DE1216435B - Schaltbares Halbleiterbauelement mit vier Zonen - Google Patents
Schaltbares Halbleiterbauelement mit vier ZonenInfo
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Description
BUNDESBEPUBLIK DEUTSCHLAND
DEUTSCHES
PATENTAMT
AUSLEGESCHRIFT
Int. α.:
HOIl
Deutsche Kl.: 21 g -11/02
Nummer: 1216 435
Aktenzeichen: C 32237 VIII c/21 j
Anmeldetag: 25. Februar 1964
Auslegetag: 12. Mai 1966
Es ist bekannt, daß Störungen und Verunreinigungen der Oberfläche die Durchbruchsspannung eines
pn-Übergangs in Halbleiterbauelementen herabsetzen. Weiterhin kann die Durchbruchsspannung bei
verschiedenen Bauelementen und sogar im gleichen Bauelement zu verschiedenen Zeiten schwanken, da
es nicht möglich ist, die Oberflächeneffekte unter Kontrolle zu bringen. Bei Vierschichtdioden als
Schalter ist es wichtig, daß eine stabile, möglichst hohe Durchbruchsspannung gewährleistet ist.
Aus der französischen Patentschrift 1260 954 ist
ein schaltbares Halbleiterbauelement mit vier aufeinanderfolgenden, durch pn-Übergänge verbundenen
Zonen entgegengesetzten Leitfähigkeitstyps in einem Halbleiterkörper bekannt, dessen pn-übergang zwisehen
der Emitterzone und der benachbarten Zone an der gemeinsamen Oberfläche durch eine flächenhafte
Elektrode überbrückt, ist und bei dem mindestens eine mittlere Zone aus zwei Schichten besteht,
von denen die am Randteil des mittleren pn-Übergangs liegende eine niedrigere Dotierungskonzentration
als die im inneren Teil der Zone liegende aufweist. Die der französischen Patentschrift
zugrunde liegende Aufgabe besteht darin, einen vierschichtigen Halbleiterschalter zu schaffen, der gegen
einen dynamischen Durchbruch relativ unempfindlich ist. Das Problem der Verminderung einer Anfälligkeit
gegen schädliche Oberflächeneffekte wird nicht erwähnt.
Aus der französischen Patentschrift 1267417 ist
ein schaltbares Halbleiterbauelement mit vier aufeinanderfolgenden,
ein Transistorpaar bildenden und durch pn-Übergänge verbundenen Zonen abwechselnd
entgegengesetzten Leitfähigkeitstyps in einem Halbleiterkörper bekannt, dessen Emitterzone des
einen Transistors in die benachbarte Zone unterteilt eingelassen ist und dessen pn-Übergänge zwischen
der unterteilten Emitterzone und der benachbarten Zone an der gemeinsamen Oberfläche durch eine
flächenhafte Elektrode überbrückt sind. Dieser französischen Patentschrift ist zwar auch zu entnehmen,
daß schaltbare Halbleiterbauelemente mit vier aufeinanderfolgenden Zonen abwechselnd entgegengesetzten
Leitfähigkeitstyps, deren Emitterzone mit der benachbarten Zone kurzgeschlossen sind, weniger
anfällig gegen Oberflächenleckströme sind. Hinweise auf andere Möglichkeiten zur weiteren Verminderung
der Anfälligkeit gegen schädliche Oberflächeneffekte sind dieser französischen Patentschrift jedoch nicht
zu entnehmen.
Ferner sind Halbleiterbauelemente bekannt, bei welchen Vorkehrungen getroffen sind, um die Ober-Schaltbares
Halbleiterbauelement mit vier Zonen
Anmelder:
International Standard Electric Corporation,
New York, N. Y. (V. St. A.) . .
Vertreter:
Dipl.-Ing. H. Ciaessen, Patentanwalt,
Stuttgart 1, Rotebühlstr. 70
Als Erfinder benannt:
Kurt Hubner, Palo Alto, CaHf. (V. St. A.) ;
Beanspruchte Priorität:
V. St. v, Amerika vom 14. März 1963 (265 099)
flächeneffekte weitgehend auszuschalten. Im wesentlichen besteht die Maßnahme darin, daß benachbart
zum zentralen Teil eines pn-Übergangs eine diesen umgebende Zone mit einer geringeren Konzentration
an nichtkompensierten Ladungsträgern in der Raumladungszone
angeordnet ist, so daß die Durchbruchsspannung von dem zentralen Teil bestimmt wird. Es
handelt sich dabei um den sogenannten »Schutzring«, durch den gewährleistet ist, daß die Anordnung
unabhängig von Oberflächeneinflüssen arbeitet. Wenn jedoch der sogenannte Schutzring aus
irgendwelchen Gründen versagt, kann die am Bauelement liegende Spannung einen Stromfluß entlang
der Oberfläche über den frei liegenden Teil des pn-Übergangs verursachen. Dieser Teil bestimmt
dann die Durchbruchsspannung des pn-Übergangs. - Wenn Vierschichtbauelemente bei Schaltungsanordnungen für hohe Spannungen und hohe Leistungen, z. B. Impulsmodulatorschaltungen, in Reihe
geschaltet sind, kann sowohl die Hochspannung als auch die Ladespannung, die an die Serienschaltung
angelegt wird, im wesentlichen an einem Element liegen und einen Durchbruch der Serienschaltung
verursachen. Um das zu vermeiden, können ohmsche Spannungsteiler verwendet werden, die gewährleisten,
daß jedem Element ein bestimmter Teil der Spannung zugeordnet ist. Derartige Schaltungsanordnungen vermindern jedoch wesentlich die Leistung, da der ohmsche Spannungsteiler einen erheblich
höheren Strom als den Leckstrom der Anordnung zieht. Weiterhin sind Teilernetzwerke bekannt,
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die Kapazitäten enthalten, um ein aufeinanderfolgen- stör angesehen werden, die jeder eine Emitter-,
des Einschalten der einzelnen Bauelemente durch Basis- und Kollektorzone und beide einen gemeineinen
kleinen Impuls zu ermöglichen. Wenn diese samen Kollektor-pn-Ubergang besitzen.
Kapazitäten nach der Tastung umgeladen werden, Das in der F i g. 1 dargestellte Halbleiterbauelemuß man darauf achten, daß dabei die Durchbruchs- 5 ment enthält eine p+-leitende Zone 11 und eine spannung keines der in Reihe geschalteten Elemente η-leitende Zone 12. Beide bilden den ersten gleichüberschritten wird. Dieses Problem tritt vor allem richtenden pn-übergang 13. Die η-leitende Zone 12 bei schnellen Schaltoperationen auf. besteht aus einem zentralen Teil 14 und einem dicke-
Kapazitäten nach der Tastung umgeladen werden, Das in der F i g. 1 dargestellte Halbleiterbauelemuß man darauf achten, daß dabei die Durchbruchs- 5 ment enthält eine p+-leitende Zone 11 und eine spannung keines der in Reihe geschalteten Elemente η-leitende Zone 12. Beide bilden den ersten gleichüberschritten wird. Dieses Problem tritt vor allem richtenden pn-übergang 13. Die η-leitende Zone 12 bei schnellen Schaltoperationen auf. besteht aus einem zentralen Teil 14 und einem dicke-
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zu- ren, den zentralen Teil umgebenden Teil 16. Dieser
gründe, ein verbessertes vierschichtiges Halbleiter- io äußere Teil 16 weist eine geringere Verunreinigungs-
bauelement mit einem Schutzring zu schaffen, durch konzentration (n~) auf. Eine p-leitende Zone 17
den die Oberflächeneffekte noch sicherer ausgeschal- (p~) bildet den gleichrichtenden pn-übergang 18,19,
tet werden. Die vorliegende Erfindung betrifft ein mit dem zentralen Teil 14 und dem diesen umgeben-
schaltbares Halbleiterbauelement mit vier auf ein- den Teil 16 der η-leitenden Zone 12. Die p-leitende
anderfolgenden durch pn-Übergänge verbundenen 15 Zone 17 besteht unmittelbar anschließend an dem
Zonen abwechselnd entgegengesetzten Leitf ähigkeits- inneren pn-übergang aus einer Schicht mit geringe-
typs in einem Halbleiterkörper, die ein Transistor- rer Verunreinigungskonzentration (p~) und einer bis
paar mit teilweise gemeinsamen Zonen und mit zur entgegengesetzten Oberfläche 21 der Anordnung
unterschiedlichen α-Werten bilden. Eine Verbesse- reichenden Schicht (p) mit höherer Veranreinigungs-
rung dieser bekannten vierschichtigen Halbleiter- 20 konzentration.
bauelemente bezüglich einer Anfälligkeit gegen In diese p-Schicht 17 ist eine Mehrzahl von n-lei-
schädliche Oberflächeneffekte wird erfindungsgemäß tenden Zonen 22 in Form von Streifen eingelassen;
dadurch erzielt, daß die Emitterzone des einen Tran- die die gleichrichtenden pn-Übergänge 23 bilden. Die
sistors in die benachbarte Zone unterteilt eingelassen sich bis zur Oberfläche erstreckenden Streifen der
ist, daß die pn-Übergänge zwischen der unterteilten 25 p-leitenden Zone bilden durch eine über beiden
Emitterzone und der benachbarten Zone an der ge- -' Zonen angebrachte gemeinsame Elektrode einen ver-
meinsamen Oberfläche durch eine flächenhafte Elek- teilten Kurzschluß. Der verteilte Kurzschluß wird
trode überbrückt sind und daß mindestens ein Tran- deswegen vorgesehen, weil der Kurzschluß nur einer
sistor in dem Randteil einer Zone einer niedrigere Teilemitterzone in der von dem Kurzschluß am weite-
Dotierungskonzentration und einen kleineren α-Wert 30 sten entfernten Zone des Emitters eine Injektion in-
als im inneren Teil der Zone aufweist. -.· folge des zusätzlichen Spannungsabfalls quer zur
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung wird Basis verursachen würde. Das hat ein ungleichmäßi-
die Emitterzone des Transistors mit dem größeren ges Einschalten zur Folge.
α-Wert unterteilt, so daß ein vorgegebener begrenz- Der Emitter und der Emitterkurzschluß sind so
ter Stromfluß erforderlich ist, bevor das Bauelement 35 ausgebildet, daß die Verzögerungszeit beimEinschal-
in den Zustand niedrigen Widerstands umschaltet. ten, die sowohl durch Querdiffusion von MinoritätST
Die Vorteile und Merkmale der Erfindung werden ladungsträgern als auch durch ÄC-Ausbreitung über
im folgenden an-Hand der Zeichnung erläutert. die halbe Breite eines Emitterstreifens verursacht
Fig. 1 zeigt einen Querschnitt senkrecht zu den wird, vergleichbar oder kürzer ist als die Laufzeit
Oberflächen eines Halbleiterbauelements nach der 40 der Minoritätsladungsträger durch die benachbarte
Erfindung; Basiszone. Dadurch wird sichergestellt, daß das Ein-
F i g. 2 stellt einen Schnitt entlang der Linie 2-2 schalten über dem Teil der Basiszone beginnt, der
von F i g. 1 dar; durch die eingesetzten Emitterzonen überdeckt ist.
Fig. 3 stellt einen Schnitt entlang der Linie 3-3 Wenn daher die Emitterstreifen 50% der Gesamt-
von F i g. 1 dar; 45 fläche ausmachen, so werden über 50 °/o der Fläche
Fig.4A bis 4K veranschaulichen ein Verfahren während einer Laufzeit eingeschaltet. Mit anderen
zum Herstellen eines Halbleiterbauelements nach der Worten: Die verstreuten kurzgeschlossenen Emitter-Erfindung;
zonen werden so angeordnet, daß nicht kurzgeschlos-
Fig. 5 stellt eine Spannungs-Strom-Kennlinie sene Zonen mindestens in einer Richtung gleich oder
eines Halbleiterbauelements nach der Erfindung dar, 50 kleiner sind als die Strecke, die die Minoritätsund
ladungsträger in seitlicher Richtung durch Diffusion
Fig. 6 zeigt ein anderes Halbleiterbauelement mit oder ÄC-Ausbreitung innerhalb der Minoritäts-
den Merkmalen der Erfindung. ladungsträgerlaufzeit durch die Basiszone laufen.
Fig. 1, 2 und 3 zeigen Halbleiterbauelemente, Der mittlere pn-übergang enthält einen inneren
welche im wesentlichen vier benachbarte Zonen aus 55 Teil 18 mit relativ hoher Konzentration an nicht
Halbleitermaterial mit abwechselnd entgegengesetz- kompensierten Ladungsträgern an mindestens einer
tem Leitfähigkeitstyp enthalten, die drei gleichrich- Seite des pn-Übergangs und einen diesen umgeben-
tende pn-Übergänge bilden. Eine dieser Zonen aus den Teil 19, welcher eine geringere Konzentration
Halbleitermaterial ist durch mehrere eingesetzte, von- an nicht kompensierten Ladungsträgern aufweist und
einander getrennte oder miteinander in Form eines 60 sich bis zur Oberfläche des Bauelements erstreckt.
Gewebes verbundene Streifen unterteilt. Die Teile Wenn man die Konzentration der nicht kompensier-
der benachbarten p-leitenden Zone, die mit den Ein- ten Ladungsträger am pn-übergang 18,19 an minde-
sätzen eine gemeinsame Oberfläche bilden, stellen stens einer Seite des pn-Übergangs so auswählt, daß
wegen der gemeinsamen Elektrode einen verteilten bei der Durchbruchsspannung die Konzentration in
Kurzschluß dar. Im geöffneten Zustand arbeiten die 65 dem umgebenden äußeren Teil 19 niedriger ist als
äußeren pn-Übergänge als ein gewöhnlicher Über- im inneren Teil 18, liegt die Durchbruchsspannung
gang beim Durchbruch. Die Anordnung kann als eine an den äußeren Teilen 19 höher, so daß der innere
■Kombination von-einem pnp- und einem npn-Transi- Teil 18 des pn-Übergangs die Durchbruchsspannung
bestimmt. Es handelt sich um den sogenannten Schutzring.
Die Verwendung des dicken n~-Ringes hat einen
weiteren Vorteil zur Folge. Es entsteht dadurch eine Anordnung, bei welcher der α-Wert von mindestens
einem der Transistoren in der äußeren Zone kleiner als im inneren Teil der Zone ist. Oder anders ausgedrückt:
Für eine gegebene gleichmäßige Stromdichte durch die gesamte Anordnung ist die Summe
der α-Werte: für die innere Zone höher als für die äußere Zone. Da die Bedingung zum Schalten lautet,
daß die Summe der beiden α-Werte gleich oder größer als Eins sein muß, schaltet die innere Zone,
bevor die Schaltbedingungen für die äußere Zone erreicht sind. Das Einschalten wird daher im inneren
Teil vor sich gehen. Dieser Effekt wirkt zusätzlich zu dem obenerwähnten Schutzringeffekt und erhöht
die Sicherheit, daß die Anordnung im inneren Teil bei einer niedrigeren Spannung durchbricht als im
äußeren Teil.
Die angegebene Ausbildung des Schutzrings hat einen weiteren Vorteil für den Fall, daß der Schutzringeffekt
aus irgendeinem Grunde ausfällt und die an die Anordnung angelegte Spannung einen Stromfiuß
durch einen an der Oberfläche der Anordnung liegenden Flecken zur Folge hat. Die Minoritätsladungsträger, die durch die Emitterzonen 11 und 22
in die Basiszone injiziert werden, diffundieren teilweise zu dem in Sperrrichtung gepolten pn-übergang
18. Wegen des höheren α-Wertes in dieser Zone wird das Einschalten jedoch eher dort eingeleitet, als an
dem Flecken an der Oberfläche, der zuerst Strom zu ziehen beginnt. Dieser Mechanismus stellt sicher, daß
das Einschalten im zentralen Teil der Anordnung auch dann entsteht, wenn der Durchbruch an der
Oberfläche der Anordnung eingeleitet wird.
Wenn ein vorzeitiger Durchbruch an der Oberfläche, wie oben beschrieben, entsteht, wird normalerweise
die Schaltspannung durch diese vorzeitige Durchbruchsspannung an der schlechten Stelle
der freien Oberfläche bestimmt. Eine weitere Sicherung gegen das Einschalten infolge kleiner Oberflächenströme
kann man durch eine generelle Senkung des benötigten Schaltstroms erhalten. Das ist
dem flachen oberen Teil der Spannungs-Strom-Kennlinie in der F i g. 5 zu entnehmen.
Der flache obere Kurventeil wird erhalten, wenn der Emitter der dreischichtigen Struktur mit dem
größeren α-Wert teilweise kurzgeschlossen wird. Die praktische Wirkung besteht darin, daß die Anordnung
so lange im ausgeschalteten Zustand bleibt, wie die schlechte Stelle einen geringeren Strom zieht als
den Schaltstrom. Das erhöht wesentlich die Möglichkeit, daß für die Schaltspannung eine sich in der
inneren Zone aufbauende Durchbruchsspannung maßgebend ist und nicht Leckströme oder vagabundierende
Ströme an der Oberfläche.
Im Betrieb bei geringen Strömen fließt Strom durch die Teile 26 der p-leitenden Basiszone des unteren
Transistors. Bei Stromanstieg nimmt der Spannungsabfall in diesen Teilen wegen des durch den Stromfluß
durch diese Teile verursachten Spannungsabfalls zu. Sobald der Spannungsabfall entlang diesen
Teilen die Injektionsspannung des unterteilten Emitter-pn-Übergangs 23 übertrifft, injiziert die
Emitterzone 22 in die benachbarte Basiszone 17, wodurch die Anordnung unverzüglich und im wesentlichen
gleichmäßig einschaltet. Diese Wirkung wird bei Betrachtung der Spannungs-Strom-Kurve in
Fig. 5 deutlich. Wenn die Spannung ansteigt, steigt,
der Strom durch die Anordnung zunächst sehr langsam an, was durch den Teil 27 a der Kurve veranschaulicht
wird. Im Abschnitt 27 & der Kurve steigt bei einem geringen Spannungsanstieg der Strom
rasch an. Schließlich reicht der Strom für eine Injektion aus, so daß das Halbleiterbauelement schaltet,
was durch den negativen Widerstandsteil 27 c veranschaulicht wird. Es kann festgestellt werden, daß
ein beträchtlicher Strom fließen muß, bevor die Durchbruchbedingung erreicht ist. Es kann weiter
festgestellt werden, daß die Anordnung vorwiegend durch den Strom und nicht durch die Spannung wie
die üblichen Vierschicht- und Zweischichtschalteranordnungen geschaltet wird.
In der F i g. 6 ist eine Struktur dargestellt, die der von F i g. 1 ähnelt, bei der jedoch ein verteilter Kurzschluß
in Form von p-leitenden Zapfen28 an Stelle von Streifen vorgesehen ist. Dadurch wird ein aufgeteilter
Emitter mit einer Mehrzahl von ein Gewebe bildenden Stäben 29 und einem verteilten Kurzschluß
hergestellt. Die Arbeitsweise entspricht derjenigen der vorher beschriebenen Anordnung.
Ein Halbleiterbauelement des in den F i g. 1, 2 und 3 beschriebenen Typs kann durch die in der
F i g. 4 schematisch dargestellten aufeinanderfolgenden Verfahrensschritte erzeugt werden. Ein p--leitendes
Plättchen gemäß Fig. 4A wird oxydiert, so
daß ein Oxydüberzug über der gesamten Oberfläche gemäß Fig. 4B entsteht. Das Plättchen wird unter
Anwendung eines säurebeständigen Schutzmittels maskiert und die Oxydschicht an der unteren Oberfläche
durch Ätzen entfernt, wie in Fig. 4C dargestellt ist. Mittels eines Abscheidungs- und Diffusionsschrittes
wird die untere p-leitende Schicht gemäß Fig. 4D hergestellt. Während des Difiusionsprozesses
wird eine neue Oxydschicht an der unteren Oberfläche erzeugt. Von der anderen Oberfläche
wird die ursprüngliche Oxydschicht mittels Maskierungs- und Ätzprozessen, wie in Fig. 4E dargestellt,
teilweise entfernt, so daß eine Mehrzahl von Fenstern entsteht. Das Plättchen wird dann einem weiteren
Abscheidungs- und Diffusionsprozeß unterworfen, um in dem Plättchen die η-leitenden Einsätze gemäß
Fig. 4F zu erzeugen. Die Oxydschicht, die während dieses Diffusionsprozesses erzeugt wird, wird anschließend
von der gesamten oberen Oberfläche wieder entfernt. Ebenso wird die untere Oxydschicht
teilweise entfernt, so daß eine Anordnung gemäß Fig. 4G entsteht. Das Oxyd kann ebenfalls wieder
durch Maskierung und Ätzen teilweise entfernt werden. Das Plättchen wird einem Abscheidungs- und
Diffusionsprozeß unterworfen, der dazu dient, die unteren n+-leitenden eingesetzten Streifen und die
obere n+ -leitende Zone, wie in Fig. 4H dargestellt,
zu erzeugen.
In Fig.41 ist die Anordnung dargestellt, nachdem
das Oxyd von der gesamten oberen Oberfläche entfernt worden ist. Durch eine weitere p-leitende
Abscheidung und Diffusion wird die obere p+-leitende Schicht gemäß Fig. 4J erzeugt. Das Oxyd
wird dann entfernt, die Plättchen geteilt und ohmsche Kontakte an den beiden Oberflächen gemäß Fig. 4 K
angebracht.
,- , Es liegt nunmehr eine Vierschichtschalteranordnung
mit einem Schutzring vor, bei der die Summe der α-Werte für die innere Zone größer als für die
Randzone ist. Man erhält damit eine zusätzliche Sicherung dafür, daß das Schalten in der inneren
Zone stattfindet. Außerdem enthält die Anordnung Maßnahmen, die es ermöglichen, daß die Schalteranordnung
mehr durch den Strom als durch die Spannung geschaltet wird. Es kann dadurch eine
Mehrzahl von Anordnungen in Reihe geschaltet werden, um einen Hochspannungsschalter zu bilden.
Obwohl das beschriebene Ausführungsbeispiel eine spezielle Reihenfolge der Leitfähigkeitstypen für die
verschiedenen Zonen aufweist, ist die Erfindung in dieser Hinsicht nicht beschränkt. Sie kann ebensogut
für eine Anordnung mit entgegengesetzter Folge der Leitfähigkeitstypen benutzt werden. Die beschriebene
Anordnung ist vorzugsweise aus dem Halbleitermaterial Silizium hergestellt. In dieser Hinsicht
ist die Erfindung jedoch ebenfalls nicht beschränkt, da sie auch bei anderen Halbleitermaterialien
anwendbar ist.
20
Claims (7)
1. Schaltbares Halbleiterbauelement mit vier aufeinanderfolgenden durch pn-Übergänge verbundenen
Zonen abwechselnd entgegengesetzten Leitfähigkeitstyps in einem Halbleiterkörper, die
ein Transistorpaar mit teilweise gemeinsamen Zonen und mit unterschiedlichen α-Werten bil-.
den, dadurch gekennzeichnet, daß die Emitterzone (22). des einen Transistors in die be-
. nachbarte Zone (17) unterteilt eingelassen ist, daß die pn-Übergänge (23) zwischen der unterteilten
Emitterzone (22) und der benachbarten Zone (17) an der gemeinsamen Oberfläche (21)
durch eine flächenhafte Elektrode überbrückt sind und daß mindestens ein Transistor in dem Randteil
einer Zone eine niedrigere Dotierungskonzentration und einen kleineren α-Wert als im
, inneren Teil der Zone aufweist.
2. Schaltbares Halbleiterbauelement nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Basiszone (12) mindestens eines Transistors zur Verminderung
des α-Wertes, am Rande (16) des Halbleiterkörpers dicker ist als im Inneren (14).
3. Schaltbares Halbleiterbauelement nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß
die Emitterzone (22) des Transistors mit dem größeren α-Wert unterteilt ist.
4. Schaltbares Halbleiterbauelement nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet,
daß die Emitterzone (22) in die benachbarte Zone (17) streifenförmig unterteilt eingelassen ist.
5. Schaltbares Halbleiterbauelement nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Emitterzone
(22) in Form einer Mehrzahl von Parallelstreifen ausgebildet ist.
6. Schaltbares Halbleiterbauelement nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, daß die
Streifen der Emitterzone (22) ein Gitter bilden, durch das sich die benachbarte Zone (17) bis zur
gemeinsamen Oberfläche (21) erstreckt.
7. Schaltbares Halbleiterbauelement nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet,
daß der Abstand und die Breite der eingelasse-
...nen Streifen der Emitterzone (22) so ausgebildet sind, daß die durch .Querdiffusion von Minori-'
tätsladungsträgern oder durch ÄC-Ausbreitung
über die Hälfte der Breite eines. Streifens bedingte Einschaltverzögerungszeit gleich oder ge~
ringer ist als die Minoritätsträgerlaufzeit bis zum: mittleren pn-übergang (19) durch die benach-'.
barte Zone (17), in die die Streifen eingelassen sind. . .
In Betracht gezogene Druckschriften:
Französische Patentschriften Nr. 1260 954,
1267417.
Französische Patentschriften Nr. 1260 954,
1267417.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
609 568/418 5.66 © Bundesdruckerei Berlin
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US265099A US3277352A (en) | 1963-03-14 | 1963-03-14 | Four layer semiconductor device |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1216435B true DE1216435B (de) | 1966-05-12 |
Family
ID=23008989
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEC32237A Pending DE1216435B (de) | 1963-03-14 | 1964-02-25 | Schaltbares Halbleiterbauelement mit vier Zonen |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3277352A (de) |
| DE (1) | DE1216435B (de) |
| FR (1) | FR1389198A (de) |
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