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Kamera oder Objektiv für Tageslicht- und Blitzlichtaufnahmen Zusatz
zum Patent: 1194 700
Das Hauptpatent geht von einer photographischen
Kamera oder einem Objektiv aus, bei welcher zwei Aufnahmebereiche, nämlich ein Tageslichtbereich
(Bereich der üblichen manuellen Blendenwahl) und ein Blitzlichtaufnahmebereich mit
automatischer Blendenbildung einstellbar sind. Im Bereich dieser BlitzlichtautomAk
sind verschiedene Leitzahlen wählbar, und es sind Mittel vorgesehen, welche in Abhängigkeit
von der eingestellten Leitzahl und der eingestellten Entfernung die Blendenöffnung
selbsttätig anpassen.
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Das hauptsächliche Merkmal der Kamera bzw. des Objektivs nach dem
Hauptpatent besteht darin, daß zwischen dem Leitzahlstellorgan und dem Entfernungsstellorgan
Mittel vorgesehen sind, welche im Blitzlichtaufnahmebereich in Abhängigkeit von
der eingestellten Leitzahl unabhängig von vorhandenen Blendenbereichsanschlüssen
den dem Kamerabenutzer verfügbaren Entfernungseinstellbereich im Sinne einer Entfernungseinstellsperre
selbsttätig begrenzen. Durch diese Begrenzung wird zunächst einmal bewirkt, daß
im Blitzlichtaufnahmebereich Entfernungswerte ausgeschlossen werden, die über
8 m einerseits und unter 1 m andererseits liegen. Darüber hinaus werden
innerhalb dieses Entfernungsbereiches von 1 ni bis 8 m alle diejenigen
Entfernungswerte automatisch von der Einstellbarkeit ausgeschlossen, welche in Verbindung
mit der gerade verwendeten Blitzlichtquelle überstrahlte oder unterbelichtete Aufnahmen
ergeben würden.
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Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die Kamera bzw. das Objektiv
des Hauptpatentes durch Hinzunahme eines weiteren Arbeitsbereiches noch zu vervollkommnen.
Sie besteht darin, daß zu den bereits vorhandenen Arbeitsbereichen der Blitzlichtautomatik
und der manuellen Blendenwahl ein Arbeitsbereich der Belichtungsautomatik hinzugefügt
ist. Vorzugsweise werden diese Arbeitsbereiche an einem gemeinsamen Umschaltring
eingestellt, welcher die entsprechenden, dem gleichen Index gegenüberzustellenden
Skalen, Merkzeichen u. dgl. aufweist.
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Der Erfindung stand die Schwierigkeit entgegen, daß beim übergang
vom Bereich der Blitzlichtautomatik auf den neuhinzugekommenen Tageslichtbereich,
also beim Verdrehen des Umschaltringes, nicht nur Kupplungen mit der Entfernungseinstellvorrichtung
sowie Entfernungseinstellbegrenzungen aufzuheben, sondern auch Verbindungen zwischen
dem Blendenmechanismus und dem Abtastmechanismus für den Zeiger des Belichtungsmessers
herzustellen sind, die die automatische Bildung der richtigen Tageslichtblende ohne
Kupplung mit der Entfernung und ohne Beschränkung in der Entfernungswahl gewährleisten.
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Die Erfindung wird an Hand eines in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiels
näher erläutert, die einen die Automatikverbindungen enthaltenden Schnitt senkrecht
zur optischen Achse zeigt.
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In der Zeichnung ist 1 ein Umschaltring für die verschiedenen
Arbeitsbereiche der Kamera bzw. des Objektivs. Dieser Ring trägt demgemäß eine Leitzahlenskala
2 für die Einstellung des Blitzlichtautomatikbereichs, ein Merkzeichen 49
(»A«) für die Einstellung des Belichtungsautomatikbereichs und eine Blendenskala
3 für die Einstellung des Bereichs der manuellen Blendenwahl. Diesem Umschaltring
1
ist ein Entfernungseinstellring 4 benachbart, der eine Entfernungsskala
5 trägt. Alle Skalen werden gegenüber einer einzigen festen Indexmarke
6 eingestellt und abgelesen. Mit 7 ist ein erster drehbarer Blendenkäfig
und mit 8 ein zweiter drehbarer Blendenkäfig bezeichnet. Diese Blendenkäfige
7 und 8 sind, ebenso wie die Stellringe 1 und 4, mit verschiedenen
Durchmessern gezeichnet, um ihre Erkennbarkeit zu verbessern. Der erste Blendenkäfig
7 trägt auf einem Teil seines Umfanges eine Außenverzahnung 9, während
der zweite Blendenkäfig mit einem Steueransatz 10 versehen ist.
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11 ist eine Blendenlamelle, welche an der Vorder- und der Rückfläche
je einen Stellstift (12, 13)
trägt. Mit dem ersten Blendenkäfig
7 ist sie mittels des Stiftes 12 und mit dem zweiten Blendenkäfig
8
mittels des Stiftes 13 verbunden. Der Stift 12 ist zugleich die Drehachse
der Blendenlamelle, während
der Stift 13 in einem Kurvenschlitz
14 des Blendenkäfigs 8 läuft und, je nach seiner Stellung im Kurvenschlitz,
die Lage der Blendenlamelle bestimmt.
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Der Umschaltring 1 trägt an seiner Innenseite eine Steuerkurve
15, mittels derer ein um eine feste Achse 16 drehbarer Hebel
18 ausgelenkt wird. Der Hebel 18 wird mittels einer ungefähr an seiner
Mitte angreifenden Feder 17 zur ständigen Anlage eines an seinem freien Ende
19 sitzenden Stiftes 20 an die Kurve 15 gebracht. Der Stift 20 dient
zugleich, wie weiter unten erläutert, als Fangglied für eine Anschlagtreppe.
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An dem Umschaltring 1 ist des weiteren ein Steuervorsprung
26 vorgesehen, welcher an dem Steueransatz 10 des zweiten Blendenkäfigs
8 angreift und diesen bei Einstellung höherer Leitzahlen inf Sinne eines
Schließens der Blende dreht. Dem Steueransatz 10 liegen beidseitig die hochgewinkelten
Enden einer um die optische Achse herumgelegten omegaförmigen Feder 27 an,
deren Schenkel sich im nicht gespreizten Zustand an einem gehäusefesten Stift
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abstützen. Diese Feder bewirkt, daß der erste Blendenkäfig zwar beiderseitigen
Auslenkungen folgen kann, aber stets in seine gezeichnete Ruhelage zurückaeführt
wird.
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Der Entfernungsstellring 4 weist eine Steuerkurve 30 auf, mittels
derer ein um eine gehäusefeste Achse 22 drehbarer Winkelhebel 23 mit Stift
24 ausgelenkt wird. Dieser Winkelhebel 23 ist durch eine nicht dargestellte
Feder so vorgespannt, daß sein Stift 24 ständig an der Kurve 30 anliegt und
diese abtastet. Das andere Ende des Hebels 23 trägt ein Zahnsegment
25, das in die Umfangsverzahnung 9 des ersten drehbaren Blendenkäfigs
7 eingreift.
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Der Entfernungsstellring 4 weist eine Anschlagtreppe 29 auf,
deren Stufenbreite den EinstellintervaRabständen der Entfernungsskala
5 entspricht und deren Stufenhöhe entsprechend den abnehmenden Entfemüngswerten
der Entfernungsskala anwächst. Das Fangglied 20 des Hebels 18 ist dazu bestimmt,
mit den einzelnen radial verlaufenden Stoßflächen der Anschlagtreppe 29 zusammenzutreffen,
um in Abhängigkeit von der Leitzahleinstellung eine selbsttätige Begrenzung des
dem Kamerabenutzer zur Verfügung stehenden Aufnahmebereiches zu bewirken. Die Steuerkurve
15 am Ring 1 ist nun so angeordnet und ausgebildet, daß sie dem Hebel
18 und seinem Fangglied 20 einen kleinen Anstellwinkel gegenüber der Anschlagtreppe
29 verleiht, wenn am Ring 19
eine niedrige Leitzahl eingestellt ist,
und daß sie dem Fangglied 20 einen stets größer werdenden Anstellwinkel gegenüber
der Anschlagtreppe 29 verleiht, je
höher die eingestellte Leitzahl
der Leitzahlenskala 2 ist. Auf diese Weise wird erreicht, daß bei einer eingestellten
niedrigen Leitzahl, z. B. der Leitzahl »16«,
der gesamte Entfernungsbereich
von 8 m bis 1 m zur Verfügung steht, was einer Blendeneinstellung
von »2« bis »16« entspricht. Es ist daraus aber auch erkennbar, daß bei hoher
Leitzahl, z. B. der an der Skala2 eingestellten Leitzahl »176«, der Anschlagwinkel
des Hebels 18 und damit des Fanggliedes 20 gegenüber der Anschlagtreppe
29 so groß geworden ist, daß lediglich die Aufnahmeentfernung von 8m zugelassen
ist, während alle geringeren Aufnahmeentfernungen automatisch blockiert sind. Bei
der eingestellten Leitzahl von »176« und einer Aufnahmeentfernung von 8m
resultiert die noch an der Kamera einstellbare Blende »22«; geringe Aufnahmeentfernungen
sind ausgeschlossen, weil ein noch kleineres Blendenöffnungsverhältnis überhaupt
nicht verfügbar ist.
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Die Steuerkurve 30 am Entfernungsstellring 4 dient dazu, den
Winkelhebel 23 je nach Entfernungseinstellung so auszulenken, daß die bei
der jeweils eingestellten Entfernung erforderliche Blendenöffnung sich von selbst
ergibt. Wie der Figur zu entnehmen, ist bei der eingestellten Entfernung von
8 m, welche als die eine Grenzentfernung für Blitzlichtaufnahmen anzusehen
ist, die Blende völlig geöffnet. Bei übergang auf geringere Aufnahmeentfernungen
gelangt der Abtastkopf 24 des Winkelhebels 23 in den Bereich der stärker
gekrümmten Teile der Kurve 30, so daß sein Zahnsegment 25 abwärts
schwingt und der erste drehbare Blendenkäfig 7 entgegen dem Uhrzeigersinn
gedreht wird. Dabei gelangt die Drehachse 12 in eine dem eingezeichneten Pfeil entsprechende
Lage, was ein Hereinschwenken der Blendenlamelle 11 in die freie Lichtdurchtrittsöffnung
zur Folge hat.
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Um die Blendenanpassung nicht) nur gegenüber der eingestellten Entfernung,
sondern auch gegenüber dem eingestellten Leitzahlenwert erfolgen zu lassen, ist
am Umschaltring 1 der Steuervorsprung 26 vorgesehen. Wie bereits ausgeführt,
schlägt dieser Steuervorsprung 26 an den Steueransatz 10 des zweiten
Blendenkäfigs 8 an und bewirkt bei einer Einstellung einer höheren Leitzahl
eine Drehung des Blendenkäfigs 8 im Uhrzeigersinn und infolge der Bewegung
des Stiftes 13 in seinem Kurvenschlitz 14 ein stufenweises Schließen der
Blendenlamelle 11.
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Die Wirkungsweise für den Blitzlichtbetrieb ist also derart, daß bei
Einstellung verschiedener Leitzahl- und Entfernungswerte die Objektivblende automatisch
diesen eingestellten Werten angepaßt wird. Bei Einstellung kleinerer Entfernungswerte
wird die Objektivblende durch die Steuerkurve 30 am Entferrtungsstellring
über den von dieser Kurve ausgelenkten Winkelhebel 23 und die Zahnverbindung
25, 9 verkleinert. Diese Beeinffussung der Objektivblende vom Entfernungsstellring
aus geschieht über den ersten drehbaren Blendenkäfig 7 und die Lamellendrehachse
12.
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Die Beeinflussung der Objektivblende zwecks Anpassung an den eingestellten
Leitzahlwert geschieht über den Steuervorsprung 26 am Umschaltring
1 und den von diesem Vorsprung 26 erfaßten Steueransatz
10 am zweiten Blendenkäfig 8. Wird eine höhere Leitzahl eingestellt,
dann wird durch die damit erfolgende Rechtsdrehung des zweiten Blendenkäfigs
8
und des in ihm geführten Stiftes 13 die Blendenöffnung ebenfalls
verkleinert.
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Die selbsttätige Begrenzung des Aufnahmebereiches in Abhängigkeit
von der eingestellten Leitzahl geschieht dadurch, daß die am Umschaltring
1 vorgesehene Steuerkurve 15 einen sie abtastenden Hebel
18 hebt und senkt, wobei die Kurve 15 so angeordnet und ausgebildet
ist, daß das Fanggglied 20 dieses Hebels bei der niedrigsten Leitzahl eine höchste
Stellung und einen geringsten Anstellwinkel gegenüber der Anschlagtreppe
29 und bei der höchsten Leitzahl eine niedrigste Stellung und einen größten
AnsteRwinkel gegenüber der Anschlagtreppe 29
aufweist. Bei niedrigen Leitzahlen
kann also fast der gesamte Blitzlichtentfernungsbereich vom Kamerabenutzer
überstrichen werden, bevor es zum Anschlag des Fanggliedes 20 mit der Treppe
29 kommt. Bei
eingestellten hohen Leitzahlen dagegen schlägt
das Fangglied 20 an eine -der ersten niedrigsten Treppenstufen der Anschlagtreppe
29 auf, was bedeutet, daß der Aufnahmebereich auf einen kleinen Fernbereich
festgelegt ist.
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Die Steuerkurve 30 am Entfernungsring 4 weist sowohl die Eigenschaften
einer Auslenk- als auch einer Ausgleichskurve auf, um die nichtlinearen Intervallabschnitte
der Entfernungsskala an die linearen Stellwege des Blendenmechanismus angleichen
zu können.
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Um die Kamera bzw. das Objektiv mit einer Belichtungsautomatik arbeiten
lassen zu können, ist am Blendenkäfig 8 ein Ansatzstück 36 vorgesehen,
welches mit einem mit der Abtastautomatik des Zeigers des Belichtungsmessers verbundenen
Stößel 34, und zwar dessen Anschlagstift 35, zusammenarbeitet. Der Stößel
34 ist an einem Treppenkörper 43 angebracht, dessen Anschlagtreppe 44 an den festgeldemmten
Instrumentenzeiger 50 anschlagen soll. Der Treppenkörper 43 wird durch eine
Feder 47 gegen eine Festklemmeinrichtung des Instrumentenzeigers 50 gezogen,
von welcher in der Figur lediglich die eine Klemmplatte 48 angedeutet ist. Entgegen
der Wirkung der Feder 47 wird in gespanntem Kamerazustand der Treppenkörper 43 durch
ein mit dem Spannvorgang betätigtes, mit dem Verschlußaufzug verbundenes Sperrorgan
46 festgehalten, welches bei der Kameraauslösung in die Freigabelage 46a springt.
Die Abtastmechanik wird in den anderen Arbeitsbereichen der Kamera bzw. des Objektivs,
in denen sie nicht wirken soll, durch ein Sperrorgan 37
bis 41 blockiert,
das im wesentlichen aus einem um eine Achse 39 drehbaren Winkelhebel
37 besteht, welcher mittels eines Abtaststiftes 38 unter der Wirkung
einer Feder 40 am Umfang des Umschaltringes 1 schleift. Der Winkelhebel
37 weist eine Sperrnase 41 auf, welche einer Gegenfläche 45 des Treppenkörpers
43 in den anderen Arbeitsbereichen blockierend anliegt. Erst wenn durch Einstellung
des Merkzeichens 49 (»A«) auf den Index 6 der Bereich der Belichtungsautomatik
am Umschaltring 1 eingestellt ist, wird durch Einfallen des Abtaststiftes
38 in eine Ausnehmung 42 am Umschaltring 1 die Blokkierung aufgehoben.
Der Sperrhebel 37 vollführt eine Drehung entgegen dem Uhrzeigersinn und die
Drehachse 39, wodurch seine Sperrnase 41 von der Gegenfläche 45 wegwandert
und die Abtastautomatik von sich aus freigibt. Bei der Kameraauslösung kann diese
dann arbeiten, da, wie bereits angedeutet, das mit dem Verschluß verbundene Sperrorgan
46 dann in seine Entsperrlage 46a gelangt ist.
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Beim übergang vom Bereich der Blitzlichtautomatik (Leitzahlenskala
2) auf denjenigen der Belichtungsautomatik (Merkzeichen »A«) wird der eine
Blendenkäfig 7 durch Auflaufen des Abtaststiftes 24 des übertragungshebels
23 auf die Abschaltkurve 31
am Umschaltring 1 außer Betrieb
gesetzt. Der übertragungshebel 23 vollführt auf Grund dieses Auflaufens von
24 auf 31 eine Drehung im Uhrzeigersinn, wodurch der Blendenkäfig
7 auf Grund der Zahnverbindung 25, 9 eine entsprechende Drehung entgegen
dem Uhrzeigersinn ausführt. Dabei verlagert sich die Drehachse 12 der Blendenlamelle
11 in die Stellung 12', was zur Folge hat, daß die Blende auf ihren kleinsten
Wert, beispielsweise den Wert»22«, geschlossen ist. Gleichzeitig damit ist auch
der Stift 13
in die unterste Stellung im Führungsschlitz 14 gelangt. Die Wirkungsweise
der Abtasteinrichtung der Belichtungsautomatik in Bezug auf die Herstellung der
entsprechenden Blendenöffnung ist nun folgende.
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Es wird angenommen, daß der Zeiger des Belichtungsmessers sich bei
der Abtastung in der Stellung seines größten Ausschlages, also in der Stellung
50,
befindet. Schlägt jetzt der Treppenkörper 43 unter der Wirkung der Feder
47 nach oben gegen den Zeiger, dann kommt er mit der höchsten Treppenstufe zum Anschlag
an den Zeiger. Der vom Treppenkörper 43 zurückgelegte Weg entspricht genau demjenigen,
den der Anschlagstift 35 bis zur unteren Kante des Ansatzes 36 des
Blendenkäfigs 8 zurückzulegen hat. Das bedeutet, daß die Blende ihren durch
Einstellung des Bereichs der Belichtungsautomatik ohnehin schon gegebenen kleinsten
Wert von »22« unbeeinflußt beibehält.
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Hat dagegen der Zeiger einen geringen Ausschlag vollführt, befindet
er sich z. B. an der Stelle seines geringsten Ausschlages (Stellung 50
a), dann muß der Treppenkörper 43 einen weitaus größeren Weg zurücklegen, bis
es zum Anschlag zwischen seiner untersten Stufe und dem Zeiger in der Stellung 50a
kommt. Dies bedeutet, daß der Anschlagstift 35 am Stößel 34 den Blendenkäfig
8 entsprechend entgegen dem Uhrzeigersinn gedreht hat, wodurch die Blende
sich bis zur Maximalöffnung geöffnet hat.
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Durch die bereits erwähnte Abschaltkurve 31 am Umschaltring
1 ist der Winkelhebel 23 in eine Lage geschwenkt worden, die eine
Beeinflussung des Blendemnechanismus durch die Steuerkurve, 30 am Entfernungsstellring
4 ausschließt. Die Entfernung ist also im Bereich der Belichtungsautomatik frei
wählbar. Um auch die Begrenzung der Einstellbarkeit der Entfernungswerte auf Grund
der Wechselwirkung des Fanggliedes 20 am Hebel 18 und der Treppe
29 am Entfernungsstellring 4 aufzuheben, ist am Umschaltring 1 eine
Abschaltkurve 32 vorgesehen, die bei Einstellung des Bereiches der Belichtungsautomatik
wirksam wird. Sie hebt das das Fangglied 20 tragende Hebelende des Hebels
18 so hoch, daß ein Zusammentreffen mit der Anschlagtreppe 29 nicht
mehr möglich ist.
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Um die Kamera nun auch als übliche Kamera für Tageslichtaufnahmen
unter manueller Blendenwahl benutzen zu können, sind folgende Vorkehrungen getroffen.
Der Umschaltring 1 weist, Wie bereits gesagt, außer der Leitzahlenskala 2
und dem Merkzeichen 49 (»A«) eine übliche Blendenskala 3 auf. Soll
auf den Bereich der manuellen Blendenwahl übergegangen werden, dann ist der gewünschte
Blendenwert der Skala 3 dem festen Index 6 gegenüberzustellen. Die
bereits in Verbindung mit dem Bereich der Belichtungsautomatik erwähnte Abschaltkurve
31
dient dazu, um auch im Bereich der manuellen Blendenwahl den Blendenkäfig
7 in eine die manuelle Blendenbildung nicht behindernde Lage zu bringen.
Die ebenfalls bereits erwähnte Abschaltkurve 32 am Umschaltring
1 ist weiterhin wirksam, um den Hebel 18 nebst Fangglied 20 aus dem
Bereich der Treppenkurve 29 herauszuhalten. Ein für den dritten Bereich wesentliches
Merkmal ist ein zweiter Steuervorsprung 33 an dem Ring 1, der mit
dem Steueransatz 10 des zweiten Blendenkäfigs 8 in Verbindung treten
und die Blendenbildung gemäß dem eingestellten Blendenwert bewirken soll.
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Die Einstellung des Bereiches der Belichtungsautomatik entsprechend
bewirkt die bei Einstellung des
manuellen Blendenbereichs wirksam
werdende Abschaltkurve31, daß der Winkelhebe123 in eine Extremstellung geschwenkt
bleibt, die eine entsprechende Drehung des ersten drehbaren Blendenkäfigs7 zur Folge
hatte. Dabei verlagerte sich die Drehachse 12 der Blendenlamelle 11 in die
Stellung 12', was zur Folge hatte, daß die Blendenlamelle 11
auf ihren kleinsten
Wert, also auf den auf der Skala als ersten erscheinenden Blendenwert »22«, geschlossen
wird. Gleichzeitig ist damit auch der Stift 13 in die unterste Stellung im
Führungsschlitz 14 gelangt. Werden jetzt größere Blendenöffnungen eingestellt, dann
drückt der Vorsprung 33 den Steueransatz 10
des zweiten Blendenkäfigs
8 entgegen dem Uhrzeigersinn vor sich her und bewirkt, daß der Stift
13 stufenweise in dem Führungsschlitz 14 wieder emporsteiat und die Blende
stufenweise wieder öffnet.
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Eine Begrenzung des einstellbaren Aufnahmebereichs findet auch in
diesem Bereich nicht mehr statt, da das freie Ende 19 und das daran befindliche
Fangglied 20 des Hebels 18 bei der Bereichsumschaltung auf die Abschaltkurve
32 gekommen ist und damit in eine Stellung geschwenkt worden ist, welche
einen Anschlag mit der Anschlagtreppe 29 unmöglich macht. Die Funktion der
Kamera als normal arbeitende Tageslichtkamera mit frei wählbarer Blende und Entfernung
ist somit bei der Einstellung der Blendenskala 3 auf den festen Index
6 gewährleistet.