DE1220089B - Verfahren zum Giessen von geschmolzenem Metall im Vakuum - Google Patents
Verfahren zum Giessen von geschmolzenem Metall im VakuumInfo
- Publication number
- DE1220089B DE1220089B DEG35402A DEG0035402A DE1220089B DE 1220089 B DE1220089 B DE 1220089B DE G35402 A DEG35402 A DE G35402A DE G0035402 A DEG0035402 A DE G0035402A DE 1220089 B DE1220089 B DE 1220089B
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- casting
- vacuum
- sealing compound
- casting mold
- sealant
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Pending
Links
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B22—CASTING; POWDER METALLURGY
- B22D—CASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
- B22D18/00—Pressure casting; Vacuum casting
- B22D18/06—Vacuum casting, i.e. making use of vacuum to fill the mould
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Casting Or Compression Moulding Of Plastics Or The Like (AREA)
- Epoxy Resins (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. CL:
B22d
DeutscheKL: 31c-12/02.
, QJ
Nummer: 1220 089 ; '
Aktenzeichen: G 35402 VI a/31 c
Anmeldetag: 6. Juli 1962
Auslegetag: 30. Juni 1966
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zum Gießen von geschmolzenem Metall im Vakuum und
insbesondere auf ein Verfahren zum Abdichten einer Vakuumgießvorrichtung mittels einer Dichtungsmasse.
Die Schaffung und die Aufrechterhaltung zufriedenstellender Hochvakuumdichtungen beim Vakuumguß
sind bisher sehr schwierig gewesen zufolge der beim Gießvorgang auftretenden Hitze und der beträchtlichen
Ausdehnung der Gießausrüstung, die sich aus den auf den Gießvorgang folgenden Temperaturänderungen
ergibt.
Bisher verwendete Dichtungsmassen werden durch die Gießhitze entweder verhältnismäßig schnell
spröde oder werden sogar zerstört. In beiden Fällen kann eine einwandfreie Abdichtung, wie sie für Hochvakuumguß
erforderlich ist, nicht gewährleistet werden.
Der Zweck der Erfindung besteht insbesondere darin, die obengenannten Schwierigkeiten zu vermeiden
und ein Verfahren zum Abdichten einer Vakuumgießvorrichtung mittels einer Dichtungsmasse
zu schaffen, gemäß welchem eine zufriedenstellende Vakuumdichtung geschaffen und während des Gießvorgangs
aufrechterhalten wird.
Ein solches Verfahren ist gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet, daß in eine rings um die
Gießform laufende Ausnehmung eine in plastischem, nicht gehärteten Zustand befindliche Dichtungsmasse
eingebracht wird, die nach Aufsetzen der Vakuumkammer durch die Vorwärme der Gießform ausgehärtet
und bei Beendigung des Gießens durch die Gießhitze zerstört wird.
Die erforderliche Aushärtungswärme für die Dichtungsmasse kann vorzugsweise zugeführt werden,
falls seitens der Gießform keine genügende Vorwärme vorhanden ist.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform der Erfindung wird als Dichtungsmasse eine Mischung
von Glycidylpolyäther geringen Molekulargewichts, einem Kondensationsprodukt eines solchen PoIyäthers
und Äthylenglykols und eines Härtemittels verwendet.
Vorzugsweise kann das Mischungsverhältnis des Glycidylpolyäthers und des Kondensationsproduktes
in einem Bereich von 20:80 bis 12:88 liegen.
Bei Anwendung des Verfahrens gemäß der Erfindung kann ein Vakuum von beispielsweise 0,015 mm
Hg absoluten Drucks erzeugt und während des Gießvorganges aufrechterhalten werden.
Die Dichtungsmasse ist in ausreichendem Maße bildsam, um an der Metallfläche der Entgasungs-Verfahren
zum Gießen von geschmolzenem
Metall im Vakuum
Metall im Vakuum
Anmelder:
Gero Metallurgical Corporation, Boston, Mass.
(V. St. A.)
Vertreter:
Dr. E. Wiegand und Dipl.-Ing. W. Niemann,
Patentanwälte, Hamburg 1, Ballindamm 26
Als Erfinder benannt:
John Bernard Gero,
Manchester by the Sea, Mass. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. ν. Amerika vom 7. Juli 1961 (122 440)
kammer und der Gießform anzuhaften und weiterhin auszuhärten, wenn sie in Berührung mit Metallflächen
gebracht wird, die auf Temperaturen bis zu etwa 205° C erhitzt sind. Eine solche Aushärtung führt zu
einem verformbaren, doch festen nachgiebigen Harz, das an den Flächen zäh anhaftet. In dem ausgehärteten
Zustand widersteht die Dichtungsmasse einem Fließen oder einer Zersetzung bis zu Temperaturen
von wenigstens etwa 315° C während eines begrenzten Zeitraumes, welcher dem Gießintervall entspricht.
Nach dem Gießintervall zersetzt sich die ausgehärtete Dichtungsmasse zu einer trockenen pulverförmigen
Substanz, die bequem von der Gießform entfernt werden kann.
Eine Dichtungsmasse mit den oben beschriebenen Eigenschaften kann aus einer Dreikomponentenmischung
bestehen, von denen die Komponente (A) ein Glycidylpolyäther von niedrigem Molekulargewicht,
die Komponente (B) ein Kondensationsprodukt eines solchen Polyäthers mit einem Glykol
und die Komponente (C) ein Abbinde- oder Aushärtemittel ist. Die Komponente (A) wird dadurch
gewonnen, daß man dihydrisches Phenol mit Epichlorhydrin umsetzt, um einen Glycidpolyäther mit
einem mittleren Molekulargewicht von etwa 350 bis 450 F zu erzeugen. Die Komponente (B) ist das
Reaktionsprodukt eines solchen Glycidpolyäthers mit
609 587/358
i 220
einem Glykol, beispielsweise Äthylenglykol; dieses Erzeugnis kann ein Molekulargewicht von etwa 385
bis 485 F haben. Die Komponente (C) ist ein Aushärtemittel, welches eine Querverbindung für die
Epoxyverbindungen bildet. Das bevorzugte Aushärtemittel ist eine Mischung eines primären Aushärtemittels
aus pyromellitischem Dianhydrid und einem sekundären Aushärtungsmittel mit einem oder
mehreren organischen Säureanhydriden. Vorzugsweise kann das Mischungsverhältnis der Komponente
(A) und der Komponente (B) in dem Bereich von 20:80 bis 12:88 liegen.
Wenn es erwünscht ist, die Aushärtezeit zu verkürzen, können der Mischung verschiedene bekannte
Aushärtebeschleuniger beigegeben werden. Zu diesen gehören Alphamethylbenzyl-Dimethylarnin, n-Butylamin,
Pyridin und N-Methylpyridin. Diese Stoffe werden in katalytischen Mengen von 0,5 bis 3 Gewichtsprozent
des in der Verbindung vorhandenen Harzes verwendet.
Zusätzlich zu den vorerwähnten Grundbestandteilen ist es vorteilhaft, der Mischung verschiedene
Füllstoffe beizugeben, um die Menge zu vermehren, die Viskosität einzustellen, die thermische Leitfähigkeit
zu vergrößern und somit eine gleichförmigere Aushärtung und einen geringeren thermischen Expansionskoeffizienten
zu. erreichen. Zu den brauchbaren Füllern gehören Pulver von Aluminium, Eisen,
Kupfer, Aluminiumoxyd, Kieselerde, Glimmer und Asbest. Faserige Stoffe, beispielsweise feiner Asbest,
unterstützen die Bindung des Harzes und arbeiten den Unterschieden in der thermischen Ausdehnung
zwischen dem Harz und dem gebundenen Metall entgegen. Die Füllstoffmenge läßt sich einstellen zwischen
wenigen Prozent bis zu dem Drei- oder Vierfachen des Harzgewichtes.
Zur Durchführung eines Gießvorganges wird Dichtungsmasse
in eine rings um die Gießform laufende Ausnehmung in plastischem, nicht gehärteten Zustand
eingebracht. Nach Aufsetzen der Vakuumkammer wird die Dichtungsmasse durch die Vorwärme
der Gießform ausgehärtet und bei Beendigung des Gießens durch die Gießhitze zerstört. Im allgemeinen
beträgt in der Periode vor der Durchführung des Gusses der absolute Druck etwa 0,02 mm Hg,
der sich in etwa 30 Sekunden erreichen läßt. Kleine Drücke von 0,001 mm Hg und weniger lassen sich
bleibend erzeugen durch kontinuierliches Evakuieren der Luft während einer Periode von etwa 1 Minute
oder weniger. Die Geschwindigkeit, mit der die Evakuierung erfolgt, ist höchst kritisch bei einer Mehrzahl
von aufeinanderfolgenden Gießvorgängen, insbesondere, wenn aus einer einzigen Pfanne eine Reihe
von vorbereiteten Gießformen versorgt werden, da in dem geschmolzenen Metall Temperaturverluste
auftreten und unerwünschte Metallverfestigungen in der Gießpfanne erzeugen.
Bisher war es nicht unüblich, daß nach dem Guß verfestigtes Metall in der Gießpfanne verblieb oder
daß die Abgabedüse und der Verschlußstopfen der Pfanne zusammenhafteten, wenn zu viel Zeit verging
und der Temperaturabf all des geschmolzenen Metalls in der Gießpfanne ausreichend groß war.
Wie oben erwähnt, kann die gemäß der Erfindung verwendete Dichtungsmasse bei Temperaturen von
ungefähr 38 bis 205° C ausgehärtet werden. Derartige Temperaturen sind üblicherweise in einer
Gießform vom vorherigen Gießvorgang noch vorhanden. Wenn die Gießform nicht warm genug ist,
weil sie sich während eines längeren Zeitraumes hat abkühlen können, ist es erforderlich, sie für das Aushärten
der Dichtungsmasse vorzuerhitzen. Hierfür kann beispielsweise ein üblicher Gasbrenner oder eine
Heizvorrichtung rund um die Außenseiten der Gießform angeordnet werden. Sobald die Dichtungsmasse
vollständig ausgehärtet ist, kann die Vorrichtung geschmolzenes Metall aufnehmen.
Claims (4)
1. Verfahren zum Abdichten einer Vakuumgießvorrichtung mittels einer Dichtungsmasse,-dadurch
gekennzeichnet, daß in eine rings um die Gießform laufende Ausnehmung eine
in plastischem, nicht gehärteten Zustand befindliche Dichtungsmasse eingebracht wird, die nach
Aufsetzen der Vakuumkammer durch die Vorwärme der Gießform ausgehärtet und bei Beendigung
des Gießens durch die Gießhitze zerstört wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die erforderliche Aushärtungswärme für die Dichtungsmasse zugeführt wird,
falls seitens der Gießform keine genügende Vorwärme vorhanden ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, .daß als Dichtungsmasse eine
Mischung von Glycidylpolyäther geringen Molekulargewichts,
einem Kondensationsprodukt eines solchen Polyäthers und Äthylenglykols und eines
Härtemittels verwendet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Härtemittel eine Mischung
aus pyromelitischem Dianhydrid mit einem oder mehreren organischen . Säureanhydriden verwendet
wird.
- - 5.-Verfahren nach Anspruch 3 oder 4, dadurch
gekennzeichnet, daß ein Mischungsverhältnis des Glycidylpolyäthers und des. Kondensationsproduktes
in einem Bereich von 20:80 bis 12:88 verwendet wird.
. In Betracht gezogene Druckschriften:
.Deutsche Patentschrift Nr. 1 069 340.
.Deutsche Patentschrift Nr. 1 069 340.
609 587/358 6.66 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US1220089XA | 1961-07-07 | 1961-07-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1220089B true DE1220089B (de) | 1966-06-30 |
Family
ID=22400016
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG35402A Pending DE1220089B (de) | 1961-07-07 | 1962-07-06 | Verfahren zum Giessen von geschmolzenem Metall im Vakuum |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1220089B (de) |
Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1069340B (de) * | 1959-11-19 | Balzers Vakuum Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt/M.-Süd | Vorrichtung zum Gießen und gleichzeitigen- Entgasen von Metallen |
-
1962
- 1962-07-06 DE DEG35402A patent/DE1220089B/de active Pending
Patent Citations (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1069340B (de) * | 1959-11-19 | Balzers Vakuum Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Frankfurt/M.-Süd | Vorrichtung zum Gießen und gleichzeitigen- Entgasen von Metallen |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2005838B2 (de) | Verfahren zum Schutz von Oberflächen von Raumfahrzeugen | |
| DE2146892A1 (de) | Geformte Struktur und Verfahren zur Herstellung | |
| DE1645371B2 (de) | Verfahren zur herstellung fluidisierbarer pulvriger polyepoxyde | |
| DE2426329A1 (de) | Pulverfoermiges schlichtemittel | |
| DE1220089B (de) | Verfahren zum Giessen von geschmolzenem Metall im Vakuum | |
| DE2737209C2 (de) | Verfahren zur Kapselung eines Fonnkörpers aus Keramik | |
| DE1223504B (de) | Vorrichtung zum Giessen von geschmolzenem Metall im Vakuum | |
| AT249285B (de) | Verfahren zum Gießen von geschmolzenem Metall im Vakuum | |
| DE2842019B2 (de) | Betriebsweise zum Druckgießen von rostfreiem Stahl mit niedrigem Schmelzpunkt | |
| DE660590C (de) | Verfahren zur Herstellung eines gasundurchlaessigen UEberzuges auf der Innenflaeche von gruenen Sandformen | |
| CH637663A5 (de) | Verfahren zur herstellung von giesslingen auf basis von epoxidharzmassen. | |
| EP0100837A2 (de) | Verfahren zum Herstellen von umhüllten Halbleiterbauelementen | |
| AT251212B (de) | Vorrichtung zum Gießen von geschmolzenem Metall im Vakuum | |
| DD252575A1 (de) | Verfahren zur herstellung von gehaerteten kunststoff-formkoerpern | |
| DE866023C (de) | Verfahren zur Herstellung von Kohle- oder Graphitformteilen | |
| US1777975A (en) | Method of making molds | |
| DE2212038A1 (de) | Verfahren zur herstellung von giessharzformteilen mit niedrigem spezifischen gewicht | |
| DE2017506A1 (de) | Verfahren zur Herstellung von Kunststofformteilen | |
| DE2324193A1 (de) | Verfahren zur herstellung heissgepresster erzeugnisse | |
| DE4131335A1 (de) | Verfahren zur herstellung von keramikteilen | |
| DE1920581C3 (de) | Verfahren zum Herstellen einer Gießform | |
| DE102012221442B3 (de) | Verfahren zur Herstellung einer Mineralgussauskleidung und damit ausgekleidetes Gehäuse einer Pumpe | |
| EP4302898A1 (de) | Verfahren zum giessen eines gussteils aus einer leichtmetallschmelze sowie kernpaket, gussteil und giessvorrichtung | |
| DE2403449C3 (de) | Formteile für die isostatische Heißverdichtung | |
| AT245176B (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Gießen von geschmolzenem Metall im Vakuum |