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DE1217501B - Magnetisch steuerbare Schaltvorrichtung - Google Patents

Magnetisch steuerbare Schaltvorrichtung

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Publication number
DE1217501B
DE1217501B DES83471A DES0083471A DE1217501B DE 1217501 B DE1217501 B DE 1217501B DE S83471 A DES83471 A DE S83471A DE S0083471 A DES0083471 A DE S0083471A DE 1217501 B DE1217501 B DE 1217501B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
armature
core
switching device
poles
magnet
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES83471A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Ing Hans Kurt Ibing
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES83471A priority Critical patent/DE1217501B/de
Publication of DE1217501B publication Critical patent/DE1217501B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H36/00Switches actuated by change of magnetic field or of electric field, e.g. by change of relative position of magnet and switch, by shielding
    • H01H36/0073Switches actuated by change of magnetic field or of electric field, e.g. by change of relative position of magnet and switch, by shielding actuated by relative movement between two magnets
    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H51/00Electromagnetic relays
    • H01H51/22Polarised relays

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • Electromagnetism (AREA)
  • Electromagnets (AREA)

Description

  • Magnetisch steuerbare Schaltvorrichtung Die Erfindung betrifft eine magnetisch steuerbare Schaltvorrichtung mit einem ohne Luftspalt im wesentlichen ringförmig geschlossenen Kernmagnet und einem als magnetischer Rückschluß in der Kernmagnetebene drehbar angeordneten Anker, insbesondere geeignet als elektromagnetisches Relais für Fernmeldeanlagen.
  • Bei einer bereits bekannten Anordnung der vort' Grenannten Art, die als Fremdstroinüberwachungsrelais, insbesondere für Eisenbahnsicherungseinrichtungen Verwendung findet, ist der Kernmagnet mit ortsfest radial nach innen gerichteten Polschuhen ausgerüstet, die paarweise so von hintereinandergeschalteten Wicklungen umschlossen sind, daß sich bei Erregung der letzteren ungleichnamige Pole gegenüberstehen, welche vom Anker magnetisch überbrückbar sind. Bei dieser Anordnung ist es fürs erste nicht möglich, daß der Anker außer denjenigen Stellungen, die durch die unveränderlich ortsfeste Lage der Magnetpole vorbestimmt sind, beliebig veränderliche Zwischenlagen als Ruhe- oder Arbeitsstellun-,-en einnimmt. Zum anderen ist es als Nachteil zu werten, daß eine verhältnismäßig große Steuerleistung zur Bewegung des Ankers aufgebracht werden muß, weil das betreffende Magnetpolpaar aus dem Neutralzustand heraus neu aufmagnetisiert und der hierdurch entstehende Magnetfluß außerdem dem Anker zusätzlich aufgedrückt werden muß. Daß diese notwendige relativ große Steuerleistung zwangläufig auch die Zeitkonstante für den Aufbau des magnetischen Feldes vergrößert und damit die Schaltgeschwindigkeit herabsetzt, ist ein weiterer Mangel der bekannten Anordnung. Ferner erfordert der dem Anker zusätzlich aufgedrückte Steuerfluß einen entsprechend bemessenen magnetischen Querschnitt, so daß entsprechender Raumbedarf notwendig ist, der außerdem noch dadurch nachteilig groß gehalten werden muß, weil sich bei der gegebenen Anordnung die radial nach innen gerichteten Polschuhe mit ihren Wicklungen nicht beliebig eng zusammenrücken lassen. Weiterhin ist die bekannte Anordnung nicht für polarisierten Betrieb eingerichtet wie er gerade bei Schaltvorrichtungen der vorliegenden Art vielfach gefordert wird. Schließlich kann die bekannte Anordnung auch nur rein elektrisch betrieben werden, wogegen es je nach vorliegender Aufgabe vielfach erwünscht ist, die Schaltvorrichtung durch mechanisch bewegte magnetische Mittel, beispielsweise durch einen verschieblichen Dauermagneten, zu betätigen.
  • Auch für eine weitere bereits bekannte Anordnung, die als Drehrelais zum Schalten von mehreren Stromkreisen Verwendung findet, gilt im wesentlichen das im vorhergehenden Gesagte. Auch dort ist nämlich der Kernmagnet mit radial nach innen gerichteten ortsfesten Polschuhen ausgerüstet, und der Anker kann sich nur schrittweise von Pol zu Pol fortbewegen. Hinzu kommt bei dieser bekannten Anordnung der Nachteil, daß der Anker als Dauermagnet ausgebildet ist. Dadurch entstehen nicht nur Schwierigkeiten bei der Bearbeitung, sondern et hat auch eine vorgeschriebene Drehrichtung und erfordert weiterhin eine unverhältnismäßig große Steuerleistung, weil er bei der überbrückung der ihn beeinflussenden Magnetpole einen großen magnetischen' Widerstand bildet.
  • Demgegenüber soll mit der vorliegenden Erfindung eine Schaltvorrichtung der eingangs genannten Art geschaffen werden, deren Anker zwischen zwei Grenzstellungen in beliebig wählbare Zwischenstellungen steuerbar ist, und die sich durch große Schaltgeschwindigkeit auszeichnet und nur eine geringe Steuerleistung erfordert. Eine weitere Forderung ist, daß sie einen geringen Platzbedarf hat, keine besonderen Anforderungen hinsichtlich des magnetisierbaren Materials stellt und schließlich bei einfachem und zumindest in den wesentlichen Teilen gleichbleibendem Aufbau sowohl unpolarisiert als auch polarisiert betrieben werden kann und wahlweise sowohl rein elektrisch als auch mechanisch durch magnetische Mittel steuerbar ist.
  • Erreicht wird dies gemäß der Erfindung dadurch, daß der Kernmagnet zumindest zum überwiegenden Teil des Ringumfanges aus zwei in Umfangsrichtung polarisierten und mit gleichnamigen Polen einander gegenüberstehenden Magneten aufgebaut ist und daß zumindest zwei gleichnanüge Pole in der genannten Polarisierungsrichtung der Magneten in einer die Stellung des Ankers beeinflussenden Art verschiebbar sind.
  • Durch diese Maßnahmen ist es in vorteilhaft einfacher Weise möglich, den Anker so zu beeMussen, daß er zwischen zwei Grenzstellungen jede gewünschte Zwischenlager einnimi-ht. So kann beispielsweise je nach Lage der verschiebbaren Pole bereits die Ruhestellung des Ankers weitestgehend verändert werden. Aber auch die Arbeitsstellungen des Ankers können beliebig gewählt werden, wenn ausgehend von der Ruhestellung die Pole des Kernmagneten entsprechend verschoben werden, so daß insbesondere beim Zusammenwirken des Ankers mit einer Kontakteinrichtung eine sehr einfache, genaue und schnelle Justierung möglich ist. Dabei ist es ein besonderer Vorteil, daß zur Bewegung des Ankers in seine vielfältig möglichen Stellungen nur eine äußerst geringe Steuerleistung aufgebracht werden muß, weil weder der Kernmagnet noch der Anker neu auf- oder ummagnetisiert werden müssen, sondern lediglicheine Verschiebung der Pole innerhalb des bereits vorhandenen Magnetfeldes vorgenommen wird. Dies bedeutet auch, daß die Schaltvorrichtung eine vorteilhaft große Schaltgeschwindigkeit besitzt.
  • Da außerdem nicht wie bei bekannten Anordnungen radial nach innen gerichtete und damit nicht beliebig eng zusammenrückbare Polschuhe mit Wicke lungen vorgesehen, sondern die Magnetpole in Umfangsrichtung des Kernmagneten verschieblich sind, zeichnet sich die Schaltvorrichtung auch durch einen, vorteilhaft geringen Platzbedarf aus. Weiterhin läßt sich die Vorrichtung außer als Relais auch für eine Vielzahl anderweitiger Aufgaben verwenden, beispielsweise als Regler oder zur Steuerung mechanischer Einrichtungen, weil der Anker von seiner Ruhestellung aus nach einander entgegengesetzten Richtungen auslenkbar ist und aus jeder seiner möglichen Stellungen unmittelbar in jede gewünschte andere mögliche Stellung bewegbar ist, so daß der Anwendungsbereich der Vorrichtung vorteilhaft groß ist.
  • Zweckmäßig werden bei dieser Schaltvorrichtung der Kernmagnet und der Anker gemäß einer Weiterbildung der Erfindung derart geformt und einander zugeordnet, daß der zwischen ihnen gebildete Arbeitsluftspalt zumindest in allen durch die Arbeitsstellungen begrenzten Winkellagen des Ankers konstant ist, so daß auf diese Weise die auf den Anker einwirkendeMagnetkraft einen stets gleichbleibenden Wert aufweist. Dies hat den Vorteil, daß ein die Lebensdauer beeinflussendes Anschlagen des Ankers an dem ihn beeinflussenden Kernmagnetpol vermieden wird und daß sich somit besondere Maßnahmen, wie das Anbringen von Klebblechen, zur Aufrechterhaltung eines Mindestluftspaltes erübrigen. Soweit der Anker elektromagnetisch gesteuert wird, ist durch die vorgenannte Maßnahme ferner sichergestellt, daß keine das Ansprechen verzögernde Gegenspannung in der Magnetisierungswicklung erzeugt wird. Vor allem aber verschafft der konstante Arbeitsluftspalt demAnker eine stabileRuhestellung, ohne daß eine mechanische Ruhestellungskraft notwendig ist, welche die aufzubringende Steuerleistung nachteilig vergrößern würde. Von besonderem Vorteil ist dies bei einer mittleren Ruhestellung des Ankers zwischen zwei Arbeitsstellungen, weil durch den konstanten Arbeitsluftspalt mit Sicherheit vermieden wird, daß der Anker bei einer beispielsweise durch Erschütterung oder Unsymmetrie der Magnetfelder verursachten geringfügigen Abweichung von seiner Mittelstellung in Richtung zu einem der Kernmagnetpole kippt.
  • Die Wahrung des konstanten Arbeitsluftspaltes kann durch verschiedene konstruktive Maßnahmen im Aufbau der Schaltvorrichtung erreicht werden. So kann nach einer Fortbildung der Erfindung beispielsweise der Anker hinsichtlich seiner Längsausdehnung so bemessen sein, daß er unter Wahrung des Arbeitsluftspaltes im Inneren des Kernmagneten drehbar ist, und daß zumindest der über den durch die Arbeitsstellungen begrenzten Bereich hinweg dem Anker - gegenüberstehende Teil des Kernmagneten eine Kreiskrümmung aufweist, deren Mittelpunkt mit dem Drehpunkt des Ankers zusammenfällt.
  • Nach einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung kann zumindest das eine freie Ende des Ankers den Kernmagnet stirnseitig unter Wahrung eines den Arbeitsluftspalt bildenden Abstandes überlappen. Diese Ausführungsform ist mit dem Vorteil verbunden, daß sowohl der Kernmagnet als auch der Anker als verhältnismäßig einfache, flache Bauteile ausgebildet sein können und keine kreisförinig gekrümmten Arbeitsflächen mit genauer Zuordnung zueinander erforderlich sind.
  • Die Schaltvorrichtung selbst kann verschiedenartigen Aufbau haben, wie dies an Ausführungsbeispielen offenbart und in der Figurenbeschreibung an Hand der Zeichnung noch näher erläutert wird. Dabei können die die Ankerstellung beeinflussenden Magneten entweder als Dauermagnet oder alsElektromagnet oder aber auch in gemischter Anordnung ausgebildet sein, und es kann weiterhin die zur Steuelung des Ankers vorgesehene Polverschiebung sowohl rein elektrisch als auch von Hand durch entsprechende Bewegung eines Magneten vorgenommen werden.
  • Bei einer solchen Schaltvorrichtung, deren Anker mit einer Kontaktvorrichtung zusammenarbeitet, wird eine mit Raumersparnis verbundene zweckmäßige Ausnutzung der in der Schaltvorrichtung vorhandenen Teile nach einer Fortbildung der Erfindung dadurch erreicht, daß der Anker als stromführender Teil der Kontakteinrichtung ausgebildet ist. Es ist bei einer derartigen Anordnung weiterhin zweckdienlich, zur Erhöhung der Lebensdauer der Kontakteinrichtung dieselbe in einer sie schützenden Art zu kapseln.
  • Im folgenden wird die Erfindung an Hand von in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispielen näher erläutert. Im einzelnen zeigt in vereinfachter Darstellung F i g. 1 eine Schaltvorrichtung mit zwei als Elektromagnet ausgebildeten Ringkernmagneten bei Ruhestellung des Ankers, F i g. 2 die gleiche Vorrichtung in einer durch einseitige Polverschiebung bewirkten Arbeitsstellung, F i g. 3 die Vorrichtung mit andersartiger Ankerlagerung in einer durch zweiseitige Polverschiebung bewirkten Arbeitsstellung, F i g. 4 ein Ausführungsbeispiel mit zwei Dauermagneten und einem die Polverschiebung ermöglichenden Elektromagneten bei mittlerer Ruhestellung des Ankers, F i g. 5 die gleiche Vorrichtung in einer durch einseitige Polverschiebung bewirkten rechtsseitigen Arbeitsstellung des Ankers, F i g. 6 die gleiche Vorrichtung in linksseitiger Arbeitsstellung des Ankers, F i g. 7 ein Ausführungsbeispiel mit zwei Dauermagneten und einem Elektromagneten, der einen in sich geschlossenen Eisenkern mit einer außerhalb des Kernmagneten liegenden Magnetwicklung besitzt, F i g. 8 die gleiche Vorrichtung in einer Arbeitsstellung, F i g. 9 ein weiteres Ausführungsbeispiel in Ruhestellung, wiederum mit zwei Dauermagneten und einem Elektromagneten, der jedoch einen vom Keinmagneten getrennten Kernteil mit außenhegender Magnetwicklung besitzt, F i g. 10 ein für Handbetätigung geeignetes Ausführungsbeispiel.
  • In den F i g. 1 und 2 sind mit 1 und 2 zwei aus magnetisierbarem Material bestehende Kerne bezeichnet, von denen jeder eine der mit 3 und 4 bezeichneten Wicklungen trägt. Bei Erregung der beiden Wicklungen bilden diese zusammen mit den genannten Kernen zwei Magneten, deren gleichnamige Pole in ersichtlicher Weise sich einander ,gegenüberstehen und die zusammen den Kernmagneten der dargestellten Schaltvorrichtung bilden. Die beiden Wicklungen 3 und 4 haben einen gemeinsamen elektrischen Eingang a und einen ebenfalls gemeinsamen elektrischen Ausgang b. Ferner weisen die beiden Wicklungen noch die mit c und d bezeichneten Abgriffe auf, welche in noch zu beschreibender Weise eine die vorgesehene Polverschiebung bewirkende Anschaltung ermöglichen. Mit 5 ist ein auf einer Achse 6 drehbar angeordneter Kern bezeichnet, der als magnetischer Rückschluß für die beiden aus den Teilen 1 und 3 bzw. 2 und 4 gebildeten Magneten wirkt und der sich bei der in F i g. 1 gekennzeichneten Anschaltung zwischen Eingang a und Ausgang b in die dargestellte Ruhelage einstellt. Erfolgt entsprechend der Darstellung in F i g. 2 die elektrische Anschaltung der Wicklungen 3 und 4 zwischen dem Abgriff d und dem Ausgang b, so werden die beiden Nordpole des Kernmagneten nach rechts verschoben, und der Anker nimmt die gezeichnete Arbeitsstellung ein, wobei er beispielsweise eine nicht gezeichnete Kontakteinrichtung betätigen kann. Würde unter Zugrundelegung der Anordnung nach F i g. 1 die elektrische Anschaltung zwischen dem Abgriff c und dem Ausgang b -vorgenommen, so würde eine Verschiebung der Nordpole nach links erfolgen und dementsprechend der Anker eine linksseitige Arbeitsstellung einnehmen.
  • Aus den F i g. 1 und 2 ist mit Gültigkeit auch für die in den übrigen Figuren dargestellten Anordnungen ohne weiteres erkennbar, daß bei einer die Stellung des Ankers 5 beeinflussenden Polverschiebung der weitaus überwiegende Teil der flußführenden Elemente, wie Kern 1 und 2 sowie Anker, in unveränderter Richtung polarisiert bleiben und nur eine relativ kleine Eiseninenge des Kernmagneten ummagnetisiert werden muß, nämlich der zwischen den Abgriffen a und c bzw. a und d liegende Teil des Kernmagneten, woraus sich unbestreitbar eine vorteilhaft kurze Ansprechzeit bei kleiner Steuerleistung der Schaltvorrichtung herleitet. Auch läßt sich aus den F i g. 1 und 2 wiederum mit Gültigkeit auch für die nachbeschriebenen Anordnungen unschwer erkennen, daß der Anker 5 keinem Einfluß einer beispielsweise durch Federn ausgeübten Rückstellkraft unterliegen muß, damit er seine Ruhestellung einnimmt und in dieser auch eine stabile Lage hat, welche von etwaiger Unsymmetrie der einwirkenden Magnetkräfte oder von Erschütterungen unabhängig ist. Wie nämlich aus F i g. 1 ersichtlich ist, lassen sich der Anker und der Kernmagnet unschwer derart formen und einander zuordnen, daß der Arbeitshif& spalt zwischen ihnen zumindest über den durch die Arbeitsstellungen des Ankers begrenzten Bereich hinweg konstant bleibt, so daß sich das frei bewegliche Ende des Ankers unabhängig von einer etwaigen unterschiedlichen Stärke der zwei auf ihn einwirkenden Magnetfelder in jedem Falle in Richtung auf die beiden sich einander gegenüberstehenden gleichnamigen Pole einstellt und aus dieser Stellung heraus ein Kippen mit Sicherheit ausgeschlossen ist. Es ist einleuchtend, daß durch den Wegfall einer Rückstellkraft bei einer derart ausgebildeten Schaltvorrichtung eine vorteilhafte Konstanz der Betriebswerte gewonnen wird.
  • Die F i g. 3 zeigt eine Anordnung, deren den Kernmagnet bildenden Magneten wiederum wie in den F i g. 1 und 2 als Elektromagneten ausgebildet sind, wobei jedoch die Anordnung in ihrem konstruktiven Aufbau vor allem hinsichtlich der Ausbildung und Lagerung des Ankers abgewandelt ist. Mit 7 ist ein Kern bezeichnet, der in sich geschlossen und als Zylinderabschnitt ausgebildet sein soll. Auf dem Kein 7 sind vier mit 3 bis 11 bezeichnete Wicklungen aufgebracht, die in gezeichneter Weise elektrisch miteinander verbunden sind. Mit 12 ist ein Anker be- zeichnet, welcher auf einer Achse 13 drehbar ist und mit seinen beiden freien Enden den Kern 7 stimseitig überragt. Je nach elektrischer Anschaltung zwischen den Anschlußpunkten e und f oder und h bilden die Wicklungen 8 und 9 in Verbindung mit den Wicklungen 10 und 11- zusammen mit den zugehörigen Teilen des Kernes 7 zwei Magneten, die sich unabhängig von der gewählten Anschaltung jeweils mit ihren gleichnamigen Polen gegenüberstehen. Erfolgt beispielsweise gemäß F i g. 3 die elektrische Anschaltung zwischen den Anschlußpunkten e und f, so bilden die beiden Wicklungen 8 und 11 zusammen mit dem von ihnen erregten Teil des Kernes 7 den einen Magneten, die Wicklungen 9 und 10 zusammen mit dem anderen Teil des Kernes den zweiten Magneten. Dabei ist der Wickelsinn und die Zusammenschaltung der Wicklungen so, daß sich die beiden Magneten jeweils mit ihren gleichnamigen Polen gegenüberstehen. Der auf der Achse 13 frei bewegliche Anker 12 stellt sich wie dargestellt mit seinen freien Enden auf eine die.beiden Südpole und Nordpole verbindende Richtung ein, was beispielsweise der Arbeitsstellung des Ankers entsprechen kann. Würde man in der Anordnung nach F i g. 3 zwischen g und h anschalten, so würden sich in ohne weiteres erkennbarer Weise sowohl beide Nordpole als auch beide Südpole der durch die Wicklungen 8 und 10 bzw. 9 und 11 in Verbindung mit den zugehörigen Teilen des Kernes 7 gebildeten Magneten nach rechts verschieben, und der Anker würde die durch gestrichelte Linien angedeutete Stellung einnehmen. Die in der F i g. 3 gezeigte Anordnung ermöglicht eine besonders vorteilhaft einfache Ausbildung des Kernmagneten und des Ankers als flache, beispielsweise aus magnetisierbarem Blech ausgestanzte Teile, weil der Ankerdadurch, daß er den Kernmagneten stirnseitig übe.rragt, in jeder Winkellage einen gleichbleibenden Arbeitsluftspalt hat, ohne daß besondere Anforderungen hinsichtlich Formgebung der genannten Teile und genauer Lagerung des Ankers gestellt werden.
  • Da, wie schon erwähnt und aus den F i g. 1 bis 3 bereits erkennbar, zwecks Polverschiebung jeweils nur ein geringer Teilabschnitt des Kernmagneten ummagnetisiert werden muß, wogegen alle übrigen flußführenden Teile unverändert polarisiert bleiben, können die die Ankerstellung beeinflussenden Magneten an Stelle als Elektromagneten auch als Dauermagneten ausgebildet sein. Ein solches Ausführungsbeispiel einer Schaltvorrichtung ist in den F i g. 4 bis 6 gezeigt, wobei mit 14 und 15 zwei Dauermagneten bezeichnet sind, die mit zwei gleichnamigen, im Ausführungsbeispiel als Südpole bezeichneten Polen unmittelbar aneinanderstoßen und deren andere gleichnamige Pole unter Zwischenfügung. eines magnetisierbaren Kernstückes 18 in einigem Abstand sich gegenüberstehen. Mit 19 ist eine auf dem Kernstück 18 aufgebrachte Magnetisierungswicklung bezeichnet, mit deren Hilfe eine Polverschiebung durchführbar ist. 16 stellt einen über eine Achse 17 drehbar angeordneten Anker dar, dessen frei bewegliches Ende den Kernmagneten stimseitig überlappt. Der über den Anker 16 gleichgerichtet verlaufende gemeinsame Dauermagnetffuß ist mit strichpunktierten Linien eingezeichnet. Wenn die Wicklung 19 nicht erregt ist, so nimmt der Anker 16 die in der F i g. 4 gezeichnete Stellung ein. Ist dagegen die Wicklung erregt, so werden die beiden auf das freie Ankerende einwirkenden Dauermagnetpole in Abhängigkeit von der Polarität der Erregung in Umfangsrichtung des Kernmagneten, die gleichzeitig auch die Polarisierungsrichtung der Dauermagneten ist, verschoben, und der Anker 16 nimmt entweder die in der F i g. 5 oder die in der F i g. 6 gezeichnete Arbeitsstellung ein. Nach Enterregung geht der Anker 16 ohne mechanische Rückstellkraft ausschließlich unter der Wirkung der beiden Dauermagnetflüsse wieder in seine in der F i g. 4 gezeichnete mittlere Ruhestellung zurück.
  • Bei dem in den F i g. 7 und 8 gezeigten Ausführungsbeispiel sind mit 20 und 21 zwei stabförmige Dauermagneten bezeichnet, deren gleichnamigö Pole auf der einen Seite mit einer magnetisierbaren Platte 22 und auf der anderen Seite mit dem Schenkel 23 des Kernes 24 eines Elektromagneten 25 überbrückt sind. Die Wicklung des Elektromagneten ist mit 26 bezeichnet und besitzt Anschlußpunkte 1 und m. An der Platte 22 ist über einen Drehpunkt 27 ein Anker 28 derart gelagert, daß er die Platte und den Schenkel 23 unter Wahrung eines Arbeitsluftspaltes stirn..-seitig überlappt. Der Anker' selbst trägt noch mit 29 bezeichnete Kontakte und ist über einen mit n bezeichneten Anschluß elektrisch anschaltbar. Mit 30 sind Kontakte bezeichnet, mit denen der Anker in seinen Arbeitsstellungen zusammenarbeitet. Bei nicht erregter Wicklung 26 nimmt der Anker 28 die in F i g. 7 gezeichnete mittlere Ruhestellung ein; aus der er bei Erregung in Abhängigkeit von deren Polarität in eine Arbeitsstellung ausgelenkt wird, wie sie beispielsweise in F i g. 8 gezeigt ist. Aus dem in den F i g. 7 und 8 gezeigten Ausführungsbeispiel geht besonders deutlich hervor, daß die Schaltvorrichtung außer einem vorteilhaft kleinen Bedarf an Steuerleistung auch raumsparend ]dein bemessen werden kann und ferner auch keine besonderen Anforderungen an die Güte des magnetisierbaren Materials stellt, weil der Anker und der wesentliche Teil des Kernmagneten nicht vom Steuerfluß durchflossen werden und demzufolge im Querschnitt entsprechend klein gehalten sein können, ohne daß die Gefahr einer magnetischen Sättigung eintritt.
  • In der F i g. 9 ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, das im wesentlichen der Anordnung nach den soeben besprochenen F i g. 7 und 8 entspricht. Der Unterschied besteht, in erster Linie darin, daß der die Polverschiebung ermöglichende Elektromagnet einen zweiteiligen Kern besitzt, der es gestattet, die eigentliche Schaltvorrichtung, insbesondere aber deren Kontakteinrichtung, in einer sie schützenden Art zu kapseln. In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind dabei wiederum zwei Dauermagneten 31 und 32 vorhanden, deren gleichnamige Pole einerseits direkt aneinanderstoßen und andererseits wiederum in einem gewissen Abstand sich gegenüberstehen. Dazwischen ist ein magnetisierbares Kernstück 33 eingesetzt, das an seiner dem Anker 34 gegenüberstehenden Stirnfläche kreisförmig gekrümmt ist, so daß der Anker in jeder Winkelstellung innerhalb seines Arbeitsbereiches einen gleichbleibenden Arbeitsluftspalt hat. Der Anker selbst ist über einen mit 35 bezeichneten Drehpunkt gelagert und betätigt in seinen ArbeitssteHungen mit 36 und 37 bezeichnete Kontakte. Die bisher genannten Teile sind insgesamt in einem Schutzgehäuse 38 gekapselt, das gegebenenfalls auch evakuiert und mit Schutzgas gefüllt sein kann. Dem Kernstück 33 steht außerhalb des Schutzgehäuses 38 ein Elektromagnet gegenüber, dessen Kein mit 39 und dessen Wicklung mit 40 bezeichnet ist. Die Funktion der gezeigten Anordnung entspricht derjenigen, wie sie zu den F i g. 7 und 8 bereits beschrieben wurde.
  • In F ig. 10 schließlich ist ein Ausführungsbeispiel gezeigt, bei dem die Polverschiebung zur Beeinflussung der Ankerstellung beispielsweise durch Bewegung eines Magneten von Hand in Richtung der Ankerlängsachse vorgenommen wird. Hierbei sind mit .41 und 42 wiederum zwei Dauermagneten bezeichnet, die sich mit ihren gleichnamigen Polen gegenüberstehen und in Verbindung mit einem Zwischenkernstück 43 den Kernmagnet der Schaltvorrichtung bilden. Mit 44 ist ein bei 45 drehbar gelagerter Anker bezeichnet, der in seinen Arbeitsstellungen mit Kontakten 46 und 47 zusammenarbeitet. Der Anker nimmt unter der Wirkung der beiden Dauermagnetflüsse in ersichtlicher Weise die gezeichnete mittlere Ruhestellung ein. Mit 48 ist ein gestrichelt angedeu--tetes Schutzgehäuse bezeichnet, welches zum Schutze der Kontakteinrichtung dient. 49 ist ein Dauermagnet, der sich in Pfeilrichtung so verschieben läßt, saß seine Pole das Zwischenkernstück 43 magnetisieren und eine die Ankerstellung verändernde Polverschiebung bewirken, wie sie in ähnlicher Art bereits zu den F i g. 4 bis 9 beschrieben wurde. Wird darüber hinaus der beispielsweise mittels eines nicht gekennzeichneten Tastenknopfes über eine Achse 50 betätigbare Dauermagnet 49 um 1801 verschwenkt, so ist infolge der hierdurch veränderbaren Lage der Magnetpole ohne besonderen Aufwand auch ein polarisierter Betrieb der Schaltvorrichtung möglich, d. h. also, der Anker kann aus seiner mittleren Ruhestellung je nach Lage der Pole des Dauermagneten 49 in zwei einander entgegengesetzten Richtungen ausgelenkt werden.
  • Die Erfindung ist, insbesondere was die Ausbildung von Kernmagnet und Anker sowie die Lagerung des letzteren angeht, keineswegs. an die in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele gebunden. Ferner läßt sich die Schaltvorrichtung ohne weiteres auch als Anzeigegerät, beispielsweise als Schauzeichen, verwenden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Magnetisch steuerbare Schaltvorrichtung mit einem ohne Luftspalt im wesentlichen ringförmig geschlossenen Kernmagnet und einem als magnetischer Rückschluß in der Kernmagnetebene drehbar angeordneter Anker, insbesondere elektromagnetisches Relais für Fernmeldeanlagen, dadurch gekennzeichnet, daß der Kernmagnet zumindest zum überwiegenden Teil des Ringumfanges aus zwei in Umfangsrichtung polarisierten und mit gleichnamigen Polen einander gegenüberstehenden Magneten aufgebaut ist, und daß zumindest zwei gleichnamige Pole in der genannten Polarisierungsrichtung der Magnete in einer die Stellung des Ankers beeinflussenden Art verschiebbar sind.
  2. 2. Schaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Kermnagnet und der Anker derart geformt und einander zugeordnet sind, daß der zwischen ihnen gebildete Arbeitsluftplatz zumindest in allen durch die Arbeitsstellungen begrenzten Winkellagen des Ankers konstant ist. 3. Schaltvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Ruhestellung des Ankers unter Vermeidung von mechanischen Rückstellkräften, wie Federn od. dgl., durch den gleichgerichtet über ihn verlaufenden Kernmagnetfluß herbeigeführt wird. 4. Schaltvorrichtung nach den Ansprüchen 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker hinsichtlich seiner Längsausdehnung so bemessen ist, daß er unter Wahrung des Arbeitsluftspaltes im Inneren des Kernmagneten drehbar ist, und daß zumindest der über den durch die Arbeitsstellungen begrenzten Bereich hinweg dem Anker gegenüberstehende Teil des Kernmagneten eine Kreiskrümmung aufweist, deren Mittelpunkt mit dem Drehpunkt des Ankers zusammenfällt. 5. Schaltvorrichtung nach den Ansprüchen 2 oder 3, dadurch gekennzeichne4 daß zumindest das eine freie Ende des Ankers den Kernmagnet stirnseitig unter Wahrung eines den Arbeitshiftspalt bildenden Abstandes überlappt. 6. Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kernmagnet aus zwei mit ihren gleichnamigen Polen einander unmittelbar ge genüberstehenden Elektromagneten besteht, die einen gemeinsamen, vorzugsweise endlos geschlossenen magnetisierbaren Ringkern besitzen, und deren auf den Ringhälften angeordnete Wicklungen derartige Unterteilungen oder Abgriffe aufweisen, daß bei elektrischer Erregung durch wechselnde Anschaltung zumindest zwei gleichnamige Pole der Elektromagneten in deren Polarisierungsrichtung verschoben werden. 7. Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kernmagnet aus zwei in vorzugsweise symmetrischer Anordnung jeweils einen überwiegenden Teil der Kernmagnethälften bildenden Dauermagneten und aus zumindest einem zwischen zwei gleichnamigen Polen der Dauermagneten eingefügten Elektromagneten besteht, dessen Erregung eine in ihrer Richtung von der Polarität der Erregung abhängige Verschiebung der die Ankerstellung beeinflussenden Magnetpole bewirkt. 8. Schaltvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet daß der Kein des Elektromagneten als ein die Magnetisierungswicklüng tragender, mit seinen freien Enden unmittelbar an die sich mit Abstand einander gegenüberstehenden gleichnamigen Pole der Dauermagneten anschließender Teil des Kernmagneten ausgebildet ist. 9. Schaltvorrichtung nach Ansprach 7, dadurch gekennzeichrtet, daß der Kein des Elektromagneten einen für den elektromagnetischen Fluß in sich geschlossenen magnetisierbaren Kreis bildet, der eine außerhalb des Kernmagneten angeordnete Magnetisierungswicklung trägt und der zwei sich einander gegenüberstehende gleichnamige Pole der Dauermagneten überbrückt. 10. Schaltvorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß der Elektromagnet aus einem außerhalb des Kernmagneten angeordneten, vorzugsweise U-förmigen und auf seinem mittleren Schenkel die Magnetisierungswicklung tragenden Kernbügel sowie aus einem als Teil des Kernmagneten unmittelbar zwischen zwei gleichnamigen Polen der Dauermagneten eingefügten Kernteil aufgebaut ist, der den in Richtung der Längsachse des Ankers verlaufenden Schenkeln des genannten Kernbügels als magnetisierbarer Rückschluß für den Elektromagneten gegenübersteht. 11. Schaltvorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß der Kernmagnet aus zwei in vorzugsweise symmetrischer Anordnung jeweils einen überwiegenden Teil der Kernmagnethälften bildenden Magneten und aus zumindest einem als Teil des Kernmagneten zwischen zwei gleichnamigen Polen der Magneten eingefügten magnetisierbaren Zw!-schenglied sowie aus einem gegenüber dem Zwischenglied in Richtung der Ankerlängsachse verschiebbar angeordneten Magneten besteht, der eine von seiner Lage zum Zwischenglied abhängige Verschiebung der die Ankerstellung beeinflussenden Magnetpole bewirkt. 12. Schaltvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, deren Anker mit einer Kontakteinrichtung zusammenarbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker als stromführender Teil der Kontakteinrichtung ausgebildet ist. 13. Schaltungsvorrichtung nach einem oder mehreren der vorhergehenden Ansprüche, deren Anker mit einer Kontakteinrichtung zusammenarbeitet, dadurch gekennzeichnet, daß zumindest die Kontakteinrichtung der Vorrichtung in einer sie schützenden Art gekapselt ist. In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 538 205; deutsche Auslegeschrift Nr. 1025 492.
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