[go: up one dir, main page]

DE1217900B - Vorrichtung zum Schmieren und Abdichten einer Rollenmeissellagerung - Google Patents

Vorrichtung zum Schmieren und Abdichten einer Rollenmeissellagerung

Info

Publication number
DE1217900B
DE1217900B DEM58663A DEM0058663A DE1217900B DE 1217900 B DE1217900 B DE 1217900B DE M58663 A DEM58663 A DE M58663A DE M0058663 A DEM0058663 A DE M0058663A DE 1217900 B DE1217900 B DE 1217900B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lubricant
chisel
seal
ring
cutting part
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEM58663A
Other languages
English (en)
Inventor
Gheorghe Bercaru
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Ministerul Industriei Petrolului si Chimiei
Original Assignee
Ministerul Industriei Petrolului si Chimiei
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ministerul Industriei Petrolului si Chimiei filed Critical Ministerul Industriei Petrolului si Chimiei
Publication of DE1217900B publication Critical patent/DE1217900B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21BEARTH OR ROCK DRILLING; OBTAINING OIL, GAS, WATER, SOLUBLE OR MELTABLE MATERIALS OR A SLURRY OF MINERALS FROM WELLS
    • E21B10/00Drill bits
    • E21B10/08Roller bits
    • E21B10/22Roller bits characterised by bearing, lubrication or sealing details
    • E21B10/24Roller bits characterised by bearing, lubrication or sealing details characterised by lubricating details

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Environmental & Geological Engineering (AREA)
  • Fluid Mechanics (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Earth Drilling (AREA)

Description

  • Vorrichtung zum Schmieren und Abdichten einer Rollenmeißellagerung Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Abdicht- und Schmiervorrichtung für Lagerungen, und zwar für übliche in Stahl gezahnte Meißel und für Meißel aus Metallkarbid.
  • Das Schmiermittel wird mittels einer nachgiebigen Vorrichtung zugeführt, die in einer zylindrischen Kammer sitzt, welche in jedem Meißelschenkel vorgesehen ist.
  • Die Hauptaufgabe der Erfindung besteht darin, eine Schmiermittelabdichtung für ein Lager zwischen zwei zueinander drehbaren Flächen des Schneidenteiles und seines Schaftes zu schaffen. Zu diesem Zweck ist eine ringförmige Dichtung so angeordnet, daß sie jederzeit den Eintritt von Fremdkörpern in die Lagerung verhindert.
  • In den meisten Fällen wird der Raum zwischen dem Schneidenteil und dem Schaft mittels einer Ringdichtung verschiedener Querschnitte abgedichtet. Zuweilen wird ein sogenannter O-Ring benutzt.
  • In anderen Fällen besitzt der Dichtungsring die Form eines abgestuften Kegels, wobei die Dichtungsflächen an den gegenüberliegenden Bereichen der Dichtungsenden sitzen. Er ist mit einem Metallkern versehen, der mit biegsamem Material überzogen ist.
  • Die dauernde Schmierung der Meißellagerungen wird durch zylindrische Kammern möglich, die in jedem Meißelschenkel vorgesehen sind und das Schmiermittel durch Verbindungskanäle an die Lagerungen heranbringen.
  • Die Verbindung zwischen dieser Kammer und der Bohrspülung im Bohrloch erfolgt über eine Bohrung entweder im oberen Teil der Schenkelschulter oder an der inneren Seite des Meißels unter den Meißeldüsen.
  • Die Bohrspülung wird an einer Vermischung mit dem Schmiermittel in der Kammer entweder durch eine elastische Membran oder einen genau sitzenden Kolben gehindert, der sich leicht in jeder Richtung in der zylindrischen Kammer bewegen kann.
  • Die elastische Membran oder der bewegte Kolben müssen die Druckveränderungen der Bohrspülung annehmen, die den Meißel umgibt, und diese auf das Schmiermittel im Inneren des Schneidteiles übertragen, um diese Drücke auszugleichen. Im Fall, daß Schmiermittel in den Meißelkörper ohne Anfangsdruck eingeführt wird und der Schmiermitteldruck innerhalb des Schneidteiles während des Bohrvorganges durch den Spülungsdruck in dem Bohrloch auftritt, nachdem er durch die Düsen geflossen ist, neigt der Schmiermitteldruck dazu, sofort dem Spülungsdruck zu folgen, wodurch die Spülung in den Schneidteil allmählich eindringen kann. Sehr häufig kommt es vor, daß während des Bohrvorganges der augenblickliche Spülungsdruck der Bohrung den Schmiermitteldruck übersteigt, und zwar infolge der Trägheit der Teile der Vorrichtung sowie der Reibung der sich bewegenden Teile, so daß die Spülung allmählich über den Dichtungsring in den Schneidteil eintritt.
  • Diese Gefahr wächst, wenn der Meißel beim Bohren durch Formationen verschiedener Härte Schlagbeanspruchungen ausgesetzt ist, wobei der Schlag außerdem in der Form von Flüssigkeitsüberdrücken in den Dichtungsrinnen übertragen wird, wobei die Abnutzung und das Vermögen der Bohrflüssigkeit, in die Lagerungen einzudringen, steigen.
  • Ein weiterer Nachteil dieser Schmiersysteme, die auf Druckausgleich der außen vorhandenen Flüssigkeit und des Schmiermittels im Inneren des Schneidteiles basieren, liegt in der Tatsache, daß zuweilen die Kanäle, welche das Bohrloch und die Membran oder den bewegten Kolben verbinden, verstopft werden, wenn ihre offenen Enden in den Bereich gelangen, in dem die Spülung stark mit Bohrklein beladen ist.
  • Die Vorrichtung gemäß der Erfindung vermeidet diese Nachteile dadurch, daß das Schmiermittel in den Schneidteil eingeführt wird, wenn der Meißel über Tage zusammengesetzt wird, und zwar unter einem gewissen Anfangsdruck, der durch eine Feder aufrechterhalten wird, die auf einen Kolben wirkt. Dieser ist in einer zylindrischen Schmierkammer angeordnet, deren Schmiermitteldruck etwa demjenigen der Spülung entspricht, bevor diese durch die Düsen des Meißels fließt. Der Zugang der Bohrspülung zum oberen Teil des Kolbens in der zylindrischen Kammer erfolgt über einen Kanal im Inneren des Meißelschenkels in einer gewissen Entfernung über der Düse. Auf diese Weise übersteigt der Schmiermitteldruck beim Bohren den Druck der Spülung außerhalb des Meißels im Ringraum zwischen dem Rohr und dem Bohrloch, um zu vermeiden, daß das in der Bohrflüssigkeit enthaltene Bohrklein die Verbindungskanäle und die zylindrische Schmierkammer verstopft. Außerdem ist ein ausreichend feines Sieb an dem Berührungsende des Kanals oder eine sehr biegsame Membran in dem Kanal über dem Kolben vorgesehen. In diesem Fall ist der Kanal und der Raum über dem Kolben in der zylindrischen Kammer mit einer Flüssigkeit gefüllt, z. B. Glyzerin.
  • Um den Raum zwischen dem Schneidteil und dem Schaft gegen die Spülung abzudichten, wird eine Ringdichtung von U-förmigem Querschnitt aus einem mit geeignetem nachgiebigem Material verstärkten Spezialgummi benutzt. Eine andere Art Ringdichtung kann eine Metallwand besitzen.
  • Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung, welches nachstehend näher erläutert wird, ist in den Zeichnungen dargestellt, in denen zeigt F i g. 1 einen Querschnitt durch den Schenkel eines Bohrmeißels, der die Lagerabdichtvorrichtung darstellt, ehe das Schmiermittel in das Lager gepreßt wird, F i g. 2 einen Schnitt durch den Schenkel eines Bohrmeißels, der die Lagerabdichteinrichtung darstellt, nachdem das Schmiermittel in das Lager gepreßt ist, F i g. 3 einen Schnitt durch den federnden Mechanismus und die Schmiermittelkammer, wobei die Feder ungespannt ist, ehe das Schmiermittel in das Lager gedrückt wird, F i g. 4 einen Schnitt durch den Federmechanismus und die Schmiermittelkammer, indem die Feder zusammengedrückt ist, nachdem das Schmiermittel in das Lager gepreßt ist, F i g. 5 einen Querschnitt durch eine U-förmige Gummiringdichtung vor dem -Einsetzen, F i g. 6 einen U-förmigen Gummiring zwischen den Metallflächen des Schneidteiles und des Schaftes, F i g. 7 einen Querschnitt durch eine zusammengesetzte U-förmige Dichtung mit einer gewellten Metallwand in Form von Bälgen und die andere Wand aus Gummi, F i g. 8 einen zusammengesetzten U-förmigen Dichtungsring in Form von Bälgen eingesetzt zwischen den Schneidteil und den Schaft, F i g. 9 einen Querschnitt durch eine zusammengesetzte U-förmige Ringdichtung mit einer ebenen Metallwand und einer zweiten Gummiwand, F i g: 10 einen Querschnitt eines zusammengesetzten Dichtungsringes, F i g. 11 ein Beispiel für einen eingesetzten und zusammengesetzten U-förmigen Dichtungsring. Gemäß der Erfindung ist eine zylindrische Kammer 2 in der Schulter des Domes 1 vorgesehen, die sich leicht zur senkrechten Achse des Meißels neigt. Der Durchmesser der Kammer wird so groß wie möglich gewählt, ohne daß dadurch die Widerstandskraft des Domes beeinträchtigt wird. Diese Kammer enthält das Schmiermittel und die Federvorrichtung, die den Außendruck an die Innenseite des Schneidteils 3 überträgt. Die Kammer 2 steht über einen Kanal 4 mit der Innenseite des Meißels über der Öffnung 5 in Verbindung, in der die Düse 6 angeordnet ist. Der statische Druck, den das Gewicht der Spülungssäule im Bohrgestänge ausübt, mit dem dynamischen Differentialdruck des abwärts gerichteten Stromes wird durch den Kanal 4 auf die nachgiebige Vorrichtung in der Kammer 2 übertragen. Die Kammer 2 steht über einen Kanal 7 mit dem ringförmigen Schmierkanal 8 in Verbindung, der rund um den die Kugel 10 haltenden Zapfen 9 verläuft, welcher die Öffnung. zum Einsetzen der Kugel 10 in den Schneidteil 3 verschließt und der in üblicher Weise durch Verschweißung 11 festgelegt ist.
  • Von dem Kanal 8 aus zweigt der Schmierkanal 12 ab, der im oberen Teil des Schaftes 13 des Dornes 1 vorgesehen ist, wenn der Meißel in Arbeitsstellung auf dem Grunde sich befindet, da die höchsten Beanspruchungen im unteren Teil des Schaftes auftreten.
  • Der Schmiermittelkana112 leitet das Schmiermittel in das Zylinderrollenlager 14, d. h. in den Raum 15, der von der inneren Fläche der Ringdichtung 16 begrenzt wird, die eine Dichtung zwischen dem Schmiermittel und der Bohrflüssigkeit bildet.
  • Von dem Kanal 8 aus zweigt ein anderer Schmiermittelkanal 17 ab, der in dem Zapfen 9 verläuft, welcher mit dem Kugellager 10 in Verbindung steht. Der Schmiermittelkanal 18, der mit dem Ringkanal 8 in Verbindung steht, verläuft in der Achse des Zapfens 13.
  • Der Kanal 18 leitet das Schmiermittel bis oben auf den Zapfen 13, d. h. bis zum Schneidkopf des Schneidteiles 3, und der Kanal 19 leitet das Schmiermittel zu den kleinen zylindrischen Rollenlagern 20 oder in das Reibungslager.
  • Eine Öffnung 21 in der Wand des Schneidteiles in der Nähe des Kopfes dient zum Ablassen der Luft während das Schmiermittel fjn die Lagerungen des Schneidteiles eingeführt wird. Die Öffnung 21, die mit feinem Gewinde versehen ist, ist durch einen Gewindezapfen aus Messing abgeschlossen. Das innere der Öffnung 21 hat einen kleineren Durchmesser, so daß der Messingzapfen mit einem Hammer festgelegt werden kann, nachdem er eingeschraubt ist. Der Messingzapfen muß dichthalten und darf nicht aufbrechen, wenn Vibrationen während des Bohrvorganges auftreten. Die Kammer 2 enthält einen rohrförmigen Teil 22, der in der Schaftschulter durch einen Haltering 23 gehalten wird und der gegenüber dem Schaftteil mittels eines O-Ringes aus Gummi 24 abgedichtet ist. Der Rohrteil 22 erstreckt sich mit dem einen Ende in das Schmierrohr 25, welches sich oben erweitert, um eine Aussparung 26 zu bilden, die eine Schmiervorrichtung hält, bestehend aus einer Kugel 27, wobei die Feder 28 und der Kugelanschlag 29 mit der kreisförmigen Öffnung genau auf die Kugeloberfläche paßt. Der obere Querschnitt der öffnung des Anschlages 29 ist viereckig, so daß der Anschlag in den rohrförmigen Teil 22 mittels eines viereckigen Schlüssels eingeschraubt werden kann.
  • Zwischen den Teilen 22 und 29 sitzt ein Dichtungsring 30 rechteckigen Querschnittes.
  • Außerhalb des Rohrteiles 22 ist eine Spezialfeder 31 angeordnet. Das eine Ende dieser Feder drückt einen Kolben 32 nieder. Zwei O-Ringe 33 aus Gummi bilden eine Dichtung zwischen dem Kolben 32 und den Wänden der Schmierkammer 2, während zwei O-Ringe 34 eine Dichtung zwischen dem Kolben 32 und der äußeren Fläche des Rohres 25 bilden. Das andere Ende der Feder 31 legt sich gegen den Teil 22 nach F i g. 1 von unten.
  • Der Kolben 32 wirkt als Dichtung zwischen dem Schmiermittel und der Spülungsflüssigkeit, die in die Kammer 2 über den Kanal 4 eintritt. Die Feder 31 drückt gegen den Kolben mit einer Kraft von etwa 1 kg/cm2, selbst wenn sie nicht zusanunengedrückt ist, d. h., wenn der Kolben sich in unterster Lage befindet, wie sie in den F i g. 1 und 3 dargestellt ist. Während die Feder vollständig zusammengedrückt ist, befindet sich der Kolben 32 in der höchsten Stellung in der Sebmiermittelkammer 2, wie in den F i g. 2 und 4 dargestellt. In dieser Lage wird nahezu alle Kraft der Feder auf den Kolben ausgeübt, um ihn abwärts zu drücken und hierdurch entsteht der anfängliche Schmierdruck von 3 bis 5 kg/cm2, nachdem das Schmiermittel in den Schneidteil eingeführt ist. Die Feder 31 ist so bemessen, daß sie einen anfänglichen Schmierdruck von etwa 5 atm innerhalb des Schneidteiles ergibt, während sie vollständig zusammengedrückt ist. Die O-Ringe 33 und 34 dichten den Kolben vollständig gegenüber den Außenwänden des Rohres 25 sowie den Wänden der Kammer 2 ab, während der Kolben sich aufwärts oder abwärts bewegt, oder in einer Zwischenstellung verharrt. Die Ringdichtung 16 U-förmigen Querschnittes sitzt zwischen dem Schneidteil 3 und dem Zapfen 13 an der Kante der konischen Rückfläche und am unteren Ende des Zapfens unten an dem Schaft 1, d. h. unter den Rollenlagern.
  • Die U-förmige Ringdichtung 16 kann aus nachgiebigem Gummi hergestellt sein, dessen Grundfläche durch einen Messingring 35 starr gemacht ist, auf den sie aufvulkanisiert ist, so daß sie ihre Gestalt behält, während der Meißel arbeitet. Dieser Messingring steigert die Festigkeit der Ringdichtung am unteren Teil, so daß sie hohen innneren Drücken ohne Bersten standhalten kann. Der innere Durchmesser der Ringdichtung 16 ist etwas geringer als der Außendurchmesser des Zapfens an der Stelle, an der die Ringdichtung eingesetzt wird, so daß sie sich fest an dem Zapfen anlegen kann.
  • Die F i g. 5 zeigt den Querschnitt 16 a, der Ringdichtung vor dem Einsetzen. Wird sie zwischen die Metallwände des Schneidteiles und des Zapfens eingesetzt, so verändert sie ihren Querschnitt und nimmt eine Gestalt an, wie in F i g. 5 durch die gestrichelte Linie 16 dargestellt. Um eine Selbstschmierung zu gestatten und die Reibung zu vermindern, werden die äußeren Flächen der Ringdichtung mit einer dünnen graphitierten Gummilage 36 überzogen. Das Einsetzen der Ringdichtung 16 zwischen dem Schneidteil 3 und dem Zapfen 13 unten an dem Schaft 1 ist in F i g. 6 dargestellt. Als abgeänderte Ausführungsform gegenüber der Ringdichtung 16 a kann ein zusammengesetzter Dichtungsring 37a und 38a benutzt werden, wobei eine Gummiwand der Ringdichtung an eine ringförmige Metallwand anvulkanisiert ist. F i g. 7 zeigt einen Querschnitt des zusammengesetzten Dichtungsringes mit der äußeren Metallwand 37a, die aus gewelltem Blech besteht, dessen Abmessung so ist, daß es abgenutzt werden kann und daß es ausreichend nachgiebig ist, um eine gleichmäßige Deformation unter den Drücken innerhalb des Schneidteiles zu ermöglichen. Nach dem Einsetzen schrumpft die Ringdichtung 37, 38 wie es strichpunktiert in F i g. 7 angegeben ist, und drückt gegen die Schneidteil- und Zapfenwände. F i g. 8 zeigt die Art, in der die zusammengesetzte Ringdichtung 37, 38 zwischen den Wänden des Schneidteiles 3 und des Zapfens 13 sitzt.
  • Um die Abdichtung zwischen dem Schneidteil und der Ringdichtung sicherzustellen, ist der Schneidteil 3 mit einem Gummiring 39 versehen, der auf seine Berührungsfläche mit den Schneidteilen aufvulkanisiert ist. Der Ring 39 kann auch aus irgendeiner reibungsvermindernden Legierung hergestellt sein, die direkt eingegossen ist. Das Schmierlabyrinth 40, welches infolge der gewellten Metallwand 37 a entsteht, ist in F i g. 7 und 8 dargestellt. Diese Nuten wurden für notwendig gehalten, um die Reibungsfläche zwischen dem Metallring und dem Gummiring zu vermindern, der auf die Scbneidteilwand aufvulkanisiert ist. Andererseits sind die Nuten anfänglich mit Schmiermittel gefüllt, welches zur Schmierung der Flächen bei der Relativbewegung beiträgt und die Reibung vermindert.
  • Die Abdichtwirkung der zwei Ringdichtungsarten 16a und 37a und 38a unterscheidet sich darin, daß bei der Ringdichtung 16a die Metallfläche des Schneidteiles sich bewegt, während die Gummifläche der Ringdichtung fest bleibt, wogegen bei der zusammengesetzten Ringdichtung 37a und 38a die Gummifläche des Ringes, die in den Schneidteil einvulkanisiert ist, sich bewegt und die feste Metallfläche des Dichtungsringes berührt. Um in diesem Fall eine wirksame Dichtung zu erreichen, muß die Ringdichtung so befestigt sein, daß sie sich nicht drehen kann, sondern auf dem Zapfen fest bleibt, während der Schneidteil sich dreht.
  • Der balgartige, zusammengesetzte Dichtungsring kann infolge seiner verminderten Reibungsfläche bei Meißeln benutzt werden, bei denen die Druckdifferenz innerhalb des Schneidteiles verhältnismäßig hoch ist.
  • Eine weitere Konstruktion eines zusammengesetzten Dichtungsringes ist in den F i g. 9 und 11 dargestellt, wobei die Metallwand 41a auf die Gummiwand 42a aufvulkanisiert ist. Da die Metallwand dieser Ringdichtung nicht gewellt ist, sondern eben, ist die Berührungsfläche des Gummiringes 39, der in den Schneidteil einvulkanisiert ist, größer. Der Querschnitt der Ringdichtung 41, 42, deren Wand zwischen die beiden gedrehten Flächen eingedrückt ist, ist gestrichelt dargestellt. Die Ringdichtung, die eingedrückt ist, versucht ihre ursprüngliche Gestalt 41a, 42a wieder einzunehmen, wodurch sie sich dicht gegen die beiden Flächen ausdehnt, wobei die Dichtwirkung durch den Schmiermitteldruck an der Innenseite vervollständigt wird.
  • Die Wände 37 und 41 beider Ringdichtungsarten sind unterbrochen, damit ihre Durchmesser veränderlich sind. Beide Enden 43 (F i g. 10) sind umgebogen und auf eine nachgiebige Gummiverbindung 44 aufvulkanisiert, deren Länge so gering als möglich ist, um eine Reibung von Gummi auf Gummi so klein wie möglich zu halten. Ohne Rücksicht auf die Gestalt und das Material der Ringdichtung muß diese vollständig gegen die beträchtlichen Beanspruchungen geschützt sein, die auf den Schneidteil und den Zapfen während des Bohrvorganges ausgeübt werden. Außerdem muß die Ringdichtung durch den unteren Teil des Schaftes geschützt werden; damit der herabhängende Teil gegen Abbrechen und Abbröckeln gesichert ist, muß er gegen Karburierung geschützt werden, und dann muß bis zur Schweißung an dem die Kugel haltenden Zapfen die gesamte Fläche verstählt werden.
  • Die nachgiebige Vorrichtung wird durch den Stopfen 45 geschützt, der in den rohrförmigen Teil 22 eingeschraubt ist. Die Dichtung erfolgt durch den Dichtungsring 46, von rechteckigem Querschnitt. Das Zusammensetzen, die Schmiermittelfüllung und der Betrieb der Lagerabdichtungsvorrichtung für Bohrmeißel gemäß der Erfindung wird nachstehend näher erläutert.
  • Die Ringdichtung 16 oder eine der zusammengesetzten Ringdichtungen 37, 38 oder 41, 42 wird in die Bohrung auf dem Zapfen 13 in ausgedehnter Form eingesetzt, so daß sie vollständig in den Raum eintreten kann, der zu diesem Zweck unter den großen Rollen 14 vorgesehen ist, dessen Länge vermindert ist. Alsdann wird das übliche Verfahren zum Zusammensetzen von Bohrmeißeln angewendet.
  • Die kleinen Rollen 20 und die großen Rollen 14 werden auf dem Zapfen 13 festgelegt.
  • Die Kugeln 10 werden durch die Kugeleinführungsbohrungen eingesetzt.
  • Alsdann wird der Kugelkanal durch den Haltezapfen 9 für die Kugeln verschlossen.
  • Der Zapfen 9 wird an seinem äußeren Ende verschweißt, wobei dafür Sorge getragen wird, daß die Schweißhitze die Ringdichtung, die nahe dabei liegt, nicht beschädigt. Aus F i g. 3 ist erkennbar, daß eine Anzahl getrennter Teile, die den nachgiebigen Mechanismus der Vorrichtung bilden, um den rohrförmigen Teil 22 herum angeordnet werden, der später noch beschrieben wird.
  • Der Kolben 32 wird in das Rohr 25 eingesetzt, wobei der Gummi der O-Ringe 34 entwas deformiert wird, wodurch der Kolben in dem Rohr gehalten wird. Die nachgiebige Einrichtung der Vorrichtung ist eine Einheit, die getrennt zusammengesetzt werden kann. Sie kann auf diese Weise als Einzelteil in die Schmierkammer 2 eingeführt werden, nachdem der O-Ring 24, der zur Abdichtung der nachgiebigen Einrichtung dient, in den rohrförmigen Teil 22 eingesetzt wurde. Zu diesem Zweck wird der Dichtungsring 24 durch den rohrförmigen Teil 22 mittels eines Halteringes 23 gedrückt, der in eine Aussparung in der Schulter des Schenkels 1 eingebracht ist. Die Abmessung des O-Ringes 24 muß so sein, daß sich eine vollkommene Dichtung zwischen der nachgiebigen Einrichtung und dem Schenkel 1 ergibt, durch die ein Undichtwerden gegen die niederströmende Spülung in den Bohrrohren und im Meißel und gegen die aufwärtsströmende bohrschmandbeladene Spülung über den Kanal 4 vermieden wird.
  • In der unteren Lage des Kolbens 32, d. h., sobald der Kolben unten an dem Rohr 25, wie in F i g. 1 und 3 dargestellt, sitzt, muß die Feder 31, die meist vollständig gelöst ist, gegen den Kolben 32 einen Druck von etwa 1 kg/cm2 ausüben.
  • Die nachgiebige Einrichtung der Vorrichtung gemäß der Erfindung kann in dem Schenkel des Meißels sehr leicht in wenigen Minuten montiert werden.
  • Nachdem die Vorrichtung, wie beschrieben, eingesetzt ist, kann das Schmiermittel in den Schneidteil auf folgende Weise eingeführt werden: -Der Stopfen 45 wird mit einem Vierkantschlüssel ausgeschraubt. Das Rohr der Druckschmierpumpe, welches mit einer Druckmeßvorrichtung versehen ist, wird in den Schmierkanal des Teiles 29 eingesetzt und befestigt. Das Schmiermittel wird in den inneren Teil der Vorrichtung eingeführt, wobei der Meißel mit dem Schaft abwärts gehalten wird, um den Luftaustritt durch die Öffnung 21 im Schneidkopf des Schneidteiles zu erleichtern. Das Schmiermittel tritt in die Kammer 26 über die Kugelschmiervorrichtung, tritt alsdann in das Rohr 25 und füllt die Tasche der Kammer 2 vor dem Kolben 32. Von hier aus gelangt das Schmiermittel in den Kanal 7. Sobald es den Ringraum 8 um den Bolzen 9 herum erreicht, wird das Schmiermittel über den Kanal 12 den großen Rollenspuren 14 und dem Raum 15 zugeführt, der durch die innere Fläche der U-förmigen Ringdichtung 16 begrenzt ist. Das Schmiermittel wird über den Kanal 17 dem Kugellager 10 zugeführt und erreicht über die Kanäle 18 und 19 das kleine Rollenlager 20 im Kopf des Schneidteiles, woselbst es alle freien Räume in dem Schneidteil ausfüllt und schließlich durch die Öffnung 21 im Kopf des Schneidteiles ausgedrückt wird.
  • Die vollständige Entfernung der Luft im Inneren des Schneidteiles ist besonders wichtig. Zu diesem Zweck wird das Pumpen des Schmiermittels langsam bei niedrigem Druck fortgesetzt, so daß die Luft rund um die Lagerungen vollständig entfernt wird. Sobald keine Luftblasen in dem Schmiermittel, welches aus der Öffnung 21 austritt, mehr vorhanden sind, wird das Pumpen eingestellt, ohne indessen die Pumpe von der Öffnung 29 zu trennen. F i g. 2 zeigt die Situation, wenn das Pumpen des Schmiermittels fortgesetzt wird.
  • Eine oben mit einem Schlitz versehene Messingschraube wird in der Öffnung 21 verstemmt und schließt die Öffnung 21 dauernd. Alsdann wird das Pumpen des Schmiermittels unter Druck fortgesetzt.
  • Das Schmiermittel drückt den Kolben 32 hoch, wodurch die Feder 31 allmählich zusammengedrückt wird. Der Kolben steigt zumeist bis in die oberste Stellung, wie in F i g. 2 und 4 dargestellt, und die Kammer 2 füllt sich mit Reserveschmiermittel. Die Bemessung der Feder muß so sein, daß, wenn sie vollständig zusammengedrückt ist, der Schmiermitteldruck innerhalb des Schneidteiles etwa 5 kg/cm2 beträgt.

Claims (3)

  1. Patentansprüche: 1. Vorrichtung zum Schmieren und Abdichten der Lagerung eines Rollenmeißels für Gestein, bei der die Schmiermittelzufuhr aus einem im Meißelkörper vorgesehenen Behälter erfolgt und der Raum zwischen Rolle und Zapfen des Meißels durch eine ringförmige Dichtung nach außen abgedichtet ist und das Schmiermittel bereits bei der Montage unter Druck eingebracht ist und unter dem Druck eines mit einer Feder belasteten Kolbenssteht, dadurch gekennzeichnet, daß außer der Feder (31) des Kolbens (32) ein zwischen dem Schmiermittelbehälter (2) und dem Spülmittelzustrom im Meißelkörper (1) angeordneter Kanal (4) vorgesehen ist und der Ringraum zwischen Meißelrolle und Meißelzapfen durch eine Ringdichtung (16) abgedichtet ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine mit U-Profil im Querschnitt gestaltete Gummidichtung (16) zur Dichtung des Raumes zwischen Meißelrolle und Meißelzapfen nach außen, die mit der Grundfläche auf einen Metallring (35) aufvulkanisiert ist.
  3. 3. Vorrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der äußere Schenkel des im Querschnitt U-förmig gestalteten Gummidichtungsringes (16) als zylindrischer oder gewellter Metallring (41a, 37a) ausgebildet ist, der mit dem Gummiteil (38a, 42a) durch Einvulkanisieren eines in den Gummiteil weisenden Flansches verbunden ist. In Betracht gezogene Druckschriften: USA.-Patentschriften Nr. 1208 242, 2 797 067, 2 814 465, 3 017 397.
DEM58663A 1962-11-09 1963-10-24 Vorrichtung zum Schmieren und Abdichten einer Rollenmeissellagerung Pending DE1217900B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
RO1217900X 1962-11-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1217900B true DE1217900B (de) 1966-06-02

Family

ID=20118831

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEM58663A Pending DE1217900B (de) 1962-11-09 1963-10-24 Vorrichtung zum Schmieren und Abdichten einer Rollenmeissellagerung

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1217900B (de)

Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1208242A (en) * 1915-10-15 1916-12-12 Clarence W Vogt Ammonia-generator.
US2797067A (en) * 1954-09-16 1957-06-25 Garlock Packing Co Shielded seals
US2814465A (en) * 1947-09-26 1957-11-26 A D Appleby Drill bits
US3017397A (en) * 1959-03-13 1962-01-16 Rhone Poulenc Sa Acrylonitrile-cyclic sulphone copolymers

Patent Citations (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US1208242A (en) * 1915-10-15 1916-12-12 Clarence W Vogt Ammonia-generator.
US2814465A (en) * 1947-09-26 1957-11-26 A D Appleby Drill bits
US2797067A (en) * 1954-09-16 1957-06-25 Garlock Packing Co Shielded seals
US3017397A (en) * 1959-03-13 1962-01-16 Rhone Poulenc Sa Acrylonitrile-cyclic sulphone copolymers

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE4304835C2 (de) Erweiterungsbohrer für Öl/Gas-Bohrungen
DE60219023T2 (de) Drehbohrmeissel mit metallischer dichtung und schmierkanal für einen meissel
DE69101136T2 (de) Dichtungsvorrichtung für Rollenbohrmeissel mit einem druckausgeglichenen Schmierungssystem.
DE2803283A1 (de) Ueberdruckventil fuer hydraulische grubenstempel
DE2530501C3 (de) Stoßdämpfer für Bohrgestänge
DE2258367A1 (de) Druckausgleichsvorrichtung fuer einen rollenmeissel
DE1215625B (de) Rollenmeissel
DE2001672A1 (de) Gleisrolle
DE602006000039T2 (de) Ventil, Pumpenanordnung und Verfahren zur Ventilherstellung
DE3220595C2 (de)
DE68905949T2 (de) Metallische dichtung fuer gesteinsbohrmeissel.
DE1217900B (de) Vorrichtung zum Schmieren und Abdichten einer Rollenmeissellagerung
DE8704728U1 (de) Gasfeder
DE10065428A1 (de) Sitzventil
DE19806882A1 (de) Vorrichtung zum radialen Anpressen eines Dichtkörpers
DE19542615A1 (de) Bohrmeißel für Erdbohrungen
DE2460344A1 (de) Hydraulischer druckerzeuger
DE4123639A1 (de) Zahngelenk fuer bohrgestaenge
DE2715788C2 (de) Bohrkrone
DE2616880A1 (de) Wechselventil
AT254105B (de) Lageranordnung
DE2345002C2 (de) Dichtungsanordnung für Rollenmeißel zum Gesteinsbohren
DE1783083C3 (de) Tiefbohrwerkzeug
DE10029305A1 (de) Dichtungsvorrichtung für einen mit Druckmittel beaufschlagten Kolben in einem Arbeitszylinder
DE4009245C2 (de)