DE1217091B - Antiskatingvorrichtung - Google Patents
AntiskatingvorrichtungInfo
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- G11—INFORMATION STORAGE
- G11B—INFORMATION STORAGE BASED ON RELATIVE MOVEMENT BETWEEN RECORD CARRIER AND TRANSDUCER
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- G11B3/10—Arranging, supporting, or driving of heads or of transducers relatively to record carriers
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Description
- Antiskatingvorrichtung Die Erfindung betrifft eine verstellbare, sogenannte Antiskatingvorrichtung, d. b. eine Vorrichtung an -einem Tonabnehmer, der, um eine senkrechte Achse schwenkend, eine Schallplatte abtastet, und auf Schwer- oder Federkraft beruhende Mittel, die ein Drehmoment entgegen der Schwenkbewegung beim Abtasten ausüben, enthält.
- Vorrichtungen dieser Art dienen dazu, das Drehmoment, das infolge der endlichen Länge des Tonabnehmers und der Reibungskraft zwischen Abtastnadel und Schallplatte in seiner senkrechten Schwenkachse entsteht, zu kompensieren, damit der Anpreßdruck der Nadel auf beiden Flanken der Abtastrille gleich ist. Derartige Vorrichtungen werden verstellbar ausgeführt, was insbesondere dann erforderlich ist, wenn das Tonannauflagegewicht veränderbar ist. Infolge der endlichen Länge des Tonarms ist das Moment aber auch nicht über den ganzen Abtastbereich des Tonarms konstant.
- In einer bekannten Vorrichtung wird das Moment durch einen gewichtsbelasteten Faden, der in einer öse umgelenkt wird und am Tonarm angreift, erzeugt. Eine Veränderung wird durch Verlagerung des Angriffspunktes des Fadens am Tonarm erreicht. Eine derartige Vorrichtung ist bezüglich der allgemeinen Handhabung des Gerätes und für den Transport hinderlich.
- In einer anderen bekannten Vorrichtung ist ein an der Grundplatte des Gerätes gelagerter, gewichtsbelasteter Hebel so angeordnet, daß er mit einem in radialer Richtung an der senkrechten Tonarmschwenkachse befestigten Zapfen in Berührung steht. Die Reibung einer solchen Vorrichtung ist beachtlich. Auch besteht die Gefahr, daß auf dem Transport die aufeinandergleitenden Teile gegeneinander geschlagen werden, was die Reibungsverhältnisse ändert. Zur Verhinderung dieser Gefahr wären besondere Sicherungsmittel erforderlich.
- Beide vorbekannten Vorrichtungen funktionieren nur dort einwandfrei, wo der Plattenspieler ausschließlich in einer wenigstens angenähert waagerechten Lage betrieben wird.
- Bei einer weiteren bekannten Vorrichtung ist die senkrechte Schwenkachse des Tonarms verstellbar, wodurch der Tonarm ein Drehmoment in Richtung seiner Abtastschwenkbewegung oder entgegengesetzt erhält. Die Größe des erzeugten Drehmoments hän(Yt dabei von der Größe des Neigungswinkels, in Richtung der Tonarmlängsachse gesehen, ab. Da nun die einmal eingestellte Schräglage der Achse festliegt, der Tonarm sich aber beim Abtasten verschwenkt, ändert sich zwangläufig der wirksame Neigungswinkel und damit die Größe des erzeugten Drehmoments. Eine solche Anordnung ist deshalb nicht zu einer brauchbaren Kompensation der sogenannten Skatingwirkung verwendbar, weil dafür ein konstantes oder nach bestimmten Gesetzmäßigkeiten, die durch die geometrischen Abmessungen des Tonarms gegeben sind, veränderbares Kompensationsmoment erforderlich ist. Der vorbekannten Einrichtung haftet außerdem der Mangel an, daß die Auflagekraft des Tonarms -über den Abstellbereich nicht konstant sein kann, da sich die die Auflagekraft erzeugende Feder, die einerseits am Tonarm und andererseits an einem mit der senkrechten Achse verstellbaren Teil verbunden ist, mit der Schwenkbewegung des Tonarms in ihrer Kraft ändern muß.
- In einer weiteren bekannten Einrichtung ist in der senkrechten Tonarmschwenkachse eine Spiralfeder angebracht, um die erforderliche Antiskatingkraft zu erzeugen. Damit sind zwar die vorgenannten Nachteile der beschriebenen Einrichtung behoben, jedoch ist mittels einer solchen Federanordnung nur eine begrenzte Verstellung, wie sie beispielsweise zum Ausgleichen gewisser Fabrikationstoleranzen erforderlich ist, mit einfachen Mitteln möglich. Häufig ist aber darüber hinaus eine Angleichung an das Tonarmauflagegewicht erforderlich, was allein eine Änderung im Verhältnis 1: 5 erfordern kann. Das Problem liegt darin, daß die Feder einerseits eine sehr flache Charakteristik haben muß, damit sich die Kraft über den Abtastschwenkwinkel des Tonarms praktisch nicht ändert, andererseits aber von Null bis zu ihrem Maximalwert einstellbar sein soll. Die praktischen Verhältnisse an einem Plattenspieler würden einen derartig großen Verstellweg erfordern, daß er mit einfachen Mitteln nicht mehr zu bewältigen ist.
- Aufgabe der Erfindung ist nun, eine solche Federanordnung'zu finden, die diese Forderungen mit verhältnismäßig einfachen Mitteln erfüllt. Die Lösung besteht darin, daß eine Zugfeder einerseits an einem gerätefesten Punkt und andererseits am Ende eines mit dem Tonarm um seine senkrechte Schwenkachse mitschwenkenden Hebels befestigt ist, der seinerseits um eine zur Schwenkachse parallelliegende Achse derart verdrehbar angeordnet ist, daß sein Ende in der einen Verdrehendlage in der Schwenkachse des Tonarms und in der anderen Endlage so liegt, daß beim Verschwenken - des Tonarms einer Kraftzunahme infolge einer Vergrößerung des. Abstandes der Federbefestigungspunkte eine Verkürzung des Abstandes der Federlängsachse zur Tonarmschwenkachse entspricht.
- Da die Größe der Kompensationskraft in einem direkten Verhältnis zum Auflagegewicht steht, erscheint es wünschenswert, beide mittels einer Einstellvorrichtung gleichzeitig einzustellen. Die Erfahrung hat jedoch gezeigt> daß -die Größe der Kompensationskraft auch noch von anderen Einflüssen abhängig ist, wie z. B. der Größe -der Verrundung der Abtastspitze, die aber andererseits nicht bei jedem Gerätebenutzer in einem praktisch bedeutenden Maße verändert wird. Eine besonders zweckmäßige Weiterbildung der Erfindung bei einem Ge" rät, wo das Tonarmauflagegewicht mittels eines Steilringes verändert wird, besteht nun darin, daß der Ring einen Zahnkranz trägt und in axialer Richtung derart verschiebbar angeordnet ist, daß er in seiner oberen Endlage mit dem rechtwinklig dazu angeordneten Stellring koppelbar ist.
- Die Erfindung sei an Hand eines Ausführungsbeispieles näher beschrieben.
- Fig. 1 stellt den Teil eines Plattenspielers mit der Tonarmlagerung von unten gesehen dar; F i g. 2 stellt einen Querschnitt durch die senkrechte Tonarmschwenkachse dar.
- An einer Grundplatte 1 ist ein Tonarm 2 um eine senkrechte Achse 3 schwenkbar gelagert. Unterhalb der Grundplatte 1 an einem fest mit dem Tonarm 2 verbundenen Rohr 4 befindet sich eine Scheibe 5, auf der ein zweiarmiger Hebel 6 um einen Zapfen 7 schwenkbar gelagert ist. An einem abgekröpften Ende 8 des Hebels 6 ist eine Zugfeder 9 eingehängt, die andererseits an der Grundplatte 1 mittels eines Zapfens 17 befestigt ist. Am anderen Ende des Hebels 6 ist ein Zapfen 10 befestigt, der in eine spiralförmige Ausnehmung 11 eines gegen Reibung verdrehbaren, auf dem Tonarmlagerbügel 12 sitzenden Ringes 13 eingreift. Der Rina, 13 ist in axialer Richtung ebenfalls gegen Reibung verschiebbar und ergreift in seiner oberen Stellung mit seinem Zahnkranz 14 den Umfang eines um die waagerechte Tonarmschwenkachse 15 angeordneten Stellringes 16 zum Einstellen des Tonarmauflagegewichts.
- Die dargestellte Lage entspricht der Kompensationskraft Null, woran auch ein Verschwenken des Tonarms nichts ändert, da der eine Angriffspunkt der Feder 9 mit der Schwenkachse 3 des Tonarms 2 zusammen ällt. Beün Verdrehen des Ringes 13 gleitet der Zapfen 10 in der spiralförmigen Ausnehmung 11 und verschwenkt damit den Hebel 6 beispielsweise bis in seine unterbrochen dargestellte Lage, womit die größte Kompensationskraft eingestellt ist. Verschwenkt sich der Tonarm 2 während des Abtastens um seine Achse 3, so wird die Zugfeder 9 zwar gereckt, aber der damit verbundenen Kraftzunahme wirkt eine entsprechende Verkürzung ihres in bezug auf die Achse 3 wirksamen Hebelanns entgegen, so daß das Kompensationsmoment annähernd konstant gehalten wird. Bei einer Zwischenlage des Hebels 6 verkleinert sich zwar das Kompensationsmoment, die ausgleichende Wirkung zwischen Federverlängerung und Verkürzung ihres wirksamen Hebelarms bleibt aber bestehen.
Claims (3)
- Patentansprüche: 1. Vorrichtung an einem Tonabnehmer, der um eine senkrechte Achse schwenkend eine Schallplatte abtastet, und auf Schwer- oder Federkraft beruhende Mittel, die ein Drehmomententgegen der Schwenkbeweg gung beim Abtasten ausüben, enthält, dadurch gekennzeichnet, daß eine Zugfeder(9) einerseits an einem gerätefesten Punkt (17) und andererseits am Ende (8) eines mit dem Tonarm um seine senkrechte Schwenkachse (3) mitschwenkenden Hebels (6) befestigt ist, der seinereeits um eine zur Schwenkachse (3) parallelliegende Achse (7) derart verdrehbar angeordnet ist, daß sein Ende (8) in der einen Verdrehendlage in der Schwenkachse (3) des Tonarms und in der anderen Endlage so liegt, daß bei Verschwenken des Tonarms (2) einer Kraftzunahme infolge einer Verößerung des Abstandes der Federbefestigungspunkte (17, 8) eine Verkürzung des Abstandes der Federlängsachse zur Tonarmschwenkachse (3) entspricht.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß über der Grundplatte auf der senkrechten Tonarmschwenkachse (3) ein Ring (13) gegen Reibung verdrehbar gelagert ist, der einen spiralfönnigen Schlitz (11) enthält, in den ein auf den Hebel (6) befestigter Zapfen (10) eingreift, wobei der Schlitz (11) so geformt ist, daß der Hebel (6) bei Verdrehen des Ringes (13) zwischen seinen beiden Verstellendlagen verschwenkt wird. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2 mit einer Einrichtung zum Verändern des Tonarmauflagegewichts mittels eines Stellringes, dadurch gekennzeichnet, daß der Ring (13) einen Zahnkranz (14) trägt und in axialer Richtung derart verschiebbar angeordnet ist, daß er in seiner oberen Endlage mit dem rechtwinklig dazu angeordneten SteHring (16) koppelbar ist.
- In Betracht gezogene Druckschriften: Deutsche Patentschrift Nr. 1036 525; deutsche Auslegeschrift Nr. 1194 173; USA.-Patentschrift Nr. 3 088 742.
Priority Applications (5)
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Applications Claiming Priority (1)
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Publications (2)
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Families Citing this family (2)
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- 1966-01-14 US US520724A patent/US3315967A/en not_active Expired - Lifetime
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| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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