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Schaltungsanordnung zur Überwachung des Schaltzustandes einer Anzahl
Relais, insbesondere zur Codekontrolle in Fernmeldeanlagen Die Erfindung betrifft
eine Schaltungsanordnung zur Überwachung des Schaltzustandes einer Anzahl Relais
mittels eines Überwachungsschaltmittels, insbesondere zur Codekontrolle in Fernmeldeanlagen.
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Bei der Informationsweitergabe in Fernmeldeanlagen besteht die Forderung,
die Vollständigkeit einer Aussage zu überwachen. Die Aufgabe kann beispielsweise
darin bestehen, zu überwachen, ob eine bestimmte Anzahl Relais aus einer Gruppe
von Relais angesprochen hat. Dies kann in bekannter Weise mit Hilfe von Kontaktpyramiden
geschehen, doch diese Lösung ist recht aufwendig, denn oftmals müssen wegen der
beschränkten Unterbringungsmöglichkeit von Kontakten auf einem Relais Hilfsrolais
verwendet werden. Eine weitere bekannte Anordnung nutzt die Fehlstrom-Ansprechstrom-Bedin-C,
Crung eines überwachungsrelais dadurch aus, daß Arbeitskontakte der zu überwachenden
Relais das Überwachungsrelais über jeweils einen Vorwiderstand an die Betriebsspannung
schalten. Diese Lösung ist aber aus Toleranzgründen oft nicht durchführbar.
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Durch die deutsche Auslegeschrift 1039 578 sind ferner Schaltungsanordnungen
zur Überwachung einer Anzahl Relais bekannt, bei denen jedem Relais ein durch einen
Umschaltkontakt des betreffenden Relais in dessen Ruhezustand kurzgeschlossener
Widerstand zugeordnet ist und bei denen diese Widerstände vorzugsweise gleich groß
gewählt sind und in Reihe mit einer Spannungsquelle liegen. Ein überwachungsschaltmittel
ist über die Arbeitsfedern der Umschaltkontakte und über Dioden an die Widerstandskette
anschaltbar und spricht nur beim Vorhandensein einer Mindestanzahl angesprochener
Relais an. Bei diesen Anordnungen ist jedoch der Aufwand an Schaltelementen verhältnismäßig
hoch, da statt einfacher Arbeits- oder Ruhekontakte Umschaltkontakte und ferner
eine Vielzahl von Dioden benötigt werden.
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,Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Schaltungsanordnung
zur Überwachung des, Schaltzustandes einer Anzahl Relais zu schaffen, bei der die
genannten Nachteile vermieden werden. Die Erfindung geht dabei von einer solchen
Anordnung aus, bei der jedem Relais ein durch einen Kontakt des betreffenden Relais
in dessen Ruhezustand kurzgeschlossener Widerstand zugeordnet ist und bei der diese
Widerstände in Reihe mit einer Spannungsquelle liegen, gleich groß gewählt und derart
bemessen sind, daß nur beim Vorhandensein einer Mindestanzahl angesprochener Relais
ein überwachungsschaltmittel über Dioden anspricht. Die Erfindung schlägt vor, in
-die Reihenschaltung einen Vorwiderstand einzufügen und das Überwachungsschaltmittel
und die Diode zwischen den mit der Widerstandskette verbundenen Anschluß dieses
Vorwiderstandes und einen Abgriff der Spannungsquelle zu legen. Weitere Merkmale
und Vorteile können den Ausführungsbeispielen entnommen werden.
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An Hand zweier Ausführungsbeispiele wird die Erfindung näher erläutert.
Es zeigt F i g. 1 eine Schaltungsanordnung zur überwachung des Schaltzustandes
einer Anzahl Relais, bei der überwacht werden soll, daß eine bestimmte Mindestanzahl
angesprochener Relais vorhanden ist, F i g. 2 eine der F i g. 1 ähnliche
Schaltungsanord-. nung, bei der zusätzlich überwacht werden soll, daß eine zweite
bestimmte Mindestanzahl angesprochener Relais vorhanden ist.
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In F i g. 1 liegen mehrere gleiche Widerstände R
1
bis R n in Reihe mit einem Vorwiderstand R an den Polen
- U 1, + U2 einer Spannungsquelle. Die zu überwachenden Relais sind
nicht dargestellt; von ihnen ist jeweils nur ein Ruhekontakt 1 bis n gezeigt,
der den jeweils zugehörigen Widerstand Rl bis Rn im Ruhezustand kurzschließt. Zwischen
dem Verbindungspunkt P des letzten Widerstandes Rn mit dem Vorwiderstand R und dem
geerdeten Abgriff der Spannungsquelle-Ul, +U2 sind in Reihe eine Diode
D und ein Relais A angeordnet. Das Relais A und die Diode
D können auch beispielsweise durch ein Röhren- oder Transistorrelais er-,setzt
werden.
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Im Ruhezustand liegt das negative Potential - Ul an der Diode
D, die somit gesperrt ist. Deshalb kann das Relais A nicht ansprechen.
Ist nun eine bestimmte Mindestanzahl angesprochener Relais -
beispielsweise
zwei - vorhanden und sind aus diesein
Grund beispielsweise
die Kontakte 1, 2 geöffnet worden, so sind die ' Widerstände R
1, R 2 wirksam in die Kettenschaltung einbezogen. Das Potential P
an der Diode D verschiebt sich dadurch derart, daß die Diode entsperrt wird
und das Relais A anspricht. Das Relais A spricht auch dann an, wenn
eine über die Mindestanzahl hinausgehen-de Anzahl angesprochener Relais vorhanden
ist, wenn im Beispiel also mehr als zwei Kontakte, beispielsweise die Kontakte
1, 2, 3 geöffnet sind. Ist jedoch eine Anzahl angesprochener Relais
vorhanden, die unter der bestimmten Mindestanzahl liegt, so spricht das Relais
A nicht an. Beträgt z. B. die bestimmte Mindestanzahl zwei und ist nur ein
Kontakt, beispielsweise der Kontakt 1, geöffnet, so herrscht zufolge der
Bemessung der Widerstände R 1 und R am Verbindungspunkt P ein solches Potential,
daß die Diode D gerade noch gesperrt wird.
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Es kann für die Codekontrolle in Fernmeldean-
lagen wichtig
sein, zu erfassen, wann eine zweite Mindestanzahl angesprochener Relais vorhanden
ist. In F i g. 2 ist zusätzlich zu der Anordnung gemäß F i g. 1 eine
zweite entsprechende Anordnung vorgesehen, die aus Widerständen WI bis Wn
und einem Vorwiderstand W besteht, wobei weitere Ruhekontakte 21 bis 2 n der zu
überwachenden Relais die Widerstände Wl bis Wn kurzschließen. Die den Ruhekontakten
1 bis n in F i g. 1 entsprechenden Ruhekontakte sind mit
11 bis In bezeichnet, wobei die Kontakte 11, 21, die Kontakte 12,
22, die Kontakte 13,23 unddie Kontakte In, 2n jeweils einem Relais zugehören. Ein
überwachungsrelais B weist zwei gegensinnig gepolte Wicklungen 1, 11 auf,
die jeweils in Reihe mit einer Diode D 1 bzw. D 2 liegen.
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Liegt eine erste Mindestanzahl angesprochener Relais vor, so wird
die Diode D 1 entsperrt und die Wicklung I erregt. Das Relais B spricht an,
wenn nicht eine zweite bestimmte Mindestanzahl angesproehener Relais vorhanden ist.
Die erste Mindestanzahl möge wie im- vorhergehenden Beispiel wieder zwei betragen,
Während die zweite Mindestanzahl drei sein möge. Werden dann beispielsweise nur
die Kontakte 11, 21 geöffnet, so werden die Wicklungen 1, 11
nicht
erregt. Öffnen zusätzlich die Kontakte 12, 22, so wird die Wicklungl, nicht aber
die Wicklung11 erregt. Das Relais B spricht an. Werden außerdem noch die Kontakte
13, 23 geöffnet,-so werden beide Wicklungen 1, 11 erregt. In diesem Fall
spricht das Relais B wegen der Gegenerregung nicht an. Die zweite bestimmte Mindestanzahl
kann auch mehr als nur eins größer als die erste Mindestanzahl gewählt werden. Sie
kann beispielsweise fünf betragen, so daß das Relais B nur anspricht, wenn zwei,
drei oder vier der zu überwach-enden Relais sich im Ansprechzustand befinden. An
das Überwachungsrelais B und A werden keine besonderen Bedingungen gestellt;
die Toleranzen dieser Relais spielen keine Rolle.