1064341A (en) | 1967-04-05 |
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