DE1217503B - Vorratskathode fuer elektrische Entladungsgefaesse - Google Patents
Vorratskathode fuer elektrische EntladungsgefaesseInfo
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Classifications
-
- H—ELECTRICITY
- H01—ELECTRIC ELEMENTS
- H01J—ELECTRIC DISCHARGE TUBES OR DISCHARGE LAMPS
- H01J1/00—Details of electrodes, of magnetic control means, of screens, or of the mounting or spacing thereof, common to two or more basic types of discharge tubes or lamps
- H01J1/02—Main electrodes
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- H01J1/28—Dispenser-type cathodes, e.g. L-cathode
Landscapes
- Solid Thermionic Cathode (AREA)
Description
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. Cl.:
HOIj
Deutsche KL: 21g-13/04
Nummer: 1217503
Aktenzeichen: S 94410 VIII c/21 j
Anmeldetag: 2. Dezember 1964
Auslegetag: 26. Mai 1966
Die Erfindung betrifft eine Kathode für elektrische Entladungsgefäße, bei deren Betrieb Emissionssubstanzen
aus einem Emissionsstoffvorrat durch feine Öffnungen eines diesen bedeckenden porösen Emissionsstoffträgers
aus inbesondere porös gesintertem hochschmelzendem Metall, wie z. B.. Wolfram, zur
Kathodenoberfläche hin wandern und bei der der Vorrat aus Bariumoxyd besteht.
Die Verwendung von Erdalkalimetalloxyden an Stelle von entsprechenden Karbonaten erfolgt wegen
der bekanntermaßen1; erheblichen Nachteile der
Karbonate,, die insbesondere bei den erforderlichen Warmbehandlungsvorgäjntgen, z. B. an der Hochvakuumpumpe
oder an den entsprechenden Automaten, auftreten. i ;-
Die bei der Verwendung von Erdalkalimetalloxyden, insbesondere von Bariumoxyd, auftretenden
Schwierigkeiten, vor allem im Hinblick auf atmosphärische Einflüsse, sind ebenfalls, bekannt. Der _"'
Zutritt von Feuchtigkeit zum Bariumoxyd muß deshalb nicht nur beim Herstellen und Einbringen eines
Vorrats, sondern vor allem auch beim Lagern der betreffenden Kathoden und während des Einbaus in
das betreffende Entladungsgefäß vermieden werden. Es sind deshalb zur Erreichung dieses Zieles schon
recht verschiedene Wege beschritten worden.
So hat man der Aufnahme von Feuchtigkeit beim Bariumoxyd dadurch zu begegnen versucht — allerdings
in nur sehr beschränktem Maße — daß man an Stelle von reinem Bariumoxyd Mischoxyde verwendet
hat, die, wenn sie Feuchtigkeit aufgenommen haben, im Vakuum sich bei steigender Temperatur
erst wieder zersetzen, bevor sie schmelzen, so daß dann wenigstens keine Schmelze durch die porösen
Schlitze hindurchtritt. Unabhängig davon bleiben jedoch die weiteren Nachteile großer Feuchtigkeit,
die man in Röhren streng zu vermeiden sucht, erhalten. Und überdies ist die Ba-Menge, die man in
einem bestimmten Volumen unterbringen kann, dann wesentlich kleiner als bei reinem BaO, so daß bei
gleicher Abdampfrate eine Verkürzung der Lebensdauer resultiert.
Bei einer anderen bekannten Vorratskathode hat man deshalb dem Vorrat aus Bariumoxyd außer
Reduktionsmitteln sogenannte säurebildende Oxyde, wie Berylliumoxyd, Zirkonoxyd, Titanoxyd, SiIiciumoxyd,
Aluminiumoxyd und Zinkoxyd, in einem solchen erheblichen Überschuß zugesetzt, daß bei
den höchsten im Vorratsbehälter auftretenden Temperaturen auf keinen Fall ein Schmelzen des Vorrats
eintritt. Die erwähnten zugesetzten Oxyde sollen außerdem verhindern, daß das Bariumoxyd der Vor-Vorratskathode
für elektrische Entladungsgefäße
Anmelder:
Siemens & Halske Aktiengesellschaft,
Berlin und München,
München 2, Witteisbacherplatz 2
Als Erfinder benannt:
Dr. Helmut Katz, München
Dr. Helmut Katz, München
ratssubstanz durch die Atmosphäre angegriffen wird. Der -wesentliche Nachteile dieser bekannten Maßnahme
besteht vor allem darin, daß — wie leicht einzusehen ist — der Schutz durch die beigefügten
Oxyde gegen atmosphärische Einflüsse selbst bei reichlichem Überschuß völlig unzureichend ist und
daß außerdem wiederum ein solcher Überschuß entweder einen erheblich größeren Vorratsbehälter und
damit entsprechend größere Kathodenabmessungen erfordert, was sich ungünstig auf die Wirtschaftlichkeit
und die Kenndaten des betreffenden elektrischen Entladungsgefäßes, insbesondere solcher für den
UHF-Betrieb, auswirkt, oder die Lebensdauer sowie der Funktionsmechanismus des betreffenden Entladungsgefäßes
ungünstig beeinflußt werden.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe besteht deshalb darin, bei einer Vorratskathode, insbesondere
Metallkapillarkathode, mit einem Vorrat aus Bariumoxyd, die störenden Einflüsse durch die
Feuchtigkeit sowie die bisher bei solchen Maßnahmen eintretenden Nachteile zu vermeiden. Außerdem
sollen die Mittel dieser Maßnahme gleichzeitig dazu benutzt werden, die Bariumabdampfrate bei
vorgegebener Betriebsweise des betreffenden Entladungsgefäßes so klein zu halten, daß eine optimale
Zuwanderungsgeschwindigkeit und darüber hinaus eine gleichmäßige Verteilung des die Austrittsarbeit
herabsetzenden Bariums auf alle Poren, insbesondere bei unterschiedlicher Porengröße, erzielt wird.
Erreicht wird dies bei einer Kathode für elektrische Entladungsgefäße, bei der im Betrieb Emissionssubstanzen
aus einem Emissionsstoffvorrat durch feine Öffnungen eines diesen bedeckenden porösen Emissionsstoffträgers aus insbesondere porös
gesintertem hochschmelzendem Metall, wie z. B. Wolfram, zur Kathodenoberfläche hin wandern und
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bei der der im Betrieb Barium abgebende Vorrat aus Bariumoxyd besteht, nach der Erfindung dadurch,
daß auf der dem Vorrat zugewandten Seite des porösen Emissionsstoffträgers ein dünner Überzug aus
Aluminiumoxyd aufgebracht ist.
Die Erfindung wird an Hand eines in der Figur rein schematisch dargestellten Ausführungsbeispiels
erläutert. Darin sind Teile, die nicht unbedingt zum Verständnis der Erfindung beitragen, fortgelassen
oder unbezeichnet geblieben.
In dem zum Teil im Schnitt dargestellten Ausführungsbeispiel ist mit 1 der topfförmige Vorratsbehälter
bezeichnet, der vom Kathodenmantel 2 umgeben ist und an seinem offenen Ende von einem
porös gesinterten Emissionsstoffträger 3 aus z. B. Wolfram überdeckt und mit diesem am Flansch 4
dicht verbunden ist. Auf der nach innen dem Vorrat zugewandten Seite ist der Emissionsstoffträger 3 mit
einer dünnen Schicht 5 aus Aluminiumoxyd bedeckt, die vor dem Zusammenbau der Kathode aufgebracht
und gegebenenfalls aufgesintert wird. Sie überdeckt die offenen Poren, indem sie diese verstopft, so daß
im Betrieb das aus der nicht besonders dargestellten Vorratssubstanz, nämlich Bariümoxyd, frei werdende
Barium auf die Aluminiumoxydschicht trifft. Da das Barium bzw. Bariumoxyd praktisch allein auf Grund
von Festkörperreaktionen, wie z. B. seine Aluminatbildung, und wenn eine gewisse Sättigung erreicht ist,
anschließend dessen Rückbildung, d. h. Reduktion unter Mitwirkung des Wolframs, durch diese Schicht
in die Poren und von dort aus an die Emissionsoberfläche gelangen kann, wirkt die dünne Aluminiumoxydschicht
quasi wie ein sehr feines Verteilungssieb. Das gebildete Aluminat übernimmt somit die gleichmäßige
Verteilung des Bariums auf alle Poren, so daß eine meist unvermeidliche unterschiedliche
Porengröße sich nicht mehr nachteilig auswirken kann. Dabei hat aber die Kathode noch den wesentlichen
Vorteil, daß sie weniger schädliche Verdampfungsprodukte abgibt als eine nur mit Bariumoxyd
beschickte Kathode. Die beschriebene Kathode zeichnet sich durch eine sehr große Gleichmäßigkeit
der Emission sowie eine lange Lebensdauer aus, weil die mit meist ungewollt größeren Poren verbundenen
Nachteile bei ihr wegfallen. Zudem sind nachteilige Wirkungen auf andere Elektroden weitgehend
reduziert.
Claims (2)
1. Kathode für elektrische Entladungsgefäße,
bei der im Betrieb Emissionssubstanzen aus einem Emissionsstoffvorrat durch feine Öffnungen eines
diesen bedeckenden porösen Emissionsstoffträgers aus insbesondere porös gesintertem hochschmelzendem
Metall, wie z. B. Wolfram, zur Kathodenoberfläche hin wandern und bei der der
im Betrieb Barium abgebende Vorrat aus Bariumoxyd besteht, dadurch gekennzeichnet,;
daß auf der dem Vorrat zugewandten Seite des porösen Emissionsstoffträgers ein dünner Überzug
aus Aluminiumoxyd aufgebracht ist.
2. Kathode nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Überzug aus Aluminiumoxyd
auf den Emissionsstoffträger auf gesintert ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 570/424 5.66 © Bundesdruckerei Berlin
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