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DE1217432B - Schaltungsanordnung zum Erzeugen von Impulsen aus einer Wechselspannung - Google Patents

Schaltungsanordnung zum Erzeugen von Impulsen aus einer Wechselspannung

Info

Publication number
DE1217432B
DE1217432B DER37545A DER0037545A DE1217432B DE 1217432 B DE1217432 B DE 1217432B DE R37545 A DER37545 A DE R37545A DE R0037545 A DER0037545 A DE R0037545A DE 1217432 B DE1217432 B DE 1217432B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
output
pulses
diode
storage
generator
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DER37545A
Other languages
English (en)
Inventor
Juan Jose Amodei
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
RCA Corp
Original Assignee
RCA Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by RCA Corp filed Critical RCA Corp
Publication of DE1217432B publication Critical patent/DE1217432B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H03ELECTRONIC CIRCUITRY
    • H03KPULSE TECHNIQUE
    • H03K3/00Circuits for generating electric pulses; Monostable, bistable or multistable circuits
    • H03K3/02Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses
    • H03K3/33Generators characterised by the type of circuit or by the means used for producing pulses by the use, as active elements, of semiconductor devices exhibiting hole storage or enhancement effect

Landscapes

  • Variable-Direction Aerials And Aerial Arrays (AREA)
  • Inductance-Capacitance Distribution Constants And Capacitance-Resistance Oscillators (AREA)

Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. σ.:
H03k
Deutsche Kl.: 21 al - 36/02
Nummer: 1217 432
Aktenzeichen: R 37545 VIII a/21 al
Anmeldetag: 25. März 1964
Auslegetag: 26. Mai 1966
Die vorliegende Erfindung betrifft Schaltungsanordnungen zum Erzeugen von Impulsen aus einer Wechselspannung mittels einer Speicherdiodenanordnung.
Wenn eine Halbleiter-Flächendiode von einem Strom in Durchlaßrichtung durchflossen wird, stellt sich im Bereich des pn-Überganges eine gewisse Trägerkonzentration ein. Wird die an der Diode liegende Spannung plötzlich umgepolt, so fließt zuerst ein gewisser Strom in Sperrichtung, bis die im Übergangsbereich gespeicherten Träger abgeflossen sind. Diese als »Trägerstaueffekt« bekannte Erscheinung kann zur Impulserzeugung ausgenutzt werden, da der Strom, der nach Umpolen der Diode in deren Sperrrichtung fließt, eine ziemlich definierte, kurze Dauer und eine vom Betrag des vorangehenden Flußstromes abhängige Amplitude hat.
Halbleiterdioden mit ausgeprägtem Trägerstaueffekt sollen im folgenden als »Speicherdioden« bezeichnet werden. Unter »Speicherzeit« soll die Zeitspanne bezeichnet werden, während der die Diode in Sperrichtung leitet, nachdem die Vorspannung von der Flußrichtung in die Sperrichtung umgepolt worden ist.
Es ist bekannt, Speicherdioden zur Impulsformung, insbesondere zum Erzeugen von steilen, kurzen Impulsen zu verwenden (USA.-Patentschrift 3 076 902),
Es ist femer eine Schaltungsanordnung zum Erzeugen kurzer Impulse aus einer Wechselspannung vorgeschlagen worden, bei der die Wechselspannung zwei mit entgegengesetzter Polung in Reihe geschalteten Speicherdioden, die als Steuerspeicherdiode und Ausgangsspeicherdiode bezeichnet werden sollen, zugeführt wird und die Impulse an der Ausgangsspeicherdiode abgegriffen werden. Die Steuerspeicherdiode begrenzt die Zeit, während der die Ausgangsspeicherdiode in Flußrichtung Strom führt, auf weniger als einen halben Zyklus der angelegten Wechselspannung. Hierdurch wird verhindert, daß die Ausgangsspeicherdiode während der ganzen in Sperrichtung gepolten Halbwelle im stark leitenden Speicherzustand arbeitet. Die Steuerspeicherdiode kann jedoch entfallen, wenn die Ausgangsspeicherdiode so beschaffen ist, daß sie auch ohne zusätzliche Hilfsmittel nicht während der ganzen in Sperrichtung gepolten Halbwelle leitet.
Es ist in der Praxis häufig erwünscht, die Form der Ausgangsimpulse ändern zu können. Bei manchen Anwendungsgebieten werden beispielsweise praktisch rechteckige Impulse und bei anderen Anwendungsgebieten sehr spitze Impulse kleinen Stromflußwinkels gebraucht.
Schaltungsanordnung zum Erzeugen von
Impulsen aus einer Wechselspannung
Anmelder:
Radio Corporation of America,
New York, N. Y. (V. St. A.)
Vertreter:
Dr.-Ing. E. Sommerfeld, Patentanwalt,
München 23, Dunantstr. 6
Als Erfinder benannt:
Juan Jose Amodei, Levittown, Pa. (V. St. A.)
Beanspruchte Priorität:
V. St. v. Amerika vom 26. März 1963 (268196)
Bei den bekannten Speicherdiodenschaltungen sind keine Möglichkeiten zur Einstellung der Impulsform vorhanden. Durch die Erfindung wird dieser Mangel bei einer Schaltungsanordnung zum Erzeugen von Impulsen aus einer Wechselspannung mittels einer Speicherdiodenanordnung dadurch behoben, daß der
Speicherdiodenanordnung eine Abstimmstichleitung parallel geschaltet ist.
Die an der Speicherdiode entstehenden Impulse laufen zum Ende der Stichleitung und werden dort zur Speicherdiode reflektiert. Die Reflexionen verändern die Form der Ausgangsimpulse, welche sich durch Abstimmen der Stichleitung in einem weiten Bereich ändern läßt, so daß sowohl praktisch rechteckige Impulse als auch sehr spitze Impulse kleinen Stromflußwinkels erzeugt werden können. Eine Steuerspeicherdiode braucht nicht vorhanden zu sein, wenn geeignete Ausgangsspeicherdioden zur Verfügung stehen. Frequenz und Amplitude der Impulse
lassen sich durch entsprechende Änderungen der Frequenz und Amplitude der Eingangswechselspannung einstellen.
Bezüglich der Weiterbildungen der Erfindung wird auf die Unteransprüche verwiesen.
Die Erfindung wird an Hand der Zeichnung naher erläutert; es zeigt
F i g. 1 ein Schaltbild eines Impulsgenerators veränderlicher Impulsfolgefrequenz mit einem Impulsformungskreis, der etwa der obenerwähnten, vorgeschlagenen Schaltungsanordnung entspricht und an Hand dessen kurz auf die der Erfindung zugrundeliegenden Prinzipien eingegangen wird,
609 570/479
3 4
Fig. 2, und 3 Diagramme zur Erläuterung der Zyklus der vom Generator 12 gelieferten Wechsel-Arbeitsweise der in F i g. 1 dargestellten Schaltungs- spannung 36. Zwischen den Zeiten tx und t2 ist die anordnung, Spannung 36 positiv, zwischen den Zeiten t2 und ts Fig.4 ein Schaltbild eines Impulsformungskreises ist sie negativ. Im Gleichgewichtszustand bewirkt der gemäß der Erfindung für hochfrequente Impulse und 5 anfängliche Teil der positiven Halbwelle der Wech-Fig. 5 und 6 Diagramme von Impulsformen, die selspannung 36, daß sowohl durch die Ausgangssieb, bei verschiedenen Frequenzen mittels der in speicherdiode 20 als auch die Steuerspeicherdiode 22 Fig. 4 dargestellten Schaltungsanordnung erzeugen ein relativ großer Strom fließt. Dies ist in Fig. 2b lassen. durch den Teil der dem Stromverlauf entsprechen-Der in Fig. 1 dargestellte frequenzveränderliche io den Kurve 38 dargestellt, der zwischen den Zeiten tt Impulsgenerator 10 enthält einen Meßsender oder bis liegt. Während des Zeitintervalls tt bis t/ leitet Wechselspannungsgenerator 12. Die Wechselspan- die Ausgangsspeicherdiode 20 in Flußrichtung und nung kann beispielsweise sinusförmig sein, da relativ die Steuerspeicherdiode 22 in Sperrichtung. Das Zeitpreiswerte Sinusgeneratoren verfügbar sind, man kann Intervall tt bis Z1' umfaßt also die Speicher- und Abjedoch auch Generatoren für Wechselspannungen 15 fallszeit der Steuerspeicherdiode 22.
anderer Kurvenformen verwenden. Der Signalgenera- Im weiteren Verlauf der vom Generator 12 getor 10 erlaubt sowohl die Amplitude als auch Fre- lieferten Wechselspannung 36 fällt die Strom durch quenz der Ausgangssignale zu verstellen, was durch die Dioden 20,22 nach dem Zeitpunkt i/, in dem die einen Pfeil am Block 12 angedeutet ist. Die Innen- Speicher- und Abfallszeit der Steuerspeicherdiode 22 impedanz des Generators 12 ist durch einen Wider- 2° endet, abrupt auf einen niedrigen Wert ab. Zwischen stand 14 dargestellt, die Ausgangsklemmen des Gene- den Zeiten i/ und t2 fließt dann nur noch ein kleiner rators sind mit 16, 18 bezeichnet. Die Impedanz 14 Sperrstrom durch die Steuerspeicherdiode 22 und dades Generators 12 kann gewünschtenfalls durch einen mit auch durch die Ausgangsspeicherdiode 20. Die zusätzlichen äußeren Widerstand vergrößert werden, Steuerspeicherdiode 22 begrenzt also den Vorwärtsder jedoch nicht dargestellt ist. An die Ausgangs- 25 stromfluß der Ausgangsspeicherdiode 20 auf weniger klemmen 16, 18 des Generators sind zwei mit ent- als eine Halbwelle der angelegten Wechselspannung, gegengesetzter Polung in Reihe geschalteter Dioden wodurch wiederum die Speicherzeit der Ausgangs-20,22 angeschlossen. Die Kathode 24 der ersten oder diode 20 begrenzt wird. Wie Fig. 2 c zeigt, fällt in Ausgangsspeicherdiode 20 ist mit der Ausgangs- der Zeit zwischen t± und t2 nur mehr eine sehr kleine klemme 18 des Wechselspannungsgenerators 12 ge- 3° Ausgangsspannung an der Ausgangsspeicherdiode 20 koppelt und mit einem auf einem Bezugspotential ab. Der Grund hierfür liegt darin, daß zwischen den liegenden Punkt des Kreises, wie Masse, verbunden. Zeiten ^1 und tt' beide Dioden 20, 22 im Zustand Die Anode 26 der ersten Speicherdiode 20 ist mit der hoher Leitfähigkeit arbeiten und einen geringen Anode 28 der zweiten Speicherdiode 22 verbunden, Widerstand darbieten, während zwischen den Zeiwährend die Kathode 30 der zweiten Speicherdiode 35 ten tx' und t2 die Steuerspeicherdiode 22 einen hohen 22 direkt an die Ausgangsklemme 16 des Generators Widerstand aufweist und der größte Teil der vom 12 angeschlossen ist. Die vom Impulsgenerator 10 Generator 12 gelieferten Spannung an ihr abfällt, erzeugten Ausgangsimpulse werden an der Aus- Während der ganzen positiven Halbwelle der Wechgangssteuerdiode 20 abgenommen und einem Aus- selspannung 36 ist die Spannung an der Ausgangsgangskreis 32 zugeführt, der einen Differenzierkreis 40 speicherdiode 20 daher klein.
zur Differentiation der Ausgangsimpulse enthalten Während der negativen Halbwelle der angelegten kann. Wechselspannung 36 werden die Ausgangsspeicher-Speicherdioden zeigen dieselbe hohe Leitfähigkeit diode 20 in Sperrichtung und die Steuerspeicherdiode wie gewöhnliche Halbleiterdioden, wenn sie in Fluß- 22 in Flußrichtung vorgespannt. Zwischen den Zeitrichtung vorgespannt sind, d. h. wenn die Anode der 45 punkten t2 und t2 führt die Ausgangsspeicherdiode Speicherdiode bezüglich der Kathode positiv ist. 20 zuerst infolge der Ladungsspeicherung einen hohen Wird jedoch eine Speicherdiode, nachdem sie eine Strom, der dann nach Ablauf der Speicherzeit wähgewisse Zeitspanne in Flußrichtung beaufschlagt war, rend der Abfallzeit rasch abnimmt. Die Ausgangsin Sperrichtung vorgespannt, so weicht ihr Verhalten speicherdiode 20 nimmt etwa zum Zeitpunkt t2 ihren von dem gewöhnlicher Halbleiterdioden dadurch ab, 5° Zustand niedriger Leitfähigkeit an, indem sie bis zum daß sie für eine bestimmte Zeitspanne, die Speicher- Zeitpunkt t3 verbleibt. Die Ausgangsspannung 40 oder Erholungszeit genannt wird, auch in der Rück- (F i g. 2 c) steigt daher im Zeitpunkt t2 von einem wärtsrichtung eine hohe Leitfähigkeit zeigt. Am Ende niedrigen auf einen hohen Wert an. Dieser abrupte der Speicherzeit fällt die Leitfähigkeit einer Speicher- Spannungssprung läuft während eines Zeitinterdiode abrupt auf einen kleinen Wert ab. Die Zeit- 55 valls ab, das kleiner als eine Nanosekunde ist, und spanne, während der die Leitfähigkeit von dem an- der Ausgangsimkuls 40 hat daher eine steile Vorderfänglich hohen Wert auf den niedrigen Wert abfällt, flanke. Nach dem Zeitpunkt t2 verlaufen Form und wird als Anfallszeit bezeichnet, sie kann kiemer als Amplitude des Ausgangsimpulses 40 der Augeneine Nanosekunde sein. Die Dauer der Speicherzeit blicksamplitude der negativen Halbwelle der angehängt unter anderem von der Größe und Dauer des 6o legten Spannung 36. Der Impuls 40 hat also eine Flußstromes durch die Diode vor der Beaufschla- verhältnismäßig lange Abfallzeit. Der Impulsgeneragung in Sperrichtung ab. ■ tor 10 liefert also eine ins Negative gehende Impuls-Die Diagramme der Fig. 2 und 3 zeigen gewisse reihe, deren Frequenz und Amplitude denen der vom Betriebseigenschaften des frequenzveränderlichen Generator 12 gelieferten Spannung entsprechen. Impulsgenerators der F i g. 1. Fig. 2 zeigt die Arbeits- 65 Durch Änderung der Frequenz und Amplitude der weise bei einer ersten Frequenz und Amplitude, wäh- vom Generator 12 gelieferten Ausgangsspannung rend Fig. 3 die Arbeitsweise bei höherer Frequenz lassen sich die Frequenz und Amplitude der Aus- und Amplitude darstellt. F i g. 2 a zeigt einen vollen gangsimpulse entsprechend ändern.
F i g. 3 zeigt das Betriebsverhalten der in F i g. 1 dargestellten Schaltungsanordnung, wenn der Generator 12 eine Spannung höherer Frequenz und Amplitude als im Falle der F i g. 2 liefert. F i g. 3 c zeigt, daß die Amplitude der Ausgangsimpulse 40 wesentlich größer und die Impulsbreite wesentlich kleiner sind als bei den Impulsen 40 der F i g. 2 c. Mit einem Impulsgenerator 10 der angegebenen Art lassen sich Ausgangsimpulse mit einer Amplitude von etwa 20 Volt erzeugen, die Grenze wird durch die maximal zulässige Sperrspannung der Speicherdioden 20, 22 begrenzt. Mit Sinusgeneratoren entsprechender Ausgangsspannung lassen sich also ohne Schwierigkeiten Impulse hoher Amplitude erzeugen. Die Impulsfolgefrequenz der Ausgangsimpulse läßt sich leicht durch die Ausgangsfrequenz des Generators 12 steuern. Die Frequenz des Generators 12 kann auf irgendeine Weise geregelt oder gesteuert sein, beispielsweise können für die gewünschten Ausgangsfrequenzen getrennte Kristalle vorgesehen sein, die in gewünschter Folge anschaltbar sind. Durch die Kristallsteuemng ist dann eine hohe Frequenzstabilität und Genauigkeit des Impulsgenerators 10 gewährleistet.
An der Steuerspeicherdiode können Impulse abgenommen werden, die eine den Ausgangsimpulsen 40 (F i g. 2 c) entgegengesetzte Polarität haben. Durch Umpolen der Dioden 20, 22 in F i g. 1 lassen sich auch mit der Ausgangsspeicherdiode 20 positive Ausgangsimpulse 40 erzeugen.
Zur Steuerung der Form der Ausgangsimpulse eignet sich, besonders bei hohen Frequenzen, ein Impulsformerkreis der in F i g. 4 dargestellten Art. In F i g. 4 sind Teile, die schon in F i g. 1 vorgekommen waren, mit gleichen Bezugszeichen bezeichnet. Bei dem in F i g. 4 dargestellten Kreis wird eine vom Generator 12 erzeugte hochfrequente Wechselspannung über eine Eingangshochfrequenzleitung 50 fester Länge L der Reihenschaltung aus Ausgangsund Speichersteuerdioden 20 bzw. 22 zugeführt. Die Hochfrequenzleitung 50 ist als Koaxialleitung mit einem geerdeten Außenleiter 52 und einem beispielsweise durch isolierende Abstandshalter vom Außenleiter isolierten Innenleiter 54 dargestellt. Man kann auch andere Arten von Hochfrequenzleitungen oder Wellenleitern verwenden, z. B. Mikrostreifenleitungen oder Bandleitungen. Am Generatorende der Leitung 50 ist ein Widerstand 56 zwischen Außenleiter 52 und Innenleiter 54 geschaltet. Der Widerstand 56 ist so gewählt, daß das mit dem Generator 12 verbundene Eingangsende der Leitung mit dem Wellenwiderstand Z0 der Leitung 50 abgeschlossen ist. Bei dem Widerstand 56 kann es sich um einen einfachen Widerstand oder irgendeinen geeigneten bekannten Isolator handeln. Ein Leitungsisolator ist besonders in den Fällen zweckmäßig, wenn z. B. die Innenimpedanz des Generators 12 frequenzabhängig ist und mit einem einfachen Widerstand daher nicht ohne weiteres eine Anpassung erreicht werden kann. Die Kathode der Steuerdiode 22 ist mit dem Innenleiter 54 und die Kathode der Ausgangsdiode 20 mit dem Außenleiter 52 der Hochfrequenzleitung 50 verbunden. Das Ausgangsende der Leitung 50 ist also durch die Reihenschaltung der Speicherdioden 20, 22 abgeschlossen.
Ein Ende einer längenveränderlichen Abstimmoder Stichleitung 60 ist der Ausgangspeicherdiode 20 parallel geschaltet. Die Stichleitung 60 enthält einen mit der Anode der Diode 20 verbundenen Innenleiter 62 und einen geerdeten Außenleiter 64, sie setzt sich aus einem festen Abschnitt 66 und einem zur Längenänderung der Leitung koaxial verschiebbaren Abschnitt 68 zusammen. Das der Diode 20 abgewandte Ende der Stichleitung 60 ist offen dargestellt, es könnte ebensogut kurzgeschlossen sein.
Der Verbindungspunkt der Anoden der Dioden 20, 22 ist mit der Kathode 76 einer gewöhnlichen
ίο Halbleiterdiode 77 gekoppelt, deren Anode an den Innenleiter 80 einer Ausgangs-Hochfrequenzleitung 82 angeschlossen ist. Der Außenleiter 84 der Ausgangsleitung 82 liegt an Masse. An das Ausgangsende der Leitung 82 ist ein Verbraucher angeschlos- sen, der in Fig. 4 als Widerstand dargestellt ist. Der Wellenwiderstand der Ausgangs-Hochfrequenzleitung 82 ist entsprechend der Impedanz des Verbrauchers 86 gewählt. Die Speicherdioden 20,22 und die Halbleiterdiode 77 können in einem Mikrowellen-T-Glied mit Koaxialanschlüssen für die Leitungen 50, 82 und die Stichleitung 60 montiert sein. Der Wellenwiderstand der Leitungen 50, 82 und der Stichleitung 60 kann einfach 50 Ohm betragen.
Der Hochfrequenzimpulsgenerator 12 der F i g. 4 liefert Ausgangsimpulse mit einer im Megahertzbereich liegenden Folgefrequenz. Die Form der Ausgangsimpulse läßt sich durch Änderung der Länge der Stichleitung 60 beeinflussen. Die vom Generator 12 erzeugten sinusförmigen Schwingungen laufen also zuerst die Hochfrequenzleitung 50 der Länge L zu der Reihenschaltung aus den Dioden 20, 22. Die am Ausgangsende der Leitung ankommenden Sinusschwingungen erzeugen an der Ausgangsspeicherdiode 20 Ausgangsimpulse entsprechend den Impulsen 40 der Fig. 2c. Die der Leitung 50 durch die Speicherdioden 20, 22 dargebotene nichtlineare und zeitlich veränderliche Impedanz ergibt eine Fehlanpassung, die eine Reflexion der Ausgangsimpulse zum Generatorende der Leitung 50 zur Folge hat.
Die reflektierten Impulse werden von der Abschlußimpedanz 56 absorbiert, so daß die Impulse vom Generatorende der Leitung 50 praktisch nicht reflektiert werden. Die von der Ausgangsspeicherdiode 20 erzeugten Impulse laufen gleichzeitig in die Stichleitung 60. An dem offenen Ende der Stichleitung 60 werden die Ausgangsimpulse mit gleicher Polarität zum Eingangsende der Stichleitung 60, also zur Diode 20 reflektiert. Wenn das Ende der Stichleitung 60 kurzgeschlossen wäre, würden die Impulse ebenso falls reflektiert, aber mit entgegengesetzter Polarität. Die reflektierten Impulse verändern die Form der Ausgangsimpulse und im Gleichgewichtszustand entstehen für jede Längeneinstellung der Stichleitung 60 Ausgangsimpulse einer bestimmten, gleichbleibenden Form. Die Veränderung der Form der anfänglich durch die Speicherdiode 20 erzeugten Impulse konnte bisher noch nicht exakt theoretisch erfaßt werden, anscheinend spielen eine Reihe von Faktoren mit. Die Länge der Stichleitung 60 bestimmt die Phase der reflektierten Impulse und damit die Komponenten, die zu dem anfänglich erzeugten Impuls addiert und/oder von diesem subtrahiert werden. Außerdem, was wahrscheinlich noch wichtiger ist, ändert die Phase der reflektierten Impulse sowohl die Speicherzeit als auch die Intervalle hoher Leitfähigkeit der Speicherdiode 20, wodurch wiederum die Form der Ausgangsimpulse beeinflußt wird. Man kann also eine Vielzahl von Schwingungsformen erzeugen.
Die an der Speicherdiode 20 erzeugten negativen Ausgangsimpulse werden durch die Diode 77 in die Ausgangsleitung 82 injiziert und zu dem angepaßten Verbraucher 86 übertragen. Die Polung der Diode 77 verhindert, daß ein positiver »Brumm« in die Ausgangsleitung 82 übertragen wird. Der Verbraucher 86 wird also mit hochfrequenten negativen Impulsen gespeist. Selbstverständlich kann man mit der in Fig. 4 dargestellten Schaltung auch hochfrequente positive Ausgangsimpulse erzeugen, wenn man einfach alle Dioden 20, 22, 77 umpolt.
Es ist zwar erwünscht, aber nicht notwendig, daß das dem Generator 12 benachbarte Ende der Eingangsleitung 50 mit einer angepaßten Impedanz 56 abgeschlossen ist. Man kann auch eine fehlangepaßte Impedanz, wie einen induktiven Abschluß, verwenden, um Energie vom Generator 12 auf die Eingangsleitung 50 zu koppeln. Eine solche Induktivität kann, von dem mit den Dioden 20, 22 verbundenen Ende der Leitung aus als Kurzschluß erscheinen. Bei einer derart erwählten Impedanz treten Reflexionen auf, die die Form der Ausgangsimpulse ähnlich ändern wie die Stichleitung 60. Durch die Stichleitung läßt sich jedoch die Form der Ausgangsimpulse leichter steuern.
Wie oben bereits erwähnt wurde, ist die Steuerspeicherdiode 22 in dem Kreis der F i g. 4 und auch im Kreis der Fig. 1 nicht unbedingt erforderlich. Die Form der von den Kreisen erzeugten Ausgangsimpulse ist jedoch beim Fehlen der Steuerdiode 22 im allgemeinen nicht so günstig wie bei Kreisen, die die Steuerspeicherdiode 22 enthalten.
Die Hochfrequenzleitung 50 kann eine feste Länge L haben. Wenn die Ausgangsfrequenz des Generators 12 zur Änderung der Frequenz der Ausgangsimpulse verstellt wird, wird die Stichleitung 16 ebenfalls geändert, um zu gewährleisten, daß erstens überhaupt Ausgangsimpulse entstehen und zweitens diese Impulse die gewünschte Form haben. Für jede Frequenzeinstellung des Generators 12 ergibt eine Verstellung der Stichleitung 60 von der einen Extremstellung zur anderen eine Vielzahl von Impulsformen einschließlich Impulsen verschwindender Amplitude, so daß also sowohl geeignete als auch unzweckmäßige Impulsformen auftreten. Je nach der Länge der Stichleitung 60 und der Frequenz der vom Generator 12 gelieferten Impulse wird der ■Variationsbereich mehrfach durchlaufen. Für jede spezielle Frequenz des Generators 12 liefert eine bestimmte Einstellung der Stichleitung eine bestimmte reproduzierbare Ausgangsimpulsform.
Der in F i g. 4 dargestellte Impulsgenerator liefert Ausgangsimpulse, deren Folgefrequenz im Mikrowellenbereich zwischen weit auseinander liegenden Grenzen geändert werden kann. Die Amplitude der Impulse läßt sich ebenfalls mittels des (Sinus)-Generators 12 verändern. Im Mikrowellenbereich, in dem eine Verstärkung von Impulsen relativ schwierig ist, während Schwingungen einer bestimmten Frequenz leicht verstärkt werden können, wird also das sinusförmige Ausgangssignal des Generators 12 auf irgendeine gewünschte Amplitude verstärkt, bevor es der Eingangsleitung 50 zugeführt wird. Die Amplitude der Ausgangsimpulse entspricht dann der der sinusförmigen Signale, und die angegebene Schaltungsanordnung ermöglicht es daher ohne Schwierigkeiten Impulse hoher Leistung bei Mikrowellenfrequenzen zu erzeugen.
In Fig. 5 und 6 sind eine Anzahl von häufig gebrauchten Impulsformen dargestellt, die Folgefrequenz beträgt dabei 100 bzw. 300MHz. Fig. 5 zeigt, daß für verschiedene Einstellungen der Stichleitung 60 einmal schmale Impulse α und das andere Mal einigermaßen rechteckige Impulse b erhalten
ίο werden. Der Amplituden- und Zeitmaßstab gilt für beide Kurven der F i g. 5. Außer den beiden dargestellten Impulsformen lassen sich noch viele andere herstellen.
Fig. 6 zeigt Impulse, deren Folgefrequenz
300 MHz beträgt. Die Grundlinie der in Fig. 6 dargestellten Impulse ist etwas wellig. Die Einstellung der Stichleitung 60 wurde so gewählt, daß diese hochfrequente Grundlinienwelligkeit des Impulszuges möglichst klein war. Die nach der Abstimmung der
ao Stichleitung resultierenden Impulse sind in F i g. 6 im selben Zeitmaßstab wie die Impulse der Fig. 5 dargestellt. Der Impulszug & der F ig. 6 hatte kleinere Grundlinienwelligkeit.
Durch die Abstimmung der Stichleitung kann nicht nur die Form der Ausgangsimpulse geändert werden, man kann vielmehr auch unter gewissen Bedingungen eine Einstellung finden, bei der jeder zweite von der Speicherdiode 20 erzeugte Impuls unterdrückt wird. Man kann also Ausgangsimpulse erzeugen, deren Folgefrequenz die Hälfte der Frequenz der vom Generator 12 gelieferten Signale beträgt.

Claims (4)

Patentansprüche:
1. Schaltungsanordnung zum Erzeugen von Impulsen aus einer Wechselspannung mittels einer Speicherdiodenanordnung, dadurch gekennzeichnet, daß der Speicherdiodenanordnung (20) eine Abstimmstichleitung (60) parallel geschaltet ist.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, bei welcher die Wechselspannung zwei mit entgegengesetzter Polung in Reihe geschalteten Speicherdioden zugeführt und die Impulse parallel zur einen Speicherdiode abgenommen, sind, dadurch gekennzeichnet, daß ein erster Leiter (62) der Abstimmstichleitung (60) an den Verbindungspunkt der beiden Dioden (20, 22) und ein zweiter Leiter (64) der Abstimmstichleitung an die diesem Verbindungspunkt abgewandte Klemme derjenigen Speicherdiode (20), an der die Ausgangsimpulse abgegriffen werden, angeschlossen sind.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Speicherdiodenanordnung (20, 22) über eine Wellenleitung (50) an einen Wechselspannüngsgenerator (12) angeschlossen ist und das dem Wechselspannungsgenerator abgewandte Ende dieser Wellenleitung abschließt.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das generatorseitige Ende der Wellenleitung (50) mit dem Wellenwiderstand abgeschlossen ist.
In Betracht gezogene Druckschriften:
USA.-Patentschrift Nr. 3 076 902.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
DER37545A 1963-03-26 1964-03-25 Schaltungsanordnung zum Erzeugen von Impulsen aus einer Wechselspannung Pending DE1217432B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
US268196A US3201612A (en) 1963-03-26 1963-03-26 Storage-diode pulse generator employing tuning transmission line for altering shape of output pulses

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DE1217432B true DE1217432B (de) 1966-05-26

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DER37545A Pending DE1217432B (de) 1963-03-26 1964-03-25 Schaltungsanordnung zum Erzeugen von Impulsen aus einer Wechselspannung

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US3201612A (en) 1965-08-17
GB1046284A (en) 1966-10-19

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