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DE1217002B - Abstimmbares Filter fuer sehr kurze elektro-magnetische Wellen, das mittels der magnetokristallinen Anisotropieeigenschaften abstimmbar ist - Google Patents

Abstimmbares Filter fuer sehr kurze elektro-magnetische Wellen, das mittels der magnetokristallinen Anisotropieeigenschaften abstimmbar ist

Info

Publication number
DE1217002B
DE1217002B DES92363A DES0092363A DE1217002B DE 1217002 B DE1217002 B DE 1217002B DE S92363 A DES92363 A DE S92363A DE S0092363 A DES0092363 A DE S0092363A DE 1217002 B DE1217002 B DE 1217002B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
tunable filter
filter according
crystal
crystals
ferrimagnetic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DES92363A
Other languages
English (en)
Inventor
Dipl-Phys Dieter Roth
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Corp filed Critical Siemens Corp
Priority to DES92363A priority Critical patent/DE1217002B/de
Publication of DE1217002B publication Critical patent/DE1217002B/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01PWAVEGUIDES; RESONATORS, LINES, OR OTHER DEVICES OF THE WAVEGUIDE TYPE
    • H01P1/00Auxiliary devices
    • H01P1/20Frequency-selective devices, e.g. filters
    • H01P1/215Frequency-selective devices, e.g. filters using ferromagnetic material
    • H01P1/218Frequency-selective devices, e.g. filters using ferromagnetic material the ferromagnetic material acting as a frequency selective coupling element, e.g. YIG-filters

Landscapes

  • Control Of Motors That Do Not Use Commutators (AREA)

Description

  • Abstimmbares Filter für sehr kurze elektromagnetische Wellen, das mittels der magnetokristallinen Anisotropieeigenschaften abstimmbar ist Die Erfindung betrifft ein abstimmbares Filter für das Mikrowellengebiet, bei dem im Zuge einer der Übertragung elektromagnetischer Energie dienenden Leitung wenigstens ein unter dem Einfluß eines magnetischen Gleichfeldes stehender Ferrit-Einikristall angeordnet ist.
  • Im Mikrowe.Ilenbereich- sind die. verschiedensten Anordnungen- von Resonanzkreisen und Filtern bekannt. Darunter sind solche, bei denen die Eigenschafteii der ferromagnetischen Resonanz sogenannter ferrimagnetischer Kristalle ausgenutzt werden. Bei derartigen. Anordnungen wird in der Regel ein ferrimagnetischer Kristall beispielsweise im Zuge eines Holilleiters vorgesehen. Für die Wirkungsweise ist es hierbei erforderlich, den Kristall einem magnetischen Gleichfeld auszusetzen, das durch Permanentmagneten oder Elektr.omägneten erzeugt wird. , Wird zur Erzeugung des Magnetfeldes ein Elektromagnet benutzt, so kann dieses durch Veränderung des Spulenstromes variiert werden. Bei technischen Anwendungen wird man jedoch einen Permanentmagneten bevorzugen, dä dieser kleiner und leichter ist und zum Betrieb keine elektrische Leistung benötigt. Das Feld von Permanentniagneten kann mit Hilfe von zusätzlichen Spulen oder durch magnetische Nebenschlüsse abgestimmt werden. - Außer dem Aufwand an Material und Gewicht kommt im ersten Fall die stabilisierte elektrische Stromversorgung hinzu, und im zweiten Fall ist die präzise Verschiebung relativ großer Massen notwendig.
  • Der -Erfindung liegt die, Aufgabe zugrunde', eine Anordnung zu finden, bei der die -vorzugsweise schmalbändige Abstimmung von Mikrowellenresona# toren ohne die -mit großem Aufwand verbundene Veränderung des Magnetfeldes erfolgt.
  • -Die Aufgabe, einen abstimmbaren Resonator für das MikrowellengQbiet, bei dem im Zuge einer der Übertragung elektromagnetischer Energie dienenden Leitung wenigstens ein unter dem Einfluß eines magnetischen Gleichfeldes stehender Ferrit-Einkristall angeordnet ist, wird erfindunggemäß dadurch gelöst, daß das den Resonator durchsetzende magnetische Gleichfeld einen konstanten Wert hat und daß zur Einstellung der Resonanzfrequenz mit Hilfe der magnetokristallinen Anisotropieeigenschaften der Kristall in dem Gleichfeld drehbar angeordnet ist sowie daß ein Ferrit-Einkristall aus Yttriumeisengranat (nachstehend mit YIG bezeichnet) oder galliumsubstituierten Yttn*umeisengranat, bei dem der Eisenanteil teilweise durch Gallium ersetzt ist, vorgesehen ist. Letzteres besitzt eine wesentlich geringere Sättigungsmagnetisierung bei vergleichbarer oder größerer Anisotropiekonstante 1. OrdnunIg.
  • Durch die. magnetokristalfine Anisötropie ist die Resonanzfrequenz von ferrimagnetischen Einkristallen bei festem äußerem Magnetfeld, H, -von # der Orientierung des Kristalls abhängig. Die Zusammenhänge bei der ferromagnetischen Resonanz in Anisotropeneinkristall ' e sind,lunter- anderem von C.Kittel, »On the Theory of Ferromagnetic Resongnce Absor-Ption«.-Phys. Rev., 73 (1948), S. 155, und J. 0. Artmann, »Mierawave Resonance. Relations in Amsotropie Single Crystal. Ferrites«, Proc. IRE, 44 (1956), S. 1284, theoretisch untersucht worden.
  • YIG hat ein. kubisches Kristallgitter und eine nega--7 tive Anisotropiekonstante 1. Ordnung (die.- Anisotropiekonstante 2. Ordnung kann in guter Näherung für diese.Betrachtungen vernachlässigt werdend..
  • In kubischen Kristallen mit negativer AnisotropiekonstanteK1 ist die kristallographische [1001-Richtung eine sogenannte schwere Richtung. Wenn das äußere magnetische Gleichfeld in dieser Richtung anliegt, benötigt man bei fester Frequenz die größte Feldstärke zur Resonanz. Andererseits tritt bei vorgegebenem Magnetfeld die Resonanz bei der niedrigsten Frequenz auf. Die [111]-Richtung ist eine, leichte Richtung, und die [011]-Richtung ist eine mittelschwere Richtung. Die Lage dieser einzelnen Achsen in der Elementarzelle des Kristalls ist in der. Fig. 1 dargestellt. Die ebenfalls in, dieser Figur eingezeichnete (011)-Ebene enthält alle drei angegebenen Richtungen. Die Winkelverhältnisse in der (011)-Ebene sind in der F i g. 2 dargestellt. Dia [1111-(leichte)-Richtung bildet mit der schweren Richtung einen Winkel von 54144'. Für Anwendungen, bei denen ein Abstimmbereich von etwa 400 MHz ausreicht, kann ein Filter aus YIG-Resonatoren durch Veränderung der kristallographischen Orientierung in bezug auf das Magnetfeld abgestimmt werden.
  • Erfindungsgemäß ist der Einkristall * kugelförmig ausgebildet und so in eine Mikrowellenstruktur eingebaut, daß er vorzugsweise um die Normale zur (011)-Kristallebene drehbar ist und daß das magnetische Gleichfeld stets in der (011)i-jKristallebene liegt. Das magnetische HF-Feld soll senkrecht zu H, gerichtet sein.
  • Liegt H, in [111]-Richtung, dann besteht die Resonanzbedingung Hierbei ist y = 17,6 NIII-1z/Oe das gyromagnetische Verhältnis, Ki die Anisotropiekonstante 1. Ordnung und M, die Sättigungsmagnetisierung.
  • Mit H" in schwerer Richtung ergibt sich: für die [0111-Richtung erhält man: Aus der Differenz der Resonanzfrequenzen in leichter und schwerer Richtung kann der optimale Abstimmbereich eines YIG-Resonators bei festem Magnetfeld berechnet werden. Man erhält z. B. einen Abstimmbereich A 420 Wh.
  • Dieser physikalische Effekt wird erfindungsgemäß vorteilhaft bei folgenden abstimmbaren Filtern ausgenutzt* Ein Filter ist so aufgebaut, daß zwei aufeinander senkrecht stehende, an einer Seite kurzgeschlossene Rechteckhohlleiter in dem beiden Hohlleitern gemeinsamen Abschnitt der Kurzschlußwand eine Koppelöffnung aufweisen, in der der ferrimagnetische Kristall drehbar angeordnet ist.
  • Ein anderes Filter ist so konstruiert, daß in der Leitung in Fortpflanzungsrichtung der elektromagnetischen Welle zwei kugelförmige ferrünagnetische Kristalle hintereinander angeordnet sind und daß beide Kristalle vorzugsweise über einen gemeinsamen Antrieb im Gleichlauf verstellbar sind.
  • In ihm kann zwischen den drehbaren ferrimagnetischen Kristallen wenigstens ein weiterer, fest eingestellter ferrimagnetischer Kristall angeordnet sein.
  • Ein weiteres Filter ist so ausgebildet, daß in einem an einem Ende kurzgeschlossenen Rechteckhohlleiter zwei kugelförmige ferrimagnetische Kristalle mit um 901 versetzter schwerer und leichter Richtung drehbar auf einer gemeinsamen Achse angeordnet sind.
  • Zuletzt ist ein Filter so ausgeführt, daß in der gemeinsamen metallischen Trennwand zweier zueinander parallellaufender Streifenleitungen ein Koppelschlitz vorgesehen ist und daß zwischen den Innenleitern und dem Koppelschlitz vorzugsweise kugelförmige ferrimagnetische Kristalle drehbar angeordnet sind und daß weiterhin die Innenleiter an ,einer Seite mit den Außenleitern kurzgeschlossen sind, während sie auf der anderen Seite in die Innenleiter koaxialer Zuführungsleitungen übergehen.
  • Nachstehend wird die Erfindung an Hand von Ausführungsbeispielen näher erläutert.
  • In der F i g. 3 ist schematisch eine abstimmbare Bandsperre dargestellt. In einem Durchgangshohlleiter 1 ist eine ferrimagnetische Kugel 2 aus Yttriumeisengranat drehbar angebracht. Die Kugel 2 ist auf einer aus einem dielektrischen Material bestehenden Achse 3 beispielsweise durch Klebung befestigt. Die Achse 3 ist in einer Buchse 4 gelagert und in Richtung des Doppelpfeiles 5 über einen in der Zeichnung der besseren übersichtlichkeit halber nicht näher dargestellten Antrieb drehbar. D#r Antrieb kann beispielsweise aus einer Mikrometerschraube bestehen, wobei die Einstellung der Resonanzfrequenz mittels einer Eichkurve erfolgt. Es kann auch eine direkt in Frequenz geeichte Skala vorgesehen sein. Das durch den Pfeil 5 angedeutete magnetische Gleichfeld H, kann durch einen hier nicht dargestellten Permanentmagneten erzeugt werden und ist so zu wählen, daß in dem interessierenden Frequenzgebiet bei der vorgesehenen Kristallorientierungsänderung ferromagnetische Resonanz auftritt. Für die betreffende Frequenz wird der Hohlleiter gesperrt. Durch die räumliche Orientierung des Kristalls auf der Achse 3 gegenüber dem Hohlleiter kann der Abstimmbereich in den gewünschten Grenzen gewählt werden. Die ferromagnetische Resonanz wird nur durch den positiv zirkular polarisierten Anteil einer Welle angeregt. Daher ist die Kugel an einem Ort größter Zirkularpolarisation des magnetischen Hochfrequenzfeldes angeordnet, um möglichst große Absorption zu erhalten. Zusätzlich erhält man dann die Eigenschaft einer Richtungsleitung. Die Stärke der Ab- sorption ist in gewissen Grenzen von dem Volumen des Kristalls abhängig. Die Bandbreite ist durch die Halbwertsbreite der ferromagnetischen Resonanzkurve und den Kopplungsgrad zwischen Kristall und Hochfrequenzfeld gegeben. Bei festem Volumen ist die Absorption bei einem Material mit kleiner Halbwertsbreitee größer als bei einem Material mit breiter Resonanzkurve. Wenn die Sperrwirkung einer Kugel nicht ausreicht, können mehrere Kristalle hintereinandergeschaltet werden. - Der Aufbau eines Bandfilters ist in der F i g. 4 schematisch dargestellt. Hierbei sind zwei Rechteckhohlleiter 7 und 8 derart miteinander verbunden, daß ihre Mittelachsen zumindest näherungsweise fluchten und daß die Hohlleiterbreitseiten aufeinander senkrecht stehen. Die Hohlleiter 7 und 8 sind je- weils an einem Ende mittels der Wände 9 und 10 kurzgeschlossen. In dem beiden Hohlleitern gemeinsamen -Abschnitt der Kurzschlußwände 9. und 10 ist eine Koppelöffnung 11 vorgesehen, in der ein kugeliörmiger Kristall 2 aus Yttriumeisengranat drehbar angeordnet ist. Die Kugel 2 ist an einer aus einem dielektrischen Material bestehenden Achse befestigt, die lediglich durch die strichpunktierte Linie 12 angedeutet ist und die in den durch den Doppelpfeil 5 gekennzeichneten Richtungen drehbar ist.
  • Eine in Richtung des Pfeiles 13 im Hohlleiter 7 einfallende elektromagnetische Welle wird ohne die Wirkung der Kristallkugel 2 nicht in den Hohlleiter 8 übergekoppelt, da die beiden Hohlleiter wegen der Orthogonalität der magnetischen Feldlinien am Ort der Koppelöffnung entkoppelt sind. Nur wenn die Frequenz der sich im Hohlleiter 7 fortbewegenden Welle mit der ferromagnetischen Resonanzfrequenz der Kristallkugel 2 übereinstimmt, erhält man durch die Präzessionbewegung der Magnetisierung eine Verkoppelung der beiden Leiter.
  • In der F i g. 5 ist eine zweikreisige Bandsperre mit veränderbarer Bandbreite schematisch dargestellt. In einem Durchgangshohlleiter 1 sind vorzugsweise am Ort größter Zirkularpolarisation des magnetischen Hochfrequenzfeldes zwei kugelförmige ferromagnetische Kristalle 2 und 2' drehbar angeordnet. Die Kugeln 2 und 2' sind an den Stirnseiten von Stäben aus dielektrischem Material aufgeklebt, die lediglich durch die gestrichelt gezeichneten Linien 14 und 15 angedeutet sind. An einer Hohlleiterschmalseite ist eine durch die strichpunktierte Linie 16 angedeutete Mittelachse gelagert, an der ein Antriebsrad 17 befestigt ist. Von dem Antriebsrad 17 werden durch Drehung in Richtung des Pfeiles 20 die auf den Wellen 14 und 15 befestigten Räder 18 und 19 in Richtung der Pfeile 21 und 22 gleichsinnig angetrieben. Die Kristalle 2 und 2' sind so angebracht, daß ihre schweren und leichten Richtungen um einen Winkel von 90<1 gegeneinander versetzt sind. Das beispielsweise von einem Permanentmagneten erzeugte Gleichfeld H, liegt entsprechend der Richtung des Pfeiles 6 senkrecht zu den Hohlleiterbreitseiten. Werden beide Kugeln über das Antriebsrad 117 gleichzeitig gedreht, so wird die Resonanzfrequenz des einen Resonators kleiner und die des anderen größer. Wenn die Lage der Kristalle so gewählt wird, daß die schwere Richtung des einen Kristalls parallel zur Hohlleiterbreitseite und die leichte Richtung des anderen senkrecht zur Hohlleiterbreitseite liegt, dann ist die Differenz der Resonanzfrequenzen beider Resonatoren und somit auch die Bandbreite am größten. Nach einer Drehung um 45' ist die Resonanzfrequenz beider Kristalle gleich und somit die Bandbreite am kleinsten. Eine derartige Anordnung entspricht daher in ihrem elektrischen Ersatzschaltbild einer zweikreisigen Bandsperre, deren Resonanzkreise miteinander gekoppelt sind, wobei die Resonanzfrequenzen der einzelnen Kreise zur Veränderung der Bandbreite einstellbar sind. Mit weiteren Kristallen, z. B. mit einem nicht abstimmbaren dritten Resonator auf der Mittenfrequenz des Filters können drei- und mehrkreisige Filter aufgebaut werden.
  • Der Aufbau einer zweikreisigen Bandsperre vom Reflexionstyp ist in der F i g. 6 dargestellt. Ein Rechteckhohlleiter 1 ist an einem Ende mittels einer metallischen Wand 23 kurzgeschlossen. An einer nur durch die strichpunktierte Linie 24 angedeuteten Achse aus einem dielektrischen Material sind zwei kugelförmige ferrimagnetische Kristalle 2 und 2# derart befestigt, daß ihre schwere und leichte Richtung aufeinander senkrecht stehen. Die Achse 24 ist in Richtung des doppelten Pfeiles 5 drehbar gelagert. Eine in Richtung des Pfeiles 25 in dem Hohlleiter 1 einfallende elektromagnetische Welle wird an der Kurzschlußwand 23 reflektiert. Für die hinlaufende Welle ist nur der Kristall 2, für die zurücklaufende Welle nur der Kristall 2' wirksam. Dies wird dadurch erreicht, daß der Kristall 2 für die hinlaufende Welle an einem Ort mit rechtszirkularpolarisiertem Feld sitzt, während auf dem Kristall 2' nur eine linkszirkularpolarisierte Welle wirkt, die keine Absorption erfährt. Für die zurücklaufende Welle gilt entsprechend das Umgekehrte. Hinsichtlich der Veränderung der Bandbreite gelten wegen der aufeinander senkrecht stehenden schweren und leichten Richtung der Kristalle 2 und 2' sinngemäß die bereits beim Ausführungsbeispiel der F i g. 5 gegebenen Ausführungen.
  • In der F i g. 7 und 8 ist ein zweikreisiges Bandfilter dargestellt, das mit Hilfe von Bandleitungen aufgebaut ist. Die F ig.7 zeigt einen Querschnitt längs der Schnittlinie A-B von der F i g. 8, die F i g. 8 eine Draufsicht bei geöffneter Abdeckplatte.
  • In zwei an einer Breitseite 29 aneinander anliegenden Außenleitern 30 und 32 liegen die als Bandleiter ausgebildeten Innenleiter 31 und 31 Der Innenleiter 31 ist mit dem Innenleiter 34 einer koaxialen Anschlußleitung 35 verbunden, der Innenleiter 33 mit dem Innenleiter 36 einer Koaxialanschlußleitung 36, 37. Der Innenleiter 31 ist an einer am Außenleiter 30 angebrachten Kurzschlußwand 38 kurzgeschlossen, während der Innenleiter 33 an der Wand 39 des Außenleiters 32 kurzgeschlossen ist. In der beiden Außenleitern 30 und 32 gemeinsamen Trennwand 29 ist ein schmaler Schlitz 40 vorgesehen, der in Richtung der Innenleiter verläuft. Zwischen.den, Innenleitern 31 und 33 und der Trennwand 29 sind an Stäben 41 und 42 aus einem dielektrischen'Material die kugelförmigen ferrimagnetischen Kristalle 2 und 2' in der Höhe des Schlitzes ' 40 befestigt. Die Stäbe 41 und 42, die lediglich durch strichpunktierte Linien angedeutet sind, können in der bereits beschriebenen Weise durch -einen geeigneten Antrieb entweder für sich getrennt oder im Gleichlauf in Richtung der Doppelpfeile 45 und 46 gedreht werden. Das magnetische Gleichfeld H, ist durch den Pfeil 6 angedeutet und kann beispielsweise durch einen Permanentmagneten erzeugt werden.
  • Eine sich im Leitersystem 30, 31 fortpflanzende elektromagnetische Welle kann zunächst nicht auf das Leitersystem 32, 33 übergekoppelt werden, da die sich um den Innenleiter 31 ausbildenden magnetischen Feldlinien 43 senkrecht zum Schlitz 40 verlaufen. Wenn die Frequenz der sich -im Leitersystem 30, 31 fortpflanzenden elektromagnetischen Wellen zumindest näherungsweise mit der Resonanzfrequenz des ferrimagnetischen Kristalls 3 übereinstimmt, entsteht eine in Richtung des Schlitzes 40 weisende magnetische Feldkomponente, so daß magnetische Feldlinien durch den Schlitz 40 hindurchtreten. Wenn dabei gleichzeitig der ferrimagnetische Kristall 2' zumindest näherungsweise in Resonanz ist, entsteht im Leitersystem 32, 33 eine magnetische Feldkomponente, die ein sich um den Innenleiter 33 ausbildendes magnetisches Feld 44 erzeugt und damit im Leitersystem 32, 33 eine elektromagnetische Welle anregt, die am koaxialen Ausgang 36, 37 abgenommen werden kann. Eine derartige Anordnung entspricht einem zweikreisigen Bandfilter, dessen Durchlaßmitte über einen vorgegebenen Frequenzbereich durchstimmbar ist.
  • In einfacher Weise läßt sich auch bei einem solchen Filter die Bandbreite verändern. Hierzu werden kugelförmige Kristalle 2 und 2' so eingestellt, daß ihre schwere und leichte Richtung nicht exakt parallel zueinander verlaufen, sondern in einem bestimmten Winkel zueinander geneigt sind. Sieht man hierzu eine Veränderung der Winkelstellung in der Weise vor, daß beispielsweise der an der Achse 41 befestigte Kristall 2 relativ zu dem an der Achse 42 befestigten Kristall 2' drehbar ist, dann läßt sich außer Frequenzdurchstimmung eine in weiten Grenzen veränderbare Bandbreite einstellen.
  • Die Erfindung wurde an Hand von Filtem erläutert, die mit Hilfe von rechteckförmigen Hohlleitem und Bandleitungen aufgebaut sind. Statt dessen können in analoger Weise beliebige andere für die Fortpflanzung elektromagnetischer Energie geeignete Leitersysteme verwendet werden.

Claims (2)

  1. Patentansprüche: 1. Abstimmbares Filter für das Mikrowellengebiet, das mittels der magnetokristallinen Anisotropieeigenschaften abstimmbar ist und bei dem im Zuge einer der übertragung elektromagnetischer Energie dienenden Leitung wenigstens ein unter dem Einfluß eines magnetischen Gleichfeldes stehender Ferrit-Einkristall angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß das den Resonator durchsetzende magnetische Gleichfeld (6) einen konstanten Wert hat und daß zur Einstellung der Resonanzfrequenz mitzHilfe der magnetokristallinen Anisotropieeigenschaften der Kristall (2) in dem Gleichfeld drehbar angeordnet ist.
  2. 2. Abstimmbares Filter nach Anspruch 1, dadurch gekenn eichnet, daß ein Ferrit-Einkristall aus Yttriumeisengranat (2) vorgesehen ist. 3. Abstimmbares Filter nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß galliumsubstituiertes Yttriumeisengranat (2) vorgesehen ist. 4. Abstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Einkristall (2) kugelförmig ausgebildet ist. 5. Abstimmbares Filter nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß der EinkristaU so in eine Mikrowellenstruktur eingebaut ist, daß er um die Normale zur [011]-Kristallebene drehbar ist und daß das magnetische Gleichfeld stest in der [01T1-Kristallebene liegt. 6. Abstimmbares Filter nach einem der Anspräche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß zwei aufeinander senkrecht stehende, an einer Seite kurzgeschlossene Rechteckhohlleiter (7, 8) in dem beiden Hohlleitern gemeinsamen Ab- schnitt der Kurzschlußwand eine Koppelöffnung (11) aufweisen, in der der ferrimagnetische Kristall drehbar angeordnet ist. 7. Abstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der Leitung in Fortpflanzungsrichtung der elektromagnetischen Welle zwei kugelförmige ferrimagnetische Kristalle (2, 2) hintereinander angeordnet sind und daß beide Kristalle vorzugsweise über einen gemeinsamen Antrieb im Gleichlauf verstellbar sind. 8. Abstimmbares Filter nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen den drehbaren ferrünagnetischen Kristallen wenigstens ein weiterer, fest eingestellter ferrimagnetischer Kristall angeordnet ist. 9. Abstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in einem an einem Ende kurzgeschlossenen Rechteckhohlleiter zwei kugelförmige ferrimagnetische Kristalle mit um 90' versetzter schwerer und leichter Richtung drehbar auf einer gemeinsamen Achse angeordnet sind. 10. Abstimmbares Filter nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß in der gemeinsamen metallischen Trennwand zweier zueinander parallellaufender Streifenleitungen ein Koppelschlitz vorgesehen ist und daß zwischen den Innenleitern und dem Koppelschlitz vorzugsweise kugelförmige ferrimagnetische Kristalle .drehbar angeordnet sind und daß weiterhin die Innenleiter an einer Seite mit den Außenleitem kurzgeschlossen sind, während sie auf der anderen Seite in die Innenleiter koaxialer Zuführungsleitungen übergehen. In Betracht gezogene Druckschriften. »Electro-Technology«, September 1963, Bd. 72, Nr. 3, S. 78 bis 83.
DES92363A 1964-07-30 1964-07-30 Abstimmbares Filter fuer sehr kurze elektro-magnetische Wellen, das mittels der magnetokristallinen Anisotropieeigenschaften abstimmbar ist Pending DE1217002B (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE102007001832A1 (de) * 2006-07-04 2008-01-10 Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Magnetisch durchstimmbares Filter mit Koplanarleitungen

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DE102007001832A1 (de) * 2006-07-04 2008-01-10 Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Magnetisch durchstimmbares Filter mit Koplanarleitungen

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