DE1217691B - Der Kennzeichnung von Tieren dienende, z. B. als Ohrenmarke ausgebildete Markierung - Google Patents
Der Kennzeichnung von Tieren dienende, z. B. als Ohrenmarke ausgebildete MarkierungInfo
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- A01K—ANIMAL HUSBANDRY; AVICULTURE; APICULTURE; PISCICULTURE; FISHING; REARING OR BREEDING ANIMALS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NEW BREEDS OF ANIMALS
- A01K11/00—Marking of animals
- A01K11/001—Ear-tags
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Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
AOIk
Deutsche KL: 45 h-11/00
Nummer: 1217 691
Aktenzeichen: Sch 33410 ΠΙ/45 h
Anmeldetag: 14. Juni 1963
Auslegetag: 26. Mai 1966
Die Erfindung bezieht sich auf eine die Funktion einer Plombe ausübende, z. B. am Ohr von Tieren
anzubringende Markierung, um z. B. bei Zuchttieren ihre Identität und ihre Abstammung feststellen zu
können, bzw. auf als Anhängeschildchen oder Etiketten mit klemmenartigen Einrichtungen ausgebildete
Markierungsmittel zur Kennzeichnung von Rindern, Fischen, Vögeln oder von anderem Getier.
Die am meisten verbreiteten und gebräuchlichen Hilfsmittel zur Kennzeichnung von Tieren bestehen
in ihrer üblichen Ausführung aus zwei Marken, welche numeriert werden oder welche die entsprechenden
Daten tragen, die das Tier betreffen, an welchem die Markierung angebracht wird. Diese
z. B. als Ohrenmarken ausgebildeten Markierungen werden durch einen angespitzten Stift angeschlossen,
welcher durch das Fell des Tieres und durch das Fleisch oder den Knorpel eines Ohrlappens oder
durch eine Flosse (z. B. Rückenflosse, Bauchflosse, Brustflosse oder Schwanzflosse) eines Fisches oder
bei Vögeln durch einen Flügel hindurchgedrückt oder hindurchgetrieben wird. Der Stift besteht aus
einem Stück mit der einen Marke. Bei seiner Verwendung durchstößt er einen Körperteil des Tieres,
also z. B. das Ohr, an welchem die Markierung angebracht werden soll, und hält die zweite Marke,
welche über den zugespitzten, eventuell abgesetzten Kopfteil des Stiftes gedrückt wird, so daß diese
Marke von dem Stift in der Art einer Pfeilspitze zurückgehalten oder festgehalten wird. Die innenliegenden
Kanten oder Ränder von beiden Marken werden gewöhnlich abgeschrägt, damit eine kleine,
leicht gleitende Auflagefläche oder Berührungsfläche in der Nähe des Tierfelles und gleichzeitig eine glatte
Fläche entsteht, welche verhindert, daß sich Fremdkörper, wie beispielsweise Draht, Zweige oder Gras,
festsetzen. Solche Markierungen werden mit zangenähnlichen Werkzeugen aufgebracht oder angelegt,
welche beide Marken halten und welche es ermöglichen, das Durchstoßen bzw. Hindurchtreiben durch
den Tierkörperteil und die Befestigung der Markierung in einem einzigen Arbeitsgang auszuführen.
In der Praxis hat diese Art der Identifizierung zahlreiche Nachteile. Ein Nachteil ergibt sich daraus,
daß der Querschnitt der Marken von dem des Stiftes nicht sehr verschieden ist, da der Stift aus Kunststoff
besteht und einen ziemlich reichlichen Durchmesser aufweisen muß, um eine ausreichende mechanische
Festigkeit zu erzielen. Dabei zeigt die Marke das Bestreben, sich durch das Loch hindurchzuziehen,
welches normalerweise von dem Stift ausgefüllt wird. Dies trifft insbesondere zu für Marken, welche mit
Der Kennzeichnung von Tieren dienende,
z. B. als Ohrenmarke ausgebildete Markierung
z. B. als Ohrenmarke ausgebildete Markierung
Anmelder:
Hubert Percival Schofield, Windsor Forest,
Berkshire (Großbritannien)
Vertreter:
Dipl.-Ing. C. Stoepel
und Dipl.-Ing. W. Gollwitzer, Patentanwälte,
Landau (Pfalz), Am Schützenhof
Als Erfinder benannt:
Hubert Percival Schofield,
Windsor Forest, Berkshire (Großbritannien)
Beanspruchte Priorität:
Großbritannien vom 15. Juni 1962 (23 034)
ihrem zugehörigen Stift aus einem Stück bestehen, da jede Einwirkung in Form einer Verdrehung oder
in Form eines Stoßes, welche an dieser Marke vorgenommen wird, ebenfalls den Stift in einer Art und
Weise verdreht, welche man vornimmt, um den Stift absichtlich aus dem Fleisch herauszuziehen. Ferner
ist der Stift an einem Ende zugespitzt ausgeführt, so daß er, wenn er durch das Fleisch hindurchgestoßen
wird, das Fleisch nur durchdringt und es auseinanderspreizt, wodurch erreicht wird, daß das verdrängte
Fleisch zu einer Verdickung um die durchdrungene Stelle herum führen muß. Dieser Umstand
und die Tatsache, daß das Fleisch bestrebt ist, den Stift festzuhalten, verhindern eine freie Bewegung
von mindestens einer Marke, mitunter aber auch von beiden Marken. Außerdem ist zu beachten, daß eine
Kunststoffspitze verhältnismäßig stumpf und daher schmerzerzeugend sein muß, ganz abgesehen davon,
daß sich das verdrängte Fleisch um jedes Ende des Stiftes herum sammeln und offene und eiternde
Stellen am Tierkörper hervorrufen kann. Wenn ein Tier verenden muß oder wenn von unberufener
Seite die Marken ausgewechselt werden sollen, ist es leicht möglich, den Stift durchzuschneiden, die jetzt
frei gewordene, unversehrte Marke zu entfernen und die gleiche Marke zur Kennzeichnung eines anderen
Tieres wieder zu verwenden. Des weiteren sind alle Kunststoffe hygroskopisch. Sogar die sogenannten
nicht giftigen oder nicht gifthaltigen Kunststoffe
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kennen Schwierigkeiten machen oder Beschwerden dadurch herbeiführen, daß die Keimbildung fördernde
Stoffe auf den Tierkörper unter die Haut gebracht werden. Das Vorhandensein von Fremdkörpern,
durch welche im Tierkörper ein Druck
erzeugt wird, muß eine Tendenz zu unnatürlichen Entwicklungen oder Wachstumsentfaltungen im umgebenden
Zellgewebe hervorrufen.
Bei einer anderen bekannten Ausbildung einer Markierung werden zwei Marken auf einen rohrförmigen,
an den Enden mit Abstufungen versehenen oder außen konisch ausgebildeten Stift aufgeschoben
und durch Umbördeln der aus den Marken vorstehenden Ränder des Stiftes befestigt. Infolge der
Verwendung von Metall als Werkstoff werden zwar die Unzuträglichkeiten eines Kunststoffstiftes vermieden,
doch kann bei der rohrförmigen Gestalt des Stiftes die Umbördelung von außen her leicht abgezwickt
oder abgeschnitten werden, um die Marken unbeschädigt abnehmen zu können.
Eine weitere bekannte Markierung besteht aus Blech und ist einteilig in Bügelform ausgeführt. An
dem einen Bügelarm ist ein hohler, mit einer Querrille versehener Stift angebracht, der mit seiner Spitze
nach dem Durchstechen des Tierkörperteiles zum Schließen in eine Haube am anderen Bügelarm gedrückt
wird. Die Herstellung einer so gestalteten Markierung ist umständlich und aufwendig. Vor
allem beschränkt aber die Bügelform die Drehbarkeit der Markierung am Tierkörperteil und gibt beim
Hängenbleiben an Hindernissen, z. B. Zweigen, Anlaß zu Verletzungen des die Markierung tragenden
Tieres durch Herausreißen aus dem Tierkörperteil.
Die Erfindung will die aufgezeigten, mit der Ver-Wendung der bekannten Markierungen verbundenen
Nachteile beseitigen und eine in der Wirksamkeit und in der Einfachheit vorteilhafte sowie preiswerte
Markierung zur Identifikation von Tieren schaffen.
Zu diesem Zweck geht die Erfindung von einer Markierung mit zwei Marken aus, die auf einem
durch einen Tierkörperteil zu stechenden Stift angebracht werden und dabei im Abstand voneinander
in Ringnuten des Stiftes eingreifen. Das Neue besteht darin, daß die Marken aus Kunststoff und der massiv
ausgebildete Stift aus Metall bestehen und daß die entsprechend der Länge und dem Durchmesser der
Ringnuten des Stiftes ausgeführte Bohrung der Marken bei entsprechender Stärke der Marken auf
beiden Seiten über in Radialebenen verlaufende Ringschultern in Erweiterungen übergeht, wobei die
Erweiterungen dem Durchmesser des Stiftes angepaßt sind, um den Stift so weit zu umfassen, daß die
Ringnuten verdeckt sind.
Somit liegt das Wesen der Erfindung in der Ver-Wendung eines Stiftes aus Metall oder eines gleichwertigen
Materials, das allein schon auf Grund seiner allgemeinen Werkstoffeigenschaften vorteilhaft
ist, und zwar in Verbindung mit einer Ausbildung der beiden Kunststoffmarken, durch welche der Zusammenbau
des Stiftes mit den Marken, auch bei der Befestigung am Tierkörperteil, erleichtert wird sowie
die Marken fest mit dem Stift verbunden und im Abstand voneinander gehalten werden. Die Befestigung
am Tierkörperteil ist nicht umständlicher und schwieriger als bei den bekannten Markierungen, bei
denen eine Marke mit dem Stift aus einem Stück besteht, da nicht beide Marken am Tier mit dem
Stift verbunden zu werden brauchen. Mit einer Marke kann das schon vorher geschehen. Dabei ist
noch von Bedeutung, daß die Verwendung zweier gleichartiger Marken die Herstellung wesentlich erleichtern
und vereinfachen kann.
Darüber hinaus wird aber das Lösen der Marken vom Stift erschwert. Das ist insbesondere beim unbefugten
Lösen von Vorteil. Selbst wenn nämlich der Stift durchgeschnitten würde, wären seine Teile
mit den Marken verbunden und könnten nur unter einer der Zerstörung gleichkommenden und die
Wiederverwendung ausschließenden Beschädigung der Marken entfernt werden. Das ergibt sich daraus,
daß die um den Stift herum vorhandenen Verstärkungen der Marken die Ringnuten des Stiftes verdecken,
so daß es nicht möglich ist, den Stift etwa an der Ringnut zu durchschneiden, um die Marken
unbeschädigt abnehmen zu können.
Um zwei Beispiele anzuführen, kann der Stift aus Aluminium oder aus korrosionsfestem Stahl bestehen,
jedenfalls aus Werkstoffen, die durch Änderungen der Feuchtigkeit oder der Temperatur der Umgebung
im Vergleich mit den Kunststoffen nicht angegriffen werden. Der Stift ist aus einem vollwandigen Werkstück
gebildet und hat Spitzen mit der Schneidkante am Fußpunkt des zugespitzten Kopfes, um den an
ihn gestellten Anforderungen zu genügen. Die Form des Stiftes ist so gewählt, daß derselbe mit seiner
wie ein Messer wirkenden Schneidkante sauber durchstößt und nach der Einführung nicht unter
Druck steht. Zweckmäßigerweise ist der Stift von kreisförmigem Querschnitt und hat gleichen Durchmesser
oder die gleichen Abmessungen im Querschnitt mit Ausnahme der Ringnuten, die die Kunststoffmarken
in einer solchen Weise festhalten, daß nach der Einführung des Stiftes in die Bohrung der
Kunststoffmarken der Stift sich in der Bohrung frei drehen kann. Eine relative Bewegung der Kunststoffmarken
axial zu dem Stift in irgendeiner Richtung kann ausschließlich unter Beschädigung des Stiftes
oder der Kunststoffmarken in der Nähe der Bohrungen erreicht werden, welche bei der Inspektion
gut sichtbar ist.
Gegebenenfalls kann der Stift auch ovalen Querschnitt erhalten, in welchem Fall seine Verdrehungsmöglichkeiten beträchtlich eingeschränkt sind. Die
Marken können aus Kunststoff oder aus Metall hergestellt werden, welches in passender Weise mit
Kunststoff ausgerüstet ist. Sie werden in vorausbestimmten Abständen voneinander auf dem Stift
angebracht. Eine der beiden Marken oder beide Marken können sich um den Stift herum frei drehen.
Die Marken weisen der zu durchstoßenden Substanz gegenüber in passender Weise abgeschrägte Innenflächen
auf. Sie können verschiedene Längen oder Gestaltung besitzen, ohne daß komplizierte oder
kostspielige Werkzeuge notwendig wären. In der Praxis können sie so angeliefert werden, daß eine
Marke bereits an einem Stift befestigt ist. Die Marken und der dazugehörige Stift sind so bemessen,
daß ihre Differenz im Querschnitt an der Verbindungsstelle zwischen ihnen es den Marken nicht gestattet,
einzureißen, sich zu strecken oder auseinanderzuziehen und durch das Loch hindurchzutreten,
welches von dem Stift hergestellt wurde.
Ein Anbringungsmittel in der Ausführungsform einer Zange oder einer Plombierzange oder eines
Einschraub- oder Einsatzstückes, welches in den
Backen einer Plombierzange getragen wird, kann dazu verwendet werden, um den Stift und die Ohrenmarke
in die richtige Lage zu bringen, und zwar vor, während und nach dem Durchstoßen, ferner auch
dazu, um den erforderlichen Schließvorgang auszuüben.
Die Erfindung ist in genaueren Einzelheiten an Hand der Zeichnungen beschrieben, welche verschiedene
Ausführungsformen von Markierungen beispielsweise erläutern. In den Zeichnungen ist
F i g. 1 eine Ansicht einer Markierung, wobei eine Marke mit einem Stift verbunden und die andere
Marke vorbereitet ist, an das entgegengesetzte Ende des Stiftes angeschlossen zu werden;
Fig. 2 ist ein Schnitt durch eine runde Marke,
welche zusammen mit einer anderen Marke von der Ausführungsart nach F i g. 1 verwendet werden kann;
F i g. 3 zeigt in Ansicht eine abgeänderte Form einer Marke, welche aus einem Kunststoffteil für die
Aufnahme des Stiftes und aus einem Metallteil besteht, welcher die Angaben, Werte, Größen usw. für
die Identifizierung trägt;
F i g. 4 ist eine Ansicht einer Marke, welche auf einem Metallteil (im Vergleich zu Fig. 3) verschiedene
Formen der Identifizierungsmittel aufweist;
F i g. 5 zeigt den Metallteil nach F i g. 4 teilweise in Ansicht und teilweise im Schnitt;
F i g. 6 zeigt im Schnitt eine weitere Ausführungsform mit einer kreisförmigen Marke und einer unsymmetrisch
angeordneten Marke;
F i g. 7 gibt in Draufsicht die Innenfläche der unsymmetrischen Marke gemäß F i g. 6 wieder;
F i g. 8 läßt eine weitere Abänderung der Verbindung zwischen einer Marke und dem Stift erkennen.
Bei der in Fig. 1 dargestellten Ausführungsform ^
ist mit 10 ein Stift aus Metall bezeichnet. Jede der beiden Kunststoffmarken, mit welchen der Stift verbunden
ist, trägt das Bezugszeichen 11. Der Stift 10 hat Ringnuten 10 α und Kopf teile 10 b, die in eine
Spitze 10 c auslaufen. Jeder Kunststoffteil 11 hat Wülste 11 α und eine Bohrung 11 b. Die Wand der
Bohrung life ist an ihren Endteilen abgesetzt, um innen Ringschultern zu bilden, welche bei der dargestellten
Ausführungsform mit einer ringsum verlaufenden Einkerbung versehen sind. Die Anordnung
ist dabei so getroffen, daß der Stift mit der Ringnut 10α in die Bohrung Wb sowie mit dem Kopfteil 10&
und dem Schaft in die Wülste 11 α einer Marke eingreift.
Die schulterartigen Ansätze 12 am Stift und in der Bohrung sind dabei durch die Wülste 11 a
vollständig verdeckt. Wenn der Stift unter einer Pressung in die Bohrung eingeführt ist, ist es sehr
schwierig, zu den schulterartigen Ansätzen zu gelangen, um den Stift aus der Bohrung zu entfernen,
ohne einen Beweis oder eine Spur solcher Bemühungen zu hinterlassen.
In dieser besonderen Ausführungsform weist der Außenteil 11 c der Markenil eine kleinere Breite
auf als der übrige Teil. Das trifft auch für die Abänderungen gemäß den F i g. 4 und 7 zu, während
im Querschnitt sowohl die sghmalen als auch die relativ breiten Teile jeder Marke an ihren Innenflächen
konvex sein können, wo sie mit dem Fell des Tierkörpers in Berührung kommen.
Die Marken können Daten für die Identifizierung in irgendeiner gewünschten Form tragen, wie im
Nachstehenden bei den weiteren Ausführungsformen erläutert wird.
Wie in den Zeichnungen gezeigt wird, sind die Wülste 11 α auf beiden Seiten der Marken vorgesehen,
damit die Marken mit jeder Seite nach oben in das Anbringungswerkzeug eingeführt werden
können. Der Stift 10 ist ebenfalls an beiden Enden mit Anspitzungen versehen, um die Schaffung einer
festen Lage für das Anbringungswerkzeug zu erleichtern und auch um es möglich zu machen, daß
das Anbringungswerkzeug für jede Art von Stiften verwendet werden kann, wodurch die Schwierigkeit
bei der Anbringung beseitigt wird, welche dann besteht, wenn Stifte vorkommen, die nur an einem
Ende spitz sind.
Fig. 2 zeigt, daß eine der Marken kreisförmig sein kann, während die andere Marke eine unsymmetrisch
angeordnete Bohrung zur Aufnahme des Stiftes hat. Bei dieser Ausführungsform hat die kreisförmige
Marke 14 auf beiden Seiten Wülste 14 α und ist auf der der anderen Marke gegenüberliegenden
Seite bei 14 b abgesetzt, so daß der Außenringteil 14 c auf der einen Seite der Marke ungefähr halb so
dick ist wie 14 & und ein Viertel so dick ist wie 14 a.
Bei der Bauweise, welche in Fig. 3 wiedergegeben ist, hat der Kunststoffteil 15 der Marke an einem
Teil seines Außenrandes eine Ausnehmung 16 zur Aufnahme des Kopfteiles 17 eines metallischen Gliedes
18. Die Bohrung 19 im Kunststoffteil ist in Übereinstimmung mit irgendeiner der anderen Ausführungsarten
ausgebildet. Der Bauteil 18 kann bei 18 a mit Vertiefungen versehen werden, um das Ausstanzen
von Löchern zu erleichtern, welche durch ihre Lage Arbeitsverrichtungen verschiedener Art
an dem mit der Marke ausgestatteten Tier versinnbildlichen oder andere interessierende Angaben oder
Daten, welche bekanntgegeben werden sollen, zur Darstellung bringen.
Die Marke nach Fig. 4, welche eine Seitenansicht
einer Marke nach F i g. 1 sein kann, zeigt, wie die Außenseite, d. h. die von der Oberfläche des Ohres
oder von einem anderen Körperteil des Tieres entfernt liegende Seite nach der Anbringung markiert
werden kann. Zu diesem Zweck ist eine passende Fläche aus Kunststoff an jeder Marke 20 vorgesehen
oder auf einer Marke eines Markenpaares. Diese Fläche kann beispielsweise mit Hilfe eines Lochstempels
oder durch eine Zange oder durch andere Hilfsmittel, welche in eine Zange eingebaut sind,
durchstoßen werden. Wie F i g. 4 zeigt, kann sich die Form des Loches entsprechend der Art der Daten
ändern, wie beispielsweise das Eigentumsrecht an dem Tier, seine Herdennummer, sein Geburtsjahr,
sein Geschlecht, sein Stammbaum oder wiederum die Art irgendeiner Verrichtung, im allgemeinen
Sinne, welche an dem Tier vorgenommen wurde. Zu diesem Zweck hat die Marke Stellen: 1, 2, 3
und 4, welche in verschiedener Weise ~*Mt einem
Lochstempel durchlocht werden, damit jede Stelle Daten von einer Art angeben kann, welche von den
anderen Stellen abweicht.
Wie bei den anderen Markenformen kann die Marke 20 aus einem transparenten Kunststoff bestehen
und parallel zu ihren Flächen aufgespalten oder aufgeteilt werden, um es zu ermöglichen, daß
das Identifizierungsmaterial in einen Spalt oder Schlitz zwischen den aufgespaltenen oder aufgeteilten
Teilen eingefügt werden kann, so daß die in Betracht kommenden Daten in der Art eines Fensters dargestellt
oder zur Schau gestellt und darin eingeschlossen
werden können. Alternativ kann das Identifizierungsmaterial auf einem Streifen 21 niedergelegt werden,
welcher auf der Marke 20 gebildet oder auf diese gelegt wird, wonach ein getrennter transparenter Deckstreifen
22 angebracht werden kann und im heißen Zustand durch Schweißung oder Siegelung befestigt
wird, wie F i g. 5 zeigt.
Eine andere Form der Bohrung in der Marke ist in den Fig. 6 und 7 dargestellt. Dabei zeigt die
F i g. 6 eine Markierung mit einer unsymmetrischen Marke 24, welche an einem Ende des Stiftes befestigt
ist, und einer kreisförmigen Marke 23 auf der anderen Seite. Bei dieser Ausführungsform haben die
Marken 23 und 24 Ringschultern 25, welche durch die Wegnahme eines V-förmigen Querschnittes des
Kunststoffmaterials mit einer Einkerbung 26 versehen sind. Daher würde bei irgendeinem Versuch, den
Stift 10 von einem Markenpaar 23 und 24 zu entfernen, an welchem der Stift befestigt wurde, der
schulterartige Ansatz 12 an jedem Ende des engen Teiles der Bohrung 23 α das Bestreben zeigen, den
Kunststoff um die Ringnut 10 α mit dem kleinen Durchmesser des Stiftes zu versteifen. Eine geeignete
Abrundung kann an den Kanten oder an den schulterartigen Ansätzen 12 des Stiftes 10 vorgenommen
werden, um ein Zerschneiden des Kunststoffmaterials zu verhindern, wobei die Ansätze allerdings
noch scharf genug sein müssen, um sich »einzugraben« und um die Bohrung nicht zusammenzudrücken
oder zu zerquetschen, und zwar dadurch, daß sie diese auseinanderspreizen oder deformieren.
Wie in der Bauweise, welche in F i g. 4 gezeigt ist, und unter Bezugnahme auf F ig. 1 erläutert wurde,
ist der freie Endteil der unsymmetrischen Marke 24 schmaler als der betreffende Mittelteil oder der Teil
an welchem eine Bohrung für die Aufnahme des Stiftes gebildet wird. Bei dieser Bauweise sind Einschnitte
oder Kerben 27 in der Marke 23 und ebenfalls in den relativ dünnen Seitenteilen 24 a des
Mittelteils der Marke 24 vorgesehen, um beim Durchlochen der Marke eine Erleichterung oder
Hilfe darzustellen.
Bei der Marke, welche Fig. 8 zeigt, sind, um den Verschlußvorgang zwischen der Marke und dem Stift
zu fördern, die inneren Ränder des Stiftes an seinen Ringnuten 10 a hinterschnitten, wie bei 28 gezeigt
wird, d. h., die schulterförmigen Ansätze auf dem Stift und diejenigen um die Bohrung herum sind zusätzlich
vorhanden, wodurch die Ringnut innen langer ist als der Abstand zwischen den Außenrändern
seiner schulterartigen Begrenzungsteile.
Damit die Marken in der Lage sind, sich um den Stift zu drehen, können sie aus einem Werkstoff gefertigt
werden, welcher die Eigenschaft hat, nachzugeben, wenn Draht, Zweige, Gras od. dgl. zwischen
ihnen und- dem Ohr oder einem anderen Teil des Tierkörpers, an welchem die Marke befestigst wird,
sich festhängen. Diese nachgiebige Eigenschaft ist ebenfalls wünschenswert, um es der Bohrung der
Marke zu ermöglichen, in den normalen Zustand zurückzukehren, nachdem diese Bohrung mit Gewalt
über den Teil des Stiftes mit einem relativ großen Durchmesser gebracht wurde.
Im Rahmen einer praktischen Anwendung der Erfindung, nämlich bei der Herstellung von Ohrenmarken
für Tiere, haben sich Kunststoffbauteile von einer Dicke von ungefähr 3 mm mit der Festigkeit
und den Eigenschaften von Nylon und ein Stift aus einer Aluminiumstange mit einem Durchmesser von
mm als geeignet erwiesen.
Zur Anbringung genügt ein von Hand erzeugter Druck, wie ihn beispielsweise eine Zange oder ähnliches
Werkzeug ausübt. In diesem Falle besitzen die Backen der Zange zweckmäßigerweise passende
Rasten oder Haltestellen, um den Stift in bezug auf die Kunststoffteile oder in bezug auf die anderen
Teile vor, während und nach der Anbringung in der richtigen Lage zu halten.
Claims (6)
1. Der Kennzeichnung von Tieren dienende,
z. B. als Ohrenmarken ausgebildete Markierung mit zwei auf einem z. B. durch einen Tierkörperteil
zu stechenden Stift angebrachten Marken, die im Abstand voneinander in Ringnuten des Stiftes
eingreifen, dadurch gekennzeichnet, daß die Bohrung (11 b, 19, 23 a) der aus Kunststoff
bestehenden Marken (11, 14, 20, 23, 24), die entsprechend der Länge und dem Durchmesser
der Ringnuten (10 a) des aus Metall bestehenden Stiftes (10) ausgeführt ist, bei entsprechender
Stärke der Marken auf beiden Seiten über in Radialebenen verlaufende Ringschultern
in Erweiterungen übergeht, die dem Durchmesser des Stiftes angepaßt sind, um den Stift so weit zu
umfassen, daß die Ringnuten verdeckt sind.
2. Markierung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Marken (11,14, 20, 23 24)
für die abgesetzte Bohrung (11 b, 19, 23«) rings um die Bohrung durch Wülste (lla, 14 a) verstärkt
sind.
3. Markierung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ringschultern der
Bohrung mit einer ringsum verlaufenden Einkerbung (13, 26) versehen sind.
4. Markierung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Schultern der Ringnuten
entsprechend den Einkerbungen der Ringschultern der Bohrung (23 d) hinterschnitten sind
(28 in Fig. 8).
5. Markierung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Marken als runde
Scheiben mit zentraler Bohrung ausgebildet sind.
6. Markierung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dgß die der Kennzeichnung dienenden Angaben oder Daten auf den Marken
z. B. durch Stanzen oder Verformen so angebracht sind, daß sie sich nicht mehr entfernen
lassen.
In Betracht gezogene Druckschriften:
Deutsche Patentschrift Nr. 250 473;
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 823 860;
USA.-Patentschrift Nr. 1 347 868.
deutsches Gebrauchsmuster Nr. 1 823 860;
USA.-Patentschrift Nr. 1 347 868.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 570/55 5.66 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| GB1217691X | 1962-06-15 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1217691B true DE1217691B (de) | 1966-05-26 |
Family
ID=10883371
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DESCH33410A Pending DE1217691B (de) | 1962-06-15 | 1963-06-14 | Der Kennzeichnung von Tieren dienende, z. B. als Ohrenmarke ausgebildete Markierung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE1217691B (de) |
Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE250473C (de) * | ||||
| US1347868A (en) * | 1919-06-06 | 1920-07-27 | Samuel R Nichols | Animal-tag |
| DE1823860U (de) * | 1959-09-25 | 1960-12-22 | Cuthbert Brierley | Kennmarke fuer tiere. |
-
1963
- 1963-06-14 DE DESCH33410A patent/DE1217691B/de active Pending
Patent Citations (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE250473C (de) * | ||||
| US1347868A (en) * | 1919-06-06 | 1920-07-27 | Samuel R Nichols | Animal-tag |
| DE1823860U (de) * | 1959-09-25 | 1960-12-22 | Cuthbert Brierley | Kennmarke fuer tiere. |
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