[go: up one dir, main page]

DE1217780B - Kamera oder Objektiv fuer Tageslicht- und Blitzlichtaufnahmen - Google Patents

Kamera oder Objektiv fuer Tageslicht- und Blitzlichtaufnahmen

Info

Publication number
DE1217780B
DE1217780B DEZ9459A DEZ0009459A DE1217780B DE 1217780 B DE1217780 B DE 1217780B DE Z9459 A DEZ9459 A DE Z9459A DE Z0009459 A DEZ0009459 A DE Z0009459A DE 1217780 B DE1217780 B DE 1217780B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
camera
aperture
distance
guide number
diaphragm
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEZ9459A
Other languages
English (en)
Inventor
Heinz Koeppen
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Zeiss Ikon AG
Original Assignee
Zeiss Ikon AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Zeiss Ikon AG filed Critical Zeiss Ikon AG
Priority to DEZ9459A priority Critical patent/DE1217780B/de
Publication of DE1217780B publication Critical patent/DE1217780B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B7/00Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly
    • G03B7/16Control of exposure by setting shutters, diaphragms or filters, separately or conjointly in accordance with both the intensity of the flash source and the distance of the flash source from the object, e.g. in accordance with the "guide number" of the flash bulb and the focusing of the camera

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Exposure Control For Cameras (AREA)
  • Diaphragms For Cameras (AREA)

Description

  • Kamera oder Objektiv für Tageslicht- und Blitzlichtaufnahmen Zusatz zum Patent: 1194 700 Das Hauptpatent geht von einer photographischen Kamera oder einem Objektiv aus, bei welcher zwei Aufnahmebereiche, nämlich ein Tageslichtbereich (Bereich der üblichen manuellen Blendenwahl) und ein Blitzlichtaufnahmebereich mit automatischer Blendenbildung einstellbar sind. Im Bereich dieser BlitzlichtautomAk sind verschiedene Leitzahlen wählbar, und es sind Mittel vorgesehen, welche in Abhängigkeit von der eingestellten Leitzahl und der eingestellten Entfernung die Blendenöffnung selbsttätig anpassen.
  • Das hauptsächliche Merkmal der Kamera bzw. des Objektivs nach dem Hauptpatent besteht darin, daß zwischen dem Leitzahlstellorgan und dem Entfernungsstellorgan Mittel vorgesehen sind, welche im Blitzlichtaufnahmebereich in Abhängigkeit von der eingestellten Leitzahl unabhängig von vorhandenen Blendenbereichsanschlüssen den dem Kamerabenutzer verfügbaren Entfernungseinstellbereich im Sinne einer Entfernungseinstellsperre selbsttätig begrenzen. Durch diese Begrenzung wird zunächst einmal bewirkt, daß im Blitzlichtaufnahmebereich Entfernungswerte ausgeschlossen werden, die über 8 m einerseits und unter 1 m andererseits liegen. Darüber hinaus werden innerhalb dieses Entfernungsbereiches von 1 ni bis 8 m alle diejenigen Entfernungswerte automatisch von der Einstellbarkeit ausgeschlossen, welche in Verbindung mit der gerade verwendeten Blitzlichtquelle überstrahlte oder unterbelichtete Aufnahmen ergeben würden.
  • Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die Kamera bzw. das Objektiv des Hauptpatentes durch Hinzunahme eines weiteren Arbeitsbereiches noch zu vervollkommnen. Sie besteht darin, daß zu den bereits vorhandenen Arbeitsbereichen der Blitzlichtautomatik und der manuellen Blendenwahl ein Arbeitsbereich der Belichtungsautomatik hinzugefügt ist. Vorzugsweise werden diese Arbeitsbereiche an einem gemeinsamen Umschaltring eingestellt, welcher die entsprechenden, dem gleichen Index gegenüberzustellenden Skalen, Merkzeichen u. dgl. aufweist.
  • Der Erfindung stand die Schwierigkeit entgegen, daß beim übergang vom Bereich der Blitzlichtautomatik auf den neuhinzugekommenen Tageslichtbereich, also beim Verdrehen des Umschaltringes, nicht nur Kupplungen mit der Entfernungseinstellvorrichtung sowie Entfernungseinstellbegrenzungen aufzuheben, sondern auch Verbindungen zwischen dem Blendenmechanismus und dem Abtastmechanismus für den Zeiger des Belichtungsmessers herzustellen sind, die die automatische Bildung der richtigen Tageslichtblende ohne Kupplung mit der Entfernung und ohne Beschränkung in der Entfernungswahl gewährleisten.
  • Die Erfindung wird an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels näher erläutert, die einen die Automatikverbindungen enthaltenden Schnitt senkrecht zur optischen Achse zeigt.
  • In der Zeichnung ist 1 ein Umschaltring für die verschiedenen Arbeitsbereiche der Kamera bzw. des Objektivs. Dieser Ring trägt demgemäß eine Leitzahlenskala 2 für die Einstellung des Blitzlichtautomatikbereichs, ein Merkzeichen 49 (»A«) für die Einstellung des Belichtungsautomatikbereichs und eine Blendenskala 3 für die Einstellung des Bereichs der manuellen Blendenwahl. Diesem Umschaltring 1 ist ein Entfernungseinstellring 4 benachbart, der eine Entfernungsskala 5 trägt. Alle Skalen werden gegenüber einer einzigen festen Indexmarke 6 eingestellt und abgelesen. Mit 7 ist ein erster drehbarer Blendenkäfig und mit 8 ein zweiter drehbarer Blendenkäfig bezeichnet. Diese Blendenkäfige 7 und 8 sind, ebenso wie die Stellringe 1 und 4, mit verschiedenen Durchmessern gezeichnet, um ihre Erkennbarkeit zu verbessern. Der erste Blendenkäfig 7 trägt auf einem Teil seines Umfanges eine Außenverzahnung 9, während der zweite Blendenkäfig mit einem Steueransatz 10 versehen ist.
  • 11 ist eine Blendenlamelle, welche an der Vorder- und der Rückfläche je einen Stellstift (12, 13) trägt. Mit dem ersten Blendenkäfig 7 ist sie mittels des Stiftes 12 und mit dem zweiten Blendenkäfig 8 mittels des Stiftes 13 verbunden. Der Stift 12 ist zugleich die Drehachse der Blendenlamelle, während der Stift 13 in einem Kurvenschlitz 14 des Blendenkäfigs 8 läuft und, je nach seiner Stellung im Kurvenschlitz, die Lage der Blendenlamelle bestimmt.
  • Der Umschaltring 1 trägt an seiner Innenseite eine Steuerkurve 15, mittels derer ein um eine feste Achse 16 drehbarer Hebel 18 ausgelenkt wird. Der Hebel 18 wird mittels einer ungefähr an seiner Mitte angreifenden Feder 17 zur ständigen Anlage eines an seinem freien Ende 19 sitzenden Stiftes 20 an die Kurve 15 gebracht. Der Stift 20 dient zugleich, wie weiter unten erläutert, als Fangglied für eine Anschlagtreppe.
  • An dem Umschaltring 1 ist des weiteren ein Steuervorsprung 26 vorgesehen, welcher an dem Steueransatz 10 des zweiten Blendenkäfigs 8 angreift und diesen bei Einstellung höherer Leitzahlen inf Sinne eines Schließens der Blende dreht. Dem Steueransatz 10 liegen beidseitig die hochgewinkelten Enden einer um die optische Achse herumgelegten omegaförmigen Feder 27 an, deren Schenkel sich im nicht gespreizten Zustand an einem gehäusefesten Stift 28 abstützen. Diese Feder bewirkt, daß der erste Blendenkäfig zwar beiderseitigen Auslenkungen folgen kann, aber stets in seine gezeichnete Ruhelage zurückaeführt wird.
  • Der Entfernungsstellring 4 weist eine Steuerkurve 30 auf, mittels derer ein um eine gehäusefeste Achse 22 drehbarer Winkelhebel 23 mit Stift 24 ausgelenkt wird. Dieser Winkelhebel 23 ist durch eine nicht dargestellte Feder so vorgespannt, daß sein Stift 24 ständig an der Kurve 30 anliegt und diese abtastet. Das andere Ende des Hebels 23 trägt ein Zahnsegment 25, das in die Umfangsverzahnung 9 des ersten drehbaren Blendenkäfigs 7 eingreift.
  • Der Entfernungsstellring 4 weist eine Anschlagtreppe 29 auf, deren Stufenbreite den EinstellintervaRabständen der Entfernungsskala 5 entspricht und deren Stufenhöhe entsprechend den abnehmenden Entfemüngswerten der Entfernungsskala anwächst. Das Fangglied 20 des Hebels 18 ist dazu bestimmt, mit den einzelnen radial verlaufenden Stoßflächen der Anschlagtreppe 29 zusammenzutreffen, um in Abhängigkeit von der Leitzahleinstellung eine selbsttätige Begrenzung des dem Kamerabenutzer zur Verfügung stehenden Aufnahmebereiches zu bewirken. Die Steuerkurve 15 am Ring 1 ist nun so angeordnet und ausgebildet, daß sie dem Hebel 18 und seinem Fangglied 20 einen kleinen Anstellwinkel gegenüber der Anschlagtreppe 29 verleiht, wenn am Ring 19 eine niedrige Leitzahl eingestellt ist, und daß sie dem Fangglied 20 einen stets größer werdenden Anstellwinkel gegenüber der Anschlagtreppe 29 verleiht, je höher die eingestellte Leitzahl der Leitzahlenskala 2 ist. Auf diese Weise wird erreicht, daß bei einer eingestellten niedrigen Leitzahl, z. B. der Leitzahl »16«, der gesamte Entfernungsbereich von 8 m bis 1 m zur Verfügung steht, was einer Blendeneinstellung von »2« bis »16« entspricht. Es ist daraus aber auch erkennbar, daß bei hoher Leitzahl, z. B. der an der Skala2 eingestellten Leitzahl »176«, der Anschlagwinkel des Hebels 18 und damit des Fanggliedes 20 gegenüber der Anschlagtreppe 29 so groß geworden ist, daß lediglich die Aufnahmeentfernung von 8m zugelassen ist, während alle geringeren Aufnahmeentfernungen automatisch blockiert sind. Bei der eingestellten Leitzahl von »176« und einer Aufnahmeentfernung von 8m resultiert die noch an der Kamera einstellbare Blende »22«; geringe Aufnahmeentfernungen sind ausgeschlossen, weil ein noch kleineres Blendenöffnungsverhältnis überhaupt nicht verfügbar ist.
  • Die Steuerkurve 30 am Entfernungsstellring 4 dient dazu, den Winkelhebel 23 je nach Entfernungseinstellung so auszulenken, daß die bei der jeweils eingestellten Entfernung erforderliche Blendenöffnung sich von selbst ergibt. Wie der Figur zu entnehmen, ist bei der eingestellten Entfernung von 8 m, welche als die eine Grenzentfernung für Blitzlichtaufnahmen anzusehen ist, die Blende völlig geöffnet. Bei übergang auf geringere Aufnahmeentfernungen gelangt der Abtastkopf 24 des Winkelhebels 23 in den Bereich der stärker gekrümmten Teile der Kurve 30, so daß sein Zahnsegment 25 abwärts schwingt und der erste drehbare Blendenkäfig 7 entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht wird. Dabei gelangt die Drehachse 12 in eine dem eingezeichneten Pfeil entsprechende Lage, was ein Hereinschwenken der Blendenlamelle 11 in die freie Lichtdurchtrittsöffnung zur Folge hat.
  • Um die Blendenanpassung nicht) nur gegenüber der eingestellten Entfernung, sondern auch gegenüber dem eingestellten Leitzahlenwert erfolgen zu lassen, ist am Umschaltring 1 der Steuervorsprung 26 vorgesehen. Wie bereits ausgeführt, schlägt dieser Steuervorsprung 26 an den Steueransatz 10 des zweiten Blendenkäfigs 8 an und bewirkt bei einer Einstellung einer höheren Leitzahl eine Drehung des Blendenkäfigs 8 im Uhrzeigersinn und infolge der Bewegung des Stiftes 13 in seinem Kurvenschlitz 14 ein stufenweises Schließen der Blendenlamelle 11.
  • Die Wirkungsweise für den Blitzlichtbetrieb ist also derart, daß bei Einstellung verschiedener Leitzahl- und Entfernungswerte die Objektivblende automatisch diesen eingestellten Werten angepaßt wird. Bei Einstellung kleinerer Entfernungswerte wird die Objektivblende durch die Steuerkurve 30 am Entferrtungsstellring über den von dieser Kurve ausgelenkten Winkelhebel 23 und die Zahnverbindung 25, 9 verkleinert. Diese Beeinffussung der Objektivblende vom Entfernungsstellring aus geschieht über den ersten drehbaren Blendenkäfig 7 und die Lamellendrehachse 12.
  • Die Beeinflussung der Objektivblende zwecks Anpassung an den eingestellten Leitzahlwert geschieht über den Steuervorsprung 26 am Umschaltring 1 und den von diesem Vorsprung 26 erfaßten Steueransatz 10 am zweiten Blendenkäfig 8. Wird eine höhere Leitzahl eingestellt, dann wird durch die damit erfolgende Rechtsdrehung des zweiten Blendenkäfigs 8 und des in ihm geführten Stiftes 13 die Blendenöffnung ebenfalls verkleinert.
  • Die selbsttätige Begrenzung des Aufnahmebereiches in Abhängigkeit von der eingestellten Leitzahl geschieht dadurch, daß die am Umschaltring 1 vorgesehene Steuerkurve 15 einen sie abtastenden Hebel 18 hebt und senkt, wobei die Kurve 15 so angeordnet und ausgebildet ist, daß das Fanggglied 20 dieses Hebels bei der niedrigsten Leitzahl eine höchste Stellung und einen geringsten Anstellwinkel gegenüber der Anschlagtreppe 29 und bei der höchsten Leitzahl eine niedrigste Stellung und einen größten AnsteRwinkel gegenüber der Anschlagtreppe 29 aufweist. Bei niedrigen Leitzahlen kann also fast der gesamte Blitzlichtentfernungsbereich vom Kamerabenutzer überstrichen werden, bevor es zum Anschlag des Fanggliedes 20 mit der Treppe 29 kommt. Bei eingestellten hohen Leitzahlen dagegen schlägt das Fangglied 20 an eine -der ersten niedrigsten Treppenstufen der Anschlagtreppe 29 auf, was bedeutet, daß der Aufnahmebereich auf einen kleinen Fernbereich festgelegt ist.
  • Die Steuerkurve 30 am Entfernungsring 4 weist sowohl die Eigenschaften einer Auslenk- als auch einer Ausgleichskurve auf, um die nichtlinearen Intervallabschnitte der Entfernungsskala an die linearen Stellwege des Blendenmechanismus angleichen zu können.
  • Um die Kamera bzw. das Objektiv mit einer Belichtungsautomatik arbeiten lassen zu können, ist am Blendenkäfig 8 ein Ansatzstück 36 vorgesehen, welches mit einem mit der Abtastautomatik des Zeigers des Belichtungsmessers verbundenen Stößel 34, und zwar dessen Anschlagstift 35, zusammenarbeitet. Der Stößel 34 ist an einem Treppenkörper 43 angebracht, dessen Anschlagtreppe 44 an den festgeldemmten Instrumentenzeiger 50 anschlagen soll. Der Treppenkörper 43 wird durch eine Feder 47 gegen eine Festklemmeinrichtung des Instrumentenzeigers 50 gezogen, von welcher in der Figur lediglich die eine Klemmplatte 48 angedeutet ist. Entgegen der Wirkung der Feder 47 wird in gespanntem Kamerazustand der Treppenkörper 43 durch ein mit dem Spannvorgang betätigtes, mit dem Verschlußaufzug verbundenes Sperrorgan 46 festgehalten, welches bei der Kameraauslösung in die Freigabelage 46a springt. Die Abtastmechanik wird in den anderen Arbeitsbereichen der Kamera bzw. des Objektivs, in denen sie nicht wirken soll, durch ein Sperrorgan 37 bis 41 blockiert, das im wesentlichen aus einem um eine Achse 39 drehbaren Winkelhebel 37 besteht, welcher mittels eines Abtaststiftes 38 unter der Wirkung einer Feder 40 am Umfang des Umschaltringes 1 schleift. Der Winkelhebel 37 weist eine Sperrnase 41 auf, welche einer Gegenfläche 45 des Treppenkörpers 43 in den anderen Arbeitsbereichen blockierend anliegt. Erst wenn durch Einstellung des Merkzeichens 49 (»A«) auf den Index 6 der Bereich der Belichtungsautomatik am Umschaltring 1 eingestellt ist, wird durch Einfallen des Abtaststiftes 38 in eine Ausnehmung 42 am Umschaltring 1 die Blokkierung aufgehoben. Der Sperrhebel 37 vollführt eine Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn und die Drehachse 39, wodurch seine Sperrnase 41 von der Gegenfläche 45 wegwandert und die Abtastautomatik von sich aus freigibt. Bei der Kameraauslösung kann diese dann arbeiten, da, wie bereits angedeutet, das mit dem Verschluß verbundene Sperrorgan 46 dann in seine Entsperrlage 46a gelangt ist.
  • Beim übergang vom Bereich der Blitzlichtautomatik (Leitzahlenskala 2) auf denjenigen der Belichtungsautomatik (Merkzeichen »A«) wird der eine Blendenkäfig 7 durch Auflaufen des Abtaststiftes 24 des übertragungshebels 23 auf die Abschaltkurve 31 am Umschaltring 1 außer Betrieb gesetzt. Der übertragungshebel 23 vollführt auf Grund dieses Auflaufens von 24 auf 31 eine Drehung im Uhrzeigersinn, wodurch der Blendenkäfig 7 auf Grund der Zahnverbindung 25, 9 eine entsprechende Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn ausführt. Dabei verlagert sich die Drehachse 12 der Blendenlamelle 11 in die Stellung 12', was zur Folge hat, daß die Blende auf ihren kleinsten Wert, beispielsweise den Wert»22«, geschlossen ist. Gleichzeitig damit ist auch der Stift 13 in die unterste Stellung im Führungsschlitz 14 gelangt. Die Wirkungsweise der Abtasteinrichtung der Belichtungsautomatik in Bezug auf die Herstellung der entsprechenden Blendenöffnung ist nun folgende.
  • Es wird angenommen, daß der Zeiger des Belichtungsmessers sich bei der Abtastung in der Stellung seines größten Ausschlages, also in der Stellung 50, befindet. Schlägt jetzt der Treppenkörper 43 unter der Wirkung der Feder 47 nach oben gegen den Zeiger, dann kommt er mit der höchsten Treppenstufe zum Anschlag an den Zeiger. Der vom Treppenkörper 43 zurückgelegte Weg entspricht genau demjenigen, den der Anschlagstift 35 bis zur unteren Kante des Ansatzes 36 des Blendenkäfigs 8 zurückzulegen hat. Das bedeutet, daß die Blende ihren durch Einstellung des Bereichs der Belichtungsautomatik ohnehin schon gegebenen kleinsten Wert von »22« unbeeinflußt beibehält.
  • Hat dagegen der Zeiger einen geringen Ausschlag vollführt, befindet er sich z. B. an der Stelle seines geringsten Ausschlages (Stellung 50 a), dann muß der Treppenkörper 43 einen weitaus größeren Weg zurücklegen, bis es zum Anschlag zwischen seiner untersten Stufe und dem Zeiger in der Stellung 50a kommt. Dies bedeutet, daß der Anschlagstift 35 am Stößel 34 den Blendenkäfig 8 entsprechend entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht hat, wodurch die Blende sich bis zur Maximalöffnung geöffnet hat.
  • Durch die bereits erwähnte Abschaltkurve 31 am Umschaltring 1 ist der Winkelhebel 23 in eine Lage geschwenkt worden, die eine Beeinflussung des Blendemnechanismus durch die Steuerkurve, 30 am Entfernungsstellring 4 ausschließt. Die Entfernung ist also im Bereich der Belichtungsautomatik frei wählbar. Um auch die Begrenzung der Einstellbarkeit der Entfernungswerte auf Grund der Wechselwirkung des Fanggliedes 20 am Hebel 18 und der Treppe 29 am Entfernungsstellring 4 aufzuheben, ist am Umschaltring 1 eine Abschaltkurve 32 vorgesehen, die bei Einstellung des Bereiches der Belichtungsautomatik wirksam wird. Sie hebt das das Fangglied 20 tragende Hebelende des Hebels 18 so hoch, daß ein Zusammentreffen mit der Anschlagtreppe 29 nicht mehr möglich ist.
  • Um die Kamera nun auch als übliche Kamera für Tageslichtaufnahmen unter manueller Blendenwahl benutzen zu können, sind folgende Vorkehrungen getroffen. Der Umschaltring 1 weist, Wie bereits gesagt, außer der Leitzahlenskala 2 und dem Merkzeichen 49 (»A«) eine übliche Blendenskala 3 auf. Soll auf den Bereich der manuellen Blendenwahl übergegangen werden, dann ist der gewünschte Blendenwert der Skala 3 dem festen Index 6 gegenüberzustellen. Die bereits in Verbindung mit dem Bereich der Belichtungsautomatik erwähnte Abschaltkurve 31 dient dazu, um auch im Bereich der manuellen Blendenwahl den Blendenkäfig 7 in eine die manuelle Blendenbildung nicht behindernde Lage zu bringen. Die ebenfalls bereits erwähnte Abschaltkurve 32 am Umschaltring 1 ist weiterhin wirksam, um den Hebel 18 nebst Fangglied 20 aus dem Bereich der Treppenkurve 29 herauszuhalten. Ein für den dritten Bereich wesentliches Merkmal ist ein zweiter Steuervorsprung 33 an dem Ring 1, der mit dem Steueransatz 10 des zweiten Blendenkäfigs 8 in Verbindung treten und die Blendenbildung gemäß dem eingestellten Blendenwert bewirken soll.
  • Die Einstellung des Bereiches der Belichtungsautomatik entsprechend bewirkt die bei Einstellung des manuellen Blendenbereichs wirksam werdende Abschaltkurve31, daß der Winkelhebe123 in eine Extremstellung geschwenkt bleibt, die eine entsprechende Drehung des ersten drehbaren Blendenkäfigs7 zur Folge hatte. Dabei verlagerte sich die Drehachse 12 der Blendenlamelle 11 in die Stellung 12', was zur Folge hatte, daß die Blendenlamelle 11 auf ihren kleinsten Wert, also auf den auf der Skala als ersten erscheinenden Blendenwert »22«, geschlossen wird. Gleichzeitig ist damit auch der Stift 13 in die unterste Stellung im Führungsschlitz 14 gelangt. Werden jetzt größere Blendenöffnungen eingestellt, dann drückt der Vorsprung 33 den Steueransatz 10 des zweiten Blendenkäfigs 8 entgegen dem Uhrzeigersinn vor sich her und bewirkt, daß der Stift 13 stufenweise in dem Führungsschlitz 14 wieder emporsteiat und die Blende stufenweise wieder öffnet.
  • Eine Begrenzung des einstellbaren Aufnahmebereichs findet auch in diesem Bereich nicht mehr statt, da das freie Ende 19 und das daran befindliche Fangglied 20 des Hebels 18 bei der Bereichsumschaltung auf die Abschaltkurve 32 gekommen ist und damit in eine Stellung geschwenkt worden ist, welche einen Anschlag mit der Anschlagtreppe 29 unmöglich macht. Die Funktion der Kamera als normal arbeitende Tageslichtkamera mit frei wählbarer Blende und Entfernung ist somit bei der Einstellung der Blendenskala 3 auf den festen Index 6 gewährleistet.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Photographische Kamera oder Objektiv, bei welcher ein Tageslichtaufnahmebereich (Bereich der manuellen Blendenwahl) und ein Blitzlichtaufnahmebereich einstellbar sind, wobei im Blitzlichtaufnahmebereich verschiedene Leitzahlen wählbar und Mittel vorgesehen sind, welche die Blendenöffnung den gewählten Werten von Leitzahl und Entfernung selbsttätig anpassen, und zwischen dem Leitzahlstellorgan und dem Entfemungsstellorgan Nfittel vorgesehen sind, welche in Abhängigkeit von der gewählten Leitzahl, unabhängig von vorhandenen Blendenbereichsanschlägen, den dem Kamerabenutzer im Blitzlichtaufnahmebereich verfügbaren Entfernungseinstellbereich selbsttätig im Sinne einer Entfernungseinstellsperre begrenzen, nach Patent 1194 700, dadurcl# gekennzeichnet, daß ein weiterer Tageslichtaufnahmebereich vorgesehen ist, in welchem die Blende in Abhängigkeit von der Ausschlagsstellung des Zeigers des Belichtungsmessers selbsttätig gebildet wird.
  2. 2. Kamera bzw. Objektiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet ' daß an dem einen Blendenkäfig, insbesondere an dem durch die Leitzahleinstellung drehbaren Blendenkäfig (8), ein Ansatzstück (36) vorgesehen ist, welches mit einem am Treppenkörper (43) der Zeigerabtastmechanik angebrachten Stößel (34) zusammenarbeitet. 3. Kamera bzw. Objektiv nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Treppenkörper (43) in den Bereichen der Blitzlichtautomatik und der manuellen Blendenwahl durch ein Sperrorgan (37) blockiert ist. 4. Kamera bzw. Objektiv nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Sperrorgan (37) aus einem zweiarmigen Hebel besteht, der einerseits dem Umschaltring (1) abtastend anliegt und andererseits einen mit einer Gegenfläche (45) am Treppenkörper (43) zusammenarbeitenden Sperrvorsprung (41) aufweist. 5. Kamera bzw. Objektiv nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet ' daß der Umschaltring (1) eine Vertiefung (42) aufweist, in welche das abtastende Hebelende des Sperrorgans (37) bei Einstellung des Bereichs der Belichtungsautomatik einfällt, wodurch der Treppenkörper (43) entsperrt ist. 6. Kamera bzw. Objektiv nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschaltring (1) zwei Abschaltkurven (31, 32) trägt, durch welche beim übergang vom Bereich der Blitzlichtautomatik auf den der Behchtungsautomatik die Beeinflussung des Blendemnechanismus durch die Entfernungseinstellung sowie die Beschränkung der Entfernungseinstellbarkeit in Abhängigkeit von der Leitzahleinstellung aufgehoben sind. 7. Kamera bzw. Objektiv nach den vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, daß der Umschaltring (1) die einzelnen Skalenwerte (Leitzahlenskala, Blendenskala) und Merkzeichen trägt und zur Einstellung sämtlicher Arbeitsbereiche dient.
DEZ9459A 1962-06-08 1962-06-08 Kamera oder Objektiv fuer Tageslicht- und Blitzlichtaufnahmen Pending DE1217780B (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEZ9459A DE1217780B (de) 1962-06-08 1962-06-08 Kamera oder Objektiv fuer Tageslicht- und Blitzlichtaufnahmen

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEZ9459A DE1217780B (de) 1962-06-08 1962-06-08 Kamera oder Objektiv fuer Tageslicht- und Blitzlichtaufnahmen

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE1217780B true DE1217780B (de) 1966-05-26

Family

ID=7620916

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEZ9459A Pending DE1217780B (de) 1962-06-08 1962-06-08 Kamera oder Objektiv fuer Tageslicht- und Blitzlichtaufnahmen

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE1217780B (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1522181B1 (de) * 1965-08-25 1972-05-31 Minolta Camera Kk Kamera mit Entfernungsmess- und -einstellvorrichtung und mit Tageslicht- und Blitzlichtautomatik

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1522181B1 (de) * 1965-08-25 1972-05-31 Minolta Camera Kk Kamera mit Entfernungsmess- und -einstellvorrichtung und mit Tageslicht- und Blitzlichtautomatik

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE726819C (de) Reflexkamera mit Blendenvorwahl
DE1217780B (de) Kamera oder Objektiv fuer Tageslicht- und Blitzlichtaufnahmen
DE7002917U (de) Photographische kamera mit einem manuell einstellbaren einstellglied fuer die blendenoeffnung fuer ein filter.
DE1097263B (de) Photographische Kamera mit Belichtungswerteinsteller
DE1186325B (de) Kamera fuer Tageslicht- und Blitzlichtaufnahmen
DE1241699B (de) Lichtbildaufnahmeeinrichtung bestehend aus einer Kamera und einer eingebauten oder ansetzbaren Beleuchtungseinrichtung
DE1121458B (de) Blendenanordnung fuer fotografische Kameras
DE2944888C2 (de) Blendensteuerungsmechanik mit kurzem linearen Hub
DE1194700B (de) Kamera oder Objektiv fuer Tageslicht- und Blitzlichtaufnahmen
DE1206723B (de) Photographische Kamera mit selbsttaetiger Einstellung der Blende bei Blitzlichtaufnahmen
AT201988B (de) Mittels eines Einstellers auf verschiedene Belichtungszeiten einstellbarer photographischer Verschluß mit einer wahlweise an- und abschaltbaren Vorrichtung zur automatischen Belichtungsregelung
DE1188432B (de) Mit Blitzlichtautomatik versehene photographische Kamera, Objektiv oder Verschluss
AT230727B (de) Aus mehreren Blendenlamellen aufgebaute Blende für photographische oder kinematographische Aufnahmekameras
DE386360C (de) Objektivverschluss
AT205344B (de) Vorwahlblende mit Tiefenschärfeanzeige
DE1288909B (de) Photographische Kamera mit selbsttaetiger Belichtungssteuerung
DE1234123B (de) Fotografische Kamera mit einer Belichtungssteuervorrichtung
AT238030B (de) Blendenanordnung mit zwei beweglichen Blendenlamellenlagerringen für photographische Kameras
DE1205824B (de) Photographische Kamera, Objektiv oder Verschluss mit Blitzlichtautomatik
AT223937B (de) Kamera mit einer selbsttätigen Belichtungsregelvorrichtung
DE1181045B (de) Photographischer Verschluss mit zwei gemeinsam bewegbaren Einstellringen
DE1173334B (de) Photographische Kamera, Verschluss oder Objektiv mit Blitzlichtautomatik
DE1222368B (de) Photographische Kamera mit einem Verschluss und einer in der Ruhelage vollstaendig geschlossenen Blende
DE1123196B (de) Kamera mit automatisch gesteuerter Einstellung der Zeitbildungs- und Blendeneinrichtungen
DE1880587U (de) Photographischer verschluss mit blendeneinrichtung.