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Rohrweiche, insbesondere für Betonförderleitungen Rohrweichen, z.
B. für Betonförderleitungen oder Blasversatzleitungen, sind in verschiedenen Ausführungsforinen
bekannt. Insbesondere sind Rohrweichen aus einem im wesentlichen zylindrischen oder
auch konischen Gehäuse mit daran angeschlossenem Zufluß- und Abflußrohrstutzen und
einem um die Gehäuseachse drehbaren Küken mit Durchflußkanal bekannt. Bei einer
dieser bekannten Ausführungsformen besteht das Gehäuse aus zwei aufeinandergesetzten
a kegelstumpfförmigen Mantelelementen, die über Flansche miteinander verschraubt
sind. Im
oberen Element befindet sich dabei der zentrale Einlaß, während in
dem unteren tellerförmigen Mantelelement in Abständen im kegelförmigen Mantel Austrittsbohrungen
angeordnet sind. über einen zentralen von unten in den Mantel hineingeführten Verstellmechanismus
ist dabei innerhalb des Gehäuses ein Stellkörper verstellbar, der aus einem axial
verstellbaren und auf der Antriebswelle um die Achse des Gehäuses verschwenkbar
gelagerten abgeknickten Rohrstutzen besteht. Der Rohrstutzen weist an seinem oberen
zentral angeordneten Ende eine Muffe mit Abdichtungsmitteln auf, mittels der er
auf das in das Gehäuse hineinragende Einlaßrohr aufgeschoben ist. Ferner sind an
den Rohrstutzen über Haltearme tellerartige Elemente zum Verschluß der Austrittsbohrungen
vorgesehen. Der Gesamtaufbau erfordert eine komplizierte Gußkonstruktion, und darüber
hinaus läßt sich eine derartige aufgebaute Rohrweiche nur in vertikaler Orientierung
einbauen. Ferner läßt sich einAusbau undAustausch des verschleißbeanspruchten Rohrstutzens
nur unter Zerlegung und Ausbau des zweiteiligen Gehäuses herbeiführen.
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Bei einer anderen bekannten Ausführungsform sind auf einer um ihre
Achse verdrehbaren Scheibe zwei mit Flanschen versehene Rohrkrümmer derart befestigt,
daß sie bei einer Verschwenkung der Scheibe über einen zugeordneten Stellmechanismus
jeweils iwei Zugangs- und zwei Abgangsleitungen in bestimmter und unterschiedlicher
Weise miteinander verbinden. Hierzu sind die Krümmer derart angeordnet, daß ihre
Achsen in zwei zueinander orthogonal verlaufenden Ebenen liegen. Entsprechend ist
die Anordnung der Zugangs- und Abgangsleitungen gewählt. Diese bekannte Ausführungsform
weist den Nachteil auf, daß die Stimenden der Krümmer mit den daran befestigten
Flanschen jeweils der Form der zylindrischen Umdrehungsflächen angepaßt werden müssen.
Insbesondere erfolgt jedoch in den Zwischenstellungen keine Absperrung des Fördergutes,
so daß dasselbe während der Verstellung frei austreten kann. Allerdings kennt man
insbesondere für Blasversatzrohrleitungen auch eine Rohrweiche, bei der schwere
Verschleißstücke aus Hartguß in das Küken eingesetzt sind. Hier ist die konstruktive
Gestaltung im ganzen außerordentlich kompliziert, darüber hinaus besteht die Konstruktion
aus Spezialteilen, die der besonderen Fertigung bedürfen und nicht aus üblichem
Halbzeug hergestellt werden können.
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Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, eine Rohrweiche, insbesondere,
für Betonförderleitungen und Blasversatzleitungen, so zu vereinfachen, daß die Weiche
bei einfachster Funktions- und Betätigungsweise aus üblichem Halbzeug, wie Rohre
und Bleche, aufgebaut werden kann und darüber hinaus die Verschleißteile leicht
ausgewechselt werden können.
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Die Erfindung betrifft eine Rohrweiche, z. B. für Betonförderleitungen
oder Blasversatzleitungen, aus einem im wesentlichen zylindrischen Gehäuse mit daran
angeschlossenen Zufluß- und Abflußrohrstutzen und einem um die Gchäuseachse drehbaren
Küken mit Durchflußkanal.
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Die Erfindung besteht darin, daß das Küken aus einem angepaßten,
d. h. ebenfalls im wesentlichen zylindrischen Gehäuse mit abnehmbarem Deckel
besteht und der Durchflußkanal aus einem in das Klikengehäuse auswechselbar eingesetzten
Rohrkrümmer, d. h. einem gekrümmten Rohrabschnitt, der beispielsweise aus
einem gebogenen Rohr hergestellt wird, gebildet ist. Eine bevorzugte Ausführungsform
ist dabei dadurch gekennzeichnet, daß das Kükengehäuse eine Aufnahme zum Auflegen
des Rohr-krümmers -sowie Befestigungsschellen für den Rohrkrümmer aufweist.
Der Rohrkrümmer selbst besteht, wie erwähnt, beispielsweise aus einem üblichen Stahlrohr,
welches, wenn es sich um Ausführungsformen für verschleißbewirkende Materialien,
wie beispielsweise Beton handelt, gehärtet sein kann.
Im einzelnen
läßt sich die Erfindung auf verschiedene Weise verwirklichen. So wird man das Kükengehäuse
im allgemeinen aus einer Bodenplatte mit Lagerausbildung, z. B. angeschweißtem Lagerzapfen,
und an die Bodenplatte angeschweißtem, z. B. aus einem Rohrabschnitt bestehenden
Seitenwänden sowie aufgesetztem Deckel mit angeschlossener Stellspindel oder Stellzapfen
aufbauen. Die Kükenseitenwände können dabei, was durch geeignete Anordnung des Rohrkrümmers
und der Zufluß- und Abflußöffnungen in den Kükenseitenwänden unschwer erreicht werden
kann, zugleichdie Funktion eines Ab-
sperrschiebers für die Zufluß- und Abflußöffnungen
im Rohrweichengehäuse bilden. Diese Rohrweichengehäuse, in dem das Küken
- gelagert ist, besteht ebenfalls aus Boden, Seifenwand und Deckel. Der Deckel
kann dabei mittels überwurf an den Seitenwänden befestigt sein. Außerdem empfiehlt
es -sich, an den Deckel Anschläge anzubringen, mit dem die Schwenkbewegung einer
an die Stellspindel oder an den Stellzapfen des Kükengehäuses angeschlossenen Stellarmes
oder Stellhebels begrenzt wird. Außerdem kann es zweckmäßig sein, das Rohrweichengehäuse
mit zusätzlichen Zufluß- und Abflußöffnungen zu versehen, die der Reinigung dienen.
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Die durch die Erfindung erreichten Vorteile sind vor allem darin zu
sehen, daß bei der erfindungsgemäßen Rohrweiche durch einfachsten Aufbau der Einsatz
von üblichem Halbzeug in Form von Rohren oder Blechen möglich ist. Die aus diesem
Halbzeug aufgebauten Einzelelemente sind dabei im ganzen so gestaltet, daß eine
leichte Montage oder Demontage der Rohrweiche im ganzen möglich ist, insbesondere
der dem Verschleiß unterworfene Krümmer kann leicht ausgetauscht werden. Darüber
hinaus ermöglicht die einfache Demontage auch ein leichtes Reinigen der erfindungsgemäßen
Rohrweiche, wenn eie für Zwecke der Betonförderung od. dgl. eingesetzt wird. Ferner
wird mit einfachsten Mitteln in den Zwischenstellungen ein Verschluß der Zuführungs-und
Abführungsleitungen erreicht. Auch sind am Krünirner selbst keine Muffenausbildungen
oder gar Flansche angeordnet, die in besonderer Weise bearbeitet und angepaßt werden
müssen.
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Im folgenden wird die Erfindung an Hand einer lediglich ein Ausführungsbeispiel
darstellenden Zeichhung ausführlicher erläutert. Es zeigt F i g. 1 eine Aufsicht
auf eine erfindungsgemäße Rohrweiche und F i g. 2 einen Schnitt in Richtung
A-B durch den Gegenstand nach F i g. 1.
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Die in den Figuren dargestellte Rohrweiche ist insbesondere für Betonförderleitungen,
unter Umständen aber auch für Blasversatzleitungen u. dgl. bestimmt. Sie besteht
aus einem im wesentlichen zylindrischen Gehäuse 1. An dieses zylindrische
Gehäuse 1
sind Zufluß- und Abflußrohrstutzen 2,3 und 4 angeschlossen,
im Ausführungsbeispiel einfach angeschweißt. Außerdem ist in diesem zylindrischen
Gehäuse 1 um die Gehäuseachse 5 drehbar ein Küken 6 mit einem
Durchflußkanal gelagert. Das Küken besteht ebenfalls aus einem zylindrischen Gehäuse
7
mit einem abnehmbaren Deckel 8. Der Durchflußkanal ist aus einem
in das Kükengehäuse auswechselbar eingesetzten Rohrkrümmer 9, d. h. einem
gekrümmten und gegebenenfalls zur Aufnahme der Verschleißbeanspruchungen gehärteten
Rohrabschnitt gebildet. Sowohl bei dem Rohrweichengehäuse 1 als auch bei
dem Kükengehäuse 7 bestehen Boden 11, 12 und Deckel 10, 8 aus
einfachen Blechen, während die Seitenwände Rohrabschnitte sein können. Das Kükengehäuse
7 besitzt eine Aufnahme 13 zum Auflegen des Rohrkrümmers
9 sowie Befestigungsschellen 14, die mit Befestigungsbolzen 15 versehen
sind und den Rohrkrüm-rner9 festhalten. Dieser kann also durch Lösen der Schellen
14 leicht ausgewechselt werden. An den Boden 12 des Kükengehäuses 7 ist ein
Lagerzapfen 16 angeschweißt, während ün Boden 11 des Rohrweichengehäuses
1 eine entsprechende Lagerausbildung 17 ebenfalls durch Anschweißen
geeigneter Bauelemente 18 verwirklicht ist. Das Lager selbst ist mittels
Kugellager 19 verwirklicht. An den Deckel 8 des Kükengehäuses
7 ist eine Stellspindel oder ein Stellzapfen 20 angeschlossen, der durch
eine entsprechende Ausnehmung 21 im Deckel 10 des Rohrweichengehäuses
1 nach außen geführt ist und in einen Vierkant 22 ausläuft, auf den der in
den Figuren eingezeichnete Stellhebel 23 angeschlossen ist. Außerdem sind
an dem -Deckel 10 des Rohrweichengehäuses Anschläge 24 vorgesehen, die die
Schwenkbewegung dieses Stellhebels 23 begrenzen. Aus F i g. 1 entnimmt
man, daß bei einer solchen Stellbewegung die Kükenseitenwände 7 zugleich
eine Absperrschieberfunktion für die Zufluß- und Abflußrohrstatzen bzw. Öffnungen
2,3 und 4 im Rohrweichengehäuse 1 darstellen. Der Deckel
10 ist an dem Rohrweichengehäuse 1 mittels der überwürfe
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befestigt und leicht abnehmbar. Indem man diesen Deckel 10 abnimmt,
wird der Deckel 18 des Kükengehäuses 7 zugänglich, der ebenfalls leicht
ausgehoben werden kann, so daß der Rohrkrümmer 9
austauschbar ist. Endlich
besitzt das Rohrweichengehäuse 1 Spülöffnungen 26, die eine leichte
Reinigung des Rohrweichengehäuses 1 zulassen.